Was habt ihr euch heute angeschaut? - Teil VII

Dieses Thema im Forum "Medienforum" wurde erstellt von Timber.wulf, 26. Januar 2017.

  1. Zig-Maen Bat-Buchstabennudelsuppe

    Zig-Maen
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    100% reiner Baumwolle
    Ghostbusters Afterlife/Legacy


    Einfach eine charmante Fortsetzung die es erstaunlich gut schafft, den 80er Charme einzufangen uns dennoch eigenständig zu bleiben. Leider zitiert er ein klein bisschen zuviel das Original aber insgesamt macht er einfsch echt viel Spaß Dank ganz sympatischer Charaktere. Wäre noch mehr drin gewesen aber mir hat es richtig Spaß gemacht und ich hab gelacht und geweint und gejubelt...

    7,5/10
     
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  2. HypNo5

    HypNo5
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    Stand By Me

    Film und Novelle geben sich nicht viel. Beide Werke haben die jeweiligen Vor- und Nachteile ihres Mediums. Für mich ist es einfach viel natürlicher, die Landschaft tatsächlich zu sehen und nicht eine Beschreibung von ihr lesen zu müssen, die sich in meinem Kopf dann auch nur Versatzstücken gleich eher schlecht als recht zusammensetzt. Dazu hat man dann auch passende Musik, vor allem das titelgebende Stück, welches die Atmosphäre gut untermalt. Dafür kann der Text viel besser in die Tiefe gehen, auch wenn er emotionale Regungen beschreiben muss und sie nicht in einer Millisekunde unterbewusst darstellen kann. Die besten Szenen der Vorlage - der Anfang, das Ende, das Gespräch über das gestohlene Geld - und die allgemeine Darstellung der Gesellschaft, können sich hier nicht richtig entfalten, auch weil sie von Kinderschauspielern getragen werden, die dann doch hin und wieder herumdilettieren. Hinzu kommen manche sehr melodramatisch inszenierte Szenen (Flashbacks) und die zu häufig eingesetzte Stimme aus dem Off - wobei dieser Handlungsrahmen auch schon in der Novelle genervt hat, sogar mehr. Ein netter kleiner Film, der in den richtigen Momenten eine tolle Atmosphäre erzeugt. Aber ich hatte mir - keine Ahnung wann ich ihn das letzte Mal gesehen habe - mehr erwartet. Vielleicht auch weil ich den Text erst gelesen habe und davon eher nur die guten Teile in Erinnerung behalten habe. Im Gegensatz zu Tenet wird der Film aber immer Szenen haben, an die ich mich erinnern werde.
     
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  3. hellermarie hält sich von diesen Kindern fern

    hellermarie
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    Allein der Gedanke an das Ende reicht, um mir Tränen in die Augen zu treiben. :engel:

    https://www.youtube.com/watch?v=l7r-R61W1DQ
     
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  4. Rubilein H/\TS(H!

    Rubilein
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    1917
    Ärgere mich schwarz, dass ich den damals nicht im großen Kinosaal geschaut habe. So etwas beeindruckendes an Kameraeinstellungen und Bildsprache habe ich lange nicht gesehen. Schauspielerisch ebenfalls gut. An ein, zwei Stellen dann leider etwas zu viel „Gefühlskino“, was ich etwas befremdlich fand (Stichwort: Milch)
    1-

    Arcane - LoL

    Habe das Spiel irgendwann mal vor 10 oder 11 Jahren kurzzeitig gespielt, seitdem keinerlei Berührungspunkte mehr gehabt.
    Die Serie versteht man soweit auch als „Nicht-Spieler“. Der Stil ist wirklich hervorragend und auch sonst macht das Ganze wirklich Freude,wenn man etwas mit Zeichentrick und Fantasy/SiFi/Steampunk anfangen kann. Nur der Cliffhaenger am Ende ist echt böse. :no:
    Bin gespannt, wie es weiter geht!
    1-

    Jumanji 2

    Hätte nicht gedacht, dass der noch besser wird als der schon wirklich lustige und ordentliche Vorgänger. Hier darf vor allem Jack Black zeigen, dass er wohl sehr viel Spaß an seiner Rolle hatte. Ja, das Ganze ist vorhersehbar, aber ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt.
    2

    Findet Dori - 4K UHD

    Auch hier: habe den leider damals nicht im Kino gesehen, weil ich dachte, Pixar will die Cashcow melken. Auch diesen fand ich überraschenderweise in Gänze etwas besser als seinen Vorgänger. Er wirkt irgendwie „erwachsener“, ohne „erwachsener“ zu sein. Kann das irgendwie schwer beschreiben. Insgesamt ist die Story für mich einfach stimmiger.
    1-

    Wheel of Time - erste Folgen

    Für mich bis jetzt nicht so gut wie „The Witcher“, aber auch kein wirklicher Reinfall. Ich finde es gut, dass man die Trollocs meist nicht als CGI darstellt. Ansonsten wirkt es doch etwas „trashig“, aber auf eine gute Art u. Weise.
    3+
     
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  5. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    Am Donnerstag Der Kastanienmann auf Netflix beendet (6 Folgen), eine tolle dänische Krimiserie mit Danica Curcic, die wir schon von Equinox kennen.
    Spannung bis zum Schluss war garantiert.

    Ich kenne nur Asimovs Robotergeschichten (also an Büchern), daher kann ich nichts zur Vorlage sagen, aber da ich Freitag ebenso Staffel 1 beendet habe, muss ich hier mal etwas die Kastanien aus dem Feuer holen (wie üblich in Kurzform):
    Auf jede Folge habe ich mich gefreut. Und am Ende der letzten Folge habe ich gesagt "Also das war mal eine gute Serie". Mega hochwertig produziert, tolle Storylines, immer wieder philosophische Fragen (da sagte ich am Freitag noch, dass man merkt, wie immer wieder Asimov durchkommt)... spitze! Ich freue mich auf Staffel 2 (bis ...8?).
    Natürlich kann gerade ich, der schlechte Buchverfilmungen verflucht (Annihilation..., 7th Son hat mich richtig geärgert...), deinen Unmut verstehen, aber wenn man die geistige Vorlage nicht kennt, ist die Staffel 1 dennoch definitiv einen Blick wert.
     
  6. Megamind

    Megamind
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    Fand den inhaltlich zwar eher schwach, aber wie du sagst, Bildsprache und Kamera sind eine absolute Wucht.
    Wenn nur die 4K BD mal günstiger werden würde. Leider hab ich den auch nicht im Kino gesehen, weil ich seit langer Zeit nur noch sehr selten ins Kino gehe. Den Spaß daran haben mir die ganzen Smartphone-Junkies, Alleskommentierer und Indenrückentreter gehörig verdorben.
     
  7. felico schrecklich unkreativ

    felico
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    Blood Red Sky

    Im Gegensatz zum Film halte ich mich kurz: Zäher und unentschlossener Genre-Mix, der seine "Überraschungen" im dünnen Plot aus viel zu ungelenken Rückblicken generieren möchte, dabei aber genauso scheitert wie in fast jeder Dialogsequenz oder wie beim Versuch, mir die Motivation seiner Figuren zu vermitteln. Kann man sich getrost sparen.

    3/10


    Shadow in the Cloud

    Ich habe unterhaltsamen Schwachsinn erwartet, ich habe unterhaltsamen Schwachsinn bekommen. Über den finalen Kampf lache ich immer noch. Dabei fing der Film ganz anders an als erwartet, aber selbst dieses eigensinnige Kammerspiel hatte was und habe ich gerne als kleine Zugabe zum Schwachsinn mitgenommen.

    6,5/10
     
  8. Avalanche

    Avalanche
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    Hamburg
    A Hidden Life

    oder auch: A Hidden Dialogue

    Mensch, Malick! Ich würde seine letzten Filme ja gerne mögen, aber er macht wieder und wieder die selben Fehler. Schade. Während "Tree of Life" noch eine angenehme Mischung aus Dialog und gedanklichen Monologen bietet - die zudem in das Jahrtausende umfassende Konzept passen - lässt er es in den Filmen danach sein eine Story zu erzählen. Dabei ist er so nah dran! In Sachen Bildsprache kann man es kaum besser machen: Ich mag seinen Fokus auf menschliche Blicke und Berührungen und liebe die fliegende Kamera die sich auch für die kleinen alltäglichen Schönheiten interessiert. Aber er möchte eben auch immer eine Geschichte über Menschen erzählen - und dazu gehören schlicht Dialoge und der Austausch zwischen den Menschen.

    Womit wir beim Thema sind - "A Hidden Life" bietet zwei große Stolpersteine: Trotz einer realen Vorlage über einen österreichischen Bauer und Kriegsverweigerer lässt Malick lauter Szenen aus, die allen Charakteren Tiefe und - ahhhhh! - einen Dialog beschert hätten. Es fehlen diverse Zwischenstücke, die Malick rein mit Monologen füllt und somit zu viel Distanz zum Hauptcharakter schafft. Der zweite Stolperstein ist die englische Sprache. Das mag vielleicht nur im deutschsprachigen Raum auffallen, aber bei dieser eigentlich sehr intimen und mir historisch nahen Geschichte reißt mich die fehlende deutsche Sprache einfach raus - zumal sie in Gesprächen im Hintergrund dann doch auftaucht.

    Es gibt ja Menschen, die von Weltkriegsfilmen genug haben, aber ich finde sie von der menschlichen Seite her immer wieder faszinierend. Wie da Loyalität schwankt, Werte kippen, Moral wechselt. War der Nachbar immer schon Faschist? Endet die Freundlichkeit am Grundstückszaun? Was verstehen die Leute eigentlich als Rasse? Ein bitterer Film mit bittersüßem Schluss: “...for the growing good of the world is partly dependent on unhistoric acts; and that things are not so ill with you and me as they might have been, is half owing to the number who lived faithfully a hidden life, and rest in unvisited tombs.” - George Eliot

    6,5/10
     
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  9. Oli_Anderson

    Oli_Anderson
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    Nach dem Van Damme Desaster letzte Woche gleich den nächsten gesehen......diesmal von Dolph Lundgren.

    The Defender
    In meinen Augen hat Lundgren in seiner filmischen Laufbahn hauptsächlich Müll gedreht. Im Vergleich zu JCVD vielleicht sogar mehr.
    In The Defender hat er sogar Regie geführt. Heraus gekommen ist ein fader und billiger Actionstreifen der gerade mal auf der Z-Movie Schiene herumeiert.

    2 von 10 Punkte

    So das wars hoffentlich für lange Zeit wieder mit so miesen Filmen.
     
  10. blurps

    blurps
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    Dexter, new blood. Ist ganz ok.
     
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  11. hellermarie hält sich von diesen Kindern fern

    hellermarie
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    Wo kann man das sehen?
     
  12. Balthamel Kam, sah, siegte.

    Balthamel
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    Sky.
     
  13. hellermarie hält sich von diesen Kindern fern

    hellermarie
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    8. April 2004
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    Meh. :(
     
  14. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    Squid Game

    Mein Motto lautet in der Regel: Don't believe the hype, von daher bin ich mit einer gewissen Skepsis an die Serie herangegangen. Diese war aber gänzlich unangebracht. Beste koreanische Unterhaltung, spannend, brutal aber auch emotional. Perfekt ist natürlich auch Squid Game nicht, es gibt ein paar Logiklöcher und die Kapitalismuskritik ist recht simpel. Trotzdem ganz weit vorne in der aktuellen Serienlandschaft.

    9/10

    Last Night in Soho

    Eigentlich kann man nicht viel über den Film schreiben, ohne zu viel zu verraten. Am besten geht man ohne Vorwissen rein, dann entfaltet er die größtmögliche Wirkung. Auch hier gab es durchaus einige Logiklöcher bzw. darf man einfach eine Grundprämisse des Films nicht groß hinterfragen, dann funktioniert er. Wright typisch sehr stylisch, super Austattung, passende Musik und ein toller Cast, wobei ich sagen muss, dass mir Anya Taylor-Joy schon fast zu präsent ist. Bin irgendwie kein Freund von ihr. Dafür hat Edgar Wright hier Diana Rigg in ihrer letzten Rolle nochmal eine gute Gelegenheit gegeben, ihr Können zu zeigen.

    7.5/10
     
  15. krautsandwich

    krautsandwich
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    Kann mich da in allen Punkten nur anschließen. Ich kenne die Vorlage nicht, aber die Serie hat mich von Anfang an abgeholt. Für mich das Beste, was ich in den letzten Jahren in Sachen Sci-Fi gesehen habe und im Gegensatz zu Dune (fand ich auch großartig) ist hier die Story greifbarer. Hab es nur noch selten, dass ich mich auf neue Folgen einer Serie freue, aber Foundation hat es geschafft.

    9/10

    PS: Kastanienmann habe ich vor einigen Wochen schon beendet. Kann mich dir da auch anschließen. War sehr spannend und konnte man gut weggucken.
     
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  16. Emerald ist auch nur ein Stein

    Emerald
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    Top, da ich heute mit Narcos Mexico S3 (zu empfehlen) fertig geworden bin, folgt das als nächstes. :banana:
     
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  17. blurps

    blurps
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    Gibt es zu Foundation irgendeine Vorlage oder Zusammenfassung ? Finde die Serie inzwischen recht gut, aber teilweise weiß ich nicht, wtf ich da sehe..
     
  18. Core Concept

    Core Concept
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    Die Foundation-Trilogie: Foundation / Foundation und Imperium / Zweite Foundation (Roboter und Foundation – der Zyklus, Band 13) : Asimov, Isaac, Hundertmarck, Rosemarie: Amazon.de: Bücher

    Die Serie adaptiert die Vorlage aber nur sehr lose, d.h. das Meiste in der Serie kommt nicht aus dem Buch.
     
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  19. blurps

    blurps
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    Ah ja danke, das wurde hier im thread auch schon mehrfach erwähnt, aber mit dem Alter lässt das Gedächtnis nach.
     
  20. hunter7j

    hunter7j
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    Arcane Akt 1:

    Als Fan von den ganzen League of Legends Artworks, kann ich nur sagen, dass ich von der Optik absolut begeistert bin. Sonst wählt man ja doch für Animationsfilme einen eher simpleren Still, damit dass ganze nicht zu aufwendig wird, aber hier setzt man durchweg auf absurd aufwendige Illustrationen ohne irgend eine Art von Abstrichen. Optisch also ein absoluter Traum :engel:

    Auch in Sachen Musik kann man absolut nicht meckern, auch wenn mir vorallem die gesungennen Stücke für so eine Art von Setting nicht ganz passend erscheinen. Gibt es aber auch einige richtig starke Stücke für Fans von klassischer Fantasy Musik:
    https://youtu.be/cKpwIN2Yz1k?list=PLifz6OAhZSHYsDWHVlDS7JJtoCuHysfaW
    https://youtu.be/gal2Rvm8Ai8?list=PLifz6OAhZSHYsDWHVlDS7JJtoCuHysfaW


    In Sachen Handlung kann man auch wirklich nicht meckern. Wo ich bei vielen Serien das Gefühl habe, sie verschwenden meine Zeit und nur am Ende einer Folge oder Staffel passiert mal etwas. Wird die Handlung hier durchweg und mit jeder Szene voran getrieben, aber ohne irgendwie gehetzt zu wirken. Das Writing der Figuren ist für mich absolut grandios und jede Nebenfigur wächst einem, nach nur wenigen Sätzen irgendwo sofort ans Herz. Auch gibt es nicht eine Figur die man nicht nachvollziehen kann. Auch wenn eine Handlung dem Zuschauer vieleicht dämlich erscheint. Aus der Sicht der Charaktere ist sie in dem Moment die richtige. Auch gilt hier klar" Show dontt tell". So geht das!


    Freue mich auf Akt 2 und 3 :yes:
     
  21. nofxman

    nofxman
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    CPU:
    i9 9900K @ 4,5Ghz & -85mV
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    ASUS TUF RTX 3070 @0,850V
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    Asus Prime Z370A
    RAM:
    32GB 3200Mhz Corsair Vengeance
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    2x 1TB NVME SS
    1TB SATA SSD
    4GB HDD
    1GB HDD
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    Logitech G213 + Anker Vertical Mouse
    Betriebssystem:
    Win 10
    Monitor:
    Acer Predator 144Hz WQHD Gsync
    "Der Blob - Schleimiger Superorganismus"

    Arte Mediatek.

    Selten so gelacht bei ner Doku.
    Geil.
     
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  22. tolotos*

    tolotos*
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    In the Heights
    Verfilmung des Musical-Erstlings von Lin-Manuel Miranda, der später Hamilton inszeniert hat. Nachdem ich Hamilton absolut fantastisch finde, habe ich diesem Film durchaus entgegengefiebert. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht - auch wenn der Film (und vermutlich auch das Musical) für mich eine Stufe unter Hamilton angesiedelt ist, erkennt man gerade in den eingängigen Liedern einige der Stärken, vor allem in den Texten voll Wortwitz und natürlichem Flow. Die Handlung ist vor allem eine Feel-Good-Romanze und bis auf etwas America-Dream-Kritik nicht viel mehr, aber das sehr kompetent. Die Charaktere, das Schauspiel, die Inszenierung (der Tanz an der Wand!), aber vor allem die Musik machen einfach Spaß. Klare Empfehlung. 7,5/10

    The French Dispatch
    Wurde mir vorher angepriesen als der Wes-Anderson-eskeste aller Wes-Anderson-Filme. Ich weiß nicht ob ich so weit gehen würde, aber mit seinen typischen Kameraschwanks, den gelegentlich aufblitzenden Bonbon-Farben (für mich leider sind große Teile auch in schwarz-weiß) und der kompletten Skurillität des Erzählten ist er jedenfall ein sehr typischer Wes Anderson. Mich abgeholt hat der damit leider nicht völlig. Das liegt nicht an allem bisher genannten, denn ich mag Wes Andersons Stil durchaus. Aber wichtiger sind mir in einem Film Charaktere und Plot. Kein Wunder also, dass mir Moonrise Kingdom, der nicht nur in Ausführung, sondern auch im Inhalt überzeugend ist, von allen Wes-Anderson-Filmen am besten gefällt. Und Grand Budapest Hotel hat Wes Andersons Stärken und macht daneben zumindest so, als gäbe es eine Handlung. The Great Dispatch rückt davon komplett ab, erzählt rein epsiodenhaft einige skurrile Begebenheiten. Als Liebeserklärung an eine bestimmte Art von Journalismus ist das inhaltlich wiederum schlüssig, aber auch diese Liebeserklärung ging an mir vorbei, weil ich diese Art von Zeitung nie besonders wahrgenommen und deshalb eben auch nicht geschätzt habe. Für mich bleibt dann das häufige Schmunzeln über eine absurde Idee oder das Bewundern einer besonders schönen Einstellung. Aber für mich reicht das leider nicht für einen Film, der mir wirklich gefällt. 6,5/10

    Last Night in Soho

    Der neue Film von Edgar Wright und ein Film über den man am besten so wenig wie möglich weiß (insbesondere gewinnt er wenn man den Trailer nicht gesehen hat). Weiterlesen demnach auf eigene Gefahr, inhaltliche Spoiler sind im Spoilerkasten. Es geht um die junge Modedesign-Studentin Ellie, die besessen vom London der 60er Jahre und entsprechender FIlme und Musik ist, und zu Beginn des Films ihren Traum wahr macht, für dieses Studium nach London zu ziehen. Eine große Stärke des Films ist sein geschicktes Spiel damit, in welchem Genre wir uns eigentlich befinden:
    So wechselt er vom Collegefilm darüber, dass Ellie in ihrer neuen Umgebung zunächst gar nicht zurechtkommt zum Märchen über ihre im Wortsinn Traumwelt in den 60ern, zum bissigen Kommentar über die Schattenseiten dieses Londons (wobei das Thema auch vorher schon klar eine Rolle spielt) zum reinrassigen Horrorfilm, der am Ende im Who-Dun-It-Moment eines psychologischen Thrillers mündet.
    Der thematische Schwerpunkt, ebenfalls leider schon aus dem Trailer bekannt, funktioniert seht gut:
    die Dekonstruktion von verklärter Vergangenheit und die Realität für Frauen in dieser Zeit - garniert aber wie oben angedeutet mit knappen Kommentaren zum heute
    Auch als reiner
    Thriller
    ist der Film gelungen - das Ende kam für mich überraschend, ist aber absolut folgerichtig. Zunächst war ich nicht ganz sicher, wie zufrieden ich damit bin, wie es mit den Themen des Films resoniert
    Die misshandelte Sandie war nicht nur Opfer sondern auch Täterin - untergräbt da die vorige Schwerpunktsetzung?
    , aber auf den zweiten Blick gefällt mir auch das gut
    Natürlich kann man Opfer und Täter zugleich sein und spätestens mit Ellie's Reaktion ist klar, wie sich der Film positioniert
    7,5/10, die mit etwas weniger Vorwissen auch noch höher hätte ausfallen können.

    Promising Young Woman

    Und noch ein Film über den man nichts wissen sollte - hier schadet der Trailer aber nicht wirklich. Über die Stärken kann ich nur im Spoilerkasten sinnvoll reden, dort sind aber heftige Spoiler enthalten:
    Die ehemalige Medizin-Studentin Cassie arbeitet heute in einem Cafe und hat nach dem Abbruch ihres Studiums kein wirkliches Sozialleben. Sie lebt bei ihren Eltern und zieht abends durch Bars, um sich gespielt volltrunken abschleppen zu lassen. Mit klarer Apathie bis Abneigung reagierend unterbricht sie den jeweiligen Mann dann, wenn es wirklich ernst wird, konfrontiert ihn damit, wie scheiße er sich verhält - und... geht. Richtig - Entgegen dem was der Trailer, aber auch der Film selbst durch seine Inszenierung zu Beginn andeuten, ist das entschieden kein typischer Rape-Revenge-Thriller. In welcher Welt ist auch die Rache auf ein traumatisches Erlebnis (in dem Fall die Vergewaltigung von Cassies Freundin Nina, die Reaktion der Gesellschaft darauf und Ninas anschließender Selbstmord), dass man durch die Welt zieht und die Verantwortlichen oder deren Brüder im Geiste kaltblütig umbringt oder zumindest verstümmelt, selbst traumatisiert,...? Richtig, einzig im Film. In der echten Welt ist die extremste Form von Rache, die überhaupt denkbar ist, nah an dem, was man hier lange Zeit sieht - auch als Cassie sich konkret an den Beteiligten der Vergewaltigung rächt, geschieht dies auf sehr geerdete Art. Allein schon diese Herangehensweise fand ich sehr überzeugend: Ich habe mich selbst erwischt, dass ich kurz gedacht habe "das ist jetzt alles? Mehr macht sie nicht?", dann überlegt "Warte - warum habe ich jetzt gerade was ganz anderes, blutigeres erwartet?", um schließlich zu den Gedanken oben zu kommen. Genauso so sollte die Dekonstruktion eines Genres aussehen. Aber der Film hat inhaltlich noch viel mehr zu bieten: Von der Auseinandersetzung mit Vergebung und wann sie angemessen ist, über den Kommentar dazu, dass Rache auch in dieser relativ geerdeteten Form nicht das ist, was irgendjemand glücklich macht bis zum genialen Kurz-vor-Ende-Twist von Cassies Tod: Genau, dass es Leute gibt, die mit sehr vielem davonkommen, denen auch noch immer rückgemeldet wird, es wäre schon alles okay so, ist eines der systematischen Probleme, die der Film anprangert - da passt sowohl, dass sich das Blatt in der Konfrontation wendet, als auch das Gespräch von Al und Joe genau rein. Nicht so thematisch überzeugend fand ich hingegen den letzten Twist, dass es eben auch dafür einen Plan gab und am Schluss etwas Gerechtigkeit geübt wird: Aus meiner Sicht hat das ohnmächtige, wütende Gefühl, mit dem der Film mich einige Minuten vorher entlassen hätte, besser zu seiner Botschaft gepasst. Wenn man ein "Happy-"Film-Ending will, dann hätte ich eine klare Fiktionalisierung a la "Once Upon a Time in Hollywood" oder "Little Women" passender gefunden. Dafür leichte Abzüge in der B-Note, aber immer noch ein sehr überzeugender Film (der übrigens auch eine herausragende Hauptdarstellering hat, damit ich nicht nur was zum Inhalt sage).
    8/10
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. November 2021
  23. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    Sandie.
     
  24. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    The French Dispatch. :teach:
     
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  25. tolotos*

    tolotos*
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    Beides verbessert, danke.
     
  26. GodofOlymp

    GodofOlymp
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    Mos Eisley
    Palm Springs

    Brooklyn Nine Nine sag ich nur! Charmant, witzig und angenehm zu schauen. Für zwischendurch genau das richtige, lässige Nummer! 4/5

    Shang-Chi

    Am Anfang tat ich mich schwer mit dem Film, er war behebig, kam nur langsam in die Gänge und war nicht so interessant erzählt. Mit der Zeit wurde man mit den Figuren besser vertraut, es zündeten deutlich mehr humorvolle Momente und auch die Effekte wurden besser.

    Gerade das CGI war am Anfang grottenschlecht (Stichwort: historische Schlacht). Für mich macht der Film aber eine krasse Kehrtwendung und trifft voll ins schwarze mit seiner mystischen Machart. Der asiatische Stil kommt exzellent rüber und vermittelte Neugier: Was wird passieren? Was steckt hinter all dem?

    Zum Ende hin wird es dann nochmal spektakulär und die Effekte fliegen einem nur so um die Ohren, in meinen Augen auch toll anzusehen. Es war ein Feuerwerk, für das wohl das CGI Budget dann auch draufgegangen ist. Insbesondere die Ringfähigkeiten, das Spiel mit dem Wasser usw. sah immer ziemlich cool aus.

    Die Charaktere, vor allem Shang-Chi und Katy haben eine perfekte Harmonie gezeigt und Katy hatte auch den ein oder anderen guten spaßigen Moment, wenn auch gerade am Anfang es etwas zu übertrieben daher kam.

    Alles in allem ein starker Marvel Film. 4/5

    Venom 2: Let there be CARNAGE?!?!

    Venom: Let there Be Carnage, mit viel zu wenig Carnage...was man sich schon bei der Altersfreigabe (FSK 12) hätte denken können.

    Im Grunde macht der Film für mich einiges richtig, die Symbiose und das Zusammenspiel zwischen Brook und Venom funktioniert, macht Spaß und ist einfach cool. Das Hin und Her wird zwar manchmal etwas überzogen, aber alles in allem sitzen die Momente.
    Auch schafft der Film zwei interessante Gegnerfiguren, gespielt von Woody Harrelson und Naomie Harris, wobei letztere gerade zum Ende hin nicht wirklich nachvollziehbar ihre Meinung ändert. Cletus Kassidy dagegen wird sehr gut von Woody Harrelson verkörpert und strahlt diese psychopathische Präsenz aus. Beide haben dann ihre Bonny&Clyde Momente, die aber mehr hätten vertieft werden können, um auch immer mehr aufkommen zu lassen, dass sie nicht mit allem einverstanden ist. Vor allem nicht mit der rücksichtslosen Brutalität des Symbionten. Dann hätte die 180° Drehung am Ende nicht so bescheuert aufgesetzt gewirkt.

    Der erste Auftritt von Carnage ist furchteinflößend, monströs und beeindruckend (Schreie, Fähigkeiten usw.), ABER hier ist einfach keine wirklich zu sehende Brutalität drin und das ist einfach nicht richtig, wenn es um so eine Figur wie Carnage geht. Ich hatte mich bei der Ankündigung im ersten Film gefreut aber schon meine Bedenken gehabt, Sony wird daraus nichts heftiges machen. So kam es dann auch. Mir fehlt hier einfach die Konsequenz aus diesem furchteinflößenden Symbionten zu ziehen, insbesondere also die reine Brutalität auch zu zeigen. Es gibt andere Filme in diesem Genre, die sich zu einer gewissen Brutalität, die mit einem Charakter einhergeht, auch getraut haben (Deadpool....), weswegen es hier einfach verschossenes Pulver ist. Für mich hätte der Film DEUTLICHST derber und gruseliger sein können.

    Schade drum, dass hätte deutlich geiler sein können, so bleibt es bei gleicher Wertung wie in Teil 1, da der Rest vom Film eigentlich gut passt, insbesondere ist der Film ziemlich witzig und ansonsten auch charmant rübergebracht. Coole After Credit Scene.


    3/5
     
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  27. Leto

    Leto
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    "MAID" (2021)
    10-teilige Miniserie a 1 Std.

    Halb-authentisches (basierend auf einem Buch der Protagonistin) Sozialdrama, das in den bekanntlich nicht gerade mit sozialstaatlicher Grosszügigkeit "gesegneten" USA vom Leben einer jungen Frau erzählt, die sich als alleinerziehende Mutter und Putzfrau durchschlagen muss.
    Dysfunktionale Familienverhältnisse, mangelnde Hilfe und Fürsorge, toxische Beziehungen, Sorgerechtsstreit, Kinderbetreuung, Alkohol- und Spielsucht, Drogenmissbrauch, Armut, psychische Probleme, Verwahrlosung, extreme Ungleichheit - obwohl kein Problemlage dieser ja leider in so gut wie allen modernen kapitalistischen Gesellschaften anzutreffenden Verhältnisse ausgelassen wird, zeichnet die Serie trotz aller verstörenden und deprimierenden Entwicklungen eine gewisse optimistische Grundhaltung und eine überzeugende Hoffnungsvermittlung aus, was vor allem Hauptdarstellerin Margaret Qualley zu verdanken ist, die diese Figur so glaubhaft und differenziert spielt. Ideologisch und politisch gesehen schwanken solche Themen ja üblicherweise zwischen einem "linken" Narrativ, demzufolge die Betroffenen Opfer einer ungerechten Gesellschaftsordnung sind und deren Leben deterministisch von den ungünstigen Umständen, in die sie geboren werden, bestimmt wird, aus denen sie sich ohne Hilfe und Unterstützung des Staates bzw. der Gesellschaft nicht befreien können und einem eher "rechten" oder "liberalen" Narrativ, das mehr die Eigenverantwortung des Indiviuduums betont und jedem die Willensanstrengung abverlangen möchte, auch unter ungünstigsten Sozialisationserfahrungen und Startbedingungen alles dafür zu tun, um sich aus diesen Verhältnissen zu befreien und denjenigen, die es nicht schaffen, die Schuld am Verbleiben in der Armut als eigenes Versagen anlasten und eine Verantwortung des Staates für diese Misstände ablehnen.

    Der amerikanischen Serie gelingt die Balance zwischen diesen weltanschaulichen Polen, soviel darf man spoilern, da es zu einer Art "Happy End" kommt, dürfte klar sein, welche Vorlage hier letztendlich obsiegt, aber es gibt mehr als genug Plotentwicklungen, die nachvollziehbar und glaubwürdig dem Zuschauer vor Augen führen, wie schwer dieser Weg der Selbstbefreiung ist und wie oft die Protagonisten eben doch wieder Opfer ihrer Sozialisation und Herkunft werden.
    Aber die Serie wird deswegen nicht zu einem schwermütigen Depri-Drama, es gibt auch Humor, viele interessante Charaktere, aber auch einige Klischees, etwa über die "armen Reichen", die trotz fantastischen Wohlstands kein glückliches Leben führen, ein Narrativ, das erkennbar dem Zweck dient, die Klassenunterschiede zwischen in unvorstellbar ungleiche Verhältnisse hineingeborene Individuen, sagen wir mal, psychologisch und menschlich zu nivellieren. Hier bleibt die Serie eben doch ein typisches US-Produkt. Trotzdem sehenswert.

    Meine Wertung: 8 von 10



    "DOPESICK" (2021)
    Folge 1-3

    Doku-Polit-Drama-Serie (auch basierend auf einem Buch) über den wohl grössten Pharmazie-Skandal der USA, die sogenannte "Opioid-Krise", die über mehrere Jahrzehnte hinweg bereite Bevölkerungsschichten der "unteren" Klassen abhängig von Schmerzmitteln machte, was zu gesellschaftlichen Verwerfungen, Todesfällen, dem Ansteigen von Kriminalität und anderen Problemen mit zahllosen Opfern führte.
    Erstaunlich ungeschminkt und kritisch werden hier die mafiösen Methoden der Pharmaindustrie beleuchtet, die zur Optimierung ihrer Profite vor nichts zurückschreckt und die Funktionsweise von "Corporate America", in dem Konzerne sich die ihnen genehme Politik kaufen und die Normalbevölkerung dafür bluten muss, illustriert.
    Selbstverständlich stellen sich dem Bösen unerschrockene Ermittler und Staatsanwälte trotz aller Widrigkeiten entgegen, wie das in solchen Serien halt üblich ist, und anhand invidueller Schicksale von Einzelfiguren, vom Bergarbeiter in den Appalachen bis zu einem Landarzt (gespielt von "Batman" Michael Keaton) , der von skrupellosen Pharmavertretern manipuliert wird, wird die Abstraktion auf Protagonisten, mit denen man sich identifizieren kann, und die konkrete Lebenswirklichkeit heruntergebrochen.
    Obwohl es nur ein Zufall ist, dass ich diese Serie jetzt, während der "Corona-Krise", sehe, hat mich das Gesehene doch in gewisser Weise nachvollziehen lassen, warum manche Menschen sich nicht impfen lassen wollen. Die bemerkenswerte Art, wie die Pharmaindustrie hier als eine größten und skrupellosesten (Wirtschafts-)Verbrecherorganisationen der Nachkriegszeit mit Mafia-Parallelen dargestellt wird, sucht schon ihresgleichen. Auch wenn die Serie ausdrücklich Bezug auf die Verhältnisse in den USA und die dort tatsächlich verbürgten Ereignisse nimmt, regt einen das doch zum Nachdenken an, ob es bei "uns" eigentlich so viel anders läuft. Viele der Methoden kommen einem auch aus diversen Enthüllungen der Investigativ-Presse durchaus bekannt vor, vom Lobbyismus-Problem bis zur Verfälschung "wissenschaftlicher" Untersuchungen im "wirtschaftlichen" Interesse.
    Die beste Doku-Drama-Serie seit "Chernobyl" - das Leben schreibt halt doch die besten Geschichten.

    Meine Wertung (bis jetzt): 10 von 10 - werde ich auf jeden Fall weiter gucken
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. November 2021
  28. misterbrown

    misterbrown
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    Die Wannseekonferenz (1984)

    Beim Inhalt kann einem logischerweise nur schlecht werden. Aber es lohnt sich. Weil Inszenierung und Schauspiel hervorragend sind. Zur historischen Genauigkeit lässt sich sagen, dass Drehbuchautor Paul Mommertz Eichmanns Protokoll (was von Heydrich überarbeitet wurde), dessen Aussagen im Prozess und andere Dokumente als Grundlage genommen hat.

    U. A. mit Dietrich Mattausch, Friedrich G. Beckhaus, Gerd Böckmann, Robert Atzorn, Jochen Busse.

    10/10
     
  29. Vögelchen Baumwolldealer des Vertrauens

    Vögelchen
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    Underworld - Blood Wars

    Ich habe das starke Gefühl, dass an Tag 1 der Dreharbeiten aller Underworld Filme immer das ursprüngliche Drehbuch von Teil 1 rausgeholt wird und von da aus losimprovisiert wird. :ugly:

    Es macht alles so erstaunlich wenig Sinn und zitiert sich gleichzeitig so sehr selbst, dass es eine wahre Pracht ist. Alleine, dass die alle dauernd sterben und doch wieder auftauchen. Oder sehr ähnlich aussehende Leute mit sehr ähnlichen Namen. Manchmal auch beides. :ugly:

    Dazu kommen miese CGI und die schlechtesten Kämpfe der Reihe - bislang.

    Ein Fest der seltsamen Entscheidungen und unrühmlichen Fails. Es ist eine Pracht!

    3/10 Latex-Catsuits
     
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  30. Oli_Anderson

    Oli_Anderson
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    Der fehlt mir noch.
    Teil 4 fand ich bislang am schwächsten....der 3er war aber überraschend gut als Prequel.

    Übrigens wird es wohl keinen sechten Teil geben.
    Überhaupt ein Franchise das wohl gerebootet wird....irgendwann.
     
  31. Xizor kann oft nicht so gut mit Bildern

    Xizor
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    Zumindest ist Kate Beckinsale so gealtert dass sie die Rolle behalten kann. Die war noch das beste an den Filmen. :ugly:
     
  32. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    Uh letztens in Dingens hat mir das, was sie mit ihrem Gesicht gemacht hat, nicht mehr gefallen.
     
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  33. Knarfe1000 Homecomputer Veteran

    Knarfe1000
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    Ja, ein erschütternder Film. Sehr gut gespielt. Die Banalität des Bösen wurde selten so gut inszeniert.
     
    t-6, Alex86 und misterbrown gefällt das.
  34. krautsandwich

    krautsandwich
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    Midnight Mass

    In den ersten 2,5 Folgen passiert nichts und was danach passiert ist ebenso langweilig. Die Charaktere sind mir egal (einige nerven sogar durchgehend; dazu die typischen Rollen: der böse Muslim und die oberheilige Frau), die Dia- und Monologe sind grauenhaft langgezogen und nichtssagend, die Story plätschert so vor sich hin (und hat Logiklücken) und am Ende wird es absurd. Immerhin bin ich nur 2x eingeschlafen währen der 7 Folgen, die ebenfalls viel zu lang sind.

    Hab gerade gesehen, dass es vom selben Director ist wie Doctor Sleep. Der Film war auch schon viel zu lang und langweilig. Ich glaub ich werde kein Fan mehr von Flanagan. :topmodel:

    3/10
     
    Raincoat gefällt das.
  35. Oli_Anderson

    Oli_Anderson
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    Ja die ist anscheinend ewig jung.
     
  36. Cyrotek

    Cyrotek
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    Arcane die ersten sechs Episoden

    Hatte das überhaupt nicht aufm Schirm aber durch das Rumgehype hab ichs mir nun doch mal gegeben. Wow. Erstmal lenken das fantastische Art Design, die Animationen und die Musik andauernd ab und dann sind die Welt, Charactere und Story auch noch erstaunlich spannend. Hatte eigentlich nur irgendne Klischeevideospieladaption erwartet. :ugly:

    Gerne mehr davon.

    Ganz allgemein hätte ich übrigens in Sachen Animationsfilmen und -serien gerne mehr Dinge die so eine Art von zweidimensional stylisiertem 3D benutzen anstatt diese 08/15 Kacke die man sonst so zu sehen bekommt.

    Edit: Fertig. :ugly:
    War super. Gut das schon ne zweite Staffel bestätigt wurde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. November 2021
  37. Zig-Maen Bat-Buchstabennudelsuppe

    Zig-Maen
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    Banause. Für mich der Inbegriff von atmosphärischem Horror und die Dialoge..
     
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  38. krautsandwich

    krautsandwich
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    Bin ja oft einer Meinung mit dir in Sachen Film und Serie, aber hier gehen wir offenbar weit auseinander. :D

    Ich hab mich zu keinem Zeitpunkt gegruselt. Atmosphärisch war das zwar in Ordnung.. aber halt atmosphärische Tristesse und von den langatmigen Dialogen, die mir einfach keinen Mehrwert bieten, fang ich erst gar nicht an. Die sind wirklich entsetzlich. :topmodel:
     
  39. Zig-Maen Bat-Buchstabennudelsuppe

    Zig-Maen
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    Schade. Fand die angenehm existenziell und poetisch. Aber ja, man hätte es sicherlich ein zwei Folgen kürzer machen können. Aber allein das Setting und die dort lebenden Charaktere fand ich toll ausgearbeitet und die gesellschaftlichen Implikationen geben dem ne Menge Zunder...
     
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  40. krautsandwich

    krautsandwich
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    Bin auch vielleicht einfach nicht für so poetische Dialoge gemacht. Das war für mich ungewohnt und hat mich leider gar nicht gecatcht.

    Und die Chataktere.. puh, auch schwierig. War auch viel Klischee dabei mit dem „bösen“ Muslim, der oberheiligen Frau und die restlichen Charaktere? Haben mir auch nix gegeben und waren mir egal. Einzig mit Sarah hab ich etwas mitgefiebert und sie stach auch etwas heraus, aber der Rest waren zum Großteil fundamentalistische Spinner. :D
     
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