Zuwanderer besser ausgebildet als Nicht-Migranten

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von etc.usw., 24. Mai 2013.

  1. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Bei uns ist es so, dass du als wiss. Mitarbeiter TV E13 bekommst, das entspricht nach einem Jahr etwa der 44k Brutto.
    Als Studienrat bekommst du scheinbar anfangs etwa 37k Brutto, was in etwa das ist, was du als wiss. Mitarbeiter auf einer vollen Stelle im ersten Jahr bekommst. Bei beiden Stellen steigt das Gehalt aber auch im Laufe der Zeit.
    Als PostDoc muss man in Deutschland etwas aufpassen, da du nur 6 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter in befristeten Verhältnissen arbeiten darfst. Danach entweder unbefristet oder Berufsverbot in Deutschland. Demnach kann man dann auch in der Praxis nicht so weit aufsteigen, weil man vorher einen anderen Job braucht.
    Auf die 63k kommt hier meines Wissens nach zumindest niemand von den wiss. Mitarbeitern; dafür wäre E15 oder A15 notwendig. Selbst mit der W3 Professur bekommst du "nur" ein Grundgehalt von 67k Brutto, da würde mich ein so hohes PostDoc Gehalt wundern.
     
  2. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Wo siehtst du 4,7k? Ich sehe 3,7k nach 5 Jahren, wobei davon halt nach Abzügen auch nicht allzuviel übrig bleibt.

    Naja als Referendar bist du schon verbeamtet, also zählt es nicht mehr zum Studium. Aber halt zur Ausbildung.
     
  3. http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2013&matrix=1

    Oder stehe ich gerade auf dem Schlauch? :ugly:
     
  4. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Oh, ich bin nach der Tabelle hier gegangen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/TV-L#Geltungsbereich

    Stufe 5 ist übrigens nicht 5 Jahre sondern 11-15 Jahre.


    Was soll das eigentlich mit Berufsverbot nach 6 Jahren. Ich mein WTF? Die Leute haben vllt 15 Jahre in ihren Job investiert und bekommen dann Berufsverbot weil sie Pech hatten? Was macht das denn für einen Sinn? :ugly:
     
  5. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie genau das funktioniert. Man steigt nach der Promotion bestimmt nicht in einem Gehalt niedriger als nach 5 Jahren Promotion ein.

    Ich vermute allerdings zur Zeit (ich muss das mal klären :ugly: ), dass man nach der Promotion nicht mehr als "wissenschaftlicher Mitarbeiter" in der Form gilt. Der wissenschaftliche Mitarbeiter wird in der Liste auch als "Doktorand" erwähnt.

    Ich kenne einige Dr.-Ings., die bei ~65k/Jahr nach der Promotion eine Weile am Institut geblieben sind. Kann auch daran liegen, dass man eben in die Richtung bezahlt wird, aber eben nicht mehr im öffentlichen Dienst, aber das ist gerade nur Halbwissen.
     

  6. Sorry, habe das gerade verwechselt. Ich finde das sowieso ziemlich undurchsichtig stellenweise. Auf jeden Fall klingen die Gehälter nach ein paar Jahren nicht mehr so übel. :yes: :ugly::hoch:
     
  7. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Übel sind sie auf jeden Fall nicht. Problem ist aktuell eher, dass nur noch ungern verbeamtet wird. Bedeutet für die Lehrer, dass ca. 300 Euro und alle sonstigen Vorzüge wegfallen + Unsicherheit nach jedem Berufsjahr ob es weitergeht.
     
  8. pfui

    pfui
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    Das kommt vor allem darauf an, welche Ausbildung man genossen hat. Nach fünf Jahren Jurastudium + zwei Jahre Referendariat wäre es mir zu wenig, auf lange Sicht. Als Einstiegsgehalt wäre es gut.
     
  9. Was hat diese Gehaltsdiskussion jetzt noch mit dem Topic zu tun? :confused:
     
  10. pfui

    pfui
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    Ist das was neues im GSPB? :ugly:
     
  11. Das hat man in der freien Wirtschaft ja auch. Allerdings wäre es schade, wenn sich die Lehrer dann verkaufen und den Schülern gute Noten geben, weil sie Angst um einen schlechten Ruf haben.

    Bei mir in der Schule war der beste Lehrer der, der bei allen unbeliebt war und über den die Eltern nur gemeckert haben. Das war aber in der Oberstufe der einzige Lehrer, der mich wenigstens ein bisschen darauf vorbereitet hat, was mich an der Universität letztlich erwartet.

    Ich würde allerdings den Lehrern (gerade auf dem Gymnasium in der Oberstufe) deutlich weniger Verantwortung auflasten und die Schüler an eine autodidaktische Denkweise heranführen. Mir hätte es wohl sehr viel geholfen, wenn es mir frei stünde, wann ich was lese. Ebenso gemeinsames Lesen des Geschichtsbuches im Unterricht. Lieber anspruchsvollere "Aufgaben" mit einem Monat Zeit, als trostloser Unterricht, der einen nicht richtig motiviert, sich daheim mit der Sache zu beschäftigen.

    Mir ist klar, dass ein universitärer Charakter nicht möglich ist, aber die Wahl zu haben, wie ich eine Sache herangehe, ist für manche vielleicht etwas angenehmer.
     
  12. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Das ist tatsächlich momentan auch eine der Leitlinien "guten Unterrichts" den Lehrer aus dem Fokus zu nehmen und Schüler mehr selber machen zu lassen, gerne auch über mehrere Stunden hinweg. Für den Lehrer bedeutet das übrigens sogar eher mehr Aufwand, dafür sind die Ergebnisse halt (unter gewissen Umständen) auch besser als bei reinem Frontalunterricht.

    Die fehlende Verbeamtung "zwingt" Lehrer halt zu außergewöhnlichen Leistungen um an der Schule an der sie sind sesshaft zu werden. Ich kenne unverbeamtete Lehrkräfte mit Prädikatsexamen, die ihre komplette Freizeit für den Beruf opfern und deswegen auch beziehungslos leben. Das hat schon was krankhaftes an sich und ist das Gegenteil von Freiheit, aber so ist es aktuell nunmal. Deswegen sollte man die Zeit an der Uni wirklich genießen und es sich nicht nehmen lassen, da auch mal ein wenig zu bummeln. Hamsterrad hat man danach noch genug.
     
  13. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Man wollte so halt verhindern, dass Leute im wissenschaftlichen Betrieb immer von einem befristeten Beschäftigungsverhältnis ins nächste wechseln, was man ja auch geschafft hat. Dummerweise bedeutet das dann eben praktisch für viele Menschen ein Berufsverbot und bewirkt natürlich, dass Forscher ins Ausland gehen. Wieder einmal sehr vorausschauend geplant.

    Es gibt auch noch andere Posten an der Uni, bspw. als akademischer Rat, aber da gibt es auch nur A13. Ansonsten kenne ich PostDocs nur als wiss. Mitarbeiter und die bekommen seltenst mal E14, sonst meist E13.

    Seid ihr eine Universität? Ansonsten weiß ich auch nicht, wie das aussieht, wenn man Kooperationen mit der Wirtschaft oder Forschungsgesellschaften hat. Über Drittmittel kann man natürlich mehr verdienen, aber da kenne ich mich auch nicht wirklich gut aus.
     
  14. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Ich finde das Thema "Berufsverbot" sollte ohnehin nur dann zum Tragen kommen, wenn Leute grob gegen grundlegende Richtlinien ihres Berufstandes verstoßen haben (also richtig dicken Mist gebaut haben).

    Alles andere ist nur unnötige Schikane. Ist das gleiche wie die "Sperre" von Bachelorstudenten die mehr als 7 Semester brauchen (unabhängig von der Note). Dabei kann es tausende Gründe dafür geben, dass man länger braucht (Krankheiten, familiäre Gründe, erforderliche Nebenjobs etc. etc.).

    Unnötige Restriktionen, die gerade in Zeiten von Studiengebühren einfach nur nach Kontrollwahn ausschauen.


    Deutschland ist der Hinsicht teilweise so ekelhaft überreguliert, das man sich fragt ob da vernunftbegabte Menschen dahinterstanden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Mai 2013
  15. HeavenWarrior

    HeavenWarrior
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    50 k aber erst nach 1,5 Jahren erreicht. :no:
     
  16. Angekoppelt. Bisschen kompliziert zu erklären und auch nicht Teil des Threads. Falls sehr großes Interesse besteht, PN.

    Ansonsten vermute ich auch, dass darüber noch einiges läuft. Wie das aber zu versteuern ist, weiß ich nicht. Deshalb finde ich das auch etwas undurchsichtig. Ich weiß nur, dass aufgrund des fehlenden Lehranteils die Promotion nach drei Jahren durch ist und man im Gegensatz zu vielen anderen naturwissenschaftlichen Stellen voll bezahlt wird. :ugly:

    /edit: Allerdings arbeiten auch einige von den Doktoren direkt am Institut der Uni. Genauso wie an meinem Kooperations-Institut. Ich müsste echt mal nachfragen, aber irgendwie ist das "unüblich". :ugly:
     
  17. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Die Intention dahinter finde ich ja gar nicht soo schlecht, da Zukunftsplanung etwas schwierig wird, wenn du immer für zwei bis drei Jahre befristete Anstellungen an Universitäten über ganz Deutschland verteilt bekommst. Allerdings kann ich jetzt nicht sagen, wie groß der Handlungsbedarf damals war und die bestehende Regelung jetzt halte ich für absoluten Blödsinn.

    Mh, ok, wenn das auch noch aus nicht-öffentlichen Quellen finanziert wird, dann sieht das vermutlich nochmal ganz anders aus, allerdings kenne ich mich da gar nicht aus.
     
  18. Xizor kann oft nicht so gut mit Bildern

    Xizor
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    Um mal die Arbeiterklasse zu Wort kommen zu lassen. :ugly:
     
  19. Divid Call me Dr. -Ing. stuntman Mike

    Divid
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    Genau den Fall habe ich, dass ich im Rahmen der Promotion E13 bekomme plus das was dann eben noch hinten runterfällt ;)

    Zumindest bei uns brauchts da kein Glück, alle bekommen da TV-L E13, mit Glück wird man Beamter auf Zeit, da wechselt man nach A13, glaube ich, was dann nochmal ~300€ netto im Monat bringt.

    Post-Doc ist aber nahezu immer auf der Beamtenschiene. Da kann man nicht so einfach rechnen. Und Post-Doc in der Industrie mit 63k€ ist unterstes Ende meiner Erfahrung nach. Als Post-Doc musst das Geld über "wissenschaftliche Nebentätigkeiten" verdienen oder mit der Differenz zur Industrie leben.
     
  20. Wer als StRef oder LAA 70 Stunden die Woche arbeitet, macht definitiv was falsch. Da liegt eine völlig falsche Arbeitsorganisation vor.
     
  21. Bekannter von mir ist im Post-Doc Programm der NASA seit Anfang Mai. Will nicht wissen wieviel der da verdient :ugly:
     
  22. Kommt auch auf dein 1. Staatsexamen an. Hast du das gerade mit Ach-und-Krach geschafft, kann man mit dem Gehalt auch auf lange Sicht ganz froh sein.
     
  23. Divid Call me Dr. -Ing. stuntman Mike

    Divid
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    Gefährliches Halbwissen :ugly:

    Vor allem auch, dass ein Durchsatz gewährleistet wird. Wenn immer die gleichen Leute forschen, dann sind keine Plätze für neue Promotionen usw. frei. Diese 6+6 Regelung, man darf nämlich insgesamt maximal 12 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeitet arbeiten, sorgt dafür, dass die wenigen Führungspositionen in der Forschung besetzt werden und die "Masse" irgendwann die Forschung verlässt. Ist auch im Grunde meiner Meinung nach kein verkehrter Ansatz, obwohl die eine oder andere Führungsstelle mehr nicht schaden würde.


    Eher Akademischer Oberrat und Akademischer Direktor. Mein Chef bekommt A15, mein Chef-Chef aka Professor deutlich über W3.



    Drittmittelstellen unterscheiden zumindest nicht nach dem Mitarbeiter und stellen sogar hier typisch weniger als eine E13-Stelle bei voller Forderung. Das ist schon etwas unerfreulich.
     
  24. Divid Call me Dr. -Ing. stuntman Mike

    Divid
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    NASA ist halt auch noch so halb-staatlich, aber USA. Wer absahnen will, muss in die Industrie. Bei uns typisch als Post-Doc-Einstieg >70k€ bei akzeptablen Arbeitszeiten. Aber das muss ja nicht allgemeingültig sein.
     
  25. Xaviar Mr. Pain

    Xaviar
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    Das kommt auch auf die Stelle an, die man annimmt. Im Staatsdienst (also als Richter oder auch als Staatsanwalt) beträgt das Einstiegsgehalt (je nach Bundesland) ca.zwischen 3000 und 3500€ (alles natürlich Brutto). Das steigt dann mit den Jahren automatisch an auf ca. 5000-6000€ (erneut je nach Bundesland sowie nach Stelle). Ein Jurist mit den gleichen Noten (denn auch für den Staatsdienst sind zwei Prädikate idR Pflicht) könnte als Anwalt in einer Großkanzlei locker das Doppelte verdienen.

    Dafür ist der Job in der Justiz halt ein sicherer Job und insgesamt auch deutlich flexibler als eine Stelle in einer Großkanzlei.

    Aber es stimmt schon, als Jurist sollte man nicht (dauerhaft) unter einem gewissen Gehalt arbeiten. Denn die Arbeitsbelastung ist generell hoch und wenn dann nicht einmal die Bezahlung stimmt, kann man es auch gleich lassen. Da sucht man sich dann lieber einen lockeren Job in der Verwaltung oder irgendwo in der Privatwirtschaft (den man auch als Jurist mit schlechtem/durchschnittlichem Examen bekommt). Der wird zwar auch nicht besser bezahlt, ist dafür aber deutlich stressfreier.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Mai 2013
  26. dev.null

    dev.null
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    Stürzt Sarrazin sich jetzt eigentlich von nächstbesten Minarett?
     
  27. Sampras gesperrter Benutzer

    Sampras
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    Ist Mohammed jetzt endlich anerkannter Kinderficker?

    Mann lass doch die Polemik...
     
  28. abelian grape Normalteiler

    abelian grape
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    Die Intention dahinter sehe ich auch, nur finde ich es nicht sinnvoll, wenn das dann de facto in ein lebenslängliches Arbeitsverbot in dem Bereich ausartet. Ich würde bspw. auch keine Professur anstreben, insofern darf ich nach der Doktorarbeit noch 6 Jahre befristet in Deutschland schaffen und dann heißt es vermutlich ab ins Ausland. Ich kenne auch andere Forscher, die gut sind, aber keine Chance auf eine unbefristete Anstellung haben. Für die wird die Regelung auch zum Problem.

    Mehr Führungsstellen wären in der Tat wünschenswert. Wenn ich sehe, was mein Chef an Verwaltungskram erledigen muss, dann wird es mit der Forschung langsam echt knapp. Dazu kommt dann noch die Lehre, welche ja in den anfänglichen und mittleren Vorlesungen nun wirklich nicht Spitzenkräften der aktuellen Forschung gehalten werden muss. Da wäre ich auch für eine breitere Aufstellung.

    Über W3 als Grundgehalt? Es ist klar, dass die meisten Spitzenkräfte durch Zusatzverträge mit der Uni letztlich deutlich mehr verdienen können. Mein Chef hat unterm Strich auch deutlich mehr über, bei dem, was er so an Drittmitteln für die Uni heranschafft. Zudem dürfte er auch noch Stiftungsgelder bekommen, etc. Da läuft dann schon Einiges zusammen.

    Drittmittelstellen sind bei euch schlechter bezahlt, oder verstehe ich das falsch? Bei uns sind gerade die Stellen gut bezahlt.
     
  29. Divid Call me Dr. -Ing. stuntman Mike

    Divid
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    Sagen wir so: Mein Chef forscht nicht mehr. Er betreut durchschnittlich 15 Doktoranden bzw. deren Forschungsprojekte und organisiert neue Projekte und Gutachten usw. Dazu Lehre und Verwaltung. Und da ist 15:1 insgesamt einfach eine unbefriedigende Situation. Mit einer Stelle mehr würden wir schon auf 10:1 schrumpfen, aber die TU hier hat sich in all ihrer Weisheit vor zwei Jahren dagegen entschieden. Jetzt sollen in den nächsten 7 Jahren insgesamt 1100 zusätzliche Post-Docs eingestellt werden, Geld gibts aber keins. Man muss das nicht immer verstehen. Hauptsache wir bekommen durch die Exzellenzinitiative mehr Professoren, die keiner braucht.

    Ich kann gut schätzen, was mein Chef-Chef am Ende insgesamt brutto mit nach Hause nimmt. Dabei schlägt aber ganz sicher sein Uni-Gehalt mit weniger als 20% zu Buche. Und den anderen Anteil bekommt er quasi ohne viel Arbeit dazu, weil wir die Arbeit machen.

    Nein, hier bekommen alle E13. Abgesehen von den paar Planstellen, die nach Senioritätsregel vergeben werden. Die bekommen eben durch Verbeamtung auf Zeit mehr raus, "müssen" dafür aber ein bisschen länger bleiben/mehr Lehre.
    Ich meinte, dass in den Drittmittelprojekten für den Wissenschaftler weniger Geld zu Verfügung gestellt wird, als er kostet, nämlich pauschal ca. 49k€. Das reicht eben aus Arbeitgebersicht nicht aus, um die Stelle voll zu zahlen.

    Ich habe da im Moment recht guten Einblick, weil ich unsere interne Finanzverwaltung neu organisieren muss. So als "kleine Nebenaufgabe" :ugly:
     
  30. etc.usw.

    etc.usw.
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    Irgendwie ist es ja lustig, wie angenehm und fröhlich wir hier über die prekäre Lage von Arbeitnehmern in der deutschen Forschung reden können. Alles nicht so schlimm - bis sich einer aus dem Fenster wirft, z.B.
     
  31. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Wer sich in solch eine selbstverschuldete Misslage bringt muss halt selber sehen wie er zurechtkommt! :teach:

    Achtung, Ironie!
     
  32. Ohne den Thread jetzt gelesen zu haben: es ist bekannt das in Deutschland der Zugang zu höherer Bildung beschränkter ist als im Ausland. Sofern ich die Zahlen richtig in Erinnerung habe gehen in D ca. 20% auf Universitäten, in Skandinavien bspw. aber ca. 50%.
    Aber: viele Ausbildungsberufe in Deutschland werden auch im dualen Bildungssystem gelehrt, während man im Ausland, das betrifft insbesondere Osteuropa, eine höhere Schule besuchen muß. Diese formal höhere Ausbildung bei gleicher Tätigkeit wird dann übrigens in D meist nicht anerkannt und die Person darf die Ausbildung dann teilweise nochmal machen.
     
  33. Lurtz lost

    Lurtz
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    Den Eindruck habe ich bei uns an der Fachhochschule schon lange, vor allem in Studiengängen wie Maschinenbau :ugly:
     
  34. Das liegt daran, dass Asiaten keinen Alkohol vertragen, diesen deshalb nicht trinken und deshalb 18h pro Tag Vollgas geben können. :yes: :ugly:

    Der Chinese im gleichen Raum schläft sogar des öfteren dort. :D
     
  35. Thandor

    Thandor
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    Und dann? Bedauerlicher Einzelfall, hatte wohl auch privat Schwierigkeiten ... :ugly:

    Wenn wir ehrlich sind: Ein grundsätzliches Problem ist, dass solche Sachen generell außer den Betroffenen niemanden interessieren.

    Eben. Ich kenne Leute, die in der Forschung arbeiten. Das Ding ist: Die wollen forschen. Und das kann man ausnutzen. Ehrlich gesagt: Ich glaube, schon da fangen die Probleme an. Es wäre nichts Neues, dass solche Leute ausgenutzt werden, sie sind halt klug, aber nicht immer auch schlau.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2013
  36. -kein Migrationshintergrund
    -ziemlich guter Lehrabschluss
    -kein Abitur
    -was ist ne mittlere Reife? :ugly:
    -Einstiegsgehalt nach KV ~19k

    Fail :ugly:
     
  37. HeavenWarrior

    HeavenWarrior
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    das von Kleinweich
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    das, Realschulabschluss, 10. Klasse...
     
  38. Glaube dafür haben wir kein Gegenstück in Österreich. Vielleicht die polytechnische Lehranstalt, wäre sowas wie die 9. Klasse iirc.
     
  39. HeavenWarrior

    HeavenWarrior
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    Hauptschule nur 8 Klassen in Österreich? http://www.oead.at/bildungssystem
    Total verrückt. :ugly:
     
  40. Snow Von Solaris

    Snow
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    Wieso fail? Eine Lehre schließt man in Österreich mit ca. 19 Jahren ab, danach 19k Einstiegsgehalt ist nicht so schlecht. Du hast ja noch keine Berufserfahrung, garnix. Bis ein Student ins Berufsleben einsteigt hast Du schon mind. 5 Jahre Geld verdient und ins System eingezahlt, das Gehalt ist je nach Arbeitsleistung auch gestiegen, und Du hast dann noch die Möglichkeit deinen Meister zu machen.

    Die Wirtschaft braucht auch erfahrene und gut spezialisierte Facharbeiter, die sind in Österreich teils begehrter als jeder Student.
     
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