Facebook : Facebook gründet mit anderen Organisationen eine Initiative für Zivilcourage Online. Facebook gründet mit anderen Organisationen eine Initiative für Zivilcourage Online.

Die neue »Initiative für Zivilcourage Online«, die Facebook gründen wird, soll mit mehr als einer Million Euro ausgestattet werden und europäische Vereinigungen unterstützen, die gegen Extremismus im Internet vorgehen. Das hat die Geschäftsführerin Sheryl Sandberg in Berlin angekündigt. Hassbotschaften hätten keinen Platz in der Gesellschaft und dazu gehöre auch das Internet.

Neben Facebook gehören auch die Amadeu Antonio Stiftung, das International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence (ICSR) sowie das Institute for Strategic Dialogue (ISD) zu den Gründern der Initiative, die europaweit aktiv sein soll und ihren Sitz in Berlin haben wird. Laut Sandberg will Facebook mit dieser Gründung mehr tun, als »nur Botschaften des Hasses löschen«. Facebook hatte eben erst angekündigt, in Zusammenarbeit mit dem Bertelsmann-Unternehmen Arvato und mehreren Hundert Mitarbeitern dafür zu sorgen, dass Kommentare mit Gewaltandrohungen, Mobbing und Fremdenfeindlichkeit in Zukunft schneller gelöscht werden.

Für Anetta Kahane, die Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, gibt es auch einen direkten Zusammenhang zwischen den Hasskommentaren in sozialen Netzwerken und den Angriffen auf Flüchtlingsheime. Seit November 2015 untersucht die Staatanwaltschaft in Hamburg nach mehreren Anzeigen gegen führende Mitarbeiter des Unternehmens, ob Facebook durch sein bisheriges Verhalten nicht genug getan hat, um die Verbreitung von Hassbotschaften zu verhindern. Auch von Politikern wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesjustizminister Heiko Maas war das soziale Netzwerk immer wieder ermahnt worden, mehr gegen derartige Nachrichten zu tun. In Deutschland nutzen laut Facebook rund 27 Millionen Menschen das soziale Netzwerk.