Wie können Spieler „Anthem“ noch verteidigen?

Von Würschtal · 13. April 2019 · ·
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  1. Sehr geehrter Leser,

    ich weiß sehr gut, dass inzwischen wohl keiner mehr Lust auf dieses Thema hat, doch war der Kommentar nun schon vor einiger Zeit geschrieben, ich konnte ihn nur jetzt erst veröffentlichen. Ich bitte um Verzeihung!
    Seit dem Release wird „Anthem“ häufig als Negativbeispiel eines Loot-Shooters dargestellt. Zudem sind in den vergangenen Tagen immer mehr haarsträubende Geschichten über den chaotischen Entwicklungsprozess bekannt geworden. Seitens der Fachpresse hagelte es negative bis maximal durchschnittliche Wertungen (Gamestar Wertung: 67) und auch die Gemeinde der Gamer äußerte sich in großen Teilen negativ über das neuste Werk von Bioware. Doch das Genre der Loot-Shooter sollte mit „The Division 2“ sowieso nur einige Wochen später eine neue Chance bekommen, also setzte man seine Hoffnungen einfach in den Nachfolger von „The Division“ von Ubisoft. Und tatsächlich wurde „The Division 2“ von der Fachpresse durchweg positiv bewertet (Gamestar Wertung: 88), also sollte es wohl wirklich der Silberstreifen am Horizont sein, der von vielen Fans des Loot-Shooter Genres erhofft wurde. Nun habe ich, zusammen mit einer Freundin im Coop, in beide Spiele über 50 Stunden investiert und wir beide sind doch sehr über die Wertungen verwirrt. Wir sind dabei nicht die einzigen. Nun hat die Gamestar vor einiger Zeit eine Umfrage veröffentlicht, in der die Spieler angeben sollten, warum sie „Anthems“ Fehler einfach so verzeihen können. Dies wollte ich zum Anlass nehmen, meinen Senf dazuzugeben. Denn in meinen Augen lässt sich beinahe jeder Kritikpunkt, der an „Anthem“ angebracht wurde, eins zu eins auf „The Division 2“ übertragen. Dies an sich wäre zwar keine gute Verteidigung für „Anthem“, doch da man die Fehler des Ubisoft Loot-Shooters anscheinend sehr wohl verzeihen kann, wollte ich einen kleinen Vergleich aufstellen. Zwar vergleiche ich Spiele nur recht ungerne aber da es sich bei beiden Produkten um „Third-Person Loot-Shooter“ handelt, denke ich, dass der Vergleich gerechtfertigt ist.

    Nur noch kurz vorweg: Zum einen sollte man nicht zu viel auf eine Wertung in Zahlen geben, sondern sich den Test an sich durchlesen, um ein gutes Bild zu bekommen. Die Tests der Gamestar sind dafür ein gutes Beispiel. Gebt nicht zu viel auf einfache Zahlenwerte. Lest euch durch, was die Redakteure wirklich zu sagen haben. Zum anderen möchte ich damit „Anthem“ keinesfalls als überdurchschnittlich oder „The Division 2“ als kompletten Fehlschlag darstellen, sondern meine Meinung zur Bewertung der beiden Titel kundtun und erklären, warum „The Division 2“ in meinen Augen und auch nach der Meinung von vielen anderen Spielern keinesfalls eine 88/100 Punkte Wertung verdient hat, sondern mit „Anthem“ auf einer Stufe steht, der Stufe von „Anthem“. Nun Schluss mit dem Vorspiel. Stürzen wir uns auf ein Paar der größten Kritikpunkte am neusten Werk von Bioware.

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    „Haben Sie hier irgendwelche Bugs gesehen?“ „Bugs? nein, ich,…“

    Was wohl jedem sofort in den Kopf kommt, wenn er „Anthem“ hört, sind Bugs. Zugegeben, „The Division 2“ war in dieser Hinsicht zum Release das wesentlich ausgereiftere Produkt und ist es in Teilen auch immer noch. Doch inzwischen sind die meisten wirklich schmerzhaften Bugs in „Anthem“ gefixt und viele der Bugs über die berichtet wurde, sind weder mir, noch meiner Coop-Partnerin untergekommen. Zwar wurden mit einigen Patches auch immer neue Bugs in das Spiel gebracht, doch auch diese werden stets mit hoher Priorität bearbeitet. Die größten Probleme, wie dem plötzlich komplett aussetzenden Sound, der fehlerhaften Ultimata-Anzeige oder den Disconnects, sind inzwischen Geschichte. Was meines Wissens nach weiter besteht, sind plötzlich despawnende Gegner und ein Bug, den ich zwar selbst nicht erdulden musste, meine Mitspielerin allerdings umso häufiger, ist, die Unfähigkeit Fähigkeiten zu nutzen, wenn man schwebt. Sie musste, um im Kampf wieder hilfreich zu sein, erst auf dem Boden landen und konnte anschließend auch im Schwebezustand wieder ihre Fähigkeiten nutzen. Da sie meistens mit dem Javelin Storm spielte, war das eine doch eher nervige Angelegenheit, da dessen Spielstil auf das schweben ausgelegt ist. Auch die Drop-raten der besseren Ausrüstung ist noch nicht perfekt. Es gibt wohl noch viele Bugs, über die man hier sprechen könnte, doch belassen wir es kurz dabei.

    Gamestar hat „Anthem“ wegen der Bugs 5 Punkte in der Wertung abgezogen und diese auch scharf kritisiert. Ich kann dem nur zustimmen, auch wenn ich denke, dass das gröbste inzwischen gefixt sein dürfte.

    Doch ganz ohne technische Probleme kommt auch „The Division 2“ nicht aus (leider wird es allerdings häufig so dargestellt). So war es der Fall, dass der Ton, der abgespielt wird, wenn man Ressourcen an Außenposten spendet, nichtmehr aufhören wollte zu spielen. Ein konstantes „ping“ Geräusch, dass nur nach einem Neustart verschwand. Einige Zeit lang, hatten wir das Problem, dass unsere Gadgets kurz nach dem Einsetzen einfach kaputt gingen, obwohl keinerlei Gegner in der Nähe waren. Räume, deren hälfte komplett schwarz ist, beziehungsweise gar nicht gerendert wird, bis man sich in diesen Bereich des Raumes begibt, sind auch keine Seltenheit. Häufige Einbrüche der Framerate, sowie übermäßig auffälliges LOD-Popping stehen auch heute noch auf der Tagesordnung, obwohl „Anthem“, welches grafisch mindestens zwei Ligen über „The Division 2“ spielt, auf höchsten Grafikeinstellungen bei konstanten 60fps bleibt. Komplikationen mit dem Logitech Soundtreiber, welche das Spiel zum Absturz bringen, sind zwar schnell behoben, unangenehm sind sie trotzdem.

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    In den Spawnräumen der Gegner fehlt es eindeutig an Inneneinrichtung. Oh... wait...

    Zwar kein Bug, aber dennoch passend, ist eine Situation, die mir in der DarkZone passiert ist. Wir hatten gerade ein Wahrzeichen abgeschlossen und ich sammelte den Loot der gefallenen Feinde ein. Ich sprang über ein Geländer, um auf einen Container zu gelangen, auf dem ein Item lag und wollte auf selben Weg wieder zurück. Erst da stellte ich fest, dass der Container komplett mit Stacheldraht umgeben war. Eigentlich ist dies eine Begrenzung, die verhindert, dass man dort hinkommt. Allerdings verhindert der Stacheldraht auch, dass man von diesem Container wieder herunterkommt. Nun stand ich also auf dem Container, ohne Weg nach unten oder zurück. Das einzige was mir blieb war Selbstmord per Granate. Damit war mein gerade gesammelter Loot für immer verloren und ich angefressen. Es war kein besonders guter Loot aber wäre er es gewesen, hätte ich wohl an dieser Stelle das Spiel einfach beendet.

    Wie auch bei „Anthem“ gibt es hier wohl noch mehr Bugs über die man berichten könnte, doch im Großen und Ganzen macht „The Division 2“ im Bugbereich die bessere Figur, da die Bugs zum Release nicht unbedingt gamebreaking waren, im Gegensatz zu den Bugs aus Anthem. Den Punkt gewähre ich euch.


    „… Alle umbringen!“

    Doch kommen wir mal zu meinem Hauptproblem: Dem Missionsdesign. Denn während „Anthem“, wie korrekterweise häufig kritisiert, repetitive Aufgaben bietet, die zugegebenermaßen sehr schnell langweilig werden, bietet „The Division 2“ hier einfach gar nichts. Es Missionsdesign zu nennen finde ich beinahe schon fraglich. Doch gehen wir den Verlauf von typischen Missionen beider Spiele einfach mal durch.
    In „Anthem“ wird dem Spieler ein Auftrag erteilt, wie einen verschwundenen Freelancer zu finden. Man begibt sich also an den markierten Ort und findet dort die Leiche des Freelancers. Nun muss das Team einen gewissen Bereich besetzen und ankommende Feinde abwehren. Vielleicht wird man auch entsandt um ein Relikt einzudämmen. Dann heißt es Reliktteile einsammeln und am Relikt anbringen, während man von allen Seiten beschossen wird, um zu guter Letzt, alle restlichen Feinde ausschalten. So weit, so langweilig.
    Wie sieht eine Standardmission nun im Vergleich in „The Division 2“ aus? Uns wird erzählt, dass wir irgendetwas aus der Gewalt von einer der feindlichen Banden holen sollen. Man betritt den ersten Bereich eines Gebäudes und bringt alle um. Man geht in den nächsten Raum und bringt alle um und so weiter. So ist quasi jede einzelne Mission aufgebaut und man weicht von dieser Formel auch nicht häufig ab. Gehe irgendwo hin, bring alle um, hole den MacGuffin (ein lediglich für die Charaktere wichtiges aber die Story unrelevantes Objekt), bring anschließend alle um.
    Während in „Anthem“ zwei Hände von verschiedenen Missionszielen existieren, gibt es in „The Division 2“ eigentlich nur ein einziges. Zwar sind „Anthems“ Missionsziele wirklich nicht der Rede wert, doch immerhin gibt es welche. Ich denke, dass gerade wegen dem existieren von Missionszielen, der repetitive Aspekt wesentlich größer wirkt als in „The Division 2“, da man hier sieht, dass man immer wieder dasselbe Ziel hat. Doch sieht man etwas genauer hin, merkt man schnell, dass einzig das Ziel: „Bring alle um!“, noch einseitiger ist.

    Häufig wird die Open-World von „The Division 2“ wegen seiner Lebhaftigkeit gelobt. Mir kommt bei dieser Aussage nur eine Frage in den Sinn: Wo finde ich diese lebhafte Welt im Spiel?
    „Oh, da vorne ist eine Territoriumskontrolle! Schnell hin, das will ich machen!“, hat wohl noch niemand bisher gesagt. Denn alles was Territoriumskontrolle bedeutet, ist: „Hier sind Feinde, bring alle um.“ Hier und da finden sich in den eintönig grauen Straßen von Washington ein paar patrouillierende Feinde, doch auch hier erschießt man diese schnell und geht weiter. Für mich und meine Mitspielerin waren diese eher nervig, als spannend oder der Lebhaftigkeit zuträglich.

    Viele Spiele haben kein gutes Missionsdesign und sind trotzdem gute Spiele, keine Frage. Nehmen wir Beispielsweise „DOOM“ aus dem Jahr 2016, ein in meinen Augen wirklich großartiges Spiel. Auch hier geht man von A nach B und tötet alles auf dem Weg, nichts weiter (allerdings mit besserem Leveldesign). Der Unterschied für mich ist hierbei, dass „DOOM“ ein wahnsinnig stimulierendes Gameplay hat, während „The Division 2“ ein einfacher Deckungsshooter ohne wirklichen Twist ist. Die Gadgets sollen den Kampf ein wenig auflockern, doch fühlen sich diese viel zu passiv an. Das ein paar dieser Gadgets einen Cooldown von mehreren Minuten haben und damit nur in jedem zweiten Kampf eingesetzt werden können ist dabei nicht gerade hilfreich. „Anthems“ Gameplay ist für mich wesentlich stimulierender und spannender. Kein generischer Deckungsshooter, wie „The Division 2“, den wir inzwischen etliche male gesehen haben.

    AnthemLol.png
    Die Storys habe ich zwar nicht angesprochen, aber dennoch: kann diese "emotionale Szene" irgendjemand ernst nehmen?

    „…ziemlich übel! Übel langweilig.“

    „Aber „The Division 2“ hat doch viel mehr Endgame-Content!“, höre ich es schon rufen. Denn in „Anthem“ läuft man immer wieder durch die gleichen drei Festungen, arbeitet die immer gleichen Aufträge ab oder steuert ziellos durch das freie Spiel. Wahrlich keine Abwechslungsreiche oder spaßige Beschäftigung. Doch „The Division 2“ trieb es in meinen Augen noch eine Stufe höher. Hier hat man zwar tatsächlich auch im Endgame noch etwas zu tun, doch ist für mich hier die Frage: Will ich das tun?


    *SPOILER*

    Denn direkt nach dem abschließen aller Hauptmissionen und damit nach der Befreiung von Washington von kriminellen Banden (mehr oder weniger), überrennt, ohne groß kommentiert zu werden, eine Spezialeinheit die gesamte Stadt und besetzt sämtliche Außenposten und Siedlungen. Nun darf man die Hauptmissionen erneut spielen und jeden Außenpunkt erneut einnehmen. Das einzige was anders ist: Die Gegner haben 2-3 neue Angriffe parat und man erhält neue Spezialwaffen, welche sich meiner Meinung nach nicht sehr befriedigend spielen. Ich habe allerdings noch nicht zu viel Zeit im tatsächlichem Endgame verbracht. Denn was mich dazu brachte, das Spiel an dieser Stelle einfach zu beenden, war, was mir „The Division 2“ damit im Endeffekt sagte: „Alle deine bisherigen Errungenschaften waren umsonst. Du hättest die letzten 40 Stunden auch einfach nichts tun können.“
    *SPOILER ENDE*
    Ich habe danach nur weitergespielt, um herauszufinden, ob sich noch etwas Nennenswertes ändert. Es haben sich zwar ein paar Dinge geändert aber nicht genug um sie hier überhaupt zu erwähnen. Weshalb ich das Spiel wohl auch nicht mehr anfassen werde. Im Gegensatz zu „Anthem“, welches man schon hier und da mal für eine Stunde anwerfen kann. Zwar nicht mehr aber immerhin.

    Es gäbe noch weitere erwähnenswerte Kritikpunkte an „Anthem“, wie das Gegnerdesign, die KI, die erzählten Geschichten oder die Tatsache, dass die Schwierigkeitsgrade lediglich das Leben und den Schaden der Gegner erhöhen aber keine neuen Mechaniken einbringen. Alle diese Punkte sind in beiden Spielen schlicht weg nicht gut, allerdings werde ich diese nicht weiter ausführen, da dies den Rahmen sprengen würde. Doch finde ich die Kritik an den Schwierigkeitsgraden besonders interessant. Als ich diesen Kritikpunkt gelesen hatte, fragte ich mich nämlich, ob es in „The Division 2“ überhaupt Bossmechaniken gibt. Meine Antwort: Nein. Schieß einfach auf den Kopf, irgendwann stirbt dein Gegner schon. Das Angriffsmuster dieser „Bossgegner“ unterscheidet sich nämlich auch nicht wirklich von den restlichen Trashmobs.

    Ich denke man erkennt nun gut genug, was ich eigentlich zum Ausdruck bringen möchte. Lest euch eine Review zu „Anthem“ durch und notiert euch alles, was als negativ empfunden wurde. Danach setzt euch mal kurz hin und überlegt, ob nicht ein Großteil dieser Kritikpunkte genauso auf „The Division 2“ anwendbar wäre. Es würde mich wirklich überraschen, wenn es arg viele wären, die nicht auch auf Ubisofts Loot-Shooter passen würden.
    Im Endeffekt kommt es wohl auf die persönliche Präferenz an. Ich will niemandem verbieten „The Division 2“ zu mögen oder eure Freude mit dem Spiel nieder machen, doch warum „The Division 2“ mit Fehlern davonkommt, die bei „Anthem“ angekreidet werden, ist mir schleierhaft.

    Wie können Spieler „Anthem“ also noch verteidigen? Auf dieselbe Art und Weise, wie Fans von „The Division 2“ ihr Spiel im Vergleich zu „Anthem“ feiern. Nämlich mit den wenigen Punkten, die das eine Spiel ein wenig besser machen, als das andere.

    Warum Fans „Anthem“ seine offensichtlichen Schwächen verzeihen? Nun, eine direkte Antwort darauf habe ich nicht, da ich dem Spiel seine Fehler eben nicht verzeihen kann, genauso wenig wie ich sie „The Division 2“ verzeihen kann. Allerdings würde ich die Frage gerne mit einer Gegenfrage beantworten: Warum werden Fehler von „The Division 2“ verziehen, während dieselben Probleme in „Anthem“ scharf kritisiert werden?

    Über den Autor

    Würschtal
    Hey ich bin der Würschtal/Wursti oder wie es euch auch immer am besten passt. Ich studiere derzeit Informatik - Game Engineering und beschäftige mich deshalb sowohl in meiner Freizeit, als auch in meiner "Arbeitszeit" mit dem Thema "Gaming" in all seinen Schönheiten und Hässlichkeiten.

    Ich entschuldige mich für alle Komma und Rechtschreibfehler im Vorraus! Aber wie man so schön sagt: Wer sie findet, darf sie behalten.
    Marduk1813 und TheRoadwarrior gefällt das.

Recent Reviews

  1. Roadwarrior
    "Sehr nett und differenziert."
    5/5, 5 out of 5, reviewed 13. April 2019
    Absolut guter Text vom Autor, der da den Finger in diverse Wunden legt.
    Hat mir Spaß gemacht, das zu lesen.

Kommentare

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  1. Tsabotavoc
    Am Ende des Tages haben alle Lootshooter ähnliche Probleme. Das liegt wohl in ihrer Natur. Was einen guten Lootshooter von Bockmist unterscheidet ist wie gravierend diese Probleme sind und wie das Spiel damit umgeht.

    Anthems größtes Problem ist aus meiner Sicht das du tatsächlich immer wieder in die Stadt musst um dich mit den belanglosesten NPCs der Menschheitsgeschichte auseinander zu setzen. Selbst NPCs in Diablo hatten mehr Background und waren interessanter. Und das von Bioware. Aber selbst wenn man Bioware dafür keine extra reinwürgt ist Division in vielen Punkten das durchdachtere Produkt. Vor allem zu Release.

    Division hat deutlich mehr Orte mit Wiedererkennungswert wo das Ballern einfach Laune macht. Orte wie das Planetarium sucht man in Anthem vergeblich.

    Selbst die Gegnervielfalt ist bei Division besser und die können nicht auf Aliens und Monster zurückgreifen.

    Das Lootsystem ist durchdachter...

    Und da sind wir bei des Pudels Kern: Umgelegt auf Autos geben sowohl ein Rolls Royce als auch ein Fiat Punto Abgase von sich. Trotzdem wird niemand ernsthaft behaupten das beide den gleichen Komfort bieten. Und wenn, wie bei Division der Fall, der Rolls auch noch gleich viel kostet wie der Fiat endet es eben wie es enden mussste.

    Anthem ist ja ganz ok. Aber mehr als 10 Euro sollte man dafür echt nicht zahlen
      Würschtal und TheRoadwarrior gefällt das.
    1. View previous replies...
    2. Würschtal
      Die "Gegnervielfalt" konnte ich in Division 2 wirklich nicht finden. In Anthem gibt es auch kaum eine, aber 3 verschiedene Einheiten von Mensch ist jetzt auch nichts besonderes. (3/x)
    3. Würschtal
      Wie gesagt: Wer an Division 2 Spaß findet, soll spaß damit haben. Das gleiche gilt für Anthem. Mir ging es bei meinem Kommentar nicht darum Division 2 schlecht darzustellen sondern um die heuchlerische Berichterstattung um die beiden Produkte. (4/x)
    4. Würschtal
      Ich würde die beiden Titel eher mit nem Fiat und nem Opel vergleichen. An nen Rolls Royce kommt Division 2 wirklich nicht ran. Ich sehe einfach keinerlei unterschied zwischen den beiden. Division ist ausgereifter mit mehr "Umfang" (Was auch an dem liegt, was TheRoadwarrior geschrieben hat) während Anthem das bessere Gameplay hat. (5/5)
  2. Roadwarrior
    Ich finde den allerletzten Abschnitt Deines insgesamt sehr gut geschriebenen Textes am Besten - er stellt klar heraus, wie undifferenziert und "ungerecht" teilweise über Spiele oder andere Dinge (Epic-Store?!) geschrieben wird, wenn persönliche Eitelkeiten oder Emotionen im Spiel sind.
      Refnik und Würschtal gefällt das.
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