Was habt ihr euch heute angeschaut? - Teil VII

Dieses Thema im Forum "Medienforum" wurde erstellt von Timber.wulf, 26. Januar 2017.

  1. HypNo5

    HypNo5
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    Wenn der Sound so eingestellt ist wie ihn Nolan gerne hätte, dann versteht man alle schlecht. :ugly:
    Mit 70mm hatte ich leider nur schlechte Erfahrungen. Entweder liegt es generell an 70mm oder das sonst sehr sehr sehr gute Kino (Savoy in Hamburg) kann mit dem Projektor nicht umgehen. Bei Hateful Eight hat der Schnee, bei Lawrence der Sand ständig geflackert.
     
  2. Terranigma

    Terranigma
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    Wir sind nun fast schon mit der ersten Staffel durch und im direkten Vergleich ist's spürbar, wie schnell Korra im Vergleich zu Avatar ist: insb. eben im Hinblick darauf, dass jede Staffel für sich abgeschlossen ist. Ich meine mich zu erinnern, dass dies an den sehr miesen Rahmenbedingungen lag, weil die Macher anfangs gar nicht wussten, wie viele Staffeln in Aussicht stehen - sodass sie die erste Staffel als in sich abgeschlossene Erzählung konzipierten. Zur zweiten Staffel gab's wieder keine Gewissheit und die Produzenten gingen wohl davon aus, dass die Serie hier bereits enden würde - aber dann hat Nickelodeon doch noch weitere Staffeln bestellt. Nickelodeon hat wohl nicht allzu viel Hoffnungen in die Serie gesteckt, und Korra lief anfangs auch am Sonntag morgens zur Frühstückszeit. Derartige Probleme durchzogen wohl die ganze Produktion, sodass man von Staffel zu Staffel produzierte, ohne einen längeren Story Arc planen zu können. Am Ende wurde die Serie dann auch recht übereilt in Staffel 4 endgültig beendet. Zugegeben lag das Problem nicht ausschließlich bei Nickelodeon - auch wenn die als Sender wohl völlig die Popularität des Franchises unterschätzt haben - sondern auch die Urheber planten anfangs nur damit, Korra quasi als Mini-Serie mit einer Staffel rauszubringen. Anders als bei Avatar gab es anfangs keinerlei Plan, Rahmenhandlung, o.Ä., sondern man hat sich von Staffel zu Staffel gearbeitet.

    ... in der Rückschau ist's absolut irre, weil Nickelodeon mit Avatar eine derartige Marke etabliert hat, ohne es wohl recht begriffen zu haben. Ich gönne es Korra insofern sehr, wenn sie auf Netflix erscheint und dann endlich ihren verdienten Ruhm erhält. Dass die Serie trotz dieser Probleme hinter den Kulissen am Ende doch so gut wurde, wie sie wurde, das ist keine geringe Leistung. Ich hoffe wirklich, dass es ggf. unter der Ägide von Netflix eines Tages eine weitere Animationsserie in diesem Universum geben wird, denn Nickelodeon hat's absolut verkackt.


    Was ich aber nicht derart in Erinnerung hatte: So viel Positives man auch über Avatar sagen kann, der Soundtrack ist leider ziemlich belang- und charakterlos. Korra hat im Vergleich dazu den deutlich besseren Soundtrack.
     
  3. HypNo5

    HypNo5
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    Hmm. Wobei der emotionale Part des Stücks vor allem die Avatar-Passagen sind. Hochwertiger und komplexer sind die Korra Stücke möglicherweise. Dafür müsste ich mir sie erst nacheinander anhören. Ich mochte den OST von Avatar definitiv, auch wenn ich mich kaum an spezifische Stücke erinnern kann. Später beim Kochen oder Abspülen "lege" ich mich die Musik auf.
     
  4. Terranigma

    Terranigma
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    Ah, ich denke da ganz simpel: Korra klingt nach Ostasien inkl. entsprechender Instrumente und Tonleiter. Avatar klingt größtenteils wie'n westlicher Filmsoundtrack. Aber hör mal rein - bin gespannt, wie du's empfindest. :yes:
     
  5. HypNo5

    HypNo5
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    So, nach 30 Minuten:



    Du hast auf jeden Fall recht, dass der Soundtrack von Avatar mehr nach Hollywood klingt. Die weniger guten Titel wirken wie etwas von Audiomachine oder Two Steps from Hell. Korra ist da auf jeden Fall fernöstlicher, was auch sehr gut zur Serie passt und voll meinen Geschmack trifft. Dennoch ist das größte Highlight meiner Meinung nach das ganz normale Theme, welches selbstverständlich in den verschiedensten Variaten auch in Korra zu finden ist (siehe dein Lied von oben). Ebenso habe ich bei Avatar Bilder zu den Liedern im Kopf, was es viel "emotionaler" macht. "Last Agni Kai" ist beispielsweise als Stück recht lahm, aber in Kombination mit den Bildern, für mich eine der besten Szenen der ganzen Serie. Bei Soundtrack haben auf jeden Fall ihre Höhepunkte. Das von dir oben ist sehr toll, "The Seven Chakras" von Avatar ist super. Die Musik ist eh von der gleichen Person.

    Ich will einfach mehr Serien in die Richtung. Avatar ist wie eine Kombination aus Siddhartha und Ghibli, aber mit sehr cooler Action, mit Humor und so viel mehr. Du bringst mich fast dazu Avatar oder Korra nochmal zu schauen. :KO:
     
  6. t-6 80plus-zertifiziert

    t-6
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    Die Schauburg hat ihren 70mm-Saal sehr gut im Griff. Bei Dunkirk hätte ich beim ersten Schuss fast mein Popcorn weggeworfen, so hart und laut kam der und die Kakophonie ging dann so weiter.
    Der erste Bombenangriff am Strand, wo die Einschläge der Kamera immer näher kamen? Abartig diese Wucht.
    "Dynamische Kompression" ist ein Fremdwort in der Schauburg, und für Nolan wohl auch :ugly:

    Das IMAX wiederum hatte Dunkirk soundmäßig imho total versaut, eben gerade weil der so laut ist. Weicheier.
    Das hatten die seinerzeit mit Interstellar noch ganz anders gehandhabt, wo der Start der Saturn V einem physisch die Tränen aus dem Kopf gedrückt hat :ugly:
     
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  7. Rubilein H/\TS(H!

    Rubilein
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    Ah...sehr cool. Danke :yes: :hoch:
     
  8. Stringer Praktizierender Atheist

    Stringer
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    Ich habe mir heute zusammen mit meiner Nichte Knives Out angesehen.

    Und jetzt weiß ich auch wieder, warum Filme (speziell Krimis, Thriller, usw.) mit ihr anzusehen doch etwas anstrengend ist:
    • sie fällt auf jeden noch so vorhersehbaren Twist herein,
    • sie verdächtigt der Reihe nach so ziemlich jeden, der im Film eine Rolle spielt (bis hinein in die kleinsten Nebenrollen)
    • und wenn dann die Auflösung kommt behauptet sie natürlich, von Anfang an gewußt zu haben, dass sie/er der Täter war (was in gewisser Weise auch stimmt, da sie mit Sicherheit auch diese Person verdächtigt hat :topmodel:).
    Übrigens, als sie noch kleiner war (heute ist sie über 20) haben wir zusammen immer Avatar geschaut.
    Seither habe ich mir Avatar nicht mehr angesehen.
     
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  9. Klatsch

    Klatsch
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    Ok hatte jetzt gedacht, die wäre noch klein, aber mit Ü20 naja. :ugly:
     
  10. knusperzwieback

    knusperzwieback
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    Mach ich auch immer. Sobald jemand neues ins Bild läuft rufe ich, "Ha, der wars bestimmt!" :ugly:
     
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  11. HypNo5

    HypNo5
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    Wenn man Glück hat, erwischt man genau dann mal einen Film, bei dem es entweder alle oder niemand war. :D
     
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  12. HypNo5

    HypNo5
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    Vertikale Videos sind eh schon furchtbar und jetzt macht auch noch Damien Chazelle einen Kurzfilm dazu. :bse:



    Passend dazu Lynch:



    :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2020
  13. General Kenobi I have the high ground

    General Kenobi
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    Die erste Filmhälfte ist vielversprechend. Ein paar Freunde erkunden in Australien ein Höhlensystem, wie es im Bilderbuch steht: eng, dunkel, unerforscht. Dabei wird die klaustrophobische Atmosphäre gut eingefangen. Sobald die Gruppe auf einen kleinen Höhlensee und bei dessen Erkundung auf seltsame Bewegungen im Wasser stöss, beginnt beim Zuschauer das Kopfkino so richtig. Für diejeningen, die weder den Vorgänger noch den Trailer kennen, schreibe ich nur so viel: etwas befindet sich im Wasser. Selbstverständlich kotzte sich zwischenzeitlich draussen ein Sturm aus und der eindringende Niederschlag bewirkt das Ansteigen des Wasserpegels...

    Die Schauspieler reagieren in erster Linie nicht so stümperhaft wie ihre Artgenossen in ähnlichen Produktionen. Eine richtige Bindung zu den Figuren entwickelte sich beim Sehen allerdings nicht. Die Ausgangslage bewirkt (vorerst) ein spannender Survivalkampf gegen Natur und Elemente. Begünstigt wird das Ganze durch den geschickten Einsatz der Kamera.

    Dann kommt die zweite Hälfte. Leider werden die Ereignisse sehr vorhersehbar und genretypisch kitschig. Dazu entwicklt sich der Mysteryfilm zu einer unnötigen und nervenden Soap-Opera, inkl. entsprechendem Ende.

    Für pure Horrorfans liefert Black Water Abyss zu wenig Blut und Fleisch. Für Casualgucker liefert die erste Hälfte Spannung, anschliessend Soap-Opera-Drama. Ab und an treibt noch ein
    Krokodil sein Unwesen und nimmt sich jeweils einen Happen zu essen.
    .

    Fazit: Schade, die Gewürze für einen spannenden Streifen waren vorhanden, leider hat sich der Regisseur bei der Dosierung vertan. So bleibt es bei einem durchschittlichen Filmvergnügen. 5.5/10
     
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    Mord im Orient Express :KO: :yes:.
     
  15. Stringer Praktizierender Atheist

    Stringer
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    Oder der verschiedene mögliche Auflösungen des Falles präsentiert, wie
    Eine Leiche zum Dessert.
     
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    Captain Tightpants
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  17. Captain Morgan

    Captain Morgan
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    [​IMG]

    Ich denke, den Film dürften die Meisten hier kennen. Auch wenn er, wie viele Game-Adaptionen nur rudimentär was mit den Spielen zu tun hat gehört er doch zu den Besten Spieleverfilmungen die ich kenne. Dazu trägt auch bei dass Die Musik aus den Spielen selbst entnommen wurde. Auch wenn der allseits bekannte Pyramidenkopf nur ganz kurz zu sehen ist, sein Auftritt ist immer wieder grandios. Ansonsten muss man denke ich nicht mehr zu dem Film sagen. Ich finde ich sehr gut!

    9/10
     
  18. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
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    Barry Lyndon

    Händel zum Einstieg, besser kann man einen Film nicht beginnen, 10/10.

    Der Rest kann nicht ganz mithalten. Die Reise vom Aufstieg und Fall des Redmond Barry finde ich charmant geschrieben (so ein allwissender Erzählbär sollte viel öfter zum Einsatz kommen). Die Ausstattung und Locations sind der Hammer - teilweise gibt es da echt phänomenal schöne Kulissen zu sehen.

    Auch die Machart ohne irgendwelches CGI hat mir sehr gefallen, sowas gibt's heute icht nicht mehr - heutige Filme in dem Setting wirken irgendwie viel zu clean und es geht einige Magie verloren.

    Die Geschichte fließt trotz einiger Längen angenehm dahin. Man will schon wissen wie es weiter geht, allerdings haben über weite Strecken richtige Highlights gefehlt. Barry hatte ruhig noch mehr Filou sein dürfen, um mehr Tempo in den Mittelteil zu bringen. Erst zum Schluss hin (bei der Beerdigung & beim Duell) ziehen die Musik und die Emotionen wieder an.

    Es hat Spaß gemacht, in die Vergangenheit abzutauchen und ich kann mir vorstellen, dass mir der Film beim erneuten Ansehen in ein paar Jahren noch etwas besser gefallen wird. Alles in allem ein schöner (und trotz Kubrick komischerweise recht unbekannter) Historienschinken, der etwas zu lange geraten ist.

    7,5/10


    P.S.: Barry macht es einem echt schwer, ihn zu mögen. Wer vernachlässigt denn bitte eine Braut, die Geld wie Heu hat und dann auch noch hawt as fuck ist? TROTTEL! :bse::ugly:
     
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  19. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    Gangs of London - Folge 4 - 6

    Ja, geht gut weiter. Die Figuren bekommen etwas mehr Tiefe und die Action weiß auch zu gefallen. Insbesondere Folge 5 ist wirklich ein Knaller. Man fragt besser nicht nach Logik, aber die Inszenierung ist wirklich super. Allein die kreativen Ideen mit der Kamera. :yes:

    Die Folterszenen in Folge 6 hätte ich so nicht gebraucht, war für die Charakterentwicklung von Marian aber wohl wichtig.

    Schön war auch, Mads Koudal mal wieder zu sehen. Den fand ich als Bad Guy in Merantau schon super und auch hier kann er wieder schön fies sein.

    Freue mich schon auf die letzten Folgen nächste Woche.
     
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  20. HypNo5

    HypNo5
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    Die Wertung ist eindeutig zu niedrig. :teach:

    [​IMG]
    Diese Bilder. Man könnte meinen das ist ein Gemälde. :bet:

    Ich habe kaum einen Film gesehen, der emotional so bedrückend ist wie die zweite Hälfte des Films.
     
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  21. Boris Brunz von Brunzelschuetz

    Boris Brunz von Brunzelschuetz
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    Visuell ist er echt der Hammer und das ist natürlich die große Stärke des Films. Aber seit Erscheinen sind eben auch 45 Jahre vergangen und es gibt auf der Ebene zig Kandidaten, die mindestens genau so schön sind. Das gezeigte hat mich also nicht vom Hocker gerissen, doch zumindest es spielt hier auf jeden Fall in der Oberliga mit. :yes:

    Warum es nicht zur 8+ gereicht hat: Barry ist für mich leider den ganzen Film über ein Charakter 2. Klasse geblieben. Weder ist er spitzbübisch oder ehrgeizig genug, noch versprüht er irgendeine Art von Charme. Der Typ ist kein Filou wie es Kubrick gerne hätte, sondern einfach eine plumpe Schnarchnase. Es gibt zwar ein klein wenig Charakterentwicklung, aber er ist mir leider die ganze Lauflänge über fremd geblieben - keine moralischen Zwiespälte, kein Hadern, keine (scheiternden) Pläne, keine Ziele. Ich hätte nicht sagen können, für was er wirklich steht - und so war ich zu jeder Zeit mehr an der fremdartigen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts interessiert als an seinem Schicksal.

    Einzig die Szene mit seinem Sohn hat für mich emotional funktioniert, weil er zuvor als liebender Vater (mit entsprechender Fallhöhe) etabliert wurde. Den Rest des Films stolpert er leider ohne großes Zutun von einer Episode in die nächste und bleibt damit nur ein Vehikel für die interessanten Einblicke in seine Zeit. Das macht Barry Lyndon aufgrund der visuellen Opulenz immer noch zu einem überdurchschnittlichen Film, aber herausragend ist er aus diesen Gründen nicht.
     
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  22. HypNo5

    HypNo5
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    @Boris Brunz von Brunzelschuetz Ich muss den Film nochmal schauen - wie so viele Kubricks - aber die Distanz war in meinen Augen kein negativer Punkt, weil es den Protagonisten eben so unnahbar gemacht hat. Ich habe auch generell keine Probleme damit, wenn mir in einem Film kein Charakter sympathisch ist. Aber insbesondere die emotionale Wucht des Films: so eine erdrückende Stimmung hat sonst fast kein Film.
     
  23. knusperzwieback

    knusperzwieback
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    Der Geisterzug - 1957 - (Amazon Prime Video)

    Schönes, kleines Kammerspiel mit gut aufgelegten Schauspielern, Wortwitz, Grusel und einer interessanten, gut umgesetzten Geschichte.
     
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  24. SolemnStatement

    SolemnStatement
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    Akte X: Der Film & Jenseits der Wahrheit

    Teil 1 kannte ich tatsächlich noch nicht. Und Teil 2 habe ich zumindest so lange nicht mehr gesehen, dass ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern kann. da nun einiges davon auf Netflix verfügbar ist, habe ich mir heute direkt beide Filme hintereinander gegeben. :hoch:

    Der Film fand ich richtig gut. So habe ich Akte X in Erinnerung und so macht das Spaß. Aliens, die große Verschwörung und der Todfeind: die Regierung! Das alles ist toll inszeniert, die Schauspieler sind gewohnt klasse und hier stimmt so weit alles. Vor allem auf der Makro-Ebene funktioniert der Film sehr gut. In der Mikro-Ebene sind die Handlungen teilweise doch zu weit ab vom Schuss. Da muss man das eine oder andere Auge zu drücken.

    8/10 Punkte

    Jenseits der Wahrheit fällt für mich mächtig ab, und zwar in jeder Hinsicht. Die Handlung ist trivial und dröge, die oben genannten Kernelemente fehlen völlig und auch ansonsten habe ich hier eher das Gefühl, einen generischen low budget Thriller zu schauen als Akte x. Kann man schon schauen, aber wenn man zwischendurch mal aufs Klo geht, muss man nicht auf Pause drücken. Zumindest der Anfang ist stimmig.

    6/10
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2020
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  25. felico schrecklich unkreativ

    felico
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    Ich muss hier mal ein paar Sachen aufholen... Wird leider ein bisschen mehr :D


    Les Miserables - Die Wütenden

    Puh, der ist schon harte Kost. Mit welcher Stimmung dieser Film startet und mit welcher Stimmung er seinen Zuschauer entlässt, könnte kein größerer Kontrast sein. End of Watch, nur auf französisch und (fast) ohne Drogenmafia. Ich habe übrigens nach knapp 5 Minuten auf die Originaltonspur geschaltet und für den Rest des Films Untertitel gelesen. Sowas mache ich selten, aber die deutsche Synchro hat für mich in dem Fall absolut nicht funktioniert, vor allem wegen der Kinder und Jugendlichen.


    The Old Guard

    Actionspektakel von der Stange, aber die Prämisse fand ich ganz nett. Ist für den ein oder anderen brauchbaren Gag gut und der Umstand, dass unsterblich dann eben doch nicht auf ewig unsterblich ist, geben der Sache eine gewisse Würze. Schade, dass man sich auch hier wieder mehr darauf konzentriert ein Franchise zu etablieren, statt einen in sich abgeschlossenen Film zu präsentieren, aber mit sowas muss man wohl leben.
    Fazit: Wenn man Lust auf etwas weniger anspruchsvolle Action hat, aber nicht gleich ins schnelle und furiose Segment greifen möchte, kann sich den durchaus mal geben.


    The Nightingale

    Der Film war echt Arbeit. Er ist wunderschön gefilmt, erzeugt durch sein 4:3 ein recht ungewöhnliches Filmerlebnis und ist extrem gut ausgestattet. Alles wirkt düster, dreckig und real. Aber genau das ist das Problem, denn der Film ist auch absolut schonungslos, deprimierend und brutal, was in Verbindung mit der grandiosen Optik dazu führt, dass das Gezeigte erschreckend real wirkt und noch mehr an die Nieren geht als sowieso schon. Mord, Totschlag, Vergewaltigungen, jeder gegen jeden und vor allem alle gegen die Frauen. Gegen diesen Film wirkt The Revenant wie der Spaziergang am Sonntag Nachmittag durch den Stadtpark. Trotzdem hat er mich fasziniert, trotzdem bin ich dran geblieben, auch wenn ich schon in der ersten halben Stunde mehrfach abbrechen wollte.
    Unterm Strich bin ich froh, dass ich ihn mal gesehen habe, aber ich muss ihn nicht noch einmal sehen.

    Birds of Prey

    Vor allem die Kampfszenen haben mir wirklich gut gefallen (das Farbspektakel in der Polizeistation zum Beispiel), aber abseits davon ist mit das alles irgendwie zu viel durcheinander gewesen. Obwohl 3/4 des Films Charaktervorstellungen sind, ist mir nach wie vor nicht klar wo die ganzen Figuren eigentlich herkommen und was sie wollen. In dem Zusammenhang fand ich auch die häufigen Einschübe und Rückblenden irgendwann eher verwirrend als hilfreich, den aufgedrückt wirkenden Soundtrack irgendwann recht nervig. Schön finde ich, dass man deutlich sieht, wie wahnsinnig viel Spaß Margot Robbie mit der Rolle hat und Mary Elizabeth Winstead als geheimnisvolle Unbekannte ist auch immer super... das erinnert mich daran, dass ich unbedingt mal wieder Scott Pilgrim schauen wollte... Aber anderes Thema.
    Birds of Prey: Joah, ganz nett. Kann man mal machen.


    Come to Daddy

    Den fand ich leider nur ganz nett, obwohl der sowohl vom Stil als auch von der Stimmung her bei mir genau einen Nerv treffen müsste. Hat er aber leider nicht. Irgendwie hat da so der letzte Punch gefehlt, der vielleicht in Form des Genrewechsels inmitten des Films hätte kommen sollen. Ich dachte mir aber nicht viel mehr als ein "ah ach so. Na ok" und auch der Rest im Motel reißt es irgendwie nicht raus. Ein bisschen Unbehangen am Anfang, ein paar nette Szenen zum Schluss, dazwischen für mich nicht allzu viel, was hängen bleibt.


    Jurassic Park

    Teil 1. Im Kino. Einfach der Hammer. Für mich auch heutzutage noch wahnsinnig unterhaltsamer Film, der auch überraschend gut gealtert ist. Klar, hier und da sind die Bilder nicht so knackscharf wie man es mittlerweile gewohnt ist und beim ersten Anblick der Dinos fällt heute keinem mehr die Kinnlade runter. Aber gerade weil ich dieses Gefühl noch aus Kindertagen im Hinterkopf habe, finde ich die Bilder auch heute noch großartig. Schön, dass ich den mal auf der großen Leinwand sehen konnte.



    Und noch ein paar Serien:

    Dark Staffel 3

    Da mussten sie am Ende doch noch ganz schön biegen, um die Kiste noch einigermaßen plausibel nach Hause zu bringen. Dabei hat mir nicht alles gefallen (ich sage nur "Die Zeit erlaubt es nicht"), aber insgesamt ist das doch eine schöne, runde Sachen geworden. Auch wenn es mir so um die Folge 5 oder 6 ein bisschen zu viel wurde. Da war für mich einfach keine zusammenhängende Handlung mehr erkennbar, alles wirkte willkürlich und repetitiv. Klar ergibt dann im Nachhinein betrachtet alles ein bisschen mehr Sinn, aber ein wenig mehr Abwechslung in den Dialogen hätte es doch gerne sein können. Einige Phrasen werde ich wohl nie wieder aus meinem Kopf bekommen. ("in meiner Welt... und in deiner", "... den Knoten lösen...", "... um ihn/sie zu retten, um sie alle zu retten" usw.).


    Little Fires Everywhere

    Hat mich wirklich überrascht. Was zu Beginn seine Anziehungskraft größtenteils nur aus der eigenartig ungelenken Interaktion zwischen Elena und Mia generiert, entwickelt sich zu einer bunten Mischung aus Vergangenheitsbewältigung, Familiendrama und Coming of Age, gewürzt mit einer Prise Whodunnit und großartigen, abwechslungsreichen Charakteren, die sich erst nach und nach entfalten und einen richtig ans Herz wachsen. Wie zum Beispiel Izzy. Oder die einen am Ende nochmal so richtig überraschen, wie z.B. Bill. Ich wollte eigentlich nur mal rein schauen, habe dann aber die ganze Staffel innerhalb einer Woche durchgeschaut. Ganz dicker Daumen hoch.


    Warrior Nun

    Ich mache es kurz: Mein neuestes Guilty Pleasure. Ich kann nicht genau sagen woran es liegt, aber diese eigenartige Mischung aus Religiosität und Wissenschaft, Historie und Moderne, Realität und Parallelwelt hat mich irgendwie gekriegt. Ach ja, und badass Kriegernonnen gibts auch :ugly:
     
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  26. Klatsch

    Klatsch
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    Terminator Dark Fate....


    Was ne Schande was sie da wieder mal veranstaltet haben. :ugly:
     
  27. Alcanu Dealt mit Keksen

    Alcanu
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    Es hätte soviel potential gehabt :(
     
  28. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    Das mache ich nur so.

    Engl. Original » Originaltonspur lassen + engl. UT
    alle anderen Sprachen (franz./russisch/koreanisch/japanisch usw.) » Originaltonspur lassen + dt. UT, engl. UT nur wenn es nicht anders geht
     
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  29. knusperzwieback

    knusperzwieback
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    Holla die Waldfee

    Leute mit Flugangst sind als Abschlussprüfung in einem echten Flugzeug unterwegs - anstatt des Simulators. Und dann gehts plötzlich richtig rund. Was da alles an Überraschungen aufgefahren wird, da hätten andere 3 Filme draus gemacht. Super Unterhaltung und erinnert erinnert an 80er Jahre Streifen, als man sich noch was traute und nicht alles durch den Nur-ja-keinem-auf-den-Schlips-treten-Filter gejagt wurde. Hätte nicht gedacht, dass der so gut wird nach den eher gemächlichen ersten Minuten.
     
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  30. felico schrecklich unkreativ

    felico
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    Ich bin im allgemeinen sehr lesefaul, wenns die Synchro bei nicht-englischen Filmen irgendwie her gibt, nehme ich lieber die, statt permanent mitlesen zu müssen. Klappt aber nicht immer.
     
  31. Stringer Praktizierender Atheist

    Stringer
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    Ich oute mich mal:
    Bis auf wenige Ausnahmen sehe ich mir Filme nur synchronisiert an.
     
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  32. spike2109

    spike2109
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    Das ist kein Outing wenn es eh fast alle machen.
     
  33. Stringer Praktizierender Atheist

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    Ich wollte mich aber doch sooo gerne auch mal outen. :ugly:
     
    knusperzwieback gefällt das.
  34. HypNo5

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    Ich denke die OVler sind hier definitiv in der Unterzahl. Außer man nimmt die Anime-Leute mit rein.
     
  35. Klatsch

    Klatsch
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    Wollte mal Jurassic Park auf Englisch gucken, aber die Tonqualität war dann doch erheblich schlechter, als die Deutsche und so brach ich das ganze ab. :ugly:

    ___

    Es geht halt schon damit los, dass der Terminator direkt wieder "fancy" Sprünge macht und irgendwelche Akrobatik. Das passt sowas von gar nicht zu einem Terminator und nimmt einem irgendwie direkt die ganze Bedrohung.

    Hier mal zum Vergleich wie man diese bedrohliche Stimmung erzeugt, ganz ohne Saltos, coole Moves, CGI usw.

    Zwischen 4:00mins und 6:00mins sieht man das ganz gut. Aber eigentlich fühlt man das in jeder einzelnen Sekunde, des gesamten Videos.

     
  36. HypNo5

    HypNo5
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    Hä? :hmm:

    Ich kann verstehen, wenn man an die klaren Stimmen einer Synchronisation gewohnt ist, da eben alles extern aufgenommen wurde (was im Original auch oft passiert) und so anders arrangiert/gemixt wird, aber die Tonqualität ist sicherlich nicht schlechter, sondern höchstens ungewohnt. Immerhin ist der restliche Sound in der Regel / immer der selbe wie im Original.
     
  37. Klatsch

    Klatsch
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    Ja und genau das stört mich, gerade im Falle von Jurassic Park stark, wenn man ihn mit guten Kopfhörern schaut.
     
  38. Alcanu Dealt mit Keksen

    Alcanu
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    Vor allem als:

    Er vom Himmel fällt und die Gartenhütte dadurch kaputt macht und sich dann auch noch dafür entschuldigt :ugly:

    Und ja T1 und T2 haben das sehr gut mit der Spannung hinbekommen. Man muss aber auch sagen, dass Arni das verdammt gut gespielt hat :yes:
     
  39. Klatsch

    Klatsch
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    Ich denke Spoiler brauchen wir keine mehr, falls doch, ab hier nicht mehr lesen.

    Es ist schon lächerlich, dass sich der T800 dann plötzlich andere Ziele sucht und menschlich werden möchte. Das widersprecht so sehr dem Grundgedanken, dass er eben einfach nur eine Maschine ist, ohne Gefühle usw. Er hat seine Mission und nachdem diese beendet ist, verstaubt er irgendwo vor sich hin, da eben keine Befehle mehr vorliegen.

    Aber allein der dicke Schlag ins Gesicht von T2, dass dann aus dem nichts wieder mal ein T800 kommt und John killt, nachdem man in T2 Cyberdyne geplättet hat.

    Aber auch die Zukunftsszenen sind so grottig und erinnern an Edge of Tomorrow Aliens(da passen sie natürlich), als an die kalten langsamen Infiltratoren.

    Hier ab 1:34mins



    Wieder dieses rumgehüpfe usw von Terminatoren.
     
  40. spike2109

    spike2109
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    Hat man es geplättet? Was wenn mehrere gleichzeitig losgeschickt wurden an verschiedene Zeitpunkte? Die Reihe ist doch voll von Paradoxen.
     
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