SJW vs. Cyberpunk2077

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Geostar, 8. September 2018.

  1. Geostar

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  2. Shintaro - Steilenmein

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    Ein Kampfbegriff der neuen Rechten im Threadtitel, was soll schon schiefgehen?
     
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  3. Klatsch

    Klatsch
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    Jop geht zu weit.

    Man könnte dann sagen, dass es geschmacklos sei und man vor dem Tweet evtl mal hätte nachdenken können. Aber hier wollen manche Leute gleich wieder einen Shitstorm lostreten für eine unüberlegte Aussage.

    Ja wir alle haben vermutlich schonmal was unpassendes gesagt, oder aus dem Affekt was blödes geschrieben. Ja kommt vor, sind wir Menschen, die eben nicht fehlerfrei sind. Sie haben sich entschuldigt und es klar gestellt und damit ist das Ding gegessen.

    Wenn entsprechende Leute diese "Entschuldigung" dann nicht akzeptieren, haben sie einfach nur Lust zu stressen und sollten auch nicht weiter beachtet werden.

    Wie war das noch mit Tim Hunt, der seinen Arbeitsplatz verloren hat, weil er im geschlossenen Kreis nen Frauen Witz gemacht hat, obwohl er in gleicher Rede sogar noch klargestellt hat, dass Frauen viel für die Wissenschaft geleistet haben?

    Joa who cares, wenn man Bock hat sich zu fetzen. Da können sie jetzt machen was sie wollen, das bleibt manchen Leuten wohl im Hals stecken.
     
  4. Veged

    Veged
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    Ziemlich zynische Aussage, wo du doch selbst zur Cyberarmee der neuen Rechten gehörst.
     
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  5. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    Cyberpunk nun schon auch ein rechter Ausdruck? :(
     
  6. The Fragile

    The Fragile
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    Ich finde, man sollte anderen Leuten nicht vorschreiben, was sie lustig zu finden haben und was nicht.

    Ganz abgesehen davon ist das "did you just assume my gender?" Meme sowas von ausgelutscht, dass man es eben tatsächlich nur noch in ganz besonderen Ecken des Internets (KIA, 4chan) etc. findet - und dann eben ausschlißlich deswegen, um sich über andere lustig zu machen.

    Ganz abgesehen davon ist dieses Video ganz interessant.

     
  7. Doc-Byte Artificial Intelligence

    Doc-Byte
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    Äh, seit wann geht es bei "Cyberpunk" eigentlich um "Transhumanismus"? Transhumanismus ist ein zwar verwandtes, aber definitv anderes Genre als Cyberpunk. Cyberpunkt ist tatsächlich diese dystophische Zukunftsvison, in der die Welt von mächtigen Konzerenen und dem weltweiten Datennetz beherrscht wird. Natürlich ist die Mensch-Maschine-Verbindung auch ein Aspekt des Cyperpunk Genres, als es spielt nicht ansatzweise die zentrale Rolle, die scheinbar einige sehen. Transhumanismus ist ein eigentständiges Genre, das aus dem Cyberpunkt (und ungefähr 20 Jahren realer Weiterentwicklung) heraus entstanden ist. Wenn man schon beides in einen Topf werfen will, dann sollte man wenigsten vom "Post-Cyberpunk" sprechen, das ist dann halbwegs passend. Aber klasssicher Cyberpunk hat mit Transhumanismus echt kaum was am Hut.
     
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  8. Oschii

    Oschii
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    Doppelmoral halt.
     
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  9. t-6 80plus-zertifiziert

    t-6
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    Ich komm da irgendwie nicht mehr mit. Ich les nur noch SJW, red pill, outrage, snowflake, triggered usw., aber irgendwie fehlt das komplette Subjekt :ugly:
     
  10. The Fragile

    The Fragile
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    Why not both?

    Ich denke eher andersrum wird ein Schuh draus - nicht alles transhumanistische ist Cyberpunk, aber Cyberpunk hat fast immer transhumanistische Elemente. Ob jetzt Kapitalismuskritik und die Gefahr von Megacrops überwiegt ist doch egal. :nixblick:
     
  11. Der Räuber Kotzenplotz Der fette Nachbar

    Der Räuber Kotzenplotz
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    Ist das jetzt der neue Trend sich an Begriffen aufzuhängen und im Gegenzug die eigentlichen Vorkommnisse garnicht mehr zu beachten? :ugly: Scheint bei Chemnitz ja auch prächtig zu funktionieren. :hmm: :uff::ugly:

    Der Witz seitens CDPR war weder besonders witzig noch nötig, die reflexhafte Empörung darüber find ich auch bescheuert. Dass man über Twitter und Co. am besten garkeine Witze mehr macht sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Für beleidigenden und unkorrekten Humor gibt es Podcasts und Netflix-Comedyspecials. :yes: :ugly:
     
  12. Elzy angehender Misanthrop

    Elzy
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    Was heutzutage wohl los wäre,....

     
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  13. BastiZ

    BastiZ
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    Mich kotzt dieser ganze Schwachsinn in den sozialen Medien einfach nur noch an. Seien es die "Rechten" die sofort Snowflake, Libtard, SJW, etc. schreien oder die "Linken" die in jedem Mist Rassismus, Sexismus, etc. sehen. Jeder lebt da in seiner eigenen Filterblase und betreibt einen riesigen Circlejerk. Selbstreflektion scheint ein Fremdwort zu sein. Ich habe das Gefühl, dass die sozialen Medien dieses Verhalten im Vergleich zu früher deutlich versärkt haben.
     
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  14. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Weil er den Drachenlord nicht mag?
     
  15. Marvin manisch-depressiv

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    Ich glaube, du hast den Post nicht verstanden.
     
  16. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Jupp, ich bitte um Erläuterung.
     
  17. Marvin manisch-depressiv

    Marvin
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    Alles ist eine Frage der Perspektive. Wenn AfDler den Begriff "Rechtsstaat" verwenden, dann meinen sie damit etwas fundamental anderes als beispielsweise ein SPDler oder ein Grüner, das macht den Begriff (oder andere, wie z.B. SJW) an sich aber noch lange nicht zum Kampfbegriff der Rechten, weshalb man mit solchen Labeln nicht so frei herumwerfen sollte. Wenn das jeder tut, findet man sich nämlich selbst ganz schnell mal auf der anderen Seite wieder, der Drachenlord (alle Verächter = Mitglied eines Hass-Cybermobs) ist da nur ein Beispiel.
     
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  18. DerTommy86

    DerTommy86
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    Geht das dann auch in beide Richtungen, oder nur in eine bestimmte? Wenn ich z.B. "did you just assume my Gender?" trotz seines hohen Grades der Ausgelutschtheit witzig finde und dafür nen kleinen shitstorm ernte, ist das dann okay?
     
  19. Geostar

    Geostar
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    Hallo,

    Man sollte den Titel in SJWs vs. Cyberpunkt2077 ändern. Die haben ja etwas gegen den Tweet. Was genau meinst du mit "neuen Rechten"? Die politische Meinung?

    So wie ich es verstanden habe wissen die Marketing Leute es gut zu verstehen, wie man anstößige Sachen in einem Trailer packt, damit Leute etwas dagegen sagen können, auch wenn es sich nach einer Lappalie anhört. Man stachelt dadurch eine gewollte "Diskussion" im Internet an und somit auch Präsenz. Werbung, egal ob schlecht oder gut.

    lgeo
     
  20. DerTommy86

    DerTommy86
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    Der Begriff SJW wird heute überwiegend negativ, also als Beleidigung, für Leute genutzt, die sich mit einer progressiven/linken und teilweise auch liberalen Agenda u.a. für Bürgerrechte, Feminismus, Multikulturalismus und Genderthemen einsetzen. Dementsprechend nutzen den Begriff im US-Raum hauptsächlich Leute, die im politischen Spektrum von mitte-konservativen bis äußerst rechts ("alt right") unterwegs sind.

    Ob das jetzt wirklich schon als Kampfbegriff der neuen Rechten eingestuft werden kann... keine Ahnung, hab das bisher nicht so wahrgenommen. Insbesondere online hat SJW doch eher den Charakter eines weit verbreiteten Ausdrucks für Leute, deren Haltung in den o.g. Themen weit außerhalb der Norm liegt. Ich persönlich hätte dir jetzt keinen Strick daraus gedreht.

    Im politischen Diskurs in den USA gibt es übrigens eine ganze Palette an Begriffen, die sich Konservative und Demokraten gegenseitig an den Kopf werfen (Repugnician, Libtard, Snowflake etcpp.). Dass keiner davon politisch korrekt ist, steht außer Frage... aber sollen wir uns jetzt wirklich hinsetzen und jeden dieser Begriffe darauf überprüfen, ob er im außenstehenden Deutschland genutzt werden darf?
     
  21. Firderis

    Firderis
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    Persönlich empfinde ich den Begriff "Social Justice Warrior" durchaus passend, egal ob er nun hauptsächlich von Rechten oder Linken benutzt wird. Er beschreibt für mich Personen, welche sich an unnötigen Kleinigkeiten zu sehr aufregen können (oder wollen) und versuchen daraus einen "Shitstorm" zu bauen.

    Da es meistens eher linksorientierte Themen sind, kann dies als Begrifflichkeit der betreffenden eher linkslastigen Gruppierung sauer aufstossen, da es durchaus abwertend ist und unterstellt, man nehme das Aufgeführte zu ernst. Allerdings sollten die Angesprochenen irgendwann verstehen, dass sie es mit ihrer Agenda und Ansichten immer mal wieder übertreiben und damit der eigenen Sache nicht mehr dienlich sind. Hat etwas vom Kind, welches das Dorf vom bösen Wolf schützen soll, und immer wieder aus Spass falschen Alarm gibt, bis ihm irgendwann nicht mehr geglaubt wird.

    Ich kann Begriffe wie Feminismus und Gleichberechtigung nicht mehr hören, obwohl ich die Grundidee eigentlich unterstütze. Nachdem gestern Serena Williams beispielsweise wegen eigener Dummheit das Final verloren hatte, musste sie natürlich Sexismus in den Raum werfen. Es war für mich ein solch typischer Moment unseres Zeitspiegels, in welchem jeder, der sich irgendwie angegriffen fühlt, sofort irgendwelche Kampfwörter benutzen muss, um das Gegenüber möglichst schlecht darstellen lassen zu können, anstatt einfach eigene Fehler oder andere Argumente zu akzeptieren.

    Social Media hat oftmals die Fähigkeit, anstatt soziale Interaktion zu fördern, stattdessen einfach zwei schreiende Parteien zu erschaffen, welche versuchen die Gegenseite zu übertönen. Glücklicherweise haben wir noch das Forum, welche eben genau ein Forum bietet und Diskussionen fördert. Obwohl mich auch hier die Tendenz mancher zu "Nazi"-Betitelungen langsam zu stören beginnt, sobald jemand irgendwelche Kritik an Fremdenpolitik oder Ausländer übt. Hat etwas von SJW im GameStar-Forum...
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2018
  22. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Bitte pack "Cyberpunk 2077" in den Titel, ich dachte erstmal du beziehst dich auf das gesamte Genre. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
     
  23. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Das ist etymologisch durchaus richtig und aktuell leider vollkommen und gefährlich falsch. Der Begriff hat in den letzten fünf bis zehn Jahren eine enorme Bedeutungsverengung durchgemacht und wird nun als Dog Whistle und Standardfeindfigur der alt-Rechten verwendet. Dabei vereint die Figur von der entarteten Kunst ("SJW Games") bis zur geheimen Kommunismusverschwörung (dem "kulturellen Marxismus", der in der verqueren Alt-Rechts-Logik aus irgendeinem Grunde* kein integraler historischer Bestandteil der "westlichen Kultur" ist) so ziemlich alles auf sich, was auch den "Untermenschen" der Nazis ausgemacht hat. Es ist dringlichst angeraten, diesen Begriff aus dem Sprachgebrauch zu streichen. Aber du hast ja selbst bereits angedeutet, dass du dich von Labeln wie diesem verabschieden möchtest (was ich für einen ausgesprochen ehrbaren Versuch halte, der wie ich fürchte scheitern muss, aus Gründen, welche diese Diskussion nur noch mehr verkomplizieren würden).

    Es ist richtig, dass einige der gängigsten Definitionen von "SJW" sich sehr einfach auf "Free-Speech-Aktivisten", "besorgte Bürger" und xenophope Erzählmedienkritiker anwenden lassen. Das heißt jedoch leider (leider – und ich habe es 2014/2015 redlich versucht), dass sich dieser nunmehr rechte Kampfbegriff so mir nichts, dir nichts umdrehen lässt.

    * Es gibt diesen "Grund", es ist ein sehr konkreter und er ist mir auch bekannt, seine Erläuterung würde jedoch einen noch viel schärferen Nazivergleich nach sich ziehen, als oben bereits geschehen (!!), und ich bin mir wohl bewusst, dass du eben dieser Vergleiche sehr müde bist, sodass ich an dieser Stelle einfach mal die Fresse halte.


    Transhumanismus ist ein philosophisches Thema, das im Cyberpunk-Genre behandelt wird, und das eine zentrale Rolle bereits im P&P "Cyberpunk 2020" gespielt hat. Es ist ein Thema, welches das narrative Werk Pondsmiths über die Cyberware und die Cyberpsychos so durchdringt, dass alle anderen Themen effektiv einen zweiten Rang einnehmen.


    Leider fehlen hier vielen zur Beurteilung dieses Protests wesentliche Kenntnisse

    (a) des politischen Hintergrunds des Memes "did you just assume my gender?" und
    (b) des problematischen Umgangs der 1988er P&P-Vorlage mit dem Thema Transsexualität

    Ich kann beides gerne ausführen, müsste mir vorher jedoch sicher sein, dass die ablehnende Beurteilung dieser Ausführungen nicht bereits vor den Ausführungen feststeht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2018
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  24. Geostar

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    Habs geändert, dachte nicht daran das es Cyberpunk vor Cyberpunk2077 gegeben hat. Vor allem ein ganzes Universum. Ich bin eher auf DSA unterwegs, laienhaft.

    @DerTommy86 Danke für die Erläuterung.
    thxgeo

    Sry lgeo
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2018
  25. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Akkurat wäre es dann, wenn man "Cyberpunk 2077" durch "Unbekannte Social Media Person bei CDPR" und "SJW" durch "Trans Community und Freunde" ersetzt. Wirkt dann natürlich nicht mehr so schön reißerisch und birgt die Gefahr, dass die Postings auf einmal entsprechend weniger vorverurteilend wären. Vielleicht sogar on topic, huch.
     
  26. Geostar

    Geostar
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    Gerne. Ich kenn das Thema nur duch das Internet und hab ehrlich noch keine qualitativ gute, bis auf das youtube video von doom eternal, etwas über dieses Thema gelesen.

    lgeo
     
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  27. Doktor Best

    Doktor Best
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    Die Diskussion um die politische Einordnung von Begriffen wie SJW und Dergleichen haben wir doch seit Jahren hier im Forum.

    Damals gab es auch schon Leute, die den Begriff zum Gedankenverbrechen deklarieren und jeden, der ihn nutzt, in die rechte Ecke schieben wollten. Gefruchtet hat es nicht und mittlerweile ist er recht omnipräsent, weil er eben akkurat die überzogene Härte und Verbohrtheit schreibt, mit der viele Ideologen ihren "Boden" im Internet verteidigen. Sowohl Links, als auch Rechts.

    Und er lässt sich ja auch sehr gut auf beide Seiten anwenden. Für die einen sind dann die Spiele "entartete Kunst", wo die bösen bösen SJW Inhalte in welch auch immer gearteten Form auftauchen, für die anderen sind es Spiele von Entwicklern, die keine Schwarzen ins mittelalterliche Böhmen stecken wollen oder mittelmäßige Memes aus der Mottenkiste ausgraben.

    Hoffentlich wird den Leuten der ganze Quatsch irgendwann mal langweilig.
     
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  28. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Du kannst gerne für dich beschließen, was der Begriff "SJW" bedeutet. Ein rechter Kampfbegriff ist es jedoch heute ohne Zweifel. Es ist die Feindfigur der alternativen Rechten, sie steht unter den MRA Seite an Seite mit "Cuck", Alex Jones/infowars schwört heilige Eide auf die "SJW-Gefahr", es ist noch immer die Lieblingsfeindfigur von Breitbart und es war die Lieblingsfeindfigur der mittlerweile gottlob eingegangenen Seite Stormfront.

    Ich verstehe zur Gänze, wieso man Begriffe, die für einen persönlich Sinn ergeben, nicht einfach dem ultra-rechten Spektrum überlassen möchte, und wenn sie sich noch so darum balgen. Diese "Dog Whistles" für den rechten Rand sind ja nun auch ausgesprochen wandelbar, absichtlich zweideutig (wie jüngst an prominenter Stelle demonstriert – "Zina Bash" googeln) und gewollt provokant. Der Begriff "SJW" ist jedoch nun fast ein halbes Jahrzehnt fest im scharfrechten Spektrum verortet.

    Ein Ruf zur Ordnung und zur zivilisierten Diskussion eines möglicherweise kontroversen Themas bedarf dieses Begriffs jedenfalls nicht – und er ist ja nun auch ohne Zweifel geeignet, eine solche Diskussion zu verhindern bzw. gezielt zu eskalieren.
     
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  29. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Das Nervige ist hier auch immer die völlig verschobene Größenordnung mit der über solche Themen berichtet wird.

    (Grobe, übertriebene Darstellung: )
    Cyberpunk wird entwickelt und hat, keine Ahnung, 20 Millionen Fans die sich darauf freuen.
    Dann setzt CDPR diesen Tweet ab.
    Irgendwas um die 50.000 Leute (0,0025 %) lesen diesen Tweet überhaupt.
    Von diesen Leuten stören sich 20-30 SJWs (0,0004-0,0006% davon) dran (Randbemerkung: Und kriegen dafür ordentlich Kontra) und verfassen empörte Tweets, nur um der Empörung willen.

    Und dann geht die Berichterstattung von diversen Gaming-Seiten los. Es werden Überschriften entwickelt wie "CDPR verärgert seine (komplette) Community", "CDPR verursacht *massiven* Shitstorm/Skandal etc.", die Tweets der empörten SJWs werden in den News eingebunden (Ziel erreicht) usw. - das bringt Klicks, das wird gelesen, und wer sich nicht die Quellen anguckt, kriegt wirklich den Eindruck dass hier was Dramatisches passiert ist.

    In Wirklichkeit empört sich aber wirklich kein Schwein drüber, genausowenig wie sich ein Transsexueller jemals mit den Worten "Did you just assume my gender?" empören würde.
    Find ich eigentlich ganz gut, dass das mal von der Gamestar ignoriert wurde.
     
  30. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Ich hoffe, ich komme noch im Detail dazu, wieso sich in der Tat eine ganze Menge Menschen aus dem LGBTQ-Spektrum zurecht darüber aufregen, wenn in Zusammenhang mit einen P&P-Rollenspiel und insbesondere Cyberpunk 2020/2077 dezidiert transphobe Memes als "witziger" Kommentar auf Social Media gehandelt werden.

    Die Figur "SJW" wird auch in diesem Kommentar als Alternativbegriff für tatsächlich betroffene und beleidigte Gruppen genutzt – das verstellt uns den Blick auf das tatsächlich vorhandene Problem.
     
  31. Fiesfee

    Fiesfee
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    Regt sich denn wirklich die LGBTQ-Community darüber auf? Im Artikel stand was von "Games industry figures". Wenn sich die betroffene Community da erbost (und dann Zustimmung erhält) ist das eine Sache. Zu oft gibt es jedoch diese Stellvertreter-Empörung, die mir ziemlich auf den Keks geht.
     
  32. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Vergiss nicht, dass CDPR den Tweet direkt gelöscht und sich entschuldigt hat. Die Leute die sich jetzt noch darüber aufregen sind für mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Mitglieder der LGBT-Community.

    Für mich bezeichnet der Begriff "SJW" übrigens nicht die Leute die von einem Problem direkt betroffen sind. Es sind fast immer "Stellvertreter", die sich stellvertretend für eine betroffene Gruppe "einsetzen" wollen und dabei sowohl den "Problemverursachern" als auch den von dem Problem Betroffenen auf den Keks gehen.
    Mir fällt da zum Beispiel die Schauspielerin Ruby Rose ein, die kürzlich von SJWs als "nicht lesbisch genug" für eine Rolle kritisert wurde, obwohl keiner der Beteiligten (Produzenten, Schauspielerin, LGBT-Community) auch nur im Ansatz ein Problem mit ihr hatte.
     
  33. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Das ist vollkommen richtig! Es sind – wie beim GOG-Postal2-Gamergate-Tweet vor einigen Wochen ganz genauso – rechte Agitatoren, die sich darüber aufregen, dass der Tweet gelöscht wurde, dass man sich entschuldigt hat bei "diesen SJW", und die mit einem Boykott drohen (die hier angesprochene Kontroverse hat im GOG-Forum einen inzwischen geschlossenen 40-seitigen Thread produziert, in dem man beeindruckende Mengen an Beweismaterial dafür sammeln kann, welche "Seite" diese Kontroversen bis in alle Ewigkeit am Laufen zu halten versucht).

    Der Stellvertretergedanke ist der Feindfigur "SJW" inhärent. Es gehört zu dieser meist harlekinesk gezeichneten Figur, sich über Dinge zu ereifern, welche einen überhaupt nichts angehen und die den "Empörten" auch eigentlich gar nicht interessieren. Es gehört ebenfalls zu dieser zusammenfantasierten Feindfigur, über das Thema gar nicht Bescheid zu wissen und in der Tat am kritisierten Erzählmedium selbst überhaupt kein Interesse zu haben. Wie gesagt, "SJW" ist ein prekäres Konglomerat an stereotypen, entmenschlichenden Eigenschaften, die man Hinz und Kunz als Zielscheibe auf den Rücken pinnen kann.
     
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  34. Fiesfee

    Fiesfee
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    Ich wollte eigentlich nur wissen ob die Empörung tatsächlich aus der LGBTQ-Community kam oder nicht. Da ich keine Modebegriffe verwende interessiert mich nicht auch der Begriff der SJW und seine zugeschriebenen Eigenschaften nicht.

    (Das klingt offensiver als ich es meine).
     
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  35. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Ich setze es auf die Rechercheliste. Antwort kommt.
     
  36. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Wieso denn?
     
  37. Hive

    Hive
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    Mir geht der ganze Social Media Scheiß nur noch mächtig auf den Sack. Wegen mir könnte der Mist einfach abgeschaltet werden. Ein Verlust wäre es nicht.
     
  38. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    I. Zum P&P und der LGBTQ-Community

    Ich schicke voran: Ich habe meine Jugend sehr großzügig an P&P-Rollenspiele verschwen... schenkt. Und auch wenn ich gar nicht so drauf abgefahren bin, beschlossen zwei meiner go-to-Spielleiter in den frühen Neunzigern, dass Trolle und Orks in der Zukunft doch einfach doof sind. Also sind wir auf Cyberpunk 2020 umgeschwenkt und haben das bis zum Umfallen gespielt. Die Fragen, die heute an ein solches Regelwerk gestellt werden, hatten damals zumindest in Deutschland und zumindest in dem Alter keine Präsenz. Ich bin in sehr ländlichem Raum aufgewachsen. "Schwul", das war für uns als 15-jährige eine tiefe Beleidigung, die wir uns gegenseitig an den Kopf geworfen haben, wenn wir uns mal ganz krass weh tun wollten. Ich glaube, die Idee der Transsexualität erschien uns damals so unvorstellbar albern, dass wir das nicht mal als Beleidigung benutzt haben.

    Das ist jetzt fast 30 Jahre her (bis auf einen sind wir erwachsen geworden, aber das nur am Rande). Völlig unbemerkt von unseren infantilen, hochgradig munchkinesken Super-Nerd-Social-Mega-Outcast-Rollenspielgruppen an die 50-mal im Jahr mauserte sich in dieser Zeit insbesondere in den USA das Hobby Rollenspiel im LGBTQ-Spektrum zum Dauerbrenner. Ebenso wie wir als Außenseiter zu diesem Hobby zusammenfanden, taten es auch Schwule, Lesben und Transsexuelle, deren Liebe zu diesem Hobby und deren Feuereifer so manches Rollenspielsystem und so manchen Rollenspielverlag von Null auf Hundert katapultierte.

    (so etwa White Wolf und Vampire:The Masquerade, eine der ersten Publikationen überhaupt, welche 1991 die heute vom rechten Rand als "Trigger Warnings" verspotteten Warnungen vor ggf. traumatischen Gewaltszenen in ihrem Regelwerk unterbrachte, und die sich heute in Version 5 mit dem leider nicht vollkommen substanzlosen Vorwurf konfrontiert sieht, das neue Regelwerk an ... Trommelwirbel ... Rechte zu vermarkten).

    Ja, ich komme jetzt zum ersten Punkt. ;)

    Im August 2014 haben wir erlebt, wie ein Rudel weißer männlicher heterosexueller Gamer Amok lief, weil der Inklusionsgedanke in dem Medium, welches sie für "ihres" hielten, eine zunehmend größere Rolle spielte. So integral war das Spiele-Hobby für ihre Jugend, für ihre Identität als (gefühlte) Außenseiter, dass sie es nicht ertragen konnten, wenn sich die Zielgruppe in dieser völlig elementaren Form erweitert. Elementare, im Prinzip jahrhundertealte Erzählmedienkritik wurde auf vielfältige haarsträubende Weise als Kritik von außerhalb des Hobbies und als elementar destruktiv gesehen und gebrandmarkt.

    Wenn man diese Realität voll erfasst hat, kann man vielleicht anfangen, sich vorzustellen, was es für eine Gruppe tatsächlicher Außenseiter bedeutet, wenn sie mit Gags auf ihre Kosten aus ihrem in keiner Weise weniger identitätsstiftenden Spielemedium exkludiert, also ausgeschlossen werden.



    II. "Did you just assume my gender?"

    Die Welt ist kompliziert geworden für den heterosexuellen Mann. Früher war alles klar, Frau, Mann, du ich, onga onga. Da behauptet die Wissenschaft mehr oder minder plötzlich, die englischen Worte "sex" und "gender" wären nicht dasselbe, obwohl das in unserer guten, präzise differenzierenden deutschen Sprache dasselbe Wort "Geschlecht" ist. Da ist das eine nicht mehr strikt binär, da ist das andere plötzlich soziales Konstrukt statt biologische Tatsache. Unterdessen gibt es Menschen, die "im falschen Körper geboren" wurden, und die oft versuchen, die stereotypen Eigenheiten des jeweils anderen biologischen Geschlechts zu assimilieren, also ganz bewusst zu den Extremen des nicht-binären Kontinuums tendieren, während andere Gruppierungen die gesamte Mann-Frau-Typisierung ablehnen, in der Brandung zwischen den Geschlechtern windsurfen gehen und sich von den Stereotypen nehmen, was ihnen eben gerade passt.

    Da muss man(n) wirklich erstmal durchsteigen. Einer der größten Schritte beim Durchsteigen ist es allerdings, zu begreifen, dass die Trans-Identität keine der Scham mehr sein kann. In dieser Hinsicht hat die Community allein im letzten Jahrzehnt einen beachtlichen Paradigmenwechsel durchgemacht und Scham durch Stolz ersetzt. Meiner Erfahrung nach ist es insbesondere dieser Stolz, der für Hetero-Männer so ungeheuer schwer vorstellbar und nachzuempfinden ist.

    Das Meme "Did you just assume my gender" ist eine reaktionäre Reaktion und ablehnende Antwort auf das wachsende Selbstbewusstsein dieser Communities, in denen es schlicht Teil der (N)Etikette ist, nach dem bevorzugten Personalpronomen zu fragen (innerhalb dieser Communities, wohlgemerkt, weshalb das Meme oft ins Leere läuft). Bestenfalls kann man es als überzogene Parodie auf die vehemente Einforderung der Akzeptanz verstehen, welche die jüngere/jüngste Trans-Generation an den Tag legt. Wenn mir der Leser tapfer bis hierhin gefolgt ist, benötigt er vermutlich gar keine Erklärung mehr, weshalb wir diesen "Witz" notwendig als transphob verstehen müssen: Es ist ein längst schal gewordener, routinierter und abfälliger Tritt aus der gesellschaftlichen Norm und Machtstruktur heraus auf ein verletzliches, gesundes, junges, im Wachstum begriffenes Selbstverständnis – eine gerade erst geborene Identität, die sich in den letzten Jahrzehnten, wenn überhaupt, immer nur unter enormen Irrungen und Wirrungen konstituieren konnte.

    Kurz, es ist Mobbing.

    Worüber eine auch noch so humorvolle Community niemals lachen wird. Wer sich mal eingearbeitet hat, vielleicht einige der brillanten Videos von ContraPoints gesehen hat, wird auch feststellen, dass es den Trans-Frauen und -Männern gerade an der Selbstironie überhaupt nicht mangelt.



    III. Was zum Geier Cyberpunk damit zu tun hat


    Wir schreiben das Jahr 1988, von einer LGBTQ-Community hören wir höchstens in superprogressiven Serien wie "Star Trek - The Next Generation". Der Grandmaster of P&P Cyberpunk, Mike Pondsmith, bringt (noch ein Jahr vor Shadowrun) sein Regelwerk auf den Markt. Darin geht es, nicht überraschend, um den kleinen vollverchromten ausgestoßenen Menschen am Bodensatz der Gesellschaft, der von der erdrückenden Macht kapitalistischer Großkonzerne zerbröselt wird. Es geht auch, wie oben erwähnt, um das Thema Transhumanismus: Es geht insbesondere darum, wie der Einbau von High Tech in unseren Körper uns entmenschlicht. Zuviel "Chrom" im Körper, so die Mechaniken des Rollenspiels, lässt unseren Empathie-Wert sinken. Ein Wert, der im Original Cyberpunk 2020 humanity heißt, also Menschlichkeit. Sinkt der Wert zu stark, droht die Cyberpsychose, ein gewalttätiger Amoklauf, auf den die Polizei mit der designierten Psycho Squad reagiert (haben wir im ersten Cyberpunk 2077-Trailer gesehen).

    Das 1988er-Regelwerk Cyberpunk 2020 beschreibt in der Sektion Cyberware die Geschlechtsumwandlung in mehreren Abstufungen, jeweils mit einem Verlust des humanity-Wertes.

    Ich hoffe sehr, ich muss euch nicht im Detail ausmalen, was für Dinge diese Spielmechaniken höchst unglücklicherweise suggerieren. Zusammen mit einigen billigen transphoben Witzen in den Cyberpunk-Quellenbüchern und -Romanen (die nicht auf Pondsmiths Konto gehen) geht das Ur-Cyberpunk also einige Wege, die, um es gelinde auszudrücken, heute nicht mehr angemessen wären. Es erklärt sich von selbst, warum LGBTQ-Gruppen (gegen die Pondsmith rein überhaupt nichts hat!) von dem Ur-Cyberpunk Abstand nehmen. Es interessiert nicht, ob der oder die Autoren transphob sind oder waren, es ist einfach so, dass das Regelwerk heute horrend transphob erscheint.

    Ja, Moment, sagt ihr jetzt völlig berechtigt. Das ist jetzt 30 Jahre her. Es ist Wasser über die Mühlen. Das ist eine ganz alte Nummer, das ist das Regelwerk, das sich dein Kumpel nur geliehen hat, und jetzt hat er seit einem Vierteljahrhundert nur die Kopien im Schrank, in die er garantiert kaum mehr reinkuckt. Und das stimmt auch, aber sowas von.

    Es setzt allerdings einen Präzedenzfall, aufgrund dessen die LGBTQ-Community mit einem kritischeren Blick auf die Entwicklung von Cyberpunk 2077 sehen darf. Es setzt einen Präzedenzfall, aufgrund dessen an CDPR von der LGBTQ-Community unvermeidlich ein höherer Maßstab gelegt werden wird.

    Vielleicht muss CDPR nichts wiedergutmachen, was sie nicht selbst verbockt haben. Aber einen Faux Pas wie diesen, den können sie sich einfach nicht leisten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2018
    TheCockroach, der.Otti, NessD und 9 anderen gefällt das.
  39. Geostar

    Geostar
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    @Vainamoinen Danke für deinen Post. Ich glaub den muss ich mir in Ruhe zu gemüte führen.

    thxgeo
     
  40. Terranigma

    Terranigma
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    8.285
    Ich würde vermuten, die meisten haben keinen Nerv mehr dafür. Obwohl es mein Job als Pädagoge ist erzieherisch tätig zu werden und obwohl ich selbst betroffen bin gibt es Tage wo mir die Nerven fehlen schon wieder im ruhigen Ton zu erklären, dass "schwul" nicht als Beleidigung genutzt werden sollte und dass es anmaßend ist von anderen Menschen zu verlangen, sie sollten die immer gleichen Witze auch nach dem 20 Mal noch mit Humor nehmen.

    "Did you just assume my gender?" bewegt sich auf diesem Niveau. Es ist kein Skandal und ja, natürlich darf man Witze auf Kosten von Minderheiten machen. Allerdings ist dies auch sehr bequem, wenn man selbst nie am anderen Ende des Witzes stand.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. September 2018
    TheCockroach und Vainamoinen gefällt das.
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