Podcast: Um War Mongrels zu verstehen, müsst ihr wissen, wer dahintersteckt

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 19. Oktober 2021.

  1. VaniKa

    VaniKa
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    Für mich sind die Ursachen relativ klar und doch am Ende vielseitig. Grundsätzlich würde ich sagen, ist der Grund für reaktionäre Sichtweisen immer ein gewisses Gefühl von Bedrohung, entweder des eigenen Way of Life oder auch viel grundsätzlicher, wenn man z.B. arbeitslos in strukturschwacher Region ohne Perspektive auf Besserung lebt. Nicht umsonst gibt es ja im südlichen Osten Deutschlands so viele AfD-Wähler. Sich einer radikalen Ideologie oder Gruppe anzuschließen, kann auch identitätsstiftend sein. Für viele Neonazis wird sicherlich auch dieses Kameradschaftsgefühl sehr wichtig sein, was sich auch viele über einen Fußballverein quasi als harmlose Variante holen. Vielen Menschen fehlt der Halt in der Welt. Durch Globalisierung, Komplexisierung und schnellen Wandel fühlen sich viele überwältigt, ohnmächtig, orientierungslos und bedeutungslos. Man spricht ja auch davon, gesellschaftlich abgehängt zu sein. Da staut sich viel Frust an.

    Und rechte Strippenzieher stellen dafür ein Ventil und vermeintliche Lösungen bereit. Es seien Juden dafür verantwortlich, Ausländer, die die Arbeitsplätze wegnehmen, wenn man keinen Arbeitsplatz findet. Es gibt Männer, die sich in einer Gesellschaft auf dem Weg zur geschlechtlichen Gleichstellung einreden lassen, dass ihre Partnerlosigkeit oder ihr sexueller Misserfolg auf die Emanzipation der Frau zurückzuführen sei, oder die glauben, dass es mehr Jobs (für Männer, also sie selbst) gäbe, wenn Frauen nicht arbeiten würden. Der (verklärte) Blick in die Vergangenheit liefert scheinbar Auswege aus der Misere, die man real erfährt. Hinzu kommt, dass insbesondere Jugendliche empfänglich sind für radikale Ansichten, da sie quasi von Natur aus im Rahmen ihres Entwicklungs- und Identitätsfindungsprozesses dafür prädisponiert sind. Gendern z.B. ist dann lediglich ein Symptom, das pars pro toto für etwas Grundsätzliches steht, das man ablehnt, im Rahmen einer "linksgrünversifften Agenda". Man sieht ja auch bei den Querdenkerdemos, wie aggressiv die Leute da teils auftreten. Die sind richtig wütend, so als ginge es da wirklich um ihr Leben, obwohl sie sich völlig auf dem Holzweg befinden. Aber vielen gibt auch gerade so ein Feindbild wie der Staat, der impfen, gendern und Migranten aufnehmen will, dann eine konkrete Aufgabe, einen Sinn, für den es sich scheinbar zu kämpfen lohnt. Plötzlich sind sie jemand und haben ein Ziel.

    Für mich sind das alles Symptome für gesellschaftliche Missstände. Je schlechter es den Leuten geht, desto radikaler werden sie, was man gut an der französischen Revolution sehen konnte. Die beste Lösung wäre in meinen Augen, das Problem wirklich an der Wurzel zu packen und diesen Menschen die eigentlichen Gründe für ihren Frust zu nehmen. Die soziale Unsicherheit und Abstiegsängste. Den Kampf um zu wenige Ressourcen, bei dem man ohne Ellbogen untergeht. Den Verfall ihres Lebensraums oder die Übernahme dieses Raums durch Fremde (z.B. westliche Unternehmer). Die Leute müssen das Gefühl haben, dass wirklich jemand sie sieht und für sie da ist. In Deutschland gibt es sehr unterschiedliche Lebenswelten. Es gibt Wohngegenden der gehobenen Mittelschicht, in denen es den Leuten gut geht. Sie haben sichere Jobs, die gutes Geld einbringen, und Bildung, die sie von der Demokratie überzeugt. Aber woanders leben Leute im Elend, werden aus ihren Wohnungen vertrieben, leben in 40 m² zusammengepfercht in gammeligen Hochhäusern und leben quasi den Inbegriff der Bedeutungslosigkeit, ohne Perspektive auf eine Veränderung. Dauerarbeitslos, vom Amt wird gefordert, aber man wird nie wirklich gefördert. Mich lässt die Vorstellung daran regelrecht erschaudern und mich wundert keineswegs, warum diese Menschen einen völlig anderen Blick auf dieses Deutschland haben.

    Aber eigentlich sind es die Linken, die daran etwas ändern wollen, wie jetzt in Berlin mit der Enteignung der großen Wohnungskonzerne. Oder mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, das ich für einen absoluten Gamechanger halte, weil Arbeitnehmern der Druck genommen wird, sich jeden Scheiß gefallen lassen zu müssen. Für mich besteht die Lösung in einer fundamentalen Umgestaltung der Gesellschaft, in der auch nicht mehr die Erwerbstätigkeit als primäres Sinnstiftungsmerkmal dient. Aber davon sind wir noch lange entfernt. Da träume ich von einer Zukunft wie bei Star Trek, wo einfach für alle gesorgt ist, niemand mehr arm ist und jeder tun kann, was er am besten kann und möchte. Man könnte vielleicht auch sagen, dass der Mensch heute nicht artgerecht lebt. Wir sprechen immer darüber in Bezug auf Tiere, aber vergessen gerne, dass wir ja auch welche sind und bestimmte Bedürfnisse haben. Werden diese nicht befriedigt, führt das immer in irgendeiner Form zu Krankheit und auffälligem Verhalten, auf individueller wie gesellschaftlicher Ebene. Und meine größte Sorge neben dem Klimawandel ist, dass die Unzufriedenheit der Menschen irgendwann größer wird als die Demokratie und zu ihrem Umsturz führt. Wie auch beim Klimawandel ist die Sache mit der Demokratie noch nicht ausgestanden. Solange es noch Geschwüre wie die AfD, Verschwörungsschwurbler und Entwicklungen wie in Polen, Ungarn oder Russland gibt, ist hier noch einiges zu tun.

    In dem Sinne ist es auch wichtig, zu verstehen, dass es sich bei all diesen "kontroversen" Themen, die hier ins Forum verlagert werden, nicht um isolierte Themen handelt, sondern um ein viel grundsätzlicheres Problem. Nicht ohne Grund finden sich auf den verschiedenen Seiten doch meist die selben Leute wieder und vertreten einen gewissen Standpunkt. Das ist kein Zufall. Und man sollte eben bei der Behandlung scheinbar scharf eingegrenzter Bereiche wie dem Gendern nicht vergessen, welche Relevanz diese Dinge im Gesamtbild eigentlich haben. Das betrifft auch Videospiele und was ihre Macher sonst noch so treiben und wofür sie stehen.
     
  2. Curse

    Curse
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    @VaniKa
    Joa. Man sollte vor allem in einer Demokratie nicht tolerieren, dass erlaubte Parteien wie die AfD, so sehr ich ihre Positionen missbillige, öffentlich als "Geschwür" bezeichnet werden darf, ohne, dass dem jemand entgegentritt.

    Also: Du hast das Konzept Demokratie wohl leider nicht verstanden. Trotz deiner Wall of Text.


    In Deutschland lebt auch niemand im Elend. Fahr mal in den Sudan. Oder nach Rumänien.


    @Reddok

    Ist das mit dem breitbeinigen Sitzen ernst gemeint? Falls ja: Ich mache das aus gleich mehreren Gründen:
    1) Je enger die Beine, desto stärker kochen Hoden und Penis. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht gut, z. B. Geruch und Auswirkungen auf Kinderwunsch.
    2) Je enger die Beine, desto eher tut's weh. Kann ich jetzt natürlich nur für mich sprechen.
    3) Je enger die Beine, desto höher die Gefahr, dass ich mich auf meine eigenen Hoden setze. Auch hier kann ich natürlich nur für mich und meine Anatomie sprechen.

    Wenn sich dadurch jemand gestört fühlt, dann ist mir das natürlich vollkommen egal.
     
  3. Ronson

    Ronson
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    @Curse was hat eine Meinungsäußerung zur AfD mit dem Konzept einer Demokratie zu tun? Und in Deutschland lebt niemand im Elend? Wie definierst du denn Elend, um zu dieser steilen These zu kommen?
     
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  4. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Selbstverständlich ist Armut nicht gleich Armut, und Elend nicht gleich Elend. Wer in Deutschland Arm ist, kann in anderen Ländern wie Gott in Frankreich leben. Das bestreitet wohl auch niemand. Aber, jemand der in Deutschland lebt, und Abstiegsängste hat, der hat Abstiegsängste. Wenn du Angst hast deine Wohnung zu verlieren, weil du dir die Miete kaum noch leisten kannst, dann spielt es keine Rolle ob du ein Monatsgehalt von 1200€ hast, oder ein Jahresgehalt von 120€.

    Ich glaube was Reddok meinte, war nicht das Breitbeinig sitzen an sich, sondern der Sitzspagat, den ein paar besonders "coole" Typen meinen machen zu müssen, und damit gleich 2 Sitzplätze in Anspruch nehmen, oder den Sitznachbarn / die Sitznachbarin regelrecht einquetschen.
     
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  5. VaniKa

    VaniKa
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    https://www.youtube.com/watch?v=4t9p2BGVaG0
    Danach erlaube ich mir das schon. Wohlgemerkt: Das bezieht sich auf die Partei als solche und nicht auf jedes einzelne Mitglied oder jeden einzelnen Wähler.
     
  6. Curse

    Curse
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    @Ronson

    Die AfD ist, so lange sie nicht verboten ist, durch die Verfassung geschützt. Sie als Geschwür zu bezeichnen läuft also dem demokratischen Grundgedanken, der in unserer Verfassung verankert ist, zugegen.

    @Bethoniel

    Die Alternative in Deutschland zum Verlieren der Wohnung ist jedoch nicht Zeltstadt oder Bretterverhau am Großstadtrand. Sondern andere Wohnung - Wände, Decke, Fenster und Türen mit Strom, Wasser und Heizung.

    @VaniKa

    Kannst du ja machen. Aber dann spare dir vorher doch einfach das Gerede über Demokratie und Ansichten in der Welt. Aber du hast es ja schon festgestellt: Die Linken wollen daran etwas ändern. Und zwar nicht über das Schaffen von neuen Werten, sondern dem Wegnehmen vorhandener Werte. Wie gut das läuft hat man in der Sowjetunion gesehen, man kann es nach wie vor in Kuba sehen, und man sieht es hervorragend in Venezuela. Das sind übrigens alles Staaten, in denen es krassen Nationalismus gibt und, ganz wichtig, enormes Elend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2021
  7. meieiro

    meieiro
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    Ich versteh schon warum die das machen. PR technisch funktioniert das halt leider. Dennen wird ja auch noch vielen zugejubelt für den Scheiß
    Ich finds absolut schäbig, was die da machen und deswegen spreche ich das auch an. Mir ist auch klar, dass die das nicht juckt , wenn ich die boykotiere. i will solche Typen halt einfach in keinster Weise unterstützen.

    Und ich hoffe doch, das interantionale Medien, dass auch sehen was die da machen und das ganz klar einordnen können. Im internet gibts mit Sicherheit ein paar dumme Gamer die das nicht können, aber die gibt wahrscheinlich immer, denn kann man nur versuchen das zu erklären und evtl checken sies irgendwann
     
  8. Ronson

    Ronson
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    Inwiefern? Ein Ziel dieser Partei ist, dass es Deutschland schlecht geht (nach Aussage ihres damaligen Pressesprechers). Warum? Weil es im Umkehrschluss nach Logik ihrer Politiker der AfD Wählerstimmen einbringt. Damit ist die Bezeichnung "Geschwür" nichts weiter als eine treffende Beschreibung.
     
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  9. Gregor van Stroyny

    Gregor van Stroyny
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    Geht es hier immer noch um "War Mongrels" oder hat man nur noch Politik Deutschlands zum Thema?
     
  10. Joss Filousoph

    Joss
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    Es müssen nicht die Aficionados checken, sondern die breite Masse. Völlig egal, ob sich immer auch Leute finden, die das supporten, solange die Mehrheiten nicht kippen. Man sieht da politisch völlig unterschiedliche Entwicklungen, in Italien sind die Populisten ins Trudeln geraten nachdem es lange schien, sie kippen das System. Das sind immer soziale und politische Kämpfe. Je mehr man sensibilisiert und aufklärt, desto weniger Leute bleiben da hängen. Darum mag das Studio da vielleicht auch von profitieren und viel Zuspruch bekommen, einen Durchbruch wird es aber nicht mehr erleben. Der Zug ist abgefahren, die Leute sind dort verortet, wo sie hingehören und der Bezug zu ihrer Arbeit ist hergestellt. Das ist Aufklärung und per se wichtig.
     
  11. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Das macht es für die Personen die aus ihrer 60m² Wohnung in ein 20m² Karnickelstall umziehen müssen, weil sie sich ihre alte Wohnung nicht mehr leisten können jetzt in wiefern besser?
    Nochmal, nur weil es anderswo noch schlimmer ist, heißt das nicht, das es für die Menschen hier, nicht schlimm ist.

    Ja, und die haben und hatten alle mit dem Marxistischen Sozialismus in etwa so viel zu tun, wie Katzen mit Quantenphysik.
     
  12. Mary Marx Lead Community Management Mitarbeiter

    Mary Marx
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    In diesem Sinne: Bitte kommt wieder zum Thema zurück. Wir haben im Smalltalk-Bereich bereits einige Politik-Threads, wo ihr euch über die AfD und co. austauschen könnt.
     
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  13. Namoria

    Namoria
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    Woah, Michael Graf. Dass der GameStar-Podcast immer mal wieder über den Tellerrand schaut (Gaming mit körperlichen Einschränkungen, Blindheit; Missbrauchsfälle, Crunch und so weiter), schätze ich schon seit einiger Zeit. Aber dieses heiße Eisen im GameStar-Podcast, hätte ich – pardon – nicht erwartet. Ein schwierigeres Thema hättet ihr aus der Redaktion euch kaum aussuchen können. Ich weiß das aus meinem Geschichtsstudium: Bei den Themen Nationalsozialismus und Genozid lassen auch Professoren alles von mehreren Kollegen genau überprüfen, bevor sie etwas veröffentlichen. Hier braucht man Fingerspitzengefühl.

    Du hast das als Moderator absolut souverän gemeistert und ich bin schwer beeindruckt. Ich bin außerdem stolz auf die GameStar-Redaktion, die diese Entscheidung mitgetragen hat, weil einiges an Mut dazugehört, diese Themen überhaupt zu behandeln.
     
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  14. StoneofSisyphos gesperrter Benutzer

    StoneofSisyphos
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    ... wenn denn das zugrundeliegende Dossier von KPDF nicht derart viele Probleme hätte.

    Ich habe mich ja hier bereits gefragt, was im Dossier zu Hatred eigentlich das Argument sein soll:
    Man greift zunächst unkritisch-affirmativ die Ausführungen (vulgo: Textbausteine) der BPjM bzw. der KjM auf, die sich primär um die Abwägung zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz drehen, für die Diskussion keinerlei Mehrwert bieten. Dann geriert sich KPDF selbst als Kunstrichter, indem sie auch eine(!)
    "andere Seit[e], die auf die Möglichkeit eingeh[t], Hatred als provokatives Kunstwerk zu interpretieren" und dies negiert rezitiert, wobwomit sich KPDF diese Einschätzung selbst zu Eigen macht. So what? Was ist Sinn und Zweck dieses Dossiers? Es passt auch nicht in den Gesamtzusammenhang des (so interessanterweise auch nie konkret artikulierten) Vorwurfs, DC würde mit ihren Werken rechtsextremes Gedankengut verbreiten wollen. Nur zu Beginn des Dossiers findet sich ein Verweis auf einen polygon.com-Artikel, in dem auf die Website der Entwickler verweisen wird, wo dieselben Hatred als "Antwort auf den Trend der ‘politischen Korrektheit’ in Videospielen” kreirt haben sollen. KPDF schlussfolgert daraus, damit sei ein "direkt ein beliebtes rechtes Narrativ mit auf[gegriffen]" worden; honestly? Aus Kritik an sog. (imaginierter oder auch faktischer) politischer Korrektheit salopp mal die Pauschalbedienung rechter Narrative zu machen, ist schon arg indifferent, hat selbst ein ideologisches Geschmäckle. Zumal man sich ja auch angucken kann, was die Entwickler wohl tatsächlich noch geschrieben haben: "These days, when a lot of games are heading to be polite, colorful, politically correct and trying to be some kind of higher art, rather than just an entertainment , we wanted to create something against trends [...]" (zit. n. polygon.com... warum hat KPDF entsprechende Äußerung nicht direkt von der eigentlichen Quelle her referiert?). Man hätte auch diese Äußerung einfach wörtlich nehmen können. Ohnehin hat man sich hier wieder vom eigentlichen Werk, von einer Textanalyse gelöst udn darf sich abermals fragen, was Sinn und Zweck dieses Dossiersist. Mehr noch, man löst sich auch im letzten Satz des Dossiers wieder von der Textebene, argumentiert mit Verweis auf killscreen.com darauf, "dass Mitglieder von Destructive Creations reaktionäre Weltanschauungen vertreten und mit der Hass-Kampagne GamerGate sympathisieren." Ohne jetzt auf die bei KPDF oft vorzufindende verzerrte Darstellung von GamerGate einzugehen: Was hat das mit dem eigentlichen Spiel zu tun? Wo ist hier der eigentliche Kritikpunkt im Gesamtvorwurf an DC zu finden? Einfach gefragt: Wo ist hier der Nachweis erbracht wprden, dass Hatred rechtsextremen Gedankengut protegiert?

    Auch auf War Mongrels bin ich hier bereits eingegangen, ohne das wiederholen zu wollen. Auch dort findet sich objektiv mit den Mitteln der Textanalyse keine rechtsextreme Propaganda, um das mal so salopp zu formulieren.

    Bleiben IS Defense und Ancestors Legacy, deren Dossiers ich aus Zeitgründen eigentlich nicht so penibel dekonstruieren wollte, deshalb vielleicht in aller Kürze, beginnend mit IS Defense:
    Die Inhaltswarnung des Dossiers nennt u.a. bereits "Muslimfeindlichkeit", benennt danach, wie die Antagonisten des Spiels präsentiert werden, aslo dass "die gegnerischen Soldaten klar arabisch gecodet [sind]:Sie tragen Turbane unterschiedlicher Farben und IS-Armbinden" und dass "[a]uf dem Startbildschirm [...] die Soldaten schwarze IS-Insignien und schwarze Flaggen mit arabisch anmutender Aufschrift" tragen. Man lässt sich dann aber zu folgendem Absatz hinreissen:
    Das Spiel heißt IS Defense, nicht Muslim Defense o.ä., die Gegner sind nciht nur "klar arabisch gecodet", sondern wie auch unzweifelhaft klar wird als Kämpfer des IS. Es geht nciht darum, dass hier Araber oder Muslime per se als Feindbild inszeniert werden, sondern ganz explizit der IS. Wer würde denn bitte die Tauglichkeit des IS als Feindbild infrage stellen?! KPDF scheint aber die Position zu vertreten, dass die IS-Mitglieder hier nur Surrogat für Araber und Muslime sind. Suggeriert wird dies mit den Ausführungen zur Rolle Siziliens für viele Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa fliehen. Dass der IS "laut Fiktion des Spiels ganz Nordafrika erobert hat, wie noch im vierten Satz des Dossiers festgestellt, und dass Sizilien nunmal als vorgleagerte Insel Italiens bereits geographisch ein auch naheliegender Handlungsort sein könnte, wird einfach ignoriert. Daraus, dass Sizilien "regelmäßig von rechten Akteur*innen in der Erzählung von der 'Festung Europa', die von Geflüchteten 'überflutet' wird, angeführt" wird, wird der Vorwurf eines Feigendblatts für DC konstruiert, dieser Vorwurf ist aber erstmal nichts weiter als eine Unterstellung. Das erinnert mich etwas an des Vorgehen deutscher Jugendschützer bei Gewalt gegen sog. menschenähnliche Wesen, da wurde und wird auch behauptet, menschenähnliche Wesen in Filmen, Spielen etc. seien nur Surrogate von Menschen, gegenüber denen man ja tatsächlich Gewalt darstellen wolle. Da wurden (narrative) Noktexte etc. einfach mal ignoriert, Gegenrede hatte auch keinen Zweck, die Unterstellung wurde quasi wie die Kommunikation eines Fakts präsentiert. Was ich damit schreiben will: Bleibt bitte beim Text!
    Auch die weiteren rechten Codes, die man entdeckt haben will, bleiben fragwürdig, etwa bei den freischaltbaren Fähigkeiten im Spiel. Dort heißt es:
    ... es wirkt da fast so auf mich, als hätte man in den letzten paar jahrzehnten nur sehr vereinzelt mit der Rolle von Berserkern, Spartanern und Co. in der Popkultur kontakt gehabt, von Halo bis hin zu Assassin's Creed: Valhalla, um nur mal bei aktuelleren Beispielen aus der Spielewelt zu bleiben. Hier haben wir das gleiche Problem, wie beim auch im Podcast angemahnten Runenproblem: Ja, auch Rechtsextreme etc. bedienen sich oft der (historisch alles andere als akurat rezipierten) Themenfelder der Wikinger und der Spartaner, aber die Themenfelder sind keine genuin rechtsextremen. Anders: Man könnte auch aus Halo mit seinen Begrifflichkeiten (Spartans, diverse Begriffe aus der nordischen Mythologie, darunter auch Dinge wie die MJOLNIR Powered Assault Armor, die Berserker Medal in Halo 2 etc.), dem Setting und der Geschichte, aus der Flood, Spartanern, dem Verteidigungskrieg gegen die Covenant etc. ein (dann etwas größeres) Feigendblatt für rechtsextreme Ideologie machen, textanalytisch ist man dann aber nicht mal mehr auf dünnem Eis, sondern am Meeresboden.
    Ähnlich wacklig sind die Ausführungen zu den Steam-Achievements, denn Achievements des Kalibers "Patriot's Touch" und "Crusade" findet man wohl auch in unzähligen anderen (nicht für derartiges kritisierten) Spielen. Beim "Jan III Sobieski"-Achievement sollte man auch die Kirche im Dorf lassen, hier gilt ähnliches wie zu den Wikingern, Spartanern und Co., also zur Co-Nutzung bestimmter Themen, Symbole etc. und da hat der alte polnische König auch eine nicht zu unterschätzende Bedeutung im nicht rechtsextremen Teil der polnischen Bevölkerung. Man kann jetzt natürlich argumentieren, dass die Summe der Dinge das Problem macht und der Blick auf die Entwickler selbst, aber die einzelnen Bausteine dieser Argumentation erscheinen ja auch ejder für sich bereits fragwürdig. Jedenfalls ist die Tatsachenbehauptung von KPDF so oder so nicht haltbar: "Die Anspielung auf Sobieski ist in diesem Kontext ein offen rechter Code, nach dem Polen eine historische und quasi-göttliche Mission zur Wahrung der christlich-europäischen Zivilisation zukommt. Ob gegen ein osmanisches Heer, gegen den IS oder gegen Geflüchtete wird hier austauschbar gemacht und vermischt." Nein. Da ist der Rahmen vertretbarer Textinterpretation m.E. schon lange verlassen.
    Dergleichen gilt für den darauffolgenden Abschnitt:
    Eine IS-Herrschaft als Dystopie zu inszenieren erscheint aus aufgeklärter, demokratischer, humanistischer etc. Perspektive als einzige Option. KPDF setzt hier aber eine Aversion gegenüber dem IS mit Islamfeindlichkeit gleich bzw. nennt ja in den Inhaltswarnungen Muslimfeindlichkeit (Islam- und Muslimfeindlichkeit sind aber zwei paar Schuhe). Das geht so nicht. Man geht sogar über zu Medienwirkungsannahmen hinsichtlich der möglichen Wirkungen auf Erinnerungskultur, die kommunikationswissenschaftlich bzw. medienwirkungstheoretisch - ich formuliere es mal diplomatisch - eher unwahrscheinlich sind.
    Was dann der gesamte letzte Block zu den Cumminty-Inhalten soll, darf man sich auch fragen. Sollen hier fragwürdige Community-Inhalte als genuines Problem des Spiels selbst dargestellt werden? Das wäre Unsinn. Oder soll hier etwas, quasi als Beleg der Position von KPDF, der Nachweis dargebracht werden, dass die 'Community' das ja alles auch nur als Feigenblatt wahrnehme und das Spiel nun seiner wahren Bestimmung zuführe? Auch das wäre Unsinn, abgesehen davon, dass es eine ganze Menge Spiele dort draußen gibt, die entsprechende Mods erhalten haben.

    So... habe ich noch Lust auf Ancestors Legacy? Hmmm...
    Nein, da wiederholt sich unter dem Punkt rechte Codes im Wesentlichen das,w as ich oben bereits schrieb. Ich mag mir jetzt auch nicht die Mühe machen, Aussagen aus dem Podcast zur Rolle der Frau im Mittelalter, großartig zu kommentieren, außer vielleicht die folgende Anmerkung: Mittelalterliche Historiographie ist eine im Gros virile (d.h. männliche) Geschichte sog. großer Männer, d.h. wir erfahren von den (im Gros männlichen) Geschichtsschreibern und auch durch andere zeitgenössische Quellen recht wenig über das Leben des einfachen Volks, sondern eher von den Taten bedeutender Persönlichkeiten, die dem Adel und Klerus entstammen. Frauen, die in diesem Rahmen Erwähnung finden und gemeinhin eben auch dem Adel und dem Klerus entstammen, gibt es durchaus, im Gros sind diese aber gerade auch deswegen so bedeutsam, weil sie dennoch Ausnahmen sind. Wenn man also im Podcast von (iirc) verzerrten Darstellungen zur Rolle der Frau spricht, dann aber selbst nur Beispiele aus dem Adel bringen kann, beisst sich die katze irgendwie in den Schwanz. Ständeordnung, Grundherrschaft, Lehnswesen, Erb- und Besitzrechtes i.V.m. christlicher Moral und Ethik bedingten eine insgesamt patriarchale und heteronormative Gesellschaft, da hatten Frauen recht wenig direkt zu sagen, gerade auf dem Land (trotz Arbeitsteilung) nicht. Und damit ist nicht gemeint, dass Frau in einer Beziehung nicht auch die Hosen hat anhaben können, dass sie nicht Einfluss auf Männer(!) gehabt hätte, dass in Städten Frauen als Händler und Handwerker (bis es ihnen verboten wurde) zu Macht und Reichtum haben kommen können, aber es bleiben aber Ausnahmen (von denen es dann mehr gegeben hat, als man früher noch dachte... aber dennoch Ausnahmen). Und das trotz alle Differenzierung, die man da noch epochal und regional vornehmen muss (das sog. mittelalter umfasst ca. 1000 Jahre und unzählige soziokulturell und -politisch durchaus unterschiedliche und auch über die Zeit hinweg nicht statische Gebiete).

    So... viel Text. Puh.
    Die Spieltexte an und für sich genommen scheinen die Vorwürfe m.E. nur unter Maßgabe einer déformation professionelle (mitsamt überinterpretationen, non sequitur-Fehlern, Unterstellungen etc.) plausibel werden lassen. Aber im Podcast zumindest wurde ja (iirc) erwähnt, dass die Summe der Probleme und auch gerade in Verbindung mit den Hintergründen einiger Mitarbeiter das eigentliche Problem manifest werden lassen würde. Zu Ersterem habe ich gerade bereits was geschrieben, zu Letzterem scheinen mir einige Vorwürfe auch substantiiert, einige hingegen nicht (hier prominent der bereits mehrfach erwähnte "Nazi"-Test, der entsprechend belustigt-resignativ von einem der Entwickler kommentiert wurde). Da gäbe es aber auch diverse Fragen zu beantworten: Wir konnten ja bereits eine entsprechende Motivation zur Etablierung rechtsextremen Gedankenguts durch ihre Spiele durch die einzelnen Entwickler nicht nachweisen, vom Erfolg eines solchen hypothetischen Unterfangens ganz zu schweigen. Zudem wäre zu fragen, inwiefern überhaupt in so einem Werk unter Beteiligung einer Vielzahl von Personen entsprechende Einzelagenden überhaupt Niederschlag finden können (man würde ja gemeinhin da auf den produzenten u./o. Director abstellen wollen, denke ich, aber so einfach ist das im Einzelfall auch nicht). Mir scheint es so, dass die Spiele recht unbescholten sind, ein paar Mitarbeiter aber möglicherweise privat doch eher bedenklich aufgestellt sind.

    Ähnlich gelagert ist das bei mir im Fall Burzum, da ist die Problematik des rechtsextremen und verurteilten Mörders Varg Vikernes ganz eindeutig. Bei Teilen(!) seines Werks wird seine Ideologie aber nicht evident, ist für mich musikalisch goutierbar. Ich möchte dem Mann aber keinen Cent geben, weshalb ich die Musik auf andere Art und Weise (und sei es über den Gebrauchtmarkt) beziehe. Bei DC ist die Sachlage für mich nicht so einfach, ein entsprechendes Boykott fällt mir da nicht so in den Schoß, zumal ja mehr als die beschuldigten Personen da arbeiten.

    tl:dr
    Das Dossier von KPDF ist m.E. äußerst problematisch und kann ein Gros der artikulierten Vorwurfe nicht untermauern.
    Da hätte ich mir im Podcast vielleicht sogar noch mehr Nachfragen gewünscht (wenn ich KPDF überhaupt eine Plattform geboten hätte) oder eine explizit konträr eingestellte Gegenposition als weiteren Gast geladen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Oktober 2021
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  15. Curse

    Curse
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    @StoneofSisyphos

    Danke, eine spannende Zusammenfassung.

    Um einen konträr eingestellten Gast einzuladen müsste man ja eine ernsthafte Diskussion mit offenem Ergebnis wollen. Das scheint mir nicht nur im Podcast nicht das Ziel gewesen zu sein.
     
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  16. Tortenschachtel

    Tortenschachtel
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    Ohne jetzt auf alles im Detail einzugehen: Wenn bedenkt wann dieses Spiel raus kam, kann ich schon nachvollziehen, warum jemand den Eindruck gewinnen kann, dass es hier unterschwellig eigentlich um was anderes geht als den IS. Das Spiel erschien im Frühling 2016, knapp ein halbes Jahr nach der Flüchtlingskrise. Während von eher links gerichteten Medien dabei immer gerne die Familien bzw. Müttern mit kleinen Kindern in den Vordergrund gestellt wurden ("Would someone please think of the kids!") haben sich eher rechts gerichtete Medien vornehmlich auf die unbegleiteten, männlichen Jugendlichen konzentriert, die (nach der Meinung gewisser Gruppen) vornehmlich hier sein sollen um islamistische Anschläge zu verüben oder anderweitig die westliche Zivilisation zu untergraben.

    Wenn dieses Spiel 2 Jahre früher raus gekommen wäre hätte es vermutlich niemanden interessiert. Aber der Zeitpunkt zu dem es kam war entweder ein sehr unglücklicher Zufall, oder deutet auf eine Meinung der Entwickler zu einem damals aktuellen Thema hin.
     
  17. meieiro

    meieiro
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    @StoneofSisyphos

    Das komplette Argument gegen den IS Defense Part ist, dass es ja gegen den IS und nicht Muslime an sich geht.
    Das ist doch genau der Grund warum da IS Defense drauf steht. Wenn es direkt gegen Muslime gehen würde, dann wäre das Spiel doch für jeden erkennbar rassistisch. Aber weil das ja gegen den IS geht, kann man sich genau mit der Argumentation rauswinden.
    Für mich sind Achievement wie Crusade oder Sobieski eindeutig. Wenn ich das Spiel durchspiele erhalte ich das Achievement 'Crusade Complete'. Das Durschspielen des Spiels, wird mit der gewaltsamen Vertreibung der Muslime aus dem heiligen Land durch die Christen gleichgesetzt. Dass es so ein Achievement in anderen Spielen evtl auch gibt, ist halt kein Argument. Wenn das da in nem ähnlichen Kontext verwendet wird, ist das genauso zu kritisieren.
    Genauso Sobieski, der unter anderem dafür bekannt ist, die Osmanen zurückgeschlagen wurde. Klar ist das nicht alles wofür er steht, aber wenn man das im Kontext des Spiels sieht und wofür man das Achievement bekommt(30.000 Kills), ist es doch vollkommen klar, dass sich darauf bezogen wird. Also wieder ein Sieg gegen Muslime nicht den IS.
    Noch ein Achievement 'Shishkebab'. Kebab wird auch gern mal als Beleidigung für Türken/Araber verwendet. Kann natürlich auch nur das Essen gemeint sein, halte ich aber für eher unwahrscheinlich.
    Also alles jetzt nicht sofort als rassistisch erkennbar, aber sobald man es in den Kontext des Spiels setzt, ist das meiner Ansicht relativ eindeutig. Wenn man dann noch die Einstellung des CEOs zu Flüchtlingen dazunimmt, gibts da für mich echt nicht mehr viel Interpretationsspielraum


    Warum hängen sich alle bei Ancestors Legacy so sehr an der Rolle der Frau auf. Es geht um die grundsätzlich Darstellung des Mittelalters in dem Spiel, davon ist die Rolle der Frau nur ein Aspekt, aber nicht der einzige. Wahrscheinlich ist das auch das am wenigsten problematische Spiel der Truppe, aber der letzt Satz des Dossiers beschreibt es ganz gut, was daran kritisiert wird.
    "Sie benutzen Narrative und Symbole, die für sich genommen auch ohne rechtsradikale Intention auftauchen und dementsprechend interpretiert werden können, weshalb das Spiel auch im Verhältnis als harmlos gilt. Doch gleichzeitig erzeugt die Dichte dieser Narrative und Symbole ein Mittelalterbild, das die Komplexität der Epoche bewusst verzerrt und so eine Projektionsfläche für rechte Ideen von einem weißen, cismännlichen Europa, Kreuzzügen und an Gewalt und Brutalität gekoppelte Männlichkeit eröffnet."

    Übertragen auf deinen Beitrag, ist dass genau was du machst. Du versuchst die einzelne Aspekte auf eine andere Weise zu interpretieren. Man kann ja alles auch nichts rechtsextrem betrachten. Man kann das aber auch umdrehen und sagen, dass in den Spielen des Entwickler überraschend häufig Symbole und Narativen auftauchen, die auch gern mal von Rechtsextremen verwendet werden.

    Es geht bei dem beschuldigten Personen unter anderem um den CEO. Und dann gibts bei den anderen Personen zwei Möglichkeiten. Entweder sie teilen seine Ideologie, oder sie arbeiten weiterhin dort obwohl ihr Chef ein Rechtsextremer ist. Da ist mir das ehrlich gesagt recht egal, wenn die da auch betroffen sind.
     
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  18. Curse

    Curse
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    @meieiro

    Also "verachtest" - oder was auch immer - du auch alle Mitarbeiter von Banken und Versicherungen? Oder Lebensmitteleinzelhandelskonzernen? Und Automobilherstellern? Immerhin haben diese gemein, dass sie aus rein wirtschaftlichen Gründen Verbraucher ihrer Rechte berauben.

    Das ist doch absurd. Man kann gegen Unternehmen sein. Und gegen deren Kultur. Aber Leuten vorzuwerfen, sie würden dann dort arbeiten, ist uferlos. Oder wo ziehst du die Grenze bei Kindergartenträgern, welche Kinderschänder eingestellt haben? Krankenhäusern, welche Personen mit gefälschten Zeugnissen eingestellt haben? Oder Sozialdienste, welche zwar viel Geld erhalten, ihre Kunden und Mitarbeiter aber kurz abfertigen und schlecht bezahlen?


    Und wie hebt dich das nun ab von Sittenhaft? Der Entwickler schießt deiner Ansicht nach z. B. gegen alle Muslime, nicht nur gegen den IS. Und du? Schießt gegen alle Mitarbeiter des Entwicklers, nicht nur gegen die, die erwiesen (!) in (d)ein Feindbild passen.
     
  19. StoneofSisyphos gesperrter Benutzer

    StoneofSisyphos
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    Nun... meine Argumentation war schon etwas komplexer. Und du machst es dir zu einfach bzw. reproduzierst, was ich beklagt habe: Fakt ist, dass das Spiel den Titel IS Defense und nicht Muslim Defense o.ä. hat. Unterstellung ist, dass dies ein Feigenblatt sei, um "sich genau mit der Argumentation rauswinden" zu können nicht "erkennbar rassistisch" und dabei trotzdem rassistisch zu sein (ohne jetzt hier eine der unzähligen Diskussionen zu den Unterschieden zwischen Rassismus, Rassismus in Form der ethnischen Essentialisierung von Muslimen, Muslimfeindlichkeit unabhängig von Ethnien und Islamfeindlichkeit im Rahmen von bspw. Religionskritik etc. starten zu wollen). Das Dossier und du bleiben den Beleg schuldig. Die Behauptung zu wiederholen, machen das Unterstellte noch immer nicht zum Fakt. Aus dem Setting, dem Coding der Antagonisten etc. geht objektiv erstmal nicht mehr als eine IS-Feindlichkeit hervor, die zweifellos auch vertretbar erscheint. Man muss also mehr auf die Waagschale legen, um hier ein Feigenblatt hinreichend indizieren zu können. Da sind wir bei den nächsten Punkten:

    Die Achievements als Indiz habe ich ja bereits als "wacklig" bezeichnet. Das gilt auch für das "Shishkebab"-Achievement, dass es für "Destroy 100 suiciders before they detonate themselves" gibt (ist mithin nicht nur das simple "Kebab" das ethnic slur? Und es bezieht sich hier dann doch eher speziell auf Selbstmorattentäter, die mit diesem derogativen Begriff bedacht werden - kann auch eine Anspielung auf die Zubereitung sein): Ohne mich auch hier wiederholen zu wollen, aber mit Blick auf das Setting, den (zugegebenermaßen recht dürftigen) narrativen Rahmen etc. bleibt der Feind der IS, nicht Muslime per se. Das ist der Kontext. Es ist eben nicht(!) "vollkommen klar, dass sich darauf bezogen wird" Muslime per se zum Feind zu deklarieren (und ungeachtet aller zeitgenössischen Propaganda um Johann III. Sobieski selbst waren auch dort die Feinde nicht Muslime per se, sondern Invasoren des osmanischen Reiches). Das ist deine subjektive Interpretation zugrundeliegender Intentionen der Entwickler, die man teilen kann... oder aber auch nicht, aber dass da Muslime als Feindbild etabliert werden sollen ist kein Fakt. Darum geht es mir. Ich schreibe nicht, dass man das nicht auch so oder so interpretieren könnte, sondern dass ich einen höheren Anspruch an Indizien habe, gerade wenn die Vorwürfe von einer solchen Tragweite sind, gerade wenn die Vorwürfe von akademisch qualifizierter (und in den Methoden und Techniken zur Quellen- und Textanalyse eigentlich sensibilisierten) Seite erhoben werden, gerade wenn hier mit den Mitteln der Textanalyse fragwürdig(st)e die Protegierung fragwürdigster Medienbotschaften durch diese Texte belegt werden sollen, dies aber den Rahmen des Möglichen der reinen Textanalyse überschreitet. Es sind mir zu viele mit dem Feigenblatt der Faktizität/Objektivität bekleidete Unterstellungen und non sequitur-Argumente in den ganzen Dossiers, diese bemängelte déformation professionelle - oder anders: Für einen Hammer sehen alle Probleme wie Nägel aus. Wenn man mit einer bestimmten Brille draufschaut, dann kann man durchaus leichter zu Interpretationen kommen, die dem Werk eher weniger wohl gesonnen sind. Aber es bleiben halt Textinterpretationen... und die können wir auch einer ganzen Reihe anderer Werke (mit etwas Böswill) angedeihen lassen, da bieten uns unzählige Indizierungsentscheide, Beschlagnahmebeschlüsse nach § 131 StGB und die gesamte "Killerspiel"-Diskussion des vorletzten Jahrzehnts genügend Beispiele. Deshalb bin ich bei solchen Themen doppelt vorsichtig.
    Um das ganze Spiel entsprechend kritisch zu sehen, muss man es schon auch nicht in den Kontext von sich selbst setzen, sondern in einen extratextuellen Kontext, wie es das Dossier auch versucht und wie du es in deinem letzten Satz machst. Dazu habe ich aber auch etwas geschrieben, mit Verweis auf eine Vielzahl an Personen die an einem solchen Werk beteiligt sind und mit Blick darauf, dass Medienbotschaften ncihts sind, was man quasi wie in eine Truhe hineinlegen kann und das dann jeder identisch aus dieser wieder entnehmen kann, so funktioniert Medienkreation und -rezeption einfach nicht (wie wir alleine daran sehen, dass über die Intention der Entwickler hier debattiert wird, z.B. zwischen uns beiden). Zudem: Welche Einstellung des CEO meinst du? Ich finde jetzt im Dossier zu IS Defense und auch im Hauptdossier beim Eintrag zum CEO keine entsprechenden Einstellungsbekundungen (durchaus andere problematische Aspekte, aber eben ncihts konkret dazu... oder übersehe ich da gerade was?).

    Zu deiner Eingangsfrage: Weil auch im Podcast dort von KPDF ein Fokus vorzufinden ist, weil die dort getroffenen Ausführungen an der eigentlichen Kritik komplett vorbeischiessen (s. meine Ausführungen im letzten Beitrag), weil die Kritik an einem "cismännlichen Europa" doch schon ins Auge fällt etc. Mithin war das auch nciht der einzige kritikpunkt an diesem Dossier, ich schrieb ja bereits dass ich da nciht nochmal Ausführen muss, was ich zuvor bereits ausgeführt hatte (Stichwort: Wikinger). Die hauptkritik war, dass gerade das, was du auch gegen Ende zitierst, das Schlussresümee des Dossiers (d.h. der komplette letzte Absatz, auch vor deinem Zitat) , von den vorangegangenen (problematischen) Ausführungen des Dossiers nicht gestützt wird und m.E. ein gewaltiges non sequitur darstellt, wenn behauptet wird: "Aber auch in seiner relativen Subtilität bedient Ancestors Legacy noch immer alle Merkmale rechter Mittelalterbilder, die letzten Endes immer in nationalistische Vergangenheitserzählungen zur Bergründung zeitgenössischer nationaler Identitäten münden." Ich habe sogar eine ganze Menge Probleme mit dieser Formulierung, beginnend mit der unbelegten Unterstellungen einer intentionalen Komplexitätsreduktion der Epoche zugunsten der Schaffung einer "Projektionsfläche für rechte Ideen".

    Und dabei sehe ich es nicht, dass hier eine hinreichende "Dichte dieser Narrative und Symbole [...] die Komplexität der Epoche bewusst verzerr[en] und so eine Projektionsfläche für rechte Ideen von einem weißen, cismännlichen Europa, Kreuzzügen und an Gewalt und Brutalität gekoppelte Männlichkeit eröffne[n]", erreicht wäre. Alles was ich sehe ist die Dabolisierung von Einheitenrückmeldungen mit "Schlagworten wie 'Ehre', 'Odin' oder 'Valhalla'", wie sie typisch ist für Spiele mit ähnlicher Thematik, eine perspektivisch erklärbare besondere narrative Bedeutung der Rolle des Deutschen Ordens im Rahmend er Spielgeschichte, ein paar anachronistische Begriffe bzw. Konzepte ("Nation"; "Staat"... findet man sicherlich auch im ein oder anderen Assassin's Creed, wenn ich mal aus dem Bauch heraus raten müsste) - that's it. Reicht mir nicht, nicht ohne oben erwähnten Böswill. Wie gesagt, ich kann dir mit ähnlicher Argumentation unzählige Spiele etc. kritisieren, mit etwas Akribie und Pedanterie vielelicht sogar noch verknüpft mit mehr oder weniger problematischen Aussagen der Entwickler dahinter. Es reicht mir aber nicht. Und dabei "versuche" ich nicht, "die einzelne[n] Aspekte auf eine andere Weise zu interpretieren", ich mache es einfach. Textrezeption ist in etwa soetwas wie das Glauben, man sucht sich nicht aus, ob man an etwas glaubt oder nciht, man macht es... so sieht es bei der Textrezeption auch aus. Wir reden hier von Spielen mit vielen verschiednen sich gegenseitig bedingenden Aspekten, vom Setting, dem Gameplay etc. bis hin zur Narration. Mir da den Happen hinzuwerfen, dass da meine Einheiten aber "Schlagwort[e] wie '“Ehre', 'Odin' oder 'Valhalla'” nutzen, mit Staat und Nation zwei anachronistische begriffe genutzt werden etc., reicht mir dann doch nicht, um das Spiel als Vehikel rechtsextremistischer Propaganda zu werten (und selbst wenn es das erwiesenermaßen hätte sein sollen, würde es bei diesem utnerfangen doch eine recht klägiche Figur abgeben), ich finde das nicht "überraschend häufig" o.ä. - aber hey, ich höre auch Viking Metal und Pagan Metal, vielleicht bin ich da eifnach abgestumpft. ;-)

    Ich habe ja shcon eingeräumt, dass der CEO eine besondere Rolle haben kann, aber gleichzeitig klar gemacht, dass die Sache dann trotzdem nciht so einfach ist. Und insbesondere nicht so einfach, wie in deinem vorletzten Satz: Das ist dann doch eine sehr dichotome, ja extreme Ansicht, ist relativ unterkomplex was soziales und hier auch arbeitstechnisches Miteinander betrifft und - und das eigentlich an erster Stelle, was die unterkomplexität betrifft (es gibt nämlich mehr als die beiden von dir skizzierten Möglichkeiten) - den Informationsgehalt, den man gegebenenfalls auch in so einem kleinen Team voneinander hat. Da muss der CEO ja nicht gleich mit seiner Gesinnung (q.e.d.) im Team hausieren gehen, da muss es eben auch nciht jedem da bekannt sein (es stalked halt nicht jeder jeden in den sozialen Medien) - finde dieses mitgefangen, mitgehangen in dem Fall eher problematisch (obwohl ich das Konzept eigentlich oftmals mag).
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2021
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  20. StoneofSisyphos gesperrter Benutzer

    StoneofSisyphos
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    Ja, mir geht es weniger darum, ob man bestimmte Eindrücke nachvollziehen kann, sei es aus Erwägungsgründen, wie du sie skizzierst oder aber aus Problemen wie einer déformation professionelle, Ideologie etc. - nachvollziehbar ist vieles. Mir geht es eher um die Höhe des Begründungs- bzw. Argumentationsniveaus, gerade bei solchen Vorwürfen, und um meinen geliebten Konjunktiv. Gerade in den Dossiers und auch im Podcast wurde und wird mir zu viel die Ebene der subjektiven Rezeption und des Vorwurfs einerseits mit der Ebene des belegten Fakts andererseits vermischt. Sollte nicht sein, deshalb hatte ich ja hier schon vor ein paar Seiten (erfolgreich) die Verwendung des Konjunktivs angemahnt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2021
  21. casadechrisso

    casadechrisso
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    Ich war von dem Podcast sehr positiv angetan, auch und gerade von Michaels kritischer Nachfrage zum Thema Holodomor und wie der Abschnitt im Dossier etwas beiseite gewischt scheint.
    Erst einmal, ich habe keins der Spiele des Entwicklers gespielt, wußte aber vom Ruf, und habe auch das Dossier nicht gelesen. Nach allem was ich weiß kann ich sicher sein daß ich die Spiele nicht ausprobieren muss und auch den Entwickler nicht unterstützen will, die "Tendenzen" sind mir da zu eindeutig. "Mir" zu eindeutig, weil NATÜRLICH, wie in jeder dieser Diskussionen, diese Tendenzen selten nachweisbar sind und immer auch, wie gesagt, "naiv" interpretiert oder sonstwie erklärt werden können. Im Grunde also, jeder weiß es aber für eine Verurteilung reicht es nicht. Die Schlauchboote sind natürlich voller IS-Kämpfer und nicht Flüchtlinge - was aber eh von Rechten als ein und dasselbe interpretiert wird, und es geht im Grunde doch um den Spaß auf braune Menschen schießen zu können und dann eine gute Ausrede zu haben.

    Was das Mittelalter angeht, hier wird es uneindeutiger und etwas schwammiger, finde ich. Es gibt historische Szenarien die der Authentizität willen sicher überwiegend weiß, männlich, nationalistisch geprägt sind und das ist auch gut begründbar. Während ich selbst eigentlich immer Diversität in Spielen bevorzuge kommt das schon auch auf die Wahl des Szenarios an - wenn ein Spiel mir schwarze, weibliche Wehrmachtssoldatinnen der Diversität wegen aufdrücken will bin auch ich raus, oder historisch verbriefte Szenarien auf den Kopf gestellt werden. Ich denke dann immer, mit wie wenig Aufwand man hier dieselbe Diversität auf glaubwürdige Weise hätte ermöglichen können, es gibt Szenarien genug, ergo ein Zeichen für schlechte Autorenarbeit, kann ich mir also sparen.
    Das selbe gilt für Mittelalter - es gibt mehr als genug Szenarien in denen man super Diversität historisch akkurat unterbringen kann, die Geschichte ist voll von "Badass"-Frauen in der Vergangenheit die unglaublich spannende Geschichten bieten. Und dann ist die Frage, will der Entwickler das oder wenn nein, warum nicht? Ich würde ihnen diese Spiele sofort aus der Hand reissen. Bei der Anzahl der möglichen Szenarien eindeutig: Er will nicht.

    Ich denke also schon daß einige Entwickler eine gewisse Zielgruppe bedienen wollen die genau diese Szenarien nicht will und dafür eine gute Entschuldigung brauchen, so wie sie auch Spielern eine Gelegenheit bieten wollten auf braune Menschen in Schlauchbooten zu schiessen.

    Und letztlich zum Thema WW2: Was macht man mit einer Zielgruppe, die Nazi-Technik toll findet, gerne Deutsche Soldaten spielt und ein reines Gewissen braucht? Erfindet man z.B. das Widerstands-Szenario oder so, Hauptsache keiner kommt und sagt "ey, Du machst Nazikram". Ich meine, diese Faszination für Nazikram kennt man auch aus Filmen usw., "ja, waren böse, aber guck mal, voll der geile Scheiss, und eh waren das nur die paar da oben". Und dann eben Whataboutisms wie die Taten der Sowjetarmee.

    Und da fand ich eben auch die Kritik angebracht, denn man kann die Untaten der Sowjetarmee eben nicht vergleichen, aber auch nicht als Whataboutism vom Tisch fegen. Es waren einfach zwei verschiedene mörderisch brutale Systeme, die Millionen auf dem Gewissen haben, mit anderen Ansätzen, Gründen, Resultaten. Deutschland ist nach wie vor einzigartig und unvergleichbar mit der Industrialisierung von Massenmord, Stalins Sowjetunion hatte unfassbare Säuberungsaktionen, keins von beiden sollte Anlass sein die Taten der anderen Seite auch nur einen Deut besser erscheinen zu lassen. Dennoch, die Frage ist, wie es erzählt ist. Wenn es in einer "Ja, aber..."-Variation daherkommt, ist es ein Whataboutism. Das sind aber eben die Nuancen, die es dem Entwickler ermöglichen seine persönliche Message unterzubringen ohne sich damit angreifbar zu machen.

    Was die "Faszination" der Spiele ausmacht, ich denke es geht schlicht um - Achtung, Trigger! - toxische Männlichkeit. Je mehr sich die Zielgruppe von gesellschaftlichen Veränderungen in ihrer Männlichkeit bedroht fühlt, desto höher anscheinend die Sehnsucht nach edgy Männer- und Machtphantasien und einfach mal darauf scheissen zu dürfen was all die sensiblen PC-SJWs sagen die ständig nach Diversität in unseren Games rufen. Und das scheint gerade in Richtung Osteuropa noch der Trotz-Trend zu sein, ob nun in eindeutig-zweideutigen Spielen wie diesen oder in schlicht Frauen- und diversitätsfreien "Safe Spaces" wie Tharkov.Und das ist eine tatsächlich vorhandene Zielgruppe, auf die diese Spiele zugeschnitten sind, die möchte das genau so und nicht anders, und stark genug um auch bedient zu werden.

    Ich habe den Eindruck, diese Zielgruppe mauert sich auch ein und ist eigentlich nicht mehr abzuholen, und ganz sicher nicht mit Podcasts wie diesem, denn die ganze Art der Kommunikation lässt schon die Schutzschilde hochspringen. Da muss man auch sprachlich ran, wenn man hofft noch jemanden erreichen zu können - das sieht man schon allein an der Kommunikation in diesem Forum. Wenn Begriffe wie "CIS" oder "toxische Männlichkeit" fallen ist der Ofen schon aus und jede Kommunikation gestorben und wir diskutieren eigentlich nur noch in der eigenen (ansatzweise progressiven) Bubble.

    Ich glaube, um Themen wie Diversität in Spielen tatsächlich auch dieser Gruppe attraktiver zu machen braucht es tatsächlich andere Szenarien, die jeglichen Anschein von Agenda erstmal vermeiden und sozusagen den Frosch langsam kochen. Die Battlefield V-Diskussion wieder, wie wäre die vielleicht verlaufen hätte man z.B. Frauen wirklich in historisch verbrieften Rollen inszeniert und eben nicht auf Teufel komm raus - Beispiele sind ja damals genug gefallen, viele nicht nur sinnvoller sondern vom Szenario m.M.n. sogar weit interessanter. Aber da hatte dann schon die progressive Seite längst dicht gemacht und alle Kritik auf dem selben Level abgebügelt.

    Ich denke aber nach wie vor daß der Ansatz in dieser Art von "weichkochen" ist, interessante Szenarien mit subtilerem Ansatz bieten so daß es nicht nötig scheint daß viele sich in diese "Safe Spaces" immer radikalerer Restspiele flüchtet. Dadurch werden die Fans von richtigem Nazikram nicht verschwinden, ich glaube auch bei einigen ist es schlicht eine Altersfrage (Oh Gott, mein pubertärer Militarismus damals...) und einigen wird es nie edgy genug sein, aber zumindest ein paar, die sich immer beschweren ihnen würde politische Agenda reingewürg,t könnte man vielleicht wieder für etwas diversere Titel zurückgewinnen. Dazu braucht es aber auch erzählerische und psychologische Ansätze.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2021
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  22. Reddok Kommentar-Moderator

    Reddok
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    Sorry, dass ich jetzt erst antworte, war krank und hatte andere Probleme.
    Verstehen kann ich es auch nicht wirklich. Aber eines kann ich dir versprechen: Es wird immer Leute geben, die anderer Meinung sind. Vielleicht hat es irgendwann nen anderen Namen. Oder hat kleine Unterschiede. Aber egal wie viele "besiegt" werden, es wird immer mehr "Gegner" geben. Deswegen sollte man natürlich auch nicht aufhören zu kämpfen, aber vielleicht seine Prioritäten ändern.

    Na ja, dafür gibts ja den Griff in den Schritt :ugly:

    Ob das ganze wirklich so ist? Keine Ahnung. Habe das aufgeschnappt, als so ein Experte/Psychologe/Anthropologe darüber im Radio gelabert hat (Er hat das gleiche auch bei Frauen gemacht). Ich meine auch, dass jemand (war vermutlich auch Radio, aber anderes Thema, anderer ... Experte) davon geredet hat, dass es egal ist, ob die Hoden viel kontakt mit den Beinen haben oder nicht. Ich glaube in den gefährlichen Bereich kommt man erst, wenn man häufiger ein heißes Bad nimmt.

    In großen Teilen stimme ich mit deinem Post überein, aber ich bezweifle dass diejenigen ein reines Gewissen brauchen. Das haben die nämlich schon. Da bin ich mir zu 100% sicher.

    Schwierig. Ich würde vielleicht nicht unbedingt komplett widersprechen, aber ich würde es auch nicht alles auf toxische Maskulinität schieben. Und Trotz ist es auch nicht unbedingt.

    Glaub mir, die anderen sind teilweise auch nicht anders. Es ist alles eine Frage der Perspektive. Versuch mal konstruktive Kritik an tlou 2 zu üben, auf dem Subreddit vom ersten Teil (Im Zweier Subreddit sind sie eher negativ eingestellt, aber beleidigen dich nicht wenn dir das Spiel gefällt). Da wirst du in die Hölle runtergevoted oder gleich gebannt. Vermutlich auch gleich als homophob, transphob und so weiter bezeichnet. Und damit meine ich keine Transphobie usw. sondern wirklich konstruktive Kritik. Die Macher vom Spiel sehen sich auch als Helden, aber alles was sie getan haben ist einen Fetisch gegen einen anderen auszutauschen. Außerdem wollen Entwickler so sehr Tropes vs Women vermeiden, dass sie ganz neue Tropes erschaffen. z.B. 'Miss B-Cup "Brunette" McPonytail' D.H. anstadt für größere Diversität zu sorgen bauen Entwickler teilweise ein und die selbe austauschbare Figur. Da hat man dann zwar mehr Frauen in Spielen aber es ist quasi die gleiche, mit minimalen Unterschieden.

    Also die Wahrheit ist vielleicht nicht ganz so einfach wie man denkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Oktober 2021
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  23. casadechrisso

    casadechrisso
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    Da widersprechen wir uns ganz und gar nicht, wie ich ja auch im letzten Absatz angedeutet habe - die Diskussionen um BFV, TLOU2 etc. fand ich selten dämlich, denn es gab durchaus berechtigte Kritik die allein mit "alles homophob" vom Tisch gewischt wurde. Jede Seite greift sich in den Diskussionen aber auch immer die extremst konträre Meinung, um sich nicht mit der Kritik auseinandersetzen zu müssen. Klar gab es die toxischen Meinungen auch, und z.B. bei TLOU hat die Diskussion um die Muckis (die wieder selten dämlich war) wahrscheinlich alle anderen Kritikpunkte überschattet, während die Schwächen der Story schnell kein Thema mehr waren.
    Aber daher auch mein Ansatz mit dem Weichkochen - Übertreibt es nicht mit der Agenda, selbst wenn sie gut und lobenswert ist muss sie immer noch qualitativ überzeugend präsentiert werden, und da gibt es extreme Schwächen und zu viele Holzhammer-Ansätze, die auch mir als progressiven Spieler am Ende nur auf den Nerv gehen. Lernt mal wieder etwas mehr Subtilität, aber darin waren Spiele-Autoren noch nie besonders gut.
     
  24. meieiro

    meieiro
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    @Curse
    Von Haft ist doch überhaupt keine Rede. Es geht darum, dass man Spiele von Rechtsextremen kauft und ich finde es gut, dass das Dossier und die Gamestar das öffentlich machen. Damit kann das jeder nachlesen und eine Entscheidung darüber treffen, ob er das unterstützen will. Das kann man machen, finde ich zumindest aber scheiße.
    Der Typ hat seine Gesinung unter anderem auch schon in Interviews die er als CEO des Entwicklers gegeben hat offen zur Schau gestellt. Zum Beispiel hier: https://www.vice.com/de/article/bmvwgv/is-defense-ist-game-gewordener-islam-hass
    Also kann mir da keiner in dem Studio sagen er hat das nicht gewusst.
    Und mal ganz unabhängig davon, dass deine Vergleiche komplet unpassend sind, aber wenn ein Kindergärtner einen bekannten Kinderschänder einstellt oder den bei Bekannt werden nicht sofort rausschmeißt, dann ja.


    @StoneofSisyphos
    Was das Dossier hier aufbereitet sind alles Indizien. Die meisten der Indizien reichen nicht aus, um die Gesinnung des Entwicklerstudios deutlich zu machen. Aber wenn man alle die Punkte in seiner Gesamtheit und im Kontext betrachtet, dann ergibt sich, zumindest für micht ein eindeutiges Bild.
    Wenn ich einen Typen mit Glatze, Bomberjacke, Lonsdale-Shirt, weißen Schnürsenkeln und Baseballschläger auf der Straße sehe, dann würde ich denn mal recht eindeutig in die rechte Szene verordnen.(Ich weiß veraltetes Bild von Nazis) Und das Obwohl keines der einzelnen Merkmale dafür ausreichen würde. Vielleicht hat er ja Haarausfall. Er kommt vom Baseballtraining. Trotzdem reichen mir die Indizien aus ihn als Nazi zu identifizieren.

    Und nochmal es geht doch gar nicht darum, irgendwas zu verbieten oder irgendwenn einzusperren. Es geht darum, dass man das veröffentlicht und sich die Spieler dann ein Bild davon machen können und dann eine Entscheidung treffen können, ob sie diesen Entwickler unterstützen möchten.
    Ich hoffe das bringt einige dazu, es nicht zu tun
     
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  25. Reddok Kommentar-Moderator

    Reddok
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    Scheinbar hat es dann mit meiner Konzentration nicht mehr gereicht :D Du (sowie alle anderen auch) wirst lachen: Ich denke Far Cry 3-6 (Ich glaube von denen ist 3 und 4 am besten) ist den meisten Spielen in hinsicht Subtilität weit überlegen, und es geht mir auf den Keks, dass es gefühlt fast niemand mitbekommt. Nein, stattdessen wird darüber geschimpft, wie flach die Story ist, oder dass Politik fehlt. Im Grunde sind die Spiele wie Spec Ops: The Line, mit dem Unterschied, dass sie am Ende nicht offensichtlich mit dem Finger auf dich zeigen. Wenn ich so drüber nachdenke ist es vermutlich kein Wunder, dass die meisten lieber auf nen Holzhammer zurückgreifen.

    Aber: Ich glaube nicht dass toxische Maskulinität nicht nur ein Problem des rechten Spektrums ist. Und nur weil jemand Edgy ist, oder das mag, heißt das nicht dass der unbedingt Tarkov(ehrlich gesagt denke ich nicht, das Frauen in Tarkov einen großen Unterschied machen würden) oder die Spiele von Destructive Creations spielen will. Ich bin auch ein kleiner Edgelord und zugegeben: Ich war anfangs an Hatred ein wenig interessiert (in der Hoffnung, dass sie das Setting für einen coolen Kniff nutzen). Als ich aber erfuhr, dass es einfach nur um sinnloses rumballern ging, hab ich wie viele andere auch das Interesse verloren.
     
  26. Tortenschachtel

    Tortenschachtel
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    Ich dachte "Safe Spaces" sind was gutes, warum klingt das bei Dir so negativ?
     
  27. casadechrisso

    casadechrisso
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    "Safe Space" kommt ohne Wertung, es ist schlicht ein Raum in dem Leute auf derselben Linie unter sich sind und von nichts getriggert werden. Von außen kann man das werten wie man will.
     
  28. Joss Filousoph

    Joss
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    Wenn du das tatsächlich ernst meinst, hättest du die Anführungszeichen weglassen können. Denn selbstverständlich hat der Begriff einen spezifischen sozialkulturellen Hintergrund.
     
  29. casadechrisso

    casadechrisso
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    Ich durste jetzt nicht nach Edginess, aber so ganz ohne jegliche Ecken und Kanten und einer Prise Sarkasmus in Bezug auf gesellschaftliche Themen will ich auch nicht. Da ich gerade mal wieder, warum auch immer, Dragon Age Origins spiele, fällt mir schon ein deutlicher Unterschied im Erzählstil im Vergleich zu neueren Titeln auf, ohne das Origins irgendwem weh getan hätte - es greift aber schlicht Themen auf auf die heute vollkommen ausgelassen werden. Zum Beispiel die Tatsache, daß ein weiblicher Warden anders behandelt wird als ein männlicher, z.B. in Dialogen mit Sten, DA also auf Themen wie Sexismus zumindest eingeht, ohne sie gutzuheissen (letztendlich wird ein weiblicher Warden m.M.n. nur mehr "badass" wenn sie sich auch gegen dumpfe Männerurteile durchsetzt). Heute ist das kein Thema, alle sind schlicht gleich und anstatt sich mit Sexismus aktiv auseinanderzusetzen existiert er schlicht nicht mehr. Mein Paradebeispiel der Enttäuschung z.B. war ein Ausschnitt der Noclip-Doku über "Outer Worlds", da gab es einen Quest in dem eine weibliche Figur eine männliche zu einem Date "erpressen" wollte - und der Dann ersatzlos gestrichen wurde weil es angeblich nicht in die nach- #metoo Ära passt. Statt hier die Chance zu ergreifen und eine moralisch ambivalente Geschichte zu erzählen gab es gepflegte Ponyhof-Langeweile, was Outer Worlds für mich zur größten Enttäuschung der Vergangenen Jahre machte - angesichts Obsidians Erzähltalent. Wenn also die "Politik" der Spielewelt in Zukunft in die Richtung geht daß gesellschaftliche Konflike einfach gar nicht mehr stattfinden, alle sich super lieb haben und die bösen schwarz-rote Monster sind, dann gute Nacht. Ich finde diese Themen machen Spiele interessanter, ambivalenter, und merkwürdigerweise wurden diese sozialen Kommentare früher nicht als "zu viel Politik in meinen Spielen" angefeindet, während Games, die schlicht nur progressive "Tatsachen" schaffen eher angefeindet werden. Im Grunde werden Spiele immer unpolitischer, denn sie sparen sich alle Kommentare und Grautöne, erschaffen stattdessen aber ein Idealbild ohne jegliche Grautöne das vielen Spielern wohl weniger passt.

    Was toxische Männlichkeit angeht, die existiert überall und in jedem, auch in Frauen (Erwartungshaltung gegenüber Männern), die Frage ist wie man damit umgeht und ob man sich mit ihr kritisch auseinandersetzt oder sie schlicht abfeiert.
     
    Yeager und Reddok gefällt das.
  30. casadechrisso

    casadechrisso
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    Kannst Du recht haben, so fest überzeugt bin ich von den Anführungszeichen nicht - gemacht hatte ich sie wegen dem ursprünglichen Hintergrund/der Assoziation, da diese im allgemeinen Sprachgebrauch aber kaum noch Bedeutung hat würde ich sie wohl weglassen - mit dem Risiko mich dann unbeliebt zu machen weil ich den Begriff nur für eine tatsächlich marginalisierte Gruppe verwenden sollte.
     
  31. Joss Filousoph

    Joss
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    Unabhängig vom personal Touch finde ich es sinnvoll, Begriffe nicht entgleisen zu lassen, weil es für das, was du sagen wolltest ja neutrale Begriffe gibt: Bubble z.B. oder Echokammer. Die sind neutral. Safe Zones sind Schutzzonen im Sinne des Begriffs und die haben Leute, die auf Tag X hin preppen und mit Macheten durch die Grenzwälder laufen oder alles Mögliche aber gewiss keine Minderheiten vertreten nun mal nicht nötig. Wieso man sowas ins Lächerliche ziehen muss, erschließt sich mir nicht.
     
  32. casadechrisso

    casadechrisso
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    Wir reden aber von verschiedenen Dingen, daher halte ich den Begriff für angebracht - ich meine Leute, die sich aus denselben Gründen (Vermeidung von Triggern) in ihre kleine edgy Blase einschließen, nehmen wir Incels. Die finden zwar diese Spiele toll, haben aber wahrscheinlich gar keine Zeit und Ambition zu preppen oder Flüchtlinge zu jagen, sondern leben ihren Hass zuhause aus. Leute wie Contrapoints verwenden den Begriff auch recht frei für diese Gruppe. Hat nichts mit Lächerlichkeit zu tun, diese Begriffe sind schlicht im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen.
     
  33. Joss Filousoph

    Joss
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    Es gibt doch aus diesen Blasen heraus Anschläge und Übergriffe, was ja auch nicht wundert, wenn dort Hass kultiviert und über korrektive Vergewaltigung diskutiert wird. Incel-Gruppen sind keine Schutzzonen, in denen es um tatsächlichen Schutz geht. Auch kann man nicht Triggervermeidung (in der ganzen Breite des Begriffs) zur Generalklausel für etwas machen, was verletzlichen Menschen als tatsächlicher Schutzraum dient. Den brauchen Incels eben nicht. Nur weil sie vor irgendetwas flüchten sind sie keine Flüchtlinge. Das ist so ein Begriffswischiwaschi, der letztlich genau dem reaktionären bis schließlich rechten Diskursdurchfall dienlich ist. Da schreiben dann Leute aus privilegierten Positionen und mit breitem Medienecho über CC, während andere von Machetenfreaks durch den Wald gehetzt werden. Aber gut, wenn du das ernsthaft so glätten und verteidigen willst, Haken dran. Dann hab ich dich ja richtig verstanden.
     
  34. casadechrisso

    casadechrisso
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    @Joss , es geht mir nicht um Leute die aktiv Menschen jagen, und ich glaube auch nicht daß sich die Gruppe der Spieler und aktiv agierender Nazis stark überschneidet. Wenn ich Hass-Spiele sehe denke ich erst einmal an meine dreizehnjährige Mitschüler damals die sich irre abfeierten auf ihrem C64 "KZ Manager" zu zocken, also infantile kleine Arschlöcher.
    Daß "Safe Spaces" inzwischen ein allgemein gebräuchlicher Begriff ist hat auch etwas damit zu tun daß auf diese rechten Edgelords im Grunde genau das ebenso zutrifft, worüber sie sich immer bei den Linken lustig machen - daß sie ständig getriggert werden, sich dann wie kleine weinerliche Snowflakes aufführen und sich in ihre kleinen Edgelord-Safespaces zurückziehen. Das ist lustig. Hat auch etwas mit Humor zu tun, der uns zuweilen etwas abgeht, und in diesem Sinne auch ganz sicher etwas mit Lächerlichkeit. Und Rechte lächerlich machen ist immer eine gute Idee, denn davor haben sie Schiss, Verteufelung dagegen finden sie toll.

    Ich rede nach wie vor nicht von den Machetenfreaks, das ist eine vollkommen andere Ebene und ich glaube nicht daß wir das auch noch mit in die Diskussion aufnehmen sollten.
     
  35. Tortenschachtel

    Tortenschachtel
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    War das mit den "Machetenfreaks" ein tatsächliches Ereignis? Und wer (oder was) ist CC?
     
  36. Yeager

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    Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass wir (Linken) eine Art Club feinfühliger Ja-Sager wären, die bei der allerkleinsten Verletzung politischer Korrektheit durch die Decke gingen, in Doppelmoral badeten und charakterlich so weit abgerundet und abgeflacht wären, dass schon der Begriff "Kante" einen Affront für uns darstellte. Natürlich sind auch wir "sozialisiert" (im Sinne von "durch die gerade gefühlt vorherrschende Doktrin der Umgebung geprägt) worden im jeweiligen Zeitkontext. Ich bin z.B. in einer fremden-, schwulen-, frauen- schwarzen- und Gott-weiß-was-noch-feindlichen Umgebung groß geworden. Vielleicht hat gerade das mir die Augen geöffnet, während andere aus ähnlichen Verhältnissen diesen Weg weiter gingen. Der Unterschied? Ich habe hinterfragt, jene anderen nicht. Ich habe mich gefragt, wie es mir erginge, wäre ich eine Frau oder schwul oder schwarz, fremd war ich als Ausländer ohnehin schon.

    Aber das bedeutet nicht, dass meine Ausdrucksweise eine in jeder Hinsicht niemals aneckende wäre. Das ist sie hier und in anderen Medien, aufgrund der Regeln. Daher war ich auch nie ein Fan der PC, sie ist in meinen Augen die unabsichtliche Erzeugung von Doppelmoral basierend auf der Tatsache, dass man andernfalls jeder einzelnen Aussage auf den Grund gehen, zwischen den Zeilen lesen, sich also wirklich einlassen müsste auf das Wesen des Schreibenden - und damit seine Intention. Das ist in den meisten Fällen viel zu aufwändig, das kann auch nicht jeder, also wird statt dessen ein Regelwerk des Sag- und Nicht-Sagbaren ersonnen, welches aber widerum Misstrauen erzeugt. So kommt es auch zu dem Vorwurf der Doppelmoral.

    Dieses Phänomen und damit einhergehend: ein Charakter mit Ecken und Kanten, ein zuweilen zynischer oder respektloser Humor wie man ihn etwa bei Ricky Gervais findet (den ich sehr mag), sind aber nicht dasselbe wie toxische Maskulinität. Letzeres kann sogar als Oxymoron verstanden werden. Ich bin z.B. mit einem Männerbild ala Clint Eastwood groß geworden, getreu dem Motto: Wer unbedingt dem Rest der Welt zeigen muß, wie achso männlich er wäre, ist kein Mann. Nun könnte man auch diese Form richtig oder von mir aus auch falsch verstandener Männlichkeit kritisieren, grundlegend hinterfragen, ob es so etwas wie Männlichkeit überhaupt gibt oder dies nicht bloß eine Traumvorstellung reaktionärer Art wäre. Man könnte genauso kritisieren, dass überhaupt schon ebendiese Gedanken ein Produkt des stärker werdenden Feminismus wurden, mit dem scheinbar erfolgreich erreichten Etappenziel, dass Männer schon Männer angehen wegen "Männlichkeit".

    In meinen Augen sind jedoch alle diese Überlegungen irrelevant, geradezu kleinlich. Denn über alledem thront "Charakter", unabhängig vom Geschlecht. Dazu gehört, dass man Minderheiten, vermeintlich oder reell Schwächere oder generell Menschen, die schon immer Ziel von Übergriffen waren, nicht ebenfalls attackiert, im Gegenteil: sich für diese einsetzt. Es gibt viele Interpretationen des politisch Linken, aber das ist ein kleinster, gemeinsamer Nenner, auf den sich wohl die meisten einigen dürften. Ich will nicht ausschliessen, dass es solche gibt, die dem nicht gerecht werden und so manche historische Rückschau vermeintlich linker Staatsführung war alles andere als menschenfreundlich. Doch das Ideal als solches bleibt davon untangiert. Will heissen: wenn es toxische Maskulinität im linken Spektrum gibt, dann passiert diese unter dem Teppich versteckt oder da empfindet / stellt sich jemand als links (dar), der es nicht ist.

    Ecken und Kanten sind dennoch vorhanden, das ist auch gut so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2021
  37. Joss Filousoph

    Joss
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    Ich muss immer wieder an Carbon Copy denken, hänge wohl geistig noch in der Email-Welt ab :D

    Wie stehst du eigentlich zur Cancel Culture?

    Ich weiß beim besten Willen nämlich nicht, wie ich selbst dazu stehe. Manchmal denke ich, dass es der einzig pragmatische und faire Weg ist und manchmal denke ich, dass es überhaupt keine Lösung ist, wenn man Dinge unter den Teppich kehrt. Es kann sogar nach hinten losgehen, wenn jemand aufgrund eines Missverständnisses gecancelt wird. Ein abschließendes Urteil oder eine glasklare Meinung habe ich dazu nicht. Du?
     
  39. casadechrisso

    casadechrisso
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    Ich wurde zwar nicht gefragt, aber erdreiste mich wegen Schlafmangels trotzdem mal. Cancel Culture ist erstmal ein Unwort und vollkommen beliebig geworden, und ich bin nicht der Meinung einiger Linken daß es eine "Erfindung" oder ein "Kampfbegriff" der Rechten sei, die haben sich lediglich wieder etwas angeeignet was in der Szensprache auf Social Media schon länger auch ganz unpolitisch gang und gäbe war. Der massive Gebrauch seitens Rechts nervt gewaltig, dennoch halte ich nichts von "CC gibt es nicht", die ist unter Youtube Drama-Channeln und Szeneintern in diversen Bubbles ganz alltäglich. Soweit zur Nutzung - ich denke zwei lange Youtube-Essays, einmal von Contrapoints, einmal von Lindsay Ellis haben dazu alles gesagt und sollten von jedem mal an einem regnerischen Sonntagnachmittag geschaut werden:

    https://www.youtube.com/watch?v=OjMPJVmXxV8
    https://www.youtube.com/watch?v=C7aWz8q_IM4

    Was das Canceln selbst angeht kann man, glaube ich, kein Urteil fällen - Ohne Canceln gäbe es #metoo nicht (oder umgekehrt), da hat es sich als wertvolles Instrument der Gegenwehr erwiesen und kann nicht genug gelobt werden. Wenn sich eigentlich Gleichgesinnte dann aber tagtäglich wegen absolutem Pipifax canceln - siehe Youtube-Dramachannels oder Twitteralltag, dann ist es eine Perversion des ganzen und dient eigentlich nur noch der Befriedigung niedriger (oft sadistischer) Bedürfnisse. Wenn ich von "Cancel Culture" rede (nicht "canceln"), dann meine ich eigentlich immer diese ursprüngliche, szeneinterne Form, die ich weder mit Bewegungen wie #metoo oder BLM verbinde, noch mit dem rechten Geplapper von Cancel Culture, das eine Fehlinterpretation ist. Es geht mir höllisch auf die Nerven wenn Leute, die eigentlich eindeutig auf derselben Seite stehen, sich wegen Kleinigkeiten Shitstorms auf den Hals senden, die sie lieber mal mobilisieren sollten um dem eigentlichen Gegner zu schaden. Sollte letzteres passieren, ist das die Cancel Culture von der Rechte reden (da es gegen sie geht), aber nicht mehr die ursprüngliche Form, hier würde ich dann klassisch von Shitstorm reden.
     
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  40. Joss Filousoph

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    Ich betrachte CC im Sinne des Wortes (also als "Kultur") als einen reaktionären Zugriff auf Befreiuungsdiskurse, um diese durch Opfermythologien zu torpedieren. Dabei bestreite ich nicht, dass es problematische Einzelfälle und Ungerechtigkeiten geben kann, dazu äußere ich mich dann aber im Einzelfall. Die CC als Diskursinstrument kommt aber aus einer politischen Ecke und es ist kein Zufall, dass sie nie bemüht wird, wenn Menschen, die sich für Befreiuung einsetzen, zum Schweigen gebracht werden. Es geht meistens um das "man wird doch wohl noch X und Y sagen dürfen", wir können keine Rücksichten nehmen, denn der Preis dafür ist zu hoch usw. usf. Ein Versuch um Befreiungsbewegungen und Kritik zum Schweigen zu bringen. Es ist kein Zufall, dass sie nur in diesem Zusammenhang und von reaktionären Gesinnungen behauptet wird. Die aber reichen von Rechts nach Links (Stegemann, Wagenknecht usw.). Meine Empfehlung daher: Sprecherposition und -interessen analysieren. Dann wird schnell klar, um was es geht. Wovon ich aber auch kein Fan bin, das sind die Prangermoves in den sozialen Medien. Da gibt es eine eklatante Lust an der Entgrenzung, bestimmte Leute brennen sehen zu wollen. Wird mir auch ständig im Fall Wagenknecht unterstellt, egal wie oft ich die Problematik in der Sache expliziere. Dieser Reflexionsmangel der sozialen Medien ist längst tief in die Köpfe eingesickert. Boulevard eben. Dabei habe ich im Falle von Ermittlungen die nötige Geduld, Resultate abzuwarten. Prozesse und Verfahren sind in meinen Augen zurecht geschützte Räume und Verfahren.
     
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