"Reiche müssen nicht mehr in Ghettos leben!"

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von 2 Stühle 1 Meinung, 20. März 2010.

  1. 2 Stühle 1 Meinung

    2 Stühle 1 Meinung
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  2. So kann man es natürlich auch ausdrücken. :ugly:
     
  3. Hab schon intelligenteres gelesen,
    aber wenn ich dann an "Sozial ist das, was Arbeit schafft" oder den neuesten Vorstöße von Westerwelle, Guttenberg, Rössler denke, ist das doch noch gut im Rahmen...
     
  4. Habe ich da etwas überlesen? Ich finde das oberpeinlich, allerdings müssen sich Politiker ja etwas tieferes vorstellen, dessen Sinn sich mir nicht erschließt...?
     
  5. BlithE Heiß begehrt

    BlithE
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    der tiefere sinn ist es den reichen das geld weg zu nehmen und es den armen zu geben, um damit die unterschicht abzuschaffen und um damit die kriminalität zu senken.
     
  6. Nee, dass ist ja das offensichtliche und peinliche :ugly:
     
  7. BlithE Heiß begehrt

    BlithE
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    und was ist daran peinlich?
     
  8. Weil sich "die Unterschicht" von der hier geredet wird, nicht mit Geld abschaffen lässt.

    Erstmal ist der gesamte Ansatz hanebüchen, da die monetäre Unterschicht bei auslaufen des Geldes wieder zurück in die alte Schicht fällt und sich Reiche nicht schröpfen lassen bis sie in die Mittelschicht gelangen.

    Die kriminelle Unterschicht hingegen wird nur die Klein- und Gelegenheitskriminellen verlieren.

    Zumal: was soll das Wort "Ghetto" in dem Zusammenhang? Die besseren Viertel sind gewachsen, weil sich gleich und gleich gerne gesellt. Warum sollte ich meine 2 Millionen Villa ins Krupp Arbeiterviertel stellen? Um Karl-Heinz nacher Maloche am Büdchen sein Feierabendbier trinken zu sehen?

    Edit: Wie sind die 160 Milliaren eigentlich augesclüsselt? Wieso konnte man da vorher nicht drüber verfügen?
    Klingen tut bei der LiPa immer alles ganz töfte, nur umsetzen lässt sich das wenigste.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. März 2010
  9. Die Realitätsferne des Vorschlags? Sowohl hinsichtlich der Umsetzbarkeit als auch hinsichtlich der Erfolgsaussichten.
     
  10. Wenn Berlin das beste Beispiel für die tolle Arbeit eines SPD-Linke-Gespanns ist, dann sollte das den Verantwortlichen zu denken geben. :ugly:
     
  11. Da es das einzige Beispiel ist MUSS es ja das beste sein :ugly:
     
  12. Realitätsferne Vorschläge (die auch noch umgesetzt wurden) gibt es aber so einige

    HArtz4
    Gesundheitsreform

    etc. und oh wunder, einige kommen mittlerweile auf die idee das die garnicht funktionieren, was jeder der abends nen Feierabendbier trinkt schon bei einführung gesehen hat..
     
  13. Blindgängerkommentare.

    Meint ihr nicht das Die Linke, wenn sie schon in Gremien sitzt, auch versucht sich in das Konzept mit einzuarbeiten und Hlfen anbietet ?
    Aus dem Bundestag kennen wir alle nur deren Schilderstreiks oder die häufigen Wiedersprüche, aber die Leute im Bundestag haben wenig mit den Leuten in den Innerstädtischen-Parteizusammenstellungen zu tun.
    Die würden nicht lang überleben wenn sie sich da ebenfalls so verhalten würden.

    Und nein, ich wähle nicht Links und würde es auch nicht tun.
     
  14. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du mit dem Kommentar ausdrücken willst. Willst du sagen, dass wir die Arbeit im Bundestag auf die Koalition in Berlin projizieren? Das tue zumindest ich nicht, sondern ich spreche schon von Berlin. Bisher hat es da ja super geklappt mit der Politik, es ist ja nicht so, als wenn die Stadt praktisch kein Geld mehr hätte...
     
  15. Galleg

    Galleg
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    So ganz unrecht hat sie nicht siehe Südafrika. Allerdings glaub ich nicht das sowas in Deutschland eintritt weil es bei unserer unterschicht nicht um deren Existenz geht und sie außerdem von RTL2, DSDS und Galileo Mysterie abgelenkt wird.
     
  16. Wieso war Hartz IV realitätsfern? Dabei kommt es ganz auf den Blickwinkel an. Für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit war es nicht so schlecht, auch wenn es an anderen Stellen ganz gravierende Schwächen hat. Man kann Hartz IV also zumindest nicht vorwerfen, dass es komplett an der Zielsetzung vorbei gegangen wäre.
    Abgesehen davon ändern andere peinliche Vorschläge nichts an der Peinlichkeit der Aussage der Spitze der Linkspartei.
     
  17. Möchtest du behaupten, die Linke und die PDS haben Berlin nicht mit ideologischen Entscheidungen geschadet?
     
  18. Fenriswolf

    Fenriswolf
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    Die wollen aber in Sondergebieten wohnen.
     
  19. acer palmatum

    acer palmatum
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    Meddlfranken (tatsächlich)
    Je mehr Beiträge unserer Politiker ich lese umso mehr glaube ich langsam das in jedem Regierungssitz hirnzersetzende Substanzen verbaut wurden. :ugly:
     
  20. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    immer wieder schön wenn man so mitbekommt womit die linkspartei auf stimmenfang geht :aua:
     
  21. Was hat die Arbeit der Linken mit der leeren Stadtkasse zu tun ?
    Denn der Bezug wird wohl hier gerade hergestellt.

    Nein, es war nicht direkt auf den Bundestag bezogen, sondern auf eure Art und Weise die Linke sofort als den Verursacher hinzustellen.
    Nach dem Motto "Das kann ja nur schief gehen".
    Aber wer sagt das es in diesem Bezug nur die Linke betrifft ?
    Da sitzen noch andere Parteien die, auch ohne die Linke vor ein paar Jahren, genauso verschuldet waren.

    @ Knecht Ruprecht.
    Welche Partei schadet verschiedenen Volksschichten mit seinen Ansichten und Umsetzungen nicht ?
     
  22. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Wenn man es "den Reichen" zu unbequem macht in Deutschland, werden sie nach und nach einfach abwandern und anderswo ihre Geschäfte machen. Dann bleibt nur noch die sowieso schon geschröpfte Mittelschicht und eine Unterschicht, in der noch mehr Leute arbeitslos sind.

    Wichtig ist halt, das richtige Maß zu finden, man kann nicht einfach beliebig umverteilen, ohne negative Nebeneffekte zu erzielen. 160 Milliarden Euro jährlich ist ja wohl jenseits von gut und böse...
     
  23. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Nun ja, man bekommt zumindest den Eindruck, dass das Sommerloch in diesem Jahr ausgesprochen früh angefangen hat :ugly:
     
  24. Du unterstellst mir hier irgendwas, was ich so nicht gesagt und auch nicht impliziert habe. Es geht um die Zusammenarbeit zwischen den Linken und der SPD. Als Beispiel wurde Berlin genannt. Dort haben beide Parteien in den letzten zehn Jahren wahrlich keine Glanzleistung gezeigt.
    Ich habe weder behauptet, dass das bei anderen Parteien anders ist, noch dass die Linken und die SPD alleine an der Situation schuld sind. Die Unfähigkeit anderer Konstellationen schließt nicht aus, dass die SPD/Linke-Koalition ebenfalls unfähig ist. Und ich sehe keinen Grund, warum ich das in jedem Beitrag klarstellen sollte.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. März 2010

  25. Eure beiden Kommentare oben sprachen Bände.
    Für mich nur ein Anzeichen von "größter Abneigung" der Linken gegenüber, die ich zwar auch nicht gut finde und auch nicht unterstütze, aber zumindest als Partei anerkenne.
    Ich käme nicht auf die Idee (nur so als kleines Beispiel) bei einer gemeinsamen Threadstellung von 2 Personen, nur den einen als "och Gott, wenn der dabei ist kann das ja nichts werden" darzustellen.
    Und genau das war oben herauszulesen.
     
  26. Nein, das war oben nicht herauszulesen. Es ging alleine darum, ob die Parteien in Berlin gute Arbeit geleistet haben. Es ging nicht darum, die Linke per se als schlecht oder unfähig darzustellen.
    In dem Artikel war Berlin als Beispiel aufgeführt, Knecht Ruprecht hat in Frage gestellt, ob das Beispiel glücklich gewählt wurde. Wenn man etwas aus den Kommentaren herauslesen kann dann, dass das Beispiel Berlin hoffentlich nicht repräsentativ für die Zusammenarbeit der Linken mit der SPD ist.
     
  27. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    allen guten geistern verlassen
    den schuh kann ich mir gerne anziehen.

    die linken haben zwar nicht meine größte abneigung (die gebührt viel eher parteien wie der dvu, npd, rep etc.), aber ja, ich hab schon eine immens große abneigung gegen die linke und gehe dementsprechend auch vorurteilsbelastet in solche diskussionen ein.

    und jetzt? :nixblick:
     
  28. Also den Reichen, die Jahr für Jahr Geld für Lobbying und Parteispenden ausgeben, wird sie damit ihre Reformen ganz sicher nicht schmackhaft machen können. Das ist vergebliche Liebesmüh'.
     
  29. rbue

    rbue
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    Nach dem langen Winter ist das wohl wie bei Tiefkühlware. Sobald es taut, verdirbt sie.


    Den Armen zu erzählen, man helfe ihnen, damit sie die Reichen in Ruhe lassen, setzt irgendwie falsche Signale.

    .
     
  30. Ja, den Teil habe ich mir auch schon gedacht. Äußerst...unglücklich formuliert.
     
  31. Ich bin auch kein ausgesprochener Freund der Linken, da sie mir viel zu populistisch sind, aber das Kernproblem das die beiden in dem Interview ansprechen, sehe ich auch.
    Die Wohlstandsschere in Deutschland geht immer weiter auseinander. Wenn sich da nichts weiter ändert, werden wir in einigen Jahrzehnten amerikanische Verhältnisse bei uns haben (die FDP bereit ja freudig den Weg dorthin). Dann gibt's auf der einen Seite die Reichen, die sich in ihren Gated Communities (Erste deutsche Ansätze) gegen den Rest abschotten, eine zermürbte Mittelschicht die unter viel zu hohen Steuern leidet, die die Reichen durch entsprechende "Steueroptimierung" eh nicht zahlen und eine Unterschicht, die mit RTL, Zigaretten und Alkohol versucht wird ruhig zu stellen. Eine schöne Gesellschaft, auf die man sich richtig freuen kann. :yes:

    Das kann ja wohl nicht der Anspruch einer sozialen Marktwirtschaft sein. Man muss sich Amerika ja nicht in allen Belangen als Vorbild nehmen und schon gar nicht in den sozialen Sicherungssystemen. Da bin ich Stolz auf Deutschland, auch wenn es jede Menge Geld kostet. Die Wohltstandsschere geht nun mal Jahr für Jahr weiter auseinander und wie soll man das umkehren, wenn da nicht der Staat interveniert? Meint ihr etwa, die Wohlhabenden geben ihr Geld freiwillig an die Armen? :ugly:
    Außerdem muss eine Umverteilung ja nicht bedeuten, dass das Geld den Reichen genommen wird und den Armen in die Tasche gesteckt wird, damit die die Klappe halten. Wie wäre es, wenn damit Arbeitsplätze geschaffen werden? Investitionen in die Infrastruktur, KiTas, gefördeter öffentlicher Beschäftigungssektor (nur Beispiele...). Deutschland hat nun mal wie jedes Land "bildungsferne" Schichten, die im Zuge der Globaliserung mehr oder weniger "überflüssig" für die Wirtschaft geworden sind und die gilt es wieder in Arbeit zu bekommen. Sonst wird Deutschland bald wirklich große Probleme bekommen. Guckt euch in den größeren Städten manche Viertel an. Die würde ich nachts nicht mehr betreten wollen...
    Eine "Angleichung" des gesellschaftlichen Wohlstandes ist mit Sicherheit nicht verkehrt und noch lange kein Kommunismus, auch wenn das von der FDP gerne so deklariert wird.
    Nur meine persönliche Meinung.
     
  32. Mal kurz überschlagen: laut Finanzministerium wurden 2008 ca. 217 Milliarden Euro an Steuern eingenommen, die die Linkspartei wohl erhöhen wollte wenn sie könnte (Lohnsteuer, veranlagte Einkommensteuer, Zinsabschlagsteuer, Körperschaftsteuer). Diese Steuerarten sind auch die einzigen, die die Reichen treffen würden, wenn man sie erhöht. Jetzt sollen 160 Milliarden Euro mehr eingenommen werden, was nicht weniger als eine Erhöhung der Steuerlast um 74% bedeuten würde. Ein Spitzenverdiener, der 45% Steuern bezahlt, würde danach 78% Steuern bezahlen. Dass sich fast 80% Steuern nicht mit dem Grundrecht auf Eigentum vereinbaren lassen, dürfte schnell klar sein. Da behauptet nochmal jemand, die Linkspartei hätte keine verfassungswidrigen Forderungen. :D
     
  33. Vielleicht sollten die wirklich Reichen ihre Steuern erst mal überhaupt in Deutschland zahlen... ;)
     
  34. Otscho

    Otscho
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    Vielleicht sollte man wieder eine Mauer um Deutschland bauen, damit Leute die man schröpfen will auch da bleiben... :fs:
     
  35. Die Steuermoral in Deutschland ist im internationalen Vergleich ziemlich gut. Wer allerdings sein Geld im Ausland verdient, sollte auch im Ausland Steuern zahlen, das hat schon seine Richtigkeit so.
     
  36. http://dokumente.linksfraktion.net/pdfdownloads/7712619507.pdf

    Den Vorschlag und die Angaben kann man jetzt für falsch oder unrealistisch oder sinnvoll oder vernünftig oder dumm ... halten, aber so sieht der Vorschlag nun einmal aus. Und ich hab ihn jetzt zweimal durchgelesen und die 80% Einkommenssteuer immer noch nicht gefunden.
     
  37. BlithE Heiß begehrt

    BlithE
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    die zahlen doch ihre steuern ... den teil den sie durch betrügereien und schlupflöcher nicht verstecken können :ugly:
     
  38. Das hat nichts mit Mauerbau zu tun, sondern eher mit Steuerschlupflöcher schliessen...:fs:
     
  39. Da steht doch eigentlich genau das drin, was ich bereits geschrieben habe. Die Linke will das Geld vor allem hier hernehmen:
    Vermögensteuer: 20 Mrd.
    Reform der Unternehmenssteuer: 44 Mrd.
    Millionärsabgabe: 80 Mrd.

    Mit "Reform der Unternehmenssteuer" meinen sie vermutlich die Körperschaftsteuer, da dies die Steuer ist, die Firmen zahlen. "Millionärsabgabe" läuft auf eine erhöhte Einkommensteuer hinaus, da sich der Millionär wohl am besten am Einkommen messen lässt. Und Vermögenssteuer muss auch aus dem Einkommen bezahlt werden (woher auch sonst). Insgesamt also läuft es auf die Steuerarten hinaus, die ich im letzten Post aufgezählt habe. Und dann gilt ungefähr meine Rechnung von vorher, die darauf hinausläuft dass man den Spitzensteuersatz mindestens auf etwa 80% anheben müsste, wenn man nicht die mittleren Einkommen ebenfalls mehr besteuern will.
     
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