Warum mich aktuelle Spiele einfach nicht mehr interessieren

Von jonbert · 29. Mai 2020 · ·
Ein Versuch meinerseits zu erklären, was mir an den Spielen der letzten zehn Jahre fehlt.
Kategorien:
  1. jon.jpg
    Es hat 16 Jahre gedauert – mit Unterbrechungen – bis ich selber einen Stone of Jordan in Diablo 2 gefunden habe. Als es dann im Dezember 2018 passiert ist, habe ich ein Foto davon gemacht. Das war ein eindrückliches Erlebnis.


    soj.jpg

    Ich kann bis heute die meisten Diablo-2-Runenwörter noch auswendig und habe über die Jahre mehrere experimentelle Builds gespielt. Ich spiele Diablo 2 im Fenster-Modus auf einem 4K-75-Zoll-TV.

    In Civilization 3, dem letzten 2D-Civ, habe ich locker über 2.000 Stunden Spielzeit investiert. Immer mit demselben Konzept: Pangäa-Karte und als Pazifist mit Diplomatie-Sieg gewinnen – im Schwierigkeitsgrad Demigod.

    civ3.jpg

    Das modernste Spiel, das mich länger beschäftigt hat, war Deus Ex: Human Revolution aus 2011. Ich habe es auch als Pazifist durchgespielt, um die Achievements "Pazifist" und "Leisetreter" zu bekommen.

    deus-ex-hr.jpg


    Was haben alle drei Spiele gemeinsam?
    (Gefühlte) Freiheit. Ich habe einfach die Möglichkeit, die Spiele in meinem Style, in meiner Art zu spielen.
    • Deus Ex ist für viele eher ein Shooter, ich wollte mich durchschleichen, nicht gesehen werden.
    • Civ 3 ist für viele ein Kriegsspiel, ich spiele ohne Militär.
    • Diablo 2 lässt mich z.B. eine Zauberin mit einem Bogen als Hell-fähigem Charakter durchspielen.

    Was machen Diablo 2 und Civ 3 besser als Deus Ex:HR?
    Wenn ich ein Idiot bin, dann werde ich bestraft.
    • Hat man seinen Charakter verskillt, hat man pro Schwierigkeitsstufe die Möglichkeit seinen Diablo-2-Charakter zurückzusetzen. Mehr nicht.
    • Berücksichtige ich bei Civ 3 nicht alle relevanten Faktoren (Bildung, Wirtschaft, Diplomatie, Infrastruktur), ist das Spiel schnell verloren.
    • Deus Ex:HR hat zwar verschiedene Lösungswege, aber durch die freie Speicherfunktion ist es nur eine Frage der Geduld, bis man einen Abschnitt perfekt löst.

    Meine Kategorien für neue Spiele
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass heutige Spiele für mich in vier Kategorien aufgeteilt werden können, in denen ich mich einfach nicht wiederfinde:
    1. Hardcore-Auswendiglern-Reaktions-Singleplayer-Spiele – sprich Souls-like
    2. Hardcore-Reaktions-ADHS-Mutiplayer-Spiele – sprich Battle Royal, Tower Defense
    3. Dumpfbacken-Nogame-Spiele – sprich Handy-Games, in Teilen Minecraft, Open-World
    4. Sport-Spiele
    Natürlich ist so eine Liste zu absolut, da ja ab und an ein neues Spiel veröffentlicht wird, das aus der Reihe tanzt. Minecraft ist dafür schon ein super Beispiel, weil es gleichzeitig total dumpfbackig wie kreativitätsfördernd daherkommt. Aber wenn man schaut, was denn so Erfolg hat (wirtschaftlich wie kulturell), sind es für mich schon die vier Kategorien. Ich weiß, die Sport-Spiele gabs schon immer – fand ich aber auch schon immer langweilig.


    Beispiel Fallout
    Die Fallout-Serie ist das beste Beispiel für die immer stärker werdende Beschneidung von spielerischer Freiheit.

    Fallout 1 / Fallout 2

    • Ich kann alles und jeden töten.
    • Dialoge: Bei Intelligenz = 1 sind nur noch Antworten à la "Umm hmm...?" möglich.
    • Waffen-Mods.
    • Konsequenzen.
    Fallout 3 / Fallout New Vegas
    • Ich kann alles und jeden töten – bis auf Kinder.
    • Dialoge sind leicht verändert, je nach Charaktereigentschaften.
    • New Vegas bietet noch mehr Freiheit, da z.B. Munition selber hergestellt werden kann, etc...
    • Aufkommen von Random-Quests, leicht bis mittel repetitiv.
    • Waffen-Crafting.
    • Story-Telling über Bänder, PCs, NPCs.
    Fallout 4
    • Ich kann alles und jeden töten – bis auf Kinder und Questgeber.
    • Dialoge sind auf vier Antwortmöglichkeiten eingeschränkt.
    • Viele Random-Quests, repetitiv.
    • Waffen- und Gebäude-Crafting.
    • Story-Telling über Bänder, PCs, NPCs
    Fallout 76
    • Ich kann diverse Ghule, Roboter und Monster töten. Es gibt keine NPCs bis 2020.
    • Bis 2020 keine Dialoge.
    • Ultra-lahmes Storytelling über Bänder. Stories sind auch langweilig.
    • Multiplayer.
    • Atomic Shop.
    • Konsequenzen?

    Ich habe mein Gamestar-Abo seit 1/1998 und lese fast täglich auf Gamestar.de. Seit 2010 ging es los, dass die neuen Spiele für mich immer langweiliger wurden. Die Xcom-Teile waren da eine Ausnahme, allerdings lange nicht so eindrücklich, wie die Spiele von 2000 bis 2010. Mit den aktuell angesagten Spielen wie Fortnite, Overwatch oder auch Red Dead Redemption 2 werde ich einfach nicht warm.

    Früher konnte ich mir oft die Spiele nicht leisten und hab sie mühsam zusammengespart. Heute könnte ich sie einfach kaufen, aber sie sind mir egal.


    Warum sie mich nicht mehr interessieren? Weil sie mich mit ihrer Oberflächlichkeit nicht mehr erreichen. Oder weil ich die Inszenierung nicht mag (bestes Beispiel The Outer Worlds oder Divinity). Weil sie darauf aus sind, meinen Intellekt zu beleidigen, mit Spiel-Mechaniken, die nur noch Alibi sind.




    Über den Autor

    jonbert
    Ich habe mit sieben meinen ersten Computer bekommen, einen IBM AT (8MHz, 640KB RAM, Hercules-Grafikkarte). Eins meiner ersten Spiele war Maniac Mansion, das mittels Emulation auf meinem monochromen Bildschirm lief. Ich spiele heute immer noch am PC – allerdings hat sich meine Beziehung zu den Spielen in den letzten zehn Jahren verändert.
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Kommentare

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  1. jonbert
    "Das erste Risen hat ein total uninspiriertes Setting, Dragon Age: Origins genauso"
    Ich empfand Risen storymäßig deutlich schlechter als DA:O. Auch emotional.

    "Spielen wie What Remains of Edith Finch, Life is Strange oder The Red Strings Club könnte man unterstellen, dass sie nicht mal Mechanik haben, vom Wiederspielwert ganz zu schweigen."
    Life is Strange lebt halt von seiner stimmigen Welt. Vom Spiel her ist es für mich trotzdem Durchschnitt, bzw. 3 von 5. Eine gewisse Atmosphäre kann ich What Remains of Edith Finch nicht absprechen, aber als Spiel insgesamt ist es mir halt zuwenig. The Red Strings Club kenn ich nicht, sieht interessant aus – schau ich mir an!

    "Trotzdem habe ich sie alle durchgespielt, drei davon mehrmals, weil ich mich damit arrangieren konnte, bzw. mir andere Aspekte viel wichtiger waren. Diese verschiedenen Herangehensweisen finde ich sehr interessant."
    Ok, ist halt auch Geschmacksache und was man von einem Titel erwartet.
      Kalnasir gefällt das.
  2. Kalnasir
    Mit Conaisseur meine ich genau das, was du im zweiten Punkt beschreibst ;) Wenn ich dich richtig verstehe, stören dich bestimmte Aspekte in Spiele so sehr, dass sie dir den Spielgenuss komplett trüben. Ich habe Spiele durchgespielt auf die trifft mindestens einer deiner Punkte zu und ich würde sie im Nachhinein trotzdem zu meinen eindrucksvollsten Spiele-Erfahrungen zählen. Das erste Risen hat ein total uninspiriertes Setting, Dragon Age: Origins genauso. Bei Spielen wie Sword Legacy: Omen oder Skyhill ist die Mechanik total schal. Spielen wie What Remains of Edith Finch, Life is Strange oder The Red Strings Club könnte man unterstellen, dass sie nicht mal Mechanik haben, vom Wiederspielwert ganz zu schweigen. Trotzdem habe ich sie alle durchgespielt, drei davon mehrmals, weil ich mich damit arrangieren konnte, bzw. mir andere Aspekte viel wichtiger waren. Diese verschiedenen Herangehensweisen finde ich sehr interessant.

    Ich freue mich auf deinen nächsten Beitrag!
      jonbert und CallMeTeci gefällt das.
  3. jonbert
    "..., möchte ich dir Endless Legend noch mal wärmstens ans Herz legen. Auch die Paradox-Spiele wie CallMeTeci sie schon erwähnt hat, sind in Teilen durchaus komplex,..."
    Schau ich mir definitv an, kenne ich noch nicht!

    "Die Spiele waren bis auf XCOM 2 tatsächlich auch keine Beispiele für Spieltiefe, sondern sollten eher verdeutlich, dass die Szene nicht stagniert."
    Ok, im Indie-Bereich gibt es Einiges an Kreativem. Mein Hauptproblem mit solchen Titel ist halt, dass das Gesamtpaket nicht stimmt. Entweder das Setting ist langweilig, die Spielmechanik ist langweilig/kaputt oder es hat null Wiederspielwert.

    "Du bist auf jeden Fall ein Connaisseur"
    Öhm, ich musste grinsen, als ich das gelesen habe. Was willst Du mir damit sagen?

    "Was mich interessieren würde ist: Welche anderen Spiele aus vergangenen Tagen erfüllen deine Kriterien für "gute Spiele"?"
    Das wird wohl mein nächster Blogbeitrag :-)
      Kalnasir gefällt das.
  4. Kalnasir
    Zu 1/3: Ich sehe vollkommen ein, dass freie Entscheidungen ein Spielerleben aufwerten, auch wenn man immer nur die gleichen trifft. Aber wenn du tiefe Globalstrategie-Spiele mit unterschiedlichen Völkern vermisst, die sich alle unterschiedlich spielen, möchte ich dir Endless Legend noch mal wärmstens ans Herz legen. Auch die Paradox-Spiele wie CallMeTeci sie schon erwähnt hat, sind in Teilen durchaus komplex, tiefe Spiele, die verschiedene Herangehensweise ermöglichen.

    Zu 2/3: Die Spiele waren bis auf XCOM 2 tatsächlich auch keine Beispiele für Spieltiefe, sondern sollten eher verdeutlich, dass die Szene nicht stagniert. Es ist ein Unterschied ob die Szene stagniert oder ob seit Civ 3 einfach kein besseren Spiel für den persönlichen Geschmack erschienen ist. Wobei The Witness aus einer Game Design Perspektive durchaus tief ist. Es ist eine Grundmechanik, die fortwährend verändert wird, um Rätsel zu erzeugen. Auf Spielerseite gibt es dafür natürlich meistens nur eine Lösung, aber das führt jetzt von der ursprünglichen Diskussion weg.

    zu 3/3: Du bist auf jeden Fall ein Connaisseur ;)
    Was mich interessieren würde ist: Welche anderen Spiele aus vergangenen Tagen erfüllen deine Kriterien für "gute Spiele"?

    Frohe Pfingsten!
  5. jonbert
    Sorry musste den Kommentar aufteilen, da zu lange für Gamestar-Vorgaben. (3/3)

    "Auf der anderen Seite scheint das Problem bei z.B. Divinity ja auch nicht die mangelnde Freiheit zu sein. Im Gegenteil: Das Spiel bietet ein innovatives, komplexes und tiefes Kampf- und Charaktersystem und ist definitiv nicht geschaffen, um deinen Intellekt zu beleidigen. Ähnliches würde ich z.B. auch von Pillars of Eternity, Wasteland 2 oder Torment: Tides of Numenera behaupten."

    Das sind Beispiele für zweifelsfrei komplexe, freiere Spiele. Ich bin mit dem Look von Divinity und PoE nicht warm geworden. Empfand ich als zu knuddelig. Wasteland 2 habe ich nicht gespielt, das werd ich mir anschauen! Torment:ToN hat mir vom Setting her nicht gefallen. Klar, lames Argument von mir. Setting und Look. Aber ich finde, Teil einer immersiven Welt ist, dass ich mich damit identifieren kann. Und das war bei mir bei den genannten Titeln halt nicht der Fall.

    "Klar nimmt die Begeisterungsfähigkeit für Spiele mit der Zeit ab und oft hat man das Gefühl, das alles schon mal in anderem Gewand gesehen zu haben. Aber ich bin der Meinung, dass das Angebot an guten Spielen heute so breit ist wie nie. Man muss nur an den richtigen Stellen suchen..."
    Das ist richtig, und da stimme ich Dir auch vollkommen zu. Allerdings wird es jedes Jahr weniger. Immer mehr Veröffentlichungen und für mich immer weniger gute.
  6. jonbert
    Sorry musste den Kommentar aufteilen, da zu lange für Gamestar-Vorgaben. (2/3)

    "Alleine in diesem Halbjahr finden sich mit Firewatch, XCOM 2, Oxenfree, That Dragon, Cancer, Superhot und The Witness sechs Spiele die (für mich) beweisen, dass die Szene definitiv nicht kreativ stagniert und weiterhin interessante und nachhaltige Spielerfahrungen abliefern kann."

    • XCOM hatte ich ja im Artikel als OK genannt. :-) XCOM 2 empfand ich in weiten Teilen zu wenig taktisch. Viele Missionen musste ich mehrfach machen, weil der Erfolg einfach vom Glück abhing, nicht von der Strategie. Meh.
    • That Dragon Cancer ist für mich vom Konzept her kreativ, aber welchen Wiederspielwert habe ich? Welche Freiheit? Ist das nicht eher ein (emotionaler aber dramaturgisch leider nicht so guter) interaktiver Film? Spiel-Tiefe?
    • Firewatch ist für mich ein Adventure in der Ego-Perspektive, der eine lineare Geschichte erzählt. Allein dass der Spiegel darüber ein (positives) Review geschrieben hat, lässt bei mir die Alarmglocken klingen. Aber gespielt hab ich es nicht, daher reines Bauchgefühl.
    • Superhot ist für mich ein Low-Budget-Ego-Shooter – allein der Look hat mich nicht abgeholt. Spielidee etwas abgefahrener, ok. Ich denke, das Spielprinzip ist nur für kurze Zeit interessant. Von mir aus leicht eigenes Konzept, aber wo hat das Tiefe?
    • The Witness ist für mich ein Walking-Simulator mit klassischen Knobel-Rätseln. Von mir aus kreativ, aber wo hat das Tiefe?
  7. jonbert
    Sorry musste den Kommentar aufteilen, da zu lange für Gamestar-Vorgaben. (1/3)

    Hallo Kalnasir,

    danke für Deinen Kommentar!

    "Zynisch könnte man fragen, was spielerische Freiheit soll, wenn man doch nur 2000 Stunden lang das gleiche macht?"
    Im Falle von Civ 3 hat man eine Wahl, als was man spielt: Volk mit Eigenschaft, Landmasse, Spielstil (Kultur, Kriegsherr, Diplomat, Infrastruktur, ...). Und wenn Du Civ 3 kennst, weisst Du, wie schwierig ein Diplomancy-Sieg auf Demigod ist. Das bedeutet, ich habe soviel Zeit investieren müssen, um mich strategisch dem Spiel zu stellen (Das ist deutlich komplexer, als z.B. bei Dark Souls auswendig zu lernen, wie man jeden einzelnen Gegner plattmacht etc.). Und das war halt mehr als z.B. ein XCOM 2 zu bieten hat, freiheitsmäßig. In den ersten Jahren hab ich das nicht auf Demigod geschafft. Btw: Ich bewundere es bis heute, dass Civ 3 aus 2001 es geschafft hat, dass sich die Azteken grundsätzlich anders spielen / verhalten als beispielsweise die Inder oder die Spanier.
  8. Kalnasir
    Ich finde im Bereich der großen Publisher-Produktionen lässt sich diese Meinung absolut nachvollziehen und vermutlich sogar empirisch belegen. Ich habe mich öfter beim Gedanken ertappt, dass "Spiele früher besser" waren. Dann bin ich vor ein paar Wochen in der WASD auf eine Liste der zehn besten Spiele des ersten Halbjahres 2016 gestoßen: Alleine in diesem Halbjahr finden sich mit Firewatch, XCOM 2, Oxenfree, That Dragon, Cancer, Superhot und The Witness sechs Spiele die (für mich) beweisen, dass die Szene definitiv nicht kreativ stagniert und weiterhin interessante und nachhaltige Spielerfahrungen abliefern kann. Nach einem Blick in meine Steam-Bibliothek könnte ich die Liste auch noch für andere Jahre erweitern. Das letzte Jahrzent hatte wahrlich keinen Mangel an guten Spielen. Die Spiele erfüllen mit Sicherheit nicht alle ein Verlangen nach spielerischer Freiheit, aber ich bin mir nach deinem Eintrag auch nicht sicher, ob das hier das Kriterium ist, das dich zum Schreiben bewegt hat. Zynisch könnte man fragen, was spielerische Freiheit soll, wenn man doch nur 2000 Stunden lang das gleiche macht? ;)
    Auf der anderen Seite scheint das Problem bei z.B. Divinity ja auch nicht die mangelnde Freiheit zu sein. Im Gegenteil: Das Spiel bietet ein innovatives, komplexes und tiefes Kampf- und Charaktersystem und ist definitiv nicht geschaffen, um deinen Intellekt zu beleidigen. Ähnliches würde ich z.B. auch von Pillars of Eternity, Wasteland 2 oder Torment: Tides of Numenera behaupten. Und abseits der großen Publisher tummeln sich haufenweise Spiele mit tiefen Mechaniken (Slay the Spire, Endless Legend, das grandiose Islanders...)
    Klar nimmt die Begeisterungsfähigkeit für Spiele mit der Zeit ab und oft hat man das Gefühl, das alles schon mal in anderem Gewand gesehen zu haben. Aber ich bin der Meinung, dass das Angebot an guten Spielen heute so breit ist wie nie. Man muss nur an den richtigen Stellen suchen...
      jonbert und CallMeTeci gefällt das.
  9. jonbert
    He Roadwarrior,
    danke für deinen Kommentar!

    "Irgendwie glaube ich, dass es nur zum Teil an den Spielen liegt. Es ist auch so, dass ich nicht mehr in der Lage bin, diesen "Fastfood" zu konsumieren in der Masse, wie es früher für mich der Fall war."
    Natürlich liegt es auch zu einem Teil an einem selber. Das ist aber immer der Fall. Egal, welches Thema diskutiert wird.

    Für mich ist es nicht nur die Masse, sondern auch das System, das verhindert, dass jemand ein Spiel entwickelt, das keinen Business-Plan hat, aus der Reihe tanzt, oder einfach total verrückt ist. Der Großteil spielt auf Sicherheit und die kommerziell erfolgreichen Spiele versuchen immer den größten gemeinsamen Nenner an Personen abzudecken – ist ja auch klar, wenn man die Shareholder im Nacken hat. Dein Artikel "Aus alt mach' neu...!!?" zeigt ja schön, was wir noch an tollen Remakes zu befürchten haben.

    "Es gibt noch diese Momente, wo mich ein Spiel fesseln kann. Aber das ist nur noch sehr selten der Fall."
    So siehts aus. Und das gilt für mich nicht nur für Spiele, sondern auch gleichermaßen für Filme und Musik. Ich habe das Gefühl, die Entwicklung ist halt gegenläufig. Zur Grafik, auch hier gilt wieder, das ist sehr absolut dargestellt, natürlich gibt es 2020 auch Spiele, die individuell sind. Die Grafik soll meine prinzipielle Sichtweise darstellen.
    Anmerkung 2020-05-30 123619.jpg
      Roadwarrior gefällt das.
  10. Roadwarrior
    Ich schwimme da auf Deiner Welle mit was das Alter angeht und auch, was das "Nachlassen" angeht. Irgendwie glaube ich, dass es nur zum Teil an den Spielen liegt. Es ist auch so, dass ich nicht mehr in der Lage bin, diesen "Fastfood" zu konsumieren in der Masse, wie es früher für mich der Fall war. Vieles ist austauschbar und "flach" geworden und der Zauber der alten Zeiten ist lange schon verflogen.

    Es gibt noch diese Momente, wo mich ein Spiel fesseln kann. Aber das ist nur noch sehr selten der Fall.
      jonbert gefällt das.
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