Sammelthread: Exklusiv im Epic-Store

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 4. April 2019.

  1. Yeager

    Yeager
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    Ich will Steam keinesfalls schlecht reden, nicht missverstehen. Hier, das habe ich beim Video gepostet, so ungefähr sehe ich das. Ob das auch zutrifft: Keine Ahnung.


    Spielen wir das doch mal im Geiste durch, und zwar vom Ende her:
    Stellen wir uns also mal vor, jetzt sei 2021 oder so, Epic hätte sich neben Steam fest etabliert, beide hätten jeweils einen Marktanteil von ~50%. Was genau würde das nun wahrscheinlich für wen genau bedeuten?

    A) Spieler:


    Die Vorteile:

    Vermutlich gäbe es ein Hick-Hack bei Spielen, die ein größeres Publikum ziehen, wenn die beiden Plattformen versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen, sei es im Preis, sei es bei Zusatzleistungen, sei es bei Tertiärem, also Features der jew. Plattform. Steam könnte sich nicht ausruhen, hätte vermutlich auch ein ähnliches Konzept mit den "Alle 14 Tage 1 Spiel gratis" oder etwas Vergleichbares. Es müsste sich auch schneller entwickeln, überschauberer werden. Wir Spieler könnten uns sehr genau aussuchen, wo wir das Spiel unserer Wahl kauften, ähnlich wie es jetzt schon mit Steam und GoG ist, nur vermutlich mehr Spiele und mehr Spieler betreffend.

    Die Nachteile:

    Es gäbe nicht mehr einen Launcher, sondern mindestens zwei. Steam-User, die über ein großes Portfolio verfügten oder über Steam bisher eng vernetzt waren, würden mehr oder weniger dasselbe erleben, wie Facebook im Hinblick auf Instagramm. Statt einer sicheren Plattform gäbe es nun zwei mittelmäßig sichere. Jede der beiden könnte theoretisch pleite gehen und es wäre ungewiss, was dann mit den Spielen passiert, da man ja nur das Recht zum Spielen erworben hat. Besonders Multiplayer-Titel bedürften nun mehr Absprachen im Freundes- und Bekanntenkreis. "Wechselfirmen" könnten ein Problem für Spieler darstellen, also solche, die mal bei Epic, mal bei Steam verkauften. Im Extremfall könnten Serien auf diese Weise über die Plattformen hinweg fragmentiert sein.

    B) Die großen Spielefirmen


    Die Vorteile:

    Die Margen würden vermutlich steigen für sie, in beiden Fällen. Vor allem bei sehr umsatzträchtigen Spielen. Möglicherweise wären die % auch an Bewertungen gekoppelt, unter der Voraussetzung, dass Epic diese nachlieferte. Die hauseigenen Launcher würden vermutlich bei diesem Kampf der Giganten untergehen, uPlay und Origin würden zunehmend mehr im Schatten verschwinden, auch Microsoft könnte nicht mithalten. Vielleicht wäre es aber auch eine Multi-Insel-Landschaft, also eine Fortsetzung von jetzt, d.h. die meisten "großen" Spiele wären bei Steam oder Epic und Vereinzelte auf den sich hartnäckig haltenden, aber eigentlich chancenlosen Firmen-Plattformen. Die Unreal-Engine wäre vermutlich tonangebend durch Epic.

    Die Nachteile:

    Der Werbeaufwand würde eher steigen, als fallen, da nun das Selbstverständliche ("klar, es ist auch bei Steam erhältlich") kein solches mehr wäre. Das würde sich nicht unbedingt in besseren Triple-A Spielen nieder schlagen, eher im Gegenteil, v.a. dann, wenn Steam die einzige der beiden Plattformen mit Bewertungen und Rezensionen bliebe.

    C) Die kleinen Firmen und Indies

    Die Vorteile:

    ... wären vermutlich allein bei Steam zu finden, was zwar diese Plattform für viele, sehr unterschiedliche Spieler attraktiver machte, gleichzeitig aber auch den indirekten Fahrwasser-Bonus durch zahlreiche Triple-A abschaltete. Das wiederum hieße aber, dass kleinste Klitschen und allerkleinste Spielchen vermutlich keine Chance mehr hätten, was zwar die etablierten Indies mehr pushte, da sie mehr auffielen, ...

    Die Nachteile:

    ... insgesamt gesehen aber die Spielelandschaft quantitativ verringerte und damit vielleicht auch kreative Inputs schmälerte. Möglicherweise wäre es ein Überlebenskampf für kleine und kleinste Unternehmungen, da sie im Markt um das Buhlen von Exklusivrechten unter die Räder kämen.

    D) Die Spielepresse und Influencer

    Die Vorteile:

    Goldene Zeiten würden für beide anbrechen, wenn Epic dabei bliebe, dass es keine Wertungen und Rezensionen gibt. Das hieße, dass die Hälfte der Spiele Infos von außen bräuchten, wenn man keinen Blindkauf machen wollte.

    Die Nachteile:


    Ich sehe keine.
     
  2. noom

    noom
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    hier seh ich aber mehr Gefahr als einen Nutzen. Denn, so wie es sich jetzt herausstellt, ist den Publisher die Funktionaliät des Launchers für den Spieler egal. Somit gehen sie zum Launcher mit Funktionskastration um dort einfach mehr zu bekommen.
    Man könnte also behaupten, der Funktionsumfang des Launchers wurde vom Publisher mitbezahlt. Wenns sichs jetzt etabliert, dass Publisher sich sagen scheiss auf den Funktionsumfang des Launchers, wenn Spieler so einen wollen sollen sie ihn selber finanzieren, könnte das Ganze ein Knieschuss für den Kunden werden.
    Und es ist eigentlich genau dies was EPIC mit seinen Geschäftspraktiken aufzeigt. Warum einen funktionalen Launcher der 30% verlangt, es tuts ja auch einen der 12% verlangt und funktionsbehindert ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die keine notwendige Konkurrenz ist die sich ein Kunde wünschen kann oder gar sollte.
    ich seh einen Nachteil. Transparenz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2019
  3. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Die Aussage, dass 12% Abgabe ausreichend wäre, um ein Portal wie Steam oder GOG gewinnbringend zu betreiben, stammt btw. von Tim Sweeney, welcher sich in den letzten Monaten mehrmals als notorischer Lügner entlarvt hat. Und selbst bei ihm ist es nur eine Prognose.

    Und das auch nur, wohlgemerkt, bei den für den Epic-Launcher ausgewählten Elite-AAA-Games von denen man sich entsprechende Umsätze erhoffen kann, ohne Serverkosten, Support etc. an kleinere oder gar Indie-Studios zu verschwenden.

    Also keine Ahnung, warum jetzt alle auf den 30%-ist-zuviel-Zug mit aufspringen, ich würde stark empfehlen mal abzuwarten.
    Wie hier auch schonmal erwähnt wurde waren es vor Steam/GOG-Zeiten mehr als 50% Abgabe im Retail Geschäft, und selbst die hat man damals als gerechtfertigt empfunden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2019
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  4. Yeager

    Yeager
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    Ja, da gebe ich dir durchaus Recht.
    Ich kenne zwar den Launcher nicht, aber prinzipiell kann das passieren.
     
  5. -GradX-

    -GradX-
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    Stimmt. Ich war Freitagabend leider etwas in Eile und habe das etwas salopp zusammengefasst. Danke, dass Du das noch klargestellt hast.
    :-)
     
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  6. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Diese Wirtschaftsbücher haben oft den Nachteil, dass hier die klassische Marktwirtschaftslehre zum Zuge kommt - deren Grundvoraussetzung die Beschränktheit der Güter ist, und das digitale Gut ist eben zahlenmäßig nicht beschränkt. Die Idee eines "Quasi-Monopols" scheint mir um die Nomenklatur der klassischen Marktwirtschaft herumgezäunt, weil man keine neue Bedeutung bestimmen möchte. Aber wer würde etwa behaupten, google besäße kein definitionsgemäßes Monopol auf dem Suchmaschinenmarkt, der "Konkurrenz" von bing zum Trotz?

    Für wen google kein Monopol hat, für den gibt es im gesamten IT-Markt kein Monopol. Und das wissen wir ja nun alle ein bisschen besser. ;)

    Selbstverständlich können wir Valve ohne Einschränkungen, "quasis", "beinahes" oder "ja-dann-halts" als Monopol beschreiben. Es ist eins, es hat den Einfluss, es hat die Folgen. Möge es flott gebrochen werden.
     
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  7. -GradX-

    -GradX-
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    Es tut mir leid, dass ich Dich langweile‌. Du musst meine Beiträge nicht lesen. Im Gegensatz zu Dir liefere ich aber hin und wieder Quellen. :-)

    Kannst du das belegen? Ich habe nur folgendes gefunden:

    https://www.polygon.com/2018/11/17/...r-tales-pc-gog-com-steam-cd-projekt-red-sales

    "Kicinski said “a Steam release had always been considered,” but the company originally announced that Thronebreaker would be exclusive to GOG.com for its Oct. 23 PC launch, a significant step for the Steam competitor."

    Ein Steamrelease wurde immer in Betracht gezogen. Aber dass es immer sicher war habe ich nirgends gelesen.

    Willst Du mir nun auch noch erzählen, dass CDPR freiwillig die Steam-Steuer bezahlt hätte wenn Thronebreaker sich auf GOG verkauft hätte wie geschnitten Brot?

    Eventuell wäre es sinnvoll wenn Du Dir mal selbst überlegen würdest was Du als Spieleentwickler tun würdest. Würdest Du gerne 30% von Deinem Umsatz abgeben, wenn Du woanders nur 12% abgeben müsstest?
     
  8. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Dass es für die wenigen, ausgewählten Spieleentwickler schön ist von den Epic-Millionen querfinanziert zu werden, haben glaube ich relativ wenige Leute bestritten.
     
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  9. -GradX-

    -GradX-
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    Kannst Du das belegen? Ansonsten bin ich eigentlich eher geneigt Tim Sweeney zu glaube. ;)

    Sie haben hier eine Businessanalyse gemacht. Glaubst Du wirklich Epic würde so ein Risiko eingehen ohne das vorher durchzurechnen?

    Das ist irreführend - Im Retailgeschäft muss auch noch der Transport bezahlt werden und es gibt noch Zwischenhändler, die auch was verdienen wollen.
    Ich habe mal mit einem Einkäufer von einem Elektronikmarkt gesprochen und der meinte, dass sie bei einem Spiel für 60 Euro knapp 10 Euro verdienen. Das sind ca. 17% Marge. Im Retailgeschäft muss man noch das Personal, das Lager und die Verkaufsfläche bezahlen. Und aus der Perspektive sind dann 30% doch extrem viel.
     
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  10. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Ich glaube das Zitat von Sweeney, in dem er sagt dass der Epic Launcher im Moment mit seinen Deals und zu entwickelnden Features keine Gewinne erwirtschaftet, aber er damit rechnet dass er es irgendwann tut, wurde in diesem Sammeltopic schon mehrere Male gepostet.
    Gemessen daran was Sweeney öffentlich die letzten Monate von sich gegeben hat, halte ich ihn für hochgradig dumm und inkompetent - oder einen recht talentierten Lügner. Aber ich kann jetzt genau so wenig sagen ob er Recht hat wie jeder von uns, deshalb sage ich ja man sollte vielleicht mal abwarten.
    Es ist buchstäblich das, was du als Entwickler bekommen hast. Weniger als 50% pro Verkauf. Weniger Spiele wurden vor 20 Jahren auch noch abgesetzt. Jetzt bekommt man 70-80% je nach Umsatz bzw. 100% für Keys. Es hat sich bisher kein anderer Store gewinnbringend etabliert der mit weniger auskommt und das gleiche bietet, von daher sehe ich es als notwendig an den Erfolg des Epic Stores abzuwarten bevor man hingeht und behauptet, 30% seien gierig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2019
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  11. schM0ggi

    schM0ggi
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    Nicht direkt du, sondern eher diese Standard Parolen, die jeder meint niederzuschreiben ohne konkrete Quellen/Belege zu liefern. Steam ist kein Monpol, auch kein Quasi Monopol. Dazu hab ich weiter oben auch eine Beispieldefinition eines (Quasi) Monopols zitiert, wo Microsoft als Beispiel heran gezogen wird. Das trifft eben auf Steam absolut nicht zu. Auch hat Steam bzw. Valve in keiner Zeit in irgendeiner Art und Weise Preise diktiert. Sie sind schlicht Marktführer und haben bisher immer mit fairen Mitteln gekämpft.

    Und zu was hast du genau Quellen geliefert?

    https://www.eurogamer.net/articles/...-tales-hasnt-done-as-well-as-cd-projekt-hoped

    Für mich persönlich heißt es, dass ein Steam Release geplant war. Von "sicher" oder einem genauen Zeitraum habe ich nicht gesprochen.
    Besonders das fett gedruckt spiegelt im Grunde das wider, was ich zuvor schrieb. GOG sollte gepusht werden und ein Entgegenkommen für Fans.
    Wie das alles jetzt ausgesehen hätte, wenn Thronebreaker ein Kassenschlager geworden werde ist recht unwichtig weil hätte hätte Fahrradkette.

    Ich würde auf beide bzw. möglichst viele Plattformen releasen um die größte Anzahl an Kunden erreichen zu können?

    greetz
     
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  12. noom

    noom
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    Was wahrscheinlich mit dem Exklusivdeal nicht gewollt ist und man ihn somit in etwa auch abschätzen kann.
     
  13. Yeager

    Yeager
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    Jaein, eine zwingende Voraussetzung sind "knappe Güter" nicht.
    Jemand, dem alle Reiskörner gehörten, wäre genauso ein Monopolist, wie jemand, dessen Eigentum alle Grund und Boden - Immobilien wären. Und das, obwohl Reiskörner nachwachsen, Grund und Boden aber nicht.

    Ausserdem ist auch die Limitierung von Software durchaus denkbar, indem man nur eine begrenzte Menge Keys generiert. Dann wäre auch sie knapp. Das nutzt man ja bei den so genannten "Beta-Tests", nur dass dabei der ursprüngliche Gedanke dahinter ins Gegenteil verdreht wird. Statt also Geld für die Arbeit (weil nichts anderes ist das Testen) zu erhalten, darf man sogar noch dafür bezahlen - weil die Nachfrage hoch ist und (zu) viele Leute es nicht primär als Arbeit einstufen, sondern als vorgezogenen Spaß. Dabei handelt es sich noch um eine gesteuerte, also künstliche Verknappung. Bei BitCoins und Vergleichbaren wären es hingegen echte afaik.

    Sorry, aber ich glaube, du scheinst das Konzept hinter Monopolen irgendwie grundsätzlich nicht zu verstehen. Ein Monopolist muss keine (End-)Preise diktieren - und dennoch diktiert er Preise. Nämlich die 30% Standardspanne der Gebühren für ihn selbst. Somit diktiert er indirekt auch die Endpreise, denn Steam könnte jederzeit entscheiden statt 30% 50% haben zu wollen. Die Anbieter hätten keine andere Wahl, als da mit zu machen, was sich entsprechend auf die Erhöhung der Endpreise auswirkte oder auf Verringerung ihres Gewinnes durch erhöhte Kosten - oder ganz auszusteigen bei Steam. Alle anderen Wege sind nur theoretisch welche für sie, also mit zu vielen Nachteilen verbunden. Folglich haben sie keine echte Wahl und folglich müssen sie sich dem Diktat Steams beugen und folglich ist Steam ein Quasi-Monopolist.

    Nochmal in aller Deutlichkeit:
    Relevant ist nicht die Tatsache, ob er die Preise diktierte und nicht einmal, in welche Richtung er das tat (er könnte auch statt der 30% plötzlich nur noch 10% verlangen!), relevant ist die Tatsache, dass er das kann und dem Rest de fakto nichts anderes übrig bleibt, als sich dem zu fügen!

    Da siehst du auch daran, dass sie erst jetzt - durch Epic's Vorpreschen - da Bewegung rein brachten. Vorher war es so, dass du als Anbieter von Spielesoftware keinerlei Wahl hattest. Du konntest dir überlegen, ob du einen eigenen Shop aufmachst, dann bliebe aber Kopierschutz und Reichweitenerzeugung auf dir kleben. Du könntest zu einem der anderen Anbieter gehen, deren Marktanteile aber ein Witz im Vergleich zu Steam sind - und die sich btw das auch kosten lassen, bzw. auch nicht jeden aufnehmen (z.B. keine kleinen Indies), oder du könntest das alte Retail-Geschäft reaktivieren, müsstest dann aber wieder mit erhöhten Kosten rechnen, diesmal evtl. sogar mit höheren, als bei Steam und das bei gleichzeitig einer niedrigeren Reichweite, weil das Online-Geschäft längst bei der Masse der Kunden etabliert ist und ein Retail-Kauf keinen Vorteil gibt. Es sei denn, dass dahinter materielle Werte stehen, wie etwa ein opulentes Handbuch, was abermals deine Kosten erhöhte.

    Somit bleibt unter dem Strich für die meisten keine andere Wahl, es führt kaum ein Weg an Steam vorbei. Lediglich einige wenige, größere Firmen haben mit uPlay und Origin eine "Alternative", die aber auch keine echte, überzeugende ist. Weshalb teilweise sogar darin angebotene Software auch bei Steam verkauft und verlinkt wurde. Ergo ist die Marktbeherrschung Steams so umfassend, dass man ohne Probleme von einem Quasi-Monopol sprechen kann.

    Dasselbe Konzept übertragen auf Autos hieße, dass du in DE zwar allerlei Automodelle kaufen kannst (das Äquivalent zu Spielen) von allerlei Marken, also Autofirmen (das Äquivalent zu Spielefirmen) und das auch in Autohäusern zum Verkauf führen könnte (das Äquivalent zu Retail / physischen Shops) bei niedriger Reichweite und hohen Kosten, einigen wenigen hauseigenen und teils auch nicht-hauseigenen Online-Shops (das Äquivalent zu uPlay & Co) - aber die große Masse mit weitem Abstand bei AutoScout24.de (jetzt als Beispiel; das Äquivalent zu Steam) abgesetzt werden würde. Unterm Strich würde also auch da sowohl für die Masse der Kunden, als auch die Masse der Anbieter kein Weg an dieser hoch frequentierten Website vorbei führen und ergo wäre diese ein lokaler Quasi-Monopolist. Da aber Steam auch weltweit tätig ist, wäre es also hierbei noch schlimmer, deine Auto-Website müsste dasselbe leisten. Und dann wäre sie genauso wie Steam und das Definitionskriterium wäre vollends erfüllt.

    Gäbe es einen adäquaten Konkurrenten zu Steam, mit vergleichbarer Reichweite, Bekanntheitsgrad etc. , dann wäre Steam kein Quasi-Monopolist. Denn dann könnte z.B. Steam weiterhin 30% verlangen, während sein Konkurrent z.B. 25% verlangte, aber vielleicht andere Nachteile dafür hätte. Oder umgekehrt. Genau dann hätte ein Anbieter eine Wahl, genau dann wäre ein implizites Preisdiktat nicht gegeben. Es sei denn, Steam und dieser hypothetische Konkurrent auf Augenhöhe würden Preisabsprachen untereinander betreiben, weshalb nicht umsonst solche Geschäftspraktiken illegal sind und von Kartellämtern entsprechend geahndet werden. Andernfalls hätte man einen "Meta-Monopulisten", also zwei Firmen, die aber de fakto wie eine agieren. Da es aber keinen gleichwertigen Konkurrenten gibt, sind Absprachen auch gar nicht nötig und folglich ist der prekäre Fall schon jetzt gegeben. Oder was glaubst du, warum ein Anbieter nach dem anderen gerne zu Epic geht? Glaubst du, die machen das, weil sie Fans von Epic sind oder Spaß daran haben Shitstorms im Internet zu bekommen? Sie machen das, weil es ihre erste, richtige Chance ist aus dem Monopolgriff Steams raus zu kommen, um schlicht und ergreifend mehr zu verdienen, nicht mehr abhängig zu sein. Das nennt sich dann Marktwirtschaft. Kann man gut oder scheiße finden, aber das ist die Realität.

    Im Endeffekt ist es ganz klassische VWL, siehe folgendes Bild, die Angebot- und Nachfragekurve:

    [​IMG]

    Ist die Nachfrage für etwas hoch, aber das Angebot dazu niedrig, dann steigt der "Preis".
    "Preis" ist hierbei nicht nur monetär zu sehen, sondern auch im übertragenen Sinne: "Wieviel ist man bereit dafür zu bezahlen / wie weit ist man bereit dafür zu gehen?"

    Hat man also einen oligopolen Markt, d.h. nur wenige Anbieter - und sticht davon einer ganz massiv heraus (Steam), dann ist in diesem Fall das echte Angebot an Verkaufsplattfomen niedrig, während die Nachfrage nach solchen naturgemäß hoch ist (denn irgendwie muss die Software ja an den Kunden kommen) - und entsprechend ist man bereit weit dafür zu gehen.

    Also konkret:
    Man macht sich von Steam abhängig, man nimmt die Konditionen an, man macht keine eigenen Shops auf, alles fokussiert sich dort "unten" und der einzige Anbieter, der die nötigen Kriterien erfüllt (Marktreichweite z.B.) wird irgendwann so marktbeherrschend, dass er quasi-monopolistisch ist.

    Umgekehrt:
    Nimmt die Zahl geeigneter (Plattform-)Anbieter zu (rechter Teil der Angebotskurve), dann sinkt die Nachfrage beim einzelnen und damit lässt sich ein Gleichgewichtspreis / Equilibrium (Schnittpunkt der beiden Kurven) nicht mehr etablieren. Weil die Softwarefirmen nur noch bereit wären Spannen von z.B. 1% zu bezahlen, während die Plattformen mindestens 5% verlangten, um gerade noch so Gewinn machen zu können. Also ist für eine Stabilität das Ziel die Mitte, das Equilibrium.

    Und das heisst konkret:
    Steam braucht (echte!) Konkurrenz.

    Simple as that.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2019
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  14. Reddok Kommentar-Moderator

    Reddok
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    Stimme zu. Aber ist Epic echte Konkurrenz? Leute mit exklusiver 3rd-party-Software auf ihre Plattform zu zwingen ist keine Konkurrenz für mich. Ich hab eher das Gefühl, die Leute legen sich mit ihren Geschäftspraktiken eher selber Steine in den Weg. Dummerweise veröffentlicht Epic keine Zahlen und es kann sehr lange dauern, bis wir genaues wissen. Kommt halt darauf an, ob/ wie schnell Epic das Geld ausgeht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2019
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  15. schM0ggi

    schM0ggi
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    Starker Beitrag Yeager, dafür ein like. Dennoch möchte ich was zerpflücken da ich Teilen nicht zustimme und anderer Ansicht bin. Oder anders gesagt: not really that simple.
    Natürlich muss sich der Anbieter (Publisher/Entwickler) den Konditionen des Marktplatz Betreibers (Steam), wenn er weiterhin dort Produkte anbieten möchte, dem fügen. Steam ist ja kein Gesangsverein mit Stimmrecht. Das hast du auf dem Markt bei anderen Dienstleistern auch. Was der Anbieter allerdings kann und es ihm zur Wahl steht: Er muss nicht weiter auf Steam Produkte anbieten, wenn er sich den neuen Konditionen nicht fügen möchte. Die Wahlfreiheit mit Alternativen hast du ja genannt. Nur das ist nicht Theorie sondern auch Realität. Es gibt diese Alternativen und diese können auch erfolgreich sein. Allein die Existenz und der Erfolg (ja, die Spiele dort sind erfolgreich) von UPlay und Origin zeigen das auf. Auch die Möglichkeit einen eigenen Shop aufzuziehen und es auf Amazon oder andere Cloud Betreiber auszulagern gibt es. Was sich jetzt, besonders auf lange Sicht, mehr rentiert bzw. ob da jetzt Mehrkosten im Vergleich entstehen kannst weder du oder ich sagen. Werbung muss so oder so gemacht werden. Ich sehe das Problem nicht. Von nix kommt nix, das war bereits vor Steam der Fall und ist auch nach Steam der Fall. Steam bietet im Prinzip eine weitere Möglichkeit welche auch keine Garantie für einen Erfolg ist.

    Und speziell auf Indies bzw. kleine Entwickler bezogen:
    Denen steht es auch frei direkt Steam zu wählen und auf eigene Faust zu veröffentlichen oder an einen Publisher heran zu treten (so wie das früher eben der Fall war), welche wiederum die Möglichkeit haben einen oder mehrere Distributionswege zu wählen. Und wieso soll ausgerechnet Epics Vorpreschen der Grund für Bewegung sein? Es sind zuvor bereits einige Publisher abgesprungen. Vllt hatte Valve also zuvor bereits was in Planung bzw. in Ausarbeitung und die Veröffentlichungen haben sich überschnitten? Die 12% bei Epic sind doch mehr Werbemittel um als Good Guy auftreten zu können. Der eigentliche Grund sind die Geldsummen, welche Epic den Anbietern zusichert. Wir wissen es aber beide nicht daher würde ich diese Art von Aussagen nicht für Fakt verkaufen.

    Zusammenfassend sehe ich das also nicht so wie du. Ich sehe kein Quasi-Monopol, ich sehe diverse Möglichkeiten bei den Anbietern, ob klein oder groß. Niemand muss sich irgendwem fügen.
    Wo ich aber ein aufstrebendes (zeitliches) Monopol sehe ist der Epic Store. Denn dort werden die Dritt Anbieter Spiele gehortet. Das ist keine Konkurrenz. Hier können die Marktplatz Betreiber nicht miteinander konkurrieren und Preiskämpfe zum Vorteil der Kunden austragen weil Epic die Verträge so gestaltet, dass die Spiele gar nicht auf anderen Marktplätzen angeboten werden (dürfen).
    Das sehe ich nicht so. Dein Auto Beispiel mit AutoScout passt überhaupt nicht denn AutoScout ist nicht mit Steam vergleichbar. AutoScout ist ein reiner Vermittler. Steam ist nicht reiner Vermittler sondern auch Autohaus mit Lizenz für den Verkauf von diversen Autos von verschiedenen Marken (Spiele) + eigenes Personal, eigene Infrastruktur für Transport/Lieferung der Autos (Spiele), eigene Lagerung für die Autos (Spiele) und allem was noch dazu gehört.
    Die Realität ist, dass einige Anbieter zu Epic wechseln weil sie finanzielle Sicherheit in Form von Umsatzgarantien etc. erhalten und diese scheinbar als wichtiger ansehen als von ihrem Produkt überzeugt zu sein welches bei den Fans gut ankommt.

    greetz
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2019
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  16. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Sieht man ja am Beispiel der neuen Startseite hier bei Gamestar. Man kann von seinem Produkt noch so überzeugt sein, am Ende ist man immer darauf angewiesen, dass die Kunden es ebenfalls so sehen. Gerade bei kleineren Studios kann ich es vollkommen nachvollziehen, wenn man die sichere Variante nimmt, denn wenn das Produkt, egal wie sehr man dran glaubt floppt ist man, wenn man Pech hat einfach weg vom Fenster.

    Was waren es letztes Jahr auf Steam? Im Schnitt 30 Neuerscheinungen pro Tag? Da braucht man schon ne ordentliche Portion Zuversicht um da guten Gewissens reinzugehen. :D
    Und der kleinste Shitstorm kann dich killen.
     
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  17. noom

    noom
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    @Der_Vampyr
    Ich denk der EPIC Store der Nischenstore und der Unterstützer der kleinen Studios und Indientwickler kann man ins Land der Mythen verschieben.

    Bei der Game Industrie verhält es sich wie bei der Musikindustrie, da gibts auch zig unbeachtete Kleine denen mehr Erfolg und Aufmerksamkeit zu wünschen wäre sie gehen aber leider in der Masse unter und werden nur von Leuten entdeckt die sich darum kümmern.
     
  18. Reddok Kommentar-Moderator

    Reddok
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    Ich erinner mich ehrlich gesagt an keinen Shitstorm wo es um einen Indiedev ging. Maximal die Hatred Leute, aber die haben das ja zu ihrem Vorteil genutzt/drauf angelegt. Kannst du mir einen nennen?

    Auch wenn viel auf Steam rauskommt: Das wirklich gute Zeug setzt sich häufig durch.
     
  19. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Es ist aber schwer abzustreiten, dass die Sichtbarkeit zwischen 50 anderen Spielen im Epic Store deutlich besser ist als die bei 20.000 Spielen bei Steam.

    Nein, ich stecke da nicht so drin und verfolge nicht was bei Steam so alles erscheint. Selbst wenn es kein Shitstorm ist, muss man nur das Pech haben am falschen Tag zu releasen und schon geht man unter. Die Flopchance ist bei Steam in den letzten Jahren mit der Flut an Spielen einfach gestiegen. Wenn du nicht das Glück hast und jemand Berichtet über dich, dann geht man denke ich sehr schnell unter.
     
  20. schM0ggi

    schM0ggi
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    Bei der Gamestar Startseite hast du aber nicht so Dinge wie z.B. Vorbestellungen ;).
    Ich gebe dir Recht, besonders für ein Indie Studio ist finanzielle Sicherheit sehr verlockend. Das sagt aber zunächst nichts über einen Erfolg des eigenen Spieles aus. Wenn die Leute sich nicht interessieren und das Spiel nicht kaufen, ist die Finanzspritze am Ende nur ein Aufschub des eigenen Untergangs, es sei denn man liefert in dieser Zeit einen Kassenschlager.
    Und dann gibt es noch Situationen wie bei Phoenix Point. Das Spiel war/wurde per Crowdfounding finanziert, dennoch ist man zu Epic exklusiv gewechselt mit der Begründung dadurch eine viel bessere Möglichkeit zu haben, das Spiel nach Release zu verbessern usw. Natürlich, vorausgesetzt es wird überhaupt gekauft.

    greetz
     
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  21. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Das stimmt. :)
    Ich kann auch gut nachvollziehen, dass die Vorbesteller und Backer angepisst sind. Es ist immer doof, wenn man nicht das bekommt was einem versprochen wurde.

    Ich sage ja nur, dass ich gut verstehen kann, weswegen die Studios zu Epic gehen. :)
     
  22. noom

    noom
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    aber auch schwer zu behaupten, dass es bei 50 Titel bleiben wird falls sich EPIC zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz überhaupt entwickeln möchte.
     
  23. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Ja es wird nicht bei 50 bleiben. In der alten FAQ stand was davon, dass sie 200 Spiele anpeilen. Das wurde scheinbar entfernt. Nun findet sich dort das hier:
    Wann startet der Store für alle Entwickler?
    Wir planen, den Store in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 für alle Entwickler zu eröffnen.

    Mal sehen wie dieses Öffnen aussehen wird und wie sie die Spieleauswahl angehen.
     
  24. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    z.B. No Mans Sky, Indieentwickler, trotzdem 60€ Vollpreis, Lügen, herausgeschnittene Inhalte, mangelnde Qualität, Shitstorm - der Entwickler ist zurecht direkt zugrunde gegangen...nicht. :ugly:
     
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  25. schM0ggi

    schM0ggi
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    Interessant, das ist auch für mich eine neue Info. Ich war bisher auf dem Stand, dass Epic etwas mit 200 Spielen für das Jahr 2019 anpeilt.
    Wenn es jetzt einen Strategiewechsel gab, was bei Sweeneys wechselnden Aussagen keine Überraschung wäre, bin ich echt gespannt was da noch passieren wird und vor allem, was "für alle Entwickler zu öffnen" bedeutet.

    greetz
     
  26. Reddok Kommentar-Moderator

    Reddok
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    Für alle Entwickler? Und was wird dann aus der Auslese von schlechten Spielen?
     
  27. noom

    noom
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    ja, mal schauen wies mit der Übersichtlichkeit bleibt, mal schauen in 15 Jahren und ob es dann immer nicht zu bestreiten ist, dass man unter wenigen besser gesehen wird - ah wart mal auf das wollt ich doch schon längst hinraus als ich sagte, für kleine Studios bleibts ein Mythos, dass der Epic Store ihr Nischenstore wird bei dem sie nicht in der Masse untergehen werden.
     
  28. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Gute Frage. War auch etwas überrascht als ich das eben im FAQ gelesen habe. :D
     
  29. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Die 200 Spiele waren glaube ich sogar für die "kommenden Jahre" und nicht für 2019 geplant. Scheint nun ja aber obsolet zu sein. Oder ich habe mich verguckt, bin aber eigentlich 3 mal die Liste durchgegangen und konnte die 200 nicht mehr finden. :parzival:
     
  30. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Aktuell ist das glaube ich noch cool, wenn man eines der wenigen Spiele dort ist. Mal sehen wann sich das ändert.
     
  31. Senigata

    Senigata
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    Bei den ganzen Indie Titeln die es auf Steam zu ziemlicher Größe geschafft haben, habe ich das nicht mal von der ersten Minute gedacht.
    Das einzigste was diese ganze EPIC vs Steam Nummer verursachen wird, ist das wir quasi auf langer Sicht den selben Console-War Exclusive Bullshit nur auf dem PC bekommen werden, falls es denn so kommt, dass EPIC zu der großen Konkurenz wird.
     
  32. noom

    noom
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    Aktuell wird man wohl als kleines Studio da eher nicht dabei sein beim illustren Kreis.
    Wie siehts eigentlich bezüglich Eary Access bei Epic aus?
    Wirds das irgendwann geben und wenn ja nach welchen qualitativen Kriterien wird da wohl entschieden werden?
     
  33. schM0ggi

    schM0ggi
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    Oder, wenn man Mr. Randy Pitchford glaubt, sind wir die wahren Gewinner.
    https://twitter.com/DuvalMagic/status/1117077275680264193
    Ich finds cool, wie er sich mittendrin selber widerspricht. Erst meckert er rum, dass Valve nicht investiert, später sagt er dann doch, dass Valve ein bisschen investiert. Okay Randy :ugly:. Aber hey, der Mann ist schon lange kein Freund mehr von Valve/Steam.
    https://www.destructoid.com/randy-pitchford-talks-valve-steam-and-exploitation-151293.phtml
    https://www.golem.de/1010/78491.html
    https://www.vg247.com/2009/10/07/pitchford-it-would-be-much-better-if-steam-was-its-own-business/
    Geil ist auch, wie er damals von offenen Systemen gesprochen hat. Und nun landet sein geliebtes Borderlands 3 im geschlossenen Epic Store welcher auf eine kleine Anzahl von "qualitativ hochwertigen Spielen" spezialisiert ist. Du bist unser Mann, Randy. :hammer:. Der Typ ist fast wie Sweeney.

    greetz
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2019
  34. Senigata

    Senigata
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    Ja hab den Tweet auch schon gesehen, wenn man diesen Roman dort noch als einen Tweet bezeichnen kann. Ich wette er hört sich auch gern selbst beim reden zu. :D

    Außerdem jeder weiß, GOG ist besser als Steam und EPIC schon alleine weil kein DRM, aber das ist auch der Grund wieso einige Publisher dort nicht anbieten wollen, man will ja immer das schlechte von seinen Kunden denken ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2019
  35. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Randy Pitchford ist wenigstens noch konsequent was seine Abneigung gegen Valve angeht.
    Schlimmer ist das bei Entwicklern wie Devolver, die Epic und ihre Geschäftsmethoden erst kritisieren und sich drüber lustig machen, aber sobald man dort mit Geldscheinen wedelt ist man plötzlich 180° anderer Meinung und Epic ist natürlich voll toll und alles was sie tun ist gut für die Spieler.
    Dann stellen sich einige noch hin (Pitchford glaube ich auch) und haben echt noch diese Geisteshaltung dass sie sauer und empört sein dürften, wenn man ihnen den Spiegel vor die Nase hält und richtigerweise sagt "Ihr wurdet gekauft, wir haben es kapiert, hört auf Bullshit zu verzapfen, euch nimmt keiner mehr ernst".
     
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  36. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Ein hervorragender Austausch, Respekt vor Pitchford, dass er das möglich gemacht hat. Man muss natürlich dazu sagen: Der Tweeter hat es ihm sehr leicht gemacht. Pitchford forderte ihn auf, ihm sein bestes Argument zu liefern. War dieser "best shot" die Sorge, dass kleinere Stores im Kampf zwischen den Elefanten zerquetscht werden? War dieser "best shot" die Tatsache, dass ein Unrechtsregime, das jährlich vermutlich Tausende exekutiert und bis zu 1,8 Millionen Moslems in Internierungs-/Umerziehungslagern einsperrt, de facto finanziell von dem neuen Store profitiert? Nein und Nein.

    Es war das gute alte "Steam ist besser als [X]", es war buchstäblich "Steam hat mehr Features".

    Selbstverständlich konnte Pitchford dieses Argument kategorisch widerlegen, dass am Ende nicht mal ein trotziges "Ja, aber" mehr stand (sondern ganz einfach ein "good to hear"). Und Recht hatte Pitchford mit jedem seiner Punkte. Dass der Pascha Valve jetzt endlich wieder Investition und Innovation zeigen muss, um nicht von Epic in nullkommanichts den Rang abgelaufen zu bekommen, tolle Sache. Konkurrenz belebt das Geschäft, oder nicht? Dass Epic in seinen epischen Investitionen die Features nicht hintenanstellen wird, selbstverständlich. Dass wir uns in den aufregenden Tagen befinden, in welchen das Steam-Monopol endlich gebrochen und Wettbewerb wieder möglich wurde, selbstredend.
     
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  37. schM0ggi

    schM0ggi
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    Kannst du auch aufzeigen/belegen, dass Valve in den letzten Jahren keine Investitionen getätigt hat?

    greetz
     
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  38. Cassini

    Cassini
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    Hui, ist ja schon auf dem Level wie dein "early access gefährdet die traditionelle Spieleentwicklung"

    Also ein eigens Linux Betriebssystem entwickelt sich von selbst? Eine VR Brille wahrscheinlich auch. Eine Softwareumgebung um Windowsspiele unter Linux laufen zu lassen selbstredend auch.

    Und ja, Epic hat natürlich viel mehr geleistet, zb. Ähm..., mir fällt es bestimmt gleich ein..., so viele bahnbrechende Innovationen, dass sie mir einfach nicht einfallen wollen.

    Und wie Epic die Linuxcommunity gegen das Windowsmonopol unterstützt, unvergleichlich.

    Ja, Epic bringt vor allem uns Spielern sehr viel und wir profitieren ja wahnsinnig von ihrem Vorgehen.

    Wie wir alle nur so blind sein können. Steam ist aus der Steinzeit, der Epic Store zeigt, wie die Zukunft aussieht. Der is nämlich Spitze! :yes:
     
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  39. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Aktuell läuft zumindest Satisfactory bei Epic im early access. Bei den anderen Titeln weiß ich nicht, ob da noch mehr EA dabei ist.

    Laut eigener Aussage wählen sie so aus:
    Wie wählt ihr Titel für den Epic Games Store aus?
    Wir ziehen Entwickler vor, die in ihrer Zeitplanung flexibel und bereit sind, mit uns in den frühen Phasen des Stores zusammenzuarbeiten. Für uns sind noch viele weitere Faktoren von Bedeutung; es gibt da also keine feste Formel.

    Mit anderen Worten: Niemand weiß es so genau. :D
     
  40. noom

    noom
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    236
    @Der_Vampyr

    wie es scheint sind das so die einzige Konstanten am Epic Store. Bei sich selbst bleibt man intransparent, äussert sich schwammig bis zu widersprüchlich und die Konkurrenz ist scheisse.
     
    i.z. und TouchGameplay gefällt das.
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