[Sponsored] Mausreview: Cooler Master MM520

Dieses Thema im Forum "Hardwareforum" wurde erstellt von captain_drink, 6. Mai 2018.

  1. captain_drink

    captain_drink
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    Beiträge:
    7.441
    Disclaimer: Obwohl das Review-Sample von Cooler Master bereitgestellt wurde, ist das Review zu 100% unbiased. Alle Meinungen sind meine eigenen.

    Features
    Die MM520 ist mit dem Pixart PWM3330 Sensor ausgestattet, welcher aktuell der beste am Markt verfügbare Sensor ist. Der 3360 unterstützt bis zu 12.000 CPI und hat einen sehr hohen PCS (perfect control speed, d.h. die Geschwindigkeit bis zu welcher der Sensor fehlerfrei arbeitet). Die Switches für die Haupttasten (M1/M2) sind von Omron und für 20 Millionen Klicks ausgelegt. Das Kabel hat eine Länge von ungefähr 1,8 m. Die Maus hat einen Button, um die CPI-Stufen durchzuschalten sowie zwei Seitentasten auf der linken Seite. Alle Tasten können in der Software frei belegt werden (s. unten). Schließlich verfügt die MM520 über RGB-Beleuchtung mit 16,7 Millionen Farben.

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    Verpackung
    Die Verpackung enthält die Maus sowie eine kleine Anleitung. Bei neueren Lieferungen liegt zudem ein weiteres Set Ersatzmausfüße bei. Zu erwähnen ist außerdem, dass Corepad bereits Ersatzfüße (mit gerundeten Kanten für besseren Glide) für die MM520 anbietet. Wie man auf den Bildern sehen kann, ist das Kabel nicht um die Plastikschale, sondern relativ eng gewickelt. Die Knicke im Kabel verschwanden allerdings relativ schnell.

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    Form und Gewicht
    Die MM520 ist eine ergonomische Maus, die für Rechtshänder gedacht ist. Die Form ist insbesondere für einen Claw Grip entwickelt worden. Die Maus fällt zudem in die mittlere Größenkategorie. Auf der linken Seite befinden sich zwei Seitentasten sowie eine kleine Wölbung, um dem Daumen zusätzlichen Halt beim Anheben der Maus zu geben; eine Gummierung ist nicht vorhanden. Auf der rechten Seite findet sich eine Ablage für den Ringfinger sowie eine Gummierung, die zusätzlichen Komfort für den kleinen Finger ermöglicht. Der ‚Buckel‘ der Maus ist etwas weiter hinten platziert und bietet ausreichend Auflagefläche für die Hand.
    Tatsächlich fühlt sich die MM520 in der Hand ein wenig wie die MasterMouse S (ebenfalls von Cooler Master) an, welche ebenfalls über einen relativ breiten und weiter hinten platzierten ‚Buckel‘ verfügt. Ebenso wie MasterMouse S ist die MM520 sehr gut für einen Claw Grip geeignet, wenngleich ein Palm Grip oder ein Fingertip Grip auch recht gut funktionieren sollten. Der größte Unterschied zwischen den zwei Mäusen ist sicherlich die Auflagefläche für den Ringfinger auf der rechten Seite. Diese ist recht nützlich für all jene, die ihre Finger bevorzugt vom Mauspad fernhalten möchten (zu denen ich auch gehöre). Gleichzeitig macht die Fingerauflage die Maus allerdings äußerst breit – deutlich breiter als alle anderen Mäuse, die ich bisher in der Hand gehalten hatte. Daher hatte ich einige Schwierigkeiten, mich an die Form der MM520 zu gewöhnen. Tatsächlich habe ich einige Zeit damit verbracht, einen für mich zu 100% komfortablen Griff zu finden, was mir letztlich aber nicht gelang. Überraschenderweise fühlte sich ein Palm Grip noch am angenehmsten an, allerdings kann ich damit nicht aimen. Ob jemand auf ähnliche Probleme stößt hängt also sehr wahrscheinlich auch davon ab, welchen Griff man verwendet – so könnte ich mir vorstellen, dass man mit einem 1-3-1-Griff keine Probleme hat. Dennoch würde ich die MM520 nur Leuten mit Händen, die breiter als durchschnittlich sind (10+ cm), empfehlen. Meine Hand misst 19x10 cm.
    Auf meiner Waage kommt die MM520 mit etwas Kabel auf ca. 102g, ohne Kabel dürfte sie also in etwa 100g wiegen. Obwohl dieses Gewicht noch durchaus akzeptabel wäre, so fällt doch auf, dass das Gewicht vor allem auf den hinteren Teil der Maus verteilt ist. Dieses (buchstäbliche) Ungleichgewicht lässt sich auf das intern verbaute Gewicht zurückführen. Glücklicherweise lässt sich selbiges recht einfach entfernen (die Garantie bleibt erhalten), die zum Öffnen der Maus nötigen Schrauben befinden sich unterhalb der linken und unteren Mausfüße. Das interne Gewicht wiegt inklusive der Schraube 13g, so dass die MM520 nach dem Entfernen beider auf ca. 87g kommt, was in dieser Größenkategorie respektabel ist.

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    Fertigungsqualität
    Im Unterschied zu den meisten Mäusen auf dem Markt ist die MM520 nicht aus dem üblichen ABS-Plastik, sondern aus PBT-Plastik gefertigt, welches angeblich länger hält und eine insgesamt höhere Qualität hat. Tatsächlich fühlt sich die MM520 sehr solide und hochwertig an. Die Beschichtung fühlt sich gut an und relativ griffig; Dreck und Fingerspuren werden ebenfalls nicht übermäßig angezogen.
    Die Haupttasten (M1/M2) sind vom Körper baulich getrennt. Die Klicks selbst sind taktil und weisen kaum pre-travel auf; aufgrund der Konstruktion gibt es allerdings einigen post-travel der Tasten. Mich persönlich hat das nicht gestört, da ich die Tasten nicht so fest drücke, dass dies spürbar wäre. Zu erwähnen ist zudem, dass meine MM520 ein Problem mit der linken Maustaste hatte. Die Taste war etwas ‚lose‘ und hat sich seitlich hin- und her bewegt, während die rechte Maustaste fest saß. Ich weiß nicht, ob das ein weitverbreitetes Problem ist, glaube es aber insofern nicht, als dass kein Fehler in der Konstruktion vorliegt (anders als bei der Steelseries Rival/Sensei 310 z.B.). Die lose Taste hat mich während des Spielens nicht gestört, außerhalb allerdings ein wenig genervt. Die Seitentasten haben kaum pre- oder post-travel, sind dafür aber ziemlich schwergängig. Das Scrollrad ist indes exzellent: Es macht kaum Lärm beim Scrollen in jede Richtung und die einzelnen Stufen sind angenehm definiert. (Wen es interessiert: Es kommt ein Alps-Encoder zum Einsatz.) Mit unbeabsichtigtem Scrolling hatte ich ebenfalls keine Probleme.
    Das Kabel ist ein normales Gummikabel mit überdurchschnittlicher Flexibilität. Weder mit noch ohne Mausbungee hatte ich im Einsatz Probleme. Die vorinstallierten Mausfüße sind bereits aus der Box ein bisschen verkratzt, gleiten aber gut. Ich sehe keine Notwendigkeit, sie zu ersetzen.
    Meine MM520 weist keinerlei ‚rattle‘ auf.

    Tests ‚out of the box‘
    CPI-Abweichung:
    Die Standardschritte sind: 400-1200-4000-12000. Die tatsächlichen (gemessenen und gerundeten) Werte weichen von diesen nominellen allerdings signifikant ab: 420-1280-4250-12800. (Hinweis: Obwohl meine Testmethodik nicht zu 100% akkurat ist, ist sie doch akkurat genug, um festzustellen, dass die tatsächlichen CPI durchgängig höher als die nominellen CPI sind.) Die Beleuchtung ist out-of-the-box aktiv, so dass sich die unterschiedlichen CPI-Stufen leicht unterscheiden lassen.

    Sensor-Smoothing:
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    Dazu gibt es nicht viel zu sagen, es gibt kein sichtbares Sensorsmoothing bei 400 CPI out-of-the-box.

    Tests mit der aktuellen Firmware:
    CPI-Abweichung:
    Da meine MM520 schon die neueste Firmware hatte, musste ich nichts aktualisieren. Ich habe die nominellen CPI auf die typischen Schritte von 400-800-1600-3200 gesetzt. Die tatsächlichen (gemessenen) Werte wichen allerdings recht stark davon ab: 420-845-1700-3370. Dieses Resultat ist insofern erstaunlich, als dass ein anderes Review kaum Abweichung feststellen konnte. Meine Methodik halte ich jedoch für akkurat.

    Sensor Smoothing:
    400 CPI:
    Der Graph entspricht dem obigen.

    800 CPI:
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    Weiterhin kein sichtbares Smoothing.

    1600 CPI:
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    Weiterhin kein sichtbares Smoothing.

    3200 CPI:
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    Wie von einem 3360 zu erwarten, sind ab 2100 CPI 32 frames Smoothing (entspricht ca. 6.2 ms) sichtbar.

    Test in Paint:
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    Nichts Ungewöhnliches zu sehen. Bei den getesteten CPI-Stufen ist weder Angle Snapping noch signfikanter jitter zu sehen.

    PCS:
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    Ein Plot mit 3 m/s muss an dieser Stelle genügen. Es sei aber versichert, dass der 3360 in der MM520 die für einen 3360 üblichen extrem hohen PCS hat.

    Software
    Die Software ist recht interessant. Als Erstes muss das sogenannte Cooler Master Portal installiert werden, welches einem ermöglicht, mehrere Peripheriegeräte von Cooler Master zu verwalten (sofern man mehr als eines hat). Danach lässt sich ein eigenes Modul für die MM520 installieren. Die Software selbst gehört zu den besseren, die ich kenne. Sowohl der Festplatten- als auch der RAM-Bedarf ist gering und die Optionsvielfalt überdurchschnittlich. Alle Tasten lassen sich frei belegen, zudem besteht die Möglichkeit, ähnlich wie bei Logitechs G-Shift alle Tasten beim Betätigen einer spezifizierten Taste mit einer Zweibelegung auszustatten. Standardmäßig ist diese Funktion der CPI-Taste zugewiesen, welche bei einmaligen Betätigen die CPI-Stufen durch- und bei längerem Betätigen die Zuweisungen umschaltet.
    Die Beleuchtung umfasst zwei Zonen (Scrollrad und Unterseite), welche nicht einzeln angesteuert werden können (oder zumindest ist mir dies nicht gelungen). Es gibt diverse Beleuchtungsmodi, u.a. statisch, dynamisch, atmend oder je nach CPI; die Genauigkeit der Farben ist zufriedenstellend. Des Weiteren ist es möglich, ein recht schwaches Weiß darzustellen, was nicht bei jeder Maus möglich ist. Obwohl ich persönlich mir nicht viel aus RGB mache, so muss ich doch zugeben, dass die Beleuchtung der MM520 sehr hübsch anzuschauen ist.
    Der interne Speicher der MM520 kann bis zu vier CPI-Stufen behalten. Leider gibt es keine Möglichkeit, eine oder mehrere Stufen zu deaktivieren, sofern man lediglich eine einzelne benötigt. CPI kann in Abstufungen von 100 angepasst werden. Die USB polling rate lässt sich zwischen 125Hz, 250Hz, 500Hz und 1000Hz wählen; alle Settings waren auf meinem System stabil. Die Möglichkeit, auch 125Hz einzustellen, erweist sich für manch älteres Spiel als praktisch. Angle Snapping lässt sich an- oder ausschalten, wobei der Effekt eher gering ist. Die Lift-off-Distanz lässt sich wahlweise als niedrig oder hoch einstellen, wobei ‚niedrig‘ einem LOD geringer als 1 DVD, ‚hoch‘ hingegen einer LOD zwischen einer und zwei DVDs entspricht. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Kalibrierung zur weiteren Senkung des LOD vorzunehmen, was aufgrund des ohnehin schon niedrigen LODs allerdings für die meisten Nutzer überflüssig sein dürfte.
    Zudem gibt es die Option, die debounce time (d.h. die Klickverzögerung) in Schritten von 4 ms zwischen 4ms und 32ms frei zu wählen. Dies ist insofern praktisch, als dass man so entweder eine sehr niedrige Klicklatenz, die fast auf dem Niveau von Logitech ist, oder eine Möglichkeit, diese zu erhöhen, sofern man mit Doppelklicks zu kämpfen hat, erhalten kann. Diese Option verdient Lob und ich würde mir wünschen, dass auch andere Hersteller diese verstärkt in ihre Software integrieren.
    Schließlich bietet die Software auch eine Makro-Funktionalität, welche ich aber nicht getestet habe, da ich keine Makros verwende. Außerdem gibt es die Möglichkeit, fünf verschiedene Profile anzulegen.
    Ein kleiner Bug ist mir aufgefallen: Nach der Deinstallation der Software ist die Windows-Zeigergeschwindigkeit nach dem ersten Neustart auf den maximalen Wert gesetzt. Bei weiteren Neustarts wird dies nicht mehr zurückgesetzt.

    Fazit
    Ihre einzigartige Form lässt die MM520 gegenüber anderen Mäuse sicherlich hervorstechen (neben der Beleuchtung – Kompliment an Cooler Master für die RGB-Beleuchtung bei dieser Maus). Ich persönliche hatte Schwierigkeiten, mich an die Form zu gewöhnen, aber wem die Form besser passt als mir erhält mit der MM520 eine hochwertige Maus fast ohne Mängel (der einzige echte Mangel ist das interne Gewicht, welches sich allerdings leicht herausnehmen lässt).

    Vollständiges Bilderalbum: Hier klicken
     
    Spartan117 und BLUTSUCHT gefällt das.
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