Weapon Shop Fantasy - Ein Waffenladen mit Macken

Von belerad · 26. April 2018 · Aktualisiert am 26. April 2018 ·
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    Wie alles begann...



    Eigentlich sind die letzten Jahrhunderte gar nicht so schlecht gelaufen. Das eigene Schloss auf und ausgebaut, genug Blutkonserven und Jungfrauen angesammelt um mindestens einhundert weitere Jahre in Saus und Braus leben zu können. Warum musste es also ausgerechnet mir passieren, dass dieser elendige Vampirjäger Belmont mich findet und mein Schloss in Schutt und Asche legt. Und als ob das noch nicht genug war, hat mich auch noch meine ehemalige Gefährtin in meinem Versteck besucht und mich daran erinnert, dass ich ihr noch Geld schulde und dies ausgerechnet jetzt abzahlen soll. Dabei weiß sie doch ganz genau, dass ich gerade völlig Pleite bin. „Es wird bald Krieg geben“ hat sie gesagt, „Mach einen Waffenladen auf“ hat sie gesagt. Ich, der dunkelste Fürst der Dunkelheit, der Schrecken der die Nacht durchflattert. Ich! Der große Obervampir, soll mich einer Frau beugen? Mit Sicherheit nicht!
    Nur,… Hm…. Sie ist ebenso wenig sterblich wie ich und zahle ich das Geld nicht zurück, sagt sie Belmont wo sich meine geheime Unterkunft befindet… Lässt sich aus dem Stecken da vielleicht ein Speer machen….?





    Rein in das Geschäft



    Wie der Titel schon sagt, handelt es sich hier um eines dieser Spiele, bei dem man ein Waffengeschäft, in einem Fantasy Szenario leidet. Dabei lässt sich das Genre des Spiels nur schwer einteilen. Einerseits hat es leichte JRPG Anleihen, dazu den leichten Wirtschaftspart und letztendlich ähnelt es doch auch wieder einem Idle Game wie Cookie Clicker, obwohl es dafür dann doch etwas zu viel Micromanagement benötigt. Das was dem Spiel am nächsten kommen würde, wäre der Vergleich zu einer Art, Singleplayer Browsergame, wobei man aber vom Anfang an alle Premium Inhalte zur Verfügung hat und man nicht auf eine wieder auffüllende Energieanzeige warten muss.



    Wir übernehmen also ein Waffengeschäft und versuchen mit dem Geld das wir verdienen, unsere Schulden abzuzahlen und unseren Profit zu mehren. Als mächtiger Vampir machen wir uns natürlich nicht selbst die Hände schmutzig, sondern stellen Vasallen ein, die für uns alle Aufgaben erledigen. Geführt werden wir dabei einerseits von der Hauptquest, die uns immer mehr Geld abverlangt und andererseits von Nebenquests, die wir von Händlern und Kunden bekommen, bei denen wir zur Belohnung nicht nur Geld, sondern auch neue Rezepte, Mitarbeiter oder Dungeons freischalten. Vom letzteren gibt es acht verschiedene in fünf verschiedenen Schwierigkeitsstufen, die auch erst freigeschaltet werden müssen. Dort können wir bis zu vier Mitarbeiter, die alle ihre persönlichen Stärken und Schwächen haben, simultan hinschicken. Diese agieren dort selbstständig, sammeln alles auf was sie finden und bekämpfen alles was im Weg steht. Die einzige Kontrollmöglichkeit für uns hier ist der Rückzugsbefehl, sollte ein zu starkes Monster im Weg stehen. Der Tod eines Arbeiters wird aber nicht hart bestraft, sondern der Sammler verliert nur jegliche gesammelten Materialien.



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    Aller Anfang ist leer,..




    Diese Rohstoffe können wir nun veredeln, zu Waffen und Rüstungen verarbeiten, diese verzaubern, Tränke brauen und verkaufen. Dabei wird die Qualität der Items besser, je höher das jeweilige Attribut des Arbeiters, passend zum dazugehörigen Arbeitsplatz ist und durch das Schuften steigert sich dieser Wert auch beim Untergebenen. Da wir die Arbeiter leider auch bezahlen müssen, bekommen sie pro Arbeitsgang, den Durchschnitt ihrer gesamten Attribute als Lohn, wodurch wir auch darauf aufpassen müssen, bei wem wir was steigern.

    Die so geschaffene Ausrüstung können wir natürlich unseren Arbeitern anziehen, um sie besser equipt in die Schlacht schicken zu können. Nicht nur haben die einzelnen Items unterschiedliche Werte, die auch nach Qualität variieren, sondern auch einen Skill, den der Träger lernen kann und sie bestimmen ebenfalls, welche Attribute des Vasallen sich bei Level Ups steigern und wie sehr. Für die Fähigkeiten stehen ihnen am Anfang jeweils zwei Skillslots zur Verfügung, aber jeder der möglichen 43 Mitarbeiter verfügt über eine eigene Questreihe, über die man mehr Slots freischalten kann.



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    Vier unserer Blutgefäße beim Sammeln von Ressourcen. Natürlich lässt sich auch gleichzeitig der Shop weiter managen.





    Insgesamt bietet das Spiel genügend Tiefe um interessant zu bleiben, aber wird dabei für lange Zeit dennoch nicht fordernd, da die Basics Selbsterklärend sind und ausreichen. Erst in den höheren Schwierigkeitsgraden sollte man anfangen, mehr auf die passenden Skills beim Dungeoncrawling sowie Craften zu achten.



    Gerade am Spielbeginn kann das Micromanagement etwas unangenehm sein. Man hat mehrere Arbeitsplätze zu managen, wobei man nur drei Items auf einmal in Auftrag geben kann und gleichzeitig muss man noch seine Augen auf den Dungeon und seine schwächlichen Möchtegernhelden halten. Später lässt dies zwar nach, da man sich Komfortfunktionen kaufen kann, wie eine höhere Produktionsmenge oder eine Autofunktion, dennoch bleibt das Spiel, was das Managment angeht, immer etwas zu friemelig.



    [​IMG] Ein etwas fortgeschritteneres Spiel, aber mit noch viel Platz um weitere Arbeitsplätze zu errichten um unser Geschäft noch profitabler zu machen.





    Die Technik



    Bugs sind mir in dem Spiel, in meiner gesamten Spielzeit von knapp 15 Stunden nicht begegnet, dafür ist die englische Übersetzung teilweise wirklich grottig. Man kann dem Entwickler zwar zu gute halten, dass es nur ein kleines chinesisches Indiestudio ist, welches das Spiel nachträglich von Fans hat übersetzen lassen, aber dies ändert nichts an der stellenweise völlig verkorksten Grammatik und Schreibfehler, obwohl vieles davon schon gefixt wurde. Dazu gesellt sich eine Art Humor, der nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Es ist dieser simple, asiatische, fast schon kindliche anmutende Humor, der sich durch das ganze Spiel zieht. Es war nicht ganz meins, aber es scheint ja genügend zu geben die damit etwas anfangen können.

    Optisch ist das Spiel grob bei der frühen SNES Zeit hängen geblieben. Mich persönlich stört das nicht und empfinde es sogar als angenehm, auch wenn es natürlich nichts für alle ist. Die Musik ist in den ersten paar Spielminuten noch ganz in Ordnung, aber nach spätestens einer Stunde musste ich wegschalten, weil mir es etwas auf die Nerven gegangen ist.





    Fazit und Wertung



    Mal wieder kommt ein Spiel von mir, das man sicherlich nicht für jeden empfehlen kann, wobei ich nicht nur von der technischen Seite spreche. Das Gameplay ist sehr grindig und sehr repetitiv, was aber nichts schlechtes sein muss. Fortschritt kommt meist nur langsam, besonders bei den ersten Versuchen, wo man noch nicht wirklich weiß worauf es wirklich ankommt. Im groben und ganzen hat mir das Spiel aber dennoch Spaß gemacht und macht es auch immer noch. Auch wenn es nicht wirklich fordernd ist, ist es perfekt, wenn man sich am Rechner einen Podcast, wie den Gamestar Podcasts, Auf ein Bier oder Stay Forever anhört und nebenbei noch etwas daddeln möchte, was einen nicht zu sehr ablenkt. Ob einem die dafür aufgerufenen 7€, für die grob 10 Stunden Spielzeit für die Kampagne zu viel sind, muss jeder für sich entscheiden. Die Steam Reviews fallen mit 81% Daumen nach oben sehr positiv aus und ich würde dem Spiel eine GS Wertung von 69 Punkten geben, da es seine klaren Fehler hat, aber für Liebhaber dieses Genres dennoch einen Blick wert ist.

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