Political Correctness Sammelthread

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von abelian grape, 7. März 2019.

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  1. Dawizard

    Dawizard
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    Firmen distanzieren sich von allem das irgendwie kontrovers sein könnte. Das nennt man "Kapitalismus", nicht "Cancel Culture" :ugly:


    Was er zum Beispiel auslässt ist die Angriffsplanung der Nazis wo er dabei war.

    As the group waits, they discuss their weaponry. A few men try to guess which way the wind's blowing to avoid getting "spray" in their eyes, presumably when they use it against members of antifa. Another man holds a thick wooden dowel, and practices swinging it like a baseball bat. A woman carries a red brick in her hand. Some don goggles, helmets, and tactical gloves.

    "Who's texting Joey?" Someone asks when the group seems to be without a game plan. Another man says, “Tell Joey and them to hurry the fuck up.”

    Ben captures someone telling a person on speakerphone, "There's going to be a huge fight," and gives them directions to Cider Riot.

    Ngo doesn’t film any of the conversations, and smiles when the group cracks jokes.

    “He overheard everything,” Ben recalls, “and said nothing.”
     
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  2. Klatsch

    Klatsch
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    Na klar, der Kapitalismus ist schuld.
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  3. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Von "Schuld" würde ich jetzt auch nicht reden, weil das ein viel zu wertender Begriff ist, aber ich halte es für plausibel, dass kapitalistische Denkweisen bestimmte Entwicklungen zum Teil bestärken können. Im Kapitalismus ist letztlich der monetäre Gewinn (oder Verlust) die entscheidende Zielgröße, ergo werden Handlungen dahingehend optimiert. Wenn jetzt Menschen zu dem Schluss kommen, dass bestimmte Dinge für ihren Erfolg schädlich sind, dann werden die nicht gemacht. Das kann natürlich dazu führen, dass bestimmte Diskussionen aus Angst überhöht werden und man Konsequenzen zieht.

    Ich kann jetzt nicht sagen, ob das für den gebrachten Einzelfall gilt, aber oberer Absatz ist für mich eine Erklärung für einige Entwicklungen, die gerne mal mit dem Begriff "Cancel Culture" gelabelt werden. Produkte für breite Massen sind im Kapitalismus nicht auf Kontroversen ausgelegt, weil Kontroversen schädlich sein könnten. Jetzt haben wir einen immer größeren Resonanzraum, wo jeder Mensch der Welt seine Meinung hineinblasen kann. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass auch Meinungen von kleineren Gruppen Aufmerksamkeit bekommen können und dann aus Angst vor finanziellen Einbußen mögliche Kontroversen im Keim erstickt werden.
     
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  4. Klatsch

    Klatsch
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    Es ist doch viel einfacher. Einige Leute werfen mit Mist und mit den beworfenen Personen möchte dann niemand zu tun haben. Einfacher wäre es also die Leute zu kritisieren, die überhaupt erst den Mist werfen, anstatt an die Geruchsrezeptoren der sich störenden Personen zu appellieren.
     
  5. JFK

    JFK
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    Das mag auf theoretischer Ebene richtig sein, aber du kannst ja einen gesellschaftlichen Diskurs nicht steuern. Realistisch gesehen ist's halt so - wir leben in einer Welt mit globalisierten sozialen Netzwerken und verhältnismäßig freier Rede. Wenn ich behaupten will, dass meine Kindergärtnerin meinen kleinen Jungen sexuell missbraucht, kann ich das in meinem Zirkel erst einmal rausposaunen und kümmere mich später um die juristischen Konsequenzen - der Schaden ist aber angerichtet, ungeachtet des Wahrheitsfaktors. Vielleicht greift das sogar meine Lokalzeitung auf.

    Man müsste halt in dem Fall mit Verboten arbeiten - Verbote öffentlicher Anschuldigungen, Verbote von Berichterstattung über nicht bewiesene Verbrechen (oh boy), Verbote von Namensnennungen, vielleicht sogar Verbote von ausländischen Medien, bei denen all diese Verbote nicht greifen. Ich weiß nicht, ob es das wert ist. Keine Ahnung.
     
  6. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Wir sollen also die Leute canceln, die "Cancel Culture" betreiben? :ugly:

    So einfach ist das nicht. Wir haben eine Hyperöffentlichkeit erschaffen und müssen nun lernen, damit irgendwie umzugehen. Es ist nur logisch, dass bei so einer Entwicklung alles Mögliche an die Oberfläche kommt, weil Milliarden an Menschen eine praktisch unüberschaubare Vielfalt an Meinungen, Vorstellungen und Wünschen haben - und wie man diese nun äußern kann/darf/sollte. Trotz dieser ganzen Vielfalt wird es aber auch immer Menschen geben, die sich anderen Äußerungen anschließen und damit entstehen zwangsläufig Gruppierungen. Das ist also völlig natürlich und nicht verhinderbar. Die Frage ist nun, wie man darauf reagieren sollte und das ist auch nicht einfach zu beantworten. Einen Teil der Meinungen kann und sollte man ignorieren und einen Teil der Meinungen wird nie ignoriert werden, weil Menschen rationale Befürchtungen davor haben, dass ein Ignorieren sie Geld kostet (ich beziehe mich jetzt mal nur auf den kapitalistischen Aspekt). Auch das ist natürlich - ergo ist ein Teil dieser "Cancel Culture" eine zwangsläufige Konsequenz aus Kapitalismus gepaart mit unserer immer größer werdenden Öffentlichkeit.

    Das betrifft auch nur die Äußerungen, die justiziabel sind - "Cancel Culture" bezeichnet aber ja bei Weitem nicht nur solche Äußerungen, sondern auch Meinungsäußerungen, die legal sind. Das kann man auch als "Mist" bezeichnen, wird das aber nicht durch Gesetze einfangen können - außer, man schränkt die Öffentlichkeit wieder ein.
     
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  7. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Glückwunsch, das war jetzt komplett am Thema vorbei und hatte nichts mit meiner Frage zu tun.
     
  8. Klatsch

    Klatsch
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    Nah. Eher, einfach mal die Klappe halten, bis man genauere Infos hat und nicht gleich jeden unbestätigten Bullshit weiterverbreiten. Würde generell mal ganz gut tun, also völlig unabhängig von Cancel Culture Debatten.
     
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  9. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Du wirst aber die Mistwerfenden niemals unter Kontrolle kriegen ohne gleich die freie Meinungsäußerung mit über Bord zu werfen.
    Kritik ja, aber die bringt doch nichts. Die Leute, die nach noch unbewiesenen Vorwürfen sofort das berufliche und soziale Aus einer Person fordern sind für Kritik vermutlich weniger empfänglich.

    Ich würde es bevorzugen wenn Firmen zukünftig etwa so reagieren: "Haben das zur Kenntnis genommen und nehmens ernst. Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen werden wir entsprechend reagieren, bis dahin passiert erstmal nix."

    Die meisten Firmen geraten inzwischen aber ja schon in Panik, wenn irgendwo 50 Leute was doof finden. Ich glaube dass ein besonnenerer Umgang mit den sozialen Medien bei Firmen deutlich realistischer umzusetzen wäre als dass Leute aufhören dort zu schreiben, was sie alles doof finden.
     
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  10. Klatsch

    Klatsch
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    Sehe ich genauso.
     
  11. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Klar. Aber Milliarden von Menschen haben Zugang zu Sozialen Medien und da wirst du immer einen Teil dabei haben, der lautstark und vorschnell seine Meinung raushauen wird. Das ist absolut unvermeidbar und damit müssen wir lernen umzugehen - teilweise auch dadurch, dass wir auf allen Seiten gelassener werden (siehe @Fiesfee). Ich habe keine Ahnung, wo wir uns hinentwickeln werden, aber viele Dinge, die wir nun als "Cancel Culture" bezeichnen, werden uns zwangsläufig erhalten bleiben, einfach weil die grundlegenden Mechanismen nicht vermeidbar sind - wo handelnde Menschen mit ihrem potenziellen Publikum interagieren findet immer eine Rückkopplung statt.
     
  12. Klatsch

    Klatsch
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    Aber was hat das am Ende noch mit Kapitalismus zu tun? Es ist doch viel eher so, dass sowas völlig unabhängig vom Wirtschaftssystem passiert.
     
  13. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Naja, warum sonst sollte sich eine Firma einen Dreck um 5000 Leute scheren, die die Entlassung eines Mitarbeiters fordern?
     
  14. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Oft recht viel: Befürchtungen monetärer Einbußen sind eine recht gute Motivation Dinge zu "canceln". Man will ja nicht Teile des potenziellen Publikums vergraulen - das ist ja auch ein Grund dafür, warum bestimmte Dinge, die an den breiten Massenmarkt ausgerichtet sind, nicht gerade vor Mut strotzen. Bspw. führt das auch dazu, warum es in Hollywood-Filmen jetzt nicht unbedingt sehr viele kontroverse Ideen gibt.
     
  15. JFK

    JFK
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    Near, Programmierlegende im Emulator-Bereich und der Kopf hinter der gigantischen ROM-Digitalisierungsbibliothek von SNES-Titeln, hat Selbstmord begangen - nach jahrelangen persönlichen Attacken, allen voran durch die absolut widerwärtige Kiwi Farms-Community. Da gibt's dann zu einzelnen Netzpersönlichkeiten schon mal 400+ Seiten voller Hass und Häme.

    https://gbatemp.net/threads/near-fo...m-suicide-following-online-harassment.590587/

    Ich finde es nach wie vor unfassbar, dass es mehr als ein Vierteljahrhundert nach Einführung des kommerziellen Webs noch immer kein vernünftiges, wirksames Tool gegen knallhartes Mobbing gibt.
     
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  16. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Mobbing wird nicht wirklich als Problem gesehen. Mal knallhart gesagt, stell als Schüler jemandem ein Bein und und du hast deine Zukunft ruiniert weil dich keine Schule mehr nimmt, mobbe ihn so lange, bis er vor ein Auto rennt und dir passiert 0.
     
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  17. Dawizard

    Dawizard
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    Wer ist denn in den USA gegen einen Kündigungsschutz der diesen Namen verdient?
     
  18. Klatsch

    Klatsch
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    Nach der Idee braucht man ja nur warten, bis jemand aus dem öffentlichen Bereich gecancelt wird und einer Orga, die nicht dem Wettbewerb unterliegt.

    Gibt sicherlich etliche solcher Fälle angefangen von männlichen Kindergärtnern, die sich Pädo Vorwürfen ausgesetzt sehen. The Hunt hat das Ganze Thema entsprechend aufgearbeitet und wer ehrlich zu sich ist wird zugeben Menschen, die sich solchen Vorwürfen ausgesetzt sehen, zu meiden.

    Das hat weniger mit Kapitalismus zu tun, als einfach nicht damit in Verbindung gebracht zu werden. Am Ende sind die Hauptverantwortlichen aber erstmal jene, die solche Gerüchte verbreiten, bzw. in die Welt setzen.
     
  19. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Der Kiwi-Farms-Clan ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich habe mir das Forum letztes Jahr aus Recherchegründen mal angetan. Tatsächlich hatte ich ursprünglich nur nach Rezensionen zu Lindsay Ellis' "Axiom's End" gesucht. Eine erstaunliche Auffassung von fundierter Literaturkritik haben die Herrschaften dort. Ich kann nur sagen, wow, da ist ja RPGcodex noch eine akzeptable Bude gegen (ist es nicht).

    Auf deinen Post hin habe ich mich in die Geschichte von Near/Byuu eingelesen. Insbesondere natürlich dahingehend, warum Near angefeindet wurde. Die Gründe sind klar soweit. Es sind auch genau die Gründe, warum in diesem Thread das Thema nicht aufgegriffen werden wird. Das ist ja nicht Political Correctness, nicht Cancel Culture, nicht der ganze andere Matsch.

    May they rest in peace.


    Signaturmaterial. Bitte nicht im Amoklaufthread posten, die machen dir den Kopf runter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2021
  20. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Mein Englisch ist nicht sehr gut und meine Nerven gerade nicht die Besten, dass ich mir die Abgründe der Menschheit antue. Aber lass mich raten, er war zu links?
     
  21. Klatsch

    Klatsch
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    Gilt halt für jeden und natürlich mach ich da auch immer wieder den Fehler und falle drauf rein und verbreite Unsinn weiter. Jeder im Kleinen, aber versuchen sollte man es zumindest.
     
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  22. Sace

    Sace
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    Falsch geraten
     
  23. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Na dann hau mal raus.
     
  24. Sace

    Sace
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    Er war autistisch und ein Furry, was für sich genommen schon viel Häme einbringt aber wohl nicht der Auslöser war. Dazu kam dann allerdings noch, dass es um seine Person in der Vergangenheit viel Drama gab. Scheinbar wegen einiger seiner früheren Aktionen in entsprechenden Foren wie Kiwifarm für die er sich entschuldigte, was einige Individuen aber nicht davon abhielt, ihn und seine Freunde zu stalken, doxxen bzw. zu bedrohen.
     
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  25. Dawizard

    Dawizard
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    Zu nichtbinär


    Der öffentliche Bereich muss auch dem Wettbewerb unterliegen. Sagt die Partei die sich permanent über die angebliche "Cancel Culture" beschwert.
     
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  26. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Aus Perspektive der KiwiFarmer sicher. Nichtbinär, Furry, Anti-Trump und dabei durchaus überzeugt von sich selbst.

    Die KiwiFarms haben eine deutliche Rechtsneigung, aber hier werden auch Galionsfiguren der Rechten demontiert (natürlich gerade, wenn sie schwul sind :wahn:). Das Forum ist eines des absoluten Kulturpessimismus und des moralischen Nihilismus. Du erinnerst dich vielleicht an meine Kritik von "South Park": In alle Richtungen ungehemmt auszuteilen heißt auch irgendwo, selbst keinen Standpunkt zu vertreten und ausschließlich destruktiv zu wirken. Und wirklich nur darum geht es bei den KiwiFarms. Sie suchen und sie attackieren das, was sie "Lolcow" nennen. Egal wen, egal was. Und diese Leute fahren auf jedwede Reaktion auf ihre Worte ab, einschließlich eines möglichen Suizids ihrer Opfer. Das ist der Thrill. Und den wollen eben teils auch "Linke".
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2021
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  27. Jeremir

    Jeremir
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    Also wenn du fragst warum die Linken für etwas kritisiert werden und die Rechten (angeblich) nicht und ich darauf erörtere, weshalb unterschiedliche Maßstäbe angewendet werden, dann ist das am Thema vorbei?
     
  28. Hank J.

    Hank J.
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    natürlich wurden diese leute entlarvt, schau dir doch an, was die verlangt haben und wo wir heute sind. rockmusik gibt es noch, genauso wie heavy metal. in Deutschland ist der jugendschutz und die 'freiwillige selbstzensur' deutlich laxer geworden. Dungeons & Dragons ist nicht weniger 'satanisch' als vorher. im zuge der killerspieldebatte gab es eine gezielte desinformationskampagne von teilen der wissenschaft (Pfeiffer), medien (frontal 21) und der politik (Stoiber), aber es haben immer wieder auch menschen versucht, aufzuklären. in talkshows, nachrichtensendungen, in den printmedien gab es auch deutlich differenziertere perspektiven. auch der spielejournalismus hat sich eingeschaltet. schau dir doch mal dieses video von der tagesschau an - 2016 wurde schon ganz anders darüber gesprochen als 2006. so sieht aufklärung aus.

    was die cancel culture von rechts angeht, die hat doch nun wirklich kaum eine bedeutung. wer verliert denn heute seinen job oder wird als aussätziger gebrandmarkt, wenn er rechte standpunkte nicht vertritt? dafür wirst du doch eher gefeiert. natürlich gibt es da noch die religiösen strukturen, die teilweise noch einen sehr starken einfluss haben, aber das ist dann wieder ein ganz anderes thema. denn dann müssten wir über religion an sich sprechen, nicht nur über die evangelikalen christen aus den USA, sondern auch über die islamisten, deren cancel culture einen recht endgültigen charakter besitzt.
     
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  29. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Wir sind heute weiter, weil die Spieler von früher erwachsen geworden sind und spielen Mainstream geworden. (Komplettes Genres kann man übrigens nicht verbieten, was aber nicht daran änderte, dass zum Beispiel Shooter, oder Horrorfilme quasi automatisch indiziert, das hat sich erst vor relativ kurzer Zeit geändert).


    Heute entscheiden Leute über Spiele, die oft selbst Spieler sind. Und nebenbei gab es haufenweise Lobbyarbeit, oder meinst du es ist Zufall, dass von der USK geprüfte Spiele nicht mehr so leicht indiziert werden können?

    Pfeiffer und Co haben Widerspruch geerntet, aber der hat die Zielgruppe oft gar nicht erreicht. Wer hat damals Youtube aufgerufen, die Zielgruppe von Frontal 21 sicherlich nicht.

    20106 ist nicht 2006, wie gesagt, die Spieler sind erwachsen geworden.

    Und natürlich, wenn ein US-Bundesstaat verlangt, dass intelligent Design gleichwertig zur Evolutionstheorie unterrichtet werden muss, gibt es keinerlei Konsequenzen für Lehrer, oder Rektoren die sich weigern. Dann kommt es aber zu einem canceln, dass Studenten in Jahrzehnten nicht schaffen. Interessiert nur Keinen, oder wird wie hier klein geredet.
     
  30. Hank J.

    Hank J.
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    weil es damals widerstand gab und der diskurs nicht verhindert wurde - obwohl einige dies durchaus bevorzugt hätten, wenn es kein nachfragen, kein kritisieren, keine forderungen nach beweisen gegeben hätte - sind wir heute da, wo wir eben sind. wäre das anders gelaufen, hätte man es geschafft, menschen an den pranger zu stellen, die das medium videospiel gegen bevormundung, zensur und verbote verteidigt haben, indem man ihnen beispielsweise vorwirft, sie seien entweder perverse egoisten oder menschenfeinde, weil ihnen ein paar pixel blut wichtiger sind als menschenleben, wäre das anders gelaufen. diese versuche gab es ja durchaus, aber man hat sich schlicht dagegen gewehrt und dieses ideologische framing abgelehnt. auf die ganzen unterstellungen oder der hinweis, dass es ja kein allzu grosser verlust für die menschheit wäre, wären medien weniger gewalthaltig hat man mit aufklärung statt mit schulterzucken reagiert. es gibt und gab entgegen der behauptungen keine beweise, dass gewalt in medien wie videospielen menschen zu gewalttätern macht.

    heute kommt die bevormundung von links. vorwürfe von rechts prallen an den meisten einfach ab, niemand nimmt es wirklich mehr ernst, wenn jemand was von satanismus oder gewaltverherrlichung spricht. aber der vorwurf, rassismus oder sexismus zu bedienen, der lässt die menschen zittern. schau dir doch mal die situation von Avellone an, die vorwürfe beinhalten ja keine straftat, sondern angeblich schleimiges verhalten. trinkt alkohol in geselliger runde, geht mit einer frau mit, sie machen rum, frau sagt dann 'nein, lieber doch nicht', Avellone akzeptiert ohne widerrede, wünscht eine gute nacht und geht seiner wege. das ganze wurde dann natürlich ausgeschmückt, um Avellone in ein möglichst negatives licht rücken zu können, wie z.b. die unterstellung, er würde regelmässig frauen abfüllen um dann über sie herfallen zu können. hat gereicht, um seine karriere und sein ansehen in der öffentlichkeit zu ruinieren, vom psychologischen schaden ganz zu schweigen.

    wer nach beweisen fragt oder sich kritisch mit dem thema auseinandersetzt, der ist, genau: ignorant, bösartig oder rechts. der versuch, darüber zu reden, wird doch von vornherein abgeblockt. das ist das eigentliche problem, denn wer das schafft, der kann allen möglichen scheiss durchboxen - ein widerspruch jedweder art wird ja von vornherein als teil des problems behandelt.
     
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  31. 2Mensch gesperrter Benutzer

    2Mensch
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    @Hank J. Aber grade die causa Avellone wird doch (mittlerweile) durchaus kritisch beäugt? Ich habe zumindest schon ein- zweimal angemerkt das die ganze Sache extrem fishy ist, und es wurde mir nicht vorgeworfen ein Frauenhasser/ Nazi/ whatever zu sein...
     
  32. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Ein Fehler, der auch mir oft genug passiert, ist die fehlende Konkretisierung ob man nur im Rahmen des GSPB argumentiert oder dies auf das Internet allgemein (gerade z.B. Twitter) bezieht.
     
  33. 2Mensch gesperrter Benutzer

    2Mensch
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    Ich glaube im GSPB :ugly:.

    Test: Die ganze causa Avellone ist extrem fishy. Ihre unglücklicherweise spontan verdampfte Post-Historie, gewürzt mit den archivierten Tweets lässt Klarissa (?) latent unglaubwürdig wirken. Dazu halte ich es für ausgesprochen fraglich, wenn die berufliche Zukunft und die psychische Gesundheit (Sehen wir es mal realistisch. Wer da direkt in blindem Furor auf Avellone im Netz eingedroschen hat, ist höchstens Teil eines Problems) eines Menschen einfach so in die Tonne gekloppt werden darf, wegen eines völlig unbewiesenen Vorwurfs. Dazu ist "der ist ein Creep" höchstens eine Beleidigung, kein strafbarer Vorwurf.
     
  34. Hank J.

    Hank J.
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    von seinen kollegen hat sich afaik niemand zu wort gemeldet, sondern es wurden direkt beziehungen beendet. also klar, als anonymer user ist das natürlich nicht von belang und je nachdem, wo man sich aufhält, fallen auch die reaktionen anders aus. aber wer rang und namen zu verlieren hat, der hält sich entweder bedeckt oder macht mit, wobei simples schweigen mittlerweile auch oft nicht mehr ausreicht. hier im GSPB sind's halt nur eine handvoll user, die hinter jedem widerwort eine rechte verschwörung oder internalisierte ressentiments sehen.

    oder einfach mal resetera besuchen: https://www.resetera.com/threads/ch...xual-predator-up-now-an-article.231604/page-6
    besonders schön ist das narrativ, dass Avellone jetzt wegen 'verletzter gefühle' klagt. :ugly:
     
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  35. Sace

    Sace
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    Genial auch die Wortwahl der Pressemitteilungen von den verschiedenen Entwicklern, die Avellone plötzlich abgesägt haben. Natürlich hat keine Vorverurteilung stattgefunden und überhaupt haben sich Entwickler aus freien Stücken zu vorauseilenden Aktionen entschieden und reflexartig klargestellt, dass sie Lüsternheit und Missbrauch ganz doll doof finden, sogar, wenn keinerlei Beweise vorliegen.
    Das alles passierte natürlich auch ganz zufällig und ist nicht dem momentanen Klima geschuldet. :nem:
     
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  36. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Also ich finde Missbrauch auch ganz doof. Ist das nicht gesellshaftlicher Konsens?
     
  37. Sace

    Sace
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    War auch mein letzter Stand. Bei denen dann wohl nicht. Und Avellone im selben Satz zu nennen ist zu diesem Zeitpunkt höchstens üble Nachrede, mehr nicht.
     
  38. Dawizard

    Dawizard
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    D&D hat die Begriffe "Teufel" und "Dämon" bis in die späten 90er nicht mehr genutzt und durch Phantasiebegriffe ersetzt. Bei Magic gab es sogar erst 2002 wieder einen Dämonen.

    Was sind schon die paar Hetzkampagnen von Meyers Followern, die netten Herren die mit dir über dein Kinderlied oder den Speiseplan deiner Kita reden wollen, oder ein paar Liebesbriefe vom NSU 2.0? Das wahre Opfer ist die Zigeunersauce :yes:
     
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  39. Dawizard

    Dawizard
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  40. Makney

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    "The Prevent referral states that his comments are starting to stick out as “non-typical” for a boy his age due to his interest in medieval history, war, siege engines and soldiers."

    :husky:

    oh nein ein 11 jähriger der Ritter cool findet, der muss ja richtig böse sein.
     
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