Tesla macht Gewinn - ist das der Durchbruch des E Autos?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Thandor, 25. Oktober 2018.

  1. Thandor

    Thandor
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    Falls es jemand übersehen haben sollte, Tesla will jetzt dauerhaft Gewinn machen. Und jedenfalls für das Q3/18 hat das auch tatsächlich geklappt.

    Die Produktion des Model 3 läuft offenbar immer besser, die production hell scheint erstmal gemeistert.

    Bisher hielt ich das Unternehmen Tesla immer eher für ein Pyramidenspiel mit einigen echten Produkten, jetzt allerdings scheint es ja wirklich zu laufen. Gleichzeitig kommt leider auch die übliche Normalität großer Unternehmen: Teilweise Produktionsverlagerung in China, Streichung von Austattungsvarianten, Streichung der (künftigen) Variante echter Autopilot ect.

    Trotzdem: Wird das E Auto nun endlich für den Massenmarkt kompatibel?
     
  2. Silent Hunter Bambis Alptraum

    Silent Hunter
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    Naja, ein Pyramidenspiel ist es nicht, aber die Firma besetzt ein bestimmtes, relativ hochpreisiges Marktsegment.

    Der Durchbruch ist da, wenn ein Elektroauto soviel kostet wie ein Verbrenner und genauso praxistauglich (Reichweite min. 400 km) hat.
     
  3. Thandor

    Thandor
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    Wobei das Model 3 ja schon im Vergleich billiger geworden ist als frühere Modelle. Nur der schnell ladende Akku kommt und kommt irgendwie nicht.
     
  4. Fipse

    Fipse
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    Nun ein Quartal Gewinn sagt ja erst mal wenig aus. Selbst wenn Tesla langfristig Gewinn macht ist das noch kein Durchbruch für das E-Auto, dafür sind die Tesla Modelle immer noch viel zu teuer.
     
  5. Silent Hunter Bambis Alptraum

    Silent Hunter
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    Über 30k für eine Limousine ist immer noch kein Schnäppchen.

    Wunderakkus gibt's halt nicht. Trotz aller Jubelmeldungen.

    Tesla kocht auch nur mit Wasser. Die haben sich nur getraut, halt einen richtig großen Akku in ein Auto einzubauen, das von Beginn an als Elektroauto konzipiert war und kein umdesignter Verbrenner ist.
     
  6. DerTommy86

    DerTommy86
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    Es ist zumindest n Indikator für nen möglichen Trend. Wenn Tesla schon vor ein paar Monaten die Gewinnschwelle erreicht und nun auch überschritten hat, ohne dass einmalige Ereignisse dabei geholfen haben, ist das auf jeden Fall beachtenswert. Mit dem Durchbruch des E-Autos hat das erstmal wenig zu tun.... es zeigt nur, dass die Firma einen Schritt weiter ist, sich als feste Größe am Markt zu etablieren.
     
  7. mike81

    mike81
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    Gestern ne Doku bei Marktcheck grad wegen der E-Autos gesehen. Ist das ein gigantisches Chaos mit den verschiedenen Ladesystemen und Kundenkarten. Wenn ich mir unbedingt ein E-Auto zulegen würde, dann auf jeden Fall einen Tesla (falls Geld keine Rolle spielt :ugly: )
    Bei vielen Tanken auf Autobahnen findet man entweder gar keine Tankstelle für E-Autos und wenn, dann muss man echt Glück haben, dass man grad ein Auto hat, in das
    1. der "Tankrüssel" passt und
    2. deine Kundenkarte auch akzeptiert wird.
    Falls es Probleme gibt kann auch die Hotline gerne mal nicht weiterhelfen, das Geld ist trotzdem futsch :uff: Die haben die Hotlines der Tankstellen ein paar Mal angerufen und keine konnte helfen.

    Tesla dagegen hat nur ein System und hat still und heimlich ein ganzen Netzwerk an Tanksäulen aufgebaut. Ist ein bisschen so wie Apple, ein System für die Teslas, das überall weltweit gleich funktioniert.

    Das ist übrigens die Doku:
     
  8. Thandor

    Thandor
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    Angeblich haben Tesla Käufer in den USA zudem fast alle eh ein Eigenheim, wo eine Ladestation installiert werden kann. Und sie fahren am Tag idR weniger als 250 km. Dann braucht man kaum jemals unterwegs zu laden. (Fast nur) für Fernfahrten gibt es dann unterwegs die Supercharger, deren Netz allen anderen Netzen derzeit weit überlegen ist.

    Samsung hat angekündigt, bald einen Akku einzusetzen, der jedenfalls teilweise Graphen nutzt. Dieser kann wesentlich schneller laden. Wenn es so etwas für Autos gibt, dann könnte alles ganz schnell gehen (wenn es denn passende Ladestationen gibt).
     
  9. mike81

    mike81
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    Uuuuuund... auch Daimler und sämtlichen Verbrennern geht so langsam der Arsch auf Grundeis:
     
  10. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Das muss nicht zwingend ein Durchbruch sein. Es wäre ja erst mal zu klären, ob der Gewinn durch mehr Umsatz oder durch geringere Kosten zustande kam.
     
  11. mike81

    mike81
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    Tesla traue ich so einen Durchbruch aber am ehesten zu, siehe mein verlinktes Video der zich verschiedenen Systeme und Kundenkarten, die nicht bundesweit einheitlich funktionieren.
    Tesla hat ein System, das immer funktioniert.
     
  12. Vögelchen Tiefflieger

    Vögelchen
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    Am Gewinn würde ich Durchbruch nicht festmachen. Eher daran: "Ein Elektroauto ist in den Vereinigten Staaten inzwischen das meistverkaufte Autos eines US-Herstellers im Pkw-Segment, zu dem allerdings nicht die beliebten SUV und Pick-ups zählen. Besonders stolz ist Musk, dass er die deutsche Konkurrenz von BMW (3er), Audi (A4) und Mercedes (C-Klasse) längst abgehängt hat."
     
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  13. UrbanForest

    UrbanForest
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    Oder Rückstellungsauflösungen. Weiß jemand, ob irgendein größeres Verfahren zu Tesla gerade eingestellt/abgeschlossen wurde? Und der massive Stellenabbau könnte natürlich auch mit Rückstellungsauflösungen o.ä. einhergehen. So wirklich glauben kann ich der Gewinnsteigerung auch noch nicht.
     
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  14. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Afaik können nach US-GAAP aber weniger Rückstellungen gebildet werden, bzw. gibt es nur eine kleine Anzahl von verpflichtenden Rückstellungen für Verbindlichkeiten nach Außen, nicht aber für Aufwandsrückstellungen. Sein kann es aber dennoch.
     
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  15. mike81

    mike81
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    Womit er auch Recht hat. Viele E-Autos, die Elektromotoren als reine Unterstützung haben (Hybriden) kommen um die 40km rein elektrisch, danach ist die Batterie leer. Das mag für Kurzstrecken okay sein, wenn man aber täglich mehr als 20km pro Strecke pendelt ist das kaum sinnvoll (siehe das 45 Minuten Video von mir verlinkt). Zudem die Akkus ja auch wieder ne Stunde zum Aufladen brauchen. Das stört mich nicht wenn ich ne Ladesäule direkt am Haus habe, wenn ich das aber NICHT habe, hab ich nach Feierabend ehrlich gesagt nicht die geringste Lust jeden Abend an der Tanke vorbeizufahren und ne Stunde zu warten, bis meine 40km Reichweite wieder voll sind.
     
  16. UrbanForest

    UrbanForest
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    Ach okay. Macht natürlich wenig Sinn bei einem amerikanischen Unternehmen nach HGB-Regeln zu denken :leuchte:
     
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  17. webskipper

    webskipper
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    Tja, 1 Mio E-Autos versprochen, aktuell haben wir knapp über 50.000. Wie viele davon sind von deutschen Automobilherstellern ?
     
  18. Teiler

    Teiler
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    hographisch völlig inakzeptabel!
    Das lustige dabei ist, dass es nur darum ging oder noch geht, wer als schnellstes die Kundschaft auf seine Seite ziehen kann. Im besten Fall wird dann ein System alle anderen verdrängen und dann kann der der das tolle System erfunden hat, kasse machen.

    Meistens endets aber dann da, dass es 54 verschiedene Säulenarten gibt und man immer über eine App schauen muss wo ist denn die nächste für mein Auto.
     
  19. mike81

    mike81
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    Die wenigsten mit Sicherheit. Deutsche Hersteller setzen weiterhin voll auf Verbrennungsmotoren. In dem Video wird davon gesprochen, dass in 2-3 Jahren im Werk Untertürkheim eine Elektroanlage hingestellt wird.
     
  20. mike81

    mike81
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    Ja eben. Ich will wenn schon dann ein funktionierendes System. Und keins wo ich erst zich Apps konsultieren muss. Da hat Tesla ganz klar nen Vorsprung.
     
  21. KingLamer

    KingLamer
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    was heisst durchbruch?
    der erste durchbruch ist doch längst da. normale consumer kaufen heute elektroautos. diese passen ins strassenbild und sind technisch ausgereift. bei uns sieht man model S so häufig wie andere business limos, völlig alltäglich also.

    wie es von hier weitergeht, liegt nicht nur an den produkten. elektroautos sind ja sehr stark subventioniert. die kosten für die verbraucher sind bewusst sehr niedrig gehalten. es gibt keine abgaben auf den strom und die steuern sind auch fast nichts. dies wird gezwungermassen wegfallen, wenn es einen grösseren anteil elektroautos gibt.
    zudem hängt hier auch nicht viel an Tesla. im gegenteil, grosse alteingessene autofirmen sind immer träge und langsam, aber selbst die haben nun viele entwicklungen am laufen. die weitere verbreitung hängt mmn eher an denen, auch weil die nötigen standards (z.b. laden) setzen können.
     
  22. mike81

    mike81
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    @KingLamer
    Bin mir jetzt nicht sicher, ob es Mercedes selbst oder AMG war, aber die wollen für jedes Modell ihrer Palette auch eine Alternative mit Elektromotor bereitstellen.
     
  23. Rawoe

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    Leute, schaut mal nach eurern Kilometern am Tag, die ihr fahrt. Sind das 400 Kilometer? Wohl eher selten, vielleicht als Vertreter oder Handelsreisender. Ich könnte mein Auto gegen einen E-Mobil wie dem Model 3 mit 300-350 Kilometer echte Reichweite tauschen, mein Fahrprofil gibt es her, ebenso habe ich die Möglichkeit, zu Hause aufzuladen. Das tue ich dann, wenn das Auto steht, also üblicherweise Nachts. Und dann würde ich mit 300-350 Kilometer Reichweite ziemlich überall hinkommen, wo ich hinwollte, bei Tesla mit dem Supercharger sogar Deutschlandweit und Europaweit. Wenn das Model 3 nicht so teuer wäre, ich habe zwar schon mal 1000 € angezahlt, mal schauen, wann ich meine Bestellung in ein Auto wandeln kann, und was der dann kostet.
    Ich glaube, viele haben noch nicht gerafft, das man das Auto lädt, wenn es steht, länger steht, z.B. Nachts oder vielleicht auch beim Arbeitgeber. Schnellladen dann eben auf der Langstrecke, was ein Großteil der Leute nicht oft braucht. Ich glaube, Tesla macht Vieles richtig, eigenes Schnellladenetz, anstatt sich auf den Staat zu verlassen, ausreichend große Akkus, um beim Schnellladen mit der unteren Hälfte der Akkukapazität mit hohen Ladeleistungen eine hohe Reichweite pro Zeit nachzuladen und nicht den Akku immer voll laden zu müssen und auf den letzten Prozent auch dementsprechend vorsichtig laden zu müssen. In meiner weiteren Verwandtschaft ist einer Bauunternehmer, der hat sich nach kanger Überlegung als neuen Geschäfftswagen ein Model S geholt, als Unternehmer muss er ein gewisses Niveau präsentieren, als Geschäftswagen geht eben kein Golf Diesel, würde ihn zwar nicht stören, aber er muss halt etwas darstellen, also BMW 5er oder A6 von Audi, diese Klasse mindestens. Er hat sich einen Tesla geholt, 90D, glaube ich, Laden zu Hause, mit vollem Akku los, und dann auf das Suoerchargernetzwerk auf der Langstrecke, auf der Baustelle ist auch immer Drehstrom vorhanden, und während er dort arbeitet, kommandiert und rummeckert, lädt sein Auto.
     
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  24. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Wie kommst du denn auf den Unsinn? Selbstverständlich muss ich auf den Strom für mein E-Auto die vollen Abgaben zahlen, und wenn ich irgendwo an einer kostenlosen Ladestation stehe, muss jemand anderes die Abgaben zahlen.

    Und wie schon in einem anderen Thread gesagt (und wie Rawoe gerade geschrieben hat): die Reichweitendiskussion ist ein vorgeschobenes Argument. Die Reichweiten der aktuellen Generation reichen vollkommen aus, um den Bedarf von mindestens 99% aller Fahrten zu decken. In viereinhalb Jahren als E-Auto-Fahrer habe ich exakt drei Fahrten gehabt, bei denen die Reichweite nicht ausgereicht hat und wo ich mir eine Alternative suchen musste.
     
  25. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Weder die Akkus noch die Ladestationen sind das Problem. Es gibt verschiedene Akkus im Stadium zwischen Laborreife und Prototyp, die sich viel schneller laden lassen als Lithium-Ionen-Akkus. Allein das Potential von Aluminium-basierten Akkus ist gigantisch, und man kann davon ausgehen, dass die bis 2025 marktreif sind.
    Das Problem ist die Infrastruktur, denn die üblicherweise verlegten Stromleitungen (zu den Endverbrauchern) sind nicht dafür ausgelegt, derartige Leistungen bereitzustellen. Was bringt ein Akku, den man mit 800 oder 1000 kW laden kann, wenn der typische Hausanschluss nur auf 69 kW kommt?
     
  26. Thandor

    Thandor
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    Es könnte allerdings sein, dass man in der Theorie eben zu Hause abends ganz gemütlich langsamer lädt (da hat man ja idR auch Zeit) und für Fernfahrten eben unterwegs an Schnelllader fährt.

    Allerdings dürften die meisten Netze schon schlapp machen, wenn jeder normale Mensch plötzlich abends an eine Ladestation will. k.A. wie man das löst.
     
  27. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    zu Hause laden ist nicht und der nächste SuperCharger ist 80km entgegen dem Arbeitsweg. Von der Reichweite wären also schon 50% weg nur um zum aufladen zu fahren. die restlichen 150km sind dann auch in 3 Tagen weg.
     
  28. Klatsch

    Klatsch
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    Wären alle privaten PKW und würden nun elektisch zuhause laden, wären das ca 360GWh, die pro Tag an Energie benötigt würden. Tagesproduktion liegt aktuell im Schnitt bei 1800GWh. Natürlich müssen von diesen Strom auch Haushalte usw versorgt werden. Nachts aber wird generell weniger verbraucht und die vorhanden Kraftwerke laufen nicht bei Volllast. Somit würde das vermutlich schon klappen. Man müsste dann halt im Schnitt 2100GWh erzeugen damit das passt-
     
  29. Teiler

    Teiler
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    Reicht immer wenn man will. Aber warum? Ich hab einen verbrenner und muss einmal in der Woche tanken für nicht mal 5 Minuten. Nun soll ich mir n e Auto holen, zwei bis dreimal in der Woche laden für wie lange ? 4 Stunden?

    Es ist toll das es für dich passt. Für die meisten Menschen eben nicht. Ich erfinde doch nix was dann die Bequemlichkeit der früheren Erfindungen über den Haufen wirft, nur weil einer keine Verkehrsplanung kann.
     
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  30. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Nachts? Während der Arbeit? In anderen Langparkphasen? Ein PKW steht statistisch gesehen 95% seiner Existenz rum, da wird sich Zeit finden.

    Für die allermeisten Autofahrer (>95%) würde es problemlos passen. Die einzig nötige Anpassung ist, abends einen Stecker mehr in die Steckdose zu stecken und ihn morgens wieder abzustecken. Selbst wenn man das jeden Tag machen würde, bräuchte man dafür immer noch weniger Zeit als du mit deinen 5 Minuten an der Tankstelle.
    Wie bei den meisten anderen Elektroauto"gegnern" lassen sich die Argumente in einem Satz zusammenfassen: "Ich will nicht *aufstampf*".
     
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  31. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Mein nächstes Auto (fällig so in ca. 10-12 Jahren, ggf. früher ein Zweitwagen) wird sicher ein E-Auto.
    Das Problem sehe ich momentan allgemein eher weniger bei der Technologie als bei der Infrastruktur, die noch nicht auf größere Mengen an E-Autos ausgerichtet ist-andere Länder (z.B. die Niederlande) sind da deutlich weiter, da gibt es flächendeckend mehr als die ein, zwei Alibiladestationen pro Parkhaus (vielerorts nicht mal das).

    Das ist für mich der eigentliche Knackpunkt an dieser Technologie: Sobald sie massentauglich wird (und das wird sie werden) muss auch das Verkehrssystem darauf angepasst sein. Unsere bräsigen Regierungen (Bund und Länder) verschlafen das aber größtenteils mal wieder....
     
  32. Stachelpflanze

    Stachelpflanze
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    Tja. Ist ja schön, wenn du am Haus eine Ladestation hast. Wurde letztens von unserer Eigentümerversammlung abgelehnt.
    Und da bin ich sicher nicht der einzig Betroffene.
     
  33. endmaster

    endmaster
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    Verreist du nicht mit dem Auto?

    Vorausgesetzt sie haben einen Ladeplatz. Ich bin froh, wenn ich hier innerhalb von 20 Minuten überhaupt einen Parkplatz finde.
     
  34. Kugelfisch

    Kugelfisch
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    Da hast du zumindest ein sehr anderes Umfeld als ich. Die meisten Leute mit Auto, die ich so kenne, müssen sich abends ihren Parkplatz an Straßenrand suchen und haben auch bei der Arbeit keine Lademöglichkeit.

    Bin sonst aber großteils deiner Meinung. An der Reichweite scheitert es in den meisten Fällen nicht, und bei Lademöglichkeit daheim ist die Energieversorgung kein Problem.
     
  35. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Das passiert leider sehr häufig. Auch ein Nebeneffekt, wenn man in einem Land einen Alterdurchschnitt von ca. 44 hat.
    "Des ham wer schon imma so gmacht" schlägt da jedes noch so gute Argument
     
  36. Teiler

    Teiler
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    jetzt hast du schon mal ein paar Kommentare dazu bekommen. Und nein, es ist kein "Ich will nicht" von mir. Ich kann ins geschäft laufen und meine Frau auch. Wir brauchen ein Auto nur zum einkaufen und freunde besuchen. Aber ich darf keine Steckdose in der Garage haben, selbst mit Verlängerungskabel wird es mir untersagt. Auf Arbeit habe ich auch keine Möglichkeit zu laden es sei denn ich zieh ein Verlängerungskabel über die Straße.

    Aber ich hätte gerne ein E-Auto... nur unter den Umständen nicht.

    Also mit deinen 95 % kannst du knicken. Es ist auch nicht "Ich will nicht" sondern eher ich will mich nicht so verbiegen nur damit eine halbgare Technologie voran kommt. Das machen early adopter aber kein normaler Mensch.

    PS: Ja ein Auto steht 95 % rum. Dann sorg du mal dafür dass auf 95 % der Parkplätze eine Ladesäule oder Steckdose steht. Dann wird ein Schuh draus.
     
  37. Divid Call me stuntman Mike

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    Nein, weil die Anschaffungskosten auch in Zukunft für den Volumenmarkt noch zu hoch sind.

    Ein Kleinwagen, zB Golf-Klasse, kostet in der Herstellung je nach Konfiguration etwa 4000 bis 6000€, davon gehen insgesamt ca. 30...40% alleine auf Verbrennungsmotor und konventionelles Getriebe.
    Bei gleichen Fahrleistungen braucht ein solches Fahrzeug eine Batterie im Bereich 60, eher 80kWh. Die kostet heute einen Tesla ca. 15000...20000$ (~250$/kWh). Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass ein Tesla den Vorsprung bis 2025 halten kann und auf einen Preis von ca. 100...120$/kWh runterkommt. Damit kostet die Batterie einen Tesla 2025 noch ca. 7000...10000$.
    Und dann ist noch kein Fahrzeug außenrum. Rechnet man damit, dass das restliche Fahrzeug gleich viel kostet (60% von 4...6k€), kommt man exklusive E-Motor und E-Getriebe auf ca. 10.500€, also inkl. E-Motor und E-Getriebe auf ~11.500€. Damit steigen die Produktionskosten eines Kleinwagens (B- / C-Segment) selbst mit einer gutmütigen Batterieprognose von Tesla um mehr als 100%.
    Die insgesamt geringeren laufenden Kosten eines E-Fahrzeugs sind in diesem Segment aktuell für den Massenmarkt noch kein relevantes Entscheidungskriterium, da die Anschaffungskosten ein zu großes Hindernis sind.
    Es damit eher davon auszugehen, dass es eine weitere Zerklüftung gibt mit einem stark wachsenden Kleinstwagensegment (A-Segment) sowie eine starke Verbreitung von (Plug-In)Hybriden, die eine relevante Emissionsreduzierung bei vergleichsweise sehr moderaten Kosten ermöglichen.
     
  38. Rawoe

    Rawoe
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    1.741
    Klar, passt noch nicht für jeden, Fakt ist, Strom gibt´s überall, wo Menschen wohnen, naja, fast überall, Ferienhütte vielleicht nicht, aber das Verteilnetz ist schon mal da, nicht, wie beim Wasserstoff. Man muss noch was nachrüsten, auch klar. Für Laternenparker würde sich Strom aus der Lateren anbieten, ausser man hat noch, und das gibt´s wirklich, Gaslaternen. Und kommt weg von den Superchargern, mein Bekannter lädt 70-80 Prozent zu Hause, teils aus dem Netz, teils von seiner Photovoltaikanlage. Unterwegs dann Supercharger, oder an der Baustelle aus dem Netz. Supercharger nutzt er selten, manchmal gar nicht. Und selbst dann ist der Unterhalt des Teslas erfreulich niedrig, er sagt immer, in der Anschaffung ebenbürtig zum gleichgrossen Diesel-PKW, im Unterhalt deutlich günstiger, er braucht etwa 20-25 Kwh für 100 Kilometer, also 7-8 € Stromkosten. Wenn´s von der Photovoltaik kommt, günstiger, vom Supercharger gratis (Pauschale beim Kauf gezahlt). 7-8 € an Krafstoff, soll man einer, im entsprechenden Segment, nachmachen. Dazu hat der noch nie ´ne Werkstatt gesehen, keine Durchsicht, kaum Bremsenverschleiß durchs Rekuperieren.
     
  39. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    pseudo-intälligentz gesegnet
    Solange die (narrensichere und bequeme) Infrastruktur nicht gegeben ist, ist das E-Auto eben für die meisten wohl ausgeschlossen. Wer will schon seinen Einkauf 10 Straßen weiter tragen weil dort die nächste Lademöglichkeit ist? Oder 2h sinnlos in der Hotellobby rumsitzen weil der Stromer gerade neue Kraft tankt.
    Und keine SuperCharger, aber stattdessen Solarpanels? Für Leute die eh schon nicht zu Hause laden können?
     
  40. Butterhirsch Der mit dem Hirsch tanzt

    Butterhirsch
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    E-Autos sind in Deutschland unmoeglich weil ich keine Steckdose neben meinem Auto habe.

    Die Huerden der E-Mobilitaet sind wahrlich gigantisch :ugly::hoch:
    E-Fahrzeuge haben aber auch deutlich geringer Unterhaltskosten (Steuer, Versicherung, weniger Zeug was kaputt gehen kann) und sind - zumindest zur Zeit - auch sehr wertstabil.
     
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