Kritik: Die Top 100 der letzten Top 10 - Listen über Listen

Dieses Thema im Forum "Fragen an die Redaktion" wurde erstellt von Thrawns, 25. April 2020.

  1. Dimitry Halley Mitarbeiter

    Dimitry Halley
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    Wir werden jetzt hier arg Off Topic, verratet es also bitte nicht @Mary Marx: Mir ging es genau wie dir. Force Commander fand ich absolut großartig als Knirps, obwohl ich damals schon wusste, dass es Schrott ist. Aber der Story-Hook ist bis heute cool: Brüder als imperiale Offiziere. Find ich bis heute klasse. Auch besser als die Story von Battlefront 2, aber was ist das nicht?
     
  2. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    Ich mag das Spiel immer noch, komm nur an einer stelle nicht weiter :ugly:

    Wie wärs mit Rebel Assault 1 und 2 für den Game Virgin
     
  3. g0dehardt der mit dem schönen Haar

    g0dehardt
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    Ich möchte bitte eine Gothic-Woche (Witcher 3 find ich nämlich: Mäh :P).

    @Berserkerkitten sollte dann bitte der Hauptverantwortliche sein :wahn:
     
  4. TheVG

    TheVG
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    Da möchte ich kurz mal eine Sache aufwerfen, das mich umgreift:

    Nachfrage, Klicks und Trendthemen sind doch eher kurzfristiger Natur, Indiespiele und Nischenthemen bleiben in dem Aspekt natürlich außen vor. Doch wie sieht es langfristig aus? Wenn ihr populäre Spiele und Themen aufgreift, dann seid ihr ja eher das Sandkorn in der Wüste, bei Indies kann man - im Prinzip - langfristigere Wirkungen erzielen. Man muss nur eben die Spiele googlen, um bei den Ergebnissen herauszufiltern, wer welchen Content gepusht hat. Und gerade in der Indieecke würde es doch hilfreicher sein, ein breiteres Angebot parat zu haben. Eigentlich möchte ich ja bei euch Tests zu Indies lesen und muss nicht selten "fremdgehen". Geht gerade ein Spiel steil (etwa weil auf Steam gerade irgendwas irgendwie Leute anlockt), dann greift ihr das umgehend auf und haut in die Tasten. Also auch eher popularitätsgesteuert.

    Ich kann mir jetzt auch vorstellen, dass der Anspruch auf das täglich Brot, Angebot und Nachfrage und evtl. die personelle Aufstellung eine Rolle spielen. Ich kann mich nur nicht ganz von dem Eindruck befreien, dass die GS sich schleichend davon verabschiedet, die Nischen zu bedienen. Und wenn ihr das zeitlich nicht stemmen könnt, würde hier und da ein Ehrenamt seitens der User auch hilfreich sein. Es gibt immer noch ein paar aktive, die allerdings in ihrer Miniecke herumkrebsen - dazu zähle ich mich ja auch, weil das so was wie eine Freizeitbeschäftigung für mich ist, mache das aus Spaß an der Freude und wie die Zeit es zulässt. Wenn man die schreibenden User mehr einbinden würde, dann kann ich mir sogar vorstellen, dass sie vielleicht für einen kleinen Anerkennungsbonus ebenfalls die Finger kreisen lassen würden. Einfach nur, um euch im Angebot zu unterstützen. Wenn ihr in der Datenbank etwa ein Spiel listet, das aber aus Zeitgründen nicht testen könnt, danach jedoch ein User einen Test verfasst, ließe sich z.B. dieser Test bei entsprechender Qualität in den Test-Reiter übernehmen (oder ihr überarbeitet dies unterstützend noch in enger Absprache mit dem User).

    Kleiner Vorschlag.

    Die Toplisten, um zum Thema zurückzukehren, würde ich gar nicht anfassen wollen. Das ist etwas für diejenigen, die sich gut damit auskennen.
     
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  5. Dimitry Halley Mitarbeiter

    Dimitry Halley
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    Das ist nicht ganz korrekt. Die Nachfrage nach einem Skyrim hält seit fast 10 Jahren an. Die nach einem GTA 5 seit über 5 Jahren. Und Minecraft seit äh ... 11 Jahren? Für Indies gilt doch exakt die gleiche Regelmäßigkeit wie für Triple-A- und Double-A-Spiele. Nur dass ein Kingdom Come Deliverance, sollte es denn mal auf nen 10er runtergesetzt sein im Steam Sale oder so, immer noch dreimal so viele Leute auf unsere alten Artikel bringt wie bei irgendeinem kleinen Nischenspiel. Mir erschließt sich nicht, welche Wirkung man mit Indies da langfristig erzielen könnte? Das eigene Image aufpolieren?

    Auch da wieder: In unserer Testrubrik findest du für 2020 haufenweise kleine Spiele, die wir getestet haben. Géraldine hat diese Woche erst nen Text zu The Longing verfasst, letzte Woche einen zu Merchants of the Skies. Und es gibt jeden Monat Übersichtsartikel zu anstehenden Geheimtipps. Zählt das denn alles nicht?
     
  6. Xiang Handtaschenhuhn

    Xiang
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    Ich kopier mal ein Bild von einer anderen Diskussion:

    [​IMG]

    Das ist eine Google Analyse über mehrere Jahre hinweg von diversen Spielen die bei GS prominent vertreten sind und die Suche nach den besten VR und Indiegames. Da sieht du grob Weltweit die Nachfrage nach Indie und VR.

    Hier nochmal nur Vr und Indiegames
    [​IMG]

    Selbst das (für GS) unrentable VR sticht Indiegames um das doppelte.
     
  7. TheVG

    TheVG
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    Tut mir leid, aber wenn man aktuell die Liste mit den Spieletests durchschaut, dann fallen mir gleich die Nachtests und wieder Ausgegrabenen ins Auge (Watch Dogs, Sherlock Holmes: Crimes and Punishment (VÖ: 2014, getestet 2020), usw.). Versteh mich nicht falsch, mir liegt es fern, da jetzt Grundsatzdebatten loszutreten, nur sind bei SH etwa andere Seiten an euch vorbeigezogen. Woanders schien ich gelesen zu haben, dass ihr euch breit aufstellen wollt. Bis zu einem bestimmten Punkt stimmt das auch, es ist eben befremdlich, wenn ein 6 Jahre altes Spiel kürzlich rezensiert wurde, andere Spiele keine Testberichte beinhalten und andere schon.

    Das heißt auch nicht, dass die Nachfrage nach Skyrim, RDR usw. euch davon abhalten soll, weiter davon zu berichten. Die Indiesparte etwas verstärkter zu bedienen würde lediglich den Content aufstocken und euch noch breiter aufstellen (selbst mit geringerer Nachfrage). Selbst in den Kommentarspalten wird das öfter mal angesprochen, mal unabhängig vom Ton, der dort teilweise vorherrschen mag. Die verwertbaren Aussagen scheinen meine Einschätzung zu bestätigen. Daher auch meine Bitte, dies eher als Verständnisfrage aufzufassen - würde es möglich sein, die Sparte noch mehr auszubauen?
     
  8. Balthamel Fohlen-Sympathisant

    Balthamel
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    Da hast du was falsch verstanden. Diese Spiele wurden nicht jetzt getestet sondern werden, wenn ein Spiel gerade kostenlos in irgendeinem Shop ist, einfach noch einmal hervorgeholt um die Leser über das Spiel informieren.
     
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  9. TheVG

    TheVG
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    Nee, ist mir diesbezüglich schon klar. Was mir nicht klar ist, warum News über genau diese Spiele im Vorfeld schon gelistet sind, dann aber kein Testbericht zeitnah erscheint. Da dachte ich, es könnte mit Zeit- und Ressourcenmangel zu erklären sein oder andere Gründe, die ich vielleicht gerade nicht auf dem Schirm habe. Und deswegen mein Vorschlag, die Arbeit dafür auszulagern und ergänzend einzuflechten. Das ist keine Manöverkritik, nur ein Vorschlag, Freiwillige einzubinden, die eben diese Lücke füllen könnten.
     
  10. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Hast du mal geschaut, wie das aktuelle System aussieht? Hier ein Beispiel: https://www.gamestar.de/spiele/torchlight,5321.html wenn man sich nun zu einem Spiel die Details anschaut ist der Userscore genau so groß wie der Score der Gamestar. Hier sieht man also ganz schnell, dass auch Tests aus der Community ihren Platz haben.

    https://www.gamestar.de/spiele/pummel-party,14306.html da gibt es keinen User und keinen Gamestar Test. Dafür gibt es einen recht großen Button der dazu animiert einen Usertests zu schreiben.

    Das einzige was man der Gamestar vorwerfen könnte ist, dass dies nicht viel Erwähnung findet und man dies eventuell mehr pushen könnte.
     
  11. TheVG

    TheVG
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    Nochmal: ich werfe hier niemandem konkret was vor, sondern gebe nur meine Wahrnehmung wieder und versuche das einzuordnen bzw. ein Verständnis dafür zu bekommen. Alles weitere habe ich jetzt schon genügend erläutert, denke ich.
     
  12. Xiang Handtaschenhuhn

    Xiang
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    Nun die News darüber sind Testballons ob Interesse an dem Thema besteht. Das wurde schon mehrfach von der GS in diversen Threats so wiedergegeben. Bei einem potentiell interessanten Thema gibt es ein paar News, man schaut sich die Klickzahlen (hier stellvertretend für diverse Messwerte) an und entscheided ob man mehr Ressourcen in das Thema steckt oder nicht.
     
  13. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Habe ich auch nicht gesagt.

    Was genau fehlt dir denn am aktuellen System, damit es das leistet was du gerne hättest? Darauf bist du irgendwie nicht eingegangen.
     
  14. TheVG

    TheVG
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    Gerne haben und Machbarkeit sind erst mal zwei Paar Schuhe :)

    Ich versuchs mal salopper auszudrücken: Es fehlen Testberichte, das ist Fakt. Warum? Das wäre interessant zu erfahren. Wenn es an Personal mangelt oder wirklich anhand von Analysezahlen abgewogen wird, ist mir nicht ganz klar. So, wie das System im Moment ist, finde ich es akzeptabel und nachvollziehbar. Dass nun User dazwischen Tests zu einem besagten, nicht von der GS getesteten Titel schreiben, würde es den Content aufstocken und gleichzeitig die User zusätzlich einbinden. Das wäre ja auch immer Sinne einer Arbeitsentlastung, sollte das ein Thema sein. Es wäre schade, wenn dieser kreative Teil der Webseite etwas verkümmern würde.
     
  15. Dimitry Halley Mitarbeiter

    Dimitry Halley
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    Nope, das ist nicht Fakt. Ein Testbericht, den niemand liest, ist per Definition kein Testbericht, der (irgendwem) fehlt.
     
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  16. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Wenn du genauere Infos haben möchtest, dann lege ich dir diese beiden Links nahe:

    https://www.gamestar.de/artikel/livestream-zum-thema-tests,3355934.html
    https://www.gamestar.de/xenforo/threads/half-life-alyx-test-hinter-paywall.468748/

    Da ging es darum, dass der ausführliche Test nur für den Plus Bereich erschienen ist. Dort findet man dann auch ein paar Zahlen, dass Tests immer schlechter geklickt werden und dabei einen Haufen Arbeit verursachen. Deswegen experimentiert die Gamestar gerade z.B. auch mit Kurztests, welche eventuell eine Lücke finden könnten.

    Wieso "würde es den Content aufstocken"? Sie tun es doch. Es gibt haufenweise Lesertests auf der Gamestar.
     
  17. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Wenn schon auf der Ebene argumentiert wird:
    Wenn es keinen Testbericht gibt, wie will man dann wissen dass den niemand liest?
    Ganz ehrlich, was ist das hier eigentlich, Argumentation mit der Kristallkugel?

    Und um die Frage von @TheVG nochmal aufzugreifen, die hat nämlich niemand so wirklich beantwortet:
    Wenn ihr nicht die Zeit und/oder die Ressourcen habt solche Sachen selber zu testen, weil die sich für euch nicht lohnen, wie wäre es dann damit die User die regelmäßig Rezensionen schreiben da mehr einzubinden?
     
  18. Dimitry Halley Mitarbeiter

    Dimitry Halley
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    Nope, das ist Argumentation auf Basis von Daten. Wir können sehr genau vorhersagen, wie viel Reichweite ein Thema wahrscheinlich macht. Weil wir Zahlen zu allem haben. Genres, Franchises, Google, Direct, usw usf. :) Das ist eben der Punkt, den ich machen will: Online-Journalismus ist das genaue Gegenteil von Kristallkugel-Bauchgefühl. Mein Bauchi hat auch gesagt "Hach, mehr Leute müssen Songbird Symphony spielen - dieses Spiel ist so unsagbar fantastisch". Es hat auf Steam unter 10 Spieler. Keine Chance.
     
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  19. Mary Marx Community-Redakteurin Mitarbeiter

    Mary Marx
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    Das habe ich über ein Jahr lang versucht mit dem besten User-Artikel des Monats, mit wöchentlichen Tickern, mit immer weiteren Aufrufen. Leider war das alles erfolglos. Zudem gibt es nur sehr wenige User, die wirklich irgendwelche Reviews schreiben und noch weniger, die Ansatzweise an das herankommen, was wir und ihr unter einem Test verstehen.
     
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  20. TheVG

    TheVG
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    Richtig, und selbst bei dem Artikel-des-Monats-Konzepts war ich am Grübeln gewesen, inwiefern das noch standhalten konnte. Wir hatten das, wenn du dich erinnerst, in einem anderem Thread kurz angerissen. Ich habe den Gedanken nur weiter gesponnen und das vorgeschlagene Konzept eingebracht, was weniger terminbehaftet wäre. Es hätte auch euch viel weniger Aufwand generiert und hätte vielleicht noch eine kleine Ecke mit bedient, die ihr euch aus den genannten Gründen erspart.

    Aber gut, today i learned: Wenn die Zahlen und Daten eine andere Sprache sprechen, dann kann man das Thema auch gerne als erledigt betrachten.
     
  21. Xiang Handtaschenhuhn

    Xiang
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    Exakt so sieht aus aus. Zahlen sind die Grundlage jeder Entscheidung.
     
  22. Dimitry Halley Mitarbeiter

    Dimitry Halley
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    Nein, nicht zwangsläufig. Die Zahlen bedeuten nur, dass wir permanent neue Ideen und Blickwinkel brauchen. Deshalb experimentieren wir auch mit alternativen Headlines, mal zu reißerisch (ich weiß), mal zu verhalten. Oder wir packen mehrere coole Spiele in ein größeres Listicle, weil manchmal Sammelheadlines (die besten neuen Rollenspiele) besser ziehen als Einzelheadlines (in diesem Rollenspiel spielt ihr einen Delfin-Ninja).

    Ich habe das Gefühl, wir drehen uns mit dieser Diskussion im Kreis. Wir werden Indie auch weiterhin eine Plattform bieten. Wir werden auch weiterhin kleine Spiele testen. Wir werden mit Überschriften experimentieren, Themen Chancen geben und andere Themen auslassen. Die GameStar wird nie zu 60 Prozent über Indie berichten. Wir sind eine Mainstream-Seite, das können wir uns einfach nicht leisten. Aber Vielfalt bleibt dennoch ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Über Outbuddies gab es bei uns beispielsweise nach der Ankündigungsnews nie einen Artikel, weil keiner draufklickt. Aber dafür haben wir dem Entwickler einen kompletten Podcast gewidmet, weil die Geschichte dahinter (6.000 Stunden Arbeitsaufwand mal eben so nebenbei) spannender für unsere Leser (in dem Fall Hörer) war als das eigentliche Spiel.

    Würde ich mir wünschen, dass es anders wär? Jau. In einer perfekten Welt bekäme jedes Spiel die Aufmerksamkeit von den Spielern, die es verdient. Aber beim derzeitigen Angebot haben die Menschen eben nur für sehr wenige gute Spiele Zeit.
     
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  23. Thrawns

    Thrawns
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    MSI Optix MAG271CQR
    Ach komm, das ist doch jetzt erfunden. Delfin-Ninja kann irgendwas schlagen? :topmodel:
     
  24. Dimitry Halley Mitarbeiter

    Dimitry Halley
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    Wir haben den spielbaren Delfin bei Bleeding Edge in der Headline probiert. Hat aber nicht funktioniert. :( Liegt vllt auch am Spiel. Selbst dafür haben wir also Daten :D :D
     
  25. Shek

    Shek
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    Sorry das ich so von der Seite reingrätsche.

    Ich versteh das ganze Konzept absolut und glaube auch, dass ihr ziemlich genau bestimmen könnt, was durch die Decke gehen wird. Aber das ganze hört sich etwas nach "Kurzfristiger Erfolg mit langfristigen Daten" an. Das hört sich jetzt negativer an, als ich es meine. Könnt ihr eigentlich mit Hilfe der Daten auch "Stammuser" festmachen? Also einen nennen wir es einmal langfristigen Erfolg?

    Für mich sind online Nutzergruppen so Heuschrecken-artig. Wo gerade die Informationsgabe gesättigt wird, da bleiben sie. Aber es gibt doch sicher auch Stammuser, die nicht unbedingt im Forum aktiv sind. Die zahlen zwar keine Mieten und Gehälter, sind aber irgendwie auch für das öffentliche Auftreten da.

    (Mit Transfermarkt.de gabs da ja aktuell ein negativ-Beispiel, die Teile ihres "Stamms" komplett vergrault haben. Gulli-Board damals ja auch)
     
  26. Yeager

    Yeager
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    Ich glaube, dass die Gründe dafür zahlreich sind. An dir liegt's jedenfalls nicht.

    Ich erinnere mich schon fast nicht mehr, wie es im alten Interface war, aber der User-Bereich stach da etwas mehr hervor, war weniger versteckt. Tests mit eigenem Kasten auf der Frontpage (also prämierte) werden ja gelesen. Wie stark im Verhältnis zu Euren Zugpferden, das kann ich natürlich nicht wissen, aber jedenfalls viel, viel eher, als solche, die nur im Userbereich vor sich hin dümpeln. Sie fallen einfach nicht auf. Das ist z.B. solch einer dieser möglichen Gründe.

    Ein weiterer ist das demokratische System:
    Wenn User über den Test des Monats entscheiden, ist die Gefahr da, dass nicht ein gut gemachter oder interessanter Test (möglicherweise auch noch zu einem Nischen-Produkt, was dann ja Sinn machen würde, um die Lücke zu schliessen) gewinnt, sondern schlicht einer, der auf's Massenpublikum und die Verfestigung der bereits gefertigten Meinung zielt, egal ob im Positiven oder Negativen. Da fand ich das alte Verfahren, dass Ihr den Test auswähltet, besser, weil fairer. So läuft man einfach Gefahr jede Menge Arbeit in einen User-Test zu stecken, der dann nicht mal gelesen wird - also genau das Problem, das Ihr selbst auf professioneller und monetärer Ebene habt.

    Ein dritter Punkt dürfte sein, dass nach wie vor Vorlagen für User fehlen, die noch nie einen Test schrieben, das aber durchaus mal ins Auge fassten. Im Laufe der Zeit bekommt man ein Händchen dafür, auch Eure Redakteure sind ja nicht als perfekte Tester schon zur Welt gekommen. Doch gerade am Anfang ist die Einstiegshürde hoch. Der User läuft Gefahr einen Verriss oder eine Lobhudelei von sich zu geben, die er - z.T. eben wegen mangelnder Erfahrung - als "korrekte" Wiederspiegelung seiner Eindrücke ansieht, ebenso seine 0er oder 100er Wertung - und versteht nicht, warum dies dann nicht gelesen wird. Das war früher anders. Nicht besser, nur zahlreicher. Schwierig zu sagen, ob es nur daran liegt.

    Ein vierter Grund mag das Problem selbst sein, das ein schwieriges für alle Medien ist: Berichtet man über Sachen, die Viele interessieren, ist man nicht breit aufgestellt, bekommt ein Mainstream-Only-Image und wirkt nicht mehr einladend für Sonstiges, was eine unheilvolle Spiralwirkung nach sich zieht, einen sich selbst verstärkenden Effekt, der im Extremfall ins Total-Aus führen kann, gerade in Zeiten harter Konkurrenz durch ganz andere Medien- und Informationsformen, wie etwa Steam-User-Reviews, YT-Lets Plays etc. Wie der falsche Ort, die falsche Zielgruppen-Bedienung, aus der Zeit gefallen, auf Massen geschwenkt und dennoch von selbigen immer wieder kritisiert. Ein paradoxes Verhältnis. Umgekehrt wird eine breite Aufstellung dazu führen, dass Tests erscheinen, die sich nicht rechnen. Ich glaube nicht, dass es irgendwen gibt, der für dieses Problem eine echte Lösung hätte, ausser der üblichen Paywall, die das Problem aber auch nicht löst, nur verringert. Immerhin.

    Ein weiterer Grund ist, dass Formate fehlen, die eine stärkere Einbindung der User mit sich bringen. Gemeint sind nicht Kommentare zu gestreamten Vids, sondern z.B. Interviews oder Ähnliches zu einem bestimmten Spiel oder Genre, z.B. in Form des Podcasts per Skype-Konferenz. MWn gab es solche zwar schon, sie wirkten aber nie wie eine feste Größe, sodass der Eindruck des Users als testendes, wertendes Subjekt eine Alibi-Wirkung erzeugt: Es soll wirken, als wäre er wichtig, aber er ist es nicht. Nicht, dass die Intention von euch da eine schlechte wäre, nur kann es so einfach erscheinen aus besagten Gründen.

    Die, entschuldigung, immer noch nur wenig befriedigende Kommentar-Lösung ist auch so ein Fall. Man ärgert sich ja fast schon über viele Leser zu irgendwas, weil es aufgrund der immer noch nicht gelösten technischen Probleme zum Klick-O-Rama in den Comments wird. Da seid ihr wahrscheinlich selbst z.T. von betroffen. Das Ticket dazu ist bestimmt über ein Jahr alt und auch wenn es Wichtigeres gab: Bitte nicht liegen lassen.

    Es gibt sicher noch mehr Gründe.
     
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  27. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    Die meisten unterschätzen sehr, wie schwierig eigentlich das Texte schreiben ist. Ich brauch für einen Text etwa 2-3 Stunden, dazu kommt noch das eigentliche Spiel spielen. Eventuell Screenshots machen und das für eventuell 50 Views (ausser er wird Artikel der Woche, dann geht es in der tat auf 4000 hoch)

    Ein Text muss zudem interessant sein, und nicht nur aus "Und dann macht man das und dann das und dann ist man durch und dann kann man noch das machen und die Grafik ist ok" bestehen.
     
  28. Xiang Handtaschenhuhn

    Xiang
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    Die Redakteure können sehen ob jemand über einen Google Link auf die Seite kommt oder durch einen internen Link. Wer ein Benutzerkonto hat bei dem wird es natürlich eh getrackt.

    Und für die Stammuser gibt es ja GameStar+
     
  29. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    "Langfristiger Erfolg" ist halt Problematisch wenn einem nach 3 Monaten die Kohle ausgeht

    Gamestar+ ist eine langfristige Sache und scheinbar sehr Erfolgreich, wenn ich mir das "Plus" von PCGames angucke :ugly:
     
  30. TheVG

    TheVG
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    Wenn man sich die unterschiedlichen Meinungen zu Gemüte führt, dann findet man auch auf beiden Seiten Argumente, die man kommunizieren kann. Doch ich muss da leider etwas deutlicher werden, wenn etwas nicht mit Zahlen zu fassen ist und was die Entwicklung der Seite über die Jahre angeht. Mir liegt es fern, die Firma zu meinen und weniger Leute Gunsten umzukrempeln, aber es hätte als ergänzende Maßnahme wahrgenommen werden können. Wie gesagt, hätte...

    1. Ich denke, ich bin lange genug dabei, um eine Entwicklung deuten zu können, obwohl ich kein fundiertes Hintergrundwissen aufweisen kann. Ich habe viele Artikel kommentiert, ohne (absichtlich) zu trollen, ich habe Richtungsentscheidungen mitgetragen und gar verteidigt. Andere Dinge konnte ich nicht nachvollziehen und habe sie toleriert. Dass ich jetzt wegen eines verhältnismäßig kleinen Vorschlags patzige Antworten vorgeschmissen bekomme - na ja... ich denke mir meinen Teil, das Fass mach ich jetzt nach diesem Post nicht mehr auf.

    2. Ich habe jahrelang eure Userangebote genutzt und fand es spannend und ergiebig. Es war die beste Möglichkeit, sich im Schreiben zu üben und sich die Mechanik eines Artikelaufbaus anzueignen, ohne überhaupt eine teure Abendschule bezahlen zu müssen. Da wart ihr quasi hierzulande Pioniere darin. Allerdings sind viele Dinge passiert und Entscheidungen getroffen worden, die man als Konsument schlecht einschätzen kann und die zu Ungunsten dieser Nische geführt haben. Ja, es ist ehrenhaft, dass ihr mit dem Userartikel des Monats noch eine Offensive gestartet hattet, die jedoch langsam versandet war. Hierzu muss ich aber auch anmerken, dass sich das Konzept durch die unterschiedliche Userpräsenz und Qualitätsunterschied , aber auch durch verschiedene, unsichtbare Hürden, selbst aufgefressen hatte. Es ist halt schade, miterleben zu müssen, wie diese Möglichkeit der Interaktion auf der Seite wegen Zahlen und Inaktivität aus dem Fokus gerät - vor allem, weil es vorher als fester Bestandteil der Redaktionsarbeit anerkannt und gepusht worden war. Und jetzt erfüllt das nicht mehr die Mindestvoraussetzungen für einen simplen Link in der Newsspalte? Da fragt man sich unweigerlich, was zuerst da war - das Huhn oder das Ei?

    3. Um auf die unternehmerische Ebene zu kommen - jede Übernahme und personelle Umstellung hat auch Änderungen in der Präsentation zur Folge. Das ist wie ein Naturgesetz, und als Benutzer sollte man das anerkennen können oder es bleiben lassen. Das muss man auch nicht mit Zahlendreherei darstellen, das ergibt sich meist im Empfinden der Besucher, die sich entweder wohlfühlen oder eben nicht. In der Magazin- und sonstigen Medienlandschaft seid ihr mittlerweile auch (und das ist allgemein mehrfach belegbar) Teil des Systems neue Medienlandschaft geworden - mit Mutterkonzern, der mehrere Plattformen unter seinem Schirm hat. Hier im Thread ist auch schon das Wörtchen "Heuschrecke" gefallen - ein Kampfbegriff, der so gesehen zu absolut klingt, immerhin sind die Zersetzungssignale bei euch nicht konkret sichtbar (wenn überhaupt vorhanden). Ihr bezeichnet euch als Mainstream, was faktisch richtig ist, aber auch per Definition (siehe Duden) gerne mal abwertend verwendet wird. Wenn euch das bewusst ist, dann ist ja alles gut. Es ist nur so: die Umstellung befremdet zumindest einen Teil der langjährigen Besucher. Die Verschiebung vom naiv-experimentellen Charakter zu einer Komprimierung ins Kalkulierend-pragmatische ist eine unternehmerische Entscheidung, die gerade anderen auf die Füße fällt. Hier macht man sich als User unter Umständen auch Sorgen, dass es zu Lasten der Vielfalt gehen kann. Die Marktorientierung hat mitunter solche Entwicklungen zur Folge, das ist woanders beobachtbar. Wenn ihr das System so mittragt, bin ich nicht der erste, der nach den alten Zeiten schreit, aber auch seine Konsequenzen daraus zieht, wenn wirklich irgendwann der Punkt erreicht ist.

    4. Wenn ich eure Gegenargumente deute, ist das Leben wohl kein Ponyhof. Mag sein, aber ein Leben mit einem kleinen Ponyhof darin ist bedeutend schöner als überhaupt keiner. Diesbezüglich verstehe ich eure Blockadehaltung auch nicht - wenn ihr schon einen Lesertest- und Blogbereich anbietet, dann ist es doch auch zu eurem und unserem Vorteil verwendbar. Wenn Indiespiele nur komprimiert bis gar nicht präsentiert werden (nicht "haufenweise"), und wenn News zu Trailern tatsächlich nur wie bei Serien Pilotfilmstatus inne haben - ist es denn so schlimm, diese Spiele dann trotzdem zu testen oder - noch besser - von Hobbyautoren testen zu lassen? Klar ist das nichts für jeden, der im Geiersturzflugsystem Buchstaben einhackt, und natürlich sind die User keine ausgebildeten Schreiber. Da kann ich die alte Leier mal wieder ins Gedächnis zurückrufen, dass der Bereich früher jeden Dreizeiler-"Test" hat durchgehen lassen. Das habe ich sogar mal satirisch in einem Blog nachgezeichnet. Sorry, aber mit Aussagen wie "nicht annähernd unseren Anspruch eines Testberichtes erfüllen" hat man sich wohl völlig davon verabschiedet, dem Bereich überhaupt noch Beachtung schenken zu wollen, mal eben so die Einstiegshürde deutlich erhöhen und das, was mal funktioniert hat, nun nicht mehr als lauffähig zu erachten. Es hätte, und das sehe wohl nicht nur ich so, euch nur wenig Aufwand bedeutet und unabhängig von Zeiten/Terminen/Zahlen/Statistiken Charme erhalten. Das hat nichts mit großflächiger Imagereinigung zu tun, es hätte nur weiter einen Teil davon weitergeführt, was euch früher mal ausgezeichnet hatte. Und: Kleinvieh macht auch Mist.

    5. Wenn schon Prozentzahlen in den Raum geworfen werden, dann folgendes: 60 % Indie ist per se unrealistisch. Eine einzige News täglich über einen beliebigen Indietitel gegenüber zig Witcher-Anekdoten, CoD-News und RDR-Detail"enthüllungen" das andere Extrem. Dass das Klickzahlen generiert und die Kommentarspalten füllt, muss nicht noch auseinanderdividiert werden, weil das ein Thema für sich ist, das ich hier nicht künstlich aufblähen will. Es ist richtig, dass ihr Indies drin habt, und auch nicht nur ein paar. Jedoch eben in einer Masse präsentiert, oder eben wenn Epic das für lau hergibt dann auch mal gerne exklusiver behandelt.

    6. und letzter Stichpunkt.... es liegt nicht in meiner Absicht, euch zu schulmeistern. Ich will mir auch nicht einbilden, euch in eine Richtung schubsen zu wollen, die weitreichende Konsequenzen nach sich zöge. Es ging im Grunde nur darum, eine Nische, in der ich mich seit mehr als 15 Jahren bewege, wieder mehr aufleben zu lassen. Wenn das nicht mehr möglich ist, dann gut, ziehe ich einen Schlussstrich, auch wenn es sich bei mir so eingebürgert hat - ein bisschen schmerzhaft, aber okay, es wird mich jetzt nicht in eine Sinnkrise stürzen. Wie gesagt, WENN es so sein soll. Doch dazu habe ich noch keine eindeutige Aussage gelesen, nur irgendwas mit "wird nicht mehr so bedient" und "wird eventuell vielleicht mal wieder aufgegriffen, wenn uns der Inhalt passt". Ein paar Worte Tacheles wären da hilfreicher gewesen anstatt es wortlos fallen zu lassen.

    Womit für mich nun alles gesagt ist, andere Punkte möchte ich jetzt nicht nochmal durchkauen müssen.. Schönen Feiertag noch allerseits.
     
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  31. Berserkerkitten Mitarbeiter

    Berserkerkitten
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    Ich sag das hier als Krümel und nicht als Kuchen, aber ob du jetzt Hobbyautoren oder langjährige Schreiber mit Indie-Titeln beschäftigst, bezahlen sollte man sie im Idealfall ja trotzdem. Dann bezahlst du auch noch Leute, die lesen Korrektur, haken bei inhaltlichen Fragen nach, jemand muss es einbuchen ... viele Ressourcen für einen Test, den am Ende keiner liest. Das ist ein Pokerspiel, bei dem dir das Kleinvieh irgendwann die Haare vom Kopf frisst. Tut mir auch weh - hab Trials of Mana durchgespielt und würde total gern drüber schreiben. Und ich persönlich hab absolut nix gegen Hobbyautoren, bin ja selbst "Quereinsteiger". Aber wenn ich mir diverse Kommentare und Beschwerden zum Thema Qualität und Stil anschaue ... hm, ob das so gut ankommt, wenn man jetzt noch auf, sagen wir mal, "ungelernte" Schreiber setzt?

    Worauf ich hinaus will - du kannst m.E. nur eine begrenzte Menge an Tests in einem bestimmten Zeitraum bringen. Um existieren zu können, muss man auf Mainstream setzen. Hätte ich mein eigenes Spielemagazin, würde ich das jährliche CoD und Fifa einfach mal weglassen, verstärkt über Exoten, Indie-Games und Krempel schreiben, für den es bei GS ein Plus-Abo braucht. Vermutlich wäre ich vor der ersten Ausgabe bankrott. :ugly:
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2020
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  32. Heiko Klinge Chefredakteur Mitarbeiter

    Heiko Klinge
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    Redaktion GameStar
    Was Sascha sagt. ;)

    Ich glaube im Übrigen auch, dass die Wahrnehmung hier ein wenig verzerrt ist, weil viele Stamm-User meinem Eindruck nach das Erscheinungsbild der Website mit dem vergleichen, was sie beim Print-Magazin in Erinnerung haben.

    Fakt ist, dass wir so viele Indie-Titel vorstellen und empfehlen wie noch nie in der GameStar-Geschichte. Gab es früher im Heft monatlich einen Artikel, in dem die unseren Meinung nach spannendsten Indie-Spiele des Monats vorgestellt werden? Nope. Auf der Website schon. Allein für den April haben wir 10 Spiele hier prominent vorgestellt.
    Dazu kommen die persönlich geschrieben Kurztests und Spielvorstellungen, allein in den letzten Wochen etwa zu Cloudpunk, The Longing, Gun Jam, We went back, Iratus, Dreamscapers, Builders of Egypt und Endzone. Von den ganzen Podcasts und Plus-Inhalten wie Devplay mal ganz abgesehen.

    Das alles noch wesentlich umfangreicher als früher im Heft, wo Spielvorstellungen noch in den Spiele-News innerhalb von 600-700 Zeichen und Kurztests innerhalb von 850 Zeichen abgehandelt werden mussten.
    Aber natürlich wirkt es anders, wenn im Heft vielleicht 10 von 132 Seiten im weitesten Sinn mit Indiespielen zu tun haben statt auf einer Website vielleicht einer von 25 Inhalten pro Tag, oder auch mal ein paar Tage Ebbe ist und wir uns stattdessen auf ein großes Blockbuster-Thema konzentrieren müssen.

    Ich würde behaupten, dass auf keiner anderen großen deutschen Spiele-Website Indie-Spiele so viel Raum bekommen wie bei uns. Aber wir müssen uns halt Gedanken darüber machen, wie wir Interesse dafür generieren. Denn ja, Berichterstattung über Indie-Spiele ist immer ein Risiko, weil ein Grundinteresse am Thema nicht bereits vorhanden ist, sondern erst geweckt werden muss. Mal ganz abgesehen davon, dass rund 70% unserer Gesamtreichweite bereits über Suchmaschinen kommen. D.h. wenn kein Suchinteresse an einem Thema vorhanden ist, ist das für uns erstmal eine deutlich schwierigere Ausgangssituation als bei einem Witcher, Call of Duty, AC:Valhalla oder einer Liste der besten Echtzeit-Strategiespiele. Deshalb haben wir zum Beispiel auch die Geheimtipps-Liste ins Leben gerufen. Nicht um euch mit einer weiteren Liste zu nerven, sondern um Menschen für Indie-Games zu interessieren, auf die sie allein nie gekommen wären.

    Hart wirtschaftlich gesehen ist das nicht immer sinnvoll. Aber wir haben in der Redaktion tatsächlich sehr viele Fans von Indie-Spielen, weshalb wir wirklich nahezu jeden Tag darüber diskutieren, ob und wie wir was zu einem neuen Indie-Spiel machen können.
     
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  33. Yeager

    Yeager
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    Dazu mal ein Vorschlag:

    Wie wäre es denn, wenn von Zeit zu Zeit ein bestimmtes Genre ins Visier genommen würde, bei dem auch weniger bekannte Titel eine Erwähnung fänden? Also keine Top-Ten, sondern ein Panorama-Blick über die urbane Kosmopole mit Schielen auf die Dorf-Peripherie :-).

    (Das jetzt nicht als Vorwurf missverstehen, ich habe eh seit Jahren den Eindruck, dass ihr da feinfühlig geworden seid - was auf ewige Kritik seitens der User zurück geht, viel davon auch zu Unrecht, was also verständlich ist. Nur traut man sich da als User manchmal nix mehr zu sagen oder vorzuschlagen, weil es gleich abgeschmettert wird mit "HABEN WIR DOCH!!!111" :D. Alles, was hier läuft, interpretiere ich eh als Kritik auf hohen Niveau, weil ich kein GameMag in DE kenne, das mir mehr Spaß macht zu lesen, als euch. Gut, die WASD liefert von Zeit zu Zeit interessante Perspektiven und 4Players kann manchmal nett polarisieren. Aber en gros betrachtet muss man sich keine Sorgen über GS machen. Das also nur am Rande.)

    Ich mag es überrascht zu werden, mal etwas Neues zu erfahren, mal etwas zu finden, von dem ich nix mitkriegte. Ganz ehrlich, ob das jetzt Indie ist oder was anderes, interessiert mich eigentlich nicht. Auch nicht alle Non-Indies waren immer präsent. Ich glaube nicht, dass ich da eine Ausnahme bin. Interesse gibt es in meinen Augen in zwei Formen:

    1. Einer schon vorhandenen, sehr konkreten, die man bedienen kann (Zusatz-Infos, Anekdoten, News, Guides, Interviews, ...) und
    2. Einer grundsätzlichen, nicht konkreten, nur auf einen bestimmten Geschmack gerichteten.

    Klar, bei 1. anzusetzen ist einfacher und direkter, damit erfolgsversprechender. Aber 2. erzeugt eine völlig andere Perspektive. Einen Grund Eure Seite immer mal wieder zu besuchen, denn die zweite Form ist ja ne Überraschungstüte, man weiß nie, was drin sein wird :). Da könnt ihr eine wesentliche Stärke von euch ausspielen, die Steam oder YT nur bedingt liefern kann - weil man ja schon wissen muss, wonach man eigentlich sucht, um es finden zu können.

    Eine Liste mit relativ unbekannten Strategiespielen, die eines gemeinsam haben - was auch immer das ist. Eine Liste mit Shootern oder RPGs eines ganz bestimmten Szenarios. Eine Liste mit Games, bei denen Level-Ups besonders viel Spaß machen. Eine mit Games, die völlig verrückt sind. Hier mal ein Interview-Video oder Artikel von und mit Alexander Beck, wenn er begeistert über Hardcore-Strategiespiele spricht, die viele mit der Kneifzange nicht anfassen würden. Dort mal ein Sascha Penzhorn, der einen Ausblick über urige RPGs liefert, die ihm auf den Sack fallen, da mal irgendwer, der irgendwas in einen größeren Kontext stellt.

    Ja, habt ihr schon, gabs immer wieder, I know :). Gerne mehr davon!

    Daher verstand ich das Thread-Thema auch nicht.
    In meinen Augen gibt's nämlich eher zu wenig Listen, als zu viele.
     
  34. Spectre_II

    Spectre_II
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    Einwas muss halt bei all den tollen Vorschlägen die hier getätigt werden klar sein. Wir sind nur eine handvoll. ;)
     
  35. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    Die Frage ist natürlich, bringen diese "Kurzvorstellungen" irgendwas?

    Ich kann mich noch an die Zeit erinnern als Gamestar "Kurztests" hatte, diese 10 Zeilen brachte im Grunde nix, da hab ich fast Spiele verpasst ...
     
  36. Yeager

    Yeager
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    Meinst du meinen Vorschlag?
    Ich bin schon der Meinung, dass es was bringt. Das eigentliche Problem ist ja oft nicht, dass ein Test zu hoch oder zu tief bewertet wird oder wichtige Infos drin fehlen. Das eigentliche Problem ist, dass man Vieles gar nicht auf dem Schirm hat.

    Es ist nicht mehr 1995, als man einfach einen Abstecher in den Laden an der Ecke machte und sich Schachteln im Regal anguckte, wo "NEU" drüber stand. Der Markt ist heute intransparent geworden, selbst für Leute, die sich damit vermehrt beschäftigen.

    Für jemanden jedoch, der das nicht oder nur sporadisch tut, ist es oft eine BlackBox - mit Tendenz zur Verschlimmerung. Denn auch früher gab es so manche gute Titel, die z.B. bei GOG rennoviert werden und wieder lauffähig sind, die vlt. den einen oder anderen interessieren würden. Nur kriegen die Leute es nicht mit. Dieser Effekt nimmt naturgemäß im Laufe der Zeit zu. Ich habe schon die ersten Stimmen gelesen, die nachfragen, was denn eigentlich Mass Effect sei - und das ist ja nun kein Indie-Titel nischiger Art, der 100 Jahre auf dem Buckel hat.

    Auch in der Wahrnehmung von Nicht-Zockern hat das Einfluss. Letztens bin ich mit dem Hund raus, hab unterwegs ne Nachbarin getroffen (ja, Abstand eingehalten) und sie fragte mich, was ich in der Freizeit in der Corona-Krise mache. Ich: "Lieblings-Hobby, Compi zocken." Sie: "Ah, so wie mein Sohn? Fortnite? Interessant, ich dachte das zocken nur Kids." Ich: "Ich kenne kein Fortnite." Sie: "Echt nicht?" Ich: "Doch. Aber ich will es nicht kennen." Sie: "Und was gibt es da sonst noch so?" Ich: "Uff, keine Ahnung, wo ich anfangen soll. Kürzeste Antwort: Alles. Unzähliges. Höchst Verschiedenes."

    Von wegen "Spiele sind mitten in der Gesellschaft angekommen" und so. Nix. :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2020
  37. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    Der Effekt stellt sich eh nie ein, im Gegenteil. Eltern sind immer noch so verloren wie damals.

    Es gab ja früher immer so seitenweise Kurztest mit 800 Zeichen pro test, oder waren es 400? Jedenfalls reichte das kaum für auch nur eine Grundlegende Beschreibung. Problem ist. Je mehr Text desto mehr "Geld" kostet so ein Artikel. Ich find das schwierig abzuwägen. Über alle Spiele berichten wird einfach nicht funktionieren.
     
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  38. Lurtz lost

    Lurtz
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    Was soll das Gespräch aussagen? Filme sind definitiv in der Mitte der Gesellschaft angekommen und dennoch wird ein Transformers-Fan nur verständnislos gucken wenn du mit Parasite um die Ecke kommst.
     
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  39. Yeager

    Yeager
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    Richtig, aber als jemand der Filme guckt wirst du heute nicht komisch angeguckt. Als Zocker > 40 J. kann dir das aber sehr wohl passieren. DAS soll es aussagen. :)
     
  40. TheVG

    TheVG
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    Gutes Stichwort: Trials of Mana. Oder The Shattering. Weil gerade aktuell. Jetzt mal ausgeklammert, ob Leute Tests nicht mehr lesen würden, da kann ich nur für mich sprechen, dass ich sie lese. Andere Seiten haben diese Spiele getestet und ich frage mich deshalb, warum nicht auch hier? Es ist deutlich geworden, dass die Spiele bei der Konkurrenz nicht unbeachtet geblieben sind. Das habe ich zwar im Zuge dieser Diskussion erst gestern festgestellt, ist aber auch stellvertretend dafür, dass hier quasi die Straffung von Inhalten meine Surfgewohnheiten durchkreuzt hat. Nur wenn die Kuh GS auf derart dünnem Eis unterwegs ist, dann stimmt ja schon gefühlt im System was nicht (!?). Ich habe wohl nur die Situation etwas unterschätzt, wenn man wegen etwaiger Kleinigkeiten schon so schnell triggern kann.

    Beim Thema Qualität und Stil wäre ich so dreist, auf die meisten Kommentare eigentlich einen feuchten Dreck zu geben, gerade ihr ausgebildeten oder offiziellen Schreiber*innen. Das "Problem" sehe ich eher irgendwo zwischen Anspruch, Angebot und die Art der Reaktion und Nicht-Reaktion seitens beider Lager. Ihr habt euch entschieden, die breite Masse zu bedienen, was dem Standing als die Nummer 1 im Spielemagazinemarkt zuzuordnen ist. Das habe ich auch nie kritisiert. Nur als die Nummer 1 wird man eben auch von vielen abgewatscht, geshitstormt und was weiß ich was. Da sind inzwischen auch wieder Kontroversen hochgekocht, die teils völlig unbegründet sind, aber auch wiederspiegeln, wie unterschiedlich Journalismus im subjektiven Empfinden gesehen wird. Ich sehe es nur so, dass gerade jüngst die Freelancer (auch du) durch die Decke gehen. Den Leuten gefällt es augenscheinlich, wie nassforsch ihr schreibt, und es befremdet, dass dieses Freelancing-System überhaupt nötig ist, frischen Wind reinzublasen.

    Ich kann mich noch erinnern, dass wir in der Lesertestsektion uns gegenseitig bewertet hatten, als die GS uns da hat machen lassen, ohne Einfluss zu nehmen. Da waren es auch viel mehr an Usern, die die Funktion genutzt hatten, aber da hat sich schnell die Spreu vom Weizen getrennt. Als die Admins sich dazwischen geschaltet hatten, wurde es schlagartig besser, so wird bis heute mit verfahren - gut so. Ach ja, und das leidige Thema Geld. Auch hier kann ich nur für mich sprechen. Ganz ehrlich, ich hätte euch den Inhalt sogar für lau überlassen. Der GOG-Gutschein war ja eine nette Sache, aber ich habe das eher als Ehrenamt verstanden, wenn überhaupt. Ob ich jetzt stilistisch sicher unterwegs bin, wage ich mal zu bezweifeln, aber ich schreibe meine Blogs und Tests auch nicht in einem Zug herunter. Ich bin ja auch berufstätig und erübrige hier und da mal etwas Zeit für ein, zwei Abschnitte. Da gehen auch mal Wochen ins Land, zumindest bei Themen, die zeitlich und wegen Aktualität nicht relevant sind. Also wäre es vermessen, Geld dafür zu verlangen. Es ist unter dem Strich nur ein Angebot, kann man annehmen oder es bleiben lassen, so einfach sehe ich das.
     
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