Political Correctness Sammelthread

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von abelian grape, 7. März 2019.

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  1. Hank J.

    Hank J.
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    antisemitismus hat weniger mit der religion sondern viel mehr mit der ethnie zu tun. was du meinst ist antijudaismus.
     
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  2. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Nein, ich meinte schon was ich sage. Und Antisemitismus ist da fließend, sollte auch dir bekannt sein.
     
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  3. Joss Filousoph

    Joss
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    Eine Kritik ist keine Ablehnung. Und #metoo war ja wohl ein ein Katalysator der Kritik. Ich finde deine Interpretation einfach nur pervers. Man kann über Begriffe, Schwerpunkte und Fokussierung streiten, aber was du da machst ist Glasperlenspielen. Und was du hier wie verbindest ist schlichtweg mutwillig. Das ist erstens komplett respektlos in der Übersteuerung, zweitens aber würde das moderiert werden, wenn du das nicht in ein Glasperlenspiel verpackt hättest und jetzt plötzlich rückruderst, also ihm das unterstellst, was du aber eigentlich denkst. Denn deine Allzweckwaffe gegen.emanzipative Diskurse ist ja stets noch der Pranger, der Pöbel mit seinen Twitter-Connections zu den Großkonzernen und was nicht alles daraus werden könnte. Weshalb man besser daheim bleibt, anstatt für seine Rechte zu kämpfen und sich vor allem ja nicht zusammentut, weil Empowerment ja immer nur die Zündflamme an der Lunte ist und der Sprengsatz prinzipiell Unschuldige trifft. Dass die Trumps, Weinsteins und Cosbys jeden Dollar in Bewegung setzen, um Vergleiche zu schließen ist bekannt, da braucht man nicht im Anflug ins Raunen zu geraten oder Antisemitismus zu unterstellen. Selbst wenn bestimmte Stilblüten verwendet werden sollten, im Falle von CC Opfern aus der Satireszene wärst du der erste, der sich schützend vor die Kritisierten wirft, um zu erklären, dass es hier um etwas ganz anderes als antisemitische Stereotype geht und man einmal mehr sich maßloser mutwilliger Übertreibung hingibt.. Aber egal, Hauptsache man hat sich etwas zurechtgeraunt, auch wenn der Bapperl schon auf den zweiten Blick abfällt. Einfach nur Daumenhoch, gut gemacht.
     
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  4. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
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    Faszinierend, wie sich hier die Fraktion derjenigen, die sonst einfach mal gerne dem Gegenüber bereits bei fehlendem Zuspruch dekontextualisierend, ad absurdum das Wort im Munde herumdreht, ihm ad hominem allerhand sinistre Intentionen attestiert, es auch - perverserweise - einfach mal in die rechte Ecke stellt, echauffiert. Realsatire.
     
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  5. Sace

    Sace
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    "Scheiß auf Gerichte, nur öffentliches Anprangern bringt den Opfern Gerechtigkeit" ist Kritik? Ok.

    Schade, dass du nicht erkennen kannst, dass unkontrolliert um sich geworfene "Sprengsätze" prinzipiell auch Unschuldige treffen können und in der Konsequenz auch treffen werden, weshalb man als Gesellschaft schon Wege der Wahrheitsfindung und geordneten Bestrafung favorisieren sollte.
    Dein Argument, das ganze empörte Blabla mal beiseite gelassen: Ja, trifft halt Unschuldige, Vigilantismus ist trotzdem richtig und wichtig. :nixblick:
    Ich bete, dass so eine Ansicht niemals nicht mehrheitsfähig wird.
     
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  6. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Bis dahin habe ich es tatsächlich gelesen. Dann bin ich von deiner Rhetorik eingeschlafen. Nichts Sinnvolles zum Fall zu sagen? Wie überraschend. Aber völlig außer Kontext jahrealte Posts von mir rauskramen, warum? Weil dein Hintern noch heute weh tut davon? Na, danke für das Kompliment.

    Das ist ja höchstens zu 70% böswillig falsch, und immerhin bei weitem nicht so langweilig wie die heutigen Havarien Hanks im Hafen hyperbolischer Hyperventilation (Finde-das-Nomen-Edition™). Fraglich natürlich, ob du vielleicht etwas Sinnvolles zum Fall zu sagen hast oder auch nur bereit bist, themenrelevant zu argumentieren.

    Auch die Gerichtsverhandlung hat es nur gegeben, weil das New York Magazine eine Cover-Story gedruckt hat und den Opfern mehr Raum gab, als Social Media das jemals geschafft hat. Das war bei Lichte betrachtet Rufmord, oder? Öffentliche Ächtung, Suche nach weiteren Opfern über öffentliche Kanäle ohne Möglichkeit, den Täter zu Wort kommen zu lassen. Also, Butter bei die Fische, mal einen moralischen Standpunkt einnehmen und das Herumlavieren sein lassen: Die Cover-Story, war das auch schon deine gesetzlose Anarchie, die "Selbstjustiz", die ich angeblich befürworte, oder worüber reden wir hier?

    Die Gerichtsverhandlung gab es nur wegen der Story und der öffentlichen Ächtung. Der Täter ist überführt, hatte mehrere verjährte bzw. als verjährt erklärte Vergewaltigungen gestanden. Gestern geht er frei nach Hause. Für immer. Tacheles Bube, Party bei dir oder mehr so gedrückte Stimmung? Ist das hier mehr die "Najaaaa, war halt ein Formfehler, Pech gehabt"-Schiene, wie die "War halt ein Illegaler"-Argumentation im Trump-Thread?

    Gerechtigkeit erfahren die Opfer niemals. Nicht durch Geld, nicht durch Einsperren und nicht durch Exekution, so sieht's aus. Aber es wäre schon schweinegeil gewesen, wenn man sie dieser Tage nicht auch noch so unfassbar gedemütigt hätte. Tut mir echt leid, wenn ich auf die Meinungen derer, die kein einziges dieser Opfer mit Namen kennen, nicht so viel gebe.

    Was #metoo erreicht hat, ist die Demontage der Karriere Cosbys. Der kriegt kein Comedy-Special auf Netflix mehr, soviel ist mal sicher. Im Showbiz ist die Nase weg vom Fenster. Soll ich da jetzt traurig drüber sein? Den Untergang der Demokratie und unseres Rechtssystems wittern? Oder ist es faktisch so und unbestreitbar, dass die einzige und im Verhältnis zu seinen Verbrechen geradezu lächerliche Strafe Cosbys ausschließlich über die öffentliche Ächtung erreicht wurde?
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2021
  7. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Du hättest auch selber schreiben können, kommt aufs Selbe hinaus.
     
  8. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
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    Magst du das erläutern?
     
  9. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Du amüsierst dich über eine Methode und findest sie gut, weil sie von deiner Peergroup angewendet wird, lehnst sie aber angeblich gleichzeitig ab.
     
  10. Hank J.

    Hank J.
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    das macht dann aber wenig sinn, da Bret Weinstein - soweit ich weiss - kein praktizierender des jüdischen glaubens ist.
    ich finde das wirklich ermüdend. viele persönliche angriffe und unterstellungen. aber gerne nocheinmal: ich habe nichts gegen meToo, ganz im gegenteil. es ist wichtig, korruption, machtmissbrauch und übergriffe aufzudecken und die schuldigen zu stellen als auch die kultur des schweigens zu brechen. wenn allerdings einige menschen diese bewegung als deckmäntelchen für ihre persönlichen rachefeldzüge gegen gott und die welt benutzen, hat das wenig mit empowerment, gerechtigkeit oder fortschritt zu tun. der rechtsstaat ist nicht perfekt, ganz bestimmt nicht. das habe ich auch schon geschrieben. wer aber allen ernstes die emotionale reaktion des mobs bevorzugt, was die schuldsprechung angeht, der hat den schuss nicht gehört. ist auch alles andere als fortschrittlich, es sei denn, man denkt, die hexenverbrennungen waren nur deswegen etwas schlechtes, weil's die falschen getroffen hat. in dem falle hätten wir es dann mit regressivem / reaktionärem gedankengut zu tun.
     
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  11. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
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    Ja, ich amüsiere mich. Die Spiegelungen - und so interpretiere ich das übrigens auch z.T. - sind einfach zu unterhaltsam, sry. Aber nein, ich finde Dekontextualisierungen, Fehlschlüsse ad absurdum, ad hominem und Co., Rabulistik u.ä. nicht "gut", habe eine ausgeprägte Abneigung gegen Doppelmoral, Inkohärenz und insb. Projektion und mangelnde Selbstreflexion, egal von wem sie kommen (falls ich mich selbst einer dieser Verfehlungen hier schuldig gemacht haben sollte, würde ich doch einen entsprechenden Nachweis erwarten).
    Dass man sich dann echauffiert, obwohl man sich der Dinge, über die man sich echauffiert selbst schuldig gemacht hat, nehme ich einfach mit dem entsprechenden Humor. Du solltest meine Likes (ich nehme an, darauf bezieht sich dein Urteil, ansonsten dürften meine Aussagen deinen Vorwurf nicht stützen können) also nicht als unkritisch-affirmative Laudatio überinterpretieren, ich verteile die auch nicht nach Peergroup (wer auch immer meine Peergroup sein soll), sondern nach Inhalt.
     
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  12. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Ne auf das Spielchen lasse ich mich nicht ein, es geht übrigens weniger um deine Likes. Wobei, da du mich darauf aufmerksam machst, die sind schon sehr selektiv verteilt.
     
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  13. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
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    Hatten wir schon das Vergnügen? Wenn du keine Spielchen spielen willst, mir nichts konkretes vorwerfen kannst (Textbelege und so...), dann lass doch einfach die Suggestionen bleiben. Wäre das was? Du kannst natürlich auch meine Beiträge mit Unterstellungen bestätigen, ich will dich da nicht abhalten, da wären wir direkt bei meinem letzten Beitrag.

    Und Likes sind "sehr selektiv verteilt"... quelle surprise. Nachher verteilt man noch Likes an Kommentare, die man liked. Das wäre ja geradezu tautologisch! :wahn:
     
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  14. Jeremir

    Jeremir
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    #metoo ist vor allem ein gutes Beispiel für die Richtigkeit der typisch linken Kritik an politischer Korrektheit u.ä. wonach vieles aus diesem Bereich als Ablenkungsdebatte zu betrachten ist.

    Einige der Verteidiger von #metoo haben hier ja schon korrekt dargelegt, dass es hier um das Verhalten von schwerreichen Menschen mit einflussreichen Netzwerken geht. Aber wenn ihr das schon erkennt, warum verteidigt ihr dann, dass das mit #metoo als reine Sexismusdebatte aufgezogen wird und damit der Fokus nicht auf die Ursache (Machtstrukturen die Machtmissbrauch völlig verschiedener Art ermöglichen) sondern auf ein einzelnes Symptom davon gelegt wird?

    Interessant ist ja auch, wie unterschiedlich der Fall Weinstein in den ersten Tagen in den USA und Deutschland thematisiert wurde. In den USA wurde das ganze von vornherein als reines Geschlechterproblem thematisiert. In Deutschland dagegen lag der Fokus zunächst auf der Frage: wie funktioniert eigentlich diese Branche? Es wurde dann oft darauf verwiesen, dass es speziell in dieser Branche eine enorme soziale Ungleichheit gibt die so aussieht, dass viele Schauspieler von ihrem Beruf kaum leben können und einige Wenige werden stinkreich. Und Produzenten befinden sich an der Stelle halt in einer besonderen Machtposition da sie letztlich diejenigen sind die darüber entscheiden, wer zu welcher dieser beiden Gruppen gehört.

    Dann kam mit #metoo die reine Sexismusdebatte nach Deutschland und die Debatte über die speziellen Strukturen und Eigenheiten der Branche verschwand nahezu blitzartig. Stattdessen wurde dann die Behauptung von speziell sexistischen Strukturen aufgestellt ohne solche speziell sexistischen Strukturen auch nur einmal aufzuzeigen. Die Strukturen die wirklich gezeigt werden können sind immer nur allgemeine Machtstrukturen, die sich halt potentiell sexistisch auswirken können aber eben auch anders. Und damit ist #metoo eine reine Symptombekämpfungsdebatte, die sich fälschlich als Ursachenbekämpfung versteht.

    Als Beispiel für ein anderes Symptom kann man hier die Vorwürfe gegen Scott Rudin nennen, dem unter anderem vorgeworfen wird, dass er einem seiner Mitarbeiter bei einem Wutausbruch ein Notebook auf die Hand geschlagen hat. Interessant hier: In den Medien kommt der Fall zwar auch vor aber im Gegensatz zu Weinstein äußern sich nur sehr wenige Hollywoodstars zu diesem Fall. Und er ist auch relativ schnell wieder aus den Medien verschwunden. Meine Vermutung: Er passt nicht ins Konzept von #metoo.
     
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  15. Sace

    Sace
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    Volltreffer, würde ich sagen. Zeit für die Straußentaktik und etwas Derailing:

    Wie oft willst du noch editieren? So fällt das Antworten schwer. Ich versuche es trotzdem:
    Die Gerichtsverhandlung hätte es auch bei zeitiger Anzeige mit Beweissicherung und damit einhergehender Anklage gegeben. Es sei denn, man glaubt wirklich an verschwörerische Gerichte. Besonders gefährlich: Ein Cosby, der nach mehreren völlig von einander unabhängigen, relativ aktuellen (selbst wenn knapp von ihm gewonnenen) Verfahren wieder und wieder von anderen Frauen dieses Vergehens beschuldigt wird, zeitnah und mit Beweissicherung. Hätten wir den anderen 50+ mutmaßlichen Opfern bei richtiger Vorgehensweise das Schicksal ersparen können? Wäre er, besonders als Schwarzer, länger als ein paar Jahre weg vom Fenster gewesen? Ich tendiere zur Bejahung.

    Nein, eine Coverstory ist kein Indiz für irgendetwas, siehe den Fall Kachelmann und die Rolle der Bildzeitung. Du weißt schon, das Schmierblatt, das genau jenes tat, was du hier so feierst, damit aber dann vor Gericht doch nicht so gut gefahren war.

    Schade, dass du bei Hank so schnell eingeschlafen bist, immerhin hatte er für dich noch einen wichtigen Hinweis bezüglich rechter Rhetorik. "Scheiß auf Gerichte, nimm das selbst in die Hand" kennt man ja vor allem von den Verteidigern des christlichen Abendlandes. Schaffst du den "Rechte-Rhetorik-Hattrick" heute noch?
     
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  16. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Allein der Titel des Threads zeichnet das Block Voting chon voraus. Und, ernsthaft, ich finde das im GS-Forum eigentlich ganz gut gelöst. Erstens gibt's keine Downvotes, zweitens ist die Sache nicht anonym. Ich möchte gerne sehen, wer dem bizarren Hank-Post, in dem er mir die Befürwortung von Lynchjustiz, Größenwahn und was auch immer unterstellt, noch einen Like dazu gibt. Ich kann mir dann überlegen, ob diese Leute für mich ernstzunehmende Gesprächspartner darstellen oder bei Lichte betrachtet auch nur Gift in den Gedankenaustausch kippen.

    Was erwartest du als Reaktion auf einen derart absurden Mobbing-Versuch? Da habe ich mit 14 bessere erlebt.

    Ein guter Post braucht eine Stunde. Das ist wie mit Tee, nur länger.

    Ist jetzt auch wieder abwegige Unterstellung (ein "Strohmann" im Sacesprech), aber ich reagiere mal nicht drauf. Ich sonne mich ganz arrogant darin, das amerikanische Justizsystem einen Hauch besser zu kennen.

    Sorry, ist Täter-Opfer-Umkehr, was du da versuchst.

    https://www.washingtonpost.com/post...take-30-years-for-people-to-believe-my-story/

    Hier, ein erstes Opfer, deren Namen du lernen kannst. Alliteriert auch schön. Barbara Bowman. Kannst dir gerne durchlesen, wie früh sie was versucht hat. Allein einen Anwalt zu finden, der ihre Geschichte irgendwohin bringt, war eine Unmöglichkeit. Über Jahrzehnte hat sie die Geschichten erzählt, es hat ihr niemand zugehört, okay? Bill Cosby war in den 80ern und 90ern völlig unantastbar. Der hätte auf offener Straße jemand erschießen können, und es wäre nichts passiert. Damals sammelten sich ja nun auch die Anschuldigungen gegen Donald Trump, die der District Attorney nicht verfolgte. Anschuldigungen, die Revolverblätter den Opfern als Exklusivstory abkauften und dann nach Trump-Bestechung begruben.

    Oder sind das Verschwörungstheorien für dich?
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2021
  17. Joss Filousoph

    Joss
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    Genau. Ich beschäftige mich per se nicht mehr mit deinen Äußerungen, da ich sie als antidiskursiv und nicht am Austausch interessiert betrachte. Mir ging es allein um deine perverse Bezichtigung gegenüber Vainamoinen und eine Form der Niveauunterschreitung, die hier im Forum nichts zu suchen hat. Aufgrund eines Rasselsspiels jemanden des Antisemitismus zu bezichtigen und #metoo in Lynchjustiz münden zu lassen bzw. das einem anderen in den Mund zu legen, das ist schon ne Leistung. Dass ich mich an Bashing nicht beteilige dürfte klar sein, good night & good luck.
     
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  18. Oi!Olli Vollzeitskinhead

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    Du hast deine Beiträge in den letzten Stunden schon vergessen?

    Hanks Beiträge fandest du ja ok, als es darum ging einem User Sachen vorzuwerfen, die nicht mal seine rausgesuchten Zitate hergaben. Da du Hanks Post nicht angegriffen hast sondern dich darüber amüsiert hast, dass sich hier Leute über ihre angeblich eigenen Methoden aufregen würden, fandest du das in dem Fall wohl gut.

    Ich wundere mich ja, dass nichts von den Mods kommt. Als ich mich weitaus harmloser mit einer Person gestritten habe, kam eine Ansage.

    Nicht das wir immer einer Meinung sind (gerade beim Thema Drogen stehe ich völlig woanders), aber diese Unterstellungen sind schon extrem hart.
     
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  19. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
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    Nein, habe ich nicht vergessen. Deshalb ja die ausdrückl. Aufforderung an dich persönlich, uns allen ein konkretes Beispiel für einen einzigen verfänglichen Beitrag meinerseits zu liefern. Und weil du es selbst eingrenzt: Einer meiner 9 Beiträge aus den letzten 24 Stunden Stunden ist hinreichend. Das macht es gar noch spannender. Bedenkt man, was ich meinetwegen auch in den letzten 48 Stunden hier gepostet habe, wird das auch nicht uninteressanter, welche Verrenkungen uns da wohl erwarten mögen. Ach... meinetwegen kannst du irgendeinen meiner Beiträge nehmen, den ich je hier im GSPB gepostet habe. Du wirst nichts finden, wirst maximal auf Dekontextualisierungen und Fehlschlüsse rekurrieren können. Das wird amüsant, ja, da wird warscheinl. etwas kommen, was ich hier in #11179 kritisiert habe. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. :-)

    Tatsächlich fängst du ja schon damit an, indem du anhand von Likes (und thematischer Fokussierung auf einen User, der mir insb. dadurch auffällt, dass er regelmäßig Wasser predigt, aber Wein trinkt) vom Hölzchen aufs Stöckchen kommst. :wahn:
     
  20. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Ich weiß natürlich, worauf du anspielst, und mir ist klar, dass ich da mit vielen GS-Mitgliedern (und, tja, leider insbesondere Grün-Wählern) niemals auf ein Blatt kommen werde. Das ist in Ordnung. 'Agree to disagree', würde der Amerikaner sagen. Und, ja, Hank hat sich da nicht zurückgehalten. Er treibt eine persönliche Fehde mit einiger rabulistischer Rachelust weiter, an die ich mich überhaupt nur noch dunkel erinnere. Als er mich mit Goebbels verglichen hat, ist er dann sogar mal aus dem Thread geflogen für eine kleine Weile. Kannst dir ausmalen, ob er sich je dafür entschuldigt hat. Da wird sogar Sace einsehen müssen, dass ich mich mit Hanks Posts einfach nicht sinnvoll auseinandersetzen kann, und dass ich Likes auf die Klopse als mittleren bis schweren Charakterfehler sehe. Ich stehe nicht so auf Selbstdemütigung, danke vielmals.

    Ich bin eigentlich ganz froh, dass ich zu der Stelle mit dem Antisemitismus nie gekommen bin. Irgendwo habe ich auch einen Geduldsfaden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2021
  21. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Ich hab dir deinen eigenen Beitrag gerade genannt.

    Aber hier noch mal dein Beitrag. Und komm mir nicht mit dekontexualisierung und Fehlschlüssen. Dein beitrag war natürlich als Kritik an Hakk gedacht.



    Übrigens, da du ja Belege forderst, wo sind eigentlich deine Belege für deine Behauptungen?
     
  22. Joss Filousoph

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    Unter dem Radar vielleicht oder/und wie oben beschrieben auch typisch hankianisch alles in windungsreiche Serpentinen verpackt plus am Ende die Hälfte der Strecke wieder rückgerudert.
     
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  23. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    Sowieso egal. Antisemitismus ist als Begriff verbrannt.
     
  24. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Antisemitismus an sich bezeichnet allerdings den Hass auf eine Person jüdischen Glaubens, ob der Praktiziert wird, oder nicht ist unerheblich (auch nicht ob Antisemitismus politisch (im Sinne einer Rassentheorie), oder religiös motiviert ist . Es reicht, dass diese Person Jude ist und das wirft Hank Vainamoinen vor.

    Bzw, er hätte ihm Geldgeier nur vorgeworfen, weil er Jude sei. Obwohl er das nicht mal mit einem Wort erwähnt hat (und auch seine anderen Post lassen darauf nicht schließen, dass er darauf anspielen wollte). Daraus dann eine semantische Debatte zu machen, war mir dann doch etwas zu viel.
     
  25. Joss Filousoph

    Joss
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    Gerade das nicht. Wie bei rassistischem Denken auch sind die Menschen sämtlich von Motiven, Ressonanzmustern und Stereotypen geprägt. Es ist darum wichtig das eigene Denken und Diskurse diesbezüglich kritisch zu reflektieren. Man kann als Mensch wie als Diskursteilnehmer viel daraus lernen. Je weniger pauschal man dabei agiert, desto gewinnbringender die Gedanken und Diskussionen dazu. Was man nicht machen sollte, solche Begriffe wie einen Bapperl zu verwenden und schon gar nicht aus niederen Beweggründen. In Deutschland den Begriff als "verbrannt" zu bezeichnen, ist schon ne ziemliche Ansage.
     
  26. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    Ein Selbstzitat:

    auf dieser Seite zu sehen.

    Ja, ist traurig aber das passiert wenn man den Begriff zu oft falsch verwendet.
     
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  27. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
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    OK. Du hast mich ertappt. Das ist in der Tat ganz konkret etwas unfassbar Verfängliches von mir, ist jedermann ohne besondere Mühe offensichtlich!
    ... honestly?! *lol*

    Es ist mir eigtl. zu blöd, bei Adam und Eva anfangen zu müssen, aber gut:
    Nachdem ich mich darüber amüsiere, dass einige hier im GSPB regelmäßig "Dekontextualisierungen, Fehlschlüsse ad absurdum, ad hominem und Co., Rabulistik u.ä." praktizieren und sich dann ggf. darüber echauffieren, dass andere vermeintl. dergleichen praktizieren, es als " Doppelmoral, Inkohärenz und insb. Projektion und mangelnde Selbstreflexion" kritisiere, kommt deinerseits ein in puncto Kohäsion eher kryptischer Satz (#11175), den ich gerne erläutert wüßte, woraufhin deinerseits Unterstellungen erfolgen, denen ich netterweise den Wind aus den Segeln nehme, damit du nicht noch tiefer in unbekannte Gewässer stichst... und falls du es doch nicht lassen könntest, solltest du doch bitte auf deiner Seekarte markieren, wo man mir einen Vorwurf machen könnte. Daraufhin erwiderst du: "Ne auf das Spielchen lasse ich mich nicht ein, es geht übrigens weniger um deine Likes." Folglich muss es um meine Beiträge gehen, der Beitrag, auf den du reagiert hast, kann es aber eigtl. nicht sein, da hat man deinen Kutter schon drum herum manövriert, wenn du denn nicht mit Unterstellungen arbeiten wolltest. Und jetzt soll es aber letztlich doch dieser Beitrag sein. Du hantierst also sehenden Auges mit Fehlschlüssen, obwohl man dich vorher noch gewarnt hat, dass in der Meerenge massig Seeminen ausgesetzt wurden. Faszinierend. Noch faszinierender, wenn man bedenkt, dass du ja auch noch insinuierst, ich hätte in den "in den letzten Stunden" mehrere verfängliche "Beiträge" (Plural!) verfasst... und dann keinen einzigen finden kannst. Ich schrieb schon recht früh: "Du kannst natürlich auch meine Beiträge mit Unterstellungen bestätigen, ich will dich da nicht abhalten [...]." Das war eigtl. keine Einladung, genau das zu tun. :-D

    Und ja, die Belege: Um deine Vorwürfe mir ggü. zu belegen, hättest du ja nur einen entsprechenden Beitrag meinerseits zitieren müssen, ist dir nicht gelungen .Und ich soll dir jetzt Belege für was genau liefern? Dass hier einige der sich Echauffierenden selbst das Verhalten an den Tag legen, über das sie sich echauffieren?! Kannst du doch hier auf Seite 280 finden, #11171 (mit entsprechender Antwort von Hank J. in #11178).

    Gutes Nächtle. :-)

    EDIT: Lies mal den Beitrag unter dem hier, dann wird dir vielleicht klar, worum es geht...
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juli 2021
  28. Hank J.

    Hank J.
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    das ist ein sehr interessantes statement, gerade in bezug auf deinen vorherigen als auch nachfolgenden post. ich könnte jetzt hämisch nachfragen, ob deine beleidigungen und unterstellungen teil der berühmten kritischen reflexion sind, mit der du dich so sehr rühmst. oder ob das ein beispiel für sowohl-als-auch ist, wenn du sagst, du würdest dich nicht an bashing beteiligen, es aber trotzdem machst. mir einerseits unterstellst, ich würde blöd mit der rassel spielen aber andererseits behauptest, ich würde das alles clever verschachteln, so dass es niemand mitbekommt.

    aber nein, das ist mir zu dumm. ich habe keine grosse lust, mich an sinnlosen schlammschlachten zu beteiligen, aber wenn du möchtest, tu' dir keinen zwang an, you do you.
     
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  29. Hank J.

    Hank J.
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    nein, bitte, Olli. gier war eins der themen. daneben eben auch rücksichtslosigkeit, feigheit, hinterlist sowie das ausnutzen der amerikanischen plutokratie. gerade die bezeichnung "amerikanische plutokratie" wurde auch von Goebbels benutzt, verlinkt habe ich das ja schon. dazu eben noch, dass Bret Weinstein ein jude ist. also, wer sich vom wortschatz her in die nähe des propagandaministers des dritten reichs begibt, während das ziel dieser 'stilblüten' auch noch ein jude ist, der sollte kurz innehalten. das heisst nicht, dass die betreffende person selbst antisemit ist, man kann sich auch unbewusst antisemitischer stereotype bedienen. das kann passieren, keine allzu grosse sache. aber wer dann auf den hinweis, dass man sich hier auf sehr, sehr dünnes eis begibt mit einem tobsuchtsanfall reagiert, tja. dessen ego lässt es nicht zu, fehler einzugestehen. ich denke im übrigen nicht, dass Vainadingens ein antisemit ist.

    du kannst dir ja mal das hier durchlesen, wenn du magst: https://www.bpb.de/izpb/9714/antisemitismus?p=0
    antisemitismus ist natürlich ein breites feld, da hast du recht. antisemitische stereotype sind ein teil davon, wie z.b. dass juden raffgierig oder rachsüchtig sind. nicht jeder, der an diesen ressentiments festhält ist allerdings ein beinharter antisemit im sinne von jemandem, der juden aufrichtig hasst, aber deswegen ist das ganze nicht weniger wichtig.
     
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  30. Joss Filousoph

    Joss
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    Rasseln ist ein (schlechter) Diskussionsstil. Jemand, der immer nur so tut als ob er Bälle aufnehmen würde, die aber nur dazu benutzt, das eigene Spiel (seinen Monolog) am Laufen zu halten.
     
  31. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Du hast diese Bewegung offenbar nicht mal ansatzweise verstanden.
    Deine ominöse Vermutung ergibt sich bereits aus dem ersten Satz des engl. Wikis oder alternativ aus dem ersten Absatz des deutschen Wikis:
    Es ist jetzt wahrlich kein Hexenwerk zu erkennen, dass "Notebook auf die Hand geschlagen" dort jetzt eher nicht so der große Aufhänger ist.

    Ich würde auch nicht in eine Selbsthilfegruppe sexuell misbrauchter Männer platzen und rufen: "Männer, ich fühle mit euch, bin eine von euch: Mich hat gestern jemand 'Blöde Kuh' genannt". Setzt natürlich voraus, dass ich dieser Gruppe Männer ein Minimum an Respekt entgegenbringe und deren Erlebnisse nicht durch mein schwächeres Erlebnis bagatellisieren möchte.

    Mir erscheint dein Verweis wie der übliche Delegitimierungsversuch á la "#Alllivesmatter".

    Es gibt an jeder Bewegung sicherlich genug zu kritisieren und die ersten Teile deines Beitrags enthalten ja auch durchaus sinnvolle Themen, aber dies #metoo anzulasten empfinde ich irgendwie merwürdig.

    Oder würdest du in gleichem Maße einen Interessenverbund aus Männern angehen, der auf den besonders schlechten Umgang mit männlichen Opfern sexueller Gewalt in Deutschland aufmerksam machen möchte, weil diese nicht gleichwertig z.B. muslimische Frauen thematisieren?
     
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  32. Sace

    Sace
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    Ich bin ja froh, dass die Doppelmoral auch anderen aufgefallen ist. Manchmal hinterfragt man sich schließlich, ob man nicht zu pedantisch mit seinem Gegenüber umgeht.
    Bin ich absolut bei dir. Besser finde ich in diesem Fall allerdings, den "Antwort erstellen"-Knopf erst nach reiflicher Überlegung und endgültiger Ausformulierung zu drücken. Ansonsten gehen Änderungen teilweise unbemerkt in der Diskussion unter. Dann lieber nachgeschobene Antworten, damit das Benachrichtigungssystem nicht kaputt geht.
    Abwegig ist höchstens die Behauptung, Gerechtigkeit kann nur dank Coverstory erfolgen, nicht durch Beweissicherungsverfahren.
    Wir dürfen natürlich alle gespannt sein, ob die Geschichte von Avellone eher den Cosbyweg, oder aber den Depp-Kachelmann-Weg nehmen wird.

    Bevor Twitter den Platz der Geschworenen einnimmt, würde ich eher am Gewaltmonopol des Staats festhalten und stattdessen Feinjustage an den rechtsstaatlichen Prozessen vornehmen.
    Das Buzzword passt nicht, wenn der Kern meiner Aussage eigentlich war, dass rechtzeitig eröffnete Verfahren deutlich sinnvoller sind als viele Jahre alte Geschichten auf Twitter rauszuhauen, weil der mutmaßliche Täter 30+ Jahre unbehelligt seine Taten verüben kann, wenn entsprechend lange mit Untersuchungen gewartet wird.
    Übrigens eine Position, die Barbara Bowman ebenso vertritt.

    Andrea Constand hat Cosby 2005 vor Gericht gezerrt, mit 13 Frauen als Zeuginnen in der Hinterhand. So ganz ohne Twitter. Und statt #MeToo, also Gerechtigkeit, hat sie die #MoneyToo-Variante gewählt. Warum auch nicht, gab ja gut Cash.

    Barbara Bowman hingegen hat laut dieser Story gar keinen Anwalt gesucht, sondern wurde von ihrer Freundin zu einem einzigen geschleppt und hat direkt danach aufgegeben. Ab diesem Punkt fangen dann schon die Mutmaßungen an, denn problematisch für die Wahrheitsfindung ist, dass sie nie zur Polizei ging.

    Davon abgesehen bin ich überzeugt, dass Cosby Dreck am Stecken hat (auch wenn er, entgegen deinen Ausführungen, nie auch nur eine Vergewaltigung gestanden hat). Um den Bogen zurück zum Thema zu spannen: Cosby ist ein denkbar schlechtes Beispiel, um Vigilantismus als Heilsbringer der Gerechtigkeit zu predigen oder gar als geeignete Blaupause für die hier kritisierten Vorgänge bei Avellone und entsprechenden Personen zu werten. Die Vorgänge waren gänzlich andere, die Anschuldigungen ebenfalls.

    Konkrete - im besten Fall unmöglich beweisbare - Anschuldigungen in die Öffentlichkeit zu ballern, um damit den Mob an wenig vernünftigen Leuten zu mobilisieren und größtmögliche Konsequenzen zu erzwingen, weil "Gerichtsverfahren bringen nichts" ist für mich mit einem Rechtsstaat nicht vereinbar.

    Nochmal als Erinnerung: Es ging mir immer um die stattfindende Vorverurteilung. So dämlich ich die Beschaffenheit mancher Anschuldigungen aus #metoo auch finde ist das im Großen und Ganzen weniger ein Problem der entsprechenden Individuen, sondern ein Problem des Umgangs damit von der Gesellschaft. Nicht umsonst handeln Unternehmen oft mit vorauseilendem Gehorsam, obwohl die Anschuldigungen im schlimmsten Fall lächerlich und diffus, garantiert aber noch völlig unbewiesen sind.

    Ein letzter Gedanke, besonders zu Avellone, noch: Auch die guten alten Steinigungen, bei denen das Dorf Judge, Jury and Executioner spielt, trafen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit viele Menschen, die sich eines groben Fehlverhaltens schuldig gemacht haben. Die Vorgehensweise ist damit trotzdem nicht per se erstrebenswert.

    Selbst, wenn jetzt herauskommt, dass er heimlich Kinder isst, rechtfertigt das nicht die Vorverurteilung und Ächtung gänzlich ohne Beweise bereits im Vorfeld. Wie gesagt, ein gesellschaftliches Problem.
     
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  33. Hank J.

    Hank J.
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    https://www.psypost.org/2021/06/lar...f-psychological-and-behavioral-outcomes-61318
    hufeisentheorie wissenschaftlich untersucht. anzumerken bleibt aber, dass es sich bei der sozialpsychologie um ein gebiet innerhalb der wissenschaft handelt, welches selbst recht oft durch unwissenschaftlichkeit glänzt. man möchte damit auch keine äquivalenz zwischen rechts- und linksextrem herstellen:
    “Our study doesn’t mean that left-wing authoritarianism and right-wing authoritarianism are equally prevalent or equally dangerous (in the U.S. or elsewhere),” Costello said. “It doesn’t mean that there is a moral equivalence across the far-left and far-right. We simply show that (1) left-wing authoritarianism exists and (2) left-wing authoritarianism and right-wing authoritarianism seem to overlap quite a bit. Readers should not use our paper to score political points (though, sadly, they almost certainly will). ”
     
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  34. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Der gute alte Weinstein konnte übrigens nur dank CC so lange "unbemerkt" bleiben. Schließlich wäre damals jeder der sich geweigert oder gar danach beschwert hätte ganz schnell weg gewesen.

    Nur zur Erinnerung, ein Mann konnte dafür Sorgen, dass Schauspieler sich komplett umorientieren müssen, weil sie zum ihm nein sagen.
     
  35. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Ich kenne mich mit dem Thema aus. Ich kenne sogar noch mehr Stereotypen. Heißt aber nicht, dass sie in diesem Fall genutzt wurden, weil er Jude ist.

    Klar kann es darauf hinauslaufen, aber da der betreffenden User sich nie auch nur ansatzweise antisemitisch geäußert hat, ist das mehr als nur eine Unterstellung. Joseph Goebbels dann noch zu erwähnen, rückt das ganze noch in mal in die andere des nationalsozialistischen Antisemitismus und das wird dann noch mal eine Stufe härter.
     
  36. Joss Filousoph

    Joss
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    Als würde das den üblichen Verdächtigen hier im Thread auch nur irgendwas bedeuten. Empowerment ist bei denen doch komplett unterreflektiert. Der Move #metoo zu dissen läuft unterm Strich so gut wie immer auf dasselbe heraus, den Neid auf eine Form der Ermächtigung gegenüber Herrschaftspositionen und -interessen, die man selbst nicht in der Lage und auch aufgrund egozentrischen Denkens (Bilanzieren, Aufrechnen) gar nicht gewill ist, zu realisieren. Man muss nur mal die Probe machen, welche "Argumente" sich schlicht und einfach mit "Und ich/wir?" übersetzen lassen.
     
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  37. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
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    Wir brauchen Bias, Bias, wir brauchen Bias
    Was geht'n, Alder?
    Bias, Bias, wir brauchen Bias
    :topmodel:

    Ideologischer kann der Duktus kaum mehr sein, prägnanter die Projektion nicht werden - egozentrisches Denken und Selbstdarstellung noch und nöcher vor, nach und wãhrend man selbiges verdammt und sich im gleichen Atemzug als moralisch erhaben und Mr. Selbstreflexion inszeniert, garniert mit Selbstbeweihräucherung im Herrschafts- und Befreiungssprech, vulgo der kritisierten "Und ich/wir?"-Attitüde in quasi jedem einschlägigen Beitrag, voll mit Unterstellungen und ad hominem-Angriffen... Das Glasperlenspiel, das Monologisieren. Chapeau, again!

    Oi!Olli... das ist die unreflektierte Doppelmoral (nicht deinerseits), die mich amüsiert und ein weiteres Beispiel für das, was du belegt haben wolltest.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juli 2021
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  38. Hank J.

    Hank J.
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    das stimmt, cancel culture war lange ausschliesslich ein werkzeug des establishments.

    ich habe das mit Goebbels doch belegt. "amerikanische plutokratie" wurde von ihm als kampfbegriff benutzt. das heisst natürlich nicht, dass der begriff jetzt auf alle zeiten ein tabu sein muss, aber man sollte mal kurz innehalten, ob man diesen wortschatz unreflektiert benutzen sollte, gerade auch dann, wenn man einem juden vorwirft, dieses system auszunutzen, weil er ein gieriger, feiger lügner ist der ein mindestmass an rücksicht nicht aushalten könne und deswegen mit der ganzen macht des korrupten systems auf seine angeblichen peiniger einschlägt. ich denke, er hatte es einfach nicht auf dem schirm, dass Bret Weinstein ein jude ist.

    antisemitische stereotype lassen nicht zwangsläufig auf antisemitismus schliessen, aber wie gesagt - innehalten kann und sollte man aber schon, statt dann vergrämt die beleidigte leberwurst zu mimen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juli 2021
  39. Hank J.

    Hank J.
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    ich denke, es ist wichtig, vom partikularen hin zum allgemeinen zu kommen. #meToo bezieht sich spezifisch auf sexuellen missbrauch innerhalb von machtstrukturen, genauer auf sexuellen missbrauch, den frauen erfahren. der für mich interessante punkt sind hier die (korrupten) machtstrukturen, die das überhaupt erst ermöglichen. menschen an der spitze (meist männer) nutzen ihre position aus, um sich das zu nehmen, was sie wollen bzw. ungestraft und im verborgenen nach ihrem gusto menschen auszunutzen. das hat oft auch etwas mit sexismus und misogynie zu tun, aber die debatte darauf zu verkürzen macht mMn. wenig sinn, weil das in meinen augen nicht der kern des problems ist. mit Kevin Spacey gab es ja auch viele anschuldigungen von männern, Spacey habe sie sexuell belästigt und schlimmeres. daraus zu schlussfolgern, Spacey müsse männer hassen, wäre absurd.

    um es kurz zu machen, das system, was es höhergestellten menschen ermöglicht, ihre untergebenen zu misshandeln (notebook auf die hand, schläge usw.) ermöglicht es denselben menschen auch, untergebene sexuell zu missbrauchen. natürlich ist die qualität eine gänzlich andere, da stimme ich dir völlig zu. es geht hier nicht um ich oder du, wir oder ihr, wer hat es schlimmer. sondern darum, die dahinterliegenden machtstrukturen und die kultur des schweigens, des ertragens aufzubrechen, die das alles von vorne bis hinten durchziehen. und das fehlt mir vorallem im linken diskurs, das auseinandernehmen, analysieren und kritisieren von systemen und gesellschaftlichen zuständen statt von einzelpersonen oder gruppen oder dem blossen umkehren von machtverhältnissen.
     
  40. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Ich bin mir gerade nicht sicher welcher Teil sich hier unmittelbar an mich richtet, da einiges enthalten ist, was ich überhaupt nicht aufgriff (z.b. Sexismus und Misogynie)

    #metoo ist eine Bewegung die untereinander Solidarität und auch Sichtbarkeit verschaffen soll und dies mit einem sehr klaren Fokus. Wird das die Probleme grundsätzlich lösen? Wohl nicht. Kann sich vielleicht schon mal ein wenig bewegen, wenn die ehemals "Unantastbaren" nicht mehr unantastbar sind? Vielleicht.

    Ich kann mir überdies auch sehr gut vorstellen, dass eine Schauspielerin - insb. wenn sie nicht über Weltruhm verfügt - sich nicht unbedingt zutraut ein ganzes System zu Fall zu bringen und sich daher erstmal auf den Täter in ihrem Fall konzentriert (das "mutmaßlich" entfällt an dieser Stelle, da hier die Sicht der Person entscheidet, welche sich als Opfer sieht).

    Ich weiß dass du mit Partikularinteressen nicht wirklich viel anfangen kannst, aber ich teile eben nicht die Annahme dass man sich grundsätzlich um alles zu kümmern habe, gerade wenn man sich als besonders betroffene Gruppe/Person wähnt.

    Gibt es ähnliche Bewegungen seitens der Männer? Ernstgemeinte Frage, da ich nicht auf twitter und co. unterwegs bin. Wenn es solche geben sollte könnten ja beide abseits ihrer eigenen, unmittelbaren Interessen zusammen agieren. Das wäre eventuell eine ziemliche Machtposition, mit der man den Strukturen gegenübertreten könnte.

    Aber ich habe durchaus den Verdacht - und in diesem speziellen Punkt kann ich @Joss durchaus zustimmen - das ganz viele Menschen (Männer wie Frauen) keinen Bock auf Eigeninitiative haben und wenn sie dann feststellen müssen, dass eine Gruppe durchaus mit ihren Anliegen Erfolge verbuchen kann, ziemlich muksch werden und anklagend auf jene Gruppe zeigen und fragen "Und wir?", weiterhin aber selbst keinen Handschlag tun wollen (das sollen z.b. die Weiber von metoo bitte übernehmen).

    Ich hab Scott Rudin nur mal kurz überflogen und da scheint ja offenbar noch weit übleres als 'Notbook auf Hand' im Raum zu stehen. Aber die Frage "wo ist hier metoo?" scheint mir die völlig falsche Reaktion zu sein.
     
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