Artikel: Diskriminierungsvorwürfe beim LoL-Entwickler

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Heiko Klinge, 30. April 2019.

  1. Heiko Klinge Chefredakteur Mitarbeiter

    Heiko Klinge
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    Redaktion GameStar
    Hier findet ihr die Diskussion zur News "Diskriminierungsvorwürfe beim LoL-Entwickler - Riot geht gegen Klagen vor, jetzt droht ein Streik".

    Den Artikel findet ihr hier.

    Bitte beachtet in diesem Zuge unsere Kommentar - und Forenregeln.
     
  2. Laub

    Laub
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    Außergerichtlich, ja genau. Damit sich am Ende nichts ändert und einige ungeschoren davonkommen. Gerade dieses Wissen um solche Verträge lässt doch zu, das einige sich so daneben benehmen. Die sollten alle mal brav vor Gericht ziehen.
     
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  3. Son_of_the_Suns

    Son_of_the_Suns
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    Man sollte die Angebote von Riot Games einfach meiden. So eine Firma erwischt man nur über das Geld.
     
  4. TheRoxTTV

    TheRoxTTV
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    Ich kann mir nicht vorstellen das so eine Klausel überhaupt standhält. Klar wir reden hier nicht von Deutschland aber das wäre ja wie wenn ich reinschreiben würde "egal was wir mit dir machen, während du hier unter Vertrag stehst, es bleibt in der Firma". Und was ich mich auch frage, was ich den Texten nicht entnehmen konnte, von wann sind diese ehemaligen Mitarbeiterinnen? Kann ja auch sein das manche jetzt einfach mehr vom Kuchen abhaben wollen.

    Ich mag hier weder jemanden etwas unterstellen noch finde ich ein solches Verhalten einer Firma/von Cheffetagen richtig.
     
  5. WarriorWithin

    WarriorWithin
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    Solltest dir lieber mal die Anklageschrift durchlesen. Es ist ja nicht eine Klägerin, es sind mehrere Klagen. Zudem geht es um ziemlich extreme Dinge, wie z.B. einen Mitarbeiter in der Führungsebene der eine Kollegin vergewaltigt hat und nicht aus dem Unternehmen entlassen wurde. Unter anderem wurden auch über E-Mail Verteiler extrem sexistische sachen regelmäßig verteilt.
    Das ganze Unternehmen scheint wohl genauso toxisch zu sein wie die Community von LoL.
     
  6. frankfeierabend444

    frankfeierabend444
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    Da ist viel schief gelaufen in dem Artikel.
    Erstmal, eine Firma wird verklagt, aber nicht angeklagt. Sie kann ja auch nicht ins Gefängnis.

    Zum anderen ist die Einleitung komisch (formuliert), nach deutschem Recht und aus gutem Grunde, ist jeder Richter im Zivilrecht dazu angehalten die außergerichtliche Streitbeilegung zu fördern. Da kann es also kein Nachteil sein, wenn die Firma das auch versucht. Außergerichtliche Streitbeilegungen werden in der Regel von der unterlegenen Partei deutlich besser akzeptiert, eine weitere Zusammenarbeit nach einem Urteil oft unmöglich.

    Somit ist die Einleitung als Negativbeispiel schwer, denn außergerichtliche Einigungen sind generell zu bevorzugen.

    Daher ist es eine gute Sache.
    Die Frage ist eher, ob eine gerichtliche Auseinandersetzung durch diese Regeln erschwert wird. Also, wenn die Klausel bedeutet, dass ich nicht vor Gericht gehen darf, müsste sie ja eh in 99% aller Ländern unwirksam sein, und in den anderen gibt's größere Probleme.
     
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  7. frankfeierabend444

    frankfeierabend444
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    Btw.:
    "Aus der Anklageschrift im November geht zudem hervor, dass es zu ungleichen Bezhalungen zwischen Frauen und Männern kam und auch die Aufstiegschancen auf höhere Positionen nur Männern in Aussicht gestellt wurden."
    Da wollte der Autor das wohl nicht glauben oder wahrhaben. Da hat er es lieber falsch geschrieben!
     
  8. RCB

    RCB
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    Gibt es eigentlich irgendwelche beweise für diese ganzen Behauptungen? Oder reicht ein Artikel bei Kotaku aus um als Beweis zu dienen?

    Wie is denn da die Lage? Ansonsten kann man über die Vorwürfe ja nur mit dem Kopf schütteln.
     
  9. TouchGameplay

    TouchGameplay
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    Wäre Scott Gelb ein LoL Spieler, wäre Er für sein Verhalten in der Vergangenheit bereits auf Lebenszeit gesperrt worden. Als COO von Riot Games hat(te) Er aber bisher Narrenfreiheit und wie man sieht spielt Riot Games auch weiterhin auf Zeit, nachdem bisher offensichtlich auch weiterhin mit Scott Gelb zu rechnen ist.
     
  10. Spielverderber13

    Spielverderber13
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    Hier wie überall, wo sich Lohnabhängige gegen ihre "Arbeitgeber" (auch nur ein Euphemismus für "Leute-die-auf-Kosten-anderer-Leute-Arbeitskraft-sich-ein-fettes-Leben-machen") organisieren und die Arbeitsbedingungen, die sie vorfinden, so nicht einfach hinnehmen, wünsche ich den streikenden (Entwickler*innen) viel Erfolg! #Enteignung
     
  11. Citizenpete

    Citizenpete
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    Klickt man den verlinkten Artikel von Gamestar an, so findet man u.a. diesen Satz hier: "Dass ihnen auf den Hintern gehauen wurde, dass sie auf Parties begrabscht wurden, dass sie auf Riot-Events vergewaltigt wurden."
    Das stellte sich dann später als Sex unter Alkoholeinfluss raus. Wunder mich nicht, dass GS die Kommentare verlegt. Zum Glück gibt es Dissenter.
     
  12. Immortal technique

    Immortal technique
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    Alle entlassen. Fertig.
     
  13. Nick2000

    Nick2000
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    "Als Grundlage diente ihnen eine Klausel in den Arbeitsverträgen, die eine Anzeige gegen das Unternehmen im Falle von Diskriminierung und nicht gezahlter Löhne unmöglich machen soll."

    Wenn ein Arbeitgeber sowas schon in die Arbeitsverträge reinschreibt, zeigt das schon eine verabscheuungswürdige Geisteshaltung. Anstatt was wegen der Vorwürfe zu unternehmen geht der Entwickler gegen die Arbeitnehmer vor. In Deutschland würden solche Klauseln vom Arbeitsgericht zum Glück kassiert. Ich halte den Arbeitnehmerschutz hierzulande zwar für zu extrem, aber meistens ist er doch zu was gut.

    Ansonsten kann ich den Streikenden nur Respekt zollen und viel Erfolg wünschen.
     
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  14. Anberlin

    Anberlin
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    Es geht hier indes nicht um deutsches Recht und man sollte auch erst gar nicht versuchen deutsches Recht mit US-Recht zu vergleichen. Das sind teils komplett gegensätzliche Ansätze und Prinzipien die dabei verfolgt werden. Schon bei den eigentlichen Ermittlungen gehen US-Ermittler und Staatsanwaltschaften anders vor als deutsche. Während in Deutschland Ermittler auch nach Beweisen für die Unschuld eines potentiellen Täters suchen müssen, um diesen im Zweifel zu entlasten, sind US-Ermittler vom Recht her angehalten einem vermeintlichen Täter oder Angeklagten seine Schuld zu beweisen. Sie müssen dabei nicht nach Beweisen suchen, die eine solche Person entlasten. Wir sollten hier gar nicht erst mit den Unterschieden im Rechtssystem anfangen, da man da auf keinen grünen Zweig kommt.

    Ob eine Klausel in einem Arbeitsvertrag gültig ist, die einen Beschwerdeführer dazu anhalten eine Schlichtung anzurufen, wird in den USA anders bewertet werden als nach deutschem Recht. Im Fall der USA, wird sich zeigen, in wie fern so etwas zulässig ist, denn die Anwälte der Kläger*innen wollen genau das nun prüfen lassen.

    Ich tue mich ganz persönlich enorm schwer damit, dass bei Fällen von körperlichen Übergriffen eine Schlichtung zu einem Ergebnis kommen soll. Das kann man machen, wenn der eine Kollege dem anderen ständig den Joghurt klaut oder aber der eine müffelt wie ein Puma im Käfig. Aber da wo eindeutig strafbare Handlungen in einer gewissen schwere vorliegen, sollte man die Bewertung von Schuld und Unschuld doch einem ordentlichen Gericht überlassen, welches die Erfahrung und die nötige Kompetenz hat, so etwas auch abschließend bestimmen zu können.

    Riot hat sich hier insgesamt einfach sehr unglücklich verhalten. Das zeigt auch die kollektive Reaktion der gesamten Belegschaft. Sich in den USA, mit relativ lockerem Kündigungsschutz, gegen den eigenen Arbeitgeber zu stellen, will schon etwas bedeuten und zeigt, dass da einiges im Argen liegt. Ansonsten rate ich wirklich von laienhaften Versuch ab, hier irgendetwas interpretieren zu wollen. Vor allem auf rechtlicher Basis. Das lässt sich aus der Ferne überhaupt nicht seriös bewerten. Vor allem auch nicht im Einzelfall.
     
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  15. Thor256

    Thor256
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    @Gamestar Fürs nächste mal wäre es schön wenn ihr auch Schreibt wie viele Mitarbeiter in etwa das Unternehmen hat um es besser verordnen zu können. Besonders wenn das Unternehmen immer nur meldet einige paar Arbeitnehmer.
     
  16. Verklärbär

    Verklärbär
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    Eine solche Klausel ist in Europa defintiv Sittenwidrig und ohne salvatorische Klausel wäre der ganze Vertrag null und nichtig. Da die USA allerdings eine Scheindemokratie sind, in der das Recht des Reicheren gilt und der Kapitalismus als Religion angebetet wird kann es da anders sein.

    Bei einem Land in dem ein narzisstischer Clown ernsthaft von der Hälfte der Bürger immer noch unterstützt wird und die Mehrheit der Bevölkerung glaubt, dass jeder Reich werden kann und eine gesetzliche Krankenversicherung unsozial ist und es (KEIN SCHERZ) eine AK-74 Gemeinde von "Christen" gibt, die mit goldenen Reliquien Kriegswaffen für das göttliche Recht auf Schusswaffengebrauch beten, gelten schlichtweg andere Regeln.

    Es kann gut sein, dass sie die Missbrauchsopfer am Ende wegen wer weiss was aufknüpfen (Vertragsbruch ?). Den Amis trau ich mittlerweile jeden Schwachsinn zu. Ich erinnere an die Polizisten die fröhlich Schwarze totgeprügelt oder niedergeschossen haben und am Ende grinsend aus dem Gerichtssaal gegangen sind. Ist ja recht ruhig geworden um den Skandal vor etwa 1 Jahr (?).
     
  17. Makekith

    Makekith
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    Gibt es zu dem Fall eine Quelle? Vergewaltigung ist eine schlimme Straftat, da würde ein gerichtlicher Prozess ganz abseits von Riot ablaufen.
    Bei sowas machen die Amis eigentlich keine Scherze.
    Eine solche Straftat würde verfolgt werden und zwar ganz unabhängig von Riot.
     
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