Die Arbeit

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Legion(CD), 12. September 2019.

  1. Legion(CD) Memory Alpha

    Legion(CD)
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    Ich möchte das ein wenig loslösen vom Politikthread, und auch wenn der Thread vermutlich gehen wird, wie...so eine Art von Thread nun einmal hier geht :D...möchte ich dennoch die Diskussion mal ein wenig breiter führen.

    Was ist Arbeit eigentlich, und damit verknüpft, muss Arbeit hart sein, um wertvoll zu sein? Wären wir ohne (harte) Arbeit dort wo wir heute sind? Und was ist mit der Meritokratie? Alles nur Glück? Aber von nichts kommt nichts, oder?

    Was sind eure Gedanken dazu?
     
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  2. SpeedKill08 DEMODIVIERT in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    Der Thread-Titel. :ugly:
     
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  3. Enjoint

    Enjoint
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    Arbeit ist für mich Mittel zum Zweck mir das Erlauben zu können um in meinem bescheidenen Rahmen Spaß am Leben zu haben. Erfüllung ist nicht. Reines Mittel zum Zweck und sobald ich die Chance habe weniger Stunden zu machen werd ich diese Chance auch sofort ergreifen.
     
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  4. SpeedKill08 DEMODIVIERT in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    Arbeit ist für mich ein leider notwendiges Übel.
     
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  5. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Mir macht meine Arbeit Spaß. Klar verdiene ich damit primär mein Geld, aber die Verantwortung für so viele Leute mitzutragen ist eine Herausforderung die ich gerne und trotz des Risikos annehme.
     
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  6. hunter7j

    hunter7j
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    Arbeit nervt und ich empfinde sie durchweg als Zeitverschwendung, außer man steht mit Leidenschaft dahinter, aber dass können leider nur die Wenigsten und unser Ziel sollte sein, dass alle mit etwas ihr Einkommen verdienen können, wohinter sie auch wirklich stehen.
     
  7. Legion(CD) Memory Alpha

    Legion(CD)
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    Inwiefern? Weil du es machen musst, um zu überleben; oder weil du findest, dass es gemacht werden muss? z.B. Straßenkehrer werden ihre Arbeit auch nicht gerne machen, aber sie ist notwendig. (By god sie ist notwendig...)
     
  8. SpeedKill08 DEMODIVIERT in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    Aktuell ersteres. Der Mensch hat sich halt ein System rund ums Geld aufgebaut. Ich bin also dazu gezwungen, arbeiten zu gehen.
     
  9. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Naja, das wäre in anderen Systemen nicht unbedingt anders.
     
  10. SpeedKill08 DEMODIVIERT in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    Welches andere System, dass es nicht gibt? :ugly:
     
  11. Terranigma

    Terranigma
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    Arbeit ist notwendig, ganz grundsätzlich. Wäre es nicht die finanzielle Notwendigkeit, wie sie im bestehenden System existiert, wäre es eine andere Notwendigkeit die sich daraus ergibt, dass man die eigene Subsistenz sichern muss. Heißt: selber sein Haus bauen, selber die Möbel herstellen, selber das Wasser zum Haus transportieren, selber Nahrung anbauen und ernten, usw. Es gibt allerlei Arbeiten in der Gesellschaft, die nicht der Subsistenz dienen und in diesem Sinne nicht notwendig sind, die aber dennoch den einen oder anderen gesellschaftlichen Wert haben, sei es auch nur ein Wert für eine bestimmte Zielgruppe, z.B. die Konsumenten von Videospielen.

    Da man einen einen erheblichen Teil der Lebenszeit mit Arbeit verbringt will ich eine Arbeit haben, die mir nicht nur Spaß macht, sondern der ich auch einen Sinn beimessen kann. Ein Grund, warum ich z.B. in der freien Wirtschaft nicht überleben könnte. Ein Gros dessen, was dort geleistet wird, dient der nicht notwendigen Bedürfnisbefriedigung - das meine ich nicht abwertend - und ich könnte es mir persönlich nicht vorstellen morgens aufzustehen und meine Arbeitskraft einer Privatperson zu verkaufen mit dem einzigen Sinn, dass die hergestellten Produkte - die mir gar nichts bedeuten - an Konsumenten verkauft werden können. Formulare bearbeiten, Schrauben herstellen, Bankverwaltungssoftware programmieren, Buchhaltung, o.Ä. ist der Stoff, aus dem meine Albträume sind. Damit will ich nicht diesen Tätigkeiten ihren Wert oder Notwendigkeit absprechen, aber es würde mir nichts bedeuten. Es wäre halt nur Mittel zum Zweck, eben um ein Einkommen zu verdienen.

    Mit meiner Arbeit bin ich ansonsten sehr glücklich. Ich denke nicht, dass die Arbeit eine Berufung, Passion, o.Ä. sein soll. Es ist halt auch nur Arbeit und ein Job. Aber mal so gesagt: würde ich ein bedingungsloses Grundeinkommen von ordentlicher Höhe erhalten, ich würde trotzdem als Lehrer arbeiten wollen. Wohl aber'n paar Stunden weniger.
     
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  12. Akuma From Helli

    Akuma
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    Leider notwendiges übel.

    Ftfy :fs::ugly:
     
  13. DuskX

    DuskX
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    Oft notwendiger Teil des Lebens, manchmal notwendige Übel. Grundsäzlich geht mir vieles auf den Keks Unternehmen funktionieren, weshalb ich mein eigenes Unternehmen gründe.
     
  14. Aspen Call me BAKA

    Aspen
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  15. Terranigma

    Terranigma
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    Man lässt es über Nacht unbeaufsichtigt laufen und geht schlafen?
    :parzival:
     
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  16. ColaFan

    ColaFan
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  17. Vögelchen Tiefflieger

    Vögelchen
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    Das ist Tagesform abhängig. :ugly:

    Grundsätzlich mache ich viele der Sachen die ich inhaltlich mache sehr gerne. Vermutlich würde ich ähnliches auch umsonst machen, wenn ich plötzlich im Lotto gewinnen würde. Was mir auf den Keks geht ist die "Management-Denke", bescheuerte Prozesse und ähnliches.

    Arbeit muss nicht hart sein, Arbeit sollte aber in irgendeiner Form schon erfüllend sein. Komplett glücklich ist wohl kaum jemand, wer aber regelmäßig an 4/5 der Arbeitstage beim aufstehen denkt "och ne, keinen Bock", der sollte sich imo. dringend nach einem neuen Job umsehen.
     
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  18. Terranigma

    Terranigma
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    Strukturell würde ich allerdings sagen, dass wir zu einem erheblichen Teil davon abhängig sind, dass allerlei Menschen Arbeiten erledigen, die nicht erfüllen sind. Dass der Metzger, Paketbote, Putzfrau, Verkäufer, o.ä. Erfüllung in ihrer Arbeit finden halte ich für unwahrscheinlich. Für die meisten ist's wohl nur Broterwerb. Wir hätten allerdings ein großes Problem, würden diese sich alle eine andere Arbeit suchen.

    Eine intrinsische Freude an der Arbeit ist schon Luxus.
     
  19. Vögelchen Tiefflieger

    Vögelchen
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    Jein. Wie gesagt, niemand ist wohl komplett glücklich und manche Berufe sind wohl in Sachen Erfüllung schwieriger als andere. Aber ich kenne z.B. einen UPS Boten sehr gut, der das tatsächlich als Traumberuf für ihn betitelt, weil er jeden Tag Leute trifft, denen er den Tag schöner macht. Der "selbstständige" Hermes-Fahrer sieht das sicherlich anders, keine Frage. Aber der Beruf "Paketbote" ansich ist nicht das Problem, sondern die aktuelle Ausgestaltung, die der Job aktuell oftmals hat.

    Gleiches gilt auch für Metzger und Verkäufer, die Spannweite da ist ja gigantisch. Kunden zu beraten und happy zu machen kann erfüllend sein, egal ob es um den Sonntagsbraten oder das Hochzeitskleid geht. Genervten Muttis das neue iPhone anzudrehen oder billigstes Fleisch in billiger Marinade zu ertränken wohl eher nicht.
     
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  20. Xiang Handtaschenhuhn

    Xiang
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    Arbeit ist notwendiger Teil zum überleben. Selbst der Neandertaler musste täglich Nahrung beschaffen um zu überleben.

    Dank Geld als universelles Tauschmittel kann jeder auf andere Weise seinen Beitrag leisten. Ohne Geld wären alle immernoch Jäger und Sammler.
     
  21. sgtluk3

    sgtluk3
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    Ich arbeite um zu leben und nicht anders herum...

    Mein Teamleiter ist eher so: Ich lebe um zu arbeiten
     
  22. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
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    30% meiner Arbeit würde ich wohl auch ohne irgendwelchen Zwang machen. Den Rest in einer perfekten Welt zwar nicht, aber dieser Gedanke ist natürlich nicht realistisch.

    Also sagen wir es so: Im gegenwärtigen System mache ich das beste draus. Das heißt ich erschaffe für 30-40 Stunden pro Woche möglichst greifbare Dinge und komme dabei mit so wenig großen Unternehmen/Corporate-Kultur/Taylorismus wie möglich in Berührung.

    Achja, und ganz wichtig: Kein Wecker. Gibt nichts besseres als jeden Tag auszuschlafen. :raucher:
     
  23. MW_

    MW_
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    vielem enttäuscht.
    "Arbeit" unterteile ich grob in Instandhaltung, Erwerbstätigkeit und Selbstentwicklung.

    Instandhaltung ist Zeug wie Hygiene, Putzen, Nahrungsbeschaffung, körperlichen Funktionen nachgehen; kurz: grundlegende Bedürfnisbefriedigung.

    Erwerbstätigkeit, also das, was wir allgemein als Arbeit bezeichnen, ist für mich Mittel zum Zweck. Ich will einen gewissen Lebensstandard und dafür muss ich ein gewisses Einkommen haben. Da ich, wenn ich das täte, was mir Spaß macht bzw. ich unter Selbstentwicklung zusammenfasse, nicht das Einkommen bekommen würde, das ich für den angestrebten Lebensstandard brauche, muss ich eben etwas tun, was ich nicht unbedingt toll finde. Glücklicherweise hasse ich meinen Job aber auch nicht und habe gute Rahmenbedingungen. Bevor ich jeden Tag aufwache und mich selbst und meine Arbeit hasse, nehm ich aber auf jeden Fall einen Einschnitt beim Lebensstandard in Kauf.

    Selbstentwicklung ist Arbeit am Selbst. Das schließt ein: neue Erfahrungen machen, die Persönlichkeit weiterentwickeln, physisch in Form bleiben, Bildung, seine Umwelt nach bestimmten Vorstellungen formen. Das ist alles das, was ich als sinngebend, den Menschen erhöhend empfinde.


    Meritokratie ist nicht wirklich. In gewissem Maße ja, aber das System bevorteilt klar jene, die das Geld in die Wiege gelegt bekommen, und wenn es nur deswegen ist, weil sie ihre Beteiligung an Instandhaltung und Erwerbstätigkeit aufs Mindestmaß reduzieren können und besseren Zugang zu Selbstentwicklung haben, wenngleich sie diesen auch nicht immer wahrnehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2019
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  24. Legion(CD) Memory Alpha

    Legion(CD)
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    Meritokratie hat vielleicht auch ein bißchen Utopie in sich. Dazu muss ich ausholen: Grundsätzlich ist der reine Gedanke, dass jeder bekommt was er verdient, kein schlechter. Arbeite (hart), dann kannst du die Früchte deiner Arbeit auch ohne schlechtes Gewissen ernten. Und bei einzelnen Personen funktioniert das ja auch; Leute wie Gates, J.K. Rowling, oder einige andere haben es tatsächlich geschafft. Aber abseits der Tatsache, dass sich einige Dinge zum Selbstläufer entwickeln, an dem ein einzelner unmöglich einen wirklichen Einfluss mehr haben kann, ist die Sichtweise ein wenig eng und ignoriert, dass diverse Umstände, die man nicht in der Hand hatte, erst zum Erfolg geführt haben: Denn unabhängig davon, wie sehr man sich in etwas investiert - das tun viele andere auch; vielleicht sogar besser, und trotzdem haben alle nicht denselben Erfolg? Haben sie weniger getan? Waren sie nicht gut genug? Die Antwort ist vermutlich nüchterner als so mancher zugeben würde: Glück, und zwar nicht nur ein Quentchen, sondern eigentlich eine ganze Menge, hat einen viel größeren Einfluss als man zugeben möchte. (Herkunft, Politische Stabilität, Bildungschancen...sind da nur einige)

    Aber es gibt noch ein zweites Problem: Während wir es als gerecht empfinden, dass uns unsere Leistungen dorthin gebracht haben wo wir sind, ist der Umkehrschluss allerdings nicht weniger fatal: Studien zeigen, dass der eigene Erfolg uns gerne auch blind macht, weil wir automatisch glauben, dass die die es nicht geschafft haben, es auch irgendwo verdienen. Die Logik ist einfach, wie teuflisch: Meritokratie unterteilt nämlich nicht in Leuten die hart arbeiten vs. die die es nicht tun, sondern in die die Erfolg daraus gezogen haben vs. die die es nicht konnten. Und wenn man ein System in Gewinner und Verlieren unterteilt, kann das verlieren mitunter damit sogar noch doppelt schwerer wiegen, und eine etwaige Fehlersuche kann zum Problem werden.

    Was heißt das jetzt? Ist Leistung deswegen schlecht? Nein, überhaupt nicht, bedauerlicherweise haben wir, zumindest in meiner Einschätzung nach, noch nicht gelernt, sich selber zu verbessern, ohne gleich in Konkurrenz zu gehen. Nun ja, das stimmt nicht ganz: In Dingen wie dem Laufen eines Marathons etwa, sind wir durchaus soweit, dass niemand danach auf die Idee kommt zu sagen: Das ist nichts wert, denn du bist ja keinen Ironman gelaufen.

    Kurz: Es sollte so sein, ist es aber aufgrund verschiedener Probleme nicht.
     
  25. Cas GTI Verbastler

    Cas
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    Arbeit bezeichnet eine Tätigkeit, durch welche man sein Geld verdient
     
  26. Xiang Handtaschenhuhn

    Xiang
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    Wieso setzt du Erfolg als Maß der Zufriedenheit an?

    Ich habe ein Haus, 2 Kinder ect. Arbeite 8 Stunden am Tag, bringe danach die Kinder ins Bett, beschäftige mich mit meiner Frau und wenns gut läuft habe ich dann 1 Stunde um meinen Hobbys nachzugehen.

    Mein Kumpel ist Hilfskoch, hat ne kleine Bude, keine Familie. Er verreist viel, ist künstlerisch tätig, hat Zeit zu lesen, zu malen, zu träumen.

    Wer von beiden ist nun erfolgreicher? Wer von beiden glücklicher?
     
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  27. ZweiTeiler

    ZweiTeiler
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    Meine Arbeit wäre meine Erfüllung wenn nicht soviel nebenher zu tun wäre. Ich würde gerne nur mit Menschen zu tun haben und sie „glücklich“ machen.
     
  28. hunter7j

    hunter7j
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    Nach einem Artikel den ich letzte Woche gelesen habe, dein Freund, weil Kinder solange sie ihm Haus sind eher unglücklich und unzufrieden machen :D
     
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  29. UrbanForest

    UrbanForest
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    Arbeit hat für mich im wesentlichen zwei Funktionen: Geld verdienen und Zeitvertreib. Auf der einen Seite sichert es meinen Lebensstil, auf der anderen Seite mache ich es zu überwiegenden Teilen aber auch sehr gerne. Anders könnte ich es mir auch kaum vorstellen. Müsste ich mich so wie viele andere zu einem Job schleppen, der mich nicht erfüllt, würde ich über kurz oder lang krank werden.
     
  30. ZweiTeiler

    ZweiTeiler
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    Aber danke für diesen Thread. Hilft mal zu sehen was andere so denken
     
  31. poff Hitler des Humors

    poff
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    Sie befriedigt meinen männlichen Trieb zu töten und zu siegen.
     
  32. Legion(CD) Memory Alpha

    Legion(CD)
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    Das ist richtig, aber geht etwas am Punkt vorbei: Mir geht es gerade darum, die Meritokratie (und deren Schwierigkeiten) als solche zu benennen. Die Lösung darüber hinaus, also andere Lebensentwürfe, habe ich noch gar nicht angefasst.
     
  33. Rirre

    Rirre
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    Gut das ich "diene" und nicht arbeite :ugly:
     
  34. ZweiTeiler

    ZweiTeiler
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    Das war mir schon am Anfang klar, du kleiner Faulenzer ;)
     
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  35. Shintaro - Steilenmein

    Shintaro - Steilenmein
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    Arbeit ist halt eine Art sich in die Gesellschaft einzubringen, Anerkennung zu finden und gleichzeitig sein Auskommen zu sichern. Ich arbeite sehr gerne :yes:
     
  36. acer palmatum

    acer palmatum
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    Arbeit ist ein notwendiges Übel. Ich würde meine Zeit auch angenehmer rumbringen können. :ugly:
     
  37. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    Arbeit im beruflichen Sinne ist für mich zu 30% Erfüllung/Spass und zu 70% notwendiges Übel. An guten Tagen auch 50/50 oder in ganz besonderen Einzelfällen auch 70/30. Das ist aber selten.

    Bräuchte ich das Einkommen nicht, würde ich in Teilzeit arbeiten. Darauf verzichten möchte ich nicht, aber +/- 40h die Woche sind übelste Lebenszeitverschwendung. Das brauche ich nicht.

    Arbeit im privaten, hobby oder gesellschaftlichen Sinne sehe ich hingegen anders. Da ist zwar auch vieles Arbeit, aber dort ist die Quote min. 50/50, häufig 70/30 und manchmal sogar noch höher. Für so etwas hätte ich gerne weit mehr Zeit, um zu arbeiten. :yes:

    Leider steht dem die berufliche Arbeit im Weg. :ugly:
     
  38. Xiang Handtaschenhuhn

    Xiang
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    Das problem dabei ist das Erfolg nicht definiert werden kann in der Realität.

    Jeder Erfolg hat seinen Preis und jeder muss selbst wissen ob er den Preis zahlen will.

    JKR oder GRRM sind nach rein finanziellen Maßstäben erfolgreich. Gleichzeitig haben Sie aber auch einen Immens hohen Druck den Erfolg aufrecht zu erhalten. Ein kleiner Autor verdient nicht soviel Geld, hat aber auch deutlich weniger Druck.

    Ein Arbeitskollege von mir will unbedingt Abteilungsleiter werden. Ist als erster da, geht gefühlt als letzter und hängt sich in jede Aufgabe voll rein und in jeden Disput. Inzwischen verdient er mehr und wird mit sicherheit auch weiter aufsteigen in der Firma. Ich werde zurückbleiben. Was für mich auch völlig ok ist da ich schon an nem Punkt bin wo ich hinwill und keine weiteren Ambitionen habe. Sogesehen seh ich mich als erfolgreicher, den ich habe mein Ziel erreicht.

    Ich sehe das Problem eher wo anders. Im Neid. Um eine Arbeit auszuführen ist ein Anhäufung von Wissen notwendig. Je komplexer die Aufgabe desto mehr Wissen wird benötigt. Wenn man schon in eder Schule anfängt vernünftig zu lernen und sich auf das Arbeitsleben vorzubereiten hat man diesen Wissenstand schneller erreicht. Wenn man nur Party maxcht und Schule nicht so wichtig nimmt fehlt dieses Wissen. Auch hier gibts genug Möglichkeiten das nachzuholen. Abendschule, Fern-Abi ect. ect. Aber das ist nunmal mit Arbeit verbunden. Viele sehen nur den Endpunkt aber nicht den Weg dahin. Die sehen nur das ihr ehemaliger Klassenkamerad nen Haus und Porsche hat während Sie harzen. Aber den Aufwand und die Arbeit die dahintersteckt. Das sehen Sie nicht. :nixblick:
     
  39. schokino

    schokino
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    7.228
    Jemand sollte noch einen anderen Thread erstellen mit dem Titel "Das Kapital".
     
  40. hunter7j

    hunter7j
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    Beiträge:
    12.249

    Mir ist der Erfolg die Arbeit nicht wert. Ich brauche kein Auto, kein Haus und keine Reisen und Urlaube. Geb mir Zeit, nen Pc und die Möglichkeit den ganzen Tag zu malen und ab und an ein Videospiel zu spielen und ich bin 100% zufrieden und ausgelastet. Langweile kommt da bei mir wirklich keine Sekunde auf. Wäre nen Traum irgendwann mit dem malen halbwegs über die Runden zu kommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2019 um 00:56 Uhr
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