Mausreview: Razer Basilisk

Dieses Thema im Forum "Hardwareforum" wurde erstellt von captain_drink, 24. Februar 2018.

  1. captain_drink

    captain_drink
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    Beiträge:
    7.430
    Die Logitech G502 ist die aktuell am besten verkaufte Maus für 'Gamer' am Markt. Dementsprechend überrascht es nicht, dass Razer mit der Basilisk einen hinsichtlich der Form sehr ähnlichen Konkurrenten veröffentlicht hat. Insgesamt macht die Basilisk auch einiges besser als die G502. Aber zuerst zu den technischen Einzelheiten:

    In der Basilisk kommt der 3389-Sensor zum Einsatz, welcher eine für Razer angepasste Variante des 3360 (dem aktuell besten Sensor am Markt) ist. Der 3389 geht hoch bis 16.000 CPI, was allerdings auch deshalb nutzlos ist, da bereits ab 1900 CPI 32 Frames Smoothing (~5.2 ms Sensor Lag) angewendet werden, was bis zum Maximum von 16.000 zwei Mal verdoppelt wird. Ansonsten gibt es keine Unterschiede zum 3360.

    Das Gewicht der Basilisk beträgt ca. 107g, was im Vergleich zur G502 einen Vorteil von ca. 20g bedeutet. Wenngleich das Gewicht für die meisten i.O. sein wird, würde ich mir eher ein Gewicht <100g wünschen. Des Weiteren zeichnet sich die Basilisk durch zwei Besonderheiten aus: Der Widerstand des Mausrads lässt sich über ein Rädchen an der Unterseite stufenlos einstellen (von keinen bis starken Widerstand). Die Nützlichkeit dieses Features ist insofern fraglich, als dass man für gewöhnlich den Widerstand einmal einstellt und dann nie wieder. Zudem lässt sich der 'sniper button' durch eine kürzere Variante ersetzen oder gleich ganz abmontieren. Ich habe Letzteres getan. Beide Features sind m.E. eher überflüssig und als Gimmicks einzustufen, zumal ohne diese die Maus vermutlich 10g leichter wäre.

    Verarbeitungs-Fertigungsqualität:
    In der Vergangenheit wurden Razer-Mäuse oftmals für mäßige Materialien und eine Verarbeitung, die zu wünschen übrig ließ, geschmäht. Die Basilisk ist allerdings eine rundum solide verarbeitete und relativ hochwertig scheinende Maus. Die Klicks von M1/M2 sind vom Körper getrennt, leicht und taktil; die Seitentasten gut platziert und mit einem angenehmen Druckpunkt versehen und das Mausrad (wie beschrieben) entweder sehr leicht- oder schwergängig. Wer häufiger die aktuellen CPI ändern möchte, wird sich über die beiden entsprechenden Umschalter (+/-) freuen. Die Beschichtung ist besonders gelungen, da sie zum einen guten 'grip' ermöglicht als auch Schmutz und Schweiß nicht besonders anzieht. An den Seiten kommt eine Plastiktextur zum Einsatz, die ebenfalls guten 'grip' bietet, aber in kürzester Zeit schmutzig wird und äußerst schwierig sauber zu bekommen ist. Als sehr gut darf auch das textilummantelte Kabel gelten, welches fast so flexibel wie ein besseres gummiummanteltes Kabel ist. Die Mausfüße gleiten gut, die Einkerbungen ziehen Staub und Dreck allerdings geradezu magnetisch an, so dass man regelmäßig zur Reinigung schreiten muss.

    Praxiseinsatz:
    Die Form orientiert sich wie gesagt an der G502, allerdings mit einigen kleineren Modifikationen. Die Basilisk ist insgesamt kleiner und aufgrund des abmontierbaren 'sniper button' flexibler zu greifen. Da die Oberseite nur leicht gewölbt (ohne aggressiven 'hump') ist, kann man eigentlich jeden beliebigen Griff anwenden. Leidiglich die Daumenablage forciert die Hand in eine bestimmte Position. Insgesamt ist die Form allerdings die große Stärke der Basilisk und faktisch ohne größeren Tadel. Dementsprechend hatte ich mit dem Aiming auch keinerlei Probleme.

    Noch ein Wort zur Software: Die Basilisk funktioniert ausschließlich mit Synpase 3, welches man neben dem üblichen Synpase 2 laufen lassen müsste, sofern man andere Razer-Produkte verwendet. Zudem ist Synapse 3 ebenso langsam, ressourcenhungrig und registrierungspflichtig wie Synapse 2. Gottlob verfügt die Basilisk allerdings über einen internen Speicher, auf dem sich CPI-Stufen, polling rate, Tastenbelegungen und die Beleuchtungskonfiguration speichern lassen. Lediglich die Profileinstellungen funktionierten bei mir nicht (die Basilisk hat dafür einen Knopf an der Unterseite). So oder so kann man die Software einmal installieren, seine Settings vornehmen und sie dann deinstallieren, ohne sie jemals wieder berühren zu müssen. Im Auslieferungszustand kommt die Basilisk übrigens mit 500Hz polling rate und zu hohen (>1900) CPI-Stufen.

    Fazit:
    Die Basilisk ist eine sehr gute Maus, deren Form vielen passen dürfte. Ich persönlich hätte gerne auf den sniper button und das einstellbare Mausrad verzichtet und dafür ein Gewicht <100g bekommen, aber das ist letztlich eine subjektive Präferenz.
     
    Lurtz und BLUTSUCHT gefällt das.
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