Artikel: Blizzard sperrt Hearthstone-Profi und löst riesigen Shitstorm aus

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 9. Oktober 2019.

  1. Tsabotavoc

    Tsabotavoc
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    Das mag dir zuwider sein aber ja: Die Regeln in einem Onlinekartenspiel haben Vorrang gegenüber dem Einsatz für Menschenrechte. Nehmen wir mal an du arbeitest bei Bayer, VW, Apple oder einen anderen tollen Konzern der es mit dem Gesetz nicht immer so genau nimmt. Das legitimiert trotzdem nicht das du deinem Unternehmen bewusst Schaden zufügst und hätte noch ganz andere Konsequenzen als Blizzchung in Kauf nehmen musste.

    Und sorry aber: Den Hongkongprotest in den Stream zu tragen obwohl für Chinesen das ein sensibles Thema ist - auch für die chinesische Bevölkerung selbst und nicht nur für die Regierung - hat Blizzard geschadet. Ich bin mir ziemlich sicher Blizzchung wusste wie der ganze Zirkus für ihn enden würde. Immerhin hat er ja mit Blizzard einen Vertrag unterzeichnet den er klar gebrochen hat. Wenn er das auf seinem eigenen Stream macht wäre das Blizzard komplett wurscht gewesen.

    Die Welt sieht nun mal so aus das sich Arbeit und private Überzeugungen ab und an beißen können. Und sorry, wem das nicht passt der soll sich was suchen was besser zu ihm oder ihr passt.
     
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  2. noom

    noom
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    Du musst unbedingt mal bei Blizzard auf FB und Twitter vorbeigehen Deinen Kompass neu eichen, was Blizzard wirklich geschadet hat.
    Auf jedenfall, bei uns ist man zum Glück frei in der Entscheidung, mit wem man so seine Freizeit und Werte teilt. Mit Leuten die für den minimalen Konsens der Menschenrechte klar einstehen oder mit Leuten die diesen gerne in Anspruch nehmen aber wenns um Kohle geht diesen dann unten anstellen.
     
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  3. Veged

    Veged
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    Und es erfordert daher umso mehr Courage eben trotz zu erwartender Repressalien und Umsatzeinbußen für die Menschenrechte einzustehen und diese lapidare Regel zu brechen, dafür allerdings die Aufmerksamkeit seines Anliegens auf eine größere Bühne tragen zu können.

    Natürlich hat die Aktion Blizzard geschadet. Und zwar den erhofften Umsatz in China, wenn man Blitzchung nicht drakonisch abgestraft hätte, was hier das eigentliche Thema ist. Nicht die Strafe gegen Blitzchung. Klar wusste er um die Konsequenzen. Das wurde hier auch schon mehrfach erwähnt.

    Wie stehst du eigentlich zu den Protesten der Arbeiter in Katar, die monatelang kein Gehalt bekommen haben, deren Pass eingezogen wurde und durch ziemlich viele tödliche Unfälle geplagt sind?
    Oder zu Kaepernicks (u.a.) oder Tommie Smiths und John Carlos Protest gegen Rassismus?
    Vielleicht LeBron James Shirt mit Bezug auf Eric Garner?
     
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  4. MarcoKaribik

    MarcoKaribik
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    Vorab zur Einordnung: Ich hasse Fußball und bin kein Türke oder Kurde.
    Ich finde es jedoch hoch interessant wie nun türkischen Fußballspielern für eine politische Botschaft empfindliche Strafen drohen.
    Manchmal kommt es also ganz darauf an was man sagt! Der Chinese war ok, die Türken sind es nicht. Wir sind die guten, da sind die bösen. Das ist doch was für unreflektierte die nur noch ein Stück Seife im Kopf haben.
    Vielleicht sollte man sich doch überlegen ESport wie Sport zu behandeln und somit versuchen den ESport frei von politischen Botschaften zu halten.
     
  5. Veged

    Veged
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    Natürlich kommt es darauf an was man sagt.
    "Der Chinese", der eigentlich aus Hong Kong kommt, hätte gerne seine Menschenrechte gewahrt.
    "Die Türken" - sofern du die Fälle aus der Bundesliga meinst - salutieren ihrem Führer viel Erfolg bei dem illegalen Angriffskrieg gegen die Kurden in einem souveränen Staat.

    Jeder, der nicht das Rechtsverständnis einer Bakterie hat, erkennt den Unterschied.
     
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  6. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Hast du jetzt ne Woche gebraucht um herauszufinden, dass die Leute was gegen Blitzchungs Bann haben, weil sie seinem Statement zustimmen?
    Krasse Sache, mal sehen was du zu dem Thema sonst noch alles herausfindest in den nächsten Monaten, Mr. "Stück Seife im Kopf".
     
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  7. Masta_Luke

    Masta_Luke
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    Dieses Argument musste ich in diesem Thread schon ein paar Mal in ähnlicher Form lesen. Das geht ja in ungefähr so: Wenn man eine politische Botschaft billigt, muss man eigentlich alle billigen (solange sie rechtlich in Ordnung sind), da es ja keine Autorität gibt, die entscheiden kann, wer die guten oder die bösen sind, welche politischen Botschaften richtig oder falsch sind. Und diesen Umstand würden die Leute, die trotzdem für die politische Botschaft sind einfach nicht reflektieren.

    Das mag auf einer gewissen philosophischen Ebene ja sogar stimmen. Natürlich muss man sich eingestehen, dass es keine objektiven Maßstäbe für Politik und politische Ideologien gibt und keine mit absoluter Objektivität gesegnete Autorität. Die Menschenrechte sind ja sogar so ein grundlegender Versuch der Menschheit sich auf bestimmte Werte zu einigen, die zunächst mal schützenswert sind und deren Einhaltung von Staatsseite ein "gutes" Leben der Bürger ermöglichen. Um zu identifizieren welche Normen und Werte besonders wichtig sind, nutzt man Erkenntnisse aus Psychologie, Biologie, Geschichte und anderen Wissenschaften. Sorry, aber das ist alles andere als unreflektiert.

    Es gibt doch bestimmte Mehrheitsmeinungen, die sich genau deswegen durchsetzen, weil sie sich nach gehöriger Reflektion als richtig erweisen. In diesen beiden Fällen ist es zum Beispiel so, dass die meisten Menschen eben den Kampf für Freiheit als etwas grundlegend positives erachten. Gerade viele Deutsche wissen aus erster Hand, wie schlimm eine Staatsüberwachung und Justizwillkür ist. Deswegen sind viele auch den HK-Protesten positiv gegenüber gestellt. Im Fall der türkischen Fußballer hingegen geht es um einen Angriff auf ein fremdes Land. Und die meisten Menschen sind erstmal grundlegend gegen (Angriffs-)Krieg. Wiederum etwas, das im deutschen Bewusstsein noch als etwas sehr schlechtes rumgeistert. Also kann man durchaus sagen, dass der Einfall der Türkei in Syrien etwas "schlechtes" ist, während die HK-Proteste grundsätzlich etwas "gutes". Natürlich sind diese Labels nicht als absolut zu verstehen: Mag sein, dass einzelne türkische Soldaten sich in gewissen Situationen heldenhaft verhalten und Teile der HK-Proteste unnötig Gewalt schüren. Aber die Grundsätze, die dahinter stehen, erlauben eben (nach reiflicher Reflektion) ein Urteil, gerade weil die universalsten Normen, die wir als Menschheit haben, auf dem Spiel stehen. Und gerade dieses "wir sind die guten, die anderen sind böse" Ding ist ja etwas dem entschieden entgegengewirkt wird, wenn man zunächst mal allen Menschen gewisse Rechte zuerkennt.
     
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  8. noom

    noom
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    @Masta_Luke richtig. Gerade was die Menschenrechte begrifft, müsste doch das Bewusstsein herrschen wie in der deutschen Geschichte ein Bezug dazu im Positiven wie auch im Schrecklichen besteht.

    Und das gleiche Handlungen unterschiedlich bewertet werden können, ja vernünftigerweise auch müssen, hast Du absolut recht.
     
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  9. Jerreck spuckt beim Sprechen

    Jerreck
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    Und trotzdem werden die Leute die nächsten Blizzard Spiele kaufen. In 4 Wochen intressiert das Thema ohnehin keinen mehr
     
  10. noom

    noom
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    und trotzdem bleibt der Schaden da, ab nun mit anderen Firmen in einem Atemzug genannt zu werden welche sich devot Chinas Zensurpolitik prophylaktisch unterwerfen und sich damit eigentlich selbst ins Knie schiessen. hätten sie eine kleine Geldstrafe ausgesprochen und sich als Firma von der Aussage distanziert kein Mensch hätte es wahr genommen. Kein China hätte jetzt mit einer Firma zu tun auf deren Sozialen Medien ihr Staatspräsident zu tausenden mit Puhbär karikiert wird.
     
  11. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    @Masta_Luke regeln haben nichts mit gut oder böse, falsch oder richtig zu tun.
    Es gibt Regeln, und an die hat man sich zu halten. Hält man sich nicht dran, wird man dafür bestraft.
    Das ist ein ganz einfacher Grundsatz.

    Für die Frage ob jemand bestraft oder nicht bestraft gehört, spielt das "warum" einfach überhaupt keine Rolle, nur das "das". Das "warum" fließt, wenn überhaupt, ausschließlich in das Strafmaß mit ein.
    Ich bin auch nicht dafür jeden mittellosen Schwarzfahrer einzusperren, weil er die 60€ Strafe nicht bezahlen kann. Er hat aber nunmal gegen ein Gesetz verstoßen, und damit gehört er bestraft. Passt mir das nicht, muss ich das Gesetz ändern.

    Blizzchung hat gegen einen rechtsgültigen Vertrag verstoßen. Damit gehört er bestraft. Das er sich für Menschenrechte eingesetzt hat, spielt da erstmal keine Rolle.
    Genauso die Türkischen Fußballspieler. Wenn die Vereinsstatuten politische Äußerungen verbieten, dann haben sich die Spieler daran zu halten. Tun sie das nicht, werden sie bestraft.
    Du kannst nicht sagen: "Hm, also hinter der Aussage von Blizzchung stehe ich, den lass ich jetzt mal davon kommen. Aber der Türke, der hat sich mit dem Türkischen Militär solidarisiert, das geht mal garnicht, ab in den Knast mit Ihm." Das ist nicht nur willkür, sondern auch ein Verstoß gegen Artikel 7 der Menschenrechte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2019
  12. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Die Behauptung ist immer noch falsch, und darauf wurde hier bestimmt schon an die hundert mal hingewiesen.
     
  13. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Die Aussage ist nicht Falsch.
    "Engaging in any act that, in Blizzard's sole discretion, brings you into public disrepute, offends a portion or group of the public, or otherwise damages Blizzard image will result in removal from Grandmasters and reduction of the player's prize total to $0 USD, in addition to other remedies which may be provided for under the Handbook and Blizzard's Website Terms."
    Der Vertrag untersagt den Teilnehmern Äußerungen und Aktionen die Blizzards Image schaden zufügen. Blitzchungs Aktion war, ohne wenn und aber, für Blizzards Image in China schädlich, was beträchtliche Auswirkungen auf deren Chinageschäfte gehabt hätte, hätten sie ihn nicht bestraft. Ich weiß nicht was daran unklar ist.
     
  14. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Wie du richtig festgestellt hast, gibt es weder eine klare Regel die politische Aussagen verbietet (Im Gegenteil, denk dran, Blizzard-Grundsatz: "Every Voice Matters") noch eine Regel die verbietet sich kritisch gegenüber China zu äußern.
    Wie sollte man nun als Sportler wissen was man sagen darf, und was nicht? Alleine die Tatsache, dass das öffentliche Statement "Free Hongkong" oder von mir aus "Ich mag Menschenrechte" als geschäftsschädlich oder "spaltend", wie Blizzard es formuliert hat, definiert wird, ist eine Sache die viele Menschen verärgert und Grundlage für die Kritik an Blizzard.
    Wir wissen jetzt (nachdem es Blizzard in diesem Einzelfall, in eigenem Ermessen ("sole discretion") entschieden hat), dass Blizzard dieses Statement als schädlich und unangemessen eingestuft hat, vorher gab es nicht die geringste Chance, das zu wissen.
    So viel zu deinem Kommentar zu "klaren Regeln".
     
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  15. Veged

    Veged
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    Was für ein Unsinn.
    Natürlich kann ich beides sagen.
    Nur, weil die Liga derartige politische Statements verbietet, hat man noch kein Gesetz gebrochen und wird somit auch nicht eingekerkert. Das von dir dazu gedichtete "ab in den Knast mit ihm" forderte auch niemand.
    Dennoch sind beide Aussagen valide und stützen sich quasi auf das gleiche Argument: Menschenrechte.
    Ich kann für den Protest in Hong Kong sein und gegen einen Angriffskrieg auf Verbündete
     
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  16. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Die Sache ist ganz einfach:
    Wie reagiert China auf Kritik?
    Was droht Unternehmen die sich China gegenüber kritisch äußern, oder sich nicht deutlich von China kritischen Äußerungen, die von Mitarbeitern stammen oder von dritten auf offiziellen Veranstaltungen des Unternehmens getätigt wurde, distanziert?
    Richtig, sie können ihren Chinageschäft "Good bye" sagen.
    Ist es für ein Unternehmen schädlich in einem der größten Märkte der Welt nicht mehr agieren zu dürfen?
    Ja, ist es.
    Von daher, ist es relativ klar, das Blizzard, und wahrscheinlich auch jedes andere Unternehmen das in und mit China Geschäfte machen will, eine Solidarisierung mit den Demonstranten in Hongkong nicht kommentarlos stehen lassen wird. In der Sache war also überhaupt nichts unklar, oder schwammig.
    Und im Übrigen, ist es immer Auslegungssache ob in einer bestimmten Situation eine Regelverletzung vorgelegen hat oder nicht, das werden dir die Moderatoren hier mit Sicherheit bestätigen.
    Beispiel gefällig?
    §185 StGB:
    Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    Es ist nicht im Gesetz definiert was für den Gesetzgeber eine Beleidigung ist. Das klären die Gerichte von Fall zu Fall.
     
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  17. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Das war überspitzt Sherlock, und darum ob beide Aussagen valide sind geht es doch garnicht, sondern rein um den Vertragsverstoß.
     
  18. Veged

    Veged
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    Nein, in deinem Post ging es um deine Aussage "Du kannst nicht X sagen. Das ist nicht nur willkür, sondern auch ein Verstoß gegen Artikel 7 der Menschenrechte."
    Und das stimmt halt einfach nicht
     
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  19. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Vertragsverletzungen, sind rechtswidrig, damit gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz, der in Artikel 7 verbrieft ist, indirekt auch für das Vertragsrecht, und zwar spätestens dann wenn das ganze vor Gericht geht.
     
  20. Veged

    Veged
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    Niemand ist gegen die Strafen von Blitzchung.
     
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  21. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Die Leute sind sich bewusst, dass Blizzard rechtlich keine Fehler gemacht hat, es geht um den moralischen Standpunkt.
    Auch ist richtig dass sich solche Banns für Blizzards Umsatz in China positiv auswirken können, das macht die Sache aber nicht besser.
     
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  22. noom

    noom
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    nein natürlich nicht. sie werden ausgewürfelt, nach dem Majakalender ausgerichtet oder aber das Spagettimonster danach befragt.

    und natürlich hats nur bis zum Regelbruch nicht mit richtig oder falsch zu tun. Ab dann wird plötzlich das Regeleinhalten zu richtig und legitim und das Regeln nicht einhalten zu falsch und zu sanktionsberechtigt.

    Und Bilzzard hatte auch nie in der Regel ausgedrückt, dass andere Beleidigen oder Blizzard schaden schlecht sei und desshalb nicht erlaubt. Sie wollten damit ausdrücken, dass es gut sei Blizzard oder andere zu schaden und somit sanktionswürdig. Oder sie wollten tatsächlich gar nichts über gut und böse damit sagen und habens einem Zufallsgenerator überlassen.
    Weil, es wäre ja zu vernünftig eine Handlungsweise mit etwas Gutem, Erwünschten oder mit etwas Schlechtem, Unerwünschtem rational zu begründen. [/ironie]
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2019
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  23. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Das habe ich auch nirgends behauptet, aber die Sache ist halt nicht unbedingt so einfach.

    Blizzard ist ein Unternehmen, dessen gesellschaftliche Verantwortung hautpsächlich darin liegt Arbeitsplätze zu schaffen, damit Menschen, speziell ihre Mitarbeiter, ihren Lebensunterhalt verdienen können (was übrigens auch ein Menschenrecht ist).
    Sich gegen China zustellen hat Auswirkungen die wohl keiner von uns wirklich Einschätzen kann. Im besten Fall macht China nichts, und alles geht weiter wiegehabt, schlimmstenfalls muss Blizzard leute vor die Tür setzen, oder den laden sogar ganz dicht machen. Die Wahrheit wird sich irgendwo dazwischen bewegen. In jedem Fall ist Blizzard aber zunächst den eigenen Mitarbeitern verpflichtet.
    Wenn man als Geschäftsführung die Wahl hat, zwischen moralisch auf der richtigen Seite zu stehen und konzequenzen befürchten muss deren Ausmaß man nicht absehen kann, oder moralisch auf der falschen Seite zu stehen, und den Mitarbeitern auch morgen noch das Gehalt zahlen zu können, dann weiß ich nicht wie du dich entscheiden würdest, aber ich bin mir ziemlich sicher, das Hongkong mir in der Situation erstmal egal gewesen wäre. Auch musst du mal überlegen was das für ein Signal an die eigenen Mitarbeiter gesendet hätte wenn Blizzard sich mit den Protesten solidarisiert hätte.

    Ich sehe schon die Schlagzeile: "Blizzard solidarisiert sich mit Hongkongs Protestbewegung und entlässt 500 Mitarbeiter"
     
  24. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Dadurch dass du immer auf irgend einen glasklaren Vertragsverstoß pochst, erhält man den Eindruck du willst Blizzards Entscheidung gegenüber Leuten verteidigen, die vielleicht der Meinung sind dass Blizzard hier rechtlich falsch liegt.

    Mit den guten alten Arbeitsplätzen kann man wirklich alles rechtfertigen, Kohlekraftwerke, Kinderarbeit, etc.
    Was ist denn mit der Gefahr von Umsatzeinbußen die solche Aktionen in der westlichen Welt verursachen können? Immerhin macht Blizzard 88% seinen Umsatzes ausserhalb von China.
    Was ist mit Blizzards Mitarbeitern die ebenfalls eigene Wertevorstellungen haben und sich jetzt ihrem Arbeitgeber nicht mehr Loyal gegenüber verhalten können?
    Absolut geschäftsschädigend.
    Wie du siehst, alles Auslegungssache.

    Abseits davon ist es absolut unklar inwieweit China irgendwelche Konsequenzen gezogen hätte, wenn man das Statement von Blitzchung nicht abgebrochen hätte. Genau so gut hätte es in China einfach kein Schwein interessieren können.
     
  25. Veged

    Veged
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    Wir wissen, dass Blizzard 12% seiner Umsätze im Asien-pazifischen Raum macht. Sie würden im schlimmsten Fall also 12% verlieren (natürlich nicht, da Südkorea und Japan sicherlich noch einige Prozentpunkte ausmachen) und immensen potentiellen Umsatz in der Zukunft, sobald Activision in China Fuß gefasst hat.

    Wo ist denn der Unterschied zu Blizzard Solidarisierung mit der LGBT-Community? Man hätte erwartet, dass sie sich für Menschenrechte entscheiden, wo doch ihre Statuten und Handeln sonst so inklusiv, progressiv und häufig durch politische Statements unterstrichen werden. Es wäre also ein tolles Statement an die Mitarbeiter gewesen. Leider ist Geld wichtiger als die eigenen Werte und grundlegende Rechte.

    Davon ab hat ActiBlizz letztes Jahr trotz Rekordumsatz 700 Mitarbeiter entlassen.
     
  26. noom

    noom
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    desshalb dramatisiert man sie am besten so:

    aber glücklicherweise hat niemand behauptet Blizzard solle den Hongkonger Protest unterstützen.

    [ironie]
    Am Besten heben wir auch alle Gesetze zum Waffenexport auf, weil das behindert ja nur dabei Arbeitsplätze zu schaffen, was klar ein Menschenrecht ist. Oder wie wärs mit Kinder und Jugendschutzgesetzen ausser kraft setzten? ich mein, das behindert Unternehmen nur daran mehr Absatz zu generieren und verhindert somit Arbeitsplätze.[\ironie]
     
  27. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Das war nicht mein Anliegen.

    Die Arbeitsplätze waren ein Beispiel, weil es Auswirkungen sind, die man unmittelbar wahrnimmt. Hätte auch sein können das in der Chefetage die Prämie einfach mal um eine Millionen runter geht. Das kann ich genauso wenig abschätzen wie du. Und das was du sonst schreibst, ist exakt das worauf ich hinaus will. Keiner kann absehen welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Ich weiß nicht auf welcher Entscheidungsgrundlage Blizzard gehandelt hat, vielleicht waren es nur die $-Zeichen im Auge, vielleicht dachte man auch, dass die zu erwartenden Konsequenzen so weniger schlimm ausfallen würden, keine Ahnung. Ich wollte einfach nur aufzeigen, das man nicht einfach so ohne weiteres fordern das Blizzard Blitzchung nicht\weniger hart hätte bestrafen sollen, ohne auch nur einen Gedanken an die Konsequenzen zu verlieren.

    Ich sagte ja schon, dass das auch eine Möglichkeit ist, auch wenn ich die Zugegebnermaßen als sehr unwahrscheinlich ansehe. China hat in der Vergangenheit auf Kritik aus dem Ausland nicht unbedingt mit Verständnis reagiert.
     
  28. noom

    noom
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    und jetzt? wo oder ab wann würdest Du einen Schlussstrich ziehen und China trotzdem kritisieren?
     
  29. noom

    noom
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    Spielregeln sind nicht dafür gemacht sie nach Unternehmerischen Konsequenzen willkürlich auszulegen. Das wäre dann eine instrumentalisierung von Menschen, was sehr kurz gefasst, gegen Art. 1 AEMR verstösst. da zieht man sich dann auch nicht mit einem jerry pick Arbeit ist ein Menschenrecht aus der Affäre.

    Darüber hinaus ist darüber nachzudenken weder verboten noch schlecht. Es wäre sogar erwünscht. Nur leider zeigt Blizzards Handeln eher das Gegenteil auf. Man hat nicht nachgedacht, sondern panisch reagiert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2019
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  30. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Okay, neuer Artikel:
    https://www.gamestar.de/artikel/blizzard-sperrt-3-weitere-spieler-hong-kong,3350211.html
    Die 3 Hearthstone Spieler, die ein Schild "Free Hongkong Boycott Blizz" hochgehalten haben, sind jetzt auch 6 Monate gebannt. Unabhängig davon dass sie bereits freiwillig aus dem Turnier ausgetreten sind.

    Und hier schreibt die Gamestar wieder:
    Und ich würde jetzt gerne wissen, wo ihr diese Aussage her habt, denn in der Mail die der Spieler auf Twitter verlinkt hat, steht da nichts von. Und es ist auch sonst keine Quelle in der News angegeben.
     
  31. GrinderFX

    GrinderFX
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    Vielleicht wollen sie das einfach nicht veröffentlichen, weil es dann was wahre Bild zeigt und das würde ihnen vielleicht weniger passen.
    Dann würde nämlich aus dem momentanen 'Helden" vielleicht doch einfach nur Regelbrecher werden.
     
  32. Veged

    Veged
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    Vielleicht steht es auch einfach nicht in der Mail und wir legen den Aluhut wieder beiseite :hmm:
     
  33. GuraxDax

    GuraxDax
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    Der Bericht der Gamestar gibt nur die halbe Wahrheit wieder.
    Hier mal diesen Bericht lesen, dann schaut die Sache schon ganz anders aus. Die 3 Spieler wollten Blizzard gezielt testen und provozieren und haben sich sogar über die Sperre gefreut.
    https://www.golem.de/news/hearthsto...denten-wegen-hongkong-plakat-1910-144464.html
     
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  34. Laub

    Laub
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    Weil es ganz einfach dazu führt, das die Menschen alles dort im Spiel oder drumherum austragen. Am Ende bleibt ein Teil bei dem Produkt und ein Teil geht. Beim Fußball ist es ähnlich. Politik einigt nicht die Menschen, das treibt den größten Keil da rein, den man finden kann. Darum geht es.
    Das ist nicht erst seit gestern so.
     
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  35. Jessykick

    Jessykick
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    Zur neuen News der 3 weiteren sperren. Blizzard wird mir immer sympathischer. endlich mal kein wischi waschi, sondern Konsequenzen nach den Regeln. Recht so!
     
  36. noom

    noom
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    nach dem Blitzchunggate blieb ihnen wohl nichts mehr anderes übrig. Ein Spieleunternehmen in der Hölle der Spieltheorie. :hammer:
     
  37. MrMiles

    MrMiles
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    Ich persönlich finde es moraltisch gut was die Studenten und Blitzchung geleistet haben.

    Wenn wir aber mal rein die Regels betrachten, kann man auch sagen das die Studenten hier mehr als fair behandelt wurden. Überlegen wir doch mal - während man von jenigen bezahlt wird einen Boykott gegen den eigenen Arbeitgeber auszurufen ist jetzt nicht gerade der smarteste Schachzug. Man stelle sich mal vor, ein Supermarktmitarbeiter sagt dir während dem Einkauf, du sollst den Laden besser boykottieren. Das ist wirtschaftlich gesehen geschäftsschädigend - wenn Blizzard wollte könnten sie da auch die Keule auspacken und auf Umsatzeinbußen etc. klagen.
     
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  38. BaronSengir

    BaronSengir
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    Ich hoffe das meinst du nicht ernst das Geld mehr wert ist als Menschenrechte.
     
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  39. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    In den Quellen wird nur der Abschnitt 7.1B der Turnierregeln als Begründung angegeben, da steht nichts von einem Verbot politischer Statements.
    In dem ersten Artikel zu diesem Thema hat Gamestar eine ähnliche Falschaussage aufgeschrieben, und ich frage mich langsam was das soll.
     
  40. GrinderFX

    GrinderFX
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    Den Aluhut hast du doch auf, weil die Regel nun mal offiziell existiert und solch Leute verschweigen ja gerne mal, damit es in den Medien anders klingt es als eigentlich ist.
    Zumal es schon ziemlich frech ist hier sowas von dir zu sagen, wo die Regel doch geschrieben steht, also faktisch existiert.
    Ihr wollt immer, dass E-Sport als richtiger Sport gilt, wollt aber die Regel nicht haben. Was denn nun?
     
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