Geschlechtergerechte Sprache - Wie seht ihr das?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von hohesZeh, 6. Oktober 2020.

  1. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    Es ist vorallem überflüssig. In Deutschland sind die meisten (90%+) a) weiß b) heterosexuell und ~50% Männer. Diese Betonung auf Geschlecht und Hautfarbe klingt immer sehr rassistisch. Man muss nicht jeden sprachlichen Unsinn aus den USA übernehmen.
     
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  2. Klatsch

    Klatsch
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    Es geht darum, dass man die Nachteile nicht beurteilen könne, weil man sie nicht erfährt. Das geht aber in beide Richtungen.

    Wenn weiße Personen sagen, die Mohrenstraße müsse umbenannt werden, können sie das nach der Logik aber ebenfalls nicht beurteilen, weil sie gar nicht wissen, ob sich Dunkelhäutige dadurch benachteiligt/angegriffen fühlen. Fragt man sie(Betroffene) dann und sie haben damit eben kein Problem(was in Berlin der Fall war), dreht sich das Blatt und man meint es als Weißer besser zu wissen, als die Betroffenen. Man bestimmt förmlich, dass sie betroffen sein müssen, weil man selbst es als so empfindet.

    Ein Beispiel war ja der dunkelhäutige Restaurantbesitzer, der sein Restaurant "zum Mohrenkopf" genannt hat und eine interessante Situation beschrieben hatte.
     
  3. Dawizard

    Dawizard
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    Richtig. Aber soll man deshalb weiter Begriffe oder Sprachkonstrukture verwenden deren Bedeutung sich gewandelt hat?


    Oder vielleicht ist es kein entweder-oder, sondern beides beeinfluss sich gegenseitig ;)
     
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  4. Hank J.

    Hank J.
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    sprache ist externalisierte gedanken. ist dir schonmal aufgefallen, dass dir manchmal worte nicht mehr einfallen, obwohl das konzept dessen, was du suchst, völlig klar ist? wenn du z.b. am heimwerkeln bist und du suchst einen hammer, dir das wort 'hammer' aber nicht einfällt, dann kann das mitunter sehr frustrierend sein, weil du dann umstehende personen nicht danach fragen kannst. es ist aber nicht so, dass du auf einmal nicht mehr weisst, was ein hammer ist.

    in der englischen sprache gibt es das wort 'schadenfreude' nicht, weswegen die diebischen elstern das einfach aus dem deutschen übernommen haben. es ist jetzt aber nicht so, dass das konzept, was durch das wort schadenfreude zum ausdruck gebracht wird, englischsprachigen kulturen die längste zeit völlig unbekannt gewesen wäre. "thought without language" geht anscheinend - "language without thought" eher nicht. ich persönlich gehe eher davon aus, dass sprache ein spiegelbild der gedanken ist. das gibt aufschluss darüber, wie man denkt oder worüber man auch nicht denkt, aber das ändern der sprache würde die realität ebenso verändern, wie es das manipulieren eines spiegelbildes tun würde.

    wenn ich dir verbieten würde, das wort "arschloch" zu benutzen, dann würde das nichts an deinen gedanken bezüglich der leute ändern, die du gemeinhin als arschloch bezeichnen möchtest.
     
  5. Hank J.

    Hank J.
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    ich stimme dir grundsätzlich zu, dass da viele faktoren eine rolle spielen können. was mich ärgert ist aber, dass man - ganz generell gesprochen - eher fleissig nickt, wenn jemand aus der (post)modernen critical theory-ecke kommt und alle statistischen unterschiede zwischen zwei bevölkerungsgruppen auf eine einzige ursache zurückführt. gibt nicht genug frauen in STEM? muss sexismus sein!

    wenn man dann darauf zeigt, dass die häufigkeit und schwere von sexismus in anderen kulturen objektiv deutlich höher ist, dort aber frauen trotzdem die STEM-felder dominieren, dann legt das den schluss nahe, dass es eben nicht an sexismus liegt.
     
  6. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Naja, ob es "den Sexismus" gibt weiß ich nicht - der kann sich ja auch auf verschiedene Weisen manifestieren. Aber das führt auch glaube ich ein wenig vom Thema weg, weil gendergerechte Sprache ja nur ein Aspekt ist und dieser sicher nicht monokausal dafür verantwortlich ist, dass weniger Frauen in die Mathematik gehen - soweit würde ich auch nie gehen. Inwiefern Sexismus überhaupt und wie genau dafür verantwortlich ist kann ich auch nicht sagen; ich weiß von einigen Frauen, dass die es traditionell etwas schwerer haben, weil sie ihre Erfahrungen mit blöden Sprüchen gemacht haben, das Gefühl haben, nicht ernstgenommen zu werden oder teils sogar explizit auf ihren Kinderwunsch angesprochen wurden. Das sind aber alles schon Frauen, die in der Wissenschaft arbeiteten, aber es ist ja auch schon so, dass Frauen traditionell seltener Mathematik oder Informatik studieren, so als Beispiel.
    Aber wie gesagt, das führt nochmal deutlich eher auf das ganz weite Feld der Sexismusdiskussion.

    Bei der gendergerechten Sprache sehe ich es so, dass ich einen gewissen Effekt für plausibel halte und die Maßnahme dagegen für recht einfach durchzusetzen. Daher bin ich da durchaus nicht abgeneigt, auch wenn ich selbst im Privatgebrauch oder hier im Forum eher selten gender. Für mich ist das mittlerweile bei öffentlichen Texten auch ein Akt der Höflichkeit geworden: So wie man bei einer Rede explizit die anwesenden Damen und Herren und sonstige wichtige Gruppen begrüßt und auch während der Rede immer mal wieder mitnimmt, so kann man das bei Stellenausschreibungen (zum Beispiel) auch tun. Wenn das auch nur einen Hauch mehr an Inklusion nach sich zieht, dann finde ich das durchaus vertretbar vom Aufwand.
     
  7. Hank J.

    Hank J.
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    das kann ich schon verstehen, das ist dann aber mehr ein bauchgefühl als irgendwas konkretes. mein punkt ist der, je egalitärer die länder, desto stärker scheinen sich die geschlechtsspezifischen unterschiede in interessen und berufswahl auszuprägen. man erwartet aber genau das gegenteil, da viele davon ausgehen, dass diese vorstellungen von der patriarchalischen kultur diktiert werden. und da sehe ich ein problem, statt sich damit auseinanderzusetzen, sieht man dann auf einmal immer mehr und mehr sexismus - bis zu dem punkt, wo man das gefühl hat, der westen™ wäre so sexistisch wie noch nie und auch sexistischer als alle anderen.
     
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  8. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
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    Bei solchen gekünstelten Texten wie einer Stellenausschreibung macht das Gendern für mich noch am meisten Sinn und ich hätte keine Bauchschmerzen, für den Preis von ein bisschen Lesbarkeit explizit alle Kanditaten (und innen :p) anszusprechen - selbst wenn ich die Wirkung außerhalb von Begriffsänderungen (Reinigungskraft statt Putzfrau) für sehr begrenzt halte.

    Kritisch sehe ich jedoch die Verwendung bei normalen Texten oder im sprachlichen Alltag. Alles, was über eine Begrüßung für beide Geschlechter hinausgeht, wird schnell anstrengend und liefert imho überhaupt keinen Mehrwehrt.
     
  9. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Mh, meinen Eindruck spiegelt das nicht unbedingt wider. Viele mir bekannte Feministinnen argumentieren eher so mit "Viel erreicht, aber es gibt noch Dinge zu tun" und das würde ich generell unterschreiben, alleine weil ich von einigen Bekannten gerne mal Stories höre, die ich analog von einem Mann noch nie gehört habe. Und da muss ich nicht mal in die Untiefen von besonders schlimmen Bereichen, wie bspw. das Online-Dating gehen - da scheint es bei manchen Kerlen gar keine Hemmungen zu geben.
    Anyway, du sprichst da aber durchaus einen interessanten Punkt an: Wenn man Erfahrungen mit Sexismus gemacht hat (da reichen auch gesellschaftliche Stellvertretererfahrungen), dann kann sich das durchaus auch zu einer self-fulfilling prophecy mausern, weil man Vorfälle plötzlich unter diesem entsprechenden Gesichtspunkt interpretiert. Und sowas kann sich medial natürlich nochmal deutlich verstärken. Das kann durchaus ein relevanter Punkt sein, weil Sexismus nichts ist, was man jetzt irgendwie gut quantitativ messen kann ("Deutschland ist 58 Brüderle sexistisch."). Wäre schön, wenn sowas ginge, weil das die Debatten sehr viel eindeutiger und leichter machen würde, aber naja.
     
  10. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
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    Ich glaube es gibt schon noch sehr große Ungleichheiten speziell beim Thema Karriere & Kinder. Der momentane Zustand wird zurecht kritisiert (von Männern wie von Frauen) und ist allgegenwärtig. Dass wir im internationalen Vergleich ganz vorne liegen, tut da nichts zur Sache.

    Auf der anderen Seite stimme ich zu, dass manche Dinge zu sehr durch den Gegensatz Mann <-> Frau gesehen werden. Das Anliegen von privilegierten Frauen auf topbezahlte Managementjobs nimmt in der öffentlichen Debatte z.B. überraschend viel Raum ein, während in der Realität 99,9% der Menschen von solchen Jobs ausgeschlossen sind. Das ist imho keine Frage des Geschlechts, sondern vorwiegend des sozioökonomischen Hintergrunds. Ja, historisch waren das Männerseilschaften, aber dieses Problem kann man heutzutage nicht auf den Gegensatz Mann <-> Frau reduzieren. Da muss noch sowas wie Bildung, Elternhaus, Einkommen & Alter mit rein. Der Gegensatz Hauptschule <-> Eliteuni ist sicher viel aussagekräftiger als das Ding zwischen den Beinen.
     
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  11. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Ich würde hier aber zumindest vorsichtig einwerfen, dass es im Bereich von Spitzenpositionen wohl noch eine Menge "Restbestände" gibt. Der übliche Kreis der Top-CEOs ist überwiegend eine Männertruppe gewissen Alters, die noch sehr stark aus der Männerseilschaftzeit stammt. Vielleicht löst sich dieses momentane Ungleichgewicht im Lauf der nächsten 2 Generationen ziemlich auf. Sollte sich gar nichts tun kann man immer noch verstärkt das Auge drauf werfen.

    Aber grundsätzlich sollte man den verschärften Blick auf die 99,9% richten. Ob da eine jetzt beinahe-Vorstand oder Vorstand ist dürfte gesellschaftlich eher marginal sein. Man sollte dann eher auf die schauen, deren Lebensituationen den unbereinigten Paygap nach untenso groß werden lassen.

    Das Thema Sexismus im Beruf und bei der Berufswahl scheint mir dermaßen komplex zu sein, dass man kaum mit Einzellösungen irgendwas erreichen wird. Wenn Frauen z.B. kaum in der IT anzutreffen sind, weil sie bei der Wahl des Studiums in diesem Bereich ein sexistisches Arbeitsumfeld fürchten bedeutet das ja noch längst nicht, dass dieser Bereich jenen befürchteten Sexismus auch wirklich "lebt".
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2020
  12. Hank J.

    Hank J.
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    zwar kann man sexismus nicht genau messen - wohl auch, weil man sich aus ideologischen gründen dagegen wehren wird, sexismus klar zu definieren - aber ich denke schon, dass man einen gigantischen unterschied zwischen dummen sprüchen und fliegenden steinen feststellen kann, auch wenn eine gewisse unschärfe nie ganz auszuschliessen ist.
     
  13. Ikarusflug

    Ikarusflug
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    Finde immer wieder schockierend, wie sehr gesellschaftliche Wertschätzung in den Köpfen der Leuten am Gehalt hängt. Mir persönlich wäre es z.B. viel lieber, wenn sich die Leute mehr persönlich um ihre Kinder kümmern würden (unabhängig vom Geschlecht), anstatt die alle immer in der Kita zu parken. Nicht umsonst ist die Verhaltensauffälligkeit in den Grundschulen inzwischen unfassbar hoch. Vor so einem Menschen habe ich jedenfalls deutlich mehr Respekt, als vor irgendeinem CEO.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2020
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  14. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Tjoa, da haut halt leider unser Arbeits- und Rentensystem dazwischen.

    Pure Unterstellung meinerseits: Ich glaube das Thema Arbeit und Familie wäre längst energischer angegangen worden wenn es Männer und Frauen gleichermaßen beträfe.
     
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  15. Klatsch

    Klatsch
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    Beim Thema CEO spielen aber auch die biologischen Unterschiede Mann und Frau mit rein, weshalb man da vermutlich immer ein Ungleichgewicht haben wird.

    "Ein Persönlichkeitszug, in dem klare geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen, ist der Machiavellismus. Personen, die hier eine hohe Ausprägung zeigen, sind emotional unterkühlt, was ihnen erlaubt, vom Schicksal anderer unberührt zu sein. Somit können sie leicht egoistischer handeln, anstatt aus Affekt, Empathie oder moralischen Gründen zu handeln. In großen Stichproben von amerikanischen College Studenten zeigten Männer höhere Ausprägungen im Machiavellismus als Frauen. Männer waren sehr überrepräsentiert in der Gruppe von Personen, die besonders hohe Ausprägungen zeigte. Frauen jedoch waren stark vertreten in der Gruppe, die besonders niedrige Ausprägungen zeigte."
     
  16. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Das Argument wird ja immer wieder bei den Karriere-Diskussionen hervorgebracht. Man könnte natürlich die Frage stellen warum man den Arbeitsmarkt also nicht längst unter diesen Bedingungen angepasst hat (zum Vorteil der Frauen). "Frauen kriegen nunmal die Kinder" ist auch immer wieder beliebt, das tatsächlich zu berücksichtigen wiederum nicht.

    Der Arbeitsmarkt ist mMn durchaus sexistisch aufgebaut (damit meine ich allerdings keinen boshaften Sexismus). Das Ding ist gewachsen aus einer Zeit, in der Männer oft die (finanziellen) Alleinversorger waren. Wäre vielleicht mal an der Zeit für tiefgreifende Reformen, wie auch immer die aussehen mögen.
     
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  17. Ikarusflug

    Ikarusflug
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    Wenn du wirklich irgendwas ändern willst, reichen da nicht ein paar Reformen. Im Endeffekt müsstest du das ganze Gesellschaftskonzept und Wirtschaftssystem überdenken. (Fänd ich gut)

    Bis dahin gilt: Wer keine Einbußen bei de Karriere will, sollte besser keine Kinder kriegen. Ist besser für alle.
     
  18. Klatsch

    Klatsch
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    Du kannst jetzt einen absolut gleichen Arbeitsmarkt haben mit 50/50 und im Laufe der Zeit, würde sich wieder ein Geschlechter-Ungleichgewicht einrenken, weil die biologischen Unterschiede ja weiterhin vorhanden sind und es in bestimmten Bereichen von Vorteil ist, wenn man weniger Empathie hat. Wie stark das Ungleichgewicht dann wäre, kann man schwer beantworten.

    "Eine Meta-Analyse von wissenschaftlichen Studien zeigte, dass Männer lieber mit Objekten arbeiten, während Frauen lieber mit Menschen arbeiten. Als versucht wurde, über den RIASEC Typ der Holland Codes (Realistisch, Investigativ, Künstlerisch, Sozial, Unternehmerisch, Konventionell) Unterschiede in den Interessen festzustellen, zeigten Männern eher realistische und investigative Interessen, während Frauen eher künstlerische, soziale und konventionelle Interessen zeigten. Es wurde auch gezeigt, dass Männer sich eher für Ingenieurwesen, Wissenschaft und Mathematik interessieren."

    "Bei Frauen wurde ebenfalls eine stärkere Verbindungen zwischen emotionaler und kognitiver Empathie festgestellt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Stabilität der geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Entwicklung eher nicht durch Umwelteinflüsse zu erklären sind und wahrscheinlich eher durch Evolution und Vererbung hervorgerufen werden."
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2020
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  19. Enjoint

    Enjoint
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    Pssssst sowas sprechen wir hier nicht mehr aus sonst fühlt sich @legal unwohl wenn man Systemkritik ins Spiel bringt :eek:

    Das ist wie mit Beetlejuice. Sprichst du 3x "Der Kapitalismus und unsere Gesellschaftsordnung ist böse" aus kommt er geschwind um die Ecke gesprungen.
     
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  20. Makney

    Makney
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    was man bei Sprache nicht vergessen darf es gibt immer 2 Beteiligte, den der ein Satz sagt/schreibt und den Leser/Zuhörer. Jeder hat ein anderes Mindset, Der eine kann von Ärzten Sprechen und durch sein Mindset halt alle Ärzte meine egal ob Weiblich oder Männlich, dass gegen über durch sein Mindset denkt aber das du nur über die Männer redest, weil es in seien Mindset eine klare Differenzierung gibt.

    Ist das nicht in Norwegen so die doch in Thema Gleichberechtigung so fortschrittlich sind? sie trotzdem doch lieber in Erziehung und so gehen wollen.

    Noch mal eine Studie über Freundschaft und wie sie sich bei man und frau unterscheidet.
    https://www.welt.de/vermischtes/art...=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter
    Was sich auch so in der Arbeit wiederspiegelt, Frauen reden gerne über persönliches Männer eher von einfach ihrer Arbeit.
     
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  21. Klatsch

    Klatsch
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    Das weiß ich nicht. Das Beispiel war ja jetzt auch CEO, wo es im Schnitt vermutlich auch wichtig ist dreckig/unfair zu spielen, um dort hin zu gelangen.

    Jetzt kann man natürlich sagen, dass man das dann ändern muss, nur ist es ja nicht so, dass man das irgendwie offensichtlich macht, sondern eher unter dem Radar.
     
  22. legal ---------------------- Moderator

    legal
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    Wtf. Wie seid ihr vom Thema Gendern zum Systemwechsel gekommen? Ist das generische Maskulinum jetzt Kapitalismus oder was?
     
  23. Enjoint

    Enjoint
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    Quot erat demonstrandum und das in nichtmal 15 Minuten :ugly:

    Grüß dich :yes:
     
  24. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
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    Zeit hat er ja :fs:. Seine jungen Feunde haben das Einkaufszentrum ja gerettet :yes:.
    https://joscha.com/nichtlustig/201006/
    [​IMG]
     
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  25. Makney

    Makney
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    hm, ich glaub weniger, dass es dreckig/unfair ist das können Frauen genauso gut, wen ich so mitbekomme was meine Schwester aus ihren Arbeitsalltag berichtet wie da die Frauen untereinander sich richtig Mobben. Eher den Netzwerken ist das was einen hoch bringt also das schon erwähnte reden über den Job als über die Persönliche Sachen, einer meiner Ehemaligen Chefs hat die richtig großen Aufträge meist immer beim Golfspielen an Land gezogen (total das Klischee aber es war so).
     
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  26. Klatsch

    Klatsch
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    Also es geht ja nicht um Individuen, sondern den Durchschnitt. Natürlich gibt es auch Frauen mit viel Ellbogen und Männer mit viel Empathie.

    Hier mal die normativen Unterschiede in den Cattell Domänen.(2012)

    [​IMG]
     
  27. dabba

    dabba
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    Das ist halt schwierig.

    Wenn der weiße Mann in Verantwortung meint, er müsse die Mohrenstraße umbenennen, dann meint er es gut, macht aber faktisch Politik für andere Leute. Politik für andere Leute zu machen ist nicht verwerflich, hat aber ein Geschmäckle: Man maßt sich an, jemanden schützen zu wollen; das macht man aber normalerweise mit Kindern oder gefühlt Unterlegenen. Kolonien wurden nicht umsonst teilweise als "Schutzgebiete" bezeichnet.
    Wenn bspw. jemand zum Thema Beschneidung bei Jungen sagt: "Wir müssen da die islamischen und jüdischen Bräuche respektieren.", dann kann man das als Toleranz interpretieren. Man kann aber umgekehrt auch diese Aussage hinein interpretieren: "Der gläubige Religiöse ist halt etwas einfacher gestrickt, als wir schlaueren Säkularen/Atheisten. Aber kann halt nicht jeder so klug sein wie wir. :cool:" Und schon wird der Tolerante zum geistigen Neokolonialisten. :ugly:

    Wenn ein schwarzer Mann dann sagt, der Name Mohrenstraße störe ihn nicht, dann gibts das nächste Probleme: Er ist kein legitimierter Vertreter seiner Hautfarbe. ;)

    Der YouTuber CGP Grey hat mal ein Video gemacht, in dem er dokumentierte, dass manche nordamerikanische Ureinwohner den Begriff Indianer nicht schlimm finden, und "amerikanische Ureinwohner" zu ungenau (das können ja auch Mittel- und Südamerikaner sein). Trotzdem werden viele Weiße weiterhin "Native" sagen, weil sie unbewusst denken: Damit macht man zumindest nichts falsch.
     
  28. legal ---------------------- Moderator

    legal
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    Dich wundert, dass ich reagiere wenn ich angepingt werde und auf das eingehe, was du schreibst? :hmm:
     
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  29. Legion(CD) Memory Alpha

    Legion(CD)
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    Das haben wir im GSPB schon vor 15 Jahren festgestellt: :fs:

    https://www.gamestar.de/xenforo/threads/kinder-hörspiel-politisch-gefärlich.159182/

    --> https://www.bpb.de/apuz/28782/politik-bei-benjamin-bluemchen-und-bibi-blocksberg

    (Warum ich mich so gut erinnern kann? @Abbath s "Stürmt die Paläste, törööö", verfolgt mich heute noch. :D )
     
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  30. Enjoint

    Enjoint
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    Jetzt lass mir doch einfach meinen schlechten Joke :ugly:
     
  31. dabba

    dabba
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    Was ich damals geschrieben habe. :>

    Heute würde ich darauf hinweisen, dass auch viele US-Zeichentrickserien der 90er linksgrün versifft waren. Da gings auch um Umweltschutz oder Toleranz. :eek:
     
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  32. Klatsch

    Klatsch
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    Die Sache ist halt die, dass sich in dem Fall ein Berliner (Geschichts)Professor sehr intensiv mit auseinandergesetzt hat. Also Leute im Kongo gefragt hat, Anwohner, Studenten(dunkler Hautfarbe) und sie es einfach nicht verstehen konnten, wo das Problem ist. Dazu eben, dass die Idee dahinter keineswegs war, dunkelhäutige zu beleidigen. Würde ja auch wenig Sinn ergeben, wenn man sich anschaut, mit welchen Straßen sie sich kreuzt.

    Über Symbole die rassistische Stereotype bedienen, wie dicke Lippen usw brauchen wir nicht reden, die können weg.
     
  33. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
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    Ja, das sind diese berühmten Seilschaften. Als Frau kommt man da zu 99,99% nicht rein. Bei den Männer bleiben 99,95% außen vor. Und trotzdem wird die Debatte dann auf den 0,04% Geschlechterunterschied gelegt anstatt die viel wichtigere Sozialisation. Was ist mit all den Männern mit falscher Herkunft, die niemals die Chance auf so einen Job bekommen? Was ist mit der schlecht bezahlten Pflegekraft, die sich plötzlich zwischen Aufstieg und Kinderbetreuung entscheiden muss? Warum bekommt ein BWL-Bubi durch Papis Vitamin-B den Chefposten, während eine qualifizierterere Bewerberin übergangen wird?

    Zumindest in meiner Generation empfinde ich den Unterschied zwischen den Geschlechtern in vielen Berufen als klein. Eine gut bezahlte Karriere & Kinder sind noch schwer zu vereinen, aber aus meinen Studiengang kenne ich viele Frauen, die sich gegen Kinder entscheiden und problemlos im mittleren Management untergekommen sind. Ich glaube deshalb auch, dass sich viele Missstände in den kommenden Generationen automatisch erledigen (jedenfalls, was die Chancengleichheit bei ähnlicher Qualifikation betrifft - alle mathelastigen Branchen bleiben sicher Männerdomäne).

    Für viel wichtiger als Geschlechtergegensätze halte ich ohnehin die Herkunft - in öffentlichen Debatten finden die Faktoren Bildung, Elternhaushalt & Alter im Rahmen von Geschlechterdebatten leider nur sehr selten Beachtung. Dabei bin ich überzeugt davon, dass es da in jeder Untergruppe immense Unterschiede gibt. Meistens wird jedoch alles der Dichotomie Mann <-> Frau untergeordnet und so bleibt halt für die wirklichen Verlierer wenig Aufmerksamkeit.
     
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  34. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    niedriglohn, Leiharbeit, berufsunfähigkeit und Obdachlosigkeit sind mindestens ebenso bis häufig sogar vorwiegend männliche Themen. Und wird dagegen etwas gemacht? Nein. Das wird immer schlimmer.

    damit ist deine Unterstellung widerlegt. :yes:
     
  35. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    verstehe ich das richtig, das Männer dominanter, emotional stabiler, regelkonformer und offener für Veränderungen sind, während Frauen sensibler, wärmer, angespannter und selbstbezogener sind?

    wenn ja, dann muss sich doch keiner wundern, warum Männer bei den Topverdienern überrepräsentiert sind.
     
  36. Joskam

    Joskam
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    Mein RIG:
    CPU:
    Maybach HL120 TRM V-12 300 PS
    Grafikkarte:
    7.5 cm StuK 40 L/48
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    7.92 mm MG34
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    torsion bar
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    40 km/h
    Gehäuse:
    16–80 mm
    Monitor:
    SE14Z scissors periscope
    W-Was? Frauen und Männer ticken unterschiedlich? :eek:
     
  37. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Ich habe dich beim ersten Mal schon verstanden, du mich aber offenbar nicht.
    Das Problem sind nicht die CEOs, siehe mein Beitrag.
    Du willst etwas widerlegen indem du ganz andere Bereiche ansprichst? Ok, wenn du meinst.
     
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  38. Klatsch

    Klatsch
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    Ja, das ist aber keine neue Erkenntnis. Natürlich zeigt das nur den Durchschnitt. Das heißt du wirst immer auch Frauen mit viel Ellbogen haben usw. Natürlich muss man auch die Geschichte berücksichtigen und das Verhältnis innerhalb der Firmen wird sich mit der Zeit sicherlich noch verschieben, sodass der Frauenanteil insgesamt höher wird, aber ich denke nicht dass man innerhalb der nächsten Jahrhunderte ein 50/50 erreichen wird, außer man würde es extrem forcieren.

    Die biologischen Unterschiede sind dahingehend einfach zu deutlich.
     
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  39. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    deine Aussage war, dass sich ein gesellschaftlicher Missstand nicht ändert, u. a. weil es vorrangig Frauen betrifft. Würden die Probleme stärker Männer betreffen, wären sie schnell korrigiert. Das hast Du bereits passend als Unterstellung tituliert.

    Nun habe ich Dir einige systematische und weitreichende gesellschaftliche Probleme genannt, die mindestens ebenso und teilweise fast ausschließlich Männer betreffen, gegen die aber auch nichts getan wird. Im Gegenteil: diese Probleme werden tendenziell schlimmer denn besser.

    Ja. somit ist deine Unterstellung widerlegt. :yes:
     
  40. Hank J.

    Hank J.
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    das problem ist, dass man während der industrialisierung die arbeit der männer monetarisiert hat, während das bei frauen nicht der fall war. davor haben weder männer noch frauen überhaupt geld verdient, wenn man mal von ein paar wenigen ausnahmen absieht.
     
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