SARS-CoV-19 und andere Infektionen. Da laust mich doch der Affe!

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von newdesignsucks, 25. Januar 2020.

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Wie oft wart ihr schon infiziert?

Diese Umfrage wurde geschlossen: Samstag um 19:17 Uhr
  1. Kein Nachweis, vermutlich auch nie.

    99 Stimme(n)
    60,7%
  2. 1 mal PCR-Nachweis

    35 Stimme(n)
    21,5%
  3. 2 mal PCR-Nachweis

    2 Stimme(n)
    1,2%
  4. 3 mal PCR-Nachweis

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Mehr als 3 mal PCR-Nachweis.

    1 Stimme(n)
    0,6%
  6. Kein Nachweis aber vermutlich einmal.

    15 Stimme(n)
    9,2%
  7. Vermutlich mehr als einmal.

    3 Stimme(n)
    1,8%
  8. Ich hab doch kein Vögelchen

    3 Stimme(n)
    1,8%
  9. Irgendwas mit diesem seltsamen lila Löwen

    5 Stimme(n)
    3,1%
  1. Papa_Oscar_Whiskey

    Papa_Oscar_Whiskey
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  2. Mura

    Mura
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    Das bezweifel ich sehr.
     
  3. SpeedKill08 Geboosterte und extrem DEMODIVIERTE Kartoffel in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    Jede Kommune. Und bitte keine Interoperabilität. Das ist Teufelszeug. :teach:
     
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  4. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Also ich bekomm vom Staat jeden Monat knapp 220 Euro Kindergeld. Unsere städtisch geförderte Tagesmutter kostet für 35h Betreuung ~300 Euro. Kitas kosten hier bei 8h pro Tag zwischen 300 und 500 Euro pro Monat. Der Kindergarten wird dann günstiger, ist aber auch städtisch gefördert.

    Würde das alles der Staat übernehmen, könnten die vermutlich auch noch höhere Preise abrufen.

    Horte nehmen ja nur ein paar Stunden am Nachmittag, keine Ahnung, was die kosten.
     
  5. UrbanForest

    UrbanForest
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    In Rheinlandpfalz funktionieren kostenfreie Kitas jedenfalls. Und Freunde haben, als kein Platz frei war, sogar die Tagesmutter bezahlt bekommen, bis ein Platz frei war.
     
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  6. Mura

    Mura
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    Man darf da nicht nur einfach die Zahlen in € vergleichen...

    Grade wenn andere Sozialleistungen dann damit wegfallen ist es dann relativ schnell ne Nullnummer oder positiv.
     
  7. foreverdead Yippie Yeah

    foreverdead
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    Was haben wir nur getan als wir entschieden dass meine Frau nach 4,5 Monaten wieder arbeiten geht und ich zu Hause bleibe :eek: …. Moment das hat unserem Kind nicht geschadet :hmm:
    In Hamburg zahlt man sein Kindergeld für 10h/Tag Betreuung in der Krippe oder sogar noch weniger für 10h in der Krippe. (Wenn man den Höchstsatz zahlen muss)

    Hier sind 5 Stunden Betreuung in Krippe oder Kita umsonst. Alles darüber bis 5 Stunden (also insgesamt 10h)wird abhängig vom Gehalt berechnet.

    in Bremen, Berlin und Niedersachsen zahlt man nur die Verpflegung
     
  8. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Die Infrastruktur gibt es in jeder einigermaßen funktionierenden Kleinstadt oder sind alle Kinder, die da aufwachsen, dumme Bauerntölpel, die ohne die nötige Infrastruktur aufgewachsen sind? Wenn es nicht um den zweiten Urlaub geht, dann geht es eben um den ersten. Wo ist denn da die Grenze, ab wann es "möglich" wäre, zuhause zu bleiben? Verstehe mich nicht falsch, ich würde eine generelle Anhebung des Lebensstandards toll finden. Wenn es um weitere Quersubventionierungen hin zu Eltern und insb zu zuhause betreuenden Eltern geht, gut, dann bin ich raus.

    Unternehmenskulturen können sich ändern, ja. Zumindest hier im Laden werden afaik Leute, die aus Elternzeiten kommen, auch mit offenen Armen wiederaufgenommen. Elternzeitbegleitende Weiterbildungen und Elternteilzeit? Wieso nicht, auch wenn ich nicht genau weiß, was der Unterschied zu "normaler" Teilzeit sein soll. Wir werden sehen, was da in Zeiten wahrscheinlich zumindest für's erste erstmal knapper werdender Fachkräfte passiert.
    Wäre ich mir zumindest nicht so sicher. Und über das erste Lebensjahr reden wir doch hier garnicht. Da bleibt wer zuhause und gut ist und das kann sich auch jedes Paar leisten dank Elterngeld etc. Spannend wird es danach. Vielleicht ist es ein "Aber mir hat's auch nicht geschadet"-Fallacy-Ding, aber meine Eltern waren ab meinem ersten Geburtstag beide voll arbeiten und es hat gut funktioniert. Deswegen würde ich für nach dem ersten Lebensjahr zumindest das allgemeine "brauchen doch aber..." eher bestreiten.[/quote]
     
  9. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Naja als Vater bist du auch eine sehr enge Bezugsperson und wenn das Kind die Flasche akzeptiert passt das ja auch. Wir haben unsere Tochter auch mit 5 Monaten zur Tagesmutter gegeben, weil meine Frau nach 7 Monaten auch wieder angefangen hat. Aber immer nur für ein paar Stunden. Eine komplette Trennung von den Eltern ist im ersten Lebensjahr aber einfach nicht gut. Dazu findet man auch viel Literatur.

    Allgemein sind solche "meinem Kind hat's nicht geschadet"-Argumente aber immer nicht so toll. Was damit schon alles schöngeredet wurde...

    Das ist schön, dass das in einigen Bundesländern so läuft. Hier in Bayern und vielen anderen Bundesländern ist es nunmal nicht so. Ab dem zweiten Lebensjahr gibt es immerhin das Familiengeld. Kinderbetreuung +nötige Einkäufe (auch Second Hand) sind da trotzdem immer noch weitaus teurer, als das, was der Staat zuschießt.
     
  10. JFK

    JFK
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    Schlüssel mal auf was "Elterngeld etc." bedeutet.
     
  11. foreverdead Yippie Yeah

    foreverdead
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    dafür gibt es ja die elternzeit und dann ist ein elternteil für das kind da (es gibt wenige elternteile da ist es egal ob sie anwesend sind oder nicht) :nixblick:

    natürlich weiß man nicht ob es anders anders gelaufen wäre. aber so ist es in eurem fall genauso. vielleicht wäre deine anwesenheit besser gewesen als eine tagesmutter (finanzielle Aspekte mal ausgeklammert) :nixblick:

    Bayern ist damit ne Ausnahme
    In 11 Bundesländern sind min. die letzten 2 Betreuungsjahre in der Kita umsonst.
     
  12. Lurtz lost

    Lurtz
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    Als würde das was ändern wenn er das anzeigt :ugly:² Das sind reine Alibi-Maßnahmen, niemand hat ein Interesse das ernsthaft zu kontrollieren. Sonst hätten wir längst Testzertifikate, die sich nicht jeder Dödel selbst ausstellen könnte. Oder eine Pflicht, die CovPassCheck-App zu verwenden. Oder...

    Muss es das? Das ist eine reine gesellschaftliche Setzung, die nur Lohnarbeit honoriert, das _muss_ überhaupt nicht so sein.

    Na dann :ugly:
     
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  13. Tombstone84 GS Urgestein

    Tombstone84
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    Da hat einer Eier...

    https://www.t-online.de/nachrichten...ona-leugner-in-karlsruhe-zur-impfung-auf.html

    Karlsruhe: Junger Mann ruft Corona-Leugner zur Impfung auf
    Bei einer Corona-Demonstration in Karlsruhe bewies ein junger Mann am Samstag Mut. Er bat um das "offene Mikrofon", das Corona-Leugner verschiedenen Bürgern zur Verfügung stellen, und machte eine wichtige Ankündigung: "Am KET gibt es noch freie Impfplätze heute. Falls sich irgendjemand impfen lassen will, kann man das heute frei tun", sagte er.
     
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  14. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Wenn es nicht so wäre, würde ich mich als Mensch in Lohnarbeit zumindest komplett verarscht fühlen. Wir können natürlich versuchen, unser Wirtschaftssystem komplett anders aufstellen, aber da waren jetzt die bisherigen Beschlüsse eher nicht so erfolgreich.
     
  15. Lurtz lost

    Lurtz
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    84.156
    Na dann kannst du froh sein, dass zB alle Ehrenamtlichen sich nicht schon lange "verarscht" fühlen und alle Bereiche, die darauf angewiesen sind, nicht längst durch Lohnarbeit aufgefangen werden mussten.

    Dein Neid ist komplett unangebracht, du profitierst als Lohnarbeiter selbst mit am meisten davon, dass andere sich für praktisch keine gesellschaftliche Kompensation den Arsch aufreißen :rolleyes:
     
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  16. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Ehrenamt und Lohnarbeit sind ja nun doch zwei sehr verschiedene Dinge. Ich bin da auch jedem dankbar, ich freue mich, dass es anderen Erfüllung bringt. Schön, dass du einfach so annimmst, dass ich nichts in der Richtung mache (Spoiler: ist falsch). Mehr -auch finanzielle- Unterstützung und Anerkennung für verschiedendste Ehrenämter: Ich bin dabei. Halte ich "Hausfrau*mann und Elternteil" für solchen Ehrenämtern oder eben Lohnarbeit für gleichgestellt? Nennt mich kalt, aber nein, halte ich nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2022
  17. Lurtz lost

    Lurtz
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  18. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Jeglichen gesellschaftlichen Wert spreche ich ihm nicht ab. Das ginge zu weit. Deswegen gibt es ja auch Unterstützung. Im ersten Jahr (bzw den ersten 14 Monaten) gibt es sehr großzügige Unterstüztung (Elterngeld ist afaik 65% des bisherigen Nettolohns), das halte ich auch für wirklich gut und wenn es höher wäre, würde ich jetzt auch nicht plötzlich rumheulen. Zugängliche und geförderte Kinderbetreuung bin ich auch gern dabei und leiste meinen Beitrag. Aber ja...abseits davon halte ich Kindererziehung oder Kinder im Allgemeinen primär für ein Privatvergnügen bzw eben eine Lifestyle-Entscheidung. Kinder bekommt man als Paar nicht "für die Gesellschaft", sondern für sich. Die Diskussion hatten wir hier schon mal, bringt nichts, da groß weiterzumachen.
     
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  19. Lurtz lost

    Lurtz
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    84.156
    Es bringt nichts, weil deine Position einfach nicht verargumentierbar ist. Warum Paare letztlich Kinder bekommen, was sich aufgrund wachsenden Wohlstands allein in den letzten 200 Jahren durchaus drastisch gewandelt hat, ist letztlich irrelevant. Fakt ist, dass eine menschliche Gesellschaft ohne Kinder nicht funktionsfähig wäre und damit inhärent einen Wert für alle mit sich bringt.
     
  20. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Was auch immer "verargumentierbar" heißen soll: Es bringt nichts, weil da fundamental andere Werte hinterstehen. Aus pragmatischen Gründen kann man da gern etwas fördern. Machen wir ja auch. Erhöht des den gesellschaftlichen Wert, den das Kinderkriegen ja angeblich inhärent hat, wenn ein Elternteil bis sonstewann zuhause bleibt, weil es sich zu fein ist, das Kind in die Kita oder den Hort zu geben? Eher nicht. Müssen wir deswegen Elternschaft zum großen Dienst an der Gesellschaft stilisieren, der möglichst komplett ohne jegliche Einbußen in anderen Bereichen möglich sein sollte? Nö. Sollten wir deswegen Mutterkreuze verteilen? Nö. (OK, es gibt die Bundespräsidenten-Ehrenpatenschaften, aber die sind auch...ulkig.)
     
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  21. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Nunja, wir attestieren den radikalen Impfgegnern oft genug hier einen großen Erfolg, trotz deren großer numerischen Unterlegenheit. Dieser Eindruck und die Tatsache, dass die Politik nun nicht völlig ohne Widerstand eine Impfpflicht einführt muss ja auch irgendwo herkommen - und das kommt tatsächlich auch daher, dass die so aktiv sind und eben nicht sagen "Was soll das denn bringen?". Wäre ja toll, wenn die das sagen und sich selbst ihre eigene Machtlosigkeit attestieren würden - dummerweise tun die uns nicht den Gefallen. Und natürlich würde das auf der anderen Seite auch funktionieren: Wenn sich starke Befürworter der Impfpflicht bspw. zusammenschließen und massiv Aufmerksamkeit generieren würden, dann würde das natürlich was bewirken.

    Ja.

    Was hat das mit meiner Aussage zu tun?

    Ich komme darauf, weil noch immer keine sehr großen Teile der Bevölkerung eine natürliche Infektion hatten. Varianten verdrängen sich dann gegenseitig, wenn sie praktisch um den gleichen Wirt konkurrieren müssen - also wenn Delta schon beim Wirt war, wenn der Wildtyp gerade ankommt. Wenn aber noch 80% der Bevölkerung empfänglich sind, dann können die Varianten sich auch theoretisch nebeneinander verbreiten - reduziert man dann die Empfänglichkeit der Bevölkerung (bspw. durch Impfung oder Masken), dann setzen sich die infektiöseren Varianten durch. Mir ist auch klar, dass das etwas vereinfacht ist, weil die Infektionswege sich teilweise auch überschneiden (es gibt Knotenpunkte, die bevorzugt Infektionen verteilen und die haben dann tendenziell die aggressivere Variante), aber ich würde die Verdrängung von Wildtyp, bzw. Alpha tatsächlich sehr stark auf Impfungen schieben.

    Das heißt ja nicht, dass diese Aufgabe der Schule indirekt zukommt und das sehe ich sehr stark so. Auch wenn das nicht der primäre Zweck der Schule sein mag, so erfüllt sie aktuell de facto auch starke Betreuungsaufgaben.

    Das ist finde ich ein sehr komplexer Aspekt: Jeder von uns würde doch sofort sagen, dass beide Elternteile zu gleichem Maße die Freiheit haben sollte einem Beruf nachgehen zu können. Das führt unweigerlich dazu, dass der Verzicht einer Person zu erheblichen Einkommenseinbußen führt. Die Wirtschaft kann hier in meinen Augen wenig kompensieren - wenn wir diese Wahlfreiheit nicht finanziell bestrafen wollten, dann müssten wir das staatlich subventionieren. Ob man das tun sollte - keine Ahnung, dazu habe ich keine gute Meinung und auch noch nicht viel drüber nachgedacht.
    Das hilft uns aber in der jetzigen Situation nicht viel weiter: Wir haben nun eine Situation, wo nicht nur Familien auf ein doppeltes Einkommen angewiesen sind, sondern wir haben auch Betriebe, die die entsprechenden Arbeitnehmer brauchen. Mir wäre es ja auch viel lieber, wenn dem nicht so wäre und wir flexibel ohne große Probleme hin und herschieben könnten, aber ich wüsste nun auch nicht, wie man das gut bewerkstelligen könnte. Daher ist der Betreuungsaspekt der Schulen in der Pandemie nicht wirklich zu vernachlässigen - natürlich neben den ganzen anderen Aspekten, die Schulen eben auch erfüllen.
     
  22. SpeedKill08 Geboosterte und extrem DEMODIVIERTE Kartoffel in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    Das kommt natürlich nicht daher, dass Teile dieser Leute - Kubicki - in der Regierung vertreten sind.
     
  23. Terranigma

    Terranigma
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    Dies ist keine Frage der Werte.

    Es ging um die Frage, ob Kinder nur eine persönliche Lifestyle-Entscheidung sind. Selbstverständlich ist es das nicht, der Fortbestand der Gesellschaften sowie die menschliche Art hängt naheliegend vom Nachwuchs ab. Insofern gibt es ein allgemeines Interesse daran, dass Menschen sich fortpflanzen. Man mag als einfaches Gedankenexperiment die Konsequenzen durchgehen, welche sich ergäben, wenn in Deutschland keine Menschen unter 30 Jahren leben würden und keinerlei Nachwuchs mehr geboren würde, d.h. die Gesellschaft konsequent vergreisen und schließlich aussterben würde.

    Ich kann ja durchaus nachvollziehen, wenn man mit Formen der Familienförderung, u.Ä. unglücklich ist, aber dass man die basale Funktion von Nachwuchs und Fortpflanzung zur Aufrechterhaltung einer Gesellschaft leugnet, dass kann ich so gar nicht verstehen. Dass Menschen nicht deshalb Kinder in die Welt setzen ist schließlich irrelevant dafür, dass Kinder diese Bedeutung haben. :hmm:
     
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  24. Lurtz lost

    Lurtz
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    Hast du auch noch mehr als Stammtisch Parolen drauf was das Thema angeht?

    Mal davon abgesehen dass Kitas in Deutschland notorisch zu wenige Betreuungsplätze bieten, hast du in Deutschland Betreuungsschlüssel, bei denen kein Pädagoge sagen wird, dass die den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Je jünger das Kind und je schwächer das elterliche Umfeld, desto drastischer wirkt sich das aus.

    Aber aus Ideologie und Dienst an der Wirtschaft müssen die Kinder eben ab spätestens 1 1/2 in die Ganztagsbetreuung, wo sie von zu wenigen mies bezahlten, idR weiblichen Angestellten betreut werden müssen, die wiederum ihre eigenen Kinder in die Betreuung schicken müssen, damit Mama ihren mies bezahlten Job an der Supermarkt Kasse ausüben kann.
    Das ist die Realität für die meisten, nicht dein Stammtisch Gerede vom zu fein sein, das hat dann einen Wert, der die Gesellschaft weiter bringt (zB die Taschen der Aldi Inhaber voller zu machen, um mal auf dem Stammtisch Niveau zu bleiben).

    Warum ist die Betreuung so mies? Eben weil man es rein pragmatisch sieht und es nur darauf ankommt, dass die Kinder irgendwo verwahrt sind, bloß nicht bei Mutti auf dem Schoß...
     
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  25. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Die Frage ob das nun eine Lifestyle-Entscheidung oder nicht ist, ist unabhängig davon, wie die Gesellschaft aussehen würde, wenn es keine Kinder gäbe, solange genug Leute eben jene Lifestyle-Entscheidung für Kinder treffen oder es genug Einwanderung gibt. Es soll ja durchaus auch Erfüllung und Sinn und was nicht noch geben, wenn man Kinder hat. Dass man jetzt Applaus dafür haben will, dass man eben diese Lifestyleentschteidung für sich (und nicht für die Gesellschaft!, da kommt die Motivation dann doch wieder ins Spiel) trifft, ja kann ich verstehen, Applaus ist immer cool. Pragmatisch kann man auch sicher so fördern, dass es nicht vollkommen unattraktiv wird, eben jene Entscheidung zu fällen. Deutschland fördert jetzt aber schon sehr stark in die Richtung, bei der Belastung von Alleinstehenden sind wir iirc hinter Belgien zweiter in der OECD, bei Familien irgendwo gut im Mittelfeld, was ja schon dafür spricht, dass hier auch im Vergleich zu anderen Ländern überproportional Alleinstehende belastet werden.

    Und mir wirst du vor, nur Stammtischgerede zu haben? :ugly: Also ich bin raus, echt.:ugly:
     
  26. Terranigma

    Terranigma
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    Also stimmst du zu, dass Nachwuch und somit junge Menschen für das Fortbestehen - und das nicht nur im existentiellen, sondern auch ganz pragmatischen Sinne - unentbehrlich sind, sodass das Kinderkriegen einen inhärenten gesellschaftlichen Wert hat, weil der Laden ohne einen steten Zufluss an neuen, jungen Menschen nicht bestehen könnte? Der Fortbestand der eigenen Existenz ist das primäre Interesse einer jeden Gesellschaft, und die Voraussetzung dafür sind Kinder.

    Ob du das nun mit Perspektive auf die Motive, mit denen Menschen Kinder bekommen, nun als Lifestyle-Entscheidung bezeichnest oder nicht, geschenkt. Die Motivation der Eltern hat schließlich keine Relevanz für die gesellschaftliche Funktion der Kinder. Der Autor ist tot, und so. Das Werk existiert unabhängig vom Erschaffer. :yes:
     
  27. TheHellstorm

    TheHellstorm
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    16.373
    Das ist hier Pflicht. Mit Vergleich vom Perso. Wird auch mittlerweile fast überall sehr gewissenhaft durchgezogen (also zumindest im Einzelhandel).
     
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  28. JFK

    JFK
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    "Lifestyle" ist und bleibt auch seit der letzten gleich verlaufenden Diskussion zum Thema wirklich der unpassendste Begriff, um die Entscheidung für Nachwuchs zu charakterisieren. Ich verstehe, wenn jemand keine Kinder will, oder sich unfähig zur Erziehung fühlt. Das ist total okay. Aber dieses alberne Herabwürdigen wirkt so... unreif. Bisschen neckbeardig.
     
  29. Alareiks

    Alareiks
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    Bring doch mal einen passenden Begriff.
     
  30. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Es ließe sich auch als jemand, der Kinder im Alltag eher als höchst nervig empfindet, nicht leugnen, dass eine Gesellschaft ohne Kinder quite literally dem Untergang geweiht wäre, wenn es nicht absurd heftige Einwanderungsströme gibt, die in der heutigen Zeit eher unwahrscheinlich sind. Ja. Deswegen halte ich auch eine Förderung bis zu einem gewissen Grad (und zwar zu dem, wo es gerade noch genug Leute gibt, die diese Entscheidung treffen, vielleicht auch ein wenig darüber hinaus um auf der sicheren Seite zu sein.) für durchaus gerechtfertigt. Andere Förderungen (z.B. kostenlose Schulen und Unis) sogar für unbedingt geboten, ganz unabhänigig von Gründen oder Arterhaltung oder sonstwas.

    Was mich nervt, ist die Anspruchshaltung mit der viele Eltern in Diskussionen gehen, dass ihnen doch die Gesellschaft doch am besten jegliche negativen Konsequenzen der Entscheidung für Kinder abnehmen soll und am besten noch Kinderlose für irgendwie "egoistisch" halten, wenn sie das ein wenig anders sehen. (Man schaue nur in gängige Kommentarspalten zur im letzten Jahr beschlossenen Erhöhung des Kinderlosenzuschlags bei der Pflegeversicherung, das war wirklich grausam.)
     
  31. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Das ist doch keine Herabwürdigung. Keine Ahnung, warum du es als solche empfindest. Bzw es ist nur dann eine Herabwürdigung, wenn man Elternschaft vorher auf ein riesiges Podest gestellt hat.
     
  32. JFK

    JFK
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    Ja, klar. ;)
     
  33. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Ja gut, wenn das anders ist: Als was würdest du Elternschaft denn dann beschreiben?
     
  34. Lurtz lost

    Lurtz
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    Besser so ;) Das sind leider die Fakten.
     
  35. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    8.653
    bezüglich der Betreuungsituation und dem gesellschaftlichen Wert der Kindererziehung:

    Man hat es nun einmal geschafft den Frauen einzureden dass x Jahre Mutter sein das schlimmste ist was ihnen im Leben passieren kann.

    Da wurden und werden die wildesten Horrorgeschichten erzählt. von endloser Abhängigkeit gegenüber dem Mann, Sitzengelassen im Alter usw. Die Frau bringt nur Opfer, bekommt nichts zurück und kein Sonderfall war zu exotisch, um nicht doch als Regelfall verklärt zu werden.

    All die Familien bei denen es gut lief hat man ausgeklammert. All die Mütter die sich gerne um ihre Kinder gekümmert haben wurden und werden kleingeredet. Und all die persönlichen Vorteile des Zuhausebleibens (Freizeit, Hobbys, Tagesgestaltung etc.) werden ebenfalls verschwiegen. Die Kinder fragt sowieso keiner.



    Ebenso klammert man aus, dass min. 90% der Jobs keine erfüllende Selbstverwirklichung sind, sondern stumpfer, stressiger Alltag und enorme Zeitverschwendung für wenig Geld.

    Diese Jobs jedoch werden künstlich erhöht. Nur an der Kasse, im Einzelhandel oder im Büro, da gibt es persönliche Erfüllung, soziale Kontakte, Selbstständigkeit und Sicherheit im Alter. Nicht Zuhause. Nicht bei der Familie. Da gibt es nur Streit, Ärger, Missgunst und unterdrückung. Was für ein traurige Weltbild.

    Übrigens… Sicherheit im Alter… Als heute 30 Jährige mit vielleicht 15 Euro Stundenlohn und in Teilzeit. Dass die beim erzählen dieser Argumente nicht rot werden vor Scham ist schlimm genug.



    und das alles wofür? Richtig! Die Wirtschaft. Damit immer mehr Leute sich um immer weniger Vollzeitjobs kloppen. Immer mehr Teilzeit, immer mehr Minijobs und und und. Das drückt die Löhne. Das freut die Unternehmen. das freut das Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.

    der Staat macht wie so häufig fleißig mit. Er verdient daran prächtig. Über Lohnsteuer, Kita-Gebühren und natürlich die Freunde in den Lobby-Clubs, die hocherfreut sind über solche Politik. Das bringt Posten, Vorträge und Nebeneinkünfte.



    Bevor das übrigens wieder falsch verstanden wird als „Muttis an den Herd“: nein. Das heißt es nicht.

    Es ist richtig, dass wir heute keine Mutterkreuze mehr verleihen. Es ist richtig, dass Frauen die Wahl haben. Es ist richtig, dass Männer mehr mit einbezogen werden.

    Die halbherzigen Betreuungsangebote des Staates, die dazu horrend teuer sind, und der daraus resultierende Zwang, dass doch alle so früh wie möglich wieder an die Schüppe sollen ist nicht richtig. Gerade in Zeiten in denen wir bis 70 werden arbeiten dürfen, kann man sich auch ruhig mal ein paar Jahre für die Familie ausklinken. So ganz ohne Kinder funktioniert das Land dann nämlich auch nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2022
  36. TheHellstorm

    TheHellstorm
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    Ich finde, die folgenden Probleme gibt's bei der Diskussion:

    Wenn nur eine Person arbeiten soll, soll dann wieder der Mann an die Arbeit. Dass Männer sich auch um Kinder kümmern wollen, geht ja gar nicht (so liest sich das übrigens hier auch). Und ja, ich weiß, dass sehr viele Frauen gerne Zuhause bleiben würde und sehr viele Männer ihr Glück auf der Arbeit suchen.

    Wieso sind mehrjährige Auszeiten gleich ein berufliches Abstellgleis? Das finde ich am Problematischsten. Wenn das nicht so wäre, könnte mal die Frau 3 Jahre Zuhause bleiben, Mal der Mann dann 2 Jahre, dann meinetwegen wieder die Frau. Mir kann keiner erzählen, dass man nicht wieder in den Job hereinkommen kann, wenn man Mal ein paar Jahre raus ist..

    Wenn es das zweite nicht gäbe, wäre das alles kein Problem, im Übrigen nicht nur auf Kindererziehung bezogen. Wenn man mal zwei Jahre die Eltern pflegen möchte oder einfach nur auf Bali als Tauchlehrer arbeiten möchte, damit man auch mit seinem Leben noch was interessantes gemacht hat, sollt das nicht gleich einen Todesstoß für die „Karriere“ sein. Als ob 90% der Jobs so kompliziert wären...
     
  37. JFK

    JFK
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    Ich frage andersherum: warum dein krampfhafter, sich über mehrere Diskussionen ziehende Fokus auf einen einzelnen spöttischen Begriff? Bewusst kinderlose Paare werden sich vermutlich aus vielen Gründen gegen Kinder entscheiden. Gründe, die zweifellos weitreichend und individuell sind. Wahrscheinlich sind doch die Gründe für Kinder mindestens ebenso weitreichend und individuell. Oder besteht deine Soap-Welt nur aus kinderlosen, ich-bezogenen Dauerurlaubern und im Kontrast Eltern mit Bugaboo und Chai Tea Latte am Großstadtspielplatz?

    Finde ich komisch.

    Ich wüsste gar nicht, auf welchen Einzelbegriff ich die Elternschaft herunterbrechen könnte. Selbst Natur würde ich nicht wählen, weil das für mich eine Herabsetzung von kinderlosen Paaren wäre. Für mich war das alles auch weniger eine bewusste Entscheidung als ein Klick im Kopf. Das Ergebnis ist letztlich die irreversibelste Handlung, die man treffen kann, mit massiven Konsequenzen für die Partnerschaft, für den Beruf, für die Lebensplanung, für jeden einzelnen Tag der nächsten Jahrzehnte. Eine Achterbahnfahrt im Dunkeln, die andere eben nicht haben. Ganz wertfrei.

    Meistens ist Elternschaft für mich persönlich extrem erfüllend. Würde niemals wieder ohne Kinder sein wollen. Manchmal wünsche ich mir hingegen die Freiheit kinderloser Freunde, und dazwischen wischst du halt Kotze vom Teppich und kämmst Läuse aus Haaren und gibst mehr Kohle aus, als du zählen kannst. Dazu kommen Ängste, die Leute ohne Kinder nicht kennen. Und ja: in Zeiten von Covid hast du Komplikatoren in deinem Leben, die Kinderlose nicht haben, und die Kinderlose dir dann gerne vorwerfen, warum auch immer. Vielleicht aus Neid über die Aufmerksamkeit. Keine Ahnung.

    Aber Lifestyle? Nee. Das bleibt für mich der dümmste Begriff von allen möglichen dummen Begriffen.
     
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  38. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    @TheHellstorm
    Es gibt mit Sicherheit Berufe und Positionen, bei denen ein paar Jahre Jahre Auszeit ein echtes Problem darstellen. Das möchte ich nicht abstreiten.

    bei den allermeisten Berufen aber nicht. Wie Du es korrekt gesagt hast. Der Sachbearbeiter wird danach genau so gut seine Anträge bearbeiten, die Krankenschwester Kranke pflegen und der Müllmann den Müll abholen. Da würde sich wenig bis nichts ändern.

    das ist eine Mischung aus Gier der Unternehmen, Ignoranz der Gesellschaft und Ideologie etwaiger Aktivisten, die das hohe lied der Arbeit und das tiefe Lied der Familie singen.
     
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  39. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Das ist der Punkt, wo ich gern dabei wäre, den zu ändern. Ich sehe nicht so recht, wie das genau gehen sollte bzw welche konkreten Maßnahmen, da wirklich möglich wären. Da kamen ja durchaus ein paar nette Ideen, aber ich glaube nicht, dass die da das Steuer wirklich rumreißen würden. Nur würden eben Tauchlehrer auf Bali auch nicht verlangen, dass die deutsche Allgemeinheit ihnen diesen Spaß finanziert. Bzw würde ich es sogar für eine ziemlich coole Idee halten, dass sich einfach jede*r x Jahre Auszeit (dann aber völlig egal, ob Tauchlehrer, Elternschaft, Kunstprojekte, Wandern in den Alpen) mehr oder weniger automatisch teilfinanziert bekommen würde. Das würde die Sache vllt auch eher "normal" machen und in der Wirtschaft normalisieren. Keine Ahnung, aber würde ich irgendwie sexy finden.
     
  40. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    Wäre denn "Lebensstil" besser als "Lifestyle"? Es ist halt einfach eine Entscheidung, wie man sein Leben leben möchte. Mit oder ohne Kinder. In Deutschland oder im Ausland. In der Stadt oder auf dem Land. Der Begriff war nicht spöttisch gemeint, er sollte Elternschaft eher auf die gleiche Ebene mit anderen Lebensentwürfen bringen. Vielleicht ist "Lebensentwurf" ein besseres Wort?
    Ich kann mir sogar vorstellen, dass das extrem erfüllend ist, Kinder zu haben. Ich kann mir vorstellen, dass es bei der "Sinnsuche" (aus Mangel an besseren Wörtern) massiv hilft. Und natürlich ist die Entscheidung von allen, die ich oben aufgefüht habe, die wahrscheinlich folgenreichste und irreversibelste (OK...das Wort ist komisch, aber du hast es ja auch benutzt, weißt also, was wir meinen;) ) Und natürlich respektiere ich die Entscheidung, Kinder haben zu wollen, so wie ich auch andere Lebensstil (wenn du Lifestyle nicht magst)-Entscheidungen respektiere. Die Gründe werden natürlich auch individuell sein. Ich bezweifle nur, dass auch nur ein Elternpaar als Grund "Augen zu und an Deutschland denken, auch wenn wir Kinder sonst nervig finden, aber Dienst an der Gesellschaft ist Dienst an der Gesellschaft" hatte. Und auch für eine Lebensstil-Entscheidung kann man individuell verschiedene Gründe habe. Also ich sehe das Wort "Lifestyle" in dem Sinn nicht als abwertend, es ist einfach ein anderer Weg, eine andere Art sein Leben zu leben und ihm Erfüllung zu geben. Ich denke allerdings schon, dass dieser Weg nicht über Gebühr durch Transfers "ausgezeichnet" werden sollte, weil es eben "nur" ein Weg unter vielen ist. Einer, der für viele sicher der richtige ist. Was aber nicht heißt, dass die, für die er nicht der richtige ist, jetzt denen, für die er der richtige ist, jegliche Nachteile, die mit diesem Weg und der Entscheidung für diesen Weg kommen, ausgleichen sollen.

    Unter Covid-Gesichtspunkten ist eine besondere Förderung wahrscheinlich auch nochmal angebrachter, weil die Entscheidung für Kinder natürlich außerhalb von Covid-Zeiten gefallen ist und damit die ganze "Rechnung" nicht mehr aufgeht.

    Und ja "Natur" ist hier zwar schon in einer bestimmten Spielart (Ich glaube, es war "menschliches Grundbedürfnis") gefallen, aber ja, ich würde das auch als herabwürdigend empfinden, weil es eben die Entscheidung gegen Kinder irgendwie als "unnatürlich" brandmarken würde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2022
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