SOS: Spiele vs. Ethik

Dieses Thema im Forum "Kolumnen-Kommentare" wurde erstellt von Alex.94, 5. August 2009.

  1. Glückwunsch, sie haben sich lächerlich gemacht.
     
  2. Dead Rising, Dead Rising!!! Gears of War, Gears of War!!! Half-Life 1, Half-Life 1!!! So jetzt steht was über indizierte Spiele geschrieben O_o
     
  3. Ah, jetzt sieht man die Kolumne. Leider ist sie grottenschlecht. Die Begründung von Sos-Kinderdorf eV, auf der Seite würden menschenverachtende Spiele präsentiert, wird von der Autorin als dämlich abgetan, undzwar mit der Begründung, dass keine indizierten Spiele vorgestellt werden würden.
    Also bitte, wie viel dümmer geht es denn noch?? Liebe Autorin dieser Kolumne, man kann bei vielen nicht indizierten Spielen durchaus ebenfalls der Meinung sein, dass sie menschenverachtende Inhalte haben; und das nicht zu unrecht.
    Die Art und Weise, wie hier versucht wird, indirekte Vorwürfe gegen Seiten wie Gamestar.de abzuwehren, ist schlicht armselig; nämlich indem man die Seite der Vorwerfenden zurückangreift (die in diesem Fall lediglich ihre Meinung vertritt.)
    Dabei geht das viel besser! Nämlich mit einer Entkräftung der Vorwürfe durch stichhaltige Argumente, anstatt eines billig durchschaubaren Gegenangriffs, der völlig deplaziert und unseriös daherkommt.
    Ich bin zunehmend entsetzt über die "Redakteurs"-Arbeit auf Gamestar.de.
     
  4. Schon klar. Daran habe ich auch überhaupt keine Zweifel. Darum geht es mir aber auch gar nicht.
    Ich wollte damit nur aufzeigen, dass man diese Zitate einfach finden kann und wenn ich das kann, dann können das auch andere und genau an diesem Punkt wird es eben heikel.

    Wir werben für ein besseres Image, bitten um mehr Verständnis und Akzeptanz in den Medien, der Gesellschaft, der Politik. Warum gebären wir uns dann immer wieder so unfähig diese Tugenden vorzuleben?
    Wieso kann eine Kolumne als Antwort zu diesem Thema nicht den Schulterschluß suchen? Wieso hängt man sich immer wieder an dieselben Vorurteile die geäußert werden und flehnt drauf los?
    Wieso wird nicht einfach sachlich argumentiert und vielleicht auch mal auf die andere Seite am Tellerrand eingegangen?
    Mit solchen Texten tritt man auf der Stelle und ändert rein gar nix, eher im Gegenteil stellt man sich auf dieselbe Stufe von Beckstein und Schünemann. Die labern auch seit Jahr und Tag denselben bullshit und nutzen jede Gelegenheit um Stimmung zu machen. Hier wird exakt dasselbe Verhalten an den Tag gelegt.
     
  5. Herr Laker differenziert in seinem Kommentar insofern, dass Videospiele es ermöglichen "virtuelle Gewalt gegenüber realistischen Abbildern von Menschen auszuüben" und sie "massive und wirklichkeitsnahe Gewaltdarstellungen" enthalten, jedoch scheint er davon auszugehen, dass Spieler nicht zwischen Wirklichkeit und Fiktion unterscheiden können. Er übersieht scheinbar, dass Medienkonsumenten seit jeher zwischen realer bzw. virtueller, fiktionaler und unwirklicher Gewalt unterscheiden können. Denn in allen Medien gibt es seit jeher fiktionale und unwirkliche Gewaltdarstellungen und genauso gibt es seit jeher Debatten um diese.

    Beispeilsweise gab es zu Beginn des 20. Jhd. in den USA die Debatte um die filmische Dokumentation von Boxkämpfen. Die Kritiker waren der Meinung, dass Gewalt in der Bevölkerung durch die massenhafte Verbreitung der bewegten Bilder des Boxkampfes, bspw. in Kinos, sprunghaft ansteigen würde.

    Über Gewaltdarstellungen in TV, aktuellen Kinofilmen, Musik oder in Printmedien muss ich garnicht erst schreiben, oder? Im Vergleich zu Gewaltdarstellungen in Videospielen besteht zwar der Unterschied zwischen Aktivität und Passivität des Konsums, dennoch kann ich als Kenner aller genannten Formen keine gesonderten Unterschiede in der Intensität des Konsums erkennen. Ein Buch kann genauso faszinieren oder abschrecken wie ein Film oder ein Videospiel. Videospiele sind in ihrer Entwicklung bloß noch nicht so weit, dass damit besonders Kritische Themen behandelt werden. Ansätze sind jedoch bereits zu erkennen.

    Meiner Meinung nach eine super Idee!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. August 2009
  6. Wenigstens ein paar Leute haben erkannt, dass die Kolumne sehr, sehr schlecht geschrieben ist.

    "Dabei sollte man annehmen, dass eine Hilfsorganisation eigentlich nie genug Unterstützung bekommen kann."

    Natürlich muss besonders so eine Organisation auf ihr Image achten. Wenn das evt. durch eine negative Berichterstattung in anderen Medien leiden würde, wäre der Schaden wesentlich größer als der Gewinn durch die Werbung auf dieser Gamer-Seite.
    Trotzdem heißt das noch lange nicht, dass da nur Leute sitzen, die alle Gamer hassen und verachten, so wie es in den Kommentaren hier hochgespielt wird.

    "Angeblich werden auf Gamersunity menschenverachtende Spiele präsentiert, mit denen die SOS-Kinderdörfer nicht in Verbindung gebracht werden wollen."

    Siehe oben: Das, was dadurch entstehen könnte ist das Problem. Die zwei Zitate aus dem Forum und von der SOS Seite haben das doch schön gezeigt. Dazu dann noch ein dämlicher Bild-Redakteur, der das Sommerloch füllen muss, fertig ist der Skandal: "Kinderdörfer werden von Killerspiele-Seite finanziert"

    "Den Verantwortlichen dort ist anscheinend entgangen, dass sowohl Gamersunity, als auch GameStar.de, auf jegliche Berichterstattung zu indizierten Spielen verzichtet -- oder sie haben schlicht keine Ahnung, wovon sie reden."

    Dieser Satz ist das unprofessionellste Geschreibsel, was ich jemals von der GS gelesen habe!! Zunächst wird, wie schon jemand vor mir vermutet hat, betont, dass GameStar.de ja auch nicht über indizierte Spiele berichtet. GameStar hat aber mit dem Disput zwischen den SOS Leuten und gamersunity schlichtweg nichts zu tun, was soll also diese Anmerkung?

    Und dann natürlich der Zusatz nach dem Bindestrich. "oder sie haben schlicht keine Ahnung, wovon sie reden."
    Ich bitte euch, liest denn niemand die ersten Gehversuche einer übermotivierten Praktikantin durch, bevor sie auf "Deutschlands Spiele Seite Nr. 1" veröffentlicht werden?

    Der folgende Abschnitt übers Fernsehen: Unsachlich und schlichtweg falsch.
    Erstens geht es bei der Diskussion nicht um TV, was soll als der Verweis auf TV-Werbung. Klingt für mich nach einer unbeholfenen Ablenkung auf andere Medien. "Die zeigen doch auch ganz böse Sachen."

    Zudem ist es schlecht recherchiert, die Bemerkung "ohne jegliche Alterskontrolle." stimmt so einfach nicht. Stichwort FSF (Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen). Vielleicht einfach mal googeln bzw vorher schlau machen.

    Alles in allem wirft das Ganze ein sehr schlechtes Bild auf eine Profi-Redaktion. Wirkt auf mich genauso undifferenziert und einseitig, wie es im Text der Gegenseite vorgeworfen wird. So wird es sicherlich nichts mit der gewünschten Aufbesserung des Rufs der Gamer. Von einem 15jährigen Newskommentar-Poster kennt man diese Herangehensweise an die Thematik, von der GS (bis jetzt) eigentlich nicht.


    Und an alle, die Kommentare wie "Von mir bekommen die kein Geld mehr, ich bin ja ein böser Gamer" gepostet haben:
    1. Haben 99% von euch wahrscheinlich ohnehin noch nie etwas dort gespendet.
    2. Wenn sich jemand, der schonmal gespendet hat oder es vorhatte wirklich durch eine solche Lappalie davon abhalten lässt, sollte er dringend mal sein Weltbild überprüfen und sich klar machen, dass die Arbeit von den Leuten bei den Kinderdörfern mit Abstand wichtiger als alle Computerspiele zusammen ist !!
     
  7. Ich vermute, dass sich die Anmerkung darauf bezieht, dass gamersunity genau wie gamestar.de ein Onlinespielemagazin ist. Wenn gamestar dem SOS-Kinderdorf Verein dasselbe Angebot unterbreitet hätte, wäre es vermutlich genauso verlaufen wie im Fall von gamersunity.

    Wie sonst als mit dem Vergleich zu anderen Medien soll sich ein neues Medium darstellen? Es ist doch so, dass im TV Gewalt zur genüge gezeigt wird und Gewaltdarstellungen hier für den SOS-Kinderdorfverein kein Auswahlkriterium darzustellen scheinen. Zwar wird er Verein nicht während des derbsten Actionfilms für sich werben. Der Banner auf dem Onlinemagazin müsste jedoch auch nicht beim aufgerufenen Actionspiel geschaltet werden.

    Die Kolumne ist nicht ideal, andererseits kann ich den Frust nachvollziehen, der aufkommt, wenn von allen Seiten Kritik am Medium Videospiel und auch an dessen Konsumenten kommt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. August 2009
  8. Das ist die vordergründige Aussage. Für mich klingt es nach einer ungefragten, übereifrigen Darstellung der eigenen "Tugenden".

    1.
    Geht es um allgemeine Fragen der Gewaltdarstellung in Medien, ist ein solcher Vergleich sicher gerechtfertigt.
    Hier geht es aber um einen ganz konkreten Fall, bei dem Computerspiele (und noch nicht mal alle, sondern nur solche, die als menschenverachtend angesehen werden) im Fokus stehen. (Ginge es um eine Seite wie FIFA-Freunde oder Need for Speed-Fans, wäre die Situation eine komplett andere.)

    2.
    Ist hier das Bild der Öffentlichkeit entscheidend. Auch wenn Pro 7 Filme wie "Saw" zeigt, gilt der Sender im Allgemeinen nicht als Horror/Metzel/Killer-Sender.
    Bei den PC-Spielen standen in letzter Zeit durch die leider sehr einseitige und oberflächliche Berichterstattung unglücklicherweise Themen wie Killerspieler=Amokläufer o.ä. im Zentrum des Interesses.


    Ja, das kann ich auch. Wenn gewisse Politiker zB davon sprechen, Killerspieler wie Pädophile zu verfolgen oder wenn in einem Bericht nach einem Amoklauf als erstes betont wird, dass der Täter einen Ego-Shooter gespielt hat (wie ein riesiger Anteil der gleichaltrigen Jungen auch).

    So etwas stört mich, weil es mich auch "direkt" betrifft. Ich spiele Ego-Shooter und finde es unglaublich, deshalb mit Kinderschändern verglichen zu werden. Es betrifft mich allerdings in keinster Weise, wenn ein Verein darauf verzichtet, Werbung auf dieser Spiele-Seite zu machen, weil die Inhalte den Verantwortlichen fragwürdig erscheinen. Es wurden weder Spiele als solches, noch Gamer als Person angegriffen oder negativ dargestellt.

    Hier wird allerdings (in ziemlich platter und unprofessioneller Art und Weise) über die falschen hergezogen.
    Die Argumentation ist einfach sinnlos. Die SOS Kinderdörfer unterwerfen sich notgedrungen der öffentlichen Meinung und haben sich eben dafür entschieden, dass der mögliche Imageschaden größer sein könnte, als der Nutzen.

    Trotzdem sollte man davon absehen, mit Bemerkungen wie "oder sie haben schlicht keine Ahnung, wovon sie reden" um sich zu werfen.
    Das ist einfach nur eine billige Art, die ganzen Kiddies auf seine Seite zu ziehen, die, wie man an den Kommentaren sieht, voll darauf einsteigen.
     
  9. Der Begriff "menschenverachtend" ist meiner Meinung nach erst in der Kolumne, nicht im Kommentar Lakers zu finden.

    Dann hast Du eventuell den Kommentar Lakers nicht richtig hinterfragt. Er sagt, dass Videospiele es ermöglichen "virtuelle Gewalt gegenüber realistischen Abbildern von Menschen auszuüben", sie "massive und wirklichkeitsnahe Gewaltdarstellungen" enthalten und auch "junge User über diese Spiele – getarnt als harmlose Unterhaltung – auf vielfältige Weise mit Gewalt in Kontakt kommen können." Etwas überspitzt lautet seine Aussage, dass Actionspiele, die zwar von der USK eigentlich nur für Erwachsene freigegeben wurden, von der "skrupellosen Spieleindustrie" aber absichtlich als harmlose Unterhaltung getarnt wurden, um als samstagmorgentlicher Kindercartoon zu erscheinen, den Kindern so das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie auch noch zu Gewalttätern auszubilden.

    In meinen Augen muss das entweder eine absichtliche Falschaussage oder eben Unwissenheit sein. Insgesamt wirkt es aber recht diffamierend für das Medium Videospiel und dessen Konsumenten.

    so jetz aber gutn8! :zzz:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. August 2009
  10. Ich finde man sollte den jeweiligen Institutionen dann auch seinen eigenen Unmut kundtun.
    In diesem Fall habe ich dem SOS Kinderdorf eine kurze Mail geschickt in der ich ihrer Toleranz bemängel.
     
  11. Das Gleiche habŽ ich auch getan. Ich habe mich direkt mal an den SOS-Kinderdorf-Sprecher höchstselbst gewandt; mal sehen, wann die Antwort kommt.
    Ich habŽ geschrieben, dass ich mich durch ihre Aussagen diskriminiert fühle und meine Meinung grundsätzlich kundgetan; ich glaube allerdings, dass ich fast ein bisschen zu höflich war, aber egal...
     
  12. Liebe Gamestar Redaktion, vielleicht hört ihr mal auf sinnlos zu Hetzen!?
    Man darf wohl immer im leben dankend ablehnen, wo liegt das Problem? Ausserdem versteh ich die, auch nach 15 Jahren spielen! Ich bin jetzt 33 und habe seit 5 Jahren keinen Shooter mehr gespielt, denn es kotzt mich inzwischen auch an. DOCH, ES IST GEWALT UND ES IST TEILWEISE UNETHISCH. Schaut doch mal - bei Fallout 3 - Welche MOD war als erstes da? Kinderkiller MOD, JEP! Die zweite? DICKE TITTEN und nackte KIDS. Und der scheiss wird millionen mal heruntergeladen - ist das denn in Ordnung?!

    Und nochmal, damit es jeder versteht: Ich habe eine Website mit vegetarischen Spezialitäten - NEIN, ich werde da auch keine Wurst Werbung drauf machen, auch nicht für eine fette Summe. Und der Metzger wird wohl kaum für Tofu werben wollen, oder?

    Scheiss Hetzkultur......reisserischer Klick-Sponsoren-Mist-Kack.
     
  13. Cedric Borsche

    Cedric Borsche
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    Immer langsam. Dies hier ist eine Kolumne (!), eine subjektive, persöhnliche Meinung die zum diskutieren anregen soll. Dein Argument mit den Modifikationen greift in diesem Fall nicht ganz. Klar existieren diese Programme, aber in den Vorwürfen der SOS-Kinderdörfer geht es um ->den Inhalt von Gamersunity<-! Und dort wird weder über solche Kinderkiller Mods berichtet, noch geworben.

    Im zweiten Abschnitt glaube ich liegt ein Missverständniss vor. Gamersunity bemüht sich ja die Spielergemeinde zu gemeinnützigen Aktionen zu bewegen, indem die Seite Organisationen wie SOS-Kinderdörfer Werbebanner kostenlos anbietet. Es ging nie um eine Partnerschaft bei der auf der Seite der SOS-Kinderdörfer ein Banner von Gamersunity zu sehen wäre. Ich denke das gleiche Missverständniss besteht bei den Verantwortlichen der SOS-Kinderdörfer. Wie kann es denn dem Image schaden, oder (junge) User der SOS-Seiten zu falschen Inhalten führen, wenn es sich quasi um eine Einbahnstraße handelt? Dazu geht es ja nicht nur um die Ablehnung sondern die Begründung. Darin ist auch von "als harmlose Unterhaltung GETARNTE" Gewalt die Rede. Wer tarnt? Die Berichter sicher nicht. Käme das Angebot von eine Seite eines CS-Clans könnte ich es durchaus nachvollziehen. Und wie andere bereits geschrieben haben ist es natürlich das gute Recht der Organisation auszusuchen wo Werbung zu sehen ist. Aber eine Absage kann man auch ohne derartige Vorwürfe erteilen.
     
  14. mit deinen 33 jahren zeigst du sehr deutlich wie reif du diskutieren kannst.....
    ich finde da wurden eindeutig die falschen worte von dir gewählt.





     
  15. Vielleicht war ich etwas zu laut, sorry. Aber ich kann einfach nicht verstehen wie man zu einem Konzens kommen soll, wenn sich immer alle Seiten gegenseitig zusammenraufen und aufhetzen.

    Wenn man Shooter spielt, vor allem über längere Zeit, dann wird das normal. Aber ich kann mir durchaus vorstellen das eine Kindergarten Lehrerin, die so etwas noch nie gesehen hat, total geschockt ist. Evt. sollte man anstatt zu flamen, auch mal versuchen sich in das Gegenüber zu versetzten.

    Ich meine sind wir denn überhaupt nicht mehr in der Lage, die Dinge auch mal selbstkritisch anzusehen. Ich fand Kriegsspiele schon immer irgendwie eklig, sorry da sterben meist 100000 Kinder, Mütter - Die Leute hungern und werden gefoltert. Und dann macht EA mit diesem Comic Battelfield noch Witze damit....

    Und die Publisher machen auch Kohle damit, in dem sie primitive Triebe befriedigen. Die nutzen die Brutalität zum Selbstzweck, darüber könnte man doch mal eine spannende Kolumne schreiben. Und je detaillierter die Spiele werden, desto mehr wird auch die Gewaltdarstellung ein Thema.
     
  16. SethSteiner gesperrter Benutzer

    SethSteiner
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    Erstmal zum letzten, ist das total falsch. Es geht nicht darum das auf der SOS Kinderdorfseite Werbung für Gamersunity gemacht wird, sondern es geht darum das auf der Gamersunity Seite Werbung für SOS Kinderdorf gemacht wird. Das abzulehnen ist nun wirklich Unsinn, dann darf man auch keine Werbung auf irgendwelchen allgemeinen Seiten machen, da sich dort immer Gewalt oder Erotik befinden wird. Würde man einem fiktiven "Deutscher Sport Verband" nehmen, würde man dort auch auf Rugby oder Karate stoßen. Das ist auch Gewalt und würde ich mich wie ein Beckstein aufführen, kann ich da ganz schnell ein perverses Gewaltspiel drin sehen.

    So nun zum ersten, die Gewalt ist erstmal gar nicht unethisch in irgendwelchen Spielen, da sie gar nicht real ist. Die Tat als solche kann man als unethisch werten und im Spiel darauf reagieren, klar aber real unethisch kann es gar nicht sein.
    Kinderkiller Mod bei Fallout 3 liegt in der Vergangenheit begründet, dort waren Kinder normale Indidivuen und konnten auch sterben, nur in der deutschen Version wurde das geschnitten. Ich sehe da auch kein Problem drin, das es sowas angeblich geben soll. Es tut mir nicht weh, es tut niemand anderem weh und in dem Spiel sterben auch Männer und Frauen, warum sollen Kinder mehr wert sein als ein anderer Mensch dort? Zu Mal hat eine Mod nichts mit dem eigentlichen Spiel zutun. Ich kann auch in Pong eine Mod einbauen das ich im Hintergrund ein Saw Video sehe.
    Auch deine "Dicken Titten", wie du es formuliert hast, sind doch nichts unethisches. Das ist so als ein leckeres Filet als etwas negatives zu betrachten. Sexualität gehört zum Menschen dazu, gesell dich zu den Amisch wenn es dir nicht passt. Was die andere Mod angeht, kenn ich die genausowenig aber warum sollte das interessieren? Jeder Mensch auf der Welt kann sich einen Stift und ein Blatt Papier nehmen und anfangen zu schreiben, jeder Mensch kann sich eine Mod basteln und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Videospiele sollen jetzt angeblich schlechter sein, wegen irgendwelchen Mods? Also Anpassungen von Fans? Dann ist Literatur ja genauso schlimm, weil ich da genau dasselbe tun kann!

    Im übrigen kann ich der Forderung gar nichts abverlangen, dass ausgerechnet wir. Wir die Spieler auf jemanden zugehen sollen, schon wieder. Wie die Cineasten, haben auch wir in vielen Jahren Zensur über Zensur wegstecken müssen und dann sollen wir schon wieder so eine Erniedrigung hinnehmen, uns reinversetzen, den Schulterschluß suchen und auf die Gegenseite zugehen? Tut mir leid, dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Videospiele haben als Kulturgut anerkannt zu werden, mit allem was sie haben, mit Krieg, Blut, Gore, Reiten, Tennisspielen, Fliegen und die Welt retten.
    Ich bin viel schockierter darüber, das man ausgerechnet von den Menschen die Realität und Fiktion zu unterscheiden wissen, die ihre ach so primitiven Triebe befriedigen und trotzdem niemanden was zu leide tun, selbstreflektion betreiben sollen. Wir müssen das sicher nicht, es sind die Kritiker die das tun müssen. Das Spielen, auch von Gewalt, ist etwas das in der Natur völlig normal ist und auch unter Menschen. Das abzustreiten ist das wirklich eklige.
     
  17. M3ikl

    M3ikl
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    Eine kleine Randnotiz zur Doppelmoral der Pressemeldung von den SOS Kinderdörfern:
    Ich habe gestern zu später Stunde etwas DMAX geguckt, und da lief dann die World Series of Poker in Europa. Diese Sendung ist ab 18 Jahren fregegeben.
    Und nun ratet mal was da für eine Werbung gelaufen ist...
     
  18. Asmodina82

    Asmodina82
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    11. Januar 2009
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    14
    Zitat aus der Kolumne:
    "...und abends Filme wie »Rambo« (um ein noch eher harmloses Beispiel zu nennen) laufen - ohne jegliche Alterskontrolle."

    Bevor man mit solchen Behauptungen um sich schmeisst, sollte man sich etwas genauer erkundigen. Natürlich laufen Filme mit Gewalt im TV, Fakt ist allerdings, dass diese auch sehr gerne geschnitten werden. Selbst "Gremlins" läuft so gut wie nie ungekürzt im TV.
     
  19. Cedric Borsche

    Cedric Borsche
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    1. Oktober 2008
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    71
    Natürlich sind die Filme im deutschen Fernsehen geschnitten. Ebenso wie es die Spiele die in Deutschland erscheinen geschnitten sind.
     
  20. Um einen Rückbezug zum Thema zu geben:
    Ich finde die Entscheidung der S.O.S. Kinderdorf e. V. mehr als vertretbar; es geht hier schließlich um das Image des "Unternehmens", welches, auf Grund des allgemeinen Meinungsbildes des durchschnittlichen Bürgers bezgl. gewaltverherrlichender Spiele (~eher negativ :D), so hart das auch klingen mag, Schaden davontragen kann;
    ebendrum, weil die Allgemeinheit eine verwerfende Einstellung zu Games (ich sage jetzt konsequenterweise nicht "gewaltverherrlichende Spiele" oder "Killer-Spiele").
    Zusatz: ich bin auch Spieler JEGLICHER Genres und fühle mich ebenso als Zentrum des Visiers wie ihr, wenn es sich um die Ausübung des besagten Hobbes handelt.
     
  21. SethSteiner gesperrter Benutzer

    SethSteiner
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    928
    Oh achso, wenn die Gesellschaft oder "Gesellschaft" irgendwas als negativ ansieht, sollte man das als Unternehmen also als Grund nehmen, sich davon zu distanzieren? Sollen sich Unternehmen von Juden, Türken oder Schwulen distanzieren und natürlich Glücksspielen, weil das ja alles ganz dolle pervers und negativ ist, laut der Sicht einiger Menschen in bestimmten Gesellschaftsschichten? Tut mir leid, gerade das darf einfach nicht passieren, das ist auch ganz und gar nicht vertretbar. So eine Einstellung war nicht in den 30ern und ist auch nicht heute vertretbar.
    Der Sprecher von S.O.S. Kinderdorf offenbart einen idiotischen Irrglauben und sowas kann man nicht vertreten, es ist einfach eklig. Genauso wie Sexismus und Rassismus. Wenn man irgendwo keine Werbung machen will, wegen irgendwelcher Lügen und Hetze die betrieben wurde, dann zeigt man das man den gesunden Menschenverstand ausgeschaltet hat, sich nicht informierte und mehr in etwas sieht als da ist. Es gibt genug andere Unternehmen die kein Problem damit haben und die so also wohl eher mein Geld verdient haben. Wie soll ich einer Institution vertrauen, die soetwas unvertretbares tut?

    Oh und was mir noch aufgefallen ist an euch, Gamestar:
    Das ihr nicht über indizierte Spiele berichtet ist nichts wofür man sich rühmen sollte. Ihr beugt euch einfach nur der Zensur, statt sich dem entgegenzustellen. Das ist nicht gut, das ist widerlich!
     
  22. Ich finde, die Kolumne ist völlig überzogen. Begründung:

    1. SOS K hat seine Ablehnung nicht selbst öffentlich gemacht, das waren erst Gamestar und Co. SOS K hatte nicht vor, Spieler in der Öffentlichkeit zu diskriminieren, sondern hat seine Begründung an Gamersunity gerichtet, also nicht an uns Spieler.

    2. Ich finde es gut, dass SOS K überhaupt geantwortet hat, und dann offen und ehrlich gesagt haben, was sie denken. Die hätten ja auch garnicht reagieren können oder irgendeine Ausrede vorschieben können. Oder einfach "Nein" sagen können, ohne Begründung. Allein schon ihrer Ehrlichkeit gebührt Respekt.

    3. Statt SOS K in so einer Kolumne fertig zu machen, hätte man eher das Gespräch mit denen suchen sollen. Das sind auch nur Menschen.

    4. Die Begründung von denen ist schon irgendwie nachvollziehbar. Ich kann mir vorstellen, dass die es grundsätzlich ablehnen, dass Spiele den Einsatz von Waffen usw. darstellen. Auch wenn mir sowas als Shooterfan nichts ausmacht, kann ich es bei SOS K nachvollziehen. Außerdem ist es ihr gutes Recht, auf Werbung zu verzichten.

    5. Auch wenn das Beispiel übertrieben ist: Wahrscheinlich hätte keiner hier ein Wort gesagt, wenn SOS K die Werbung auf einer Pornoseite abgelehnt hätte. Dabei ist an Pornos so viel oder so wenig auszusetzen, wie an Computerspielen. Man kann ihren gesellschaftlichen Sinn oder Unsinn diskutieren, aber letztendlich konsumieren wahrscheinlich knapp 100 Prozent der Leser hier beides. Fakt ist: Beides ist in Teilen gesellschaftlich nicht grad anerkannt. Hätte sich deshalb jemand hier als Pornokonsument diskriminiert gefühlt? Wohl kaum. Ja, ich weiß, Pornos und Spiele sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber letztendlich ist beides Unterhaltungsindustrie, und ich will das Prinzip verdeutlichen.

    6. Wie jemand hier es schon so gut ausgedrückt hat: Die Arbeit von SOS K ist so dermaßen viel wichtiger und sinnvoller als das Hobby Computerspiele, dass das ganze Thema hier einfach nur lächerlich, überflüssig und kindisch ist.
     
  23. Bonimentus

    Bonimentus
    Registriert seit:
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    70
    Super Artikel, finds nur grad zu totlachen das ich ausgerechnet bei eurer Google-Anzeigen Werbung die Anzeige von SOS-Kinderdörfern gesehen habe :D.
     
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