AMD oder Nvidia - Fanboy-Streit mit Todesfolge

In Russland wurde ein Programmierer zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er beim Streit über den besseren Grafikkarten-Hersteller einen Freund erstochen hat.

von Georg Wieselsberger,
20.02.2017 13:24 Uhr

Ein Streit um den besseren Grafikkarten-Hersteller endete tödlich.Ein Streit um den besseren Grafikkarten-Hersteller endete tödlich.

Der Vorfall fand schon am 16. September 2016 statt, wurde aber erst jetzt vor Gericht und Russland behandelt. Ein Programmierer hatte seinen Freund besucht, mit dem er schon vor einigen Jahren im gleichen Unternehmen zusammengearbeitet hatte. Die beiden wollten zusammen feiern und tranken dabei anscheinend auch größere Mengen Alkohol.

Streit wegen Grafikkarten-Herstellern

Als das Gespräch auf Grafikkarten und deren Hersteller kam, lobte der 37 Jahre alte Evgeny L. den Hersteller AMD und dessen Profi-Grafikkarten. Sein sechs Jahre jüngerer Freund Alexander T. hingegen war überzeugt von Nvidia und verwies darauf, dass seiner Ansicht nach Gamer die Produkte dieses Herstellers bevorzugen. Warum genau diese unterschiedlichen Ansichten zu Grafikkarten dann dazu führten, dass Alexander T. ein Küchenmesser nahm und auf seinen Freund einstach, wird aus der Berichterstattung aus Russland nicht ganz klar.

Sicher ist jedoch, dass das Opfer zunächst zwei Mal am Kopf getroffen wurde und sofort an den Verletzungen starb. Der Täter war aber auch nach einer längeren Pause immer noch so wütend, dass er die Leiche des Opfers noch elf Mal mit dem Messer attackierte. Erst danach kam er wieder zu Sinnen und versuchte, die Leiche zu verstecken und Spuren zu verwischen. Die Tage danach spielte er noch die Rolle eines besorgten Freundes, der anscheinend dabei hilft, einen Verschwundenen zu suchen.

Täter zu 9,5 Jahren Haft verurteilt

Am 21. September 2016 wurde Alexander T. dann verhaftet und in seiner Wohnung auch Spuren der Tat sichergestellt. Der Täter gestand die Tat und wurde nun zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Verteidigung hatte noch versucht, den vermutlichen hohen Alkoholspiegel des Täters, eine grundsätzlich positive Sozialprognose sowie das Geständnis dazu zu nutzen, die Strafe nur in einen Hausarrest umzuwandeln - ohne Erfolg.

Quelle: Tweaktown, Stolica-s.su