Amoklauf in Winnenden - Interview mit Angela Ittel

Dieses Thema im Forum "Interview-Kommentare" wurde erstellt von Sok4R, 16. März 2009.

  1. Sok4R

    Sok4R
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    "Mann muss auch nicht drüber sprechen. "
    Frau auch nicht?
     
  2. Raet

    Raet
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    Gut das an dem Thema dran geblieben wird, hoffe das auch die geschätzen allgemeinen Medien und Politiker von einer rein populistischen Hexenjagdt absehen und sich mehr beschäftigen.
    U.a. dank solcher Berichte sollten es den Politikern doch leicht sein einen anderen Blickwinkel zu erhaschen. Wenn sie dann auf eine Medienwirksame Idee kämen sich serios mit einer neutralen oder Gegenstimme gegen diese Hexenjadt zu stemmen könnte sich ihnen ein bisher noch eher unangetasteter Pool an Wählerstimmen öffnen.

    Im Gegensatz zu den Konjunkturpaketen, Preisbildungen zb. bei Strom, Krankenkassenbeiträgen oder den Mindestlohngesetz rechnet der Pessimistische Betrachter aber eher damit das ein Solcher Einsatz erfolgreich mit einen Lobbyisten-Verdacht niedergeschmettert werden könnte.

    Aufmerksamkeit wäre aber Gewiss, und eine Demonstration dafür, das sich unsere Politik mit allen Seiten auseinandersetzt und die Meinungsfreiheit schätzt und fördert.
     
  3. Trille

    Trille
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    Gut aufgepasst, wird schon korrigiert.
     
  4. Meinungen sind wie Arschlöcher... jeder hat eins... und bei Psychologen und Gutachtern ist es halt ganz genau so... du kannst 100 Psychologen fragen, was sie davon halten und du wirst 100 völlig unterschiedliche Antworten kriegen... Frag doch mal 100 Ernährungsexperten, ob für eine ausgewogene Ernährung Fleisch nötig ist... ist im Prinzip genau das gleiche. jeder wird was anderes sagen... Und der eine Psychologe findet ganz klare Zusammenhänge zwischen CounterStrike und nem Amoklauf und ein anderer wird dir erklären, wie toll intelligent die meisten CS Spieler sind, weil ja da Regionen im Gehirn trainiert werden, usw...
    Es ist meiner Meinung nach wissenschaftlich nicht festzustellen, ob der Amokläufer aus Winnenden Amok gelaufen ist, weil er Far Cry gespielt hat... vielleicht ist es so... vielleicht hat er gedacht "geil, das mach ich morgen auch mal"... vielleicht war er auch ein "ganz normaler" Gamer, der halt dann zufällig Amok gelaufen is...
    Also im Prinzip macht die GameStar genau das gleiche, wie die pösen Medien, nur halt andersrum, sprich bloß kein Eingeständnis, dass es in manchen Fällen doch sein könnte, dass es einen Zusammenhang gibt... immer "Spiele sind toll, Zeitungen sind doof, weil die nicht wissen, wie toll Spiele sind"
    Allein die NEWS hier... im Titel steht "Amoklauf in Winnenden - Interview mit Angela Ittel - »Gewalt in den Medien führt nicht zu Gewalttaten« " ... nix für Ungut, aber die gute Frau zeigt definitiv parallelen auf, von wegen "wenn massiv genutzt und kombiniert mit usw.", aber Hauptsache erst ma "Leute, wir sind ausm Schneider..."

    btw. ich bin kein durchgeknallter "Spiele sind böse" - Typ, ich meine nur, dass mans von beiden Seiten betrachten sollte, und das passiert hier genauso wenig, wie in Medien, wie der Bild Zeitung :o)

    Ach ja, dass auf der GameStar.de schon Verteidigungsargumente für Shooter gepostet waren, bevor was in der Zeitung war, find ich schon irgendwie lustig...
     
  5. Interessante Ansichten und meiner Meinung nach auch nahezu vollkommen korrekt. Was ich allerdigns aus diesem Interview herauslese, ist, dass die Frau - so wirkt es auf mich - ebenfalls sich noch nie intensiv mit Spielen im Allgemeinen auseinandergesetzt hat. Das muss man natürlich nicht erwarten, allerdings ist es doch ein zu beachtender Punkt, wenn man gerade bei Schlagzeilen wie "Verbietet Computerspiele!" seine Meinung preisgibt. Ich persönlich bin auch der Meinung, dass von Grund auf das gesamte Sozialsystem was die Erziehung betrifft nochmal überarbeitet werden sollte, denn es ist wirklich an der Zeit für eine solche Tat. An den vielen Schulen herrscht Lehrermangel und teilweise sind selbst die Lehrer nicht mehr auf dem neuesten Stand der Dinge. Hinzu kommen noch all die Problematiken in sozialen Randgruppen oder ganz einfach in jeder Familie, in der die Eltern mit der Erziehung überfordert sind.
     
  6. Wer Spiele mit der Realität verwechselt,oder z.B GTA IV "nachspielen"will,diese Person/en ticken schon,bevor sie überhaupt ein "Videospiel" gesehen haben,nicht richtig.

    Das Problem ist oft,daß Eltern nicht einsehen wollen,sei es aus Scham oder Blindheit,daß ihr Kind krank ist.

    Im aktuellen Fall ist es nicht anders.
     
  7. Amokläufe gibt es immer wieder im Sommer und im Winter. Ihr Psychologen ihr könnt nichts tun. Die Psychos sind nicht so dumm wie ihr meint die sind euch überlegen meilenweit. Sie müssen kein langes Studium machen. Was nütz langes Studium, deswegen könnt ihr den Psychos auch nicht in die Birne schauen. Die wissen sich anzupassen. Bedenke jeder von uns könnte ein Amok-Läufer sein. Vom Pfarrer, Arzt, Bundeskanzler etc. Wenn das Hirn aussetzt dann Gnade Gott. Ich könnte auch dich ganz nett anlächeln und 10 Sekunden später dir in die Birne schiessen und es geniessen. Schauspielerei ist dem Menschen in die Wiege gelegt, das ist belegt. Ich sag nur traue keinem 100 % nicht mal deiner Krankenschwester. Aber auch das nützt dir nichts. Falscher Zeitpunkt falscher Ort, geschehen kann überall ein Mord.
     
  8. Haha du hast 133 Minus Bewertungen bekommen :D
     
  9. Michael Obermeier Online-Redakteur Mitarbeiter

    Michael Obermeier
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    Was genau meinst du damit?
     
  10. @Raet: da kann ich dir im großen und ganzen nur zustimmen.

    was ich des weiteren sehr bedenklich in dieser hinsicht finde, ist der drohende vertrauensverlust von jugendlichen/ jungen erwachsenen gegenübern politikern, der sich aus der momentanen (überwiegend) populistischen diskussion ergibt. den politikern müsste doch eigentlich klar sein, dass sich ihre potenzielle wählerschaft nicht nur von ihnen selbst, sondern im ungünstigsten fall komplett vom aktiven beitrag zur mitwirkung an unserer demokratie/ politik abwendet. aber naja... liest ja doch keiner von denen...
     
  11. Raet

    Raet
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    Das liest sich als wäre jeder am Rande des Wahnsinn und bräuchte nur einen Schlüsselreiz um Amokzulaufen. Über solche Weltanschauungen würden sich Terrorzellen die Finger lecken, aber etwas zurückgedacht hätten ein Großteil der Menschheit den kalten Krieg somit auch nie Überleben dürfen.
    Zumindest etwas gutes hätte diese emotionslose Sichtweise. Während der realen 2 Weltkriege entstanden Aufzeichnungen von Ärzten und Militärs welche ein äußert ärgerliches Phänomen bei ihren Soldaten feststellten.
    An der Front kam es immer wieder dazu das einige Soldaten ihre Waffen nicht gezielt auf Feinde abfeuerten, selbst wenn diese auf sie zustürmten. Den Truppeneinsatz, egal von welcher Seite, wird wohl kaum ohne einen Propaganda von statten gegangen sein welche Hass auf den Feind und Pflichtgefühl für Welt und Staat wecken sollte. Trotz Ausbildung, Befehlen und klaren Feindbild wollten etliche Soldaten an der Front jedoch auf einmal keine "Mörder" werden. - Heute wirklich kein Problem mehr?
    Wenn inzwischen wirklich jeder, ob "Pfarrer, Arzt, Bundeskanzler etc." so austicken könnte ist etwas in unserer in der Grundeinstellung der Medien, und nicht zuletzt der Gesellschaft selbst, im argen. Schäubels Forderungen wären dann aber zumindest nachvollziehbarer.
    Jedoch ist nicht jedes Verbrechensopfer das unter der Erde ruht wurde Opfer eines kaltblütigen Mörders, und kein Mensch wird als Amokläufer geboren.
    Es sollte etliche verlässliche Statistiken geben in denen jährlich tausendfach mehr Personen Opfer von Krankheit, Straßenverkehr oder gar Trunkenheit werden als durch eine gezielt beabsichtigte Fremdeinwirkung. Dennoch wird in der Politik weniger gegen exzessiven Alkoholmissbrauch unternommen als gegen Computerspiele und Medien. Auch freuen sie sich wohl über diese Ablenkung um einige umstrittene Reformen wie im Gesundheitswesen wie geplannt einzuführen.
    Ernsthaft einen Generalverdacht auf alle Mitmenschen zu legen wäre ein gutes Mittel für einen Polizeistaat, Schutz wird er jedoch nicht garantieren, nur die Aufklärung nach der Tat versprechen.
    Natürlich sollte man niemanden 100%ig vertrauen, Fehler sind Menschlich. jedoch in jeder Geste eines Fremden einen persönlichen Angriff sieht sollte sich einmal fragen woran er/sie unter vielen Menschen, zb. Disko, Fest oder Kino, überhaupt noch ungetrübte Freude empfinden kann ohne nach Verrat und Missgunst Ausschau zu halten. Solche Sichtweisen sollte man ändern um mehr Freude am Leben zu haben, mit oder ohne Hilfe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. März 2009
  12. Sie hören zu viel schlechten Gangster-Rap, sehr verehrter HAlbert.
    Meiner ganz persönlichen Meinung nach haben Sie einen an der Waffel, und zwar gewaltig.

     
  13. nonplusultra

    nonplusultra
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    Ich hab in der Newsleiste nur Amoklauf und Angela gelesen und hatte schon gehofft dass unsere Bundes-Angela zum Thema "Killerspiele" mal vernünftig Stellung nimmt.
    Leider zu früh gefreut:(
     
  14. Hier 1 Artikel zum Thema, den ich in dieser Form bei der Zeit zu finden eher überrascht war, positiv. Wen's interesiert:

    http://www.zeit.de/online/2009/12/killerspiele-verbot-winnenden-waffen

    ..immer schön wen Leute anfangen zu denken.
     

  15. Den Eindruck habe ich auch. Klingt teilweise schon bedenklich, was der da von sich gibt. :spinner:
    Ich versteh nur nicht ganz, was das damit
    zu tun haben soll ?? :uff:
     
  16. bloße spekulation mein Guter, beruhend auf meinen Vorurteilen gegenüner dieser Nische der (ist das noch) HipHop-Kultur, und meinem Halbwissen darüber.

    HAlberts Art zu schreiben, sein Vokabular, die Formulierungen, die billigen Reime, die Einstellung, die er rüberbringt schienen mir da genau reinzupassen. :).
     
  17. lol@ TschoEpli bzgl. Gangsta-rap

    und ich hab auch das gleiche wie nonplusultra gelesen und es genauso bedauert :(
     
  18. Ach so! ... Ich wollte keinerlei kausalen Zusammenhang zwischen meinen beiden Ausagen andeuten. :P
     
  19. Ich verabscheue Rap, Hip Hop, Techno und jegliche dieser primitiven Äusserungs-Methoden wenn man sie denn überhaupt Musik nennen kann. Ich hatte nie vor zu Reimen, da habt ihr euch selber was zusammen gereimt. Das war nur Zufall. In meinem Kommentar haben sich gerademal 2-3 Wörter gereimt .Ich befürchte ihr hört zu viel Rap und Hip Hop, dass ihr in jeder Zufalls-Begegnung der Wörter euch gleich einen Reim draus macht und mich als Rapper oder Hip Hopper beschuldigen wollt.

    @TschoEpli an deinem billigen Beleidigungs-Versuch kann man sehen dass du nicht gerade der Hellste bist, und ich hätte eigentlich dich als Rapper vermutet. Aber in deinem Schreiben an bist du auch nicht gerade gut auf Rapper und Hip Hopper anzusprechen wie ich sehe. So hab ich doch wieder was gelernt, dass auch nicht Rapper und Hip Hopper so eine pupertierende picklige Scheisse labern können.
     
  20. Nein, falsch gelesen ' (ist das noch) HipHop-Kultur' meint: 'ist das noch HipHop-Kultur', nicht: 'ist das noch (HipHop)-Kultur'. Ich persönlich find HipHop toll, und einige MCs, DJs, Sprayer, BBoys, whatsoever haben auch gehörig was auf der Pfanne und im Obrerstübchen. Bloß der billige Gangsta-Scheiß ist irgendwie nicht meine Richtung. fertich. Metall ist auch toll. und Punk und n paar elektronische Sachen kann man auch gut anhören...
    Ich wusst ja gleich dass Sie ein Problem haben (oder noch eins). Identität durch Abgrenzung ist Müll.
    So genug getrollt. Das ist ja alles so OffTopic...

    Grüße vom Ober-Pro-Scheiße-Laber-Meister.

    Was bitte hab ich mir unter pickliger Scheiße vorzustellen, noch nie gesehen. Sollte das bei ihnen vorkommen, rate ich, Ihren Stuhl untersuchen zu lassen, könnte was Ernstes sein.
     
  21. Also mit pickliger Scheisse meinte ich eigentlich das was bei dir im Schädel ist und nicht was bei dir aus dem Ar$schloch kommt. Ich meinte nur du musst ein pickliger Pupertierender sein der Scheisse labert an deiner Ausdrucksweise, darum hab ich mich dir anpassen wollen damit du dich nicht so alleine unter den Erwachsenen hier fühlst.
    Mir ist egal was für Musik die Anderen hören, von mir aus auch Gangsat-Rap, Hip Hop und all das krachmachende Zeug so lange ich nicht zu denen gezählt werde nur weil sich mal 2 Wörter in meinem Kommentar reimen. Nur für mich ist jeder Rap Gangsta-Rap auch wenn darin schleimige Worte darin vorkommen. Der Groove ist einfach höchst primitiv, also von den Affen die auf Bäume klopfen abgekuckt, und die archalischen Bewegungen, wie sich auf die Brust klopfen etc. Aber warum machst du das gleiche wie was du mir vorwirfst ? Du machst Gangsta-Rap schlecht. Ich finde Gangsta-Rap ja auch scheisse, aber lass doch denen der Spass die das hören wollen, und du musst nicht meinen du seist was besseres, ist ja schliesslich nur Musik (Krach). Wieso setzt du Gangsta-Rap von deinem (Edel-Rap) hinunter. Du stehst jetzt z.B. bei mir mit deinem Musik-Geschmack auch in der Hirarchie unter mir, und das Gleiche machst du mit den Gangsta-Rap Hörern. Also auf deutsch gesagt ich finde euch beide scheisse, aber ich hab nichts dagegen dass ihr solchen Müll hört und lass euch den Spass so lange ihr niemanden Schaden zufügt. Aber du kommst gleich und willst mich als in deiner Sichtweise untere Schublade Gangsta-Rap stecken. Ist mir doch egal wenn Gangsta-Rapper von Schwanz-Lutschen und Ar$schficken singen, ich mein das sind ja alles Dinge die auch bei gutbürgerlichen Leuten hinter verschlossenen Türen geschehen. Die Gangsta-Rapper erfinden ja nicht Dinge die es nicht schon gibt. Schliesslich ist in der "Kunst" ja alles erlaubt hab ich mal gehört.
     
  22. BSK1885

    BSK1885
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    Was dort Passiert ist ist schon Schlimm genug aber was die Medien daraus machen ist nichts anderes als eine Hexenjagd auf Sportschützen und Computerspieler. Auch das Bild in der Bildzeitung wo der Junge mit einen Gewehr steht was wollen die damit bezwecken .Die meisten von denen haben gar keine Ahnung was man erfüllen muss um im Besitz einer Waffe zu bekommen . Da ich selber Sportschütze bin und auch ein Kleinkaliber gewehr besitze was wovon ich rede. Hier mal die Kriterien die man erfüllen muss um in Besitz einer Waffe zu bekommen. Als erstes muss man einer Schießsportgruppe oder Schützenverein angehören .Dort muss man regelmäßig an Training und Meisterschaften teilnehmen .Nach einen Jahr lang man dann einen Antrag beim WSB (Westfälischer Schützenbund zu mindestens bei uns) Stellen inklusive Bedürfnisnachweis des Vereins und einen Polizeilichen Führungszeugnis der letzten 10 Jahre und wenn du da schon mal bei rot über die Ampel gefahren bist war es dann mit der WBK.
    Unsere Politiker ,Juristen ,Doktoren ,Anwälte ,Psychologen ,und Beamte kriegen es nicht auf die Kette ein einfaches und wirksames Konzept zu erstellen was schnell greif ohne das der eine es auf den anderen schiebt.
    Und jetzt alle Sportschützten und Computerspieler zu verurteilen ist nicht Fair und nicht angebracht. Sind denn alle die Alkohol trinken Alkoholiker und jeder der Raucht ein Kiffer und jeder der einen Porno- und Horrofiln gesehen hat ein Psychopat .ich denke nicht . Auch jeder Polizist .Soldat ,Sportschütze,Jäger, Waffensammler und selbst Staatsanwälte gehöhren weil sie eine oder mehrere Waffen besitzen oder gebrauchen ein Amokläufer.
    Im Endeffekt wird wohl wieder eine weitere Hürde für Sportschützten geben die man mehr oder weniger als sinnvoll bezeichnenden kann.Doch wird es das eigentliche Problem nicht Lösen . Noch ein Schlusswort 95% aller Straftaten mit Schußwaffen werden mit illegalen Waffen gemacht.
     
  23. Villacher23

    Villacher23
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    Ich habe gerade ein gutes PDF im Netz gefunden was sich mit dem Thema aussernandersetzt. In diesem 140 Seiten langem Dokument erörtern 46 Autoren, ob Computerspiele nun "Kulturgüter" oder "Schund" sind und ob es einer stärkeren staatlichen Kontrolle bedarf.

    Der Titel: Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz

    Link: h**p://www.kulturrat.de/dokumente/streitfall-computerspiele.pdf

    Ich finde es recht interresant.
     
  24. Ich meine damit den "Argumentationsleitfaden" (den genauen Titel weiß ich nich mehr) der ein paar Stunden nach dem Amoklauf schon hier auf der Seite war... Vielleicht irre ich mich und es war eh später, aber was ich damit sagen will ist, dass mir vorkommt, dass der Grundtenor nicht der ist, dass gesagt wird "tragische Sache, dass so was passiert, woran kann's wohl liegen", sondern dass hier gleich gebrüllt wird "WIR WARENS NICH, SPIELE SIND NICH SCHULD"... und das ist das Niveau der Reißermedien, nur eben andersrum...
     
  25. Maledicus Hat den Plasmid-Blues

    Maledicus
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    In Anbetracht dessen wie häufig das unsägliche Wort "Killerspiele" kurz nach so einer schlimmen Tat auch von ernstzunehmenden Journalisten in den Mund genommen wird, von Politikern garnicht zu reden, ist es notwendig das es auch Gegenstimmen gibt und zwar so früh wie möglich.

    Was mich erschreckt ist wieviele Computerspieler selbst schon den Ausdruck "Killerspiele" übernommen haben obwohl es fachlich für kein Computerspielgenre passend ist, so auch in dem Video welches Gamestar auf der Webseite veröffentlicht.
    Dieses Wort gibt es nur aus einem Grund. damit Leute die überhaupt keine Ahnung von der Thematik haben gleich wissen, das es sich um was Böses handelt auch wenn man garnicht mehr weiss als das da auch virtuell geschossen wird, nebst Fantasie-Vorstellungen darüber das es in diesen Spielen immer nur darum geht grausame Taten zu vollbringen und sich an der Gewalt zu ergötzen. Diesem Anteil an der Bevölkerung ist garnicht bewußt wieviele junge und alte Menschen in DE Computerspiele spielen und es egal mit welchem Inhalt zur ganz normalen Unterhaltung zählt.
    Nehmen wir mal Counterstrike das immer wieder genannt wird wenn es um das "Killerspiel" Thema geht .. ich möchte mal wissen wieviele der Bundesbürger dafür wären gegen Terroristen gewaltsam vorzugehen wenn diese Geiseln in DE genommen hätten .. ich behaupte ein sehr sehr großer Anteil?! Aber in einem Spiel soll das nicht mehr ok sein und blutrünstig? Ach ich vergaß für einen Moment .. die Leute wissen ja eigentlich garnicht worum es geht in CS sondern bekommen anstatt dem Konzept dahinter nur immer Ballerszenen gezeigt.

    Übrigens ich bin kein CS Spieler. nicht das jemand auf die Idee kommt, das ich nur mein Spiel verteidigen will ..

    MfG
     
  26. die Argumentation geht ja mal gar nich... Erstens hast du zwar insofern recht, dass gegen Terroristen im Ernstfall sehr wohl gewaltsam vorgegangen wird und das auch viele befürworten, ABER das als Unterhaltung anzusehen ist wohl eher grenzwertig... Zweitens, was ist mit den Leuten, die Terroristen in CS spielen? Ist das inhaltlich auch wertvoll? Als nächstes kommt das Argument, dass Weltkriegsshooter als Bildungswerke verkauft werden, weil man geschichtliches Wissen vermittelt bekommt...

    Ich bin (wie, glaube ich schon einmal gesagt) kein "Killerspiele-verbieten-woller", ich zock ja selber... ich denke nur, man sollte das alles nicht zu schwarz-weiß sehen. Es gibt, denke ich, einige Argumente FÜR Shooter, Actionspiele, was auch immer, aber das der Inhalt bei z.b. CS sinnvoll ist, möchte ich als keines davon ansehen. Von mir aus lass ich mir einreden, dass dort viel Taktik und Teamplay gefragt ist... aber das wars dann für mich auch schon mit inhaltlich wertvoll.
     
  27. Mitlerweile scheint die "Killerspiel"-Diskussion wieder etwas ausgewogener von den Medien geführt zu werden. Auch wenn ich den Begriff "Killerspiele" schon sehr irreführend finde. Primäres Ziel der meißten in dem Zusammenhang genannten Spiele ist nicht das killen, sondern das überleben. Und wer wollte schon "Survival"-Spiele verbieten...

    Ganz guter Artikel unter
    http://www.tagesschau.de/inland/killerspiele102.html
     
  28. wer das mit der abstumpfung übrigens bestreitet (und das sag ich als gamer meiner seits) vergleiche mal bitte die erstauführung der räuber von schiller +reaktion (die leute kippten reihenweise um!) und das ein krimi mit einem mord heute shcon nicht mal ansatzweise als horror empfunden wird.

    ich bitte um objektivität, also bitte immer ausführlich beide seiten darstellen, ansonsten bildet man auch nur ein niveauloses gegenstück zur bildleserlegion

    ich denke auch das die sozialenfaktoren und der umgang mit schusswaffen ein noch wichtigeres thema sind aber den anteil den Shooter haben am risiko sollte man nicht verschweigen.
    auch wenn ich als "killerspieler", die bundeswehrdienst verweigere und den schützensport selbst nach ausprobieren als langweilig meiner seits betrachte,
    denk ich sollte man mit dem thema auch sehr offen umgehen.
     
  29. Streifi

    Streifi
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    Irgendwie redet sie nur um den heissen Brei herum. "Da muss sich was ändern", "Medien können nichts dafür, andererseits wiederum doch" und "Lehrer müssen weiter einbezogen werdern und die Eltern erst Recht". Also ich hab aus dem Interview rein gar nichts mitgenommen, das ich nicht schon sonst irgendwo gelesen hätte. Jeder Stammtisch kann präzisere Angaben machen (und ich bin schon fast überzeugt es sind nicht mal sonderlich schlechtere)
     
  30. @ KrishaWn

    Lesen Sie mal "Das Parfum" von Süskind, oder Brechts "Dantons Tod", dort sind die Zustände der Epoche um Schiller und Goethe (und ein wenig davor) ganz gut beschrieben. Das 18. und 19. Jahrhundert strotze nur so vor Gewalt und blutigen auseinandersetzungen (Napoleon, Französische Revolution), strukturelle Gewalt und Brutalität war allgegenwärtig. Das die Zuschauer bei der ERstaufführung "Die Räuber" umgefallen sind liegt schlicht und ergreifend daran, dass damals das Theaterpublikum aus den Bessergestellten und Adligen bestand, die mit der alltäglichen Gewalt nicht viel zu tun hatten, in ihrer eigenen Welt gelebt hatten. Das normale Volk wäre wohl eher gelangweilt von "die Räuber" gewesen. Der Vergleich hinkt gewaltig, da in heutiger Zeit zumindest die alltägliche und die mediale Brutalität nicht mehr so weit auseinanderklaffen wie damals. Schau dir mal an was für Theaterstücke man im alten Griechenland gesehen hat, da sind wir heute ja richtig harmlos im Vergleich. Kann man auch an den alten Mythen sehen.

    Das man durch mediale Gewalt abstumpft halte ich für ein Märchen. Das medial vermittelte Botschaften stark auf den Geist einwirken, da bin ich mir wirklich sicher. Man siehe die steigene Angst der Deutschen vor Kriminalität, obwohl diese in der Kategorie Gewaltverbrechen rückläufig ist. Und was Botschaften angeht, da ist Gewalt an sich inhaltslos. Der ganze Plot und der ganze Hintergrund ist im Endeffekt entscheidend. Destruktive Botschaften kann ich dir auch in "Teletubbies" oder "Tetris" einbauen. Wie die Interviewte schon meinte, man sieht Gewalt als "normal" an. Wäre allerdings auch ein Wunder, wenn Computerspiele dies anders machen würden als alle anderen. Die Medien, die Schulen, die Arbeitswelt, das Gesellschaft an und für sich vermittelt, dass strukturelle Gewalt normal ist. Sie muss ja nicht körperlich sein (ist sie häufig auch nicht), aber propagiert wird das.

    DAs ist zwar eine andere Schiene, aber ein wesentlich größeres Problem. Und da helfen nun wirklich keine Verbote, da nur die Veränderung des Realen die Welt der Medien verändern kann.
     
  31. Streifi

    Streifi
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    Grenzwertig? Sind wir mal ehrlich: Ganz viele Menschen sind letzte Woche vorm Fernseher gesessen und haben mit offenem Mund den Amoklauf in Stuttgart verfolgt.. Viele haben sicher den Kopf geschüttelt und hatten vielleicht sogar Tränen in den Augen. "Warum?" haben sich alle gefragt und wir haben gerätselt "Was wird wohl noch passieren, jetzt da der Kerl sich irgendwo in der Innenstadt verschanzt hat. Wird er weiterhin wahllos töten? Wird er vielleicht geschnappt? Und ich wette keine 15 Minuten nachdem sich die immer gleichen Bilder im TV zum zehnten mal wiederholt hatten, haben wir um-, oder ausgeschaltet. Vielleicht haben wir uns dann einen kleinen Snack gemacht auf den Schock oder sind Zocken gegangen. Auf jeden Fall haben wir versucht unseren Kopf frei zu kriegen. Ich sage: Das ist Unterhaltung! Die Art und Weise wie das ganze Desaster aufgezogen wird - ist Unterhaltung. Wir haben dann in den Nachrichten die Handyaufnahmen, die letzten Sekunden gesehen und unsere Augen angespannt um vielleicht etwas "aufregendes" zu erkennen. Wir haben uns nach seinem Selbstmord gelächzt, als der Kerl schließlich auf dem Boden lag. - Auch das war Unterhaltung. Versteht mich nicht falsch, ich bin der letzte der sich über diese Unterhaltung freut, keiner freut sich darüber, aber wie ein Voyeur haben wir stillschweigend oder unter Trauer oder Wut das ganze Spektakel verfolgt. Es war für uns Unterhaltung, weil es uns wenig später erst einmal nicht weiter gekümmert hat. Wir waren am Wochenende trotzdem mit Freunden weg und haben gelacht und unseren Spaß gehabt.
     
  32. morger

    morger
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    Berlin
    Als ich mir das Interview durch gelesen habe ist mir etwas aufgefallen. Nach der Ausführung von Frau Ittel senken die Medien mit gewalthaltigen Inhalten die Hemmschwelle. Es wird jedoch von Politikern und anderen Psychologen immer ein Unterschied zwischen Spielen und Filmen gemacht. Angeblich sollen Spiele härter im herabsetzten der Hemmschwelle sein, da man interaktiv mitmacht und dadurch die Gewalt direkt ausgeübt wird. Wenn ich nun Spiele betrachte wie, Fallout3 und den aktuellen Brothers in Arm Teil, in denen die unzensierten Fassung fliegende Körperteil beinhaltet und es jede Menge Blut spritzt, ist in der deutschen Fassung davon nichts oder fasst nichts zu sehen und sie sind zudem ab 18 freigegeben. Ein Film der in Deutschland schon ab 16 freigegeben ist, darf jedoch vom Gewaltgrad viel intensiver und mehr zeigen als je in einem deutschen Spiel vorhanden sein wird. Daher finde ich die Behauptung fraglich, da die USK schon vieles erst gar nicht zulässt und in Filmen vieles dagegen erlaubt ist. In den Gamestar-Videos zu Previews oder zu Tests hab ich schon oft am Ende des Videos den Satz gehört: „ Das wird sowieso nicht so durch die USK kommen“. Was denkt eigentlich die Gamestar zu den Einstufungen der USK, immerhin scheint mir nicht so, dass alle Entscheidungen auf freundliche Zustimmung hinauslaufen? Jedoch ist zu bedenken, dass die Kids mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwie an Spiele ab 16 oder ab 18 herankommen, ob nun durch die Eltern, Freunde oder einfach sich im Internet herunterladen und daher bewusst oder unbewusst Prävention durch die USK gegen diejenigen geschieht, die sowieso noch nicht das Spiel besitzen dürfen. Ich muss dazu sagen, dass ich immer ein Verfechter der unzensierten Fassungen war, jedoch unter diesem Aspekt die Abstriche die ein deutscher Spieler machen muss gerechtfertigt sind.
     
  33. Maledicus Hat den Plasmid-Blues

    Maledicus
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    Doch sie geht .. aber ein bischen hatte auch auch Bauchschmerzen das in der Form zu schreiben. Aber vielleicht kann man das ja noch vertiefen.

    Wenn du damit meinst , das es Grenzwertig ist ein reales Geschehen (nehmen wir doch als Bsp. mal die Geiselnahme von Gladbeck) als Unterhaltung anzusehen, dann stimme ich dir völlig zu. Allerdings handelt es sich bei Computerspielen eben um "Spiele" in denen kein reales Lebewesen zu Schaden kommt. Das wird leider immer wieder vergessen. Der Schritt vom Computerspiel zur Realität dürfte wohl mindestens so weit sein wie der vom Indianer & Cowboy spielen dazu führt das man Amokläufer wird.

    Was ist mit den Schauspielern die in Filmen oder im Theater die Rolle des Bösewichts übernehmen? Ich behaupte .. es dient einfach dem Spielrahmen .. irgendwer muß ja den Teil übernehmen. Kann man denn davon irgendwie darauf schließen das diese Schauspieler gerne böse wären, oder das jemand der CS auf Terroristenseite spielt gerne Terrorist wäre? Trotzdem kann es unterhaltsam sein.

    Wo habe ich irgendwas von inhaltlich wertvoll geschrieben? Wenn es um inhaltlich wertvoll geht müssten wir uns wohl alle zu etwas in der Art freiwilig melden wie Kindern vor Ort in Afrika helfen, oder in einer Behinderten Wohnstätte mit den Menschen dort Freizeit gestalten etc.. Irgendwas das inhaltlich wertvoller ist und mit dem man argumentieren kann, als eine x-beliebige Freizeitgestaltung die nur zur Unterhaltung dient läßt sich immer finden. Insbesondere dann wenn man das Interesse Anderer an einer Sache überhaupt nicht teilt.

    Das große Problem in der Diskussion ist die Kluft zwischen denen für die der Umgang mit dem Computer und der beschäftigung mit Computerspielen zum Alltag gehört und denen wo diese Erfahrung garnicht existiert die aber nur eine nebulöse Vorstellung davon haben, weil sie allerhöchstens von außen draufschauen (oder nichtmal das). Und es macht einen großen Unterschied ob man nur mal zugeschaut oder ob man selbst gespielt hat. Dadurch kann sich die Ansicht darüber völlig ändern .. ich erinnere an den Spiegel-Reporter der einen Shooter Selbstversuch gestartet hatte nach Emsdetten (wird das so geschrieben?).

    MfG
     
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