Artikel: Overwatch - Neue Kurzgeschichte „Bastet“ outet Soldier 76 als schwul

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 8. Januar 2019.

  1. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    So schreibt keiner ein Drehbuch. Kein Autor sitzt dort und saugt sich irgendeine sinnlose Szene aus den Fingern, denn jede Seite vom Script ist wichtige Screentime und soll das Werk in seiner Gesamtheit unterstützen. Jede Figur und jeder Dialog, ja sogar jede Szene und jede Mimik ist detailliert geplant - ich weiß nicht ob du schonmal ein Drehbuch gesehen hast, aber ich kann es nur empfehlen um die Machart besser zu verstehen. Es ist also unwahrscheinlich, dass dieser Kollege abgesehen von diesen 10 Sekunden sonst nie im Film zu sehen ist und auch seine Beziehung zu einem Mann nicht ansatzweise thematisiert wird.

    Wahrscheinlicher wäre, dass das wenigstens hin- und wieder im Film auftaucht, damit gearbeitet wird, und es bestenfalls auch den Charakter des Protagonisten im Sinne des Drehbuchs zeichnet, durch dessen Umgang damit. Es kann unterstützend wirken bezüglich seiner Person, aber auch der (Arbeits)umgebung in der sie sich befinden. In jedem Falle wird der Autor sich aber dabei etwas gedacht haben, und es wird mehr als nur eine Bedeutung für den Film haben.
     
  2. Mary Marx Trainee Community Redaktion Mitarbeiter

    Mary Marx
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    Da @Wolfgesicht trotz Verwarnung nicht hören will, wurde er aus diesem Thread gekickt.
     
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  3. der.Otti Enfant Ottible

    der.Otti
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    Das erübrigt die Frage, die mir auf der Zunge lag. Aber irgendwie scheinen einige Leute ein Problem damit zu haben zu verstehen, dass das Spiel und die Story drumherum nicht wirklich was miteinander zu tun haben (wie es auch im Artikel erwähnt wird).
     
  4. Fiesfee

    Fiesfee
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    Das traurige Problem ist doch viel mehr, dass es z.B. für die Lieblingsspeise eines Shooter-Charakters keine News und Bullshit-Posts gäbe.
     
  5. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Eine Religion verpasst du deinen Charakteren standardmäßig ab Ideenwerkstatt so wie ein Geschlecht, eine Hautfarbe und eine sexuelle Orientierung: Weil jeder eine hat, und sei's der Atheismus. Du bist in einem tiefen Tal gefangen, in welchem weiß-männlich-heterosexuell und sogar christlich die Blaupause ist und schlicht keiner Erklärung bedarf, weil "normal", während jede andere Eigenschaft exakt derselben Paradigmen einen "guten Grund" braucht, der unmittelbar die Geschichte mitbestimmen muss.

    Und dazu gibt's eben nochmal ein klares: Nö.

    [Provozierende Worte in Eigenzensur entfernt: Ich stehe zum Inhalt und der Zuspitzung, möchte diese jedoch nicht bestehen lassen, nachdem das Mitglied aus dem Thread entfernt wurde]
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
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  6. Mary Marx Trainee Community Redaktion Mitarbeiter

    Mary Marx
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    Sowas muss aber auch nicht sein. Weniger Häme bitte. Hier muss niemand persönlich angegriffen werden.
     
  7. Terranigma

    Terranigma
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    Aber so ist's doch nicht. Oder was sind die guten Gründe, wegen derer ein Charakter je weiß, männlich oder heterosexuell ist? Der Grund, warum dies das Gros der Protagonisten in Filmen, Spielen, usw. ausmacht ist der, dass die meisten Regisseure selbst zu dieser Gruppe gehören und dass diese Eigenschaften als default gelten, die ihrerseits keinerlei Begründung benötigen. Menschen haben eine Sexualität, wie sie eine Haut-, Augen- und Hautfarbe haben. Ich verstehe deine Sichtweise so: wenn ein Charakter der von dir gedachten Norm entspricht, so benötigen diese Eigenschaften keinerlei Begründung innerhalb der Handlung. Wenn ein Charakter der von dir gedachten Norm nicht entspricht, muss die Auswahl der entsprechenden Eigenschaft explizit in der Handlung thematisiert und/oder als Plot Device auftauchen. So als gäbe es da eine Kopiervorlage für Charaktere und Figuren und jedes Mal, wenn ein Drehbuchautor von der Kopiervorlage abweicht erwartest du, dass diese Abweichung legitimiert wird. Der Denkfehler ist: diese Kopiervorlage gibt es nicht. Es gibt Menschen, die halt eben homosexuell sind, oder sonstwie. Und diese Menschen können als Figuren in Filmen, Videospielen, usw. genauso grundlos eingebaut werden, wie es heterosexuelle können.

    Du scheinst eine Abweichung von der gedachten Norm per se als bewusste Entscheidung wahrzunehmen und es nicht für möglich zu halten, dass solche Charaktere gleichwertig und grundlos neben anderen Personen stehen, eben dass die Homosexualität genauso wenig einer Begründung innerhalb der Handlung benötigt wie es die Heterosexualität tut. Ebenso wie nicht jeder Film mit einem schwarzen Protagonisten sich um die Hautfarbe des Protagonisten drehen muss, muss sich nicht jeder Film mit einem homosexuellen Protagonisten um dessen Sexualität drehen. Es ist eine Eigenschaft unter Tausenden. Wie viel Bedeutung sie innerhalb der Handlung hat - oder auch nicht - obliegt eben dem Autoren.

    Da fällt mir eine Anekdote von Michael Kimmler (gekürzt):
    The black woman asked, “When you wake up in the morning and look in the mirror, what do you see?”
    The white woman said, “I see a woman.”
    The black woman said, “When I wake up in the morning, if I look in the mirror, I see a black woman.”
    The white man said, “Well, when I wake up in the morning and look in the mirror, I see a human being. I’m kind of the generic person: no race, no class, no gender."


    Die homosexuelle Beziehung von Soldier 76 muss genauso wenig legitimiert oder expliziet thematisiert werden, wie die heterosexuelle Ehe von Ana. Mir scheint lediglich, dass du ähnlich wie in der Anekdote den Menschen an sich als weiß, männlich und heterosexuell begreifst und daher bei einer Abweichung von dieser gedachten Norm eine Begründung erwartest. Aber die muss es eben nicht geben. Das Geschlecht und die Ehe von Ana spielt auch keinerlei Rolle. Es gibt auch für Ana kein Event, wo sie ihren Ehemann retten muss, o.Ä.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
  8. appo

    appo
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    Wenn er jetzt auf einmal Veganer wäre hätten wir hier auch einen Extra Thread für :teach::tdv:
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
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  9. der.Otti Enfant Ottible

    der.Otti
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    für die Ganzkörperüberwachung
    Halte ich nicht für sonderlich abwegig. :ugly:

    Danke an @Terranigma für Post #138. :hoch:
     
  10. Kagarn gesperrter Benutzer

    Kagarn
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    Natürlich ist es irrelevant, das versuche ivh doch die ganze Zeit zu sagen. Aber stattdessen word ein riesen Fass aufgemacht und so getan als hätte man etwas unglaublich vorbildliches und revolutionäres geleistet und müsste dafür erstmal Lobpreisungen und sonstiges absahnen. Nach dem Motto "Seht her, unser Held ist Schwul, jetzt schaut doch mal wie toll wir sind"
    Es dient einzig und allein der selbst Inszenierung.
    Und nein was du sagst ist falsch, es können natürlich auch Neben charaktere Homosexuell oder Bi sein, ohme es groß ins Thema zu Rücken. Z. B Constantine in Legends of Tomorrow...
    Es müssen nicht alle Charaktere von grund auf in Film und Fernsehen hetero sein.
    Es sollte aber halt irgendwie natürlich rüber kommen. Nicht so aufgezwungen wie in LoL oder Overwatch. Ich meine das Spiel ist 3-4 Jahre alt und der Char ist von Beginn an dabei. Aber jetzt nachdem schon Lol so etwas gebracht hatte, und es auch einen kleinen Skandal bei Blizzard gab. Muss man das unbedingt zum Thema machen und ausschlachten. So dass mehrere Gaming websites es als News verfassen.
    Solche Dinge aufzuzwingen anstatt es irgendwie natürlich von Anfang an zu implementieren ist halt auffällig.
     
  11. Kagarn gesperrter Benutzer

    Kagarn
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    Du nimmst halt ein unglaubliches Negativ Beispiel von einem Film für weiblichen Lead Cast.
    Ghostbusters war nicht verpönt weil es ein all Female Cast war. Sondern weil man geliebte Charaktere ausgetauscht hat, und das dann auch noch mit dem Ziel eine gewisse Message zu schicken. Fans hatten auf ein altes Wiedersehen mit dem bekannten Cast der ersten beiden Filme erwartet und wurden bitter enttäuscht.
    Das Ding, man hat nicht mal wirklich neue Charaktere versucht zu erschaffen, stattdessen wieder die Dicke, der Nerd, der coole Akademiker und der/die Schwarze.
    Dann all female cast um politisch kontroverse zu sein und natürlich auch um Aufmerksamkeit zu bekommen. Sekretär ist dann auf einmal Chris Hemsworth, und es werden die ganze Zeit sexistische Anspielungen gemacht.
    Auch hier wieder das Problem. Es wirkt unglaublich aufgezwungen, gekünstelt und nicht natürlich.
    Man hätte zum Beispiel etwas viel interessanteres machen können. Z. B die zwei Töchter vom Alten Cast beleben die Firma ihrer alten Herren neu, evtl sogar mit den Dads zusammen auf Geisterjagd. Ein in sich stimmiges Narrative erschaffen. Mit dem was die Marke etabliert und gelebt hat, arbeiten und erweitern.
     
  12. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Das stimmt halt nicht. Alles was man bei Blizzard gemacht hat ist eine Kurzgeschichte zu veröffentlichen, in dem Ana und Jack in einem einzelnen Absatz über Jacks Vergangenheit reden. Das Aufbauschen findet einzig über die Gaming-Medien und Spieler statt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2019
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  13. kami

    kami
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    Oder, wie es Stephen Colbert im Colbert Report einst so schön festgestellt hat: "White male is American neutral."
    Ich bin übrigens sehr angetan von der Entscheidung, den hypermaskulinen Soldier schwul zu machen. Gerade durch die Tatsache, dass das am Spiel rein gar nichts ändert und es aus Spielersicht somit eigentlich kein einziges rationales Argument gegen diese kreative Entscheidung gibt, funktioniert sie sehr gut als Lackmustest, um scheinheilige homophobe Spieler zu entlarven. Und es unterläuft natürlich die gängigen Stereotypen.
     
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  14. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Ich möchte auf diesen Film wirklich nicht weiter eingehen, auch weil ich ihn noch nicht gesehen habe. Sollte er schlecht sein, ist er nicht deswegen schlecht, weil er eine Riege weiblicher Hauptdarstellerinnen hat (wie damals SNL-Alumni), und nicht deswegen, weil ein Reboot nunmal eben nicht die alten Schauspieler einsetzt (wäre bei Ramis auch schwierig). Wenn ein rein männlich-weiß-heterosexueller Cast dir nie arg aufgezwungen, gekünstelt und geradezu anachronistisch vorkam (siehe u.A.: FF XV), hast du mit Verlaub jetzt nicht so die Perspektive, einen rein weiblichen zu kritisieren.

    Um jedoch den Thread völlig entgleisen zu lassen, muss ich hinzufügen, dass ich diesen übel grassierenden Passing-of-the-torch-Quatsch, den du offenbar "interessant" findest, spätestens seit Crystal Skull hasse wie die Pest. Wirklich, nee, danke nein. Da werden die alten Schauspieler nochmal ausgegraben, damit sie dann angeblich würdiger abtreten und die Aufgabe an ihre Kinder weitergeben können. Amerikanische Leistungs- und Familienethik. Bitte, bitte, nein. Entweder neue Helden in einem Film, der für sich gesehen ein guter Film ist, oder die alten Helden in einer letzten schwierigsten Mission, wo sie dann zu allem Überfluss auch gegen ihre Alterszwackereien ankämpfen.

    Die Studios wollten diesen Passing-of-the-Torch-Quatsch für Bill & Ted face the music.

    Ed Solomon hat sich da gottlob nicht weichklopfen lassen. Und trotzdem dürfen Bill und Ted Töchter haben, von denen ich herzlich hoffe, dass sie genauso trottelig liebenswert sein dürfen wie ihre Väter.


    Und in Deutschland ist es genauso. Das macht diese Threads einfach fürchterlich deprimierend, weil viele, die sich für ach so aufgeschlossen und tolerant halten, konstant aus diesem Neutralitätsdenken heraus argumentieren, und du kriegst sie da nicht rausgeschüttelt. :|

    Richtig ab geht es dann natürlich, wenn ein Charakter gleich mehrere angeblich "nicht-neutrale" Eigenschaften hat ... oh-oh.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2019
  15. Tsuran

    Tsuran
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    Eigentlich beides. Bei Blizzards Motivation habe ich verschiedene Theorien. Was die Seite eines Fans angeht bin ich allerdings überfragt.
     
  16. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Ich würde tippen, dass die Fans das einfach wollen, weil sie Fans sind.
    Das gibt es ja auch in vielen anderen Hobbys. Ob nun Fußball oder so etwas wie Harry Potter. Die Menschen wollen sich komplett mit ihrem Lieblingsprodukt umhüllen. Deswegen gibt es Sender die Rund um die Uhr Fußball Daten Zeigen, Trikots und Zauberstäbe zu kaufen.
    Und bei einem Spiel wie Overwatch bietet es sich nun einmal an, solche Hintergrundstorys zu entwicklen um damit dann die Bastet-Spielfigur oder T-Shirt besser verkaufen zu können.

    Also Blizz macht das um Geld zu verdienen und die Fans wollen das um sich ihrem Hobby näher zu fühlen.

    Ist zumindest meine Interpretation davon. :)
     
  17. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Die Linie ist doch klar zu zeichnen von den 80ern bis heute. Gerade wenn uns Spiele mit reinem Kampf-Gameplay reizen, das erzählerische Drumherum aber auf das ein nötig-ikonisches Maß beschränken, wollen wir mehr wissen. Warum gibt es denn z.B. hunderte Warhammer/Warhammer 40k-Romane? Die Spiele selbst sind doch auch nur reine Konfliktsimulationen. Erzählerisch jedoch wird man davon offenbar bereits angefixt.
     
  18. Tsuran

    Tsuran
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    Das muss man aber doch differenzieren. Du nennst Warhammer/40K als Beispiel. Hier ist es ja genau anders herum. Warhammer entstand als Tabletop mit Regelwerken und entsprechenden Charakteren. Wie bei Rollenspielen nicht anders zu erwarten entstanden im Laufe der Zeit immer mehr Details die dem Universum mehr tiefe verliehen haben, was auch dazu führte, dass die Warhammer Welt sich weiter entwickelte und dadurch neue Produkte und Ableger entstanden. Es machte als Fan also Sinn sich mit dem erweiterten Universum zu beschäftigen weil mein Held / Volk was auch immer beständiger Evolution unterliegt.

    Und genau hier setzt eben meine Kritik an der Thematik an. Ich sehe einfach keinen Sinn darin Overwatch Charaktere mit einer ausgearbeiteten Geschichte zu versehen wenn es für das Spiel keinen Effekt hat. Wie gesagt: Vielleicht plant Blizzard ja irgendwas, das diesen Aufwand rechtfertigt. Für mich wirkt das Ganze vollkommen aufgesetzt. Es wäre mir tatsächlich lieber Overwatch würde sich spielerisch weiter entwickeln, denn grundsätzlich ist die Overwatch Welt und Idee ziemlich cool. Warum Blizzard hier nicht mehr (kostenpflichtig) liefert ist mir ein Rätsel. Ein "Gschichterl"-Video ab und an, ändert daran halt nichts. Outing von S-76 hin oder her.
     
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  19. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Halt, moment. Da schmeißt du was durcheinander. "Tabletop" heißt hier Miniaturen-Strategiespiel. Als solches ist Warhammer entstanden. Ein [Pen-&-Paper]-"Rollenspiel" (mit "entsprechenden Charakteren" und sich "beständig weiterentwickelnden Helden") ist etwas vollkommen anderes.

    Einen entsprechenden Ableger gab es erst drei Jahre nach der ersten Version des reinen Strategiespiels – und auch stets nur kurzfristig erhältlich (Editionen 1 und 2 des Rollenspiels liegen dabei allein bereits 19 Jahre auseinander; die Tabletops Warhammer 40k und Warhammer sind bereits in ihrer jeweils achten Iteration). Die Miniaturenkämpfe sind stets absolutes Zentrum des gesamten GW-Hobbies gewesen und geblieben! Auch durch die mittlerweile 20 Jahre hindurch, die ich mit der IP nichts mehr am Hut habe.

    Insofern ist die gesamte Games-Workshop-Historie wunderbar mit Overwatch vergleichbar und alles andere als "anders herum". Es geht und ging immer um die reine Konfliktsimulation, und das Universum wurde nach und nach mit erzählerischem Inhalt über das reine ewige Kriegsszenario hinaus gefüllt.

    Natürlich gibt es Beispiele "für die andere Richtung", also, wie ein Spielekonzern ein extrem stark erzählerisch fokussiertes Spiel zu einer Games-as-a-Service-Multiplayer-GTA-Teeniemelkmaschine umzukneten versucht: Beyond Good & Evil 2. Ich habe nur Abscheu für diesen Versuch übrig, aber das liegt definitiv am spezifischen Beispiel... :(
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2019
  20. CortiWins

    CortiWins
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    Es gibt Länder in denen schon die Andeutung von Homosexualität nicht erlaubt ist. Wenn diese Inhalte nur extern vermittelt werden, kann das Spiel weiterhin weltweit frei verkauft werden und Blizzard muss sich nicht mit Zensur und finanziellen Einbußen herumschlagen, da hört wohl das Einstehen für die Vielfalt auf.
     
  21. JTZ

    JTZ
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    11
    Mein Kommentar war nicht direkt auf die Homosexualität bezogen, sondern allgemein warum Overwatch keine Storykampagne hat. Würde wunderbar ins Spiel passen.
     
  22. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Naja das Spiel eignet sich nicht wirklich eine Story zu erzählen, deshalb gibt es ja auch Gerüchte dass man später die Story in einem zweiten Spiel (mit anderem Gameplay) voran treiben will.
    Abseits davon ist quasi alles, was man bisher an Story im Spiel, Kurzfilmen, Comics etc. erzählt bekommen hat, entweder Vergangenheit oder Status Quo. Vor 2 1/2 Jahren erfahren wir wie Winston den Recall gestartet hat, und seit dem ist schlicht überhaupt nichts passiert.

    Deshalb wundert mich auch immer wie sich die Leute bei der Geschichte mit Soldier so in dem Sinne drüber empören, "gestern war es es nicht, und heute ist er schwul. Einfach so!"
    Joa, das ist quasi die Art und Weise wie seit 2 1/2 Jahren Story-Details zu dem Spiel hinzugefügt werden.
     
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