Podcast: Um War Mongrels zu verstehen, müsst ihr wissen, wer dahintersteckt

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 19. Oktober 2021.

  1. Yeager

    Yeager
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    Gefühlter Nachholbedarf, ungedämpftes, wenig reflektiertes Nationalempfinden (weil sich die historische Belastung als Täter nicht so, wie z.B. in Deutschland stellte), das wie so oft in Hybris mündet, gepaart mit religiösen Absolutismus und historisch weit und lange verbreiteten Antisemitismus und Antiislamismus - das dürften in meinen Augen die Hauptgründe dafür sein. Zumindest nahm ich es immer so wahr in meinem Heimatland.

    Ich denke, es wird vielen Deutschen (und teilweise auch Österreichern) nicht bewusst, aber den tatsächlichen Exzeptionalismus findet man in meinen Augen genau hier - und zwar genau aus dem Grund der dunkelsten Kapitel der Geschichte. Sie waren und sind so belastend, so verstörend und so überwältigend, dass sie diesen, oben genannten Effekte zumindest in vielen Fällen einen Riegel davor schoben. Während sich viele meiner Landsleute im (verletzten) Stolz ereiferten, Phänomene wie man sie auch in den USA oder Russland findet, statt fanden, hat sich die Bindung und Assoziation des deutschen Otto Normalos verändert. Er steht tendenziell nicht mehr mit einer unreflektierten Hurra-Haltung für seine Nation da - oder generell dem Nationalismus, denkt tendenziell über den Tellerrand Identitäts-schaffender aber auch verklärender Mechanismen territorialer und historischer Art hinaus oder hält diese zumindest in Teilen für irrelevant oder nicht so relevant, wie im Vergleich Leute anderer Länder. Kurz: der Deutsche akzeptierte sein "Deutschsein", weiss gleichzeitig aber nicht so genau, was das eigentlich ist und geht eher pragmatisch damit um.

    Natürlich ist das nur meine subjektive Sichtweise, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung stand halten wird. Es ist eben mein pauschaler Eindruck, den ich in den letzten Jahrzehnten hier gewonnen habe, obschon es gegenläufige Tendenzen schon immer gab und heute leider immer noch gibt. Das ist mWn tatsächlich ziemlich einmalig auf der Welt (es sei denn @Hjalfnar_Feuerwolf als Historiker weiss da mehr als ich, wäre interessant zu erfahren) - und wie ich finde, auch sehr wertvoll. Denn wohin Nationalismen hinführen, sahen und sehen wir immer wieder. Sicherlich ist DE nicht davor vollends geschützt, hat aber eine gänzlich andere Ausgangslage als so ziemlich jedes andere Land der Welt. Das sollte man als Chance begreifen, auch wenn der Preis dafür exorbitant zu hoch war und er von Millionen Menschen bezahlt werden musste. Es ist auch selbst nicht als verklärender Nationalismus zu sehen sondern als Denk-Mal im Wortsinne, um als Mensch begreifen zu können, dass Kollektivismen und statuierende Konstrukte (wie Nationen) gleich welcher Form niemals das eigene Denken ersetzen sollten.
     
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  2. Mary Marx Lead Community Management Mitarbeiter

    Mary Marx
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    So fangen wir hier gar nicht erst an. Für's Forum ist das er Abflug.
     
  3. Harry an der Leine

    Harry an der Leine
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    Ja, aber geht es nicht darum, welche Haltung/Meinung/Einstellung im bzw. durch das Spiel mglw. zum Ausdruck kommt? Und da macht es imho einen gewaltigen Unterschied, ob man Flüchtlinge abwehrt oder diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass es Flüchtlinge gibt.
     
  4. Reddok Kommentar-Moderator

    Reddok
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    Ich habe lange darüber nachgedacht und ne Nacht drüber geschlafen. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, mich kontra zum Podcast zu positionieren. Hab ich keine Tassen mehr im Schrank? Vermutlich.
    Das heißt nicht, dass ich die Entwickler, oder ihre Einstellung gutheiße.

    "If you look for the light, you may find it. But if you look for darkness, that is all you will ever see." - Onkel Iroh

    Ich bin in einer scheinbar relativ einzigartigen Position. Ich bin nicht rechts, habe nichts gegen Flüchtlinge (ich habe sie bis zu Letzt "verteidigt") Corona-Beschränkungen oder Genderkram. Für die meisten in meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis gilt das nicht. Wenn doch, verstecken die das ziemlich gut. Die hauen manchmal Sachen raus, da will ich mir mit der flachen Hand eine Delle in die Stirn schlagen. Das ding ist aber: Sind die deswegen Nazis? Nein. Ziehen die deswegen los, um einen Flüchtling niederzustechen, oder ein Flüchtlingsheim niederzubrennen? Nein. Ich bin mir sogar sehr sicher, das die meisten von ihnen nicht mal die AFD wählen. Aber es würde mich nicht wundern, wenn sie einige ihrer Ansichten in die "Sozialen Medien" tragen.

    Genau so kann man sagen, das nicht jeder, der eine Feministin kritisiert, ein Frauenfeind ist, der alle Frauen an die Küche ketten will. Auch Feministen kritisieren Feministen. Der Sex-negative Feminismus, der gerade in ist, ist ziemlich ungesund, nebenbei bemerkt. Um auch ein Beispiel von der anderen Seite zu bringen: Nicht jeder Linke zündet Autos an, oder wirft Steine auf Polizisten. Der ein oder andere wird vielleicht nur von der angeheizten Stimmung mitgerissen.

    Ich stelle jetzt also die These auf, dass nicht die politische Einstellung das Problem ist, sondern wie weit man geht um seine Ideale durchzusetzten. Ist der Kreuzzug gegen Rechts berechtigt? Möglicherweise schon. Ich bezweifle aber, dass es wirklich was bringt; denke eher, es hält den Status quo aufrecht. Es bekämpft die Symptome, nicht die Ursache. Diese "Give them no quarter!" Einstellung sorgt nur dafür, dass sich alle beteiligten nur tiefere Schützengräben graben.

    Ich mache jetzt einen auf Ember (Pathfinder 2). Wer nicht weiß wovon ich rede: Ember gibt jedem eine zweite Chance. Das gilt für Verbrecher und Kultisten, als auch Dämonen und Dämonenlords. Ich denke, damit die Gesellschaft weiterkommt, muss man sich daran ein Beispiel nehmen. Anstelle mit dem Finger auf Leute zu zeigen und diese zu beschuldigen, sollte man Verständnis zeigen. Auch wenn sie es scheinbar nicht verdienen. Nennt mich naiv, wenn ihr wollt. Aber ich denke das Maximum, was erreicht werden könnte, ist, dass man sich mit gegenseitigem Respekt und Verständnis behandelt, auch wenn man gegensätzliche Ansichten hat. Und ja, das ist ziemlich utopisch. Die rechte Ideologie komplett "auszurotten", halte ich aber für unmöglich.
     
  5. Joss Filousoph

    Joss
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    Ich sehe die deutsche Geschichte und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, den Verbrechen und der Schuld auch als ein prägendes Element deutscher Identität. Von daher kann man das auch als eine bestimmte Form des Exzeptionialismus bezeichnen, auch wenn dem in weiten Teilen der Bevölkerung nach 1945 eher eine "Unfähigkeit zu trauern" entsprach und die tiefe Auseinandersetzung eine staatliche und akdemische blieb. Auch der von Habermas auf dieses Geschichtsverständnis und Verantwortungsdenken abgestellte Begriff des Verfassungspatriotismus hat sich ja nie tiefer verankern können. Von einem idealen Standpunkt aus würde ich dir aber zustimmen, persönlich bin ich diesem Denken auch sehr zugeneigt. Ich bin ja in meinen Kreisen oft der einzige Biodeutsche und hatte gerade erst letzte Woche eine Unterhaltung über die Frage von Identitäten in so einer geselligen Runde. Da war mein Beitrag, dass ich selbst nur sehr vermittelt und gebrochen mit Deutschland identifizieren kann, meine Herzensheimat ist das Mittelmeer und die Mittelmeerländer. Ich identifiziere mich also mehr mit einer Region als mit einer Nation oder Nationalkultur. Aber auch das habe ich durchaus auch der Auseinandersetzung mit meiner Geburtsheimat, ihrer Geschichte und den darin verübten Verbrechen zu verdanken. Während mein Vater als Heimatvertriebener das nie so hätte betrachten können, weil für ihn die Heimat immer mit Verlustempfinden und Vertreibung besetzt, eine klaffende Wunde war. Darauf aufbauend war Deutschland als Nation bei ihm immer als etwas besetzt, das man verteidigen muss und immer dafür bereit sein muss. Ich war übrigens noch nie in Polen, hatte aber lange eine polnische Freundin (Musikstudentin) und heute eine polnische Kollegin. Eher Leute, die der PiS nicht nahestehen.

    Inzwischen habe ich den Podcast auch gehört und er hat mir sehr gut gefallen. Es kommt mir die letzten 2-3 Jahre so vor, als könne man dem Medium Computerspiele beim Erwachsenwerden zuschauen, dass wir heute solche Themen hinsichtlich von Spielen und Produzenten diskutieren. Großartig, dass es solche Arbeitsgruppen und Initiativen wie »Keinen Pixel den Faschisten« gibt, die diese Themen kritisch reflektiert beackern, Spiele und Produktionszusammenhänge aus der wissenschaftlichen Perspektive heraus ausleuchten. Das ist Expertise die dem Medium lange gefehlt hat. Am liebsten hätte ich zu jedem der angesprochenen Spiele einen eigenen Podcast gehört. Das Studio Destructive Creations liefert so viel Angriffsfläche, dass die eigentlichen Inhalte und diesbezüglichen Argumentationslinien immer etwas dünn gezogen blieben. Mit dem dahinterstehenden Dossier werden sich die wenigsten beschäftigen. Deinem Lob für den Podcast kann ich mich dennoch vorbehaltlos anschließen. Gamer werden durch solche Formate mehr und mehr aus ihrer Komfortzone "ich will doch nur spielen" vertrieben, wenn man sich und seinen Konsum kritisch zu hinterfragen genötigt wird. Auf wen baller ich da eigentlich? Was verteidige ich da gerade? Festung Europa? Ist das verteidigenswert? Mit welchen Mitteln? Um welchen Preis? Alles Fragen, die man aus anderen Diskursen seit Jahrzehnten kennt, nicht aber aus dem Bereich der Computerspiele. Daher kommen meiner Ansicht nach auch die Widerstände.
     
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  6. meieiro

    meieiro
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    Man will keine historisch akkurate Spiele haben. Man will Spiele haben, die sich so anfühlen als wären sie historisch akkurat. Und dass das Bild, dass in den Medien vom Mittelalter gezeigt wird, nicht mehr dem aktuellen Stand der Forschung entspricht, wurde im Podcast ja von einer Historikerin aufgezeigt.
    Also ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Die die immer noch an dem veralteten Mittelalterbild festhalten, verbiegen sich um ihre Argumente mit angeblicher historischer Akkuratesse zu untermauern.
    Beispiel Kingdom Come : Deliverance. Wo der Chefentwickler das Fehlen von nicht weißen Personen in seinem Spiel, damit begründet, dass es die zu der Zeit einfach nicht gab. Die historischen Gegenbeweise akzeptiert er nicht, weil er sich besser auskennt, da er ja in der Region geboren und aufgewachsen ist.
    Wichtig, weil das bestimmt kommt. Das Problem ist nicht, dass solche Menschen nicht in Kingdom Come vorkommen, sondern dass das Fehlen mit angeblichen Fakten belegt wird, die wissenschaftlich nicht mehr haltbar sind.

    Genauso verhält sich das auch mit Medieval Dynasty. Ich habe das nur kurz angespielt, aber das ist keine historisch akkurate Darstellung des Lebens im Mittelalter. Da werden jede Menge Abstriche gemacht, weil sonst das Spiel wahrscheinlich einfach keinen Spaß machen würde.
    Das Rollenbild in dem Spiel kenne ich jetzt nicht im Detail, aber was ich so mitbekommen habe, entspricht das anscheinend dem veralteten Mittelalterbild auf das im Podcast hingewiesen wurde. Der Streamer Copeylius(und Historiker) hat das gestern in seinem Stream, während er Medieval Dynasty gespielt hat, auch etwas ausgeführt, dass die Rolle der Frau viel differenzierter war als oft dargestellt wird.
    Dass heißt jetzt nicht, dass die Frauen den Männer gleichgestellt waren(wurde auch im Podcast gesagt), aber auch nicht so wie in Medieval Dynasty.

    Auf alle Fälle immer wieder interessant zu beobachten, dass historische Akkuratesse oft dann gefordert wird, wenn es um die Rolle der Frau geht
     
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  7. FurorTeutonicus

    FurorTeutonicus
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    Anstatt dass Frau Brandenburg hier im Forum den Dialog sucht, amüsiert man sich dann doch lieber auf Twitter in der eigenen Blase über den Beitrag bzw. Kommentar.

    (Kontext: Seite 1 Kommentar 19)

    twitter.com/hekabeohnename/status/1450442402867593217

    twitter.com/hekabeohnename/status/1450441214399033346

    Aber hey, so habe ich es immerhin das erste mal auf Twitter geschafft.
     
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  8. Raveeen Der mit der Minigun tanzt

    Raveeen
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    Ernsthaft Mary? Wurde der Beitrag nachträglich noch gekürzt oder ging es dabei wirklich nur um das Wort „linksextrem“ oder den Vergleich zwischen links und rechts?

    Man kann überall unterschiedlicher Auffassung sein aber ich empfinde diese Reaktion extrem befremdlich.
     
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  9. Atomix444

    Atomix444
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    Naja schade, dass sie die Möglichkeit außer Acht lässt, sachlich sich mit der hier geäußerten Kritik auseinander zu setzen, aber wer weiß, vielleicht macht sie das ja doch noch.

    Die Art, wie sie auf deinen Beitrag reagiert, finde ich auch seltsam, auch wenn ich selber nichts gegen Gendern habe. Ich meine sie unterstellt dir Mysogonie, nur weil du das ablehnst. Damit erweckt sie doch erst Recht den Eindruck, nicht objektiv zu sein.
     
  10. mikkyD

    mikkyD
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    Schlimm, wenn man für sowas gesperrt wird.
    Letztendlich ist es so, dass es immer wieder erstaunlich ist, wie ähnlich sich die Rechten und Linken Ränder am Ende des Tages sind.
     
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  11. Mary Marx Lead Community Management Mitarbeiter

    Mary Marx
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    Moderation

    So Freunde: Letzte Warnung, bevor Sanktionen oder Threadsperre folgen

    1. Es wird nicht über Moderationsentscheidungen diskutiert. Der oder die Betroffene kann sich an mich oder an meinem Vorgesetzten wenden. Der Rest hat damit nichts zu tun.

    2. Es werden hier keine Unterstellungen verbreitet und nicht über Dritte hergezogen. Erst recht nicht, wenn diese in der Diskussion nicht anwesend sind.
     
  12. Bluesmaker

    Bluesmaker
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    Mir ist nicht ganz klar, was genau das bedeuten soll? Findest du, dass der Podcast nicht hätte gemacht werden sollen? Dass die Diskussion im Allgemeinen oder speziell in Spielemagazinen nicht geführt werden sollte? Dass es im Podcast oder in der allgemeinen Diskussion Mängel oder Vorverurteilungen gibt? Dass die Entwickler nicht rechts sind oder die vorgetragenen Argumente keinen abschließenden Beweis liefern? Dass man Spiele, bzw. Werke jeder Art unabhängig vom Künstler/Erschaffer beurteilen sollte?

    Ich denke, erst einmal sollte man immer im Hinterkopf haben, dass die allgemeine Aufmerksamkeitsökonomie (auch durch Medien) dazu führt, dass die schrillsten, schrägsten und auch radikalsten Stimmen am meisten Aufmerksamkeit bekommen. Auch wenn die mediale Berichterstattung und insbesondere wüst geführte Diskussionen im Internet bisweilen diesen Eindruck vermitteln, ist es meiner Einschätzung nach weder so, dass jeder, der irgendwas gegen die Flüchtlingspolitik, Feminismus, Gendern, Rassismusdefinitionen usw. äußert, als Nazi dargestellt und ausgegrenzt wird. Umgekehrt sind auch nicht alle, die sich für die genannten Aspekte einsetzen, Leute, die anderen ihre Sprech- und Denkweise aufzwingen wollen und jeden einen Nazi nennen, der ihnen nicht folgt. Und genau hier beginnt meiner Meinung nach ein Problem, wegen dem ich denke, dass solche Diskussionen, wie im Podcast, geführt werden sollten.

    Denn das, was wir jetzt in öffentlichen Diskussionen erleben, wie die aufgeheizte Stimmung, das Poltern und gezielte Verstoßen gegen die Etiketten der Diskussionskultur, die Grabenkämpfe, die den Eindruck erzeugen, es gäbe nur zwei Seiten ohne jegliche Zwischentöne, denen man sich anschließen kann/muss, wird von der Neuen Rechten sehr gezielt forciert. Und das nicht erst seit der sogenannten Flüchtlingskrise oder seit der Gründung der AfD, sondern seit mindestens seit 2007, vermutlich sogar länger. Hierbei kann und muss man natürlich fragen, in wie weit Vertreter politischer Gegenrichtungen diese Lagerbildung durch ihr energisches Auftreten begünstigen haben oder auch, ob die Neue Rechte sich diese Empörungs- und Dramatisierungsstrategie anderswo abgeschaut hat. Doch klar ist, dass die Neue Rechte viele Mittel (darunter auch verschiedene Formen von Medien) genutzt hat, um zwei Dinge in der öffentlichen Debatte zu etablieren: Bestimmte rechte Narrative, wie verschiedene Varianten der "Umvolkung", also Einwanderer (vorwiegend Muslime), die Europa überfluten. Ebenso bemüht sich die Neue Rechte, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben - also Akzeptanz für gesellschaftlich abgelehnte Positionen zu schaffen.
    In dieses Narrativ der "muslimischen Flut" werden auch Flüchtlinge gezwängt und natürlich Terroristen, die angeblich in hoher Zahl mit den Flüchtlingen nach Europa kommen. Wenn man als Entwickler ein Spiel kreiert, in dem der IS ganz Norafrika beherrscht (anschaulich auf einer rot gefärbten Landkarte dargestellt, mit Pfeilen, die zumindest teilweise auf realen Flüchtlingsrouten nach Europa deuten) und in dem der IS dann in Schlaubooten wie eine Flut (also in riesiger Anzahl) über Europa einbricht, bedienen man auch ein rechtes Narrativ und erweitert als eine Art Vorreiter auch die Grenzen dessen, was sonst üblicherweise im Medium Computerspiel dargestellt wird. Das führt wiederum dazu, dass unpolitische, unreflektierte, unsensible oder ungebildete Leute dieses Narrativ für normal und legitim halten, es ihrerseits öffentlich reproduzieren, dafür kritisiert oder gar als Nazi bezeichnet werden und sich dann sogleich auch Leute finden, die sich darüber aufregen, dass man gar nichts mehr sagen darf, weil man sonst ja als Nazi bezeichnet wird. Quasi ein mediales Perpetuum mobile, das - egal wie man zu einzelnen Themen nun auch stehen mag - erst einmal jenen politischen Kräfte in die Hände spielt, deren Strategie darin besteht, die Gesellschaft zu spalten und die Demokratie zu destabilisieren.

    Nun könnte man unter anderen Umständen sicherlich noch diskutieren, ob die Entwickler einfach nur unbedacht ein Spiel mit fragwürdiger Botschaft kreiert haben, aber wenn gleich mehrere Spiele gezielt Grenzen überschreiten und rechte Narrative bedienen, muss dies von Medien benannt und öffentlich diskutiert werden und wenn Teile des Teams auch noch eine Nähe zu rechten Kreisen pflegen umso mehr. Wenn ich mich recht erinnere, bemüht sich der Podcast darum, den Begriif rechts zu definieren, bzw. zwischen rechts, rechtsradikal und rechtsextremistisch zu unterscheiden, weshalb mir deine Positionierung gegen Podcast, in Kombination mit der Anmerkung, dass Teile deines Bekanntenkreises keine Nazis sind und auch keine Gewalt gegen Flüchtlinge ausüben, nicht so recht einleuchtet. Denn als Nazi wurden die Entwickler meiner Erinnerung nach nicht bezeichnet und auch kein direkter Zusammenhang zwischen deren Spielem und realen Gewalttaten hergestellt. Was natürlich dennoch diskutiert werden muss, ist, welchen Einfluss solche Narrative auf Gamer und Gesellschaft haben und in wie weit sie Einfluss auf das Denken und Handeln von Menschen haben.

    Ich wiederum stelle die These auf, dass deine These gewagt ist. Denn einerseits wächst mit der gesellschaftlichen Etablierung menschenverachtender Einstellungen die Zahl der gewaltbeiten Anhänger und zum anderen lässt sich auch auf demokratischem Weg Unrecht etablieren, wie der politische Aufstieg von Populisten in vielen Ländern zeigt - nur halt nicht so schnell, wie z.B. durch eine gewaltsame Revolution.

    Ich denke auch, dass es tiefliegende gesellschaftliche Ursachen gibt, die zu der aktuellen Entwicklung geführt haben. Nur wie willst du diese Konflikte im Rahmen einer Demokratie anders lösen, als durch Analyse, Aufklärung und öffentlicher Debatte? Und genau dazu trägt der Podcast bei, was ja nicht heißt, dass jeder darin vertretene Standpunkt übernommen werden muss, weil man sonst als Nazi beschimpft wird.
     
  13. Bluesmaker

    Bluesmaker
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    Wie wäre es denn, argumentativ deinen Standpunk zu den vorgetragenen Argumenten beizutragen, anstatt Ad-Hominem-Angriffe gegen die Podcaster abzufeuern und Diskussionen über (mögliche) Rechte damit zu derailen, dass diese angeblich mit (möglichen) Linken gleichzusetzen sind? Dann kommt es mit Sicherheit zu weniger Sperrungen. Einziger Nachteil: Opfergehabe und "Man wird doch wohl noch sagen dürfen"-Phrasen fallen dann weg. Da diese Strategie mittlerweile bekannt ist und man damit nur noch schwer punkten kann, wäre dies jedoch kein Verlust für öffentliche Diskussionen, während sachliche Argumente hingegen bereichernd wären.
     
  14. Trunimoln

    Trunimoln
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    Die Entwickler haben übrigens auf seiner Steam Seite relativ deutlich zu dem Bericht der Gamestar geäußert. Ich zitiere daraus:
    "Es scheint, als ob sich ein paar große deutsche Gaming-Outlets nicht mehr mit Spielen beschäftigen, sondern uns eher die Politik in den Hals schieben, um billiges Drama zu schüren und Kontroversen zu kassieren."​
    Klingt fast so als ob die Entwickler nur darauf gewartet haben und jz wieder Opfer spielen und sich über Rufmord und so beschweren. Hat sich aber bislang überhaupt nicht auf die Verfügbarkeit des Spiels ausgewirkt. Steam, Epic, PlayStation, Xbox (Gibts da eigentlich keine Aussagen der Firmen dazu oder hab ich es überhört?).
     
  15. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Warum sollte es das auch. Solange das Spiel keine Gesetzte verletzt, oder offen Richtlinien der einzelnen Stores verletzt werden, gibt es grundsätzlich erstmal keinen Grund für Valve, Epic, Sony oder Microsoft das Spiel von ihren Plattformen zu werfen, und die Entwickler werden sicher nicht hingehen und es einfach runter nehmen, nicht wegen dem bisschen negativer PR.
     
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  16. Raveeen Der mit der Minigun tanzt

    Raveeen
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    Das sehe ich leider komplett anders weil ich z.B. nun überhaupt nicht mehr weiß was man hier noch äußern darf und was nicht. Wenn ich den Grund für die komplette Sperre eines anderen Mitforisten anhand des monierten Beitrages überhaupt nicht nachvollziehen kann (weil sie auch überhaupt nicht begründet wird) und das mit „Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen / hat Sie nicht zu interessieren“ abgetan wird, ist das mindestens irritierend.

    Und ich musste lange mit mir ringen ob ich den Text wirklich verfassen sollte oder ob ich damit jetzt auch meinen Jahre bestehenden Account gefährde - das kann doch auch nicht im Interesse der Moderatoren und Moderatorinnen sein oder? :(
     
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  17. earthboy2

    earthboy2
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    Ich will nur anmerken, dass mir der Podcast gut gefallen hat. Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass manche Sachen nicht ausführlich genug besprochen wurden. Ich denke es wäre gut gewesen wenn der Podcast noch 25 Minuten länger, also 1 1/2 Stunden gegangen wäre. So hatte ich am Ende das Gefühl, dass einige Dinge vielleicht ein wenig zu kurz gekommen sind.
    Alles in allem bin ich trotzdem zufrieden, weiter so mit der guten Arbeit!
     
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  18. Atomix444

    Atomix444
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    Welche Unterstellungen sind denn gemeint? Ich finde schon, dass sich die Autoren Kritik an ihrer möglichen politischen Einstellung gefallen lassen müssen.
    Vor allem wenn es dafür handfeste Beweise bzw. Indizien gibt (siehe #18).

    Ich meine das macht ja die aufgedeckten Fakten nicht weniger war.
     
  19. sk21 gesperrter Benutzer

    sk21
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    @Mary Marx

    Gilt Punkt 2 nur für User oder auch für Chefredakteure?
     
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  20. TommieKrause

    TommieKrause
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    [Ironie und so]
    Also dieser totalitäre Gesinnungsterror hier auf dem Board, der sich in radikal-stalinistischen Säuberungsaktionen äußert, wie das Exempel an User*in M5891, der ist der Grund, warum ich seit Oktober 2014 hier angemeldet bin und mich aus purer Angst nie zu Wort gemeldet habe. Ich schwöre! [Ironie und so Ende]

    Der Post von M5891 lässt sich doch ohne weiteres als astreines Troll-Posting entlarven, dass hier Öl ins Feuer gießt und diese "linksradikalen Vereine" diskreditieren will. Bis 19:30 geht es im Podcast fast ausschließlich um Christian Schiffers politikwissenschaftliche Einordnungen. Welches Vokabular da verstörend sein, das ist mir schlicht schleierhaft. Gleiches gilt für den Schluss, den User*in M5891 zieht, denn "wie ähnlich sich die Rechten und Linken am Ende des Tages sind", das lässt sich nicht aus Schiffers Einlassung deuten. Mal ganz abgesehen davon, dass die, in dem Posting enthaltene, Hufeisen-Theorie, mit ihrer Gleichsetzung von links und rechts, sowie ihrer Überhöhung der (angeblich guten) bürgerlichen Mitte, von vielen Sozialwissenschaftler*innen abgelehnt wird.

    Und nein, du gefährdest deinen "Jahre bestehenden Account" bestimmt nicht mit deiner Frage.
     
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  21. Pat Bateman American Psycho Moderator

    Pat Bateman
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    Moderation:

    Diese provozierende Nachfrage ergibt dann einen Kick für dich. Selbst eine simple Frage von Heiko Klinge nicht beantworten können und dann so frech hier werden.

    @Raveeen @Atomix444 @TommieKrause: die Ansage von Mary war eindeutig. Hier wird nicht off-topic über Mod-Entscheidungen gesprochen. Es gibt die Möglichkeit der PNs oder Mails. Eure Beiträge + den von sk21 dokumentieren wunderbar warum es keinen Sinn macht in einem Thread darüber zu diskutieren. Der gesamte Thread dreht sich dann auf einmal nur noch um dieses Thema. Das wollen wir nicht.

    Aus diesem Grund gibt es für euch alle 3 User eine temporäre Sperre von 3 Tagen. Ich hoffe, dass ihr und auch andere daraus lernen und wir in Zukunft wieder Threads in diesem Forenbereich haben wo nicht andauernd off-topic über Mods oder Redakteurere gesprochen wird!
     
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  22. MarcoKaribik

    MarcoKaribik
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    Ich bin immer hoch zufrieden mit euren Podcasts aber das Gendern in diesem Podcast nervt total. Schriftlich kann man über diese Idiotie noch hinweg lesen aber versucht mal hinweg zu hören. Deshalb war leider dieses mal nach 22 Minuten Schluss für mich.
    Zumal die Dame in dem Podcast selbst es nicht durchhält konsequent zu gendern, mal wird es gemacht, mal nicht und warum gibt es keine Nazi*innen, Rechtsextremist*innen? Gendern scheint wohl ausschließlich erwünscht zu sein wenn der Begriff positiv besetzt ist.

    Senf zu den 22 Minuten die ich ertragen musste: Grundsätzlich finde ich es zu kurz gedacht, dass einer Firma die Verbrechen einiger ihrer Mitarbeiter angelastet werden. Würde man diesen Blödsinn konsequent durchziehen könnten Firmen, bei denen Mörder gearbeitet haben, direkt dicht machen...
     
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  23. Yeager

    Yeager
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    Dann lautet die Frage:
    Was ist die Ursache?

    Woran liegt es, dass der eine generell zu einer reaktionären Sichtweise neigt, der zweite nur bei bestimmten Themen oder nur in bestimmten Situationen, der dritte noch selektiver, der vierte gar nicht und der fünfte konträr dazu?

    Oder ganz konkret gefragt: wie kommt es überhaupt dazu, dass Rechtsextremismus überhaupt hat stattfinden können nach der französischen Revolution? Das ergab für mich noch nie Sinn. Man hat die alte Ordnung abgeschafft, sie durch ein neues System ersetzt, gleichzeitig aber die Hintertür offen gelassen, damit doch wieder das Alte zurück kehren kann? Dann hätte man es auch lassen können. Es ist auch in sich selbst unlogisch, denn auch reaktionär denkende Personen können ihre Meinung nur deshalb kund tun, weil es progressiv denkende vor ihnen gab, die vorigen reaktionär denkenden Personen einen Riegel davor schoben.

    Anders ausgedrückt: anti-demokratische Kräfte bedienen sich der Demokratie im Versuch sich dieser zu entledigen, was sie ohne diese aber gar nicht tun könnten und unter den Effekten litten und dabei nicht selten andere, ebenfalls reaktionär denkende Personen angreifen, ohne sich dessen bewusst zu werden, dabei also das reaktionäre Denken als solches gleichzeitig kritisieren und anwenden und den intrinsischen Widerspruch entweder nicht erkennen oder unter den Teppich kehren. Doch aus welchem Grund dieses Belügen der eigenen Person?

    Wenn man z.B. als stramm Rechter fundamentale Islamisten angreift und darauf hinweist, wie altertümlich und menschenverachtend die Scharia ist, gleichzeitig aber das Dritte Reich für einen fortschrittlichen, menschenfreundlichen Staat hält, wird es absurd. Noch absurder wird, wenn man Progressiven ebenjene Doppelmoral unterstellt, die man selbst anwendet. In diesem Falle also, dass der Rechtsstaat beide Augen zukneift, wenn ein religiös motiviertes Verbrechen statt fände - was er nicht tut. Und wie kommt man darauf, dass Adelsstände ein Interesse an den Menschen unter ihnen gehabt hätten? Denn genau daher kommt der rechte Extremismus, die Sehnsucht nach der alten feudalen Ordnung - die nicht ohne Grund verschwand.
     
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  24. Bluesmaker

    Bluesmaker
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    Allerdings geht es im Podcast ja nicht nur um die Kontakte der Entwickler, sondern auch um Narrative in deren Spielen.

    Zum Gendern:
    1) Gab es nicht schon diverse Threads, in denen sich das Thema besser diskutieren ließe?
    2) Das Gendern mit Argumenten zu kritisieren, anstatt es als Idiotie zu diffamieren, würde nicht nur der allgemeinen Diskussion gut tun, sondern deinem Standpunkt deutlich mehr Gewicht verleihen.
     
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  25. FurorTeutonicus

    FurorTeutonicus
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    Zurück zum Thema, dem Podcast.

    Ich habe mir den Podcast nun zur Gänze angehört.

    Am Anfang wird über Ancestors Legacy gesprochen und wie dieses angeblich ein „ein sehr klassisch reaktionäres Mittelalterbild" und eine „aggressive Form von weißer Cis Männlichkeit" vermitteln würde.

    Korrigiert mich, sollte ich falsch liegen, doch die spielbaren Nationen sind alle in Europa angesiedelt, Nicht-weiße Personen sollten dort zu dieser Zeit wohl eher weniger angetroffen worden sein.

    Die Sexualität bzw. Geschlechtsidentität wird im Spiel meines Wissens nach an keiner Stelle thematisiert und spielt daher (zu Recht) keine Rolle, denn welchen Mehrwert sollte es haben, die Sexualität bzw. Geschlechtsidentität der Soldaten zu kennen?

    Man könnte nun argumentieren, dass es ja nur ein Spiel ist und keine akkurate Abbildung der Historie, also könnten zur größeren Diversität doch auch nicht-weiße Personen und Frauen im Spiel einen Platz finden, so wie es z.B. auch in CoD:WW2 oder BFV der Fall war, doch Moment, am Ende des Podcasts geht es dann um War Mongrels, dort spielt man eine Gruppe deutscher Deserteure, die gegen die Wehrmacht kämpft, dies wird dann bemängelt und sinngemäß mit „geschichtlich nicht unmöglich, aber sehr, sehr unwahrscheinlich“ abgetan, es wird also die historische Akkuratesse bemängelt.

    Wirkt auf mich doch ein wenig wie das Messen mit zweierlei Maß.
     
  26. MarcoKaribik

    MarcoKaribik
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    Ich lese mich hier gerade durch die Kommentare durch und auch durch diesen Essay der inkonsequent gendernden Dame. Da ist einiges mit Substanz dabei aber auch viel auf Teufel komm raus hinein interpretiert. Ich habe nach dem spielen von Ancestors Legacy und Kingdom Come nicht die AFD gewählt und mich auch nicht mit rechtem Gedankengut konfrontiert gesehen.
    Für mich waren das zwei eher durchschnittliche bis langweilige Spiele, die ich nach einigen Stunden nie mehr angerührt habe. Allerdings weiß ich, dass man so gut wie alles in jedes Werk hinein interpretieren kann.

    Zum Rest:
    1) Keine Ahnung, bin kein treuer Forensoldat. Aber wenn ich abschalte bei einem Podcast oder Video muss es schon ziemlich blöd gelaufen sein.
    2) Argumente kamen vor, persönliche Meinung auch. So ist das halt, davon wird die Welt schon nicht untergehen. Wenn es gegen eine Mainstreammeinung geht ist es ohnehin total egal wie viel Gewicht ein Argument hat. Da wird nur noch drauf eingeschlagen mit diversen Keulen bis niemand sich mehr traut etwas abweichendes zu äußern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2021
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  27. Joss Filousoph

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    Bin zwar nicht gefragt, aber Klassiker wären beispielsweise:

    1. Klare hierarchische Strukturen
    2. Eineindeutige Feindbilder
    3. Psychische Entlastung

    Aka Ambiguitätstoleranz, Reflexivität, (selbst)kritisches Denken sind anstrengend.
     
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  28. Reddok Kommentar-Moderator

    Reddok
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    Ich habe den Podcast heute noch mal angehört, und ergänze noch was, was möglicherweise nicht klar ist. Ich denke schon, dass die einzelnen angesprochenen Sachen ansich korrekt sind. Ja, auch das mit den Frauen im Mittelalter. Aber dann kommt sowas "Na ja, aber das ist so lange her, die Überlieferungen sind spärlich." Inwiefern ist das anders von fehlenden Berichten von Deserteuren an der Ostfront? Aber ok, soweit will ich noch entgegenkommen, das Mittelalter ist schon ein bisschen länger her als der Krieg. Trotzdem sind das alles vom Klang her (ich hab bisher keine Zeit um mir das Dossier im Ganzen anzusehen.) eher Indizien und keine Beweise. Die Leute haben sich hingesetzt und ein Paar Indie-Devs auf Facebook "gestalked". Ja okay, vielleicht sind die Entwickler allesamt eher Rechts orientiert. Aber das heißt noch lange nicht, dass sie Spiele mit dem Ziel entwickeln, Leute zu bekehren. Es klingt für mich zumindest bisher nicht einwandtfrei bewiesen.

    Und ja, ich finde es auch seltsam, warum man deutsche Deserteure spielt und keine Polen. Aber vielleicht haben sie einfach gedacht es wäre interessanter. Ich meine in einem der modernen Wolfensteine (nicht die letzten drei, sondern davor) spielt man zwar keinen Deutschen, dafür aber einen, der mit dem deutschen Wiederstand zusammenarbeitet. Das fand auch keiner komisch, oder eventuell hab ich davon nichts mitbekommen.

    Gute Frage. Menschen sind halt dumm. Gilt für mich sowie die meisten anderen auch. Vielleicht ist das Stammesdenken auch in der DNA drin aber bei manchen kommt es anders zum Vorschein. Ich mein ein Grillabend mit Feunden entstammt auch einer Überlebenstaktik, hab ich mal gehört. Frag mich nicht von wem oder wo, das ist möglicherweise schon um die 15 Jahre her. Da Männer immer noch das Bedürfnis haben, breitbeinig dazusitzen, um zu zeigen, dass man(n) den Größten hat, halte ich das nicht für ganz unwahrscheinlich.
     
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  29. StoneofSisyphos gesperrter Benutzer

    StoneofSisyphos
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    Das ist auch einer der Punkte, die ich am Argumentationsgang von KPDF im Podcast und im Dossier zu War Mongrels kritisiere. In Letzterem wird geschrieben: "Die Ausgangslage wirkt [...] arg konstruiert und wäre historisch wohl eine absolute Ausnahme, aber nicht undenkbar. Es stellt sich die Frage, ob die Entwickler*innen den Mythos der 'Sauberen Wehrmacht', also von Soldaten, die nur Befehle ausführten und von nichts wussten, benutzen."

    Zunächst zur Ausgangslage: Auch Computerspiele mit (mal mehr mal weniger) an der realen Welt orientierteren(!) Szenarien operieren im absoluten Gros lediglich mit hypothetisch möglichen Szenarien, thematisieren regelmäßig unmögliche oder zumindest unwahrscheinlich(st)e Extremsituationen, in die wohl kein Normalsterblicher je manövriert werden könnte oder worden ist. Das kommt einem weit verbreiteten Nutzungsmotiv zugute, dem Eskapismus.
    Außerdem ist der deutsche Deserteur, der sich aktiv gegen das NS-Regime wendet und dagegen kämpft, ja zudem auch kein unbekanntes Sujet in der Popkultur, von Feldwebel Hugo Stiglitz in Inglourious Basterds bis Klaus Kreutz in Wolfenstein: The New Order oder - etwas profaner - auch den im Dossier selbst genannten Walter Proska in Der Überläufer.

    Die Autoren erkennen zumindest im Dossier irgendwie selbst, dass das die eigentliche Frage ja nur sein kann, ob das Spiel den "Mythos der 'Sauberen Wehrmacht'" bedient. Ich halte solche a priori-Analysen für insgesamt untauglich, da hier ja nicht das eigentliche Werk ganzheitlich analysiert wurde, sondern offenbar einerseits nur die Demo, die keine ganzheitliche Kontextualisierung der dort präsentierten Inhalte ermöglicht, andererseits Snippets unterschiedlicher Art auf Steam, der Studio-Webseite etc., die auch eher extratextuelles Material bieten, das über den eigentlichen Text in seiner Komplettheit wenig aussagt. Letzteres kann lediglich indiziell für eine Annäherung an eine mögliche Intention sein, verrät aber recht wenig über den Erfolg einer solchen vermeintlichen Intention (zur Kritik s. hier).

    Zudem überzeugen die im Dossier vorgebrachten "Hinweise auf eine Etablierung dieses Mythos" einfach nicht. So wird der folgende Eintrag der Studio-Webseite unkommentiert als entsprechender Hinweis (übersetzt) rezitiert:
    Keinerlei Erläuterung, was hier diesen Mythos etablieren soll. Zumal "Unsere Helden" ja eine recht überschaubare Anzahl an Spielercharakteren sind (also: zwei), die sich gegen "die sich ausbreitenden Nazistreitmächte", d.h. vornehmlich gegen andere Wehrmachtssoldaten, stellen. Dass hier ein Einfluss "böswilliger Propaganda" erwähnt wird, ist auch wenig tauglich dafür, hier zu unterstellen, das Studio ließe den Wehrmachtssoldaten einen Opferstatus als willenlose Medienmündel o.ä. angedeheien, falls das das Argument sein soll. Und tatsächlich heißt es dann im Dossier: "Es sei also die böse Propaganda, welche die beiden 'Helden' in den Konflikt gezogen hätte und durch die schrecklichen Verbrechen hätten diese ihre Augen geöffnet und daraufhin Widerstand geleistet." Die vermeintliche Problematik bleibt mit dieser Formulierung eher ominös. Zudem würde ja auch niemand den Einfluss "böswilliger Propaganda" in einem gleichgeschalteten Regime mit Reichskulturkammer unter Joseph Goebbels bestreiten wollen. Den Bellizismus im 3. Reich bekommt man ja nicht mal eben in einer pluralen, demokratischen Gesellschaft mit freien Medien hin und natürlich ist diese gesamte Vereinnahmung des "Volkskörpers" essentiell für diesen Bellizismus.
    Stattdessen wird sich vorher bereits auf einen YoutTube-Kommentar bezogen, in dem es seitens des Studios heißt: "Für uns sind sowohl Nazis als auch Kommis [sic] Feinde. Aber nicht jeder in der Roten Armee war ein Tier, und das gilt genauso für die Wehrmacht. Beides waren keine Freiwilligenarmeen und wir wollen niemanden verurteilen, der gezwungen war, sich ihnen anzuschließen. Insbesondere, wenn es sich dabei um die Geschichten unserer Großväter handelt." Was soll denn hier in dem Dossier angedeutet werden? Die Formulierung "nicht jeder" seitens des Studios ist doch keine Inschutznahme eines Gros der Wehrmachtsoldaten, es wird überhaupt kein quantitatives Urteil in diese Richtung gefällt, auch nicht mit dem Verweis darauf, dass Wehrpflicht herrschte. Auch werden Nazis klar als "Feinde" bezeichnet.

    Im Dossier heißt es dann weiter:
    Das ist ein m.E. fast schon perfider Vergleich: Hier werden ex post facto-Rationalisierungen von inhaftierten Angeklagten, denen in den Nürnberger Prozessen die höchstwahrscheinliche Todesstrafe drohte und die vielleicht in lichten Momenten der historischen Bedeutung ihrer verachtenswerten Taten der Weltöffentlichkeit ein unschuldbareres Bild ihrer Selbst vermitteln wollten mit einem Sinneswandel unmittelbar nach einem quasi kathartischen Trauma gleichgestellt.
    Und zum Zitat von Neitzel gibt es nur das zu wiederholen, was ich eingangs geschrieben habe: Im Szenario des Spiels ist diese "historisch wohl [...] absolute Ausnahme" ein Fakt der präsentierten Fiktion. Was soll das überhaupt für ein Argument sein? Dennoch kommt man im Dossier dann zu der Feststellung: "[...] die Motivation der Protagonisten erscheint fragwürdig [...]." Sorry, aber mittels der vorgelegten Argumentationskette ist diese Feststellung nicht vertretbar bzw. müßte deutlich differenzierter Artikuliert werden... wobei man sich dann fragt, was der Mehrwehrt davon sein soll, festzustellen, dass ein fiktives Szenario in der Realität so gut wie gar nicht oder eher noch gar nicht vorkam.

    Wird also der "Mythos der 'Sauberen Wehrmacht'" etabliert (btw: es müßte eher propagiert heißen...)? Ich sehe nicht, dass KPDF da viel in die Waagschale gelegt hätte, um diese Behauptung zu stützen. Da hilft auch nicht die Verortung einiger (führender) Köpfe des Studios in der rechten Ecke.

    Man schließt ab mit einer Erläuterung, warum man die Darstellung von Geschichte seitens des Studios ebenfalls für "fragwürdig" halte, eingeleitet von einem Zitat der Entwickler:
    Der Vorwurf im Dossier lautet, dass "die wissenschaftlich nicht haltbare These aufgestellt" werde, "in westlichen Gesellschaften seien diese Verbrechen bis heute nicht thematisiert worden und dass sie das nun ändern wollten." Hmmm... bereits ein Tempusfehler in der Übersetzung des originär englischen Zitats ließe mich dasselbe bereits komplett anders interpretieren: Statt "Begebenheiten [...], die in westlichen Gesellschaften nicht gezeigt oder erzählt werden" steht dort nämlich "events which weren't really shown, or told among Western societies" und der Folgesatz verweist auf die Zeit der Infromationsunterdrückung zu Zeiten des Kalten Krieges. Ich sehe da die vorgeworfene These ehrlicherweise nicht vertreten. Allenfalls eine Hyperbel, da man der Zerfall der Sowjetunion ja nun drei Jahrzehnte zurückliegt und natürlich auch zunehmend Archive etc. östlich des ehemaligen Eisernen Vorhangs für Wissenschaftler westlich davon zugänglich wurden.

    Über die weitere Argumentationskette, insbesondere den Holodomor, wurde ja schon im Podcast selbst entsprechendes geäußert (und die Entkräftung des dort gemachten Vorwurfs durch KPDF fand ich auch nicht sonderlich überzeugend).

    Für weitere Vorwürfe im Dossier fehlen die Quellen, z.B.:
    Wenn bei der Zusammenstellung dieser vermeintlichen Aussagen eine ähnliche Textrezeption waltete, wie bei den Punkten zuvor, darf man zumindest bezweifeln, ob solche Aussagen tatsächlich vom Studio so getroffen wurden.

    Auch gibt es Kaffeesatzleserei, wenn es heißt: "Zudem darf bezweifelt werden, ob die Thematisierung des Holocaust in War Mongrels angemessen erfolgt." Dazu schrieb ich oben etwas zu a priori-Analysen. Auffällig ist hier, wie aus einer simplen Formulierung direkt ein Haufen an Unterstellungen erfolgt, die nicht weiter begründet werden: Klassisches non sequitur.
    :fs:

    Man darf sich auch fragen, was denn der Absatz "Rezeption in der Spieleindustrie" mit dem eigentlichen Spiel, um das es in dem Dossier gehen soll, zu tun haben soll.

    Leider sind die anderen Dossiers ähnlich gestaltet, weshalb ich das Gesamtdossier auch nicht sonderlich gut finde.
    Wenig solides, viele Unterstellungen und - wie hier schon bemängelt wurde - Überinterpretationen. Dabei habe ich nichtmal was gegen diesen Recherchefokus, begrüße ihn ausdrücklich, also das Anliegen, aber mit der Art und Weise tut man sich und diesem Anliegen echt keinen Gefallen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2021
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  30. Ajantis

    Ajantis
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    Das ist in Summe auch mein Eindruck.

    In Verbindung mit
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    oder auch abgewandelt von
    "Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel."

    Ich finde es ja wichtig und auch gut, wenn Extremisten als solche benannt werden und man darauf aufmerksam macht.
    Nur manche Diskussion driftet derart ab, weil man jetzt meint, oder vielleicht auch tatsächlich einen rechtsextremen Entwickler gefunden hat.

    Ancestors Legacy hab ich nicht gespielt.
    Aber allein diese unsägliche Diskussion um angeblich fehlende nicht-weiße NPCs im Kingdom Come Deliverance ist sowas von fehl am Platz. Und das selbst heute noch Leute glauben, dies wäre ein Beweis für irgendwas, wie ich hier heute gelesen habe, sagt ja schon alles aus.
     
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  31. MarcoKaribik

    MarcoKaribik
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    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen und auch wenn einige das nicht wahrhaben wollen haben doch viele bemerkt, dass man in dem Essay oft auf Biegen und Brechen versucht Verbindungen herzustellen die nicht da sind.
     
  32. Bluesmaker

    Bluesmaker
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    Da ich, als jemand, der das so ziemlich gegenteilig empfindet, mal schauen wollte, ob mich womöglich meine subjektive Wahrnehmung täuscht, habe ich mal alle Kommentare vor deinem quergelesen.
    Grundsätzlich muss man sagen, dass es vielfach nicht einfach ist, auf Anhieb herauszulesen, ob Kommentare dem Podcast, bzw. dem Entwicklerstudio und der generellen Auseineindersetzung mit dem Thema positiv oder negativ gegenüberstehen - was ich als Zeichen von Meinungsvielfalt betrachte und damit positiv erachten würde.
    Nicht gezählt habe ich Kommentare von Redaktionsmitglieder und Moderatoren, da diese sich nicht komplett als Privatpersonen äußern, sondern auch Netikette wahren und redaktionelle Entscheidungen rechtfertigen müssen. Ebenfalls nicht mitgezählt habe ich Einzelkommentare, die Quellen oder Ergänzungen zum Thema beigetragen haben.

    Müsste man die Diskussionsteilnehmer trotz der oft auch differenzierten Beiträge in zwei Lager trennen - nennen wir sie in Anlehnung an deine Wortwahl Mainstream und Mainstream-Kritiker, so sieht die Verteilung ungefähr so aus:

    Mainstream: Ungefähr 15 Teilnehmer mit ca. 43 Kommentaren.
    Mainstream-Kritiker: Ungefähr 18 Teilnehmer mit ca. 70 Kommentaren.

    Also auch hier meine ich, dass es in Diskussionen zu einschlägigen Themen oft eher andersherum läuft. Die Mainstream-Kritiker teilen oftmals deutlich härter, polemischer und auch beleidigener aus. Ich habe nicht gezählt, wie viele Leute allein in dieser Diskussion wegen Verstöße gegen die Forenregeln gesperrt wurden, aber wenn ich das richtig gedeutet habe, war nur einer jener Meinung, die du "Mainstream" nennst.
     
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  33. Pat Bateman American Psycho Moderator

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    Moderation:

    Da du ja den gesamten Thread gelesen hast, sollte dir unser Posts bzgl. Diskussionen über Mod-Entscheidungen bekannt sein. Du hast sie nett verpackt, aber es fällt dennoch auf. Dazu kommt der nette Versuch hier eine Operrolle für diejenigen zu kreieren, die laut deiner Ansicht nicht Mainstream sind. Das muss doch echt nicht sein. Du kannst gerne - im Rahmen der Regeln - deine Meinung zum Thema äussern. Alles andere hat hier nichts verloren.
     
  34. meieiro

    meieiro
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    Ich habe mir das Statement auch durchgelesen. Und du hast da jetzt eigentlich noch das Harmloseste daraus zitiert.
    Sie versuchen sich ganz deutlich als Opfer zu inszenieren. Sie sind ja nur ein armes kleines Studio, dass von dem bösen deutschen geldgeilen Medienkonzernen fertiggemacht wird.
    Das Studio geht überhaupt nicht auf die Anschuldigungen ein und unterstellen dann der Gamestar eine bestimmte Ideologie.
    Zitat: "Wir finden, dass dieses Verhalten sehr zynisch, heuchlerisch und erschreckend nahe an bestimmten Ideologien ist..."

    Selbst wenn die das beste Spiel der Welt machen, würde ich der Truppe nicht einen Cent geben
     
  35. Curse

    Curse
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    Was soll das Studio auch sonst machen? Sich auf Twitter beschweren? Oder hier anmelden und mitdiskutieren?

    Für die ist das ein riesiger Marketing-Stunt und die Tatsache, dass du deren Spiele boykottierst, interessiert die wohl gar nicht.


    Gerade international wird da nicht viel differenziert. DEUTSCHES Medium wirft POLNISCHEM Entwickler vor, rechtes Gedankengut zu transportieren. Der Wahrheitsgehalt ist da irrelevant, die Seiten - gut und böse - durch internationale Vorurteile recht klar vorgegeben.


    Ich persönlich hätte als der polnische Entwickler noch ein Wortspiel mit dem Namen der Vorwurfsäußerin und der "Spezialeinheit" eingebracht, auch wenn das natürlich völlig konstruiert ist: Wikipedia => Brandenburg_(Spezialeinheit)
    Nach dem Motto: Je mehr Öl, desto höher und leuchtender das Feuer.

    Und gerade Sichtbarkeit ist für einen Indie-Entwickler wichtiger als alles andere.
     
  36. Tortenschachtel

    Tortenschachtel
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    Das passiert ja durchaus. Die meisten werden damit nur nicht hausieren gehen ...
     
  37. Tortenschachtel

    Tortenschachtel
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    Was ist eigentlich der Punkt dieser Diskussion? "Na die paar Millionen, die in den Gulags zu Tode gearbeitet wurden hatten aber nicht so viel zu leiden, wie die in den KZs"? Das ist doch völlig absurd. Hitler und Stalin haben sich beide nicht viel genommen, Hitler war nur effizienter, aber das macht Stalin nicht zu einem besseren (geschweige den guten) Menschen. Die Besetzung Polens zwischen beiden sollte das eigentlich offensichtlich machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2021
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  38. Yeager

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    Ist das immer noch so? Ich meine, fällt das nicht langsam mal selbst dem Letzten auf, dass es a) weder neu ist, noch b) originell is noch c) irgendjemanden wirklich was bringt? Mir wäre das auf die Dauer wirklich zu langweilig.

    Vermutlich habt ihr beide recht, aber so richtig verstehen kann ich es nicht. Klare hierarchische Strukturen sind ja nur für die von Vorteil, die oben sind. Die große Masse ist dort nicht, unterstützt das aber. Warum, weil sie denken, sie könnten das irgendwann auch sein? Seit wann wird Macht gerne geteilt? Eindeutige Feindbilder: die kann man überall gratis haben, dazu braucht es keine besondere Gesinnung. Psychische Entlastung: weil selbstkritisches Denken anstrengend sei? Ist es das denn wirklich? Ich finde es genau umgekehrt: es ist wahnsinnig anstrengend dauernd andere und vor allem sich selbst zu versuchen zu überzeugen davon, dass man angeblich fehlerfrei wäre. Das ist auch ein Kampf gegen Windmühlen, letztlich kann man den gar nicht gewinnen.
     
  39. Joss Filousoph

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    Nach oben buckeln nach unten treten. Funktioniert nur in Hierarchien. Darum sind da heute auch der Islam und die Flüchtlinge so zentral, denn es braucht solche mehr oder minder klar konturierten Feindbilder des Anderen, die man ganz Unten (Flüchtlinge) oder Außen (Muslime) ansiedeln kann, denn die eigene Ideologie ist eine von Vorgestern und der Weltflucht. Dem korrespondiert der Typus autoritäre Persönlichkeit. Was den Kampf gegen Windmühlen betrifft, kann ich dir nicht zustimmen. Das zeigen die Entwicklungen in Osteuropa und den USA ja, dass weite Teile der Bevölkerung bereit sind, sich komplett der Wirklichkeit und Empirie zu verweigern. Der Grund dafür liegt genau in der Entlastung, die das mit sich bringt, wenn man Götzen wie Trump anbetet und an sie glaubt, selbst wenn die Lügen noch so offensichtlich sind. Das ist nicht so sehr anders wie 33 und hat einen massiven Impact auf die gesellschaftliche Entwicklung.
     
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  40. Tortenschachtel

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    So klassisch hierarchische Strukturen geben eine gewisse Stabilität, auch für die, die nicht ganz oben sitzen. Und solange Luft nach unten ist hat man was zu verlieren, das will ja auch keiner.
     
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