Facebook : Facebook wird von der israelischen Regierung harsch kritisiert und als Monster bezeichnet. Facebook wird von der israelischen Regierung harsch kritisiert und als Monster bezeichnet.

Facebook wird in mehreren Ländern dafür kritisiert, extremistische Inhalte nicht oder nur sehr langsam zu entfernen. Aus Israel kommt nun eine besonders harsche Kritik aus Regierungskreisen. Der für die öffentliche Sicherheit des Landes zuständige Minister Gilad Erdan hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters einem Fernsehbeitrag behauptet, dass Facebook die Arbeit der israelischen Polizei sabotiere.

Facebook sei von einer positiven Revolution »zu einem Monster geworden« und entferne Beiträge, die die Behörden als gefährlich oder aufwieglerisch betrachten, nicht. Von 74 gemeldeten Beiträgen habe das soziale Netzwerk gerade einmal 24 entfernt, die nach einer internen Prüfung gegen die Facebook-Regeln verstoßen hätten. Laut Erdan weigert sich Facebook außerdem, Anfragen der israelischen Behörden zu bearbeiten, die das seit 1967 von Israel besetzte Westjordanland betreffen und erkenne die Autorität Israels in dieser Region nicht an.

Der Minister forderte die israelischen Nutzer des sozialen Netzwerks auf, CEO Mark Zuckerberg auf jede nur erdenkliche Weise mit Nachrichten zu überfluten, die eine bessere Überwachung der Plattform fordern, mit der er Milliarden verdiene. Facebook selbst hat erklärt, dass man mit der israelischen Regierung zusammenarbeite und Beiträge, die Gewalt, Bedrohungen, Hassrede oder terroristische Inhalte haben, keinen Platz auf dem sozialen Netzwerk hätten. Man sei auch auf die Hinweise der Nutzer angewiesen, die Beiträge entdecken und melden, die gegen die Regeln verstoßen.

Die israelische Regierung arbeitet derweil an einem Gesetz, mit dem soziale Netzwerke gezwungen werden können, Beiträge mit extremistischen Inhalten zu löschen. Auch in Russland hat die Regierung bereits gedroht, Facebook sperren zu lassen, wenn die Anti-Terror-Gesetze des Landes nicht befolgt werden.

Quelle: The Verge