Witzig und unterhaltsam: Lucky Luke - Go West!

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  1. Im wilden Westen ist alles beim alten geblieben. Die Dalton Brüder stehen zum x-ten Male vor Gericht und man könnte meinen, die Sicherheitsvorkehrungen wären dieses Mal ein bisschen strenger, aber statt dessen entkommen die Ganoven einmal mehr und machen New York unsicher. Ihre Beute verstecken sie auf der Flucht versehentlich in einer Wagenkolonne, die sich auf den beschwerlichen Weg nach Kalifornien macht. Dorthin folgen nicht nur die Daltons, sondern natürlich auch Lucky Luke und sein treues Pferd Jolly Jumper.

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    Go West! besteht aus einer Sammlung von Minispielen, die man lediglich unterbrochen von ein paar Zwischensequenzen aus dem Film, hintereinander lösen muss. Anders als bei der Wii-Version steuert man das Geschehen am PC natürlich per Tastatur und Maus, womit einige der Spiele präziser und damit leichter werden, allerdings auch nicht dasselbe körberbetonte Spielgefühl bieten. Die Aufmachung von Go West! wirkt etwas spartanisch und die Spielmodi sind auf ein Minimum reduziert.

    Die Minispiele selber sind in vier Kategorien unterteilt, Schiessen, Zeichnen, Musik und Reiten, bzw. Fahren. Hierbei hat man es mit typischen Disziplinen zu tun, die man mittlerweile von dieser Art von Spielen kennt. Beim Schiessen etwa steuert man in bester Lightgun-Manier ein Fadenkreuz über den Bildschirm und erledigt die Gegner, wobei man regelmässiges Nachladen nicht vergessen darf. Es gibt diverse Musikspiele, bei denen man entlanglaufende Sequenzen mit dem richtigen Timing nachspielen muss oder man reitet mit Jolly durch die Stadt und weicht Hindernissen aus. Nicht besonders viel Tiefgang, dafür mit 40 Minispielen recht umfangreich, auch wenn sich viele davon natürlich einander ähnlich sind.

    Neben dem Einzelspielermodus bietet Go West! auch eine Mehrspielervariante für bis zu vier Spieler. Allerdings kann man das Spiel nur zu zweit gleichzeitig gegeneinander bestreiten, bei mehr Spielern spielt jeder einzeln nacheinander. Lokale Mehrspielermodi am PC sind schwierig umzusetzen, deswegen kann man hier ein Auge zudrücken. Kritik verdient allerdings der spärliche Umfang. Erst wenn man ein Minispiel im Storymodus durch hat, steht es im Mehrspielermodus zur Verfügung und dann auch nur als einzelne Disziplin. Umfangreichere Turnieroptionen und dergleichen sucht man vergebens. Und auch wenn das ein oder andere Spiel gelungen ist, ist die Luft schnell raus und man bleibt mit einem recht kurzlebigen Spiel zurück.

    Die Grafik von Go West! geht in Ordnung, wird aber keinen vom Sattel reissen. An den Zeichentrickstil angelehnt vermisst man ein paar mehr Details und Objekte in der Umgebung und auch die Animationen wirken längst nicht so flüssig wie im Film. Insgesamt erfüllt sie ihren Zweck, mehr aber auch nicht. Nicht gelungen sind die zusammenhanglos wirkenden Zwischensequenzen in Form von Filmauschnitten. Sowas konnte man in der Vergangenheit schon öfter bei Lizenzspielen beobachten, wenn einem Spiel einfach ein paar Filmclips untergeschoben werden, ohne dass es inhaltlich besonders viel Sinn ergibt.

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