Reden wir über's Geld.

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Terranigma, 18. Mai 2019.

?

Wie viel?

  1. 0€ - 300€

    20 Stimme(n)
    9,7%
  2. 300€ - 800€

    29 Stimme(n)
    14,1%
  3. 800€ - 1400€

    62 Stimme(n)
    30,1%
  4. 1400€ - 2000€

    45 Stimme(n)
    21,8%
  5. 2000€ - 3000€

    26 Stimme(n)
    12,6%
  6. mehr als 3000€

    24 Stimme(n)
    11,7%
  1. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
    Registriert seit:
    11. Februar 2001
    Beiträge:
    51.297
    Ich nehme an, er will darauf hinaus, dass ein Gehaltsgefüge in einem Unternehmen idealerweise einer inneren Logik folgt. Mit gerechtfertigten Abständen zwischen den Gehältern. Da muss man schon bissel drauf aufpassen, aber gut, wenn man jemand braucht, dann braucht man jemand. Da finden sich dann Wege.
     
  2. Jdizzle

    Jdizzle
    Registriert seit:
    8. März 2012
    Beiträge:
    5.174
    Naja wie du schon sagst, das zählt nicht so wirklich :D
     
  3. SolemnStatement

    SolemnStatement
    Registriert seit:
    8. Mai 2012
    Beiträge:
    4.032
    Zumal dieses Gehaltsgefüge-Argument in 90% der Fälle eine billige Ausrede ist. Wenn überhaupt, dann gibt es das in strikt tarifliche geregelten betrieben. Und da stellen sich die Fragen erst gar nicht, weil die Spielräume begrenzt sind.

    Da, wo sich diese Fragen stellen, weil frei verhandelt wird, gibt es folgerichtig keine Tarife und am Ende so gut wie nie das propagierte Gehaltsgefüge. dort, wo frei verhandelt wird, gibt es für vergleichbare Arbeit so gut wie immer drastische Unterschiede. Ich schmeiße mal locker 50% Unterschied für vergleichbare Arbeit in den Raum.

    Warum? Weil der eine zu rechten Zeit am rechten Ort war und der nächste nicht. Weil der eine via Vitamin B zum Chef kam und der nächste nicht. Faktor Nase, gute Laune des Chefs oder oder oder. Da gibt es tausend Gründe. Und von dem unterschied zwischen Altverträgen von vor 20 Jahren und denen von heute fangen wir gar nicht erst an. Da haben die 50% schon fast System.

    Das ominöse Gehaltsgefüge ist somit dieselbe Liga wie der Fachkräftemangel. Nicht komplett oder grundsätzlich falsch, aber völlig überzeichnet und ausgeschlachtet, um die eigenen Interessen durchzusetzen und die der anderen klein zu reden.
     
    cevap_i_luk und Lurtz gefällt das.
  4. Rhaegar

    Rhaegar
    Registriert seit:
    28. April 2003
    Beiträge:
    3.177
    Ort:
    Bonn
    Ganz so einfach ist das nicht. Ich kann ja nur aus meiner Firma berichten, aber bei uns wird schon sehr stark bei jeder Neueinstellung und jeder individuellen Gehaltsverhandlung geschaut, dass Gehälter für vergleichbare Tätigkeiten auch in einem vergleichbaren Rahmen bleiben. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir da ein Einzelfall sind.
     
  5. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
    Registriert seit:
    11. Februar 2001
    Beiträge:
    51.297
    Wir zahlen ja nach Tarifnujd schauen mach Möglichkeit immer, dass wir auf einer Tarifstufe landen, auch wenn wir frei verhandeln. Ab einer gewissen Gehaltshöhe wird es dann doch frei verhandelt, aber ansonsten bekommen wir das eigentlich immer ganz gut hin unser Gefüge zu wahren. Auch, weil wir festgelegte übertarifliche Sätze zahlen, die auch Regeln folgen, aber zB zeitlich vorgezogen werden können.
     
  6. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
    Registriert seit:
    10. Oktober 2012
    Beiträge:
    1.692
    Na klar will kein Unternehmen die Löhne der gesamten IT um 6% jährlich anheben, obwohl das in so einem Markt gerechtfertigt wäre. Oder, abgesehen von der Chefetage, ein zu großes öffentliches Gefüge zwischen den einzelnen Berufen innerhalb des Unternehmens zulassen. Das ist aus deren Sicht absolut verständlich.

    Dann sollten die Arbeitgeber jedoch nicht rumheulen und in Presseaussendungen & gekauften Artikeln über einen hausgemachten Fachkräftemangel klagen, wenn trotz Rekordgewinnen die Löhne der Arbeitnehmer rumkrebsen (wie das in Deutschland in den letzen 20 Jahren der Fall war und jetzt hoffentlich endlich zu einem Ende kommt).

    Die Bezahlung von Fachkräften hört oft da auf, wo Universitätsabgänger anfangen - und das trotz des Umstands, dass viele Berufe den Körper derart belasten, dass ein Arbeiten bis 65 (wieder im Gegensatz zu vielen Studierten) fast unmöglich wird. Bei solchen Zuständen ist es nicht überraschend, dass immer weniger Leute so eine "Karriere" anstreben.
     
    Muffin-Man und SolemnStatement gefällt das.
  7. Divid Call me stuntman Mike

    Divid
    Registriert seit:
    7. November 2004
    Beiträge:
    34.267
    Ort:
    vorne
    Also ich weiß nicht genau wie die Verhältnisse in der IT-Branche sind, aber wir haben in unserer Branche enorme Probleme qualifiziertes Personal zu finden.

    Ich suche jetzt seit geschlagenen 11 Monaten Elektro-Ingenieure für verschiedene Tätigkeitsfelder (Hardware, SW, System-Integration, Testing) und wir finden niemanden. Nur zur Sicherheit: Automobil-Zulieferbranche (Tier1), mehr als 100.000 Mitarbeiter, Tätigkeitsfeld E-Mobilität (also auch entsprechend sexy ...)
    Klar gibt es hier und da Bewerber, in der Regel Absolventen, was jedoch kein Problem wäre. Wir würden derzeit jeden nehmen, der elektrotechnisch auf 3 Zählen kann. Leider stellt sich die Gehaltsfrage nicht. Andererseits nehmen wir niemanden mehr, der nicht fachlich und überfachlich gewisse Mindestanforderungen erfüllt. Das ist leider auf Grund der faktischen Unkündbarkeit notwendig.
    Meine Erfahrung bzw. Schlussfolgerungen aus dem letzten Jahr bzgl den Bewerbern aus den jeweiligen Gesprächen:
    - wechselwillige fähige Leute gibt es nicht (auch kein Erfolg über einschlägige Headhunter)
    - fähige "arbeitslose" Leute gibt es nicht, auch nicht über ANÜ
    - die verfügbaren Absolventen sind fachlich aber mal richtig Banane (keiner der 9 Bewerber konnte mir Maschinenbauer die prinzipielle Wirkungsweise eine Wechselrichters/Inverters erklären, weitergehende fachliche Fragen sind dann gleich ausgeblieben)
    - es wird gelogen, dass sich die Balken biegen - ggfs. hat das mit obenstehendem fachlichen Defizit zu tun?
    Wir haben in unserem Recruiting daher einiges umgestellt. Wir haben ohne Ende Praktis/Werksstudenten, scheinbar die einzige Möglichkeit frühzeitig geeignete Mitarbeiter zu finden. Die Stellen für Duale-Studiengänge wurden vervielfacht.
    Und bzgl. Geld: Kein Bewerber hat je danach gefragt, genauso wie wir aktuell jedem geeigneten Kandidaten nahezu jede Forderung erfüllen würden. Wir bezahlen eh schon ca. 15% über IG-Metall Tarif und eine Eingruppierung höher als eigentlich richtig geht auch immer. Ich habe sogar einen Mitarbeiter in meinem Team, der mehr verdient als ich selbst.
    Aus vielen Diskussion mit unseren anderen Sparten/Standorten weiß ich, dass es denen ähnlich geht.

    Also ja, aus meiner persönlichen Sicht haben wir sehr wohl einen Fachkräftemangel, den ich nicht per Geld ausgleichen kann.
     
  8. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
    Registriert seit:
    10. Oktober 2012
    Beiträge:
    1.692
    @Divid

    Als Außenstehender ohne viel Ahnung von deiner Branche stelle ich mal folgende provokante Fragen in den Raum:
    • Warum sollte ich als junger Mensch mit Perspektiven ausgerechnet Elektrotechnik studieren, wenn der Studiengang sehr schwierig ist? In der IT gibt's ähnliche Gehälter, ein leichteres Studium, viel Zukunftssicherheit & die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. 15% mehr Gehalt ist im Vergleich dazu nix.
    • Warum sollte ich als Frau (also 50% der potenziellen Bewerber) so ein Arbeitsumfeld wählen? Mich würde das aufgrund der Männerdominanz & der damit verbundenen gläsernen Decke abschrecken.
    • Wie zukunftssicher ist die deutsche Automobilbranche wirklich? Das Geschäftsmodell wird sich in den nächsten Jahren ordentlich verändern und die Konkurrenz aus China/Japan/USA scheint im Bereich Elektroautos schon deutlich weiter zu sein (okay, dieser Punkt ist für Schüler/Absolventen wahrscheinlich weniger relevant).
    Ich halte die Bezahlung in den meisten angeblichen Mangelberufen zwar für den Hauptgrund, aber speziell in besserbezahlten Branchen wie deiner spielen andere Faktoren imho eine größere Rolle. Ich glaube gerne, dass es hier zu wenig Bewerber gibt - und halte das zum Teil über Jahrzehnte für selbstgemacht:

    Ich verbinde als Ende 20er mit deiner Branche z.B. eine Hierarchie wie im 20. Jhdt. mit starker Seniorität, männlichen Chefs, starren Strukturen. Dazu noch Autos, die mich persönlich überhaupt nicht interessieren (viele Unikollegen denken ähnlich und gehen lieber ins Management mit besseren Aufstiegschancen oder in die IT, welche im Gegensatz zu E-Autos wirklich sexy ist). Für mich müsste sich da nicht nur gehaltstechnisch sehr viel ändern, damit ich so einen Job in Betracht ziehe. Und dank Bildung & dem demografischen Wandel habe ich mehr Auswahl. Da wurde bei den Mint-Fächern in Sachen Gehalt, Image- & Nachwuchspflege schon sehr viel verschlafen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2019
  9. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
    Registriert seit:
    24. September 2004
    Beiträge:
    37.927
    Ort:
    pseudo-intälligentz gesegnet
    "das E-Auto" stinkt mit Sicherheit nicht gegen "die IT" ab, wenn es um Sexappeal geht
     
  10. Lurtz lost

    Lurtz
    Registriert seit:
    22. Juli 2005
    Beiträge:
    68.621
    Beispiele? :ugly:
     
  11. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
    Registriert seit:
    10. Oktober 2012
    Beiträge:
    1.692
    Ist auch kein fairer objektiver Vergleich - zumindest bei mir im Studium vor 5 Jahren war das E-Auto noch in weiter Ferne, das ist heute mit Tesla vielleicht anders.

    Ich würde aber selbst heute die IT vorziehen. Da gibts von Webdesign über Datenbanken bis hin zu Data Science so viele interessante zukunftsträchtige Bereiche.
     
  12. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
    Registriert seit:
    24. September 2004
    Beiträge:
    37.927
    Ort:
    pseudo-intälligentz gesegnet
    Und es gibt genauso viele öde und rückwärtsgewandte Themen. Ich denke nicht das sich beide hier viel nehmen was Neuentwicklungen und Technologien angeht um sagen zu können das die IT pauschal sexyer daherkommt. Das sich die Gewichtung durch das eigene Interesse verschiebt kommt dann ja noch hinzu.
     
  13. 1Mensch gesperrter Benutzer

    1Mensch
    Registriert seit:
    5. Dezember 2018
    Beiträge:
    443
    Ort:
    Rabbit hole
    Wie/ Wo kann man sich denn zu ETFs beraten lassen?
    In 2 Monaten ist der Immobilienkredit abbezahlt, mit dem dann verfügbaren Geld würd ich gerne was sinnvolleres als "Nutten und Koks" anfangen und mein Rentensparplan-Dings von der Spaßkasse ist eigtl gut genug bedient :ugly:.
     
  14. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
    Registriert seit:
    27. Oktober 2009
    Beiträge:
    8.607
    Warum kaufst du dir nicht eine Systemimmobilie als Altersvorsorge?
     
  15. Diamond1991

    Diamond1991
    Registriert seit:
    3. Januar 2006
    Beiträge:
    11.060
    Was ist das denn?
     
  16. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
    Registriert seit:
    27. Oktober 2009
    Beiträge:
    8.607
    Das ist eine ganz normale Immobilie nur mit dem Unterschied, daß du hier einen "Dienstleister" hast der ich um die Vermietung und den ganzen Kram kümmert, du also keine Arbeit damit hast.
     
  17. 1Mensch gesperrter Benutzer

    1Mensch
    Registriert seit:
    5. Dezember 2018
    Beiträge:
    443
    Ort:
    Rabbit hole
    Habe ich ja ^^, Großgrundbesitzer wollte ich nicht werden... naja, ein Freund baut demnächst und hat mir angeboten da ne Wohneinheit zu übernehmen, mal schauen.

    ETFs scheint halt eine gute Möglichkeit zu sein überschüssiges Geld zu parken und iwie macht es jeder :ugly:

    Oder ich mach einfach mal teurer Urlaub :wahn:
     
    Captain Tightpants gefällt das.
  18. Diamond1991

    Diamond1991
    Registriert seit:
    3. Januar 2006
    Beiträge:
    11.060
    Ah okay. Aber ist da die Rendite überhaupt noch interessant?
     
  19. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
    Registriert seit:
    27. Oktober 2009
    Beiträge:
    8.607
    Aktuell eher weniger, aber wenn ich in Rente bin ist die Wohnung abbezahlt.
     
  20. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
    Registriert seit:
    11. Februar 2001
    Beiträge:
    51.297
    Das Risiko trägt man dennoch und bei Wohnimmobilien wird das ja noch zunehmen, weil Vermieter ja eh blaue sind und so.
    Für mich wären nur noch gewerbliche Immobilien interessant.
     
  21. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
    Registriert seit:
    7. Mai 2005
    Beiträge:
    43.925
    Ort:
    Essen

    Wohin fliegen wir Schatz? ^^
     
    Captain Tightpants und 1Mensch gefällt das.
  22. Cas GTI Verbastler

    Cas
    Registriert seit:
    16. Dezember 2018
    Beiträge:
    5.169
    Mein RIG:
    CPU:
    i5-6500
    Grafikkarte:
    XFX RX470 RS Black Edition
    RAM:
    8GB DDR4
    Maus und Tastatur:
    Razer Ornata Chroma & Roccat Kone XTD
    Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich mehr Geld will?
     
  23. Divid Call me stuntman Mike

    Divid
    Registriert seit:
    7. November 2004
    Beiträge:
    34.267
    Ort:
    vorne
    Jetzt reitest du aber arg auf Klischees herum. Aber wenn du willst, kann das auch umdrehen ...
    • Vielleicht gibt es Leute, die (im Gegensatz zu ITlern ;) ) eine echte Herausforderung suchen? Vielleicht gibt es Leute, die (im Gegensatz zu ITlern ;) ) lieber an echten, anfassbaren Produkten arbeiten?
      Ebenso dem Ingenieurwesen die Zukunftssicherheit abzusprechen ist schon echt mutig. Funfact: bei uns sind die meisten ITler von der Ausbildung her Ingenieure - wir haben festgestellt, dass es (im interdisziplinären Gedanken) leichter ist, Ingenieuren IT beizubringen als andersherum.
      Und natürlich haben wir die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten.
    • Frauen machen statistisch nur 10% der Bewerber aus. Aber es ist tatsächlich schade, dass sich nicht mehr Frauen im Ingenieurwesen engagieren. Wir arbeiten daran.
    • Nichts ist konstanter als der Wandel. Natürlich verändert sich die Branche. Und selbst wenn wir in 20 Jahren alle nur noch Carsharing und ÖPNV nutzen - was glaubst du, wer diese Fahrzeuge dann entwickelt (und fertigt)? Sicher kein ITler. Und als Zulieferer bedient man die ganze Welt, wenn man gute Produkte hat.
    Sicher sind wir hierarischer aufgestellt als hippe IT-Klitschen. Wenn aber mehr als 95% deiner Projekte jeweils ein Auftragsvolumen von mind. 1 Mrd. € haben, sind klare Strukturen, Entscheidungsgewalten und Kontrollinstanzen unerlässlich. Gleichzeitig sind wir aber auf Arbeitsebene auch vermehrt komplett "agil" unterwegs.
    Und was heißt denn bitte "ins Management" gehen? Wen willst du denn managen? Natürlich kann man eine Führungskarriere anstreben, aber in der Regel führt man doch seinesgleichen, zumindest bis in die mittlere Ebene.Und außerdem: Was glaubst du, wer in hierarischen Strukturen die Entscheidungen trifft? In mehr als 80% der Fälle machen das die Mitarbeiter/Untergebenen, sie merken es bloß nicht.
    Zum Gehalt: Wenn ich mir die Gehaltstabelle der IG-Metall anschaue, sehe ich gute und sichere Gehälter. Mal so als Anhaltspunkt meiner Historie (und ich habe es sicher sehr gut getroffen und sollte nicht als allgemeine Referenz gelten):
    Nach der Promotion bin ich als Teilprojektleiter eingestiegen (EG16 bei der IG-Metall, bei 0 Jahren Berufserfahrung in der Industrie) ca. 78k€, 40h, jede Überstunde wird abgefeiert
    Nach 2,5 Jahren in der Firma habe ich "ins Management" in einen anderen Fachbereich gewechselt, ca. 106k€ fix + Bonus, 40h AT
    Natürlich werden die wenigsten sofort nach der Uni Teilprojektleiter. Aber wer fachlich wirklich was auf dem Kasten hat, der kann sehr schnell (3-4 Jahre Erfahrung) auf eine EG15 (höchster Sachbearbeiter) kommen und geht dann mit ca. 75k€ (Tarif wohlgemerkt!) heim. Finde ich jetzt nicht so schlecht.

    Ein Highlight war sicher ein "erfundenes" Praktikum bzw. das Praktikum hat schon stattgefunden, nur mit ganz anderen Inhalten als zuerst beschrieben. Er hat im Lebenslauf angegeben, dass er ein Praktikum in einem wirklich sehr einschlägigen Bereich bei einem unserer, bei einem meiner direkten Kunden gemacht hat. Also sofort eingeladen, paar Tage später das Gespräch. Morgens habe ich mir die Unterlagen nochmal durchlesen und bin nochmal auf die Beschreibung des Praktikums gestoßen und weil ich mit dem Abteilungsleiter beim Kunden quasi täglich telefoniere, habe ich das Arbeitszeugnis nochmal durchgesehen. Anderer Name des AL, Beschreibung der Inhalte waren deutlich abweichend etc. Gut, dachte ich mir, vielleicht hat das ein Mitarbeiter, den ich nicht kenne oder so betreut. Hab dann den AL vom Kunden angerufen und mal gefragt. Er war ihm unbekannt, also nicht in der Abteilung gewesen. Hmm :ugly:
    Im Gespräch habe ich ihn natürlich drauf angesprochen, was er so im Praktium gemacht hat (weil das wirklich 1:1 auf unsere Stelle gepasst hätte). Nach 2 min bohren musste er dann zugeben, dass er eigentlich in der Parallelabteilung war, die nur kommissarisch vom anderen Hauptabteilungsleiter mitbetreut wurde und er eigentlich ganz was anderes als im Lebenslauf angegeben dort gemacht hat.
    Mein Personaler hat dann nur sehr trocken gemeint: Danke, Herr XYZ, das Besprochene ist ausreichend um unsere Entscheidung zu treffen. Vielen Dank und gute Heimfahrt.

    Einer hat im Gespräch rausgerückt, dass er doch beim Bund war und kein Zivi gemacht hat, obwohl er im Lebenslauf umgekehrt dargestellt hat.

    Ich meine, wir sind sehr fair bei unseren Gesprächen. Wir stellen viele offene Fragen, bei denen es keine richtige Antwort gibt. Meist ist die auch ziemlich egal, denn es geht uns um die Begründung, warum die Antwort so ausgefallen ist. Und da sind leider viele Bewerber absolut grottenschlecht. zB: Wie wird die Individualmobilität in 10 bzw. 20 Jahren aussehen? Und warum? Da wird werden dann ein paar Schlagworte rausgehauen, die Begründung lautet aber meist etwas im Sinne von "hab ich schon oft so gelesen, dass es so wird / kam in den Nachrichten" etc.
     
  24. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
    Registriert seit:
    27. Oktober 2009
    Beiträge:
    8.607
     
  25. Mr.P!nk

    Mr.P!nk
    Registriert seit:
    23. Januar 2009
    Beiträge:
    3.720
    Edit: Falscher Thread :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2019
  26. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
    Registriert seit:
    27. Oktober 2009
    Beiträge:
    8.607
    Ich habe das schwere Gefühl du bist im falschen Thread.
     
  27. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
    Registriert seit:
    24. September 2004
    Beiträge:
    37.927
    Ort:
    pseudo-intälligentz gesegnet
    Junge, er ist Millionär :o
     
  28. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
    Registriert seit:
    27. Oktober 2009
    Beiträge:
    8.607
    Und dann ist man automatisch immer im richtigen Thread :parzival:?
     
    cevap_i_luk gefällt das.
  29. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
    Registriert seit:
    24. September 2004
    Beiträge:
    37.927
    Ort:
    pseudo-intälligentz gesegnet
    Nicht immer, es reicht wenn man im Geld Thread ist
     
    cevap_i_luk und Captain Tightpants gefällt das.
  30. Blup

    Blup
    Registriert seit:
    7. Mai 2011
    Beiträge:
    11.599
    Mein RIG:
    Maus und Tastatur:
    Steelseries 6gv2, Logitech RX250
    Betriebssystem:
    Windows 7 Home, 64 bit
    Monitor:
    iiyama ProLite E2407HDS
    Was wollt ihr da ganz grob hören?
     
  31. Diamond1991

    Diamond1991
    Registriert seit:
    3. Januar 2006
    Beiträge:
    11.060
    Flzgtaxis!
     
  32. Blup

    Blup
    Registriert seit:
    7. Mai 2011
    Beiträge:
    11.599
    Mein RIG:
    Maus und Tastatur:
    Steelseries 6gv2, Logitech RX250
    Betriebssystem:
    Windows 7 Home, 64 bit
    Monitor:
    iiyama ProLite E2407HDS
    Haha, dann würde ich selber sagen, dass ich bei denen nicht arbeiten will.
     
  33. Goof Bajuvarischer Quotendepp

    Goof
    Registriert seit:
    21. Juni 2002
    Beiträge:
    82.612
    Ort:
    Bayerisch-Schwaben
    Der Cityairbus, die fliegende Kloschüssel :wahn:

    Schaut aber nett aus und fliegt schon :ugly: Etwas.
     
    Captain Tightpants gefällt das.
  34. Divid Call me stuntman Mike

    Divid
    Registriert seit:
    7. November 2004
    Beiträge:
    34.267
    Ort:
    vorne
    Wie gesagt, es gibt keine "richtige" oder "falsche" Antwort. Es geht um die Argumentationsfähigkeit, ganz grob könnten folgende (teils gegensätzliche) Antworten positiv gewertet werden:
    • Es bleibt alles wie es ist, mit leicht steigendem Hybridisierungsgrad, nur geringe E-Mobility (Argumentation: Batteriepreise bleiben hoch/kein technischer Durchbruch, Rohstoffe in politisch kritischen Ländern, Menschen wollen doch ihre Individualmobilität nicht aufgeben, etc.)
    • Nur noch Car-Sharing / ÖPNV (Argumentation: Die Generation Smartphone hat kein Interesse mehr am privaten Auto, neue Technologien zu teuer in der Anschaffung, TCO schafft es nicht die Investionshürde zu überspringen etc.)
    • Kein Verbrenner mehr (Argumentation: politische Reglementierung, technischer Durchbruch bei E-Antrieben/Speichersystemen, Wechsel der gesellschaftlichen Ansprüche etc.)
    • gerne natürlich ein abgewägtes Gesamtbild
    Wird dann weitergeführt in: Was hat diese Entwicklung für eine direkte Wechselwirkung zur Technik?
    • z.B. Qualitätsanspruch bei Car-Sharing verfällt erheblich (erhöhter Sparzwang, keine Verbindung zu Privateigentum)
    • z.B. Robustheit muss bei Car-Sharing massiv steigen (TCO rückt in den Vordergrund, Wartungskosten, Missbrauchsabsicherung erhöhen)
    • z.B. bei konventioneller Besitzorientierung Senkung der Investitionskosten im Verhältnis zur TCO, Preis/Leistung bei Emissions-Einsparung von zentraler Bedeutung
    • z.B. lokale emissionsfreie E-Mobilität, d.h. Plug-In-Hybride mit 50-80km effektiver Endkundenreichweite
    Lässt sich beliebig fortsetzen. Das gibt uns eine ziemlich guten Einblick in die Person. Wer hier eben nur "hab ich mal gehört, kam in den Nachrichten" bringt, ist relativ schnell unten durch. Das eigentliche "technische" Fachgespräch mit konkreter Relevanz zur Stelle kommt danach.
    Zwischendurch kommt noch meine Lieblingsfrage / Stressfrage: wie viele Tankstellen gibt es eigentlich in Deutschland?

    Ein entfernter Bekannter von mir arbeitet tatsächlich als ein CTO/CFO/CXX in einer solchen Firma. Die machen Geld ohne Ende :ugly:
     
    Blup gefällt das.
  35. UrbanForest

    UrbanForest
    Registriert seit:
    14. August 2015
    Beiträge:
    4.184
    Ort:
    42
    Als Vision gefällt mit bislang immer noch die Vision eines komplett autonomen Fuhrparks aus vergeneintlichten/unternehmerischen Fahrzeugflotten, die auf Bestellung innerhalb von Minuten da sind und innerhalb Deutschland (je nachdem +x km über die Grenze) von A nach B bringen. Eigens gelenkte Fahrzeuge gibt es in dieser Welt im Optimalfall gar nicht mehr.
     
  36. pfui

    pfui
    Registriert seit:
    29. Juni 2008
    Beiträge:
    10.397
    Habe mir gerade gedacht, dass ich mehrere Gemeinden mit ca. 5000 Einwohnern kenne, die eine Tankstelle haben. Auf Deutschland gerechnet wären das grob 15.000. Nachgeschaut: laut Statista sind es 14.500 :ugly:

    Ich denke das Problem bei solchen Fragen ist immer, dass man irgendeinen Ansatzpunkt braucht, den man für eine grobe Rechnung gebrauchen kann. Hat man keinen, sagt das meines Erachtens nichts über die Intelligenz eines Bewerbers aus. Klar, er könnte dann einfach mit Fantasiezahlen hantieren, um zu zeigen, dass er ja das Prinzip kennt. Aber ehrlich gesagt sind solche Fragen nach der Anzahl von XY doch schon ziemlich ausgelutscht und jeder dürfte wissen, was man dabei zeigen soll.
     
  37. Dead man walking tot, aber glücklich

    Dead man walking
    Registriert seit:
    2. Mai 2004
    Beiträge:
    22.610
    Und die stellst du jedem oder nur ausgewählten Personen? :ugly:
     
  38. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
    Registriert seit:
    24. September 2004
    Beiträge:
    37.927
    Ort:
    pseudo-intälligentz gesegnet
    Es sollte dennoch irgendwie eben die grobe Richtung stimmen, gerade wenn man im Automobilsektor arbeiten will. Sagt da einer 1000 oder 100.000 sollte das anders sein als wenn jemand vllt 20.000 der nur 10.000 schätzt.
     
  39. kpuhkr

    kpuhkr
    Registriert seit:
    29. November 2016
    Beiträge:
    688
    Da kann man auch gleich einen Immobilienfonds nehmen
     
  40. Divid Call me stuntman Mike

    Divid
    Registriert seit:
    7. November 2004
    Beiträge:
    34.267
    Ort:
    vorne
    Natürlich ist es einfach, wenn man einen Ansatz hat. Viele gehen über "das eigene Dorf" und rechnen hoch. Es gibt auch genügende Leute, die mit der Frage überhaupt nicht zurecht kommen. Es geht auch weniger um die Zahl, die am Ende rauskommt, sondern wie damit umgegangen wird. Man stellt zB immer die Nachfrage, ob der Kandidat die eigenhändig ermittelte Zahl für realistisch hält, oder ob er eine Korrektur vornehmen möchte.
    Aber es gibt auch unkoventionelle Wege, zB über die Anzahl der Autos, der gefahrenen Kilometer und/oder dem Verdienst des Pächters.

    Wer soweit kommt, bekommt diese oder eine ähnliche Frage. ZB auch ganz nett, aber schwieriger:
    Um wieviel gCO2/km muss der Ausstoß der Fahrzeuge in Deutschland im Schnitt gesenkt werden, um den CO2-Ausstoß der menschlichen Atemluft zu kompensieren.
    Oder: Wie viele Müllwagen gibt es in Deutschland?

    Wie immer gilt: Der Weg zum Ziel ist entscheidend, sowie die relative Einordnung.
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden
Top