Political Correctness Sammelthread

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von abelian grape, 7. März 2019.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Der Kontext ist, dass amerikanische Zivilverfahren massiv zugunsten von Parteien gewichtet die es sich leisten können erstmal eine Klage einzureichen. Weil die USA allgemein massiv zugunsten von Menschen mit "plutos" gewichtet sind und daher im wissenschaftlichen Diskurs zumindest als Kandidat für eine Plutokratie genannt werden. Das sollte für jemanden der die ganze Welt auf Klassenunterschiede reduzieren will jetzt keine Sensation sein.
    Soweit ich es überblicke hat Vainamoinen Weinstein nicht mehr als vorgeworfen als einer von Millionen Nutzern dieser altbekannte Tatsache zu sein. Keine ungleiche "Aufmerksamkeit", keine sonstigen Codes und Verschwörungserzählungen, nix :nixblick:

    Selbst wenn jemand etwas widerspricht das du selbst als "unwichtig" bezeichnest musst du eine TIrade schreiben, dass die anderen ganz doll gemein zu dir sind :trost:
     
  2. Hank J.

    Hank J.
    Registriert seit:
    13. Mai 2009
    Beiträge:
    20.941
    die unwichtigkeit des ganzen ist das entscheidende, weil es entlarvend wirkt. für dich ist die jeweilige sache nur eine bühne, auf der du dein einstudiertes theaterstück abspulen kannst, in welchem du gleichzeitig als akteur und publikum fungierst, das am ende tosend applaudiert. das hat nichts mit gemeinheit zu tun, denn deine versuchten anfeindungen sind ja teil des programms. und wie das bei einem theaterstück eben so funktioniert, ist alles schon festgelegt - wie es anfängt, wie es verläuft, wie es endet. deine aufgabe besteht also lediglich darin, unbekannte variablen jedweder art, wie z.b. einwände, widersprüche u.ä. dergestalt zu verarbeiten, dass sie wieder ins drehbuch passen.
     
    Bot=of=Nod und Vicarocha gefällt das.
  3. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Das mag das Ziel gewesen sein. Aber wenn sehen will welchen Unterschied die Änderung eines Parameters macht, sollte man nicht den Rest des Experiments verändern. Erst recht nicht zu einem Begriff der auch das Erleben als unbeteiligter Dritter einschließt.
     
  4. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Nochmal zur Erinnerung: Es ging um einen Satz in dem ich darauf hingewiesen habe, dass #meToo als wahrnehmbare Bewegung erst später entstand. Das ist für den tapferen Kämpfer gegen übersensible SJWs und ihre "Grievances" schon eine Anfeindung :ugly:
     
  5. Hank J.

    Hank J.
    Registriert seit:
    13. Mai 2009
    Beiträge:
    20.941
    deine infantilisierungsrhetorik ist die anfeindung, dein zwanghaftes widersprechen hat damit nur insofern etwas zu tun, als dass beides zum programm deines stücks gehört. was mich persönlich angeht, so kannst du in allen möglichen und unmöglichen variationen 'du dumm, ich schlau hehe' schreiben, bis dir die finger bluten. selbst wenn ich wollte, so könnte ich das gar nicht persönlich nehmen, weil deinem modus operandi nicht ein funken persönlichkeit innewohnt.
     
  6. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Na wenn du das sagst...
     
  7. Sace

    Sace
    Registriert seit:
    12. Dezember 2018
    Beiträge:
    1.028
    Neues Geweine aus dem "Bezahlt mich für MEINE Kultur"-Land: https://taz.de/Kulturelle-Aneignung/!5780305/

    Highlight:
    Kurzfassung:
    Autor*in (lol) beschwert sich, dass Menschen Jogginghose tragen. "Ihre" Kultur? Leider auch von einem Weißbrot erfunden, so ein Mist aber auch.

    Auch die anderen Beispiele sind nicht von schlechten Eltern, mit dabei natürlich wieder der Dauerbrenner: Essen.

    Ich persönlich würde nicht auf viele Annehmlichkeiten des modernen Lebens (Erfindungen kulturloser Weißbrote oder anderer Ethnien) verzichten wollen, um kulturelle Segregation voranzutreiben. Immerhin hätte sich dann auch der Protest schwarzer User auf TikTok erledigt, die Plattform kommt nämlich aus China.
     
    Vicarocha gefällt das.
  8. Avior

    Avior
    Registriert seit:
    24. Mai 2017
    Beiträge:
    428

    Fast. Es geht der Autorin darum, dass erst auf Menschen hinabgesehen wurde, die als Teil ihrer Kultur eine Jogginghose getragen haben und nun andere Menschen sich dafür feiern lassen, dass sie das tragen in die breite Masse gebracht haben.

    Auch die anderen Beispiele dienen dazu daraufhinzuweisen, dass es früher schick war, auf Menschen die von der Norm abweichen herabzusehen und nun das selbe Verhalten an den Tag legen und sich dafür feiern lassen.

    So zumindestens würde ich diesen Artikel zusammenfassen.

    Der Fall von TikTok ist, in meinen Augen, eine klare Urheberrechtsverletzung. (Sofern die Aussage stimmt natürlich.)
     
    Vainamoinen gefällt das.
  9. Hank J.

    Hank J.
    Registriert seit:
    13. Mai 2009
    Beiträge:
    20.941
    die lösung liegt auf der hand: segregation und getrennte lebensräume nach herkunft, schnittmengen müssen auf jeden fall verhindert werden. wusste gar nicht, dass sich die taz für ethnischen nationalismus einsetzt. :ugly:
     
    Vicarocha gefällt das.
  10. Sace

    Sace
    Registriert seit:
    12. Dezember 2018
    Beiträge:
    1.028
    Deren Kultur basiert dann bereits auf einem gestohlenen kulturellen Gut, wenn man es so genau nehmen muss. Somit gäbe es in diesem konkreten Fall von vornherein keinen Anspruch, auf den sie sich berufen könnten.

    Klar kann man das generelle Aufbrechen der Normen und breitere Akzeptanz von Vielfältigkeit bzw. das einfache "die Zeiten ändern sich" ablehnen. Wirkt halt nur ziemlich infantil. Das strikte Trennen von Kultur funktioniert sowieso nicht, dazu bräuchte es schon einen Trump für jeden Staat der Welt.

    Das Thema gab es ja schon mal bei Fortnite. Scheiterte da aber, glaube ich, schon an schöpferischer Höhe.
     
  11. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
    Registriert seit:
    30. Oktober 2017
    Beiträge:
    9.954
    Ok, aber was soll denn hier das Ziel sein?

    Anzuprangern, dass Gruppe A für Tätigkeit X angefeindet (oder Ähnliches) wurde, während später Gruppe B dies als Trend für sich entdeckt kann ich ja noch nachvollziehen. Mann könnte dabei auch den zweiten Teil weglassen und grundsätzlich anprangern, dass Menschen, die von der gewohnten Norm in Region X abweichen, besonders negativ aufgenommen werden.

    Einen gesonderten, kulturellen Anspruch Bosnier auf ein französisches Produkt aus den 1920ern sehe ich hier jetzt nicht unbedingt gegeben.
     
    Vicarocha gefällt das.
  12. Avior

    Avior
    Registriert seit:
    24. Mai 2017
    Beiträge:
    428
    Echt? Ich dachte bisher, dass sich Epic Games einfach alle Recht im Vorfeld hat übertragen lassen.

    Ich glaube du verstehst das Problem nicht wirklich, welches die Autorin anspricht.
    Es geht um Doppelmoral. Während die Menschen ausgelacht wurden, weil sie eine Jogginghose getragen haben, werden andere Menschen, die ebendfalls eine Jogginghose tragen dafür gefeiert.
    Das hat nichts mit Trennung von Kultur oder sonstwas zu tun.
     
  13. Avior

    Avior
    Registriert seit:
    24. Mai 2017
    Beiträge:
    428
    Genau darum geht es mir und, so wie ich es lese, auch der Autorin.
     
  14. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
    Registriert seit:
    30. Oktober 2017
    Beiträge:
    9.954
    Das ist für mich jetzt aber schwer mit dem Begriff "kulturelle Aneignung" zu verbinden, wie es die taz ja macht.
    Denn wie bereits erwähnt kam das Produkt nicht aus der bosnischen Kultur.
     
  15. NeM

    NeM
    Registriert seit:
    3. Juni 2000
    Beiträge:
    33.113
    Ort:
    Österreich
    Das ist doch ähnlich bescheuert, wie wenn Nerds sich drüber beschweren, dass sie damals dafür als Sonderling betrachtet wurden und heute jeder ne Xbox zu Hause stehen hat...

    "I did it before it was cool" - End of Story, interessiert doch keinen :nixblick:
     
    Vicarocha gefällt das.
  16. Vicarocha gesperrter Benutzer

    Vicarocha
    Registriert seit:
    26. Juni 2009
    Beiträge:
    204
    Ungeachtet der in der Kolumne angeprangerten Doppelmoral:
    Da ist es wieder, das Phantom der kulturellen Aneignung... darüber wurde hier doch schon vor ein paar Monaten diskutiert. Ich benutze das mal als Aufhänger für ein weiteres ceterum censeo meinerseits (den einen Selbstdarstellung meiner selbst, den Reflektierteren eine Rumination über das Thema):

    Der Vorwurf kultureller Aneignung demonstriert ein unreflektiert-monolithisches (ergo fehlsames) Kulturverständnis:
    "Der Vorwurf der cultural appropriation verteidigt eine vermeintlich homogene, authentische Kultur der Subalternen gegen ihre kolonialistisch-kulturindustrielle Ausbeutung – eine Argumentation, die nicht mehr zwischen rassistischer Karikatur und kulturellen Vermischungsprozessen unterscheidet und reaktionäre Vorstellungen von kultureller Reinheit impliziert" (Anja Hertz, s. https://archiv.akweb.de/ak_s/ak613/28.htm). Diese "reaktionäre[n] Vorstellungen von kultureller Reinheit" erfüllen somit selbst Merkmale des Rassismus. Prinzipiell hat es u.a. ja auch bereits (Triggerwarnung!) Jordan Peterson formidabel formuliert: "The idea of cultural appropriation is nonsense, and that's that. There's no difference between cultural appropriation and learning from each other. They're the same thing. Now, that doesn't mean that there's no theft between people; there is. And it doesn't mean that once you encounter someone else's ideas, you have an absolute right to those ideas as if they're your own. But the idea that manifesting some element of another culture in your own behavior is immoral is insane. It's actually one of the bases of peace" (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=NNUcR-eMxaE) - abwarten, wann wieder die ersten Kontaktschuldargumente kommen. Zurück zum Thema: Wenn man nicht selbst darauf kommt, würde eigtl. auch schon ein Blick in die einschlägigen deutsch- und englischsprachigen Wikipediaartikel genügen, um mit John McWhorter, Lionel Shriver und Co. realisieren zu können, was die evidenten Probleme des Konzepts der vmtl. kulturellen Aneignung sind... eigentlich.........

    Im Detail: Ich habe da fünf Thesen, die demonstrieren sollten, warum ich nicht nur den Begriff der kulturellen Aneignung ablehne, sondern auch das Phänomen per se resp. eine Problematisierung kultureller Übernahmen(!) i.d.R. negiere:

    These 1: Was im Gros des ideologischen Diskurses despektierlich als "Aneignung" desavouiert wird, ist de facto Adaption, Assimilation, Inkorporation etc. von Kulturphänomenen (Praktiken, Produkten, Symbolen etc.) in den eigenen idiosynkratischen Kulturhabituts resp. die eigene diesbzgl. Identität, bspw. aus Gründen simpler Habitualisierung, des Pragmatismus u./o. der (immanent wertschätzenden!) Überzeugung, dass diese Extension des Individuums i.w.S. positive Effekte für dasselbe und ggf. gar die Gesellschaft zeitigt. Es handelt sich also um kulturelle Übernahmen, nicht Aneignungen (ungeachtet eines ggf. klischeeartigen Charakters).

    These 2: Das Pejorativum der kulturellen Aneignung zeitigt keinen Mehrwert für den Diskriminierungsdiskurs: Ridikülisierung, Diminutivisierung, Diffamierung, Marginalisierung, Rassismus u.ä. devalvierende Praktiken ggü. Kulturprodukten und -symbolen, kulturellen Praktiken und Identitäten resp. Kultur per se sind terminologisch/definitorisch bereits hinreichend erfasst und kategoriell nicht Dasselbe wie die vmtl. kulturelle Aneignung. Der Vorwurf der kulturellen Aneignung differenziert aber/eben nicht zwischen diesen devalvierenden Praktiken einerseits und unproblematischen kulturellen Übernahmen andererseits, verzerrt infolgedessen den Diskurs (d.h. kulturelle Aneignung ist essentiell nicht existent).

    These 3: Einzelne Kulturschaffende (das beinhaltet auch Interessengruppen u.ä.) innerhalb einer dezidierten Kultursphäre haben keine Suprematie resp. Deutungshoheit ggü. der ihrerseits geschaffenen Kultur, sie entscheiden nicht über die Legitimität resp. Illegitimität kultureller Übernahme und können dies auch nicht, da Kultur (a) nicht monolithisch, also nicht kanonisch, statisch oder exklusiv und (b) nicht Eigentum einzelner Individuen u./o. Interessengruppen innerhalb einer Kultursphäre ist. Ergo indiziert die Indignation ggü. kulturellen Übernahmen ausschl. die nicht generell schützenswerte Idiosynkrasie der Betroffenen, nicht die Auffassung der Kulturschaffenden per se (die auch nicht sonderlich relevant wäre) und ist das Blagieren als Wächter und Wahrer einer kulturellen Reinheit anmaßend und seinerseits nicht legitimiert/legitimierbar. Mithin ist kulturelle Übernahme ein die Menschheit seit der Steinzeit positiv prägendes Phänomen, ohne dass wir zur Stagnation verdammt wären und unsere Entwicklungsphase als Jäger und Sammler mglw. nicht überlebt hätten.

    These 4: Kulturen resp. Kulturprodukte und -praktiken sind nicht gleichwertig, d.h. nicht per se (gleich) schützenswert und insb. generell nicht sakrosankt, ja sie sind z.T. verachtenswert. Als Bsp. mögen die (religiös-)kulturelle Praxis der Beschneidung, die seitens der Reichskulturkammer diktierte Kultur des 3. Reichs oder die in der Kulturrevolution mündenden maoistischen Kulturauffassungen. Nur so als btw...

    These 5: Die (pauschale) Viktimisierung von Kulturspendern wie auch die Nichtübernahme resp. Diabolisierung der Übernahme von Kulturphänomenen aus Gründen eines vmtl. Respekts ggü. diesen Spendern ist das Resultat einer generell unangemessenen (ideologisch evozierten/motivierten) Hypersensibilisierung ggü. idiosynkratischen (ggf. irrationalen, arbiträren etc. und nicht per se schützenswerten) Befindlichkeiten (wo ein "dickeres Fell" angemessener wäre), zollt nicht den Kulturschaffenden Respekt und ist nicht bereichernd, sondern protegiert im Gegenteil einer unrealistisch monolithischen Kulturauffassung resp. einem (rassistischen, folglich anomischen) Essentialismus (der auch Multikulturalismus ad absurdum führt).

    P.S.: Filmtipp zur Thematik: "Dead Man" (1995) von Jim Jarmusch. Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=nn2nQMfLqwg
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juli 2021
    Sosch, Sace und Hank J. gefällt das.
  17. Avior

    Avior
    Registriert seit:
    24. Mai 2017
    Beiträge:
    428
    Ich muss zugeben, dass ich bis ebend diese beiden Wörter nicht gelesen habe.
    Trotzdem lesen sich für mich(!), die Beispiele in der Art, wie ich mich bisher dazu geäußert habe.
    Anscheinend verfolg die Autorin ein anderes Ziel mit dem Artikel.
     
  18. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
    Registriert seit:
    30. Oktober 2017
    Beiträge:
    9.954
    Und diese Kritik finde ich auch durchaus legitim.
    Aber die Autorin fährt da für mich eine sehr merkwürdige Linie.
    Wenn ich mir das hier ansehe
    frage ich mich schon, was die Gute denn bezwecken will. Sollen die bösen Weißen sich wieder auf ihre "reine" Kultur beschränken und wieder alles andere diskriminieren? Gab es je eine Bewegung zu "kultureller Reinheit", die nicht katastrophal schief ging?
     
    acer palmatum, Sosch und Vicarocha gefällt das.
  19. cptflocke

    cptflocke
    Registriert seit:
    29. August 2020
    Beiträge:
    722
    Vielleicht ist es auch ganz anders. Die ehemals " fremden" Kulturaspekte haben inzwischen eben breite Akzeptanz in der Gesellschaft gefunden, weil dort ein Umdenken stattfindet. Darüber sollte man sich doch eigentlich freuen, auch weil damit die Ausgrenzung aufhört, anstatt sich über "kulturelle Aneignung" zu beschweren. :rolleyes:
     
  20. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
    Registriert seit:
    26. Mai 2001
    Beiträge:
    23.997
    Ort:
    einer nicht orientierbaren Mannigfaltigkeit
    Geht mir ähnlich mit dem Artikel. Ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Menschen früher für bestimmte Dinge, die heute extrem hipp sind, belächelt wurden, ist durchaus sinnvoll. Alleine weil so ein Bewusstsein hilft zu verstehen, dass Trennungen zwischen Kulturen willkürlich sind und Dinge, die kennzeichnend für eine Kultur sind, sich auch ganz schnell in anderen Kulturen finden lassen können - und daran ist nichts Schlechtes!
    Der Tonfall des Kommentars ist aber sehr vorwurfsvoll, als ob sich Menschen dafür schämen sollten, dass sie nun Dinge erleben oder nutzen, die früher alles andere als hipp waren. Aber den meisten Menschen dürfte das überhaupt nicht bewusst sein und sie tragen auch keinerlei Verantwortung dafür, dass Menschen früher für bestimmte Dinge verlacht wurden - wer heutzutage in ein türkisches Restaurant geht, der hat sich vor 30 Jahren nicht zwangsläufig über die "Knoblauch-Türken" lustig gemacht. Insofern weiß ich mit dem Tonfall des Kommentars nichts anzufangen und kann da auch kein wirklich klares Ziel erkennen.
     
    FainMcConner gefällt das.
  21. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
    Registriert seit:
    6. Mai 2005
    Beiträge:
    24.082
    Avior gefällt das.
  22. Hank J.

    Hank J.
    Registriert seit:
    13. Mai 2009
    Beiträge:
    20.941
    es zeugt von einem verständnis der kultur als ware, deren ethische herstellung und konsumption durch die perspektive "ethnisches reinheitsgebot" heraus betrachtet wird. eine kritik muss zwar nichts zwangsläufig eine lösung beinhalten, aber in dem fall sehe ich eigentlich keine andere konsequenz als eine vermeintlich respektvolle distanz zwischen den menschen, also deutsches dem deutschen, türkisches dem türken und so weiter. das finde ich recht interessant, denn eigentlich freuen sich menschen, wenn andere menschen interesse an ihrer kultur zeigen, aber die verstehen sich selbst wahrscheinlich nicht als zahnrad innerhalb der kulturindustrie.
     
  23. Sace

    Sace
    Registriert seit:
    12. Dezember 2018
    Beiträge:
    1.028
    Mal abgesehen davon, dass Trennung von Kultur das Ziel der Kritik an "kultureller Aneignung" ist (siehe Debatten über Braids/Rastalocken/Cornrows, die nur schwarzen vorbehalten sind), redet die Autorin von einem Problem, das in meinen Augen einfach keines ist.

    Seit wann kann es Doppelmoral sein, wenn zwei unterschiedliche Personen zu völlig unterschiedlichen Zeiten zwei unterschiedliche Einstellungen bzw. Positionen zu einem Thema haben? Sich ändernde Mode von völlig anderen Menschen ist ja wohl kaum Doppelmoral, bloß, weil vor 30 Jahren irgendwer das doof fand.

    Selbst wenn es nur um einen Menschen und seine Meinungsänderung geht, kann man nicht per se auf Doppelmoral schließen, wie am Beispiel des Artikels zu sehen:

    Da werden Menschen erwachsen und lernen dazu. Was für Doppelmoral, dass sie als Kinder früher anders gehandelt haben. Wer kennt es nicht, heute noch bei jedem Mädchen/Jungen "iiiiih" zu rufen. Alles andere wäre schließlich Doppelmoral.
     
    Bot=of=Nod, FainMcConner und Vicarocha gefällt das.
  24. Avior

    Avior
    Registriert seit:
    24. Mai 2017
    Beiträge:
    428
    Wie ich bereits gechrieben habe, habe ich die beiden Wörter "Kulturelle Aneignung" nicht gelesen/gesehen. Dadurch liest sich der ganze Artikel für mich mit einem ganz anderen Grundton.
    Solltest du dich dadurch angegriffen fühlen, so entschuldige ich mich dafür.
     
  25. Sace

    Sace
    Registriert seit:
    12. Dezember 2018
    Beiträge:
    1.028
    Alles gut, war nicht gegen dich gerichtet, sondern gegen den Artikel bzw. zum Thema. Du hast das Thema ja gut getroffen, die angebliche Doppelmoral wird schließlich von der Autorin selbst aufgegriffen. Bitte nicht übel nehmen.
     
  26. Veged immer Fünfter

    Veged
    Registriert seit:
    6. September 2005
    Beiträge:
    8.696
    Mein RIG:
    CPU:
    AMD Ryzen 7 3700X
    Grafikkarte:
    Powercolor RX 6800 XT
    Motherboard:
    Gigabyte Aorus Pro
    RAM:
    32GB G.Skill Trident-z RGB DDR4 3600MHz CL16
    Laufwerke:
    500GB Samsung 970
    1000GB Samsung EVO 970
    Soundkarte:
    OnBoard
    Gehäuse:
    BeQuiet! Dark Base 700
    Maus und Tastatur:
    Ducky ONE 2 / Mini
    Roccat Kone RGB
    Betriebssystem:
    Win 10 x64
    Monitor:
    LG 34UC88-B
    Da ja die sPD Sachsen fordert, dass alle öffentlichen Männertoiletten mit Mülleimern ausgestattet werden; für menstruierende Männer[sic!]: Ist das bei Frauentoiletten der Fall?
    Der Antrag beschreibt, dass auf öffentlichen Frauentoiletten Mülleimer stünden, in Männerklos allerdings nicht. Geht es um die jeweilige Kabine? Weil generell in der Örtlichkeit stehen auch bei Männern Mülleimer.
     
  27. Kryptico

    Kryptico
    Registriert seit:
    16. Mai 2021
    Beiträge:
    1.947
    Na das wird in Sachsen bestimmt super ankommen. :ugly:
     
  28. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Scheinbar hast du dich mit dem Link vertan, denn in dem verlinkten Artikel steht nichts davon. Weder "bezahlt mich für meine Kultur" steht da, noch beschwert sie sich über Menschen die Jogginghosen Tragen. Möchtest du vielleicht den korrekten Artikel nachreichen? :)


    Mal schauen: Die Autorin beschwert sich über die Doppelmoral, dass Dinge die mit gewissen sozioölonomischen Gruppen ("Ausländer", "Assis", "Harzer") assoziiert werden als Beleg für deren niedrigen Status gesehen werden. Während sie als normal oder sogar hip und cool gesehen werden wenn sie mit höher angesehenen Gruppen assoziiert werden
    Man könnte jetzt rein hypothetisch auf die vollkommen bizarre Idee kommen, dass es ihr um genau das geht was sie schreibt: Diese Doppelmoral die gleiche Eigenschaft bei der einen Gruppe als Zeichen von Kulturlosigkeit und bei der anderen Gruppe als Zeichen von Kultiviertheit zu interpretieren.

    Aber dieses exotische Konzept "sie will das sagen was sie sagt" scheint für einige wortwörtlich undenkbar zu sein.
    ...auch für den User der andauernd behauptet man sollte sich auf Klassismus konzentrieren. Wenn du jemanden davon überzeugen willst, dass es dir dabei nicht nur um Whataboutism geht, solltest du versuchen die Rolle glaubwürdiger zu spielen :ugly:
     
    Oi!Olli gefällt das.
  29. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Ähm, ja? :nixblick:
     
  30. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
    Registriert seit:
    30. Oktober 2017
    Beiträge:
    9.954
    Mal Schauen: Die Autorin deines zitierten Beitrags sagt im ersten von dir zitierten Satz, dass sie diese Kritik als legitim einstuft. Weiterhin merkt sie anschließend den ihr merkwürdig erscheinenden Verlauf des Absatzes mit "ausländischem Essen" an. Wenn die Autorin hier bemängeln möchte, dass die finsteren Weißen entweder seit ihrer Kindheit eine Weiterentwicklung durchlaufen haben oder die grundlegende Tatsache, dass Weiße inzwischen an diesem Essen ebenfalls ihre Freude haben, dann fragt sich die Autorin deines zitierten Beitrags eben welches Ziel diese Autorin verfolgt.
    Geht es darum dass Weiße, die 'früher' mal "Igitt" sagten, nie eine Meinungsänderung durchführen dürfen? Oder vielleicht darum, dass die Autorin deines zitierten Beitrags als Weiße nicht an fremden Kulturgütern teilhaben dürfe, weil andere Weiße mal "Igitt" sagten und Sippenhaft für Weiße so ein tolles Konzept sei?
    Eine Doppelmoral ergibt sich - wenn überhaupt - nur dann, wenn die heutigen hippen Weißen früher tatsächlich selbst zu den Ablehnenden gehörten. Und selbst dann würde die Autorin deines zitierten Beitrags eine Meinungsänderung nicht pauschal mit Doppelmoral gleichsetzen. Aber vielleicht entwertet die zu schwache Pigmentierung der Autorin deines zitierten Beitrags ja ihre Aussage komplett.

    Ernsthaft: Ich sehe hier wirklich keine sinnvollen Ziele, die man mit diesem Kulturkampf erreichen möchte. Wenn man hier wirklich möchte, dass Weiße aufgrund der Taten Anderer von früher mit "Weiße sollten nicht [whatever]" belegt werden, so wäre dies so ziemlich die dümmste Idee, die ich mir für Minderheiten vorstellen könnte.
     
    Vicarocha gefällt das.
  31. Sace

    Sace
    Registriert seit:
    12. Dezember 2018
    Beiträge:
    1.028
    Nur Lesen reicht nicht, man muss den Text auch erfassen. Dass "bezahlt mich für meine Kultur" wortwörtlich im verlinkten Artikel zu finden sei, habe ich nirgends geschrieben oder auch nur suggeriert.

    Sowohl das (durch kulturelle Aneignung "damit Geld zu verdienen"; "Markenverträge und Ruhm bekommen" ), als auch die Beschwerde, dass "Nils, der PoWi-Student und Hipster ohne Migrationshintergrund" sich Jogginghosen kulturell angeeignet habe, findet sich allerdings sehr wohl im Text (Absatz 1 + 3).

    Diese ominöse Doppelmoral zu belegen bleibt die Autorin uns leider schuldig.

    Person X aus Generation A der Doppelmoral auf Grund von Person Y aus Generation B zu beschuldigen wird als schlechter Beleg nur vom Kind, das in der Schule "Igitt" gerufen hat und als Erwachsener <insert Speise> geil findet unterboten.

    Ja, größer werdende Akzeptanz und Vielfalt ist schon schlimm.
     
    Bot=of=Nod und Vicarocha gefällt das.
  32. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Welcher Kulturkampf? Du redest von Kampf und Verbotsforderungen weil in der Überschrift ein Trigger steht der bewirkt, dass du den Artikel direkt in ein Schema presst. Im Artikel selbst steht nichts davon.


    Wenn es tatsächlich eine Meinungsänderung gäbe wäre das so. Aber stattdessen ist es mit den Dingen die die Verkommenheit der Unterschicht belegen sollen wie mit Dingen die die Verkommenheit der Jugend belegen sollen. Es gibt immer wieder neue.

    Ein aktuelles Beispiel steht im Artikel: Familienfeiern im Stadtpark. Früher ein "Beleg" für fremdländische und schlecht integrierte Sitten, dank Covid auf einmal Normalzustand und überhaupt nichts dran auszusetzen..


    Auch das hast du dir nur aus dem Hintern gezogen. Muss daran liegen, dass es so viele absolut reale Beispiele für Political Correctness/Cancel Culture/whatever gibt :yes:
     
  33. Klatsch

    Klatsch
    Registriert seit:
    1. Mai 2012
    Beiträge:
    29.799
    Sace gefällt das.
  34. Hank J.

    Hank J.
    Registriert seit:
    13. Mai 2009
    Beiträge:
    20.941
    [​IMG]
     
  35. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
    Registriert seit:
    30. Oktober 2017
    Beiträge:
    9.954
    Bring den Gedankengang doch mal mit eigenen Worten zu Ende.
    Also 'früher' waren Familienfeiern in Parks voll schlimm. Nun machen das auch (weiße) Deutsche - aufgrund einer Pandemie. Das ist jetzt ganz schlimm. Wie gehen wir damit um, damit es kein Problem mehr ist?
     
  36. Sace

    Sace
    Registriert seit:
    12. Dezember 2018
    Beiträge:
    1.028
    Wofür soll das jetzt ein Beispiel sein? Wieder Doppelmoral?

    Natürlich gibt es keinen Unterschied zwischen mangels geöffneter Clubs im Freien angemeldeten Festivals und einer Familie, die halb auf dem Parkplatz zwischen Wohnblöcken, am Besten noch zu Ruhezeiten, den Ghettoblaster aufdreht. They're the same picture!:rotfl:
     
  37. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Wo hast du jetzt wieder her, dass das ganz schlimm sein soll?



    Ich spreche von "Familienfeiern im Stadtpark", du kommst mit Festivals. Kein Kontakt mit realen Argumenten, du denkst dir nur noch Kram aus den du dann "bekämpfen kannst".
     
  38. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
    Registriert seit:
    30. Oktober 2017
    Beiträge:
    9.954
    Ok ich sehe du hast kein Interesse. My bad.
     
  39. Sace

    Sace
    Registriert seit:
    12. Dezember 2018
    Beiträge:
    1.028
    Bei den ganzen haltlosen Beispielen dachte ich, wir spielen "konstruier-dir-was". Mein Beispiel ist wenigstens an der Wirklichkeit orientiert. Aber weck mich ruhig, wenn die ominösen Familienfeiern, von den Leuten abgehalten, die vorher bei türkischen Familien die Polizei gerufen haben, auch mal in freier Wildbahn gesehen werden. So ganz im Sinne der Doppelmoral.

    Also ist kulturelle Aneignung doch nicht schlimm? Da hätte sich die gute Frau den Artikel ja sparen können.
     
  40. Dawizard

    Dawizard
    Registriert seit:
    29. Januar 2015
    Beiträge:
    4.604
    Noch einmal ganz langsam für euch beide: Der Artikel sagt, dass es scheiße ist Dinge erst als Beleg für die Verkommenheit gewisser Gruppen zu sehen und sie später selbst zu machen. Das ist genau wie Prediger die morgens gegen Homosexualität hetzen und abends mit ihrem Assistenten im Bett erwischt werden.

    Es steht absolut nirgendwo im Artikel, dass "Biodeutsche" keine Jogginghosen tragen oder Familienfeiern im Park abhalten sollen. Oder dass Prediger nicht homosexuell sein sollen. Die angeblichen Verbote habt ihr euch selbst eingeredet weil ihr "Kulturelle Aneignung" lest und euer Gehirn daraus macht "nichts darf man mehr!!!!!". Im Artikel steht absolut nichts davon.
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top