Snow X Racing

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  1. Die Aufmachung des Spiels ist sehr bescheiden ausgefallen. Nach der obligatorischen Erstellung eines Profils landet man prompt im Hauptmenü und steht dort vor einer geringen Auswahl an Optionen. Karriere, schnelles Rennen und ein Mehrspielermodus stehen zur Verfügung. Ohne Trainingsmodus bietet der Schnelleinstieg sicher die beste Möglichkeit, um sich mit Spiel und Steuerung vertraut zu machen.

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    Der erste Eindruck von Snow X Racing im Spiel deckt sich dann auch mit dem bisher gesehenem. Die Grafik hätte man so in etwa auch den letzten PSX-Spielen zugetraut. Legt man sich nach dem Startschuss in die erste Kurve, darf man darüber hinaus auch gleich die ruckelnde Framerate bewundern, die zusammen mit den Strecken Pop-Ups zum schlechten Grafikeindruck beitragen. Teilweise wirkt Snow X Racing so als hätte man es mit 16-bit Bitmapgrafik zu tun, so abrupt ändern die Fahrer abhängig von der Entfernung ihre Grösse.

    Ignoriert man die schlechte Optik und konzentriert sich allein auf die Steuerung, wird der negative Eindruck des Spiels zumindest teilweise gelindert. Schon nach ein paar Runden hat man sich mit der leichtgängigen Handhabe der Schneemobile vertraut gemacht und schlittert und rutscht gezielt über die Strecke. Diverse Schanzen bieten Sprunggelegenheiten, bei denen man ein paar Tricks ausführen und die Geschwindigkeit erhöhen kann. Zwar bietet Snow X Racing aus spielerischer Sicht nichts neues, aber das Arcade Renngefühl reicht für die ein oder andere spassige Runde, zumal die schlechte Framerate erstaunlich wenig negative Auswirkungen auf die Steuerung hat.
    Aufwändiges Lensflare Rendering Dennoch bleibt das Spiel hier natürlich nicht ohne Kritik. Da wäre zunächst das Fahrerfeld. Gerade mal drei Gegner sind zusammen mit dem Spieler auf der Strecke, was im Anbetracht der simplen Grafik zu wenig ist. Gerade bei einem Arcaderacer hätten ein paar Rennschlitten mehr auf der Strecke für mehr Unterhaltung gesorgt. Daneben stört der deutlich spürbare Gummibandeffekt.

    Es ist zwar schön, dass man nach einem Abflug schnell wieder zu den restlichen Fahrern aufschliessen kann, allerdings lässt sich bei Snow X Racing auch nie ein wirklicher Vorsprung herausfahren. Man jagt am Fahrerfeld vorbei und fährt eine Runde wie der Teufel, nur damit an der nächsten Kurven der Gegner im Augenwinkel schon wieder zum Überholen ansetzt. Auch die Kollisionen mit Streckenhindernissen hätten man stellenweise differenzierter lösen müssen. Dass man einen Frontalzusammenstoss mit einer schneebedeckten Tanne (die schön mitwippt) nicht folgenlos übersteht, ist klar, aber an weicheren Hindernissen sollte man dagegen nicht jedes Mal auf dieselbe Art vom Schneemobil fliegen, hier ist das Spiel deutlich zu unnachgiebig. Schliesslich wurde das Abkommen von der Strecke nicht gut gelöst. Verlässt man die Strecke bietet das Spiel keinen Indikator dafür, ob man damit eine gültige Abkürzung nehmen kann oder zurück an den Punkt auf der Strecke gesetzt wird, an dem man sie verlassen hat.

    Manchmal wird man schon für wirklich kurzes Abkürzen bestraft, wonach man sich wieder nach vorne gummibanden muss, manchmal kann man länger ausserhalb der Strecke fahren, ohne dass der Grund dafür ersichtlich ist. Ein Problem ist das auch, weil es teils stark an Streckenübersicht mangelt. Die Streckenmarkierungen sind viel zu schlecht sichtbar, so dass man in den immer gleichaussehenden weissen Umgebungen bei neuen Strecken unnötig oft einen Abflug macht. Hier hilft nur reines auswendig lernen.

    Ein paar Stunden kann man damit Spass haben, allerdings werden mittelfristig die Mängel des Spiels überwiegen. Hat man den einfach aufgebauten Karrieremodus hinter sich gebracht, bleibt nicht mehr viel. Im Splitscreen kann man noch die ein oder andere Runde drehen, dann hat man aber auch schon das letzte Stückchen Spielspass aus Snow X Racing herausgepresst. Deutlich mehr Mühe sollten sich die Entwickler das nächste Mal auch mit dem Soundtrack geben. Das pseudo coole Geschrammel nervt schon nach wenigen Minuten und lädt zum Abschalten ein.

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