U.S.-Politikthread - Biden jetzt Trump(f)?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Helli, 21. Januar 2017.

  1. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Er ist trotzdem nicht der Virologe Deutschlands, der in jeder Talkshow sitzen sollte. Sieht man aktuell auch wieder daran, wie er gegen die Impfpflicht argumentiert: Weil es Impfdurchbrüche gibt, ist eine Impfpflicht seiner Meinung nach nicht vermittelbar.

    Dass Infektionsschutz und der viel wichtigere Schutz vor schweren Verläufen und schlimmen Spätfolgen zwei Paar Schuh sind, ignoriert er, obwohl es als Experte im TV seine Aufgabe wäre, genau dies für den "einfachen Mann" verständlich zu machen.

    Bei Streeck geht es darum, dass er sehr, sehr, sehr oft über wirtschaftliche und psychologische Folgen der Pandemie spricht. Das muss nicht immer falsch sein, aber wenn er als "Virologe" eingeladen wird, dann sollte er in erster Linie zu diesem Thema etwas beitragen. Drosten äußert sich deswegen z.B. nur ungern über Dinge, die nicht seinem Bereich zu tun haben und wenn, dann macht er idR klar, dass er das "als Privatmann" tut und nicht als Experte. Auch viele andere schaffen das.
     
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  2. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Na dann stell dich mal in den öffentlichen Raum mit einem Megafon.

    Da kommen dann ganz schnell die lokalen Mods an
     
  3. Klatsch

    Klatsch
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    Das ist deine persönliche Meinung. Kekule hatte zB. Mitte November auf die zweite Ableitung der Infektionszahlen verwiesen, was im entsprechenden Thread undenkbar erschien und vermutlich noch immer erscheint.

    Es gibt sehr viele Gründe gegen eine Impfpflicht zu argumentieren. Sich da auf "aber die Wissenschaft" zu berufen, reicht da nicht. Und ja ich bin ebenfalls dafür, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, allein schon weil jeder betroffen sein kann, wenn die Kliniken überfüllt sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2022
  4. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Gut erkannt. Ich weiß selbst sehr genau, wohin es führt, wenn man zu weit reduziert - nämlich zu Murks. Die Reduktion hat irgendwann ihre Grenzen, und 140-Zeichen-Twitterbeiträge liegen klar unterhalb dieser Grenze.
     
  5. Terranigma

    Terranigma
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    Das erscheint mir ein relevanter Punkt zu sein, denn das Forum ist im Positiven wie Negativen beispielhaft für was ich mir wünsche und wovor hier im Thread u.a. gewarnt wurde: wir sind (fast) alle keine Prof. Dr. im Bereich der Rechtswissenschaft, Soziologie, Slavistik, Virologie, Pädagogik, Philosphie, Chemie, Klimatologie, etc. und dennoch unterhalten wir uns im eigenen Selbstverständnis mit Recht und einem gewissen Sachverstand - zumindest nehmen wir diesen an - je nach Thread wahlweise über Virologie, russ. Außenpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Klimawandel, Geschichte des 2. Weltkrieges, Nahost-Konflikt, Krähenkadaver, etc. Wir tun das auf erheblich reduziertem Niveau, insb. weil (fast) keiner von uns eine nennenswerte Expertise in einem dieser Themenbereiche hat und wir auf das Orientierungswissen zurückgreifen, das wir in der Schule erworben und uns ggf. nachträglich im Internet angelesen haben.


    Und ich halte diese Art des Austauschs für eine Demokratie für essentiell, such wenn wir uns allesamt anhand "verdummter" Informationssmgebote informieren. Wer nämlich sagt, er kann ein Paper zur Virologie lesen und tatsächlichen verstehen, der hebe die Hand. Ich kann es nicht. Selbiges gilt für quasi jedes Gebiet, das hier Forum in Diskussionen betreten wird.
     
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  6. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Die Art, wie er dagegen argumentiert, ist trotzdem Unsinn. Es geht bei der Impfung eben nicht nur um Infektionsschutz, sondern in erster Linie um die Kapazitäten der Krankenhäuser, die Verhinderung von Todesfällen und auch um Vermeidung von Langzeitfolgen.

    Der Infektionsschutz ist nicht der einzige gesellschaftlich relevante Aspekt der Impfung.

    @Terranigma

    Es geht aber doch gar nicht um Diskussionen in einem Forum, sondern um Youtube-Videos (o.Ä.) zur Wissensvermittlung mit großer Reichweite. Das kann man durchaus unterschiedlich bewerten.
     
  7. Terranigma

    Terranigma
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    Diese YouTube-Videos, z.B. von Mai, wurden von Usern hier in der Diskussion angeführt als Informationsquelle. Ich sehe an dem Medium auch per se keinen Anstoß für eine Diskussion, weil es nur ein Medium ist. Ein Buch ist nicht per se sachgemäßer als ein Video. Ich weiß, dass du dies nicht behauptet hast. Aber die Qualität des Inhaltes am Medium zu bewerten, da sehe ich keine Grundlage für.

    Mein Punkt war an der Stelle nur: wir alle hier informieren uns doch tagtäglich über reduzierte ("verdummte") Informationsangebote. Ich finde die Wortwahl da nur wirklich irritierend, weil ihm soetwas "ständisches" anhaftet, so als hätten Menschen unterhalb eines Prof. Dr. in einer Demokratie kein Anrecht auf Informationsangebote, die auf sie angepasst sind. Ja, ich weiß: auch das hat in diesen Worten niemand gesagt.


    Aber bei Reduktion denke ich persönlich nicht an "Verdummung." Umgekehrt verdummt es im anderen Extrem schließlich ebenso, wenn niemand gar nichts reduzieren würde, eben weil so fast keine Informationsaufnahme möglich wäre. Wenn mir jemand eine Frage stellt und die Optionen nur sind, (a) sich für zwei Wochen jeden Tag 4 Stunden für mein persönliches Symposium freizuhalten oder (b) keinerlei Antwort zu erhalten, dann ist das ein Denken in Extremen. Dazwischen ist viel Spielraum. :yes:
     
  8. Klatsch

    Klatsch
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    Sehe da ehrlich gesagt keinen Unsinn. Dürfte so Anfang Dezember gewesen sein und kollidiierte natürlich mit dem hiesigen Thread wo man radikale Maßnahmen gegen Ungeimpfte befürwortete.

    https://streamable.com/nyn2ou
     
  9. KTelwoot

    KTelwoot
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    Reduktion ist ja auch aufgabe von Journalismus. Leider ist die Einnahmequelle von Journalismus Werbung, und damit Klicks&Views&Verweildauer und die erreicht man viel eher mit Emotionalisierung, Kontroversen und Spaltung.

    Also kann man themen beim Reduzieren gleich kontroverser oder emotionaler machen..und dann Klicks farmen.

    Die Öffentlich Rechtlichen mit "Haltungsjournalismus" möchte ich hier nicht vollständig von der Emotional Ideologischen Färbung ausnehmen, die fahren den Fatalen kurs, dass sie "Klickbar" bleiben wollen, sie fürchten sonst um Rechtfertigungsargumente für 8,9,10 Milliarden Euro Querfinanzierung.
    Ich finde aber die nüchternsten Nachrichten bekommt man beim DLF
     
  10. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    DLF ist aber auch nur solange nüchtern, solange es nicht um bestimmte Themen geht. Eine ausgewogene Berichterstattung zu Russland, Trump, EU oder Corona wirst Du dort genau so wenig finden wie im übrigen ÖR auch.

    bis dahin sind es aber in der Tat solide Nachrichten.
     
  11. StrandedDeath gesperrter Benutzer

    StrandedDeath
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    Wissenschaft ist kein Arcanum, im Gegenteil.

    Ich rufe mal aus dem Elfenbeinturm heraus:
    Eigentlich sollte zumindest jeder studierte Mensch jedes Paper lesen und hinreichend verstehen können... und sei es mit etwas Einarbeitung in die Thematik, disziplinspezifische Methoden und Techniken, Konstrukte, Konzepte, Debatten und Co. - erfordert halt oftmals nur relativ viel Zeit und sonstigen Aufwand. Gilt zumindest, wenn es sich nicht unbedingt um Paper handelt, die z.B. bestimmte Kenntnisse der höheren Mathematik erfordern. Bei Letzterem kann man nicht erwarten, dass da entsprechende Kenntnisse auch bei allen nicht-MINT-Akademikern vorhanden sind, das eignet man sich auch nicht mal im Vorbeigehen an (anders als bspw. eine politikwissenschaftliche Theorie). Inhaltlich sollten sich aber regelmäßig auch z.B. Paper in der theoretischen Physik den meisten studierten Nichtphysikern erschließen, problematisch wird es dann wohl eher dabei, evtl. Auslassung oder Fehler in bestimmten Kalkulationen, Herleitungen und Co. identifizieren zu können.

    Ungeachtet dessen sollte man von einem Studierten aber davon ausgehen können, dass er hinreichend mit Wissenschaftstheorie, Heuristik, Methoden und Techniken empirischer Forschung (inkl. Stochastik) etc. vertraut ist, um entsprechende Publikationen verstehen zu können. Um zur gehobenen Hand zurückzukehren: Ich lese mir aktuell regelmäßig (bspw. auf PubMed) die neuesten vorilogischen, epidemiologischen, medizinischen Studien zur Pandemie durch und meine auch, dass ich sie umfassend verstehe, problemlos... und ich komme aus der Sozialwissenschaft.

    ... aber wenn ich schreibe, dass eigenttich zumindest jeder studierte Mensch jedes Paper lesen und hinreichend verstehen können sollte, ist das natürlich ein großes 'eigentlich' - wir haben ja leider kein studium universale, bspw. im Bachelorstudium, mit Fokus auf vertiefende Veranstaltungen in der jeweils gewählten Fachdisziplin und einer weiteren Vertiefung dann im Master. Ich kenne genug Kollegen gerade im i.w.S. sozialwissenschaftlichen Bereich, Literaturwissenschaftler, Historiker etc., die eine empirische Studie eben nicht lesen können.

    Aber wir sind jetzt schon sehr OT hier, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2022
  12. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Das geht jetzt wirklich am zitierten Posting vorbei. Mir ging es darum, dass man selbstverständlich diskutieren darf - auch auf niedrigem Niveau. Irgendeiner wird einem schon erklären, ob und warum man BS redet.

    Das ist was völlig anderes, als wenn man sich hinstellt und kommerzielle Wissensvermittlung betreibt und dabei Dinge so stark vereinfacht, dass sie leicht falsch verstanden werden können oder sogar falsch sind. Oder der Zuschauer mit dem Gefühl rausgeht, jetzt der totale Experte zu diesem Thema zu sein, obwohl er in Wirklichkeit nur ein paar Basics oder Randinformationen vermittelt bekommen hat.

    Mai will ich z.B. Kompetenz nicht absprechen - im Gegenteil, mir ist jetzt keine Sendung von ihr bekannt, bei der totaler Quatsch erzählt wird. Bei ihr störe ich mich nur an manchen Formulierungen, die Dinge, die eigentlich sehr komplex sind, sehr simpel erscheinen lassen. Macht sie aber auch nicht immer, vllt sind es auch nur Ausrutscher.

    Ja, die Fackeln und Mistgabeln stehen schon bereit. Du könntest dir auch die Mühe machen auf meine Begründung einzugehen. Stattdessen nur Lagerdenken. Schade, dann kann man sich die Diskussion gleich schenken.
     
  13. Klatsch

    Klatsch
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    Lagerdenken findet doch größtenteils im entsprechenden Thread(der nicht weniger als eine große Filterbubble ist) statt.

    Da werden dann selbst renommierte Rechtswissenschaftler kurzerhand mal zu Idioten verklärt, weil es nicht der eigenen Meinung entspricht.

    __

    Dürfte denke ich auch auf recht viele hier zutreffen, ist das ja keine "Raketenwissenschaft".
     
  14. Terranigma

    Terranigma
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    Mh, das verbuche ich persönlich als persönlichen Stil. Wenn ich Menschen etwas erkläre, insb. wenn ich erstmal Offenheit und Bereitschaft erwirken will, sich auf das Thema einzulassen, dann suggerieren ich auch eher, dass ein Thema leicht verständlich ist, als umgekehrt darauf zu verweisen, dass es unfassbar komplex ist.

    Verstehe, weshalb man das doof finden kann aber verstehe auch, weshalb man das tut. Ist halt auch etwas Infotainment, aber persönlich habe ich da keine starken Empfindungen in keine Richtung.
     
  15. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    Bei Telegram ähnlich. In der App wird ein Channel nicht angezeigt, im Webinterface schon. :runter::ugly::hoch:
     
  16. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Noch eine Ergänzung dazu: Verkürzungen finden nicht nur in der Tiefe, sondern auch in der Breite statt. Manche Wissenschaften zeichnen sich darüber aus, dass man bestimmte Themen sehr, sehr tief durchdrungen haben muss, um genau zu verstehen was da abgeht - typische Beispiele sind Mathematik und Physik. Exemplarisch sieht man das ja immer an Erklärungen der Allgemeinen Relativitätstheorie: Da wird oft das Bild mit den Gummitüchern ausgepackt, was eine immense Verkürzung der Differentialgeometrie darstellt - aber es reicht, um das Bild ganz gut zu vermitteln.
    Andere Wissenschaften zeichnen sich eher durch ihre Breite aus, so dass man viel mehr Entwicklungen in der Breite im Überblick haben muss, um wirklich auf dem Laufenden zu sein. Da kann man als interessierter und gut gebildeter Laie durchaus einzelne Paper lesen und dadurch Einblick in bestimmte Bereiche erhalten, die Verkürzung geschieht dann eher dadurch, dass man nicht unbedingt die Zeit hat, alles Relevante zu verfolgen und einzuordnen.
     
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  17. KTelwoot

    KTelwoot
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    Ich finde es schon "nicht gut" wenn vorab veröffentlichte Ausschnitte von Kleinst-Studien vor dem Review-Prozess journalistisch verarbeitet werden.

    "Wir haben Blut von 5 SHKs mit Omikron gemixt und haben weniger Neutralisierung gesehen"

    -> Omikron umgeht Impfung!
     
  18. StrandedDeath gesperrter Benutzer

    StrandedDeath
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    Was hat das mit dem Zitierten zu tun?
    BTW: Wir sollten peer reviews auch nicht als Allheilmittel sehen, anstatt vieler Kritik nur z.B. hier.
    Was ich da schon an Unfug gesehen habe, der ein solches Review überstanden hat... und was ich schon gesehen habe, was ein solches Review (zunächst) nicht überstanden hat, ganz zu schweigen von formidabler sog. grauer Literatur, die ohnehin ein solches Verfahren nicht durchläuft (z.B. Dissertationen... obwohl die ja durch den entsprechenden Betreuer geprüft werden, hmmm).
     
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  19. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Jepp, volle Zustimmung.
     
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  20. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Schwierig. Damit kann man auch Frustgefühle erzeugen, wenn das Erklärte dann eben doch nicht so leicht verständlich ist. Oder man vermittelt Quatsch, das ist auch nicht okay.

    Man muss schon ein Gespür dafür entwickeln, welche Themen sich leicht reduzieren lassen und bei welchen das einfach nicht möglich ist. Bei Letzteren sollte man dann Komplexitätsreduktionen auch kenntlich machen und deutlich kommunizieren.

    Um mal Beispiele aus dem Geschichtsunterricht zu nennen: Das Thema "Die Gesellschaft des alten Ägyptischen Reichs" lässt sich sicherlich viel einfacher und gefahrloser reduzieren als "Gründe für den Aufstieg Hitlers".
     
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  21. KTelwoot

    KTelwoot
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    Ich sehe den Reviewprozess auf garkeinen Fall als gute Qualitätskontrolle.. aber wenn Journalisten auf jede neue Studie springen von der auf Twitter eine Seite gepostet wird, kann das nach hinten losgehen...siehe Streeck.

    Was der Review-Prozess immerhin macht: Zeit kaufen, bis andere Arbeitsgruppen ähnliche Untersuchungen angestellt haben.

    Daher muss man auch imho eigentlich weg von Reviews und Journalen und hin zu einer 'OpenScience' in der lieber Geld in die Verifizierung gesteckt wird.

    Ausformulieren muss man seine Methodik und ERgebnisse aber dennoch, denn sowas wie Streek, der Bilder auf einer PK hochhebt und sagt "Wir sind schon durchseucht, Maßnahmen abstellen!" soll es bitte nicht geben.
     
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  22. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    Passend dazu: [​IMG]

    :ugly:
     
  23. KTelwoot

    KTelwoot
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    Ein ähnlicher comic klebt hier an jeder Bürotür..
     
  24. StrandedDeath gesperrter Benutzer

    StrandedDeath
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    Ja, da bin ich im Gros bei dir.
    Journalisten haben oftmals halt leider keinerlei Ahnung von Wissenschaft / dem Wissenschaftsprozess und übernehmen entweder Texte von Presseagenturen (z.B. der dpa) oder von Pressemitteilungen der jeweiligen Forschungsinsitutionen selbst, gucken sich - falls überhaupt - allenfalls die Abstracts einer Studie an und wenn sich dann doch einer dahin verirrt, die Studien selbst zu lesen, versteht er sie nicht.

    Wie oft ich schon in diesem oder jenen bereich in der Presse lesen musste, dass bspw. dieser oder jener Forschungsstand strittig sei, Forscher sich uneins etc.; das wirkte dann nur von Außen so, weil es den journalisten an Kompetenz (und Zeit) fehlte, den Forschungskorpus (a) hinreichend zu erfassen und (b) - aufgrund ihrer Wissenschaftsagnosie - die Ergebnisse richtig einzuordnen. Natürlich gibt es zu etlichen Themen etliche Studien, die sich auch diametral gegenüberstehen können. Da muss man als Wissenschaftler aber einen Blick auf die Qualität der Studien, deren Aussagekraft / Limitationen etc. werfen, um zu beurteilen, ob die Studien wirklich halten, was sie im Diskussionsteil, den Pressemitteilungen und Co. den so behaupten.

    Das können Journalisten oft nicht... und (wollen) Wissenschaftler vom Fach selbst oft leider auch nicht (auch, weil man die somit oft die eigene Forschung hinfällig machen würde). Und die Forschungsinstitute mit ihren Pressemitteilungen etc., die Forscher selbst - z.B. auf Twitter (und da bin ich bei dir) - leisten dem Ganzen natürlich auch oft Vorschub, durch unzulässige(!) Verkürzungen, Auslassungen, Vereinfachungen etc. Ohnehin habe ich bei vielen meiner (erweiterten) Zunft regelmäßig das Gefühl, dass da von Wissenschaftshteorie wenig gewusst wird, dass man statistische Signifikanz zum hl. Gral erklärt, aber keine Ahnung von Effektstärkemaßen und Co. hat, Ergebnisse oft nciht hinsichtlich ihrer substanziellen und praktischen Aussagekraft einordnen kann.

    Wie gesagt, ein umfassendes studium generale wäre da ein erster Schritt, auch für den MINT-Bereich.

    So langsam tut sich aber vielleicht was bei der hl. Kuh peer review, hierzulande wieder mit entsprechender Verzögerung, so wie ja auch die hl. Kuh der statistischen Signifikanz sich langsam auflöst.
     
  25. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Die meisten Menschen werden schon Probleme haben, deinen Beitrag zu verstehen. Und das fängt doch schon mit dem ersten Satz an.
     
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  26. StrandedDeath gesperrter Benutzer

    StrandedDeath
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    Joar... die meisten Menschen sind ja auch keine Akademiker, betrifft hierzulande ja nur ca. 1/5 der Bevölkerung zwischen 25 und 65 Jahren. ;-)

    Dass das Textverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung wohl eher... suboptimal... ist, ist ja auch ein Problem für die gesamtgesellschaftliche Diskursfähigkeit.

    Wir brauchen aber nicht unbedingt mehr Akademiker (bei denen ja - wie schon erwähnt - oft auch entsprechende Verständnisprobleme/-hürden existieren), sondern vielleicht, nur als Vorschlag, mehr entsprechende Wissenschaftspropädeutik nicht nur an den Gymnasien (und da ist noch enormer Platz nach oben), sondern an allen weiterführenden Schulen. Erhöht ja auch letztlich die Reflexionsfähigkeit der Menschen, ihre Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit, ihre Möglichkeiten zurgesellschaftlichen, politischen, kulturellen etc. Teilhabe. Wenn man sich alles vorkauen lassen muss, ist man am Ende halt nur fremdbestimmt, im Extremfall leistet das Schwurblern aller Art Vorschub. Weil sie eben nicht wissenschaftlich denken können, defizitäre Textkompetenzen haben etc. tragen die Aluhutträger ja auch Aluhüte. ^^
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2022
  27. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Zudem habe ich speziell aus diesem Forum die Erfahrung gezogen, dass sehr, sehr viele User hier ihre eigene Expertise (auch insb. im Umgang mit Studien) dramatisch überschätzen.
     
  28. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Ich gebe es gerne zu, ich habe extreme Mühe Studien zu lesen.

    Was auch damit zusammenhängt, dass ich bei Zahlen gerne blockiere.
     
  29. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Solange du nicht wild irgendwelche Zahlen aus Studien nimmst, die gerade deine Meinung stützen sollen und dabei natürlich das Fazit "Die Zahlen sagen jedoch nichts über....aus..." weglässt ist das auch kein Problem.
     
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  30. StrandedDeath gesperrter Benutzer

    StrandedDeath
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    Ja, das ist kein Problem, das sich auf das GSPB beschränken würde, sondern findet sich auch draußen, in der weiten Welt... bei Laien wie auch bei Akademikern, selbst wenn Letztere vom Fach sind. Dafür gibt es zumindest im akademischen Diskurs aber das Korrektiv des... naja... Diskurses halt. ^^ In Foren wie diesem hier eskaliert das dann schon eher.
     
  31. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Kent es gibt immer irgendwelche Leute, die mit Statistiken irgendwas beweisen wollen. 40% aller Leute wissen das.

    https://www.youtube.com/watch?v=sm7ArKlzHSM
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2022
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  32. danmage Mastermind

    danmage
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    Eine sehr gute Rede gerade von Joe Biden über den Sturm auf das Kapitol 2021 und die US-Wahl.
    Er nutzt klare Worte und bezeichnet Lügner und Antidemokraten ganz deutlich als was sie sind.

    Edit. Hier eine kurze Zusammenfassung:

    "...Biden nutzte seine Rede im Anschluss als einen Angriff auf seinen Vorgänger Donald Trump: »Zum ersten Mal in der Geschichte hat ein Präsident nicht einfach nur eine Wahl verloren, sondern er hat versucht, die friedliche Machtübergabe mithilfe eines gewaltbereiten Mobs zu verhindern.« Trump habe im Weißen Haus ferngesehen und stundenlang »nichts getan«, während die Hauptstadt »unter Belagerung« stand.
    »Ein ehemaliger US-Präsident hat ein Lügennetz geschaffen«Die USA müssten lernen, wieder mit Wahrheiten umzugehen, der Weg in die Zukunft sei die Anerkennung der Wahrheit. »Die Wahrheit ist folgende«, so Biden: »Ein ehemaliger US-Präsident hat ein Lügennetz geschaffen.« Er habe das getan, weil ihm seine eigenen Interessen wichtiger seien als das Wohl des Landes »und wegen seines aufgeblasenen Egos, das ihm wichtiger ist als unsere Demokratie und unsere Verfassung«. Kein Präsident in der US-Geschichte habe je so etwas getan. »Er kann nicht akzeptieren, dass er verloren hat.«..."

    https://www.spiegel.de/ausland/usa-...rtlich-a-ce70e223-89e4-4403-8e72-3f1e0705a332
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2022
  33. Firderis

    Firderis
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    Thematisch passend eine neue ARTE-Dokumentation, welche zu empfehlen ist:

    Der Sturm aufs Kapitol

    Wem die Doku zu lange gehen würde, mit 1.5 x Geschwindigkeit (oder mehr) schauen :)
     
  34. Emet

    Emet
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    Einfach sagen was ist. Das am 6. Januar 2021 waren Terroristen die versucht haben eine friedliche Macht Übergabe zu verhindert. Punkt. Aus. Ende.
     
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  35. Firderis

    Firderis
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    Apropos:

    Und auch bei den republikanischen Wählern dreht die Stimmung. Der Kapitol-Sturm wird zunehmend verharmlost. Vier von zehn halten gewaltsame Aktionen gegen die Regierung unter bestimmten Umständen für gerechtfertigt, zeigt eine Umfrage der «Washington Post». Zwölf Prozent der Bevölkerung wollen laut einer CBS/YouGov-Umfrage, dass Trump 2024 wieder antritt. Ein Drittel dieser Personen wiederum findet, dass er dafür notfalls Gewalt anwenden sollte: Millionen Amerikaner sind also bereit, einen gewaltvollen Regierungswechsel zu unterstützen.
    https://www.blick.ch/ausland/der-st...ist-sogar-staerker-als-damals-id17122039.html

    Ich erwische mich immer öfters beim Gedanken, "dann gebt doch den Leuten endlich ihren zweiten Bürgerkrieg, damit das Land daran zugrunde geht und neu aufgebaut werden kann". Ein schlimmer Gedanken, das ist mir bewusst, einer de viel zuviel Leid mitbeinhaltet. Aber anscheinend braucht es dies.
     
  36. Tja, fragen wir mal die GOP Anhänger.
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man an dem Kerl so toll findet, dass er unbedingt wieder kommen muss, sogar mit Waffengewalt.
    Hail 2nd Amendment, Hail Trump.
     
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  37. Firderis

    Firderis
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    Und da kommt ARTE auch schon mit der nächsten passenden Doku um die Ecke, keine Stunde alt:

    Amerika in Aufruhr: Von Charlottesville zum Sturm aufs Kapitol
     
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  38. Jan Shepard

    Jan Shepard
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  39. MrBlonde nur echt mit der Mumu

    MrBlonde
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    Hab heute Abend das hier auf ARD gesehen: Sturm auf das Kapitol

    Dachte erst deine verlinkte Doku war die selbe - aber ist eine andere.

    Die (US) Doku die heute auf ARD kam fand ich sehr sehenswert - obwohl recht lange (fast 90 Min). Positiv fand ich, dass alles sehr neutral dargestellt wurde (auch die verwirrten Demonstranten die im Laufe zu Terroristen wurden...). Keine Doku mit erhobenen Zeigefinger. Hinterläßt ein unheimliches Gefühl, wenn man sieht das die neuen Radikalen teilweise aus der mitte der Gesellschaft kommen - ähnlich der Querdenker...
     
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  40. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Der republikanische Gouverneur Ron DeSantis verschwindet zwei Wochen komplett von der Bildfläche und hat anschließend enorme Probleme, eine Rede abzulesen, ohne elementare Atemprobleme zu bekommen.
    https://twitter.com/MeidasTouch/status/1478834609236238338

    Was? Hat jemand Covid gesagt? Wer war das?
     
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