Unsere Zukunft - eure Vorstellung davon?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Firderis, 4. Juni 2017.

?

Habt ihr Angst vor der Zukunft?

  1. Ja, aber nicht aufgrund der Veränderung der Gesellschaftsform

    11 Stimme(n)
    11,8%
  2. Ja, vor allem aufgrund des Wechsel des Arbeitsmarktes

    11 Stimme(n)
    11,8%
  3. Nein

    61 Stimme(n)
    65,6%
  4. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ich lebe im JETZT

    10 Stimme(n)
    10,8%
  1. Firderis

    Firderis
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    Wir sind gerade teilweise über dieses Thema in einem anderen Thread gestolpert. Und da das Thema durchaus sehr komplex ist, wollte ich wissen wie ihr so darüber denkt.

    Wie stellt ihr euch unsere Zukunft vor? Ich nehme stark an, dass der Fortschritt in KI, Computer-, Roboter-, Nano- und KI-Technik uns irgendwann obsolet macht. Wir Menschen werden zukünftig einfach nicht mehr als Arbeitskraft benötigt. Was gravierende Einschnitte für unsere Gesellschaft bedeutet. Denn dies würde auch gleichzeitig heissen, dass wir keine Zeit mehr auf der Arbeit verbringen, theoretisch 24 Stunden Freizeit pro Tag hätten.

    Was machen wir den ganzen Tag? So wir nicht produktiv sind, wie soll zukünftig der Kapitalismus funktionieren? Was wird unsere Motivation sein, überhaupt zu leben? Was sind unsere Ziele (damit will ich nicht andeuten, dass der Kapitalismus unsere Lebensmotivation ist, sondern wir damit oftmals unsere Ziele versuchen zu erreichen)?


    Wie seht ihr es?
     
  2. Slayer

    Slayer
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  3. Firderis

    Firderis
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    Mir geht es um die Zukunft, um unseres zukünftiges Leben. Dein Link scheint sich vor allem um die Gegenwart zu drehen. Ausserdem, falls ich einfach Videos von Wildfremden anschauen möchte könnte ich auch YouTube anschmeissen :D
     
  4. King of K!ngZ

    King of K!ngZ
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    Woher kommt eigentlich der Irrglaube das Geld die einzige Motivation im Leben ist? :ugly: Gerade das Internet ist der beste Beweis dagegen. Man schaue sich nur Mal Wikipedia an, oder tausende Foren wo Menschen anderen helfen, Modding, Musik um nur einen Bruchteil zu nennen.
     
  5. Firderis

    Firderis
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    Die Klammer sagt es doch. Nicht das Geld ist die Motivation des Lebens. Aber der Weg zum Ziel führt oftmals über das Geld. Ausserdem ist das Thema "Geld" nur ein Unterthema, denn dieses bekommt man mehrheitlich als "Lohn" der geleisteten Arbeit.

    Mir geht es mehr darum, was machen wir eurer Meinung nach in der Zukunft, wie funktionieren wir als Gesellschaft? So wir nicht mehr arbeiten "müssen" (oder auch dürfen) und 24 Stunden Freizeit pro Tag haben verändert uns dies extrem in unserer aktuellen Gesellschaftsform. Wir haben bis dahin seit Menschengedenken gearbeitet. Und möglicherweise braucht es den Mensch zukünftig einfach nicht mehr als Arbeitskraft.
     
  6. Slayer

    Slayer
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    Hinter dem Link steckt doch etwas mehr als irgendein Youtuber :ugly:

    edit: für die ganz faulen: http://www.generation-what.de/portrait/data/all
     
  7. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Bisher gings noch immer weiter. Bin da Optimist.
     
  8. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    Wenn der Mensch 24h am Tag Freizeit hat, braucht man sich über das "Was macht man dann" eh kaum Gedanken machen weil die Sonne sich ausdehnt und alles zu einem Haufen Asche verbrennt
     
  9. Artticler

    Artticler
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    Wenn die Produktivität weiter ansteigt (und davon ist bei der Industrie 4.0 auszugehen) werden Dinge wie Bürgergeld oder bedingungsloses Grundeinkommen relevant. Je nachdem in welche Richtung sich die digitale Revolution entwickelt, werden wir entweder zig Millionen Menschen in Armut abstürzten sehen, oder die Staaten einigen sich auf ein Grundeinkommen für alle was dann aber mit einem totalen Umbau unseres Sozialstaates einhergehen würde.

    Oder die digitale Entwicklung schafft mehr Arbeitsplätze als wie sie vernichtet, dann wird es einfach so weitergehen. Aber ein Verdienst in Geld wird immer die Basis sein auf der alles andere aufbaut.
     
  10. Firderis

    Firderis
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    Ich sehe da immer noch nicht wie man sich das Leben in der Zukunft vorstellt. Wo steht da, wie wir zukünftig den Tag verbringen? Wie wir ohne "Arbeit" leben werden? Was unsere Motivation darstellt?

    Das sowieso. Ausser sollten sich die Umweltbedingungen zu lebensverneinend ändern, werden wir als Menschheit sicherlich weiter bestehen. Die Frage ist eben, wie werden wir zukünftig leben? Was machen wir den ganzen Tag? WIE sieht die Gesellschaftsform aus? Was könnten unsere Zukunftswünsche sein, was wird die Motivation?

    Bis dahin sind es aber schon ein paar (...) Jährchen mehr, als bis zu dem Zeitpunkt an welchem es den Mensch als Arbeiter nicht mehr braucht :)
     
  11. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    Ist das so?
     
  12. Firderis

    Firderis
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    Glaubst Du nicht wir kommen irgendwann an den Punkt, an welchem es die Menschen als Arbeiter / Angestellte einfach nicht mehr braucht? Oder zumindest den grossen Teil davon. Produktion, Essen, Hauswirtschaft, eigentlich praktisch alles kann durch eine KI und Robotertechnik übernommen werden. Gerade befinden wir uns in der Phase, in welcher die KI lernt unsere Emotionen zu interpretieren. Soziales fällt dann ebenso weg. Selbst der "Supervisior" kann vermutlich besser durch die KI übernommen werden.

    Spielen wir den Gedankengang einfach durch. Wo und wie wird sich der Mensch zukünftig beschäftigen? Wie werden wir als Gesellschaftsform existieren? Werden wir zum reinen Konsumenten, ohne Gegenleistung? Was motiviert uns zukünftig überhaupt noch zu leben?

    http://www.astronews.com/news/artikel/2008/02/0802-037.shtml

    Ein deutscher und ein britischer Wissenschaftler glauben nun das Schicksal unserer Erde exakt vorherberechnet zu haben. Nach Ansicht der Forscher wird unsere Heimat in genau 7,59 Milliarden Jahren in der Sonne verglühen. Bislang hatte es unterschiedliche Ansichten darüber gegeben, ob es der Erde gelingen würde der sich ausdehnenden Sonne zu entkommen oder nicht.

    Selbst falls sie sich um Milliarden Jahre getäuscht haben, kommt vermutlich der Zeitpunkt, an dem es den Mensch als Arbeiter nicht mehr braucht, weit vorher :D
     
  13. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    Ich kenne die Zahl wohl, und sie bewegt sich eher im ~1.5Mrd Jahre Umfeld, wie auch im Artikel geschrieben
     
  14. Artticler

    Artticler
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    Jepp, das wird passieren. Und außerdem: Solche Dinge passieren seit dem Beginn der Industrialisierung. Wie viele Sattler gibt es heute noch? Wie viele Fassbinder? Wie viele Kutschenbauer? Wie viele Menschen arbeiten noch in der Kohleindustrie?

    Bisher hat die technische Entwicklung dafür gesorgt, das wegfallende Arbeitsplätze durch neue Arbeitsplätze ersetzt und sogar überboten werden, ganz einfach weil die Produktivität immer weiter anstieg. Und wenn das so weitergeht, dann wird man eines Tages einen Punkt erreichen, wo entweder genug Arbeit für alle da ist oder genug geschaffen wird um allen menschen Wohlstand zu ermöglichen. Wenn aber die neuen Technologien plötzlich mehr Arbeitsplätze vernichten als wie sie erzeugen, dann wird es schwer denn dann wird man eine völlig neue Gesellschaft schaffen müssen (sofern man nicht riesige Armutsproletariate schaffen will, gegen die unsere heutigen HarzIV-Ghettos wie Kindergärten wirken würden).
     
  15. MikeDee Botschafter von Fairytopia

    MikeDee
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    Maschinen die für mich arbeiten und Sexpuppen aus dem 3D-Drucker. Das fast die Zukunft zusammen wie ich sie mir vorstelle.
     
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  16. Laberkopp

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  17. Mr.Anderson PB Auserwählter

    Mr.Anderson
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    Ich denke schon, dass menschliche Arbeit irgendwann in der Zukunft komplett oder nahezu komplett unnötig wird. Bin mir allerdings ziemlich sicher, dass keiner von uns diesen Zeitpunkt noch erleben wird.

    Wenn doch hätte ich davor aber auch keine Angst. Klar, eine ganze Gesellschaft mit 24 Stunden am Tag Freizeit - sowas wäre wohl eine der größten gesellschaftlichen Umstellungen aller Zeiten, aber ich denke, das würde sich schon irgendwie ausgehen.

    Mehr Bedenken hätte ich auf dem Weg hin zur "Null-Beschäftigung". Wenn gar keiner arbeiten muss, ist die Verteilung wohl halbwegs gut zu handhaben, leistet ja jeder gleich viel oder wenig.
    Aber was, wenn auf dem Weg dahin erst 30% der Leute arbeitslos sind? 40%? 50%? Wie will mal eine faire Verteilung zwischen so vielen Arbeitslosen und dem Rest sicherstellen? Da dürfte es ziemliches Konfliktpotential geben
     
  18. Firderis

    Firderis
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    Welche Arbeit kannst Du Dir denn vorstellen, welche wir zukünftig als Menschen noch besser machen als die KI, bzw. die (Nano-)Roboter oder generell der Computer? Ich tue mich schwer damit, überhaupt noch irgendwas zu finden. Handwerklich wäre der Computer weit besser. Was Bürokratie betrifft sowieso. Ausser "Gestaltung" bzw. "Kunst" fällt mir nichts ein, bei welchem wir irgendwie noch besser sein könnten als jede Art von KI. Und selbst die könnte man vermutlich dahingehend bekommen, dass sie irgendwelche kontroverse Sachen hinbekommt.

    Ich versuche wirklich irgendein aktuelles Berufsfeld zu finden, welches nicht durch eine KI ersetzt werden kann. Und es fällt mir schwer. Selbst falls es darum geht die KI zu programmieren, wir haben bereits rudimentär lernfähige KI. Die Kontrolle der KI? Kann sicher eine KI selbst besser. Der kreative Prozess? Zum einen ist der Grossteil der Menschen gar nicht kreativ tätig oder dazu bereit, zum anderen für was? Selbst falls es darum geht, uns nur noch geistig zu beschäftigen, ist dies doch eher eine Ablenkung.

    Ich finde die Zukunft durchaus spannend. Wir haben unglaubliche Herausforderungen vor uns. Gerade was Gesellschaftswandel und Gesellschaftsform betrifft. Aber irgendwie happert es bei mir mit der Vorstellung der Motivation des Ganzen. Zumindest ich bin mir gewohnt, ein Lebensziel zu haben, welches sich auf irgendeiner Form mit Arbeit verknüpft. 24 Stunden Freizeit, ohne irgendein Ziel, ist aus meiner Sicht schädlich für die menschliche Psyche. Die "Sinn"-Frage stellt sich hier viel zu früh.
     
  19. Fane

    Fane
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    Nur weil niemand (und das ist auf absehbare Zeit übertrieben) arbeiten muss, heißt das nicht das niemand mehr arbeiten darf.
     
  20. Firderis

    Firderis
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    Hmm, da bin ich mir nicht einmal so sicher. Dürfte ich wählen zwischen Beschäftigung oder 24 Stunden Freizeit, ich würde wohl die Beschäftigung wählen. Die Frage wäre, wie sieht es die Mehrheit? Ich kenne genug Pensionierte, welche überhaupt nicht mit dem Umstand glücklich sind pensioniert zu sein. Gut, die sind vielleicht auch mit der Arbeit aufgewachsen, und dem entsprechend fehlt ihnen der soziale Kontakt oder die Arbeit generell, was dann möglicherweise wegfällt.

    Natürlich werden wir irgendeine Beschäftigung für die 24 Stunden Freizeit finden. Und vermutlich auch irgendein Lebensziel. Aber ich finde den Gedankengang spannend, was denn dies sein könnte. Nicht, dass wir für die Arbeit leben. Aber sie ist ein grosser Teil unseres Soziallebens, der "Ablenkung", und auch manchmal Teil der Motivation, überhaupt zu leben. All dies würde ja wegfallen.

    Das Thema ist durchaus komplex. Gerade auch aufgrund des Umstandes, dass wir als Menschheit es gewohnt sind zu "arbeiten". Wir haben es schon immer getan, wir werden dazu erzogen. Es ist Teil unseres Tages, wir verbringen damit viel Zeit. All dies würde wegfallen. Plötzlich würde "Schule" keinen Sinn mehr ergeben. All das "Lernen" braucht es nicht mehr. Lebenserhaltende Massnahmen laufen von alleine (Nahrung besorgen usw.). Wir haben überhaupt keinen Anlass mehr irgendwas zu machen.
     
  21. Fane

    Fane
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    Also bis Computer oder Roboter z.B. ein Haus Stein auf Stein bauen werden oder selbst Maschinen entwickeln können wird noch einige Zeit vergehen.
     
  22. DonSwingKing Herr Vorragend

    DonSwingKing
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  23. MikeDee Botschafter von Fairytopia

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    Zum "Ziel des Lebens", bei mir ist es ganz simpel, Produkte erschaffen die ich haben will und andere vielleicht Geld geben würden um es zu besitzen.
    Ich bin zwar noch weit entfernt, aber auf dem Weg dort hin.
     
  24. Firderis

    Firderis
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    Es geht ja nicht um unser Leben. Sondern eher darum, wie ihr generell die Zukunft der Menschheit seht, was ihr erwartet wie sich unsere Gesellschaftsform ändert. Ich glaube nicht, dass ich noch erleben werde, dass die Menschheit als Ganzes komplett arbeitslos ist. Doch in 100 Jahren dürfte dieser Zeitpunkt durchaus erreicht sein.

    Zum Glück. Ganz ehrlich, ich will nicht ewig leben. Im Gegenteil, je früher ich dieses Leben hinter mir habe, desto besser. Was nicht Selbstmord mitbeinhaltet, keine Bange. Aber irgendwie bin ich lebensmüde, im eigentlichen Wortlaut. Ich werde einfach alt... :D

    Was ja dann eben wegfallen würde. Zumindest falls wir den Gedankengang zu Ende führen. Vermutlich würde die KI den Grossteil Deiner Arbeit übernehmen.
     
  25. Fane

    Fane
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    Das hat man vor 100 Jahren auch gedacht. Und das Autos fliegen. So schnell geht das alles nicht, oder hast du irgendwelche Anhaltspunkte für deine 100 Jahre?
     
  26. poff Hitler des Humors

    poff
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    Das grundsätzliche Problem besteht darin, dass es praktisch keine bedeutsame menschliche Eigenschaft gibt, die nicht irgendwann von einer ausreichend leistungsfähigen Maschine simuliert werden könnte. Man könnte nahezu jede wichtige Position in der Gesellschaft durch eine Maschine ersetzen. Nicht nur Arbeiter oder den Dienstleistungssektor, auch Wissenschaftler, Künstler, und letztendlich auch Politiker. Der Mensch würde zu einem reinen Konsumenten und Befehlserteiler, der sich einer rasant wachsenden und sich weiterentwickelnden Roboterpopulation gegenüber sieht, die ihn eigentlich nicht mehr braucht. Im besten Fall würden sie es noch schaffen, die Roboter so zu programmieren, dass sie die bisherigen Menschen als Zentrum ihres Wertesystems begreifen. Die mangelnde intellektuelle Herausforderung würde den Menschen geistig degenerieren lassen bis er letztendlich nichts weiter ist als eine Art Haustier für seine selbstgeschaffenen evolutionären Nachfolger. Dann entgleitet ihm die Kontrolle über seine Schöpfung, so dass sie anfängt, sich über ihn zu emanzipieren und ihn schrittweise abzuschaffen. Was dann das Ende der bisherigen Menscheit wäre.
     
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  27. MikeDee Botschafter von Fairytopia

    MikeDee
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    Ich glaube nicht, dass die KI das Spiel oder den Lebensberatungsbuch genau so schreibt wie ich es mir vorstelle. Klar, die KI kann mir helfen, aber ich muss der immer noch sagen was die machen muss.
     
  28. Firderis

    Firderis
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    Die 100 Jahre wurden so gewählt, dass weder Du noch ich mit grosser Wahrscheinlichkeit diesen Punkt erleben. Unabhängig davon, irgendwann wird es passieren. Oder siehst Du dies anders? Also, das Grundthema bleibt; was glaubst Du, werden wir Menschen zukünftig machen, wie wird unsere Gesellschaftsform aussehen, unser Alltag?

    Natürlich müsstest Du der KI vorgeben, was sie zu tun hat. Aber der handwerkliche Teil würde sie übernehmen. Und selbst falls es um den Schaffensprozess geht, warum solltest Du überhaupt noch irgendwas entwickeln? Wer sagt, dass dieser Prozess noch nötig ist? Vielleicht würdest Du grob die Idee vorgeben, die KI dann das Ganze anschauen und einen Vorschlag unterbreiten wie sie es sieht.

    Ich nehme an, Du bist mit dem Gedanken verbunden, anderen mit Deiner Arbeit neue Horizonte zu öffnen, oder ihnen das Leben zu vereinfachen. Generell würde aber "Arbeit" ja wegfallen, da diese durch KI und Robotik übernommen werden würde.
     
  29. Zele

    Zele
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    Na, Religionskriege, Kriege um Zugang zu Trinkwasser und bewaffnete Konflikte um knapper werdende Rohstoffe stehen für die Zukunft ganz oben auf meiner Liste der Vorstellungen....
     
  30. Firderis

    Firderis
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    Die habe ich versucht bewusst auszuklammern. Irgendwie ist fast zu hoffen, dass wir uns gar nicht der Problematik einer generellen "Arbeitslosigkeit" stellen müssen.
     
  31. MikeDee Botschafter von Fairytopia

    MikeDee
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    Es wird immer Leute geben die wissen wollen wie man eine Frau anspricht oder ein "Aktbild" von Prinzessin Zelda möchten.
     
  32. Firderis

    Firderis
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    Also das "Frauen ansprechen" kann eine KI vermutlich besser. Pulsmessung, Pupillen-Erweiterung, Rötungen, Stimmveränderung usw....

    Bei Zelda bin ich halbwegs dabei, in der Hoffnung die Erotik wird nicht komplett verschwinden. Allerdings passt mir die "Veränderung" bei der Pornografie generell nicht. Ich habe das Gefühl, auch da bewegen wir uns immer mehr in eine Gewaltspirale. Da frage ich mich, ob es irgendwann überhaupt noch Aktbilder braucht. Überhaupt ist die "Pornografie" einer ständigen Veränderung unterworfen. Sollten wir uns weiter auf dem aktuellem Weg befinden, ist sie im "normalem" Leben Standard geworden. Und dem entsprechend auch nicht mehr reizvoll.
     
  33. Joschka

    Joschka
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    Ein solches Gedankenspiel ist natürlich spannend, aber es ist fast unmöglich das vorherzusagen, bzw. sich auch nur annähernd vorzustellen. Es gibt noch keinen Ansatz für richtige KI, sprich mit eigenem Bewusstsein, und so lange das nicht der Fall ist, wird es immer menschliche "Babysitter" für die Bots geben. Zudem gibt es so viele Jobs, die a) gerne von Menschen gemacht werden, ich arbeite z.B. gerne als Illustrator und b) auch schwer von einer Maschine gemacht werden könnte (Wer kauft einer Maschine eine Versicherung ab?:ugly:). Effizienz ist ja auch subjektiv für uns, das heißt es kommt nicht nur auf das Ergebnis an, sondern auch, was man dafür opfern muss, die Opportunitätskosten.

    Ich denke, es werden zwar krasse Änderungen auf die Menschheit zukommen, aber doch eher schrittweise und schleichend, die menschliche Komponente verlagert sich dann auf Medien, Unterhaltung, Werbung und und und, während die Bots unsere Autos zusammenbauen... warte, das tun sie bereits :P
     
  34. Firderis

    Firderis
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    Für was brauchst Du eine Versicherung, so doch nichts mehr aus Eigenleistung entsteht oder "gekauft" werden muss? Versicherungen sind in dem Zukunftsszenario nicht mehr nötig. Du hast kein eigentliches Geld, der "Wert" der Sachen ist nicht mehr richtig vorhanden, da keine "Arbeit" dahinter steht. Und Illustrator? Von was?... :D
     
  35. Joschka

    Joschka
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    Du gehst direkt von einer geldlosen Utopie aus, gut, dann brauchst du ja nur Star Trek zu gucken, die Menschen spielen Weltenentdecker und sind beschäftigt ;)

    Naja und Spiele, Filme, Literatur, Bilder etc. sind nicht an den Kapitalismus gekoppelt, die sind einfach ein Zeitvertreib, der auch ohne Geld beibehalten wird, sofern genug Leute motiviert bleiben, diese Dinge anzufertigen (wovon ich einfach mal ausgehen würde!).
     
  36. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    Vielleicht weil die künstlerischen Ergüsse der KI Scheise werden und der Mensch sich nach etwas anderem sehnt?
     
  37. Joschka

    Joschka
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    Das Streben nach Perfektion ist eh eine Illusion, sieht man ja schon daran, dass diese oft als langweilig von unserem Gehirn interpretiert wird. Klar könnten Maschinen auch das Imperfekte nachahmen, aber genauso können wir es selbst machen, da es uns Freude bereitet. Wenn man nicht rein darwinistisch denkt, ist nicht die perfekte Effizienz das höchst anzustrebende, nicht für das Wohl des Individuums und danach konzipieren wir ja, im Idealfall, unsere Welt und Maschinen.

    Wir bauen ja diesen ganzen Blödsinn nur für uns, für unser Wohlergehen und unsere Unterhaltung, nicht um die perfekte Spezies im übergeordneten Sinn zu erzeugen (wieder im Idealfall, es könnte auch außer Kontrolle geraten, wie zahllose Sci-Fis zeigen:ugly:).
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2017
  38. Mr.Anderson PB Auserwählter

    Mr.Anderson
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    Stimmt - aber wir beide sind es ja auch gewohnt, jeden Tag zu arbeiten. Und auch, dass alle um uns herum jeden Tag arbeiten.
    Natürlich ist es da schwer, wenn sie plötzlich wegfallen würde - sicher umso mehr für Pensionäre. Aber ich glaube eher, weil es grundsätzlich schwer ist, eine Routine, die man 40+ Jahre gemacht hat, aufzugeben, egal was es ist.
    Wenn man aufgewachsen wäre, ohne jemals zu erfahren was "Arbeit" überhaupt ist, weiß ich nicht, ob man sie vermissen würde.

    Zumal die Gesellschaft insgesamt dann ja auch anders aussähe. Wenn du jetzt zehn Millionen im Lotto gewinnst wird dir vielleicht schon langweilig - weil deine Freunde arbeiten müssen und tagsüber keine Zeit haben, und weil unser System nicht darauf ausgelegt ist, dich nonstop zu bespaßen.
    Wenn nun gar keiner mehr arbeiten würde, würde es denke ich auch entsprechend mehr Freizeitmöglichkeiten überall um uns herum geben, viel mehr Aktivitäten, die man mit viel mehr Leuten machen könnte.

    Und wir hätten z.B. auch wieder Zeit, dass Eltern sich wieder um ihre Kinder oder um ihre Eltern & Co in Pflegefällen richtig kümmern könnten, statt die Kinder nach dem ersten Jahr ganztags in die Kita und die Eltern ins Heim zu schicken. Damit hast du für Familien schonmal für 10 Jahre einen sehr sinnvollen quasi-Vollzeitjob gesichert :D
     
  39. Firderis

    Firderis
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    Naja, "ohne Arbeit kein Lohn". Wie soll Geld noch funktionieren, so wir eigentlich keinen Gegenwert dazu leisten? Und ich weiss nicht ob "Utopie" die richtige Wortwahl ist. Ich finde dieses Szenario durchaus real, Du nicht?

    Eine KI kann durchaus auch kopieren oder zwei Kopien zusammen fügen, würdest Du den Unterschied merken? Es gibt genug Menschen, welche heute bereits alte Filme als "neu" sehen, oder alte Lieder nicht erkennen und glauben sie seien neu, obwohl sie für uns alte Hasen "Klassiker" sind. Was meinst Du, wie Warhol oder wer auch immer in der Zukunft gesehen werden?
     
  40. Joschka

    Joschka
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    Vor allem ist der Mensch ja so schön irrational, dass er sich auch unsinnigen Dingen hingeben kann, eine existentielle Sinnkrise (wie in Nier: Automata thematisiert, wer es gespielt hat) wird so schnell nicht eintreten. Ob ich nun weiß, dass es 8473 Chinesen gibt, die besser malen können als ich, oder 8473 Maschinen, wo ist da für meine persönliche Motivation der unterschied? :ugly:

    Für meine Versorgung und wohl auch für Luxusgüter wäre ja in dem Fall eh gesorgt, kann ich also fleißig weiter üben und mir einreden, dass ich eines Tages besser bin als Data!

    Nachtrag: Ich kann mir eine derartige Welt natürlich rein hypothetisch schon vorstellen, aber, wie bereits gesagt, hindert es ja nicht daran, weiterhin Dingen nachzugehen, die einem Spaß machen (ob diese nach heutiger Auffassung als Arbeit bezeichnet werden oder nicht, spielt ja gar keine Rolle dabei). Das Bereisen von Welten ist dabei gar nicht so abwegig, da unsere Neugierde uns auch in Zukunft ein treuer Begleiter sein wird.
     
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