Star Citizen: Fragen, Zweifel, Spekulationen

Von Nick2000 · 5. Oktober 2015 · Aktualisiert am 9. Oktober 2015 ·
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  1. Star Citizen (SC), das erste und derzeit einzige Projekt von Cloud Imperium Games (CIG), ist momentan in aller Munde. Die einen bejubeln es und verteilen jede Menge Vorschusslorbeeren, die anderen halten es für den zum Scheitern bestimmten Versuch, eine "eierlegende Wollmilchsau" zu erschaffen.

    Ich selbst bin Backer der ersten Stunde und war anfangs begeistert. Ich habe mir ein kleineres "Starterpaket" mit Squadron 42 gekauft (seit dem nichts mehr), und zwar vor allem wegen der Solokampagne. Mittlerweile habe ich gemischte Gefühle und frage mich schon ein klein wenig, ob ich je ein fertiges Spiel für mein Geld erhalten werde. Ich bin immer noch größtenteils positiv gestimmt, allerdings kommen auch die ersten Zweifel auf, ob das Projekt nicht doch zu ambitioniert ist. Daher dieser Blog, der hoffentlich zu vielen Kommentaren führt, denn ich würde gerne wissen, wie die GS-Community SC, bzw. dessen Realisierbarkeit und seinen derzeitigen Entwicklungsstand beurteilt.

    Als Einstieg kurz eine Zusammenfassung der Geschichte von SC, bzw. dessen Konzeptes und der letzten Ereignisse, die mich zu diesem Blog veranlasst haben:

    Geschichte und Finanzierung

    Chris Roberts, der vor allem für die Wing-Commander-Spiele bekannt sein dürfte, gründete im April 2012 CIG, um SC zu realisieren. SC war anfangs als eine Art geistiger Nachfolger zu Wing Commander, bzw. als Privateer mit leichter MMO-Komponente gedacht. Im Oktober 2012 startete dann das Crowdfunding bei Kickstarter und war unglaublich erfolgreich. Über 2 Millionen Dollar kamen zusammen, damals stellte das den Rekord für ein Videospiel dar. Damit nicht genug, CIG ließ auch nach Ablauf der Kickstarter-Phase weiter den Schwarm finanzieren. Bis heute sind so ca. 90 Millionen Dollar zusammen gekommen. Cleveres Geschäftsmodell: CIG liefert ständig neue Raumschiffe, die für echtes Geld gekauft werden können und daher im späteren Spiel nicht mehr erarbeitet werden müssen.

    Im Laufe der letzten drei Jahre wurde das Konzept von SC ständig überarbeitet und weiterentwickelt. Es scheint, als würde die Einzelspielerkampagne, die ursprünglich einer der Kernpunkte des Projekts war, nur noch schmückendes Beiwerk sein. Der Fokus liegt nun auf einer persistenten, riesigen, frei erkundbaren Online-Galaxie, in der alle Spieler (ähnlich zu einem MMO, evtl. ähnlich wie Eve Online) miteinander spielen und konkurieren. Als besondere Alleinstellungsmerkmale sind derzeit unter anderem das Landen auf und Erkunden von Planeten, das Erkunden von neuen Sternensystemen, von mehreren Spielern zu steuernde/besetzende "Dickschiffe" mit unterschiedlichen Funktionen und das Entern von fremden Schiffen in FPS-Manier geplant. Kurz gesagt: SC hat nicht mehr viel mit dem Spiel gemeinsam, als das es vor drei Jahren mal angekündigt wurde, sondern es will mittlerweile viel mehr sein.

    Kritik der letzten Wochen/Monate

    Derek Smart, seines Zeichens Spiele-Entwickler und selbst Backer von SC, brachte dann den Stein ins Rollen. Er meldete als erster öffentlichkeitswirksam Zweifel an der Realisierbarkeit des Großprojektes SC an. Als "Branchen-Insider mit einiger Erfahrung" habe er selbst schon versucht, eine ähnliche Spielidee umzusetzen und wisse daher, dass es nicht realisierbar sei, jedenfalls nicht mit dem bislang erwirtschafteten Finanzierungsbetrag. Er bezog sich damals ferner auf eine interne Quelle bei CIG. Er verlangte ein Statement von CIG zu seinen Befürchtungen als "besorgter Backer" und in einem Anfall von Größenwahn auch Einblick in die finanziellen Unterlagen von CIG. Falls dem nicht entsprochen werden sollte, werde er zusammen mit "vielen unzufriedenen" Backern eine Sammeklage einreichen. CIG reagierte gelassen, erstattete Smart seinen Finzierungsbeitrag zurück und strafte ihn ansonsten größtenteils mit Nichtachtung. Bis auf ein paar neue Blogeinträge von Smart, die aber von dem Großteil der Öffentlichkeit belächelt wurden, passierte erstmal nichts weiter.

    Dann veröffentlichte The Escapist (Online-Magazin für alles, was uns Nerds so Spaß macht, also u.A. auch für Videospiele) am 01.10.2015 einen Artikel, in dem ebenfalls Zweifel an der Realisierbarkeit von SC, und zwar aufgrund von Insiderwissen (aktive und ehemalige Mitarbeiter), angemeldet wurden. Konkret haben die (namentlich nicht genannten) Quellen von "The Escapist" über unerträgliche Arbeitsbedingungen, einen jähzornigen Chris Roberts, dessen noch jähzornigere und darüber hinaus inkompetente Lebensgefährtin, über den fatalen finanziellen Zustand von CIG (von den 90 Millionen Dollars seien nur noch 8 Mio übrig) und den (quasi nicht vorhandenen) Fertigungsstand von SC geplaudert. CIG hat darauf sofort reagiert und "The Escapist" vorgeworfen, "elementare Mindeststandards des Journalismus" verletzt zu haben. Denn die Informationen stammten nur von unzufriedenen ehemaligen Mitarbeitern, die Vorwürfe seien aber haltlos. Folge keine unverzügliche Entschuldigung und Richtigstellung durch "The Escapist", werde die Sache den Anwälten übergeben.

    Hatte CIG also im Fall von Derek Smart noch gelassen reagiert und den Krawallmacher ignoriert, wird nun (wohl auch aufgrund der deutlich größeren Reichweite von "The Escapist" und deren Renommees) sofort zurückgeschossen. Und zwar mit einer Schärfe, die auf den unbefangenen Beobachter schon so wirken kann, als ob man die unliebsamen Journalisten mundtot machen wollte (Sprichwort: Getroffene Hunde bellen).

    Das und die im Artikel genannten und jedenfalls nicht von vorneherein als Spinnerei abzutuenden Kritikpunkte haben mich ins Grübeln gebracht.

    Meine Bedenken

    Im Zuge der Veröffentlichung des Artikels bei "The Escapist" und der Reaktion von CIG sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ich vorher noch nicht wusste, bzw. nie so richtig bedacht habe oder jedenfalls nicht geglaubt habe, bzw. wahrhaben wollte. Dazu gehören insbesondere:

    1. Finanzen: 90 Millionen hören sich nach ganz schön viel Holz an. Wenn man aber bedenkt, dass CIG derzeit alleine jeden Monat locker 1 Million Dollar Gehalt zahlen muss (laut Roberts arbeiten derzeit 261 Angestellte bei CIG, wenn jeder nur 3.000 $ verdient, ist man schon bei fast 800.000 $, 3.000 $ erscheint mir aber eher zu niedrig gegriffen zu sein), dürfte in den letzten drei Jahren eine zweistellige Millionensumme an Gehaltskosten entstanden sein. Die Lohnkosten sind aber gar nicht der Hauptkostenpunkt bei der Spieleentwicklung. Deutlich mehr geht für Lizenzen, Marketing, und vor allem die diversen Subunternehmer (z.B. horrende Summen für Motioncapturing o.Ä.), die CIG für sich arbeiten lässt, drauf. Ich halte es jedenfalls nicht für unmöglich, dass von den 90 Millionen nicht mehr viel da ist. Ob es nur noch 8 Millionen oder noch 18 Millionen sind, ist dann fast egal. Denn klar ist, dass CIG nicht mehr in dem Tempo neues Geld einehmen kann, wie bisher. Der neue 1000 $ Forschungskreuzer ist dafür ein Beleg und mutet fast schon wie eine Verzweiflungshandlung an. Die Ausgaben sind derzeit wahrscheinlich höher als die Einnahmen, das Kapital schrumpft also. Ich fürchte daher, dass CIG über kurz oder lang an einer Finanzspritze und damit an einem Publisher nicht mehr vorbeikommen wird.

    2. Realisierbarkeit/Ambitionen: Wenn man aber mal unterstellt, dass das Geld doch reicht, stellt sich das weitere Problem der generellen Realisierbarkeit. SC sollte nach und nach immer mehr werden und mal so eben nebenher mehrere Genres miteinander verbinden. Das hört sich alles super an und es ist z.B. tatsächlich seit Jahrzehnten mein Traum, nicht nur einem Boardingshuttle bei seiner Arbeit zuzuschauen, während ich das Kapern eines "disabled" Frachters im All abwarte, sondern in FPS-Manier an Bord selbst Hand anzulegen. Allerdings dauert die Entwicklung von SC jetzt mittlerweile über drei Jahre, ohne dass man mehr als den Hangar, ein Dogfight-Modul, eine Rennstrecke und einen Planeten ausprobieren konnte. Zudem fühlte sich das auch alles auch (noch) nicht besonders "rund" an. Das ist alles kein Weltuntergang, gute Spiele dauern halt. Aber dass die Fortschritte dermaßen lange auf sich warten lassen, ist schon etwas bedenklich.

    3. Fokus auf neue Bezahlinhalte: In regelmäßigen Abständen wirft CIG neue Schiffe auf den Markt, die für echtes Geld erworben werden können. Das weckt die Befürchtung, dass das Geld dringend benötigt wird. Gleichzeitig bindet die Entwicklung neuer Schiffe aber auch Ressourcen, denn die betreffenden Mitarbeiter können nicht mehr am eigentlichen Spiel arbeiten. Das Ende der Fahnenstange ist auch noch nicht in Sicht, es werden weitere Schiffe folgen. Meines Erachtens reicht die Anzahl der Schiffe, die derzeit angeboten werden, aber schon länger mehr als aus. Es können ja gerne nach dem Launch Addons/DLCs mit neuen Schiffen erscheinen. Aber derzeit sollte der Fokus m.E. auf der Entwicklung des Spiels und nicht auf immer neuen Schiffen liegen. Zudem gibt es da auch eine ethische Komponente: CIG verkauft Schiffe, ohne dass gesichert wäre, dass SC jemals erscheint, bzw. evtl. nicht in der Form, wie es derzeit beabsichtigt ist. Das geht schon etwas über ein "normales" Crowdfunding hinaus, das nur über ca. einen Monat läuft und bei dem jedem klar sein muss, dass er ein Risiko eingeht. CIG "crowdfunded" jetzt aber über Jahre hinweg, Spieler werden schon fast verleitet, immer mehr Geld zu investieren. Das muss natürlich jeder selbst entscheiden und jeder ist auch selbst verantwortlich. Ein gewisses Geschmäckle bleibt aber.

    4. Die Person Chris Roberts: Der alte und von mir hoch geschätzte Chris Roberts (Wing Commander! Privateer! Strike Commander!), den ich schon seit Times of Lore kenne und für seine Spiele liebe, hat seit Starlancer (veröffentlicht im Jahr 2000) eigentlich nichts Weltbewegendes mehr auf die Beine gestellt. Hat er es noch drauf? Ich hoffe es. Irgendwie beschleicht mich aber die Befürchtung, dass es mit ihm wie mit so einigen Urgesteinen/Ikonen der Spielegeschichte weiterlaufen wird (siehe z.B. Sid Meyer, John Romero, John Carmack, usw.). Sie alle haben ihren Zenit längst überschritten und es ist kein Geheimnis, dass gerade im kreativen Sektor ein zunehmendes Alter eher kein Erfolgsgarant ist. Chris Roberts wäre nicht der erste, der viel verspricht, aber letztlich wenig liefert. Er hat eine tolle Vision für SC und ich wünsche mir von Herzen, dass SC das großartige Spiel wird, das wir uns alle erhoffen. Der Erfolg von SC hängt aber wie heute nur noch bei ganz wenigen Spielen maßgeblich von der Person Chris Roberts und seiner Vision ab. Ich glaube, dass er für Kritik aus dem Mitarbeiterkreis (sollte es diese denn tatsächlich geben) nur bedingt empfänglich ist. Es besteht daher die Möglichkeit, dass Chris Roberts sich mit SC einfach verzettelt, aber nicht willens/fähig ist, sich das einzugestehen, bzw. SC "gesundzuschrumpfen".

    Vermutungen, Vermutungen

    Das alles sind Spekulationen und Vermutungen, das ist mir klar. Von uns hat niemand Einblick in den tatsächlichen Entwicklungsstand, niemand weiß, wie es um SC tatsächlich bestellt ist. Da liegt aber auch das Problem: CIG kann/will gar nicht offenlegen, wie es um SC steht. SC ist so ambitioniert, so riesig, mit einem schier unglaublichen Potenzial ausgestattet und einfach nur die eierlegende Wollmilchsau, ja der heilige Gral der Computerspiele, so dass es ganz natürlich ist, dass mit der Zeit Zweifel an der Realisierbarkeit aufkommen (müssen). Und CIG kann diese Zweifel nicht ausräumen, auch das ist nach (diesmal sage ich "nur") drei Jahren bei einem so großen Projekt verständlich.

    Wir können also nur abwarten. Die Spekulationen werden weiter gehen. Ich hoffe, alles wird gut. Und wie seht Ihr die Sache? Sind die Zweifel nachvollziehbar oder beurteilt Ihr das anders? Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinung!



    edit: Vielen Dank für Eure vielen Kommentare! Die deutliche Mehrheit scheint die Bedenken der letzten Zeit ja nicht zu teilen und sieht wenig bis gar keine Probleme. Einige der in den Kommentaren enthaltenen Informationen waren mir auch noch nicht bekannt, vielen Dank dafür. Bin jetzt wieder deutlich positiver gestimmt :-)

    Über den Autor

    Nick2000
    Ich lasse mich zu schnell triggern von Shitstorms, Flamern, Hatern, Trollen und allen anderen Segen unserer modernen Internetgemeinde. Ich muss dann in immer meinen Senf dazu geben. Wenn mich jemand als SJW betitlelt, nehme ich das als Kompliment.
    Meine Meinung ist meine Meinung und nicht deine Meinung.

Kommentare

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  1. DerToteAmOzean
    Ist ja toll das hier scheinbar jeder besser weiß wie die Entwicklung laufen sollte.

    Da haben wir ja auch unglaublich viel Erfahrung drin :ugly:
  2. vimadmax
    Chris Roberts hat es mehrmals verdeutlicht, dass er garantiert nicht die Erwartung aller gerecht wird und dass er dies auch gar nicht vor hat. In erster Linie will er sein eigenes Ding durchziehen, dies ist SEIN Traum. Er selbst ist ein Visionär und wir helfen ihm seine Vision zu ermöglichen.
    Ich meinerseits sehe die Sache realistisch (oder versuche es jedenfalls), bin aber sehr zuversichtlich, dass es doch klappen kann.
    Dazu geht Chris sehr methodisch und durchdacht vor, klar es ist schon teilwese echt mutig, was er da vor hat, aber allein, dass er dabei von der technologischen Seite ebenfalls die Entwicklung der PC-Architektur pusht (es gibt einige Artikel darüber wer gurgeln mag ;) finde ich extrem vielversprechend.
    Leute, das ist kein Spiel, was in einem Jahr fertig wird und dann aus die Maus, es ist ein Mammut Projekt und wird darüber Hinaus noch ein gutes Jahrzehnt weiterentwickelt. Heisst aber nicht dass wir bis dahin warten müssen, daher die Häpchenpolitik. Spielen kann man ja jetzt schon und es wird Modular nach und nach weitergeliefert.
    Bevor mutmasslich zu spekulieren, liest doch mal die Robert Space Webseite mal genauer durch, es wird nach Außen eigentlich klar genug kommuniziert, nur lesen muss man selbst ;)
  3. NeoZe
    Wie kann man einen Tag vor der Citizencon so einen Post abgeben? Warte doch erstmal ab, was die dort zeigen...

    Anbei, woher bitte willst du wissen, wie viele Ausgaben RSI derzeit hat? Spekulieren kann jeder Mensch das hat aber, so wie in diesem Fall, überhaut nichts mit der Realität zu tun!

    Star Citizen wird in den nächsten 4 Wochen um das FPS Modul erweitert und neue PU Elemente stehen ebenfalls in den Startlöchern!

    Was wir zu sehen bekommen ist nur ein Bruchteil von dem, was dort entwickelt wird! Schon Disco Landos versehentlicher Leak hat so machen verblüfft, keiner hatte auch nur geahnt, woran die im Hintergrund so alles arbeiten!
    Auch in der gestrigen Ausgaben von "Around the Verse" wurden wir eines besseren belehrt, die neuen Explosionen sind einfach nur umwerfend und in nie dagewesener Qualität, zudem alles random und nicht gescriptet!

    Wer erinnert sich noch an die ersten Szenen der Quantumsprünge? Damit hatte auch keiner gerechnet.
    Star Citizen wird großartig, was viele noch lernen müssen, GEDULD zu üben und nicht immer gleich schwarz malen!!
  4. Gametester
    Ich denke das Leute die bereist vertraut mit Chris Roberts Spielen sind eher begeister sein werden als Spieler die vorher nie ein Spiel von ihm gesehen haben.

    Wenn man sich manche Beiträge im RSI Forum durchliest stellt man fest das einige wirklich erwarten das es zugehen wird wie im realen Leben.

    Man darf nicht vergessen das einerseits die Technik die Limits setzt, aber auch das man das Spiel nicht überrealistisch sein wird.
    Dort wo der Realismus den Spaß killt wird eben zu Ginsten des spaßes entschieden.

    Wer Wing Commander kennt weiss wie das ist. Das Spiel wirkt wie eine Simulation, ist aber keine, macht aber Spaß das es nicht juckt.

    Wenn man das Prinzip kennt wird man Star Citizen sicher lieben, weil es mehr Freiheiten bietet als Privateer und Freelancer zusammen, aber man darf jetzt nicht erwarten das alles wie in der Realität sein wird, vor allem nicht ab Tag 1 der Persistent Universe.
  5. Vainamoinen
    Na, na. Erst mal muss er die fünfte Zeile korrigieren. :)
  6. Neumi
    Hast du auch eine auch eine Aufstellung der entsprechenden Entwicklungskosten?
  7. Nissenraider
    Ach morgen ist Citizencon da werden wir sehen was sie zu Squadron 42 haben.
  8. hebelman
    Das ist immer wieder der gleiche Denkfehler welchen einige hier machen, Star Citizen war eigentlich nie als reine Spacesim gedacht sondern eher als First Person Game in dem man Raumschiffe steuern kann.
    First Person Game existiert halt leider nicht als Genrekategorie von daher ist es ebend eine Spacesim.
    Das kann man auch schön auf der Spielebeschreibung gleich ganz oben lesen.

    "EXPERIENCE A FIRST PERSON UNIVERSE"

    https://robertsspaceindustries.com/about-the-game/spaceflight

  9. -Ratamahatta-
    Milchmädchenrechnung, als hätte Roberts nie irgendwelche Initialkosten gehabt.
    Da aber niemand von uns weiß, wie das bei SC tatsächlich ausschaut, bleibt nur das Warten auf Ergebnisse. Fragt sich nur, mit welchen Ergebnissen wir konfrontiert werden.
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  10. Vainamoinen
    Dann könnte CIG allein mit dem Crowdfunding-Ergebnis 45 Monate, also 3 Jahre und 9 Monate durchhalten. Dazu kommt die längere Anfangszeit mit reduziertem Personal, was uns dick auf über fünf Jahre bringt.

    Dann hätte Roberts allerdings noch über zwei Jahre, nicht nur eines.

    Allen Unkenrufen zum Trotz werden sie die 100 Millionen mit großer Sicherheit vor Jahresende knacken, denn irgendjemand kauft diese verdammten Schiffe in der Tat. :)

    Kann er also mit dieser Rechnung und einem einigermaßen weiter laufenden Crowdfunding locker bis 2018 oder gar 2019 operieren.

    Viele viele sorgenvolle Stunden nur für Derek Smart. :)



    Das sind natürlich alles Milchmädchenrechnungen, da uns Interna nicht bekannt sind. In den USA ist es dank Steuern nicht mit 5,000$ pro Monat getan. Viel teurer als ein Studio in Kalifornien kann's nicht werden, wobei Roberts die gesamte Produktion (Ausnahme Massive Black) in andere Regionen verlagert hat: eine weise Entscheidung, um die ihn andere Entwickler gerade in der SF Bay Area beneiden sollten. Zwei Studios in Europa, Frankfurt und Manchester, sparen erhebliche Kosten ein. Seine Hollywoodriege ist mit Sicherheit sauteuer, riecht aber in Teilen doch eher nach B denn nach A. Auch hier gibt es ganz offenbar eine Kostenschraube, an der jemand in Richtung 'weniger' zu drehen vermag.

    Produktionskosten für Videospiele laufen fast grundsätzlich irgendwo aus dem Ruder. Darauf kann man bei CIG mit dem Finger zeigen, sicher, wenn man sich anstrengt. Hierzu möchten Smart, Fogarty/Finnegan & Co. aber nun noch Inkompetenz und moralische Verkommenheit hinzudichten, was das Projekt auf jeden Fall zum Scheitern verurteilt.

    Dafür sehe ich gegenwärtig kein Indiz.
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