Petition gegen Studiengebühren

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von david21, 7. Juni 2005.

  1. david21 Nichtraucher

    david21
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  2. Lilias unfuckable

    Lilias
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    A. Elektronische Unterschriften sind nix wert.
    B. Studiengebuehren sind nicht die schlechteste Idee.
     
  3. Wenn es keine ordentlichen Finanzierungsmodelle gibt schon. Außerdem dienen sie rein zum Stopfen von Haushaltslöchern. Das mit der ohnehin miserablen Bildungspolitik zu betreiben ist eine Frechheit.
     
  4. JFK

    JFK
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    Ich lass mich erst mal überraschen, was für Konzepte vorgestellt werden. Und wenn auch nur ein Euro in unser abgefucktes Philosophikum geht - meine Kohle kriegt ihr.
     

  5. +
     
  6. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Schon was von einkommensabhaengigen nachgelagerten Gebuehren gehoert? Und "das fließt alles in die Haushaltsloecher" ist natuerlich _das_ Totschlagargument schlechthin - kommt gleich nach "20.000€ Schulden beim Einstieg ins Berufsleben!". Das haben die Deppen bei uns zu Anfang des Semesters naemlich per Megaphon herausgebruellt. Das es etwas teurer werden koennte, wenn man 16Jahre lang studieren will, ist allerdings tragisch.
     
  7. Studiengebühren für Langzeitstudenten sind schon lange eingeführt... zu recht.
    Dass alles in die Haushaltslöcher fließen wird, ist ziemlich sicher traurige Wahrheit. Oder glaubst du wirklich, der Staat würde sich eine solche Gelegenheit zur Sanierung entgehen lassen?
    Wenn ich nicht mit Schulden ins Berufsleben einsteige, wie finanziere ich dann bitte die Gebühren?
     
  8. !?

    !?
    Bei uns waren auch die Kollegen vom 40. Semester Philosophie unterwegs :ugly:

    Hi Lilias :winke:
     
  9. Wenigstens bei uns in Ö ist es so, wie Penny es gesagt hat. Es wurde vollmundig angekündigt: "Studiengebühren für die Unis. Alles Geld bekommen die Unis." Die Unis bekamen das Geld, allerdings wurden ihre Mittel um den gleichen Betrag gekürzt, den sie durch die Studiengebühren eingenommen haben. Sinnvoll...

    Ich hab nichts gegen Studiengebühren, wenn sie nicht zur reinen Geldbeschaffungsaktion des Staates verkommen. ;)


    zur Petition: Bringt nix. :fs:
     
  10. Klar, dass die Unterschichtenstudiengänge als erste revoltieren. :fs::ugly:

    @Bär:
    Nein, die Petition bringt wirklich nix. Aber wir sind in der Clique ernsthaft am überlegen, ob sich nicht einfach eine Popularklage lohnen würde. :D Geht in Bayern ja. :rock:
     
  11. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Hi - aeh - Roger? :ugly:

    @ Schulden: Studieren kostet nun einmal. Bislang den Steuerzahler, in Zukunft evt. die lieben Kleinen hoechstpersoenlich. Warum es erstrebenswerter sein sollte, dass die Arbeiterklasse den Akademikern ihre Ausbildung finanziert, statt dass diese selbst nach dem Einstieg ins Berufsleben fuer die Kosten aufkommen, leuchtet mir bislang noch nicht ein.
    Wird heut' wohl auch nix mehr damit.
     
  12. !?

    !?
    Jo, ich werd mich mal wieder umbenennen lassen, das war ein Spätschicht-Ergebnis :ugly:
     

  13. Deutschland hat nur einen Rohstoff


    Und wenn man den nicht fördert, dann gehen auch die "Arbeiter" baden
     
  14. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Oh, und ich dachte schon, ihr haettet da 'nen geheimen Wettbewerb laufen. Wer findet den daemlichsten Nick - Du, Spez, Sentry, der bestimmt auch laengst wieder ganz anders heisst..^^
     
  15. Also mir zahlt keiner das Benzin, dass ich in die Uni komme. Ebensowenig wie die Wohnung, das Essen, die Bücher, das Busticket, etc.
     
  16. Codman MODER4T0R a.D.

    Codman
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    Magst mitmachen? :D
     
  17. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Braunkohle, ich weiss. So what?
     
  18. Wie oft und wie lange musst du denn arbeiten gehen damit du dir das alles, so neben dem Studium finanzieren kannst.
     
  19. Ich habe zum Glück keine armen Eltern, so dass ich das Geld in den Semesterferien erarbeiten kann. Wenn du es wissen willst, 4-8 Wochen. Aber dieses Glück haben lange nicht alle. Und wenn dann noch zusätzliche Belastungen von mindestens 500€ pro Semester (die tatsächlichen Gebühren werden viel höher vermute ich), dann ist die Entscheidung, ob man studiert oder nicht, lange nicht mehr so einfach zu treffen.
     
  20. !?

    !?
    Wie wäre es mit Don Promillo anlässlich des Weingenusses von Lilias? :ugly:
     
  21. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Ich beschraenke mich dabei auf den Status. :þ

    @ Penny:: Ich meinte damit nicht die Lebenshaltungskosten. Diese Unterhaltung duerfte an ihrem Tiefpunkt angelangt sein. :D
     
  22. Was meinst du dann? Und warum das?
     
  23. Codman MODER4T0R a.D.

    Codman
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    Chicken! :D
     
  24. !?

    !?
    OT
    BTW Lilias: Schon Garden State gesehen?
    /OT
     
  25. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Nay, kenn' ich nicht.
    @ Penny:: Ich sprach von den oeffentlichen Kosten, die sich auf ca. 8000€ pro Jahr & Studienplatz belaufen.
    @ Oesi: /shake ^^
     
  26. das find ich nicht fair :(
     
  27. !?

    !?
  28. Gut, aber wie soll ein durchschnittlicher Student denn noch 8000€ pro Jahr auftreiben? Würde man damit belastet, keiner könnte mehr sinnvoll studieren. Und das ganze nach dem Studium zurückzuzahlen ist auch nicht gerade die ultima ratio. Ich persönlich habe jedenfalls keine Lust mit einem Schuldenberg, der mich Jahre beschäftigen würde, ins Berufsleben zu starten.
     
  29. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Lust dazu habe ich auch nicht, und mich wird das Ganze wohl auch nicht mehr treffen - bis es bei uns durch ist, bin ich hoffentlich fertig. 8000€ sind bei 'nem normalen Nebenjog uebrigens locker drin, die verdiene ja ich schon & ich geh' nun echt nicht uebermaeßig viel arbeiten. Spielt aber auch keine Rolle, denn geplant sind 600€ pro Semester. Das ist nun wirklich keine unerreichbare Summe, und fuer BAFOEG-Empfaenger sollen die Gebuehren gar nicht anfallen..
     
  30. btw gab/gibt es in NRW den vorschlag, die gebühren direkt an die unis zu zahlen und nich an das land. somit würde wirklich alles seinem richtigen zweck zugute kommen. die frage ob die etats für die hochschulen dann gekürzt werden is ne andere...
     
  31. Aber für Leute, die wegen 50€ BAFöG nicht bekommen. Ebenso für Leute, die vielleicht keine so rosigen Berufsaussichten haben (sorry, aber was wird bitte aus einem Soziologiestudenten?). Das ganze ist noch reichlich unausgegoren und ich hoffe auch, dass ich nicht mehr erfasst werde.

    Btw: Ich habe jetzt schon kaum Freizeit, da mein Studium doch einiges an Lernaufwand erfordert. Ob man es glaubt oder nicht. ;)
     
  32. Was ich auch toll finde ist dass jedes Studium gleichviel kostet


    Ist ja auch sehr gerecht wenn die ganzen Germanisten den Medizinern das Studium finanzieren :ugly:
     
  33. Toll. Die Universitäten bekommen zwar das Geld direkt, aber der Staat streicht trotzdem die Mittel um genau diesen Betrag.

    Naja, ich geh jetzt pennen. Gute Nacht allerseits.
     
  34. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Wieso - Du studierst doch auch Jura, oder? :ugly:
     
  35. Ja, aber ich meine es ernst. :ugly:

    So, bin mal weg. Nächtelchen.
     
  36. Bei uns nennt sich das großartig "Autonomie der Universitäten". Jaja, die Gehrer-Lisl...

    Nacht. :winke:
     
  37. !?

    !?
    Naja, ich wüsst nicht, wann ich nebenbei arbeiten sollte. Meinen Nebenjob habe ich wegen Zeitmangel gecancelt, in der Woche muss ich um 0545 aufstehen und bin um 1900 wieder zuhause, am Wochenende muss ich dann Protokolle schreiben. Da bleibt nicht viel Zeit ;)
     
  38. Also ich habe kein Problem damit, nach dem Studium erst einmal 20.000 Euro (ca. 5000 Euro Bafög, 5000 Euro Bildungskredit, 10000 Studiengebühren für meine jetzige Uni an meine Eltern) zurückzahlen zu müssen... - man sollte vielleicht auch daran denken, dass momentan bei Bafög und Bildungskredit die Rückzahlung erst 5 Jahre nach dem Ende des Studiums beginnt und man bei zu geringem Einkommen erst einmal nichts züruckzahlen muss, bei "echten" Studiengebühren wird es ähnlich sein.

    DENN: a) wird es in Deutschland nicht so viel werden und b) halte ich KEINE Studiengebühren für unsozial, da dadurch die Bildung der oberen Schichten durch die unteren finanziert wird.

    Zum Thema Nebenjob: Ich studiere 2 Fächer, habe einen enormen Lernaufwand, habe immer während meines Studiums gearbeitet und dennoch zwei (eigentlich sogar drei) ziemlich gute Abschlüsse so gut wie in der Hand. Also erzähl mir halt keiner, dass es zeitlich nicht drin sitzen würde zu arbeiten - es geht immer...

    Zum Thema "Alle Studiengänge kosten das gleiche": Halte ich für sinnvoll, da wir sonst noch mehr Studenten in der BWL, Jura und den Geisteswissenschaften haben werden.
     
  39. Lt.AnimalMother will doch nur spielen!

    Lt.AnimalMother
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    0-100 in 3,3s
    Nur genau da liegt der Haken. Ich gehe erstmal davon aus daß die Gebühren so schnell garnicht eingeführt werden können, egal ob im herbst die Regierung wechselt oder nich. Denn derzeit kloppen sich die Herren Politiker noch mit den Banken die keine Lust haben Geld in den Wind zu schießen indem sie Studiengänge mit geringen Berufsaussichten finanzieren. Erste Kalkulationen belaufen sich wohl auf 13% Kreditausfälle was schon einige Millionen werden. Und das sich da die Banken querstellen liegt auf der Hand würd ich sagen.
    PS: Ich könnte 500€ Pro Semester evtl. grad so aufbringen wenn ich mich extrem einschränke. Nur haben einige Politiker schon angekündigt daß es dabei nict bleiben wird, da standen dann Forderungen von bis zu 2500€ im Raum!!! :eek:
    Aber ich denke daß man damit nicht unbedingt ne verkürzte Studiendauer erreicht, denn es wird mit Sicherheit viele Geben die dann mal nen Semester aussetzen um nen halbes Jahr lang Geld zu verdienen. Und es wird ziemlich sicher dann weniger Studenten geben weshalb man (wie es einige Unis/FHs schon tun) Nicht wirklich berechnungen aufstellen kann wieviel Mehreinnahmen im Jahr dann reinkommen. Unser alter Dekan (sonst echt Klasse der Mann) Hatte da schon leicht die Dollarzeichen in den Augen als er von Gebühren sprach...
     
  40. Servus,

    also ich denke, Studiengebühren muss man vielschichtig betrachten.
    Das größte Problem, das ich damit habe, ist dass das Geld nicht wirklich an die Universitäten geht. Zwar haben Politiker recht, die sagen, dass die "Verwaltungskosten und Studiengebühren" direkt an die Uni gehen; jedoch wird gerne verschwiegen, dass im gleichen Atemzug die gleiche Menge an staatlichen Zuwendungen gestrichen werden. Und das kann's nicht sein! Die Länder schreiben sich auf die Fahnen, die Bildungshoheit zu haben, also muss auch dafür gezahlt werden, sonst kann man die Unis gleich privatisieren - und dann sollen die Bundesländer mal schauen, woher sie Lehrer / hohe Staatsbeamte herbekommen.
    Ich wäre jederzeit bereit, Studiengebühren zu zahlen, wenn dafür neue C1 / C2-Stellen eröffnet werden. Oder ein paar Lehrstühle Geld für aktuelles Equipment bekommen würden. Wenn es jedoch so ausgeht, dass die Uni trotz Studiengebühren ständig Assistenten-Stellen streichen muss und sogar LEHRSTÜHLE schließen muss, dann soll's lieber so bleiben wie's jetzt ist - weil's ja eh nichts ändert.

    Und an die Leute, die denken "Wir finanzieren die Studenten!" - denkt ihr allen Ernstes, dass ihr nach der Einführung von Studiengebühren plötzlich Steuererleichterungen bekommt? Tsss... das wäre aber schon etwas arg naiv - und da macht es keinen Unterschied, welche Partei "an der Macht" ist.

    Unterm Strich kann man sagen, dass einfach kein Konzept für die Studiengebühren da ist, die Länder jedoch praktisch einstimmig (warum auch nicht, ist ja alles schwarz!) dafür sind. Wenn die Uni wirklich MEHR Geld zur Verfügung hätte, dann würde ich auf jeden Fall Studiengebühren befürworten, andererseits sollen sie mich halt exmatrikulieren :)

    CaYn
     
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