Sammelthread: Exklusiv im Epic-Store

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 4. April 2019.

  1. acer palmatum

    acer palmatum
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    Du musst Facebook nicht nutzen (und solltest es auch nicht), Du kannst Linux nutzen wenn Dir MS so dermaßen zuwider ist und Amazon ist auch eine reine Bequemlichkeitssache zu der Dich niemand zwingt. Du musst bei keiner Alternative (was auch immer die Alternative zu FB zu sein mag) ein Jahr warten bis Du was auch immer Du da machen möchtest machen kannst. Von daher ist das einfach kein Vergleich.
     
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  2. omega™ gesperrter Benutzer

    omega™
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    Ah das ist doch genau dieses "mimimi" welches von den Steamnutzern aus kommt, die auf Epic herumtrappeln und sich über einen weiteren Launcher beschweren oder etwa nicht?
     
  3. -GradX-

    -GradX-
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    Mit dem "Du musst es nicht benutzen"-Argument schießt Du Dir voll in den Fuß. *facepalm* (Ganz davon abgesehen, dass ich bereits Linux verwende).
    Denn: Du musst EGS nicht benutzen. Du musst Borderlands 3 nicht spielen. Du muss generell keine Videospiele spielen. Und jetzt? Diskussionsende? ;)

    Aber mit dem was Du geschrieben hast belegst Du ziemlich genau, dass Du Monopole nicht verstehst und dass Du nicht verstehst warum Monopole nicht gut sind.

    Der Zwang eines Monopols geht so gut wie nie über Verträge (das wäre kartellrechtlich problematisch), sondern über Marktmacht. Beispiel: Gwent Thronebreaker. GOG wollte es exlusiv bei sich halten. Dummerweise hat es dann nicht genügend Geld eingespielt und hat es dann notgedrungen auf Steam veröffentlicht. Valve hat sie nicht direkt dazu gezwungen (wäre auch illegal), sondern der Zwang kam durch das Monopol an sich.

    Das Problem ist, dass Steam bereits die Nutzerbasis hat. Und diese Nutzerbasis ist träge (Gilt für beide Kundengruppen von Valve: Endkunden und Entwickler/Publisher) und man muss ihr gute Gründe liefern, um einen anderen Store zu verwenden. Dieser Thread ist ja auch der beste Beweis dafür.

    Valve hat diverse Markteintrittsbarrieren gegen Konkurrenz aufgebaut:

    * Die Game Libraries jedes einzelnen Spielers. Ich habe 300+ Games auf Steam. Das macht es mir schwerer von Steam wegzuwechseln und ist Anreiz für mich meine Library weiterhin dort aufzubauen.
    * Friendslist: Für Multiplayerspiele vor allem relevant. Wenn alle meine Freunde bei Steam sind, dann wird das mich eher bei Steam halten.
    * Steam Inventory und Wallet: Wenn ich Trading Cards oder Restguthaben im Steamwallet habe, bindet mich das eventuell auch an die Plattform (je nachdem ob es den User interessiert).

    Und es ließen sich noch mehr Mechanismen finden - aber ich kann den Leuten hier nicht alles vorkauen. Jeder Konsument sollte sich hier - aus eigenem Interesse - selbst bilden.

    Das ist alles nicht illegal und nicht verwerflich - aber das sind Mechanismen mit denen Valve anderen Mitbewerbern den Erfolg erschwert.

    Und Monopole sind halt immer scheiße für den Kunden. Deswegen wenden sich ja gerade einige Publisher und Entwickler von Steam ab: Sie sind ja auch Kunden. Das wird hier immer gerne vergessen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. April 2019
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  4. noom

    noom
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    falsch über den in den Markt gekübelten, funktionbehinderten Launcher welcher sich zu erst AAA Titel einkauft bevor er überhaupt zeitgemässe Funktionen aufweisst. Aber die Kritik müsste man halt zuerst mal erfassen können um sie zu verstehen. Im gegensatz dazu erfüllt die Steamapp mit der Guard Funktion seine Aufgabe tadellos, nein selbst die olle Steamapp bietet mehr Funktionen als der EPIC Launcher bis Heute bietet.
     
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  5. acer palmatum

    acer palmatum
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    Wieso? Für FB, Microsoft und Amazon gibt es Alternativen. Mir wird von keinem etwas EXLUSIV geboten, was ich nirgendwo anders bekomme - stellt euch halt net absichtlich dumm. :mad:
     
  6. -GradX-

    -GradX-
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    Ah - Du kennst also das Quasi-Monopol nicht. Das ist eine Sonderform des Monopols, bei welcher es mehrere Anbieter gibt, es aber trotzdem zu einer marktbeherrschenden Stellung des Monopolisten kommt. Dies kommt besonders häufig in der IT Branche vor.

    Wir stellen uns also nicht dumm, wir wissen bloss ein bischen mehr als Du. Wikipedia oder ein Wirtschaftsbuch können Dich hier aufklären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. April 2019
  7. Yeager

    Yeager
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    Es spielt letzten Endes keine Rolle, denn das Entscheidende ist ja, dass man ein Monopol verteidigt.
    Mit anderen Worten: Man will, explizit oder nicht, dass es zu einer noch stärkeren Monopolisierung kommt. Letzten Endes erweist man derjenigen Firma einen Bärendienst, denn irgendwann steht das Kartellamt vor der Tür. Obwohl, Donnie ist ja am Drücker, bei ihm und seiner "Denkerfrisur" weiß man ja nie, was dabei rum kommt :D

    Ich verstehe die gesamte Diskussion nicht.
    Man kritisiert eine Firma für das, was die andere Firma ebenfalls tat - und Letztere erklärt man für heilig. Noch bekloppter: In einer Marktwirtschaft entscheidet letzten Endes nur der Kauf oder eben das Unterlassen und Ausbleiben von Käufen darüber, ob sich eine Idee als dauerhaft tragfähig erweist oder eben nicht. Dieses ganze Theater mit Aufrufen, Downvotes, das Geplärre - es ist nicht nur Heuchelei und dumm, geht nicht nur am Ziel vorbei - schlimmer noch: Es bestätigt letzten Endes nur das Konzept!

    Denn man würde sich ja nicht darüber aufregen, wenn da nicht Titel dabei wären, auf die man wirklich Bock hat, weswegen man über kurz oder lang vielleicht doch schwach wird, doch kauft und damit die Exklusiv-Methode in dem einzigen Sinne bestärkt, den sie in der Marktwirtschaft haben kann, nämlich ob sie finanziell funktioniert - ob die Leute kaufen. Noch schlimmer, man zeigt damit auch Weiteren, dass es geht. Dass zwar Leute plärren werden, dass sie mit Kuhmist um sich werfen - aber letzten Endes doch kaufen. Genau wie bei Vorbestellungen, Lootboxen, sinnlosen Skins, Meeeeh-DLCs und all den weiteren, kunterbunten Karotten, denen die Leute hinter her laufen.

    Mit der Folge, dass EPIC nur der Anfang ist, weitere werden folgen.

    Ehrlich, mir tut es dabei nur um GoG leid, denn das ist die einzige Plattform, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Sie war lange Zeit ganz alleine gegen den Giganten Steam, sie verzichtet auf DRM, sie restauriert Spiele sogar, teils sehr aufwändig und reich werden sie mit alledem offenbar trotzdem nicht. Aber dieser ganze Kindergarten-Blödsinn rund um Epic, ehrlich, ich weiß nicht, ob ich da lachen oder weinen soll, so schwachsinnig wie es ist. Es bringt mich immer wieder zum Fremdschämen für die gesamte Spieler-Community weltweit. Denn es zeigt, dass wir genauso blöd sind, für das man uns hält. Haltet uns eine vergammelte Karotte vor die Nase, in dessen Innern eine Dynamitstange ist, klebt ein "TOLL! KAUFEN! JETZT!"-Schild dran - und wir beissen genüsslich rein.
     
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  8. Dr3amKe3per

    Dr3amKe3per
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    Ja und da setzt es auch wieder an da die meisten Raubkopierer/Piraten das halt nur machen ... sich niemals ein Spiel so kaufen würden und da mit unter bis zu 200 Tage warten. Der Prozentsatz derer die ein Spiel dan eher kaufen würden ist zu gering als das er zum Tragen kommen würde.
     
  9. Black?Rock Shooter

    Black?Rock Shooter
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    Also bedeutet Reichweite = Monopol?
    Mfg
     
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  10. noom

    noom
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    besser hätte man das Geschäftkonzept von Epic und ihren Kunden nicht beschreiben können :yes:
     
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  11. -GradX-

    -GradX-
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    Nein, es ist etwas komplizierter als das. Mein Studium ist leider schon etwas her, deswegen kann ich's nicht mehr so detailiert:

    Soweit ich mich erinnern kann ist es eine Kombination aus Marktmacht und hohen Einstiegsbarrieren in den Markt.

    In dem Fall spielt auch der Netzwerkeffekt rein. Der Netzwerkeffekt sagt - sehr salopp gesagt - dass bei einem Produkt der Nutzen steigt desto mehr Nutzer das Produkt hat. Bei Steam ist das vor allem für Multiplayerspiele relevant, die Steam Friends zum Matchmaking verwenden.

    Zum Anderen hat das Betreiben einer digitalen Vertriebsplattform sehr hohe fixe Kosten. Durch das Gesetz der Massenproduktion verteilen sich jedoch diese Fixkosten auf die Anzahl der Nutzer. Desto mehr Nutzer, desto günstiger wird die Herstellung.

    Für einen kleinen Anbieter sind die 30%, die Valve nimmt eventuell wirklich gerade so kostendeckend. Mit dem Kundenstamm von Valve jedoch verteilen sich die Kosten auf viel, viel mehr Kunden und somit könnten sie vermutlich problemlos mit den Gebühren runtergehen.


    Da spielen auch noch ein paar Faktoren mehr rein, aber das sind die beiden Probleme weswegen es schwierig ist in dem Markt nennenswerte Marktanteile zu bekommen.
    Man muss sich ja mal vor Augen halten, dass EA, Ubi und Activision alle keine kleinen Klitschen sind, aber der Marktanteil derer Stores ist halt wirklich winzig verglichen mit Steam.
     
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  12. Yeager

    Yeager
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    @-GradX-

    Aus Sicht der VWL sind es Quasi-Monopole, eingebettet in eine Landschaft, die bestenfalls aus Oligopolen besteht.
     
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  13. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Das fasst es eigentlich ziemlich gut zusammen.
     
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  14. Black?Rock Shooter

    Black?Rock Shooter
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    Kleiner Auszug aus Wikipedia zu Monopol:
    Wirtschaftswissenschaften eine Marktsituation (Marktform) bezeichnet, in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter vorhanden ist. Bedeutungsgleich ist das reine Monopol, von Marktformen zu unterscheiden, in denen beispielsweise nur in einem kleineren Teilbereich Monopolstrukturen vorherrschen (wie im Fall monoplolischer Kongurenz, siehe auch unten der Abschnitt Quasi-Monopol).

    Also im Prinzip ist das doch genau was Epic mit Exclusivdeals macht oder überseh Ich da was.

    Mfg
     
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  15. Yeager

    Yeager
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    Das auch.
     
  16. Yeager

    Yeager
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    Das ist tatsächlich generell ein problematischer Punkt, wäre es also auch damals bei Half Life 2 @ Steam gewesen. Allerdings habe ich keine Ahnung vom US-Recht, bei der EU werden mWn Ausnahmen gemacht, wenn die "Marktbeherrschung" unter 30% liegt. Das dürfte der Grund sein, warum Valve das vermeidet, Epic es aber angehen kann - noch.

    https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/alleinvertrieb-30110

    Trotzdem:
    Exklusivverträge sind immer eine heikle Sache. Bill Gates ist ja genau deswegen an den Großteil seiner Kohle gekommen, weil er MS-DOS damals für die ersten IBM-PCs zwar anbot, ich meine sogar gratis für IBM, bin mir da aber nicht mehr sicher, aber eben verbunden mit der Exklusivitätsklausel, dass sie kein anderes OS dafür anbieten dürfen. So entstand auch das Konzept der OEM-Verträge. Dadurch wird ein Produkt oder eine Dienstleistungen erst mal möglichst weit verbreitet, mit der klaren Absicht, dass sich viele daran gewöhnen und auch Sekundär-Software auf dieser basiert, sodass spätere Umstiege deutlich schwerer werden, in Einzelfällen sogar unmöglich. Das sind klare Wettbewerbsverzerrungen, weil nicht primär das Produkt, dessen Güte oder dessen Preis entscheiden, sondern sekundäre Faktoren, die sich aufgrund der besonderen Verträge ergeben haben. Da aber selbst Kartellrechte schlüpfrig sind, geht immer mal was.

    Ich glaube kaum, dass irgendein Spieler, der wirklich bei Verstand ist, von Exklusiv-Deals viel hält, lassen wir der Einfachheit halber Konsolen aussen vor, da das dort als "Zusatzbestätigung" gesehen werden kann, dass man sich die "richtige" Konsole kaufte. Ausserdem dürfte auch klar sein, dass das Exklusiv-Modell alleine sich nicht dauerhaft halten kann bei Epic. Gar nicht mal aus rechtlichen oder Shitstorm-Gründen, sondern weil es ja nix anderes heißt, als dass sie so sonderlich viel Auswahl gar nicht hätten. Dann würde sich vlt. die Masse ein, zwei oder drei Spiele kaufen, aber das wäre es auch schon. Wenn dann monatelang nix käme, das den einzelnen Spieler interessiert, bliebe es für ihn dabei. In der Zwischenzeit würde er bei anderen Plattformen, wie z.B. Steam einkaufen, vorausgesetzt dort interessiert ihn was. Ich sehe nicht, wie Epic damit dauerhaft Steam Konkurrenz machen könnte.
     
  17. dabba

    dabba
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    Das ist kaum zu beweisen oder zu widerlegen, wie viel das ausmacht.

    Es gibt Leute, die Spiele genau dann kaufen, wenn man sie nicht illegal kopieren kann. Die genug Geld dafür haben, aber im Zweifel lieber kostenlos spielen. Z. B. Arbeitnehmer mit geregeltem Einkommen.
     
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  18. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Steam macht ja keine Werbung für seine Geschäftskunden, das müsste ja ein Mensch machen. Koch Media wollte an die internationale Kundenbasis von Steam, und zwar arg verzweifelt. Nur: Koch Media hat diese Basis nun seit Jahren, und zelebriert seine Unterwürfigkeit vor dem Monopol weiter mit der Nase im Staub. Warum Kingdom Come erst zwei Wochen nach Steam-Release auf GOG auftauchte, ist auf die Charts-Problematik zurückzuführen. Warum den Backern trotz Versprechungen keine GOG-Keys und ausschließlich Steam-Keys gestellt wurden, kann m.E. mit den windigen Vertragsbedingungen zusammenhängen, mit denen Koch sich von Valve hat knebeln lassen.

    Es ist ja schön, dass du aus der "Valve ist kein Monopol, weil sie sich nicht so verhalten"-Logik herausgetreten bist, auch wenn du es nur bis zur "marktbeherrschenden Stellung" geschafft hast und dir das M-Wort nicht über die Lippen kommt. Dann führe dir jedoch auch bitte den gesamten wikipedia-Artikel zu Gemüte. Monopole zerschlagen wir, weil sie den Wettbewerb zerstören, natürlich nur in Industrien, welche die Politik als wichtig erachtet. Die Grenze zum Monopol hat Valve längst überschritten, womit gewisse Praktiken zum Erhalt der Konkurrenzfähigkeit zu Praktiken werden, die jede Konkurrenz unmöglich machen. Ich wiederhole nochmals: Aus dem Würgegriff Valves über die Industrie konnte überhaupt nur ein Unternehmen mit unfassbaren Geldmitteln den PC-Markt befreien. Kommt dir das nicht ein kleines Bisschen unethisch vor?

    Solche Leute gibt es, ja. Und sie sind wirklich nicht besonders helle, da sie die Marktpenetration von Valve mit ihrem Verhalten kontinuierlich weiter ausbauen, obwohl sie die Plattform ja eigentlich nicht unterstützen möchten. Auch "solche Leute" bauen sich ihre Identität als Spieler im Steam-Account, auch "solche Leute" heulen jetzt rum, weil Valve Konkurrenz bekommt. "Solche Leute" demonstrieren darüberhinaus, dass Valve seine Services ohnehin bereits für lau anbietet, weil sich die Serverfarm auch so rechnet, was deine Argumentation meines Erachtens schlüssig widerlegt.

    Exklusivität einzukaufen ist so viel weniger hinterfotzig als die über ein Jahrzehnt alte Praxis von Valve, Leute mit Steam-Keys zu bewerfen, dass es nur so kracht. Zudem setzt Exklusivität eine Kooperation voraus, es setzt voraus, dass sich Leute zusammensetzen und individuelle Vertragsbedingungen besprechen, Vereinbarungen treffen. Die "people skills" von Herrn Lord G. sind, ahem, dafür kaum ausreichend, und eine Serverfarm reicht Niemandem die Hand. Also...
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. April 2019
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  19. Dr3amKe3per

    Dr3amKe3per
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    Ja ist leider nicht klar zu belegen. Ich spreche hier auch vom einzigen Faktor den ich klar belegen kann und das sind Erfahrungen in einschlägigen Foren. Leute die das Seit Jahren so machen und das nur so machen. Das sind sofern man sich in der Scene etwas aus kennt die selben Anhänger. Gibt natürlich auch viele die das nur bei ausgewählten Titeln machen .. Beispiel Metro... oder angeboten aus dem Epic Store an sich. Aber ich würde einfach mal behaupten das ein Großteil der Piraten es generell machen, vermutlich anfangs aus Geldgründen aber in der Zwischenzeit aus Gewohnheit.
     
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  20. schrecklich

    schrecklich
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    Tu uns bitte mal den Gefallen und schlage bei einer zuverlässigen Suchmaschine das Wort Monopol nach!
    Du bist mir immer noch schuldig die "gewissen Praktiken" zu benennen mit denen Valve die Industrie im "Würgegriff" hält.
     
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  21. omega™ gesperrter Benutzer

    omega™
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    Dann bitte ich dich auch mal Folgendes zu gemüte zuführen und vor allem den Abschnitt Teilmonopol zu beachten.

    http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/monopoltheorie/monopoltheorie.htm
    http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/aktionsparameter/aktionsparameter.htm
    http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/erwartungsparameter/erwartungsparameter.htm
    http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/entscheidungstraeger/entscheidungstraeger.htm

    https://de.wikipedia.org/wiki/Teilmonopol#Teilmonopol_und_Marktführerschaft

    //:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kalkulation
     
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  22. schrecklich

    schrecklich
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  23. schrecklich

    schrecklich
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    Ich finde einen Abschnitt der Wikipedia Definition eines Teilmonopols passend auf Valve:

    "Das Kriterium des höchsten Marktanteils ist zwar ein notwendiges, doch kein hinreichendes Kriterium für einen Teilmonopolisten. Das bedeutet, nicht jeder Marktführer kann zwingend als Teilmonopolist bezeichnet werden. Denn nicht jeder Marktführer ist in der Lage, den kleineren Konkurrenten die Preise zu "diktieren". Wenn sich der Marktführer seinen Konkurrenten gar nicht überlegen fühlt, wählt er anstatt der Überlegenheitsstrategie eine Wettbewerbsstrategie. Das heißt, er verhält sich wie die anderen Anbieter auch als ein Polypolist.[9] Dies bedeutet, dass zu unterscheiden gilt, ob ein Unternehmen nur den höchsten Marktanteil in einem relevanten Markt besitzt, oder ob es diese Stellung aktiv ausnutzt, um monopolähnliche Preise durchsetzen zu können."

    Damit warte ich weiter auf Hinweise wie Valve seine Marktposition ungebührlich ausnutzt.
     
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  24. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    2FA via Mail ermöglicht nicht alle Funktionen, zB im Steam Marketplace.
    Ansonsten ist es vor allem nervig für jeden Blödsinn eine App zu haben, wenn es einen Standard für 2FA gibt.
     
  25. Jonnygene

    Jonnygene
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    Grad aufgefallen das bei Metro Exodus die positiven Wertungen mit EPIC STORE FU** FIN**** nicht raus genommen wurden, aber die negativen Wertungen mit FU** FIN*** bei Borderlands.
    Sollten sie bei Metro auch machen, sind ja auch nicht nütlich und hilfreich diese Wertungen. Entweder alle oder garkeine FU** FIN***! Gehts ma ums Prinzip, denn wer sagt das die negativen
    Wertungen alle mit Epic zu tun haben und nicht wirklich negativ auf das Spiel bezogen sind? Dann sollten halt auch alle positiven weg die man nicht eindeutig zuordnen kann.
     
  26. schM0ggi

    schM0ggi
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    Oder GOG hat sich mit dem Versuch, GoG durch Thronebreaker zu pushen, einfach total verschätzt weil:

    - Thronebreaker an sich ein eher ungewöhnliches Spiel ist, wie GOG es selbst betitelt hat
    - Zu wenig Werbung für das Spiel und GOG gemacht wurden.
    - der Kundekreis, welcher sich für diese Art von Spiele interessiert, generell recht klein ist und somit auf GOG noch kleiner. Bei CDProjekt wurde sicherlich darauf spekuliert, dass die ganzen Witcher 3 Fans sich auf Thronebreaker stürzen weil es im Witcher Universum angesiedelt ist. Ist aber offensichtlich nicht so - > verschschätzt. Sieht man übrigens auch an z.B. Owners bei Steamspy, welche nicht unbedingt hoch sind.

    Man kann es sich natürlich einfach machen und sagen, Steam ist Schuld weil Monopol. Wird langsam echt langweilig. :fs:

    Übrigens: Ein Steam Release von Thronebreaker war immer geplant und nicht erst weil Thronebreaker auf GOG nicht so gut wie erhofft lief. Der exklusiv GOG Release war dafür da GOG zu pushen und der Fanbase entgegenzukommen.

    Ich warte auch darauf. Bis jetzt konnte noch niemand etwas brauchbares liefern. Vielleicht mag das daran liegen, dass es einfach nicht so ist. Aber ist natürlich schwer für einige das zu akzeptieren weil die eigene Argumentation darauf aufbaut, welche sonst wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen würde.

    greetz
     
  27. Yeager

    Yeager
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    Ich weiß nicht, ist es wirklich so schwer zu verstehen?
    Marktbeherrschung ungleich (sofortiger) Marktmissbrauch und das heisst: Tatsächlich kann ein Quasi-Monopolist lange Zeit über rein gar nichts ändern. Das ändert aber nichts an seiner Quasi-Monopolstellung. Möchte jemand in Konkurrenz treten, braucht der Quasi-Monopolist nichts zu tun. Allein durch seine Marktverbreitung hat er den Konkurrenzkampf schon gewonnen, bevor dieser überhaupt begann. Auf diese Weise kann er nach und nach sein Quasi-Monopol verfestigen und ausbauen, nicht nur markttechnisch, sondern v.a. in den Köpfen der Leute. Ja, er kann sogar selbst dafür Sorge tragen, dass er nicht ins Visier von Kartellämter gerät, indem er durch indirekte Wege sich selbst Konkurrenz macht - aber auf Sparflammen-Niveau.

    Vor 20 Jahren gab es eine Menge Suchmaschinen. Sie nutzten unterschiedliche Technologien, hatten ein unterschiedliches Aussehen, waren unterschiedlich favorisiert. Innerhalb nur weniger Jahre später gab es nur noch Google. Ja, proforma gibt es noch das eine oder andere Suchmaschinen-Projekt - aber komplett ohne jede Relevanz, ohne jede realistische Aussicht jemals Google Paroli bieten zu können. Google ist mittlerweile dermassen mächtig, dass es seine Finger in allen möglichen Dingen drin hat. Es hat mittlerweile den berühmt-berüchtigten Bankenstatus in der Finanzkrise erreicht, also "too big to fail". Welche Macht es erst Recht in der Zukunft haben wird, können sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen. Genauer: Sie wollen es sich nicht mal vorstellen, weil der Zug längst abgefahren ist.

    Ein Monopolist, der exorbitante Preise verlangte (was er als einziger Anbieter durchaus könnte!), täte schlecht daran, denn er riskierte damit eine Revolution, sei es ein staatliches Aufbegeheren gegen ihn, eine Revolte der Konsumenten oder eine technische Forcierung, die zu seiner Ent-Monopolisierung führt. Also sieht er zu, dass die Preise auf einem Niveau liegen, dass die Mehrheit bezahlen kann, sodass sie Ruhe gibt. Was ist das Ziel von jemanden, der einen Markt beherrscht? Die Beherrschung weiterer Märkte. Genau das macht Google und genau das täte jeder Monopolist. Und wenn dies dann kein "ungebührliches" oder unproblematisches Verhalten ist, in einem marktwirtschaftlichen, politischen und liberalen Sinne, dann gibt es so eins nicht. Hier ist ein grundlegendes Problem, denn es zeigt, dass der Kapitalismus sich selbst zerfleischt, wenn man ihn ungebremst machen lässt. Umgekehrt können oft nur Firmen einer bestimmten Größenordung für Evolutionen auf dem Markt sorgen und eine echte Zerschlagung von ihnen ist ab einem bestimmten Punkt kein probates Mittel mehr, siehe "too big to fail". Weswegen auch Microsoft immer wieder davon kam, trotz Versuchen der Zerschlagung, trotz Monopol-Status Kartellprozessen.

    Steam ist noch weit entfernt vom Status eines Googles oder Microsofts, aber im Bereich der PC-Spiele ist es bereits ein Quasi-Monopolist. Man kann zu Valve und Epic stehen wie man will, man kann es auch ganz pragmatisch sehen und einfach keinen Bock haben auf eine weitere Fragmentierung, einen weiteren Launcher. Fakt aber ist, dass Konkurrenz zu Steam derzeit nicht nur gut wäre, sondern notwendig.
     
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  28. noom

    noom
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    die Frage ist für wen und wie man diese Notwendigkeit begründet. Für den Kunden scheint sie noch nicht so ganz nachvollziehbar zu sein. Aber GS hat ja im Video angekündigt dies in der Komplexität noch zu tun. Ich bin mal gespannt.
     
  29. Yeager

    Yeager
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    Für wen?
    Für alle.

    Begründung?
    Siehe oben, was ich schrieb.

    Nicht nachvollziehbar?
    Kein Wunder. Denn der 08/15-Konsument denkt auf einem Niveau, das nur sein unmittelbares und jetziges Selbst tangiert. Warum hat der User anno 1998 Google den Vorzug gegeben, und nicht etwa Yahoo? Weil Yahoo überladen war, weil es mit Werbung betoniert war, weil es einen anderen Algorithmus nutzte. Google war weiter entwickelter, schlanker, einprägsamer. Es wirkte cooler, einfacher, direkter. Man gewöhnt sich daran. Man nutzte es. Man blieb dabei. So läuft es immer, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

    Komplex?
    Zweifelsohne, denn auch Epic bekleckert sich durch die Exklusiv-Verträge nicht mit Ruhm. Im Gegenteil, es erzürnt damit viele, es erzeugt ein Schwarz-Weiss-Denken: Entweder du bist dafür oder dagegen. Kennen wir alles, man denke nur an dasselbe in Grün bei den Diskussionen rund um Star Citizen. Steam hingegen ist längst ausgebaut, hat Indies auf seiner Seite, geniesst die Etabliertheit (einige User haben tausende von Produkten in ihrem Portfolio) und hat Verhandlungsluft nach oben. Ich würde Gabe Newell durchaus zutrauen, dass er von den 30% runter geht auf 25 oder vielleicht 20%, sollte Epic mittelfristig ihm immer mehr Kunden abgreifen. Vielleicht aber auch nicht, denn es dürfte sehr lange dauern, bis Epic Valve wirklich Kunden abgreift, also so weit bringt, dass sie mehr Games im Epic-Portfolio, als im Steam-Portfolio haben. Eigentlich trifft das nur auf die zu, die gerade damit beginnen, also sehr junge Spieler.
     
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  30. noom

    noom
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    Das ist jetzt aber nicht wirklich eine gute Begründung für die Notwendigkeit einer Konkurrenz zu Steam für den Kunden. Wenn man valide Begründen könnte was denn ein anderer Launcher an Mehrwert für den Kunden hätte wäre man wahrscheinlich besser im Rennen.
     
  31. Yeager

    Yeager
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    Naja, was hast du jetzt erwartet?

    Das ist mit den anderen Quasi-Monopolisten nicht anders! Stell dir mal vor, deine Freundin kommt zu dir und will sich von dir beraten lassen. Sie sagt dir, dass sie gerne und viel zockt und das gerne und nur auf dem PC. Was sie jetzt von dir wissen will: Welches OS soll sie installieren. Jetzt mal ernsthaft: Würdest du ihr wirklich Linux empfehlen - mit der Begründung, dass MS sich wie eine Krake verbreitet hat und eine Datenschleuder ist und sie mit LX-Systemen wesentlich mehr Transparenz und Kontrolle haben kann? Natürlich würdest du das nicht tun, du würdest ihr zu Windows raten. Dasselbe hierbei: Natürlich ist Steam ein Platzhirsch, will man auf dem PC Spiele zocken, muss man es schon gezielt wollen, dass man Steam meidet. Zum Beispiel, weil es DRM hat. Zum Beispiel, weil es ein Quasi-Monopolist ist. Und, tangieren diese Dinge den 08/15-Zocker wirklich? Blickt er wirklich in die Zukunft? Nein.

    Und genau das weiß auch jeder Konzern, der sich zum Quasi-Monopolisten entwickeln will.

    Gäbe es am Ende ein Fifty-Fifty-Rennen, vergleichbar mit dem polaren Konkurrenzkampf bei GraKas zwischen Invidia und AMD, dann wären beide ständig gefordert, nicht nur, was Preise angeht, sondern auch in technischer Hinsicht. Der Nachteil aber wäre Fragmentierung, dann hast du 50% deiner Games bei A und 50% bei B. Diesen Nachteil haben Grafikkartenhersteller nicht, weswegen es dort leichter ist und weniger aneckt.
     
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  32. noom

    noom
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    @Yeager scheint wirklich schwer zu sein es nun ohne Freundin, Linux, Google und Nvidia zu begründen warum jetzt bei Steam die Konkurrenz für Kunden notwendig sei. Naja, die Hoffnung war meinerseits ja da.
     
  33. Yeager

    Yeager
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    Äh, was soll das jetzt?
    Ich habe da einen halben Roman geschrieben voller Details. Ich dachte, das hier ist ein Diskussionsforum und kein Forum für pseudo-religiöse Jünger, die einfach nicht verstehen wollen - denn von können kann nicht die Rede sein. Weder halte ich dich für dumm, noch denke ich, dass man überhaupt so dumm sein könnte.

    Wenn du also zu einer PRO-VALVE YEAH !1111 oder PRO-EPIC YEAH !1111 - Fraktion gehörst, dann sag es klipp und klar. Weil ich es mir dann ersparen kann dir irgendwas zu schreiben. Auf Kindergarten-Geschisse habe ich nämlich nur wenig Bock.
     
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  34. Yeager

    Yeager
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    In der Hoffnung, dass du nicht zu einer dieser "Kiddie-Fraktionen" gehörst, versuche ich es noch mal:

    • Monopole sind niemals gut, für keine Branche und langfristig auch nicht für den Konsumenten
    • Steam kassiert bei wenig Aufwand viel ab, Spielefirmen bekommen nur einen 70%-Anteil
    • Das hat zur Folge, dass ein Fail schon bei einer mittelgroßen Firma das Aus bedeuten kann
    • Valve kann fast konkurrenzlos zu einem Giganten aufsteigen, was es schon ist, damit :
    • Preise diktieren, die gesamte Branchen-Landschaft verändern (z.B. Tod der Retail, praktisch schon geschehen)
    • zukünftige Entwicklung bei einem Quasi-Monopolisten ist nicht absehbar
    Das sind nur ein paar Punkte, sicher sind noch mehr denkbar. Aber das Problem schon bei diesen paar Punkten besteht darin, dass der einzelne Nutzer, der gar nicht so weit denkt oder denken will, zunächst nichts davon spürt. Lassen wir mal besagte Jünger weg, also Irrationales: Die Vorteile liegen auf der Hand: Immer wieder Sales, immer alles beisammen, etablierte Plattform ohne realistische Gefahr, dass diese veschwindet und somit die Games auch weg wären (man hat ja immer nur Nutzerrechte gekauft), Indies, hohe Frequenz an neuen Spielen, nicht nur Triple-A Einerlei, und vor allem: Bequemlichkeit. Wenn man es nicht bei Steam findet, dann existiert es nicht - so die bisherige Denke. Minus Exklusivität, aber das waren immer nur Einzelfälle bisher. Kurzum: Steam war bequem, günstig, gab alles, es hat sich etabliert. Es ist also keinesfalls leicht da jemanden (auch nicht mir!) zu sagen: "So, das sollte sich mal ändern, schon aus prinzipiellen Gründen, da Monopol!".

    Natürlich ist es das nicht, wenn man nur auf sein "unmittelbares und jetztiges Selbst" schielt, wie ich schon schrieb. Daher brachte ich auch das Linux-Beispiel. Linux ist kein schlechtes OS, man könnte es sogar leicht in vielerlei Hinsicht als besser als Windows ansehen. Aber im Desktop-Bereich dominiert Windows, ist darin extrem weit verbreitet. Das hat zur Folge, dass du Probleme bekommst, wenn du überwiegend zocken willst und gleichzeitig Linux haben willst. Es ist nicht unmöglich, aber mit Schwierigkeiten verbunden, die du nicht hättest, würdest du dich gleich für Windows entscheiden. Also ein ähnliches Problem, nämlich dass es dem einzelnen User zunächst mal gar nicht vorteilhaft vorkommt.

    Dann kommen noch Antipathien dazu zur Betreiberfirma und den Firmen, die sich da mit einklinken. Es entstehen dann irrationale Aspekte beim Spieler, die alle damit einhergehen, dass der User sich genötigt sieht entweder auf das Produkt XY der Firma zu verzichten oder genötigt wird einen neuen Launcher zu installieren, was er gar nicht will. Wenn dann noch die Auswahl für den einzelnen Spieler nicht die allerbeste ist, entsteht bei vielen offenbar ein richtiger Hass auf den Konkurrenten und teils auch auf die Firmen, die Exklusivverträge haben. Deswegen geht es bei diesem Thema heiss her.

    Langfristig gesehen wäre aber eine Konkurrenz zu Steam, die nicht Steam erledigt, sondern Steam dazu bringt sich verändern zu müssen, gut für alle Beteiligten - ausser Valve. Steam könnte nicht einfach stagnieren, nur von Zeit zu Zeit mal Mechanismen für die Spieler überarbeiten und ansonsten nur immer wieder mit Sales winken - bei gleichzeitig zunehmender Unüberschaubarkeit. Aber: Auch Indies wären gefährdet, zumindest möglicherweise.

    Es ist also schwierig, je nach Aspekt und Perspektive - während du vermutlich so eine Art Einzeiler erwartest, der dich hier und jetzt überzeugt. So einfach laufen die Dinge nicht, so lief es auch damals bei Steam nicht, als es begann. Alle haben rum gewettert, was das denn für ein Scheiß sei, dass man sich da diesen komischen Launcher installieren müsste und das alles nur wegen Half Life 2. Ja, zunächst. Dann haben sie noch ein Weilchen weiter gewettert. Dann wurde es langsam leise. Und irgendwann war Steam in der Rezeption der Leute das, was es heute ist.
     
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  35. noom

    noom
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    Forum sind insbesondere auch nicht da um anderen etwas zu unterstellen oder gar ausfallend zu werden falls man etwas nicht versteht. Viel schreiben heisst auch nicht viel sagen und leider fehlt es immer noch, trotz viel geschriebenen, an konkreten Gründen für die Notwendigkeit einer Konkurrenz von Steam aus der Sicht des Kunden.

    - Monopole sind nie gut auch nicht für den Kunden ist eine allgemeine Floskel.
    - Steam kassiert zu viel von den Entwicklern, ist wiedermal nicht die Kundensicht, es wiederholt nur zum zigten mal Gesagtes was aber nicht den Kunden betrifft.
    - zu den Fail der Firmen. Sie kennen die Marktvoraussetzungen. Es ist ja nicht verboten selbst zu veröffentlichen und dies tun Firmen auch.
    - der Tod der Retail ist jetzt bestimmt nicht Steams schuld sondern eine Entwicklung in der Game Branche, Siehe Konsolen, für die jeder auch noch entwickeln darf.
    Die anderen Ausführungen haben leider auch keine guten Gründe für eine Notwendigkeit einer Konkurrenz zu Steam für den Kunden. Steam hat sich schliesslich auch so Entwickelt und ich würde mal meinen nicht zum Nachteil des Kuden.

    Das Ganze aus Kundensicht würde sich viel eher und einfacher begründen lassen hätten wir einen EPIC Launcher als Quasi Monopolist. Aber nur des Prinizip wegens, Monopole sind scheisse, lässts sichs eben nicht so einfach begründen. Schon gar nicht so ein funktionsbehinderter EPIC Launcher als Konkurrenz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2019
  36. Yeager

    Yeager
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    Entschuldigung, aber wenn ich dir lang und breit Antworten auf deine Fragen schreibe, detailliert und mit Beispielen versehen, du sie jedoch aus dem Zusammenhang reisst und nach beliebigen Muster neu zusammen setzt, dann auch noch verhöhnst und damit deutlich zeigst, dass du nie an einer Antwort und ergo auch an keiner Diskussion interessiert gewesen bist, dann frage ich mich, wer hier in welchem Sinne gegenüber wem ausfallend wird.

    Zumal ich dich auch nicht beleidigt habe, weder explizit, noch implizit, im Gegenteil. Selbst beim "Kindergarten-Geschisse" war nicht deine Person gemeint, sondern das vollkommen sinnlose Gespräch, was sich mit jemanden ergäbe, der letztlich einfach nur ein Troll ist. Da also erst mal an die eigene Nase fassen und nicht wegen jeder nicht ganz so Wohlfühlzonen-orientierten Mundart künstlich echauffieren, denn wenn es danach ginge, wäre ich noch vor dir dran, gemessen an dem Hohn deiner vorherigen Antwort.

    Ich sehe aber, dass ich mich täuschte.
    Du kannst einfach nicht verstehen, ist keine Frage des Willens. Anders kann ich es nicht auslegen, wenn ich einen Satz wie diesen lese:
    "- Steam kassiert zu viel von den Entwicklern, ist wiedermal nicht die Kundensicht, es wiederholt nur zum zigten mal Gesagtes was aber nicht den Kunden betrifft." - während ich dir zig mal etwas wie dieses schrieb: " Aber das Problem schon bei diesen paar Punkten besteht darin, dass der einzelne Nutzer, der gar nicht so weit denkt oder denken will, zunächst nichts davon spürt."

    Liest du das gar nicht oder verstehst du das wirklich nicht?
    Ist dir nicht klar, dass ich nicht in Schwarz-Weiss-Rastern denke und nicht nur Vorteile darstelle? Ich bin kein Epic-Junkie, der hier für Epic Provisionen bekommt. Genausowenig wie ich das für Steam täte. Ist es dir wirklich nicht möglich differenziert zu denken?

    Entschuldige, das war jetzt mein Hohn, denn diese Fragen waren rhetorischer Natur.
     
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  37. noom

    noom
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    @Yeager mein Guter, ich lese deine Beitrage, ja ich suche darin gerade nach der konkreten Antwort auf meine Frage welche Begründung es zu einer Notwendigkeit für Konkurrenz bei Steam für den Kunden gibt, doch du lieferst keine konkrete Begründung sondern nur Scheinargumente. Die gehen dann von allgemeinen Floskel von "Monopol ist immer scheisse" zu Begründungen wieder für die Publisher, also alles Dinge nach denen ich nicht gefragt habe. Du kannst dich natürlich schon auf eine Position stellen "als ob" du die Antworten auf die Frage lieferst. Du kannst aber nicht erwarten, dass ich dies so hinzunehmen habe. Ich warte jetzt mal auf das GS Video. Vielleicht gibts dann da konkrete Antworten was aus Kundensicht die Notwendigkeit einer Konkurrenz für Steam betrifft.
     
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  38. Yeager

    Yeager
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    Ah, es geht doch, wir können miteinander reden, hervorragend :)

    Ich schrieb: "Naja, was hast du erwartet?"

    Vielleicht formuliere ich es mal aus, was dahinter steckt:
    Bin ich begeistert darüber, wenn ich mir einen weiteren Launcher irgendwann installieren müsste? Bin ich nicht. Also kein Vorteil für mich. Bin ich begeistert, wenn ich dann eine Plattform hätte, bei der es keine Bewertungen gibt? Bin ich nicht. Also kein Vorteil für mich. Bin ich generell von Exklusivverträgen begeistern? Nein, generell nicht, bei keiner Plattform. Also kein Vorteil für mich.

    Also keine Vorteile für mich?
    Scheinbar. Genauer: Jetzt noch nicht.
    Das ist der springende Punkt und das ist auch der springende Punkt bei Monopolen.
     
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  39. noom

    noom
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    allgemeine Aussage ohne Begründung zu ihrer Gültigkeit.
    Natürlich wäre ich begeistert von einem Launcher, auch wenn er neu wäre, der mir einen Mehrwert gegenüber dem alten Launcher aufweisst. Sei es nun ein Preis oder Funktionsvorteil für mich. und genau da ist der Punkt. Das Monopol ist nicht das Problem, das Problem wäre der Inhalt. Beschwehrt sich jemand oder hält es jemand für Notwendig dass das Monopol Wikipedia bei der allg. Enzyklopädie fällt? Nein. warum. Weil keiner ein vergleichbaren Mehrwert bietet.
    Bei Google welches du genannt hast wars eben nicht nur das Moderne oder das Bequeme was zum Erfolg führte sondern Hauptsächlich der Mehrwert des angebotenen Algorithmus, welcher vieles richtiger machte als jener der Konkurrenz und sich somit durchsetzte. Bei Google kann man aber das Monopol auf Information bestimmt als Begründung eines Problems für den Kunden nennen. Bei Steam geht dies nicht so einfach.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2019
  40. schM0ggi

    schM0ggi
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    Das sehe ich häufiger hier, also diese Vergleiche mit Windows, das ist aber Unsinn.
    Du vergleichst die tatsächliche (quasi) Monpol Stellung von Microsoft/Windows mit Valves Steam, eine Distributionsplattform welche weder Rechte an irgendeinen Standard besitzt noch den Fortschritt vorgibt. Siehe dazu einfach foglende Erklärung von dem Begriff Quasimonpol:
    Das trifft auf Valve/Steam definitiv nicht zu.


    Sitzt du bei Valve in den Büros, dass du das so genau weißt? Kennst du den Aufwand, den Valve betreiben muss, dass Steam so gut läuft wie es lauft oder ist das dieser übliche Hate gegen Valve bzgl. den 70%? :fs:.
    Wie lange ist Valve mit Steam jetzt im Geschäft? Wie oft hat Valve Preise in irgendeiner Art und Weise diktiert? Nie.
    Das Wegsterben des Retail Marktes hat weniger was mit Valve zu tun sondern der allgemeinen und zuhnemenden Akzeptanz der digitalen Distribution.

    Du hast es richtig angemerkt. Es ging um den Launcher und vor allem die benötigte Internetverbindung. Damals waren das ganz andere Zeiten im Vergleich zu heute wenn man sich die Flächendeckung von Internetanschlüssen betrachtet.
    Und Steam hat sich mit der Zeit dann so gemausert, weil die Features mehr wurden. Die digitale Distribution würde ich separat betrachten denn niemand wurde dazu gezwungen Steam als digitalen Distributionsweg zu nutzen bzw. niemand dazu gezwungen dort überahupt Spiele zu kaufen. Aber wie bereits geschrieben, die Akzeptanz wuchs, man erkannte welche Vorteile ein digitaler Verkauf bringt (auf Seiten der Kunden und Publisher).

    greetz
     
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