SJW vs. Cyberpunk2077

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Geostar, 8. September 2018.

  1. Butterhirsch Der mit dem Hirsch tanzt

    Butterhirsch
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    Dann würde ich mir einen Character im Spiel wünschen, der z.B. Trans ist. Oder homosexuell. Bei dem das aber nur eine Charaktereigenschaft unter vielen ist, das in die Story einwirkt und natürlich in der Spielumgebung wirkt, und mir nicht die ganze Zeit ins Gesicht schreit "Das ist Hans, er ist SCHWUL und muss die Welt retten und ist SCHWUL und fährt gern Fahrrad und ist SCHWUL und kann gut mit Assault Rifles umgehen und ist SCHWUL.".

    Normalisiert so etwas endlich, macht eure Quest NPCs quer, schwul, lesbisch, was weiß ich denn.
     
  2. Veged

    Veged
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    Natürlich habe ich das. Sie hatten genauso eine Diskussionsgrundlage, wie die Posts im ResetEra Forum: Keine. Die Tatsachen und Schuldigen standen fest sobald man das Bild gesehen hatte.
     
  3. Butterhirsch Der mit dem Hirsch tanzt

    Butterhirsch
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    Nein, aber so stelle ich mir das Ergebnis vor, wenn man die besagten Schreihälse ein Spiel machen lässt :wahn:

    Wobei ich mit homosexuellen Charakteren glaube ich eh wenig Erfahrung in Games habe. In Witcher 3 glaube ich, und in Skyrim, aber sonst... Hm.
     
  4. Jdizzle

    Jdizzle
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    Solltest dir unbedingt mal den Overwatch Thread durchlesen.
    Da waren alle extrem entspannt und niemand ist durchgedreht als ein Charakter geoutet wurde.
     
  5. Wenn die auch mit hundertmillionen ausgedachter Pronomen um sich werfen, dann dürfen die sich aber auch nicht wundern, wenn auch mal Gegenwind kommt :nixblick:
     
  6. Veged

    Veged
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    Das sehe ich nicht so. Gerne kann man sich mit mir über die Darstellung von Minderheiten unterhalten. Aber wieso sollten für die andere Maßstäbe gelten als für den toxischen weißen alten Mann? Frauen werden in der Werbung, genau wie Männer hyper sexualisiert. Wieso darf das bei LGBT+ Charakteren nicht gelten?
    Oder sie nur nur in ganz speziellen Szenarien verwendet werden, die allesamt positiv und empowerend sind?
    Wieso _muss_ dieses Plakat von einer Transperson erstellt worden sein um überhaupt irgendeine Art Credit zu bekommen; bei Baldur's Gate war der Punkt aber egal, weil es völlig unkritisch herausgestellt hat, wie vermeintlich einfach es ist trans zu sein?
    Ich bin da absolut für die Gleichberechtigung, auch in Videospielen. Dann aber bitte auf allen Ebenen und ohne Extrawürste. Dann dürfen Weiße Schwarze töten, Wchwarze Weiße, Schwule Heteros, Transmenschen Weiße, Weiße Schwule dürfen Schwarze Transmenschen töten usw. usf. Dieses Cherry picking geht mir auf die Nerven.
    Mir kommt es eben nicht so vor (von der lauten Seite aus), dass man eine gleichberechtigte normalisierte Darstellung fordert sondern eine, zumindest moralische, Erhöhung über den weißen Mann, gleichzeitig aber natürlich so diskriminierend gegen weiße Männer sein kann, wie man will.
    Hier geht es ja auch gar nicht darum einen Diskurs zu führen.

    (Damit der post nicht generalisierend aufgefasst wird: Es geht mir um die Truppe, die zB bei ResetEra rumpostet und laut bei Twitter ist. Nicht generell um LGBT Menschen, denen das Thema wohl größtenteils am Arsch vorbei geht)
     
  7. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Das sind aber zwei paar Schuh. Ich empfand den Soldier 77-Outrage als absolut lachhaftes, typisches "Ihhh, überall LGBTQ-Charaktere"-Mimimi.

    Auf der anderen Seite ist es auch lächerlich aus einer fiktiven Werbung (die noch dazu umfangreich erklärt wurde) in einer dystopischen Welt, welche eine möglicherweise transsexuelle Figur darstellen könnte einen Skandal aufbauen zu wollen, ohne das eigentliche Spiel zu kennen. Vllt wird Transsexualität im Endprodukt ja sensibel und gut eingebaut? Man weiß es doch noch gar nicht. Sturm im Wasserglas, der dem Gegenextrem, den echten Phobikern und Intoleranten nur unnötig Munition und Bestätigung gibt.
     
  8. Jdizzle

    Jdizzle
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    Das meine ich ja.
    Irgendwer wird sich immer aufregen egal ob es berechtigt ist oder nicht.

    Soldier77 war ja eigentlich das Paradebeispiel für einen gut implementieren Charakter und trotzdem sind die Leute durchgedreht.

    Bei Cyberpunk weiß man nichtmal wie es am Ende aussieht aber die Leute regen sich auf.
     
  9. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Was ist denn eigentlich so schlimm an Nacktheit?
     
  10. Terranigma

    Terranigma
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    Selbst wenn der Wunsch wäre Nackheit zu zeigen, sehe ich da kein Problem. Ich fände es eher sehr eigenartig, wenn nun progressive Menschen - oder jene, die sich so sehen - quasi die Rolle von Konservativen einnehmen und gegen Freizügigkeit, Nacktheit, Sex aus Spass an der Freude, usw. argumentieren. Nur diesmal halt nicht mit Verweis auf die "Sittlichkeit", sondern die "Moral" in Bezug auf Minderheiten, die sich - soweit ich es überblicke - noch selbst gar nicht zu Wort gemeldet haben. Sollen'se halt nackte Haut zeigen.
     
    Bethoniel, ancalagon und Olec gefällt das.
  11. 1Mensch gesperrter Benutzer

    1Mensch
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    grade mit nem Arbeitskollegen drüber gesprochen.
    Der meinte das wäre doch keine Transperson, sondern schlicht "Futa-Fetisch" und die Artdesignerin hätte sich nicht getraut "Rule34" als Inspirationsquelle zu nennen...
    Dann musste er mir erstmal erklären was das ist...
    Dann kam ne Kollegin vorbei und meinte "Na Jungs, um was gehts?"
    Und wir so: "ARBEIT!" :ugly::ugly::ugly:
     
  12. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Gut, aber auch da sollten wir das Endprodukt abwarten, oder?

    Außerdem gehören Ästhetisierung und Stilisierung zu Kunst nunmal dazu. Sowohl wenn es um Schönheit als auch Hässlichkeit geht. Den 08/15-Normalo mit Dadbody wird man eher selten sehen, die Extreme häufiger.

    Schwierig wird erst, wenn objektifiziert wird.
     
  13. Veged

    Veged
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    Wann habe ich fanatisch gesagt? Dennoch denke ich, dass wir da nicht zusammen gekommen wären.
    Hast du dir schonmal Werbung für Parfums, Coke-Zero und dergleichen angesehen? :ugly:


    Du vergleichst mein Ansinnen, Minderheiten mit Mehrheiten auf eine Stufe zu stellen, mit mehrfachem Mord.
    Aber ansonsten: Natürlich kann ein Jude Brunnenvergifter sein. Wieso auch nicht? Wobei mir das Spielziel nicht ganz klar wäre. Aber es gibt ja auch trotz Vorurteil jüdische Bänker.
    Es gibt ja auch Schwule, die sich exakt wie ihr Stereotyp verhalten. Werden sie so in Videospielen (Stand heute) dargestellt, ist es dennoch verwerflich.

    GTA war schon immer eine satirisch-zynische Spiegelung der Realität. Findest du das problematisch? Wie sieht deine Meinung zu Hashtags a la #KillAllMen aus?

    Real so wie in den USA, wo Asiaten die besseren Abschlüsse, Jobs und Einkommen haben?
    Ich halte die Geschichte der Cis-hetero-normativen Machtgesellschaft für den gleichen Unfug, wie Rape Culture.
    Denn Otto-Normal-Nicht-Politiker oder Industriemogul hat herzlich wenig von der häufig heruntergebeteten Macht des weißen Mannes.

    Davon ab kannst du mir erklären, wie es die Schwulenszene abwertet, wenn der Mörder schwuler ist? Ist er ein Arschloch, weil er Menschen umbringt oder ist er eins, weil er schwul ist?
    Oder um auf das Plakat zurück zu kommen: Wo wertet es Transmenschen, Drags oder Androgyne ab? Gut, die Riesenlatte hätte nicht sein müssen. Aber nach meiner Vorstellung normalisiert man doch mit der vermehrten Darstellung die Denkweise der Menschen.
     
  14. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Mich erschreckt halt die Bereitschaft zu pauschalen Voraburteilen: Cyberpunk wird ganz sicher transphob, ganz sicher sexistisch.

    Woher will man es wissen? Lasst den Künstlern doch mal ein wenig Spielraum, anstatt gleich vorab alles niederzuschreiben, was nicht komplett keusch ist oder ins eigene Vorstellungsbild künstlerischer Ausdrucksform passt. Das Endprodukt kann man ja dann immer noch kritisieren, so wie die Witcherreihe zurecht für ein sexistisches Frauenbild abgewatscht wird (Teil 1 extrem, Teil 3 weniger - CDPR war durchaus lernfähig).
     
  15. Terranigma

    Terranigma
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    Diese Diskussion nun Anhand der Werbung - die auch außerhalb von Videospielen nicht ehrlich ist - in Cyberpunk2077 aufzumachen erscheint mir aber deplaziert. Die Diskussion könnte man in der Breite über die Inszenierung von Geschlechtern in den Medien allgemein führen, d.h. in Videospielen sieht man wie auch in Film und Fernseh zumeist idealtypische Darstellung, keine realistischen. Zugegeben gibt es in Filmen mittlerweile eine deutlich größere Bandbreite, während Videospiele sich an einer begrenzten Anzahl an Körperformen abarbeiten. Aber das hat nun nichts mit Cyberpunk2077 im engeren Sinne zu tun, auch nicht mit dem Auslöser der Diskussion. Die Sexualisierte Darstellung von Menschen erscheint mir erst einmal nicht problematisch. Die Freiheit, so einen "primitiven Körperkult" betreiben zu dürfen, ging vor einigen Jahrzehnten noch als progressive Errungenschaft durch.

    Aktuell scheint mir der Trend im Diskurs quasi in die umgekehrte Richtung zu gehen. Anstatt von "Keuschheit", "Sittlichkeit", u.Ä. wird derzeit mit anderen Positionen argumentiert, die aber doch in eine Richtung abzielen, in der man früher den Konservatismus verortet hätte.
     
  16. hunter7j

    hunter7j
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    Für mich g
    Naja und was mit Leuten dennen das sexistische Frauenbild einfach spaß macht und die das unterhaltsam finden? Dürfen die keine Spiele für sich mehr bekommen? Mochte das Karten sammeln in Witcher 1 sehr, waren tolle sexy Artworks dabei und es hat einfach zum Buch Geralt gepasst.

    In Witcher 3 waren die Beziehungen natürlich trotzdem deutlich deutlich besser. Für mich mit die besten Romanzen der Videospielgeschichte.

    Aber mit Geralt haben wir nun einmal einen Frauenhelden gespielt der nach einem AUftrag mit seinem Kumpel auch mal nen Abend im Bordell verbringt :)

    Der da aber auch eine Entwicklung durchmacht und sich am Ende für eine FRau entscheidet, die natürlich Yenn sein muss für Buchleser...hust!


    Was mich an der ganzen Diskussion nervt, ist dieses verurteilen von Leuten die es einfach anders mögen und wollen. Wenn ich Stereotypen mag und meinen bösen Russen , die Prinzessin in Not und den strahlenden männlichen Helden mag ist daran doch nichts schlechtes?


    Der Punkt ist doch, dass man den Leuten die Wahl lassen sollte, was ihnen gefällt und was nicht und nichts davon sollte verurteilt werden. Wenn Der Entwickler sagt er will eine tiefe und interessante Story um einen Transgender Charakter erzählen super, wenn er den Transgender Charakter zu einem Comedycharakter macht der einfach nur dafür da ist witzig zu sein, ohne einen anderen Sinn, auch super!
    Der Charakter in Witcher 3 war für mich einfach nur lustig und unterhaltsam und ich hatte mit ihm meinen Spaß. Ist vieleicht ein Stereotyp von einem Transgender Charakter, aber daran ist erstmal nichts schlechtes.

    Lasst den Leuten doch einfach die Freiheit und fühlt euch nicht von allem gleich angegriffen und beleidigt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2019
  17. Fipse

    Fipse
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    Also ich finde es gut. Transsexuelle sind in dem Spiel endlich auf dem selben Niveau angelangt wie biologisch geborene Männer und Frauen...man nutzt sie sexuell in der Werbung aus und stellt "ideale" Körpermodelle da. Also mehr Gleichberechtigung geht ja kaum :ugly:
     
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  18. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Du beantwortest die Frage doch selber: The Witcher 3 macht es deutlich besser als The Witcher 1, weil im dritten Teil alle Liebhaberinnen echte Persönlichkeiten sind (Prositutierte mal ausgenommen, aber selbst bei denen gibt es dann irgendwelche Quests) und Geralt auch mal abweisen oder ihm sogar überlegen sind. Es wirkt komplexer und zeitgemäßer und auch Frauen können damit besser klarkommen, als verwundert über die typischen Nerdfantasien den Kopf schütteln zu müssen wie beim ersten Teil.

    Und von verurteilen spricht ja auch keiner. Kritisieren darf man es aber dennoch und äußern, dass es einem nicht gefällt oder ein anderer Weg besser gewesen wäre.
     
  19. Terranigma

    Terranigma
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    Es wird allerdings auch niemand verurteilt, weil er sowas mag, sondern es wird eine inhaltliche Diskussion über diese Stereotype geführt. Ein Medium, das erwachsen werden will und eine Klientel, die ernst genommen werden möchte, muss allerdings auch in der Lage sein so eine Diskussion zu führen. Beim Roman oder Film ist's ja nicht anders, auch dort kann man sich inhaltlich mit Motiven, Topoi, Darstellungen, usw. beschäftigen, ohne das als Erwiderung stets ein "Aber es ist doch nur ein Roman!" kommt. Natürlich darf man seinen Spass an bösen Russen, bösen muslimischen Terroristen, bösen Nazis, usw. haben. Aber ebenso darf man sich inhaltlich mit diesen Themen beschäftigen.

    Da müssen Spieler auch ehrlich zu sich sein: sollen Videospiele als Medium ernst genommen werden, dann müssen sie sich auch solchen Diskussionen stellen. Oder sollen Videospiele weiterhin nur "Spielzeug" sein - aber dann wird man auch Spieler entsprechend behandeln.
     
  20. hunter7j

    hunter7j
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    Aber dieses welcher Weg besser ist, ist doch eben nicht für jeden gleich. Die einen wollen halt Nerdfatasien außleben und dafür nicht verurteilt werden, dass Spiel muss nicht für alle Geschlechter gemacht sein und jedem gefallen.
    Finde aber auch Spiele entwicklen sich da und werden immer besser. ALleine schon der Sprung von Witcher 1 zu Witcher 3 in den Beziehungen.


    Das Problem ist das die Kritiker des ganzen, wenn du dir das Forum mal durchliest bei Cyberpunk, nicht diskutieren sondern es einfach als böse ansehen und das nervt mich. Es gibt immer bloß die extremen Ansichten, dass das eine gut ist und das andere schlecht.
     
  21. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Das ist ihr gutes Recht, aber es ist auch ihr gutes Recht Schundromane zu lesen und dabei Spaß zu haben. Man darf sich halt nicht wundern, dass dann andere ablehnend und verstört reagieren und nicht mehr auf die Leseempfehlungen, die man ihnen gibt, hören. :ugly:
     
  22. Terranigma

    Terranigma
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    Sicherlich gibt's die auch. Aber who cares? Die Existenz solcher Ansichten hindert dich nicht daran solche Spiele zu spielen noch daran Spass zu haben. Zeitgleich sollte man nicht jedwede inhaltliche Auseinandersetzung - Kritik - mit einem Videospiel als persönlichen Angriff wahrnehmen. Ich kann mich inhaltlich über Romane, Filme und ebenso über Videospiele unterhalten, z.B. über die Reproduktion von Stereotypen, über die Inszenierung und Ästhetisierung von Gewalt, über typische Motive in der Handlung, u.Ä. Möglichst neutral und sachlich, wie halt auch bei jedem anderen Medium. Natürlich kann man auf "Der Russe ist der Böse, töte ihn"-Plots stehen. Genauso wie man sich auch mit Freude Bud Spencer-Filme anschauen oder Dan Brown-Romane lesen kann.
     
  23. hunter7j

    hunter7j
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    Außerdem hat er in den Büchern schon mit fast jeder Magierin mit der er mal länger zusammen unterwegs war irgendetwas angefangen :D
    .Ich mag halt den Frauenhelden Geralt und finde an ihm nichts schlimmes.


    Lasst den Entiwcklern doch einfach die kreative Wahl wie und was sie mit den Charakteren machen, solange das ganze gut umgesetzt ist.
     
  24. MikeDee Botschafter von Fairytopia

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    Wie oft werden eigentlich Pronomen im Internet benutzt? Habe auch noch nie eines der aussergewöhnlichen in Benutzung gesehen.
     
  25. Terranigma

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    Ich finde es in solchen Diskursen nicht zielführend, wenn wir im Namen von nicht anwesenden Gruppen sprechen. Ob es für die Dargestellten ausbeuterisch ist oder nicht kann ich nicht beurteilen, da diese Diskussion - soweit ich sie wahrnehme - von Personen geführt wird, die nicht betroffen sind, aber im Namen von Betroffenen sprechen. Bei vergleichbaren Diskussionen bzgl. Homosexualität sitze ich meist leicht irritiert am Rand, wenn Heterosexuelle in meinem Namen erzählen, wie ich über dies und jenes wohl denken würde - und in allerlei Punkten weitaus entspannter bin, als jene, die meinen mich repräsentieren zu wollen. Insofern würde ich davon Abstand nehmen zu beurteilen, wie diese Darstellung in Cyberpunk2077 - das halt noch nicht einmal erschienen ist - auf entsprechende Menschen wirken mag. Ich mag mir gut vorstellen, dass das Gros eher schulterzuckend da sitzt. Ich mag mich ebenso auch irren. Wir wissen's halt nicht.

    Ja, sicherlich. Das war an der Stelle auch nicht wertend gemeint, auch wenn ich persönlich die Tendenz im Diskurs schlecht finde. Mein Eindruck ist, dass wir bzgl. der Ästhetisierung und Darstellung von Gewalt in Videospielen aktuell weniger sensibel werden, zeitgleich aber restriktiver argumentieren bzgl. der Ästhetisierung von Geschlechtern, Sexualität und Sex. Entspricht nicht meinem Ideal. Dass man einen Menschen abseits der hiesigen Norm als sexuell begehrenswert darstellt, wie im Screenshot gezeigt, könnte man auch positiv wenden.
     
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  26. der.Otti Pixelspielkagge-Spieler

    der.Otti
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    Tut sie doch. Es sei denn, du weisst natürlich besser als die Leute, die es gespielt haben, was diese Leute beim spielen empfunden haben.
     
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  27. hunter7j

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    Jop diese Diskrepanz zwischen Gewalt und Erotik ist mir in den letzten Jahren auch immer mehr aufgefallen, während Gewalt einfach immer mehr positiv abgefeiert wird, wie der Cyberpunk Trailer zeigt. Da ist keiner mehr geschockt, wenn Leute in Stücke gehackt werden und man freut sich nur darauf, sowas später im Spiel auch zu machen.

    Wird Erotik und Sexualität bis ins kleinste Detail auseinander genommen und oft verteufelt.

    Man merkt es ja schon als künstler,. sobald man etwas erotischere Bilder postet, wird man man gleich persönlich angegriffen und sowas ist einfach scheiße!
     
  28. hunter7j

    hunter7j
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    Was ist wenn die Künstlerin einfach sagen würde, dass sie Männer mit Frauenkleidern und rießen Penisen einfach ästhetisch und sexy findet und deswegen das Bild so gemalt hätte, wäre das etwas schlimmes?
    Für mich reicht das vollkommen als Grund, etwas so zu machen wie es ist. Mir persönlich gefällt es so, ganz ohne tieferen Sinn dahinter und deswegen kommts so ins Spiel. Findet euch damit ab!
     
  29. Terranigma

    Terranigma
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    Es ist eine Annahme. Man mag mir korrigieren, falls ich falsch liege. Ist denn jemand in der hiesigen Diskussion selbst betroffen? Mein Eindruck (!) ist, dass man hier im Namen einer nicht anwesenden Gruppe spricht und ihnen bestimmte Ansichten in den Mund legt. Da ich aber nicht weiß, wie Betroffene diesbezüglich denken und ich davon ausgehe, dass nicht jeder der gleichen Ansicht ist, würde ich die Diskussion nicht auf diese Art führen, d.h. mich nicht als Stellvertreter inszenieren. Wie gesagt: mal unter der Annahme, dass du selbst nicht transsexuell bist. Falls doch, habe ich mich geirrt.

    Mittlerweile. Aber lange Zeit waren die USA im Vergleich zu Deutschland weitaus entspannter, was die Inszenierung von Gewalt, Militär und Krieg ging, während wir in Deutschland wiederum locker waren, wenn es um nackte Haut im Fernsehen ging. Derzeit scheint sich der Diskurs in Deutschland ein wenig dem der USA insofern anzugleichen, als dass wir ästhetisierte Gewalt weniger kritisch verfolgen als die Ästhetisierung von Sexualität und Sex.

    Ich kann dir nicht folgen. Ich folge mal einer Prämisse, dass es ein großer Porno-Bereich ist. Falls ja, warum sollte es "Kritik" oder "Satire" sein - woran? Und inwiefern ist's eine Instrumentalisierung bzw. wer wird widerwillens instrumentalisiert?
     
  30. Fipse

    Fipse
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    Kommt halt wenig überraschend aus den eher prüden USA.
     
  31. Jdizzle

    Jdizzle
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    Du darfst alles toll finden das juckt hier doch keinen..
     
  32. hunter7j

    hunter7j
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    Eben doch, weil sich Leute daran aufziehen und es schlecht finden. Wenn ich ein Bild male von einer Frau in einer erotischen Pose, werden ich daraufhin persönlich angegriffen und das hat sich so erst in den letzten Jahren entwickelt :D

    Was denkst du hätte es für einen Aufschrei gegeben wenn die Künstlerin im Interview einfach nur gesagt hätte es gefällt ihr so und sie hätte dabei überhaupt nicht an irgendwelche Transgenderleute gedacht, sondern einfach nur ihre persönliche Vorstellung von einer Transgenderperson umgesetzt?

    Darf sie jetzt keine Transgenderleute malen, weil sich irgendwelche Leute deswegen angegriffen fühlen?
     
  33. Terranigma

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    Wurdest du schon jemals deswegen persönlich angegriffen? :parzival:


    Du stellest hier wiederholt einen Strohmann in den Raum. Doch, man darf darstellen was man will. Und andere dürfen das doof finden. Und dich darf das aber auch nicht interessieren und du darfst weiterhin machen, was du willst. Niemand hier hat die Vollmacht, dich in deinem Konsum oder Ausdruck qua Verbot einzuschränken.
     
  34. hunter7j

    hunter7j
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    Ich persönlich noch nicht, aber Leute die Bekannter sind und deutlich mehr Leute in ihre Kommentarbereiche bekommen in den letzten Jahren immer mehr.

    Damals hast du eine Frau mit einer Bikinrüstung gemalt und alle fanden es toll, jetzt hast immer irgendwelche Kommentare die beleidigender werden und dich als Sexisten und bösen Menschen bezeichnen und wollen das sowas sofort gelöscht wird.

    Ich persönlich bin da noch zu unbekannt, aber kenne einen der mit Artworks seinen Lebesunterhalt verdient und der meint ist in den letzten Jahren echt schlimm geworden und es gibt auch Bilder die er auf Seiten wie Twitter einfach garnicht postet, weil es ihm zu blöd wird.

    Man kann Heute als Künstler wenn es um irgend eine Art von Sexualität geht, nicht mehr absolut frei arbeiten, sondern wird immer irgendwie von irgendeiner Seite bedrängt, weil es nicht deren Vorstellung von der Darstellung dieses Geschlechts entspricht.

    Wir reden ja nicht von hier, sondern von dem Forum in dem die Kritik an Cyberpunk so groß geworden ist und die dort, haben aufjedenfall zum Ziel jeden und alles einzuschränken :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2019
  35. Terranigma

    Terranigma
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    Auch damals gab es schon Menschen, die's scheiße und lächerlich fanden. Aber erneut: das war nicht der Punkt. Du darfst auch heute noch Bikinirüstungen designen, was man wunderbar daran sieht, dass es weiterhin allerlei Videospiele gibt die genau das tun. Man erhält lediglich Kritik. Mit sowas muss man umgehen können. Das gehört dazu, wenn man als Medium erwachsen sein möchte - dann gibt es eben auch Kritiker. Gibt wohl ebenfalls Frauen, die's nicht toll finden, wenn sie in Videospielen nur Kleidung tragen können, die dazu dient, das männliche Geschlecht zu erregen.

    In solchen Fällen hilft eine gesunde "I don't give a fuck"-Mentalität, ebenso wie die Bereitschaft sich auf Kritik einzulassen. Am Ende muss man sich für selbst entscheiden, ob man sein Tun für okay hält oder nicht. Wenn man das tut, dann - naja - ignoriert man halt die Kritiker. Wie in jedem anderen Lebensbereich auch. Man kann es nicht jedem Recht machen.
     
  36. hunter7j

    hunter7j
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    Ich verstehe die Kritik daran und gute Kritik ist ja auch in Ordnung, aber wenn die Leute immer gleich beleidigtend werden müssen, nervt das halt.
     
  37. Jdizzle

    Jdizzle
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    Ja andere Leute haben halt eine andere Meinung als du.
    Du wirst es überleben
     
  38. hunter7j

    hunter7j
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    Trotzdem nerven die immer extremeren Fraktionsbildungen, sowas ist nie gut. Schau dir doch die Kommentarbereiche von Gamestar und anderen Zeitungen im nicht Spielebereich an, dass sind nur noch Kriegsgebiete voller Extremen.
     
  39. hunter7j

    hunter7j
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    Würde der Künstlerin da auch nichts unterstellen, aber dass da so viel Kritik an der Gesellschaft in dem Bild steckt, halte ich schon für sehr weit hergezogen, könnte natürlich auch, sein, dass das Spiel da auch Quests bietet die sich damit umfassend auseinander setzen und das ganze noch unterfüttern, aber so ist es für mich einfach nur ein ähstetisch auf seine Art ansprechendes Bild ohne irgend eine Art von Aussage, außer vieleicht, dass in Cyberpunk alle Gender für sexualisierte Werbung hergenommen werden.

    Die Erklärung von Seiten CDP wirkt halt für mich schon sehr darauf ausgelegt, die Kritiker einfach ruhig zu stellen und bloß nicht irgendwo anzuecken.
     
  40. Doktor Best

    Doktor Best
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    Hast du auch irgendwelche Argumente für deine Behauptung? Ich meine mich daran zu erinnern, dass durchaus Kritik geübt wurde an der Erzählweise von Witcher 3. Prominent war zb die Position, dass die Open World Struktur die Dringlichkeit der Story ausgehebelt hat oder dass die C&C Scheidepunkte, die die jeweiligen Enden getriggert haben, zu hintergründig wirkten.

    Aber Kritik muss auch Substanz haben und nur weil man kritisiert, ist man nicht immun gegen Kritik an dieser Kritik. Der Großteil der Leute finden halt, dass diese Repräsentationsfixierung, die von den Genderern so aggressiv gefordert wird, oberflächlich ist. Man soll ja Minderheiten in das Spiel einbauen, sonst schließt man aus. Diese Minderheit darf aber auch nicht durch gesellschaftliche Strukturen verunglimpft werden oder unterdrückt werden, sonst liefert man ja den Sexisten/Rassisten Projektionsfläche. Und sie müssen frei von charakterlichen Makeln sein, sonst bestärkt man womöglich Vorurteile.

    Wenn man all diese Punkte befolgt schafft man aber weder glaubhafte Welten, noch schafft man diesen Minderheiten auch menschliche Repräsentanten.

    Ich wünsche mir zum Thema einfach eine differenziertere Auseinandersetzung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2019
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