Europa Universalis 4 - Multiplayer-Thread des GSPB

Dieses Thema im Forum "Spieleforum" wurde erstellt von Nimlod, 4. Januar 2015.

  1. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    (ausgelagert aus dem normalen EU4-Thread zur Übersichtlichkeit: http://www.gamestar.de/community/gspinboard/showthread.php?t=424299&page=32)


    Wir suchen GSPBler (und wer auch immer sonst noch will), die Lust auf EU4-Multiplayer haben und ganz entspannt zusammen Spaß haben wollen.
    Es muss also niemand befürchten, ob seiner geringen Kenntnisse oder Erfahrungen hier zur Schnecke gemacht zu werden. :)

    Am Ende dieses Posts werden jetzt alle AARs (After Action Reports) in Form einer kurzen Geschichtsschreibung zusammengefasst.

    Das aktuelle Spiel läuft seit dem 10.01.2015.
    Ingame-Zeit: 31.10.1702
    Aktueller Spielstand (13. Runde) für alle, die es selber sehen wollen:
    http://workupload.com/file/BLdreayZ

    Spielstand 12. Runde:
    https://www.dropbox.com/s/l9n1hblwr7s0tel/mp_Aragon1679_10_13.eu4?dl=0
    Spielstand 10. Runde:
    https://www.dropbox.com/s/3x8qcollf6omypc/mp_Aragon1653_10_19.eu4?dl=0
    Spielstand 9. Runde:
    http://www.file-upload.net/download-10391321/mp_Schweden1638_06_16.eu4.html
    Spielstand der 7. Runde:
    https://www.dropbox.com/s/bnl4pvvynduptcy/mp_Aragon1602_06_20.eu4?dl=0
    Spielstand der 6. Runde:
    https://www.dropbox.com/s/1mq2hovxc2h0gl5/mp_Aragon1580_08_11.eu4?dl=0

    Wer noch Interesse hat, kann jederzeit mit einer freien Nation dazu stoßen: Schreibt mich an, postet hier im Thread oder added mich in Steam (Name: Nimlod)

    Zeit:

    Grundsätzlich spielen wir jetzt Sonntags (momentan Samstags) von 19:00 bis ca. 22:00 Uhr, je nachdem wie lang alle Lust haben.
    Bei Interesse wird auch mal an anderen Tagen eine Runde eingelegt, aber natürlich nur, wenn alle dabei sind. :)


    Allgemeines:

    - Üblicherweise wird im Spieltempo 3 gespielt. Im Krieg gehen wir auf 2 runter, wenn gewünscht.

    - Wir haben eine eigene Steamgruppe, was es einfacher macht, alle zusammenzubekommen.

    - Teamspeak 3 steht zur Verfügung und wird gut genutzt. Da drin haben wir jede Menge Spaß: Die IP-Adresse lautet 81.169.208.4. Der Channel heißt Europa Universalis 4.

    - Lucky Nations sind off

    - KI ist auf Normal

    - Wessen Reich erobert oder zum Vasallen gemacht wird, kann jederzeit mit einer neuen nicht vergebenen Nation wieder einsteigen.

    - Historische Neue Welt

    - Wir spielen mit allen Add-ons. Aber keine Sorge: Die muss nur der Host haben. Alle anderen können die dann mit nutzen.


    Regeln:

    - Es gibt eine Unmenge spezieller Regeln
    (Im offiziellen Forum gibt's da viel Anschauungsmaterial, z.B. http://forum.paradoxplaza.com/forum...ed-Pick-of-Destiny-quot-Sundays-1800-2200-CET)

    Ich denke aber, dass wir die größtenteils nicht brauchen. Wir wollen ja einfach nur Spaß haben, da ist es offensichtlich, dass Bugusing, absichtliches Zerstören der eigenen Nation etc nicht erwünscht ist. Man sollte sich einfach fair verhalten, dann gibt's keine Probleme. :)



    Abwesenheit:

    - Wer mal nicht da ist, soll das im Thread melden und sein Gebiet wird gesperrt, es wird also von niemandem angegriffen werden und wird dann von der KI verwaltet. Sollte man irgendwie in einen Krieg mit so einer KI gezogen werden, muss man den so schnell wie möglich beenden.



    Mitspieler und Nationen:


    Elysia: Russland (ehemals Moskau)
    Nimlod: Aragon
    Fipse: Niederlande (ehemals Burgund)
    Nordeiche: Deutschland (ehemals Preußen bzw. Brandenburg)
    Basil F.: Schweden
    Teres: Lothringen
    electric: Castille
    Felix: Ottomanen
    herdor: Italien (ehemals Toskana)


    Die einzig wahre Gesichtsschreibung. Aufgeschrieben von schwedischen Gelehrten (Basil F.). Gelegentlich ergänzt durch Gerede am Hof von Aragon:

    1. Runde: ca. von 1444-1450

    Schweden und Brandenburg
    Das arme unterjochte Schweden versuchte sich in einem verzweifelten Unabhängigkeitskrieg aus dem dänischen Joch zu befreien - es endete im Desaster und wenn man ehrlich ist begann es auch mit gleichen, denn eine schlecht bezahlte Armee und Marine kämpft nunmal nur halb so gut. Gegen diese unverzeihliche Inkompetenz konnte selbst die brandenburgische Hilfe nichts ausrichten.

    Im Gegenteil durch Brandenburgs Engagement fühlte sich Polen ermutigt gegen den Deutschen Orden vorzugehen und Brandenburg potenzielle Gebiete zu klauen.

    Moskau
    Ein indirekter Nutznießer des Krieges im Norden. Zunächst noch in einem Krieg mit der Goldenen Horde verwickelt, nutze es später die Gunst der Stunde, um das durch den schwedischen Unabhängigkeitskrieg schutzlose Nowgorod zu überfallen.

    Burgund und Lothringen
    Das relativ kleine Lothringen ist danach bestrebt seine Selbstständigkeit zu behaupten und auszubauen. Der Erfolg ist so gut wie gewiss und das Ende der Provonence scheint besiegelt, aber reicht das auch um gegen Frankreich oder das aggressive Burgund zu bestehen?

    Burgund betreibt eine aggressive Expansionspolitik unter der vor allem der Nordwesten des HRE zu leiden hat. Aktuelles Ziel die kleine Grafschaft Geldern, deren einziger Verbündeter Oldenburg ist. Aber man muss kein Prophet sein, um bald burgundische Banner in diesen Gebieten wehen zu sehen.

    Österreich und Venedig
    Und der Kaiser in Wien? Als Schutzherr des Reiches sollte es eigentlich Geldern und die Reichsgebiete im Norden verteidigen, aber bisher ist davon nichts zu spüren. Liegt es daran, dass Österreich momentan zusammen mit Venedig auf der italienischen Halbinsel aktiv ist, liegt es wie böse Zungen behaupten an geheimen Absprachen und Landhändel zwischen dem Kaiser und Burgund oder an der gestörten Internetleitung in der kaiserlichen Residenz in Wien?

    Auf jeden Fall scheint sich die Unterstützung Venedigs durch Österreich auszuzahlen. Große Teile der italienischen Halbinsel stehen unter venezianischer Besatzung, darunter auch der Kirchenstaat. Der Papst höchstpersönlich soll venezianischer Gefangener sein. Ein Affront gegen jeden guten Christenmenschen. Und so könnte sich das Vorgehen gegen den Papst für Venedig noch bitter rächen. Eine Vielzahl christlicher Herrscher ist erbost über diesen Frevel und bieten Venedig und damit auch dem Kaiser, eigentlich Vorbild christlicher Herrscher die Stirn.

    Die Ottomanen
    Noch kann Byzanz durchatmen, aber wie man sieht bauen sie ihre Macht in Kleinasien aus. Wie lange wir es noch ein christliches Reich am Bosporus geben?

    Reaktion von Aragon: auf die schwedische Geschichtsschreibung
    Der Weg in den Norden ist weit und so scheint es, als hätten falsche Gerüchte den Umlauf gemacht. Tatsächlich wurde der Papst schon vor dem süditalienisch-venezianischen Krieg von den Invasoren aus Aragon im Handumdrehen zum Vasallen gemacht, was schließlich zur venezianisch-österreichische Intervention, bei der sich ganz Norditalien beteiligt, führte, in einer Zeit als alle Armeen der Eroberer aus Aragon zurück in die Heimat beordert wurden, um einen unverschuldeten Angriff seitens Castilles abzuwehren, unter welchem bereits der letzte treue Verbündete des Throns von Aragon - Portugal - schwer zu leiden hatte.

    So freut es schließlich den König von Aragon, dass die Schuld für die Misere in Italien Venedig in die Schuhe geschoben wird und er zugleich die verhassten Spanier aus Castille aus seinem Land werfen konnte und nun die letzten Reste ihrer Armeen durch deren Land jagt.
    So erfreulich diese Entwicklungen sind, scheinen die italienischen Vasallen, namentlich Vatikan und Neapel, bis auf weiteres verloren.
    Doch das ist der Krieg. Mal gewinnt man und mal verliert man. Hauptsache die Feinde liegen am Ende am Boden und winseln um Gnade.


    2. Runde: ca. von 1450-1479

    (von Teres geschrieben)
    Schweden:
    http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/544142142576872346/589878EBDA5E09D625470D55F4C89937486DA6BA/

    Nach vielen Jahren der Unterdrückung konnte Schweden nun seine Unabhängigkeit erlangen. Mit der Hilfe von Burgunds Flotte wurde Dänemark schnell in eine aussichtslose Lage gebracht und auch wenn der Friedensvertrag nicht die versprochenen Ländereien für Burgund enthielt, so hat Schweden nun trotzdem einen starken Verbündeten an seiner Seite.

    Moskau:
    http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/544142142576870382/2990ACB292131A969A34C43D409325E3F30ED45D/

    Im Osten hat Moskau sein Territorium erweitert. Nowgorod wurde komplett annektiert und Finnland als Vasall entlassen. Einem vereinten und starken Russland steht nun nicht mehr viel im Weg.

    Brandenburg:
    http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/544142142576879478/734929FBD3602C98EB6FFBD832035FAA68F60A12/

    Die schnelle und aggressive Ausdehnung seiner Ländereien hat Brandenburg nicht gut getan. Nach dem bereits ein Koalitionskrieg geführt wurde, sind die Feinde Brandenburgs noch immer zahlreich und entschlossen. Weitere Konflikte scheinen unausweichlich.

    Lothringen:
    http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/544142142576860425/2E69C5D92018FFFCFE937B890F5F4138F7D44916/


    Lothringen beobachtet mit Interesse die Geschehnisse in Europa, während es versucht seine technologische Führung auszubauen. Erste Feldzüge werden geplant und ein Konflikt mit dem Kaiser scheint unausweichlich, hat dieser doch die Frechheit Teile Lothringens für sich zu beanspruchen.

    Aragon und Kastilien:
    http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/544142142576881446/D6E31C713AE556B864EBD3A2EAC22D880652E6FA/

    Die Rivalität zwischen diesen Nationen ist beendet und gemeinsam gehen sie nun gegen ihre Feinde im Süden vor. Nach einem mehr oder weniger erfolgreichen Krieg, konnten beide Nationen erstmals ihre Grenzen erweitern. Trotzdem sieht die Welt mit Argwohn nach Kastilien, fällt der Herrscher dort immer wieder mit zweifelhaften Verhalten auf.() Wie wird er sich gegen das starke afrikanische Bündnis schlagen, dass nach seiner unbegründeten Kriegserklärung mobil macht?

    Burgund:
    http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/544142142576884093/9D26FCDE554D14E7937895141C7425BEE0A172A1/

    Nachdem Burgund an der Seite von Schweden und Brandenburg gekämpft hat und (indirekt)mit den Ländereien Frieslands belohnt wurde, ist es nun darauf aus die Niederlande zu gründen und seine Handelsmacht weiter auszubauen. Ob England und Frankreich das so einfach zulassen werden, bleibt abzuwarten.

    3. Runde: ca. von 1479-1496

    Die Welt um 1496:http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/531757765978175365/520CD16F0E4A074B86A552A4229A65AB87811EF7/

    Mal wieder sind viele Jahre in Europa ins Land gegangen. Der Kontinent befindet sich an der Schwelle zu einem neuen Jahrhundert und für manche Länder beginnt das 16. Jahrhundert glücklich und hoffnungsvoll, für Brandenburg dagegen mit einem Schock. Die ambitionierten Großmachtspläne dieses aufsteigenden Landes wurden besonders von Polen schon immer argwöhnisch betrachtet. Zusammen mit Dänemark, Litauen und der Hanse schmiedete Polen im geheimen an einem Bündnis gegen das Kurfürstentum, um es in die Schranken zu weisen. Das Ergebnis war ein großer Krieg im Norden Europas in dem Brandenburg trotz Unterstützung durch Österreich, Burgund, Lothringen und Schweden, der schieren materiellen Überlegenheit seiner Gegner nichts entgegensetzen vermochte. Brandenburg ist mit dem Verlust von Pommern und der Neumark auf seine Kernlande geschrumpft, doch an der Revanche wird bereits gearbeitet.
    (Während dem Krieg: http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/531757765978159772/B9406B25C5E1BCE14998277D1C243DBDCF9E91A1/
    Nach dem Krieg: http://cloud-4.steamusercontent.com/ugc/531757765978162626/71684A90389AE22E2F6D4BAA4203AD01BF2239BD/)

    Hätte ein Eingreifen Hätte ein Eingreifen Moskaus, das trotz Bündnis neutral geblieben ist, das Kriegsglück wenden können? Generationen von Historikern werden darüber noch streiten. Anlass dazu gibt es genug, ist es doch Moskau zum einen nicht nur gelungen, einen Krieg gegen die Goldene Horde zu gewinnen, sondern zum anderen auch gelungen seinen Vassallen Finnland einzuverleiben, angeblich um Erbstreitigkeiten zu klären. Auf den ersten Blick spricht dies für ein Land mit gefestigter Machtbasis. Aber der schein trügt, denn Moskau hatte mit zahlreichen Bauernaufständen und einer absolut katastrophalen Bürokratie zu kämpfen, was das Land im Krieg gegen die Goldene Horde an den Rand der Niederlage brachte. Auf den Höhepunkt der Krise waren nicht nur etliche Provinzen in der Hand der Rebellen, nein der Großfürst versuchte über Armeen zu befehlen, die es nur auf dem Papier gab. Dennoch blieb Moskau Sieger und damit die Frage offen, mit welcher realen Machtbasis das Großfürstentum ins 16 Jahrhundert starten wird. Ist etwa ein russisches Reich in Sicht oder hat Moskau seine Kräfte überdehnt?

    Die Mitte Europas d.h. Burgund und Lothringen konnten sich im ausgehenden 15. Jahrhundert relativ unbeeinträchtigt entwickeln. Besonders Lothringen sah sich dabei besonders im Glück, konnte es sich doch auf Grund der Schwäche Frankreichs und des Kaisers nicht nur behaupten, sondern auch auf Kosten der Pfalz und Mainz ostwärts ausbreiten. Grundlage dazu ist das kleine aber starke Heer dieser aufstrebenden Macht, dass sich besonders im großen Krieg im Norden auszeichnete, als es die schwedischen Ländereien erfolgreich gegen Norwegen verteidigte und so den schwedischen Landstreitkräften bei ihren Kämpfen in Brandenburg den Rücken frei hielt. Aber auch Burgunds schlagkräftige Armee hat sich eine Erwähnung in den Geschichtsbüchern verdient. Ohne die starke burgundische Seestreitmacht und ohne die erbitterten Kämpfe des burgundischen Heeres in der Neumark und in der Lausitz wäre das Schicksal Brandenburgs schneller, vielleicht auch endgültig besiegelt worden.

    Ungewöhnlich ruhig verliefen dagegen die vergangenen Jahre im Süden Europas. Kastilien und Aragon beendeten ihren eigentlich ungewollten und wie böse Zungen behaupten nur durch die Blödheit des kastilischen Königs begonnen Kriegs in Nordafrika wenn man so will sogar mit einigen Erfolg. Kastilien gewann einen neuen Vasallen, dessen Abgaben und sonstigen Leistungen allerdings noch weit hinter den Erwartungen der kastilischen Krone zurückblieben. Ansonsten wurden aber diese beiden Länder vor allem durch innere Unruhen geplagt. Aragon musste ketzerische Waldenser im Zaun halten. Kastilien musste seine Untertanen in Andalusien zu Gehorsam zwingen. Diese wollten sich der Krone Aragons anschließen. Ein Zeichen schlechter kastilischer Politik oder guter etwa guter Geheimdiensttätigkeit Aragons und damit der Keim eines Konflikts? Das 16. Jahrhundert wird Klarheit bringen...

    4. Runde: 1496-1526

    Ein Aufruhr überzieht Europa 1526 mit Chaos und Instabilität. Das Christentum ist gespalten, die Einheit des Glaubens zerstört! Mit dem Protestantismus und dem Calvinismus sind in den vergangen Jahren Bewegungen entstanden, die sich ihren Worten nach gegen päpstliche Verschwendungssucht und Irrlehre wenden und dabei nicht nur das einfache Volk in ihren Bann ziehen, sondern auch an den Herrschenden nicht spurlos vorbei gehen. Brandenburg, Schweden und die Vereinigten Niederlande, das ehemalige Burgund sind ins protestantische Lager gewechselt. Ein unvermeidliches Ereignis oder die Folge des aragoner Einfluss' auf den Papst? Dass es rumorte war den Papst und seinen Beratern aus Aragon nicht entgangen und eine alte Lösung sollte das Christentum zusammenhalten; ein Kreuzzuggegen die heidnischen Osmanen zur Befreiung Byzanz und des Heiligen Landes. Doch anders als in früheren Jahrhunderten verhallte dieser Aufruf ohne Resonanz. Es zeigte sich: was für die iberischen Länder Kastillien und Aragon nützlich ist, ist kein Allheilmittel für Europa.


    Aragon und Kastillien
    In gemeinsamen Kraftanstrengungen führten diese beiden Länder einen kleinen Kreuzzug gegen das muslimische Sultanat Marroko und eroberten dabei große Teile dieses Staates. Im Gefolge der Armeen befanden sich auch christliche Missionare, die es schafften in den eroberten Ländereien das Wort Gottes zu verbreiten und somit einen christlichen Vorposten in Nordafrika zu schaffen. Besonders Kastillien scheint sehr interessiert daran zu sein diesen unbekannten Kontinent und seine Bewohner zu braven Christenmenschen zu machen. Schon jetzt besitzt Kastillien einige Vorposten in der Sahara und wie man hört sollen weitere Vorstöße ins innere Afrikas folgen.

    Aragon dagegen scheint sich mehr und mehr aus den afrikanischen Abenteuern zurückzuziehen und seine Ambitionen auf bisher unbekannte Ländereien im Westen zu richten. Portugiesische Seefahrer entdeckten diese Länder, von denen man zuächst annahm, es handele sich um das legendäre Indien. Es scheint sich dabei jedoch um einen neuen Kontinent mit sagenhaften Reichtümern zu handeln. Portugal hat bereits große Küstenstreifen in Besitz genommen, aber Aragon ist bestrebt sich seinen Anteil am neuen Land zu sichern.

    Brandenburg
    Der Norden Europas war wieder Schauplatz der zahlreichen Machtkämpfe der jeweiligen Reiche. Besonders hervorzuheben ist dabei der komethafte Wiederaufstieg Brandenburgs. Die pommerschen Besitzungen sind zwar nach wie vor Verloren, dennoch profitierte Brandenburg von der Schwäche und dem Verfall seiner östlichen und südlichen Nachbarn. In einem Krieg gegen Böhmen sicherte sich Brandenburg die Provinz Breslau, um dann erfolgreich Rache an Polen zu nehmen. Die vollkommen verfehlte Außenpolitik Polens stürzte das Land in drei gleichzeitige Kriege. 18 Staaten, darunter eben auch Brandenburg, standen dieser einstigen Großmacht im Osten entgegen und zertrümmerten sie. Brandenburg konnte dabei nicht nur die verlorene Neumark, sondern auch zusätzlich Posen als neue Provinz gewinnen. Ein Krieg um Pommern kündigt sich an...


    Moskau
    Noch immer ist nicht klar welchen Weg das Großfürstentum Moskau nehmen wird. Das Land brachte zwar die baltischen Gebiete des Livonischen Ordens unter seine Kontrolle, doch noch immer wird das Land von Aufständen erschüttert. Nicht zuletzt die Katholiken im Baltikum wollen die Oberhoheit eines orthodoxen Herrschers nicht hinnehmen. Mehr und mehr werden aber auch im militärischen Bereich die Schwächen des Großfürstentums offenbar. Die dauernden Kriege hemmten die Modernisierung des Heeres. Und so musste sich Moskau, trotz Unterstützung von Brandenburg und Burgund im zweiten großen Krieg dieser Jahre gegen das eigentlich als schwach geltende Litauen geschlagen geben. Die Machtfrage im Osten ist also noch längst nicht entschieden.

    Schweden
    Schweden kann dagegen als Nutznießer des litauischen Krieges gelten. Es konnte sein Staatsgebiet um Gotland und die Provinzen um Skâne auf Kosten Dänemarks erweitern, dass sich in diesem Krieg vollkommen verausgabte und seine beherrschende Position unter den skandinavischen Staaten mit dem Ende der Personalunion mit Norwegen endgültig einbüßte. Schweden steht in den Startlöchern diese Lücke aufzufüllen und wie man in Stockholm flüstert, hat der schwedische Löwe auch bereits ein neues Opfer im Visier: Norwegen.


    Republik der Vereinigten Niederlande (ehemals Burgund) und Lothringen
    Das ehemalige Königreich Burgund ist zerbrochen. Der südliche Teil in Frankreichs Besitz übergegangen. Ein Grund zur Klage für die verbliebenen Nordprovinzen? Mitnichten!Die reichen Kaufleute des verbliebenen nördlichen Landesteils gründeten gemeinsam auf den Trümmern der burgundischen Monarchie eine florierende Republik. Im Schatten einer starken Marine und eines starken Landheeres blüht der Handel dieser Kaufmannsrepublik und spült riesige Summen Gold in die Staatskassen dieses Landes, dass dadurch auch zum größten Geldverleiher Europas wurde. Bereits jetzt schon sind viele namhafte europäische Fürstenhäuser Schuldner der Republik. Aber der Ehrgeiz dieser Kaufleute ist damit noch nicht gestillt. In den Häfen der Niederlanden werden bereits Expeditionen in die Neue Welt gestartet. Wie werden Aragon und Portugal darauf reagieren?

    Das aufstrebende Lothringen erlebte dagegen Jahre der Schwäche. Es musste sich Angriffe neidischer Reichsfürsten erwehren und ließ sich in einen für Lothringen sinnlosen Krieg auf der Krim ziehen. Der Preis dieser Politik war hoch: Elsass und Baden, ein Drittel des Landes, gingen Lothringen verloren. Aber auch am Horizont kündigen sich dunkle Wolken an, denn bei der scheinbar sicheren Allianz mit Frankreich könnte es sich um ein falsches Spiel handeln. Der französische König hat sein Interesse an Barrois bekundet. Wer wird Lothringen beistehen?

    5. Runde: 1526-1552

    Weitere 26 Jahre sind ins Land gegangen und Europakommt immernoch nicht zur Ruhe. Der Protestantismus gewinnt weiter an Anhänger. Von Nordeuropa bis in die Mitte des Reiches konnte die Reformation sich behaupten und selbst in Italien sind bereits Teile des Volks vom katholischen Glauben abgefallen. Währenddessen scheint der Calvinismus besonders auf den britischen Inseln Fuß zu fassen und der Papst in Rom hat bisher keine Mittel gegen diese in seinen Augen ketzerischen Lehren gefunden. So scheint denn sogar ein protestantischer Kaiser in Wien oder ein protestantischer Aufruhr in Rom möglich!

    Lothringen und die Niederlande
    Neben diesen gesellschaftlichen Verwerfungen wird aber vor allem das Schicksal des Herzogtum Lothringens in Erinnerung bleiben. Trotz Freundschafts- und Treuebekundungen überfiel Frankreich seinen kleinen Nachbarn gab damit das Startsignal für einen blutigen und zerstörerischen Krieg im Westen Europas, indem zum Schluss beinahe alle Großmächte in einer Koalition gegen Frankreich vereinigt waren. Denn nicht nur stellte sich der Kaiser als Verteidiger des Reichsgebiets den französischen Forderungen in den Weg, nein auch die Niederlande und Frankreichs südliche Nachbarn Kastillien und Aragon ergriffen das Schwert gegen den Aggressor. Sie alle vereinte die Angst ein nächstes Opfer französischer Eroberungssucht zu werden. Es folgte ein zähes Ringen bei dem das Kriegsglück zwischen den Parteien hin und her pendelte. Frankreich schaffte es schnell einige niederländische und auch lothringische Gebiete zu erobern und fügte besonders der als ebenbürtig angesehenen niederländischen Armeee einige bittere Niederlagen zu. Beiden Seiten war klar, dass eine falsche Entscheidung die endgültige Wende bringen würde. Der kommandierende General der Niederländer wird in späteren Jahren bekennen, dass die niederländische Armee kurz vor der vollkommenen Vernichtung stand und nur durch das Zaudern der Franzoschen gerettet wurde.

    Letztlich aber machte Frankreich den entscheidenden Fehler und verlor große Teile sein gut aufgestelltes Heeres. Die gute Zusammenarbeit der Verbündeten zahlte sich aus. Große Teile Frankreichs wurde nun besetzt und es herrschte auf Seiten der Sieger der Wille vor, Frankreich zu schwächen. Dementsprechend war der französische König gezwungen einen seiner Vasallen die Unabhängigkeit zu gewähren und ein Teil der Normandie Kastillien zu überlassen. In den Friedensverhandlungen, die zum Schluss vom kastillischen König geleitet wurden, zeigten sich indes aber auch über alle Gemeinsamkeiten hinweg schon die ersten religiösen Spannungen. Lothringens Wunsch nach einer französischen Provinz wurde hintertrieben. Offiziell ein Versehen, wurde aber doch sehr schnell klar, dass der König einfach nur einem Ketzer wie dem lothringischen Herzog keine katholischen Ländereien übereignen wollte. Dennoch konnte das Herzogtum durch den Gewinn der Provinz Koblenz, nach dem Verlust von Baden und dem Elsass, wieder Landgewinne verzeichnen.

    Der Krieg gegen Frankreich zeigte wie bereits erwähnt, dass das für unschlagbar gehaltene Heer der Niederlande doch besiegbar war. Aus diesem Grund setzte man nach dem Krieg alles daran das Heer zu modernisieren. Die Feuertaufe des umstrukturierten neuen Heeres steht indes noch aus, denn die Eroberung Lüttichs war keine echte Bewährungsprobe. Fürs erste scheint aber die Niederlande das Kolonialfieber gepackt zu haben. Man erntet bereits die Früchte der fünfundzwanzigjährigen Arbeit in Form von Kolonien in der
    Karibik. Aber auch Afrika gerät in den Blickpunkt der Republik, ein Stützpunkt soll dort errichtet werden. Doch so wie es scheint verfolgt Aragon ähnliche Pläne und ist dabei den Niederlanden bereits zuvorgekommen. Mit Geld und einem möglichen Gebietstausch in der Karibik soll Aragon dazu bewegt werden den Niederländern die Goldküste zu überlassen. Noch zögert Aragon, aber die Niederlande haben schon begonnen ganz offen mit ihrer starken Flottezu drohen.


    Aragon und Kastillien
    Inwiefern sich Aragonvon diesen Drohungen beeinflussen läßt muss abgewartet werden. Fest steht militärisch können sie alleine gegen die niederländische Armada nichts ausrichten. Fest steht ebenso, dass die Nation mit ihren großen kolonialen Besitzungen in der Karibik², in Afrikaund in Südamerika² auf eine intakte Flotte angewiesen ist. Nicht nur, um die Reichtümer der Neuen Welt sicher verschiffen zu können, sondern auch, um Soldaten in ihre Kolonialkriege gegen die
    Indios in Mexiko schicken zu können. Eine Bewährungsprobe kommt auf Aragon zu und es dürfte kein Zufall sein, dass nun ausgerechnet Frankreich ein neuer Verbündeter Aragons ist.

    Aber auch die iberische Brudernation Kastillien bereitet Aragon Schwierigkeiten. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen kam die Kolonisierung und Unterwerfung des inneren Afrikas ins Stocken. Die
    Sahara, das musste Kastillien einsehen, war doch zu lebensfeindlich und man wich auf Südamerika aus, wo man nun mit Aragon und Portugal in Konkurrenz steht. Ausgehend von Rio Grande machte Kastillien in alle Himmelsrichtungen Fortschritte und es scheint, dass es versucht Aragons Expansion in Südamerika zu verhindern.

    Schweden, Brandenburg und Russland (ehemals Moskau)
    Gänzlich ungerührt von den Kolonialunternehmungen der westlichen Staaten zeigt sich dagegen Schweden. Nachdem endgültig die Dominanz Dänemarks gebrochen wurde, trat Schweden seine Rolle als Führungsmacht in Skandinavien an. Sein Ziel: anders als Dänemark wollte Schweden nicht einer losen Union dreier weitgehend autonomer Staaten vorstehen, sondern alle Bruderstaaten zu einem großen skandinavischen Staat vereinigen. Zwei Kriege mit dubiosen und konstruierten Kriegsgründen führte Schweden um dieses Ziel zu verwirklichen. Im Jahre 1552 scheint das Ziel erreicht, Dänemark ist annektiert und der norwegische König nach Island geflohen. Aber die Macht ist alles andere als sicher. Dänische und norwegische Nationalisten haben sich schon erhoben und versuchen in Aufständen die Länder ihrer Könige zu befreien.Hat Schweden seine Machtposition vielleicht überreizt?

    Als treuer Bündnisgenosse erwies sich bei den schwedischen Kriegen stets neben der Hanse, Brandenburg. Brandenburg ist zu einem Inbegriff eines treuen Bündnispartners geworden und seine Armeen sind Siegesgaranten. In sechs verschiedenen Kriegen bewährte sich die Schlagkraft dieser Militärmacht. Trotz alledem muss sich der brandenburgische Kurfürst auch Kritik anhören. "Bündnisse ehren schön und gut, sagen seine Kritiker, aber wo bleibt der Nutzen für unser Land?" In der Tat, Gebietszuwächse konnte Brandenburg in den letzen Jahren nicht verzeichnen und zur Überraschung vieler gab es keinen Krieg um Pommern. Ist Brandenburg vielleicht genügsam geworden?

    Wie Brandenburg verzichtete Moskau nach der Schmach gegen Litauen auf weitere Landgewinne und versuchte sich innenpolitisch zu konsolidieren. Ein Baustein dieser Konsolidierung war ,nachdem die vielen selbständigen russischen Staaten unter Moskaus Obhut vereint und die Goldene Horde zurückgedrängt war, die Ausrufung eines russischen Kaiserreichs, dass die Traditionen und Sitten des Untergegangen Byzanz weitertragen sollte. Ein Land aller Russen egal ob aus Nowgorod oder anderen Städten stärkte den inneren Zusammenhalt und ließ die innenpolitischen Konflikte verebben. Mag der Zar in Moskau wohl noch den den religiösen Traditionen Byzanz verpflichtet sein, technologisch orientiert man sich an den Errungenschaften des Westens. Derartig gestärkt stehen diesem Reich nun viele Optionen offen und es stellt sich die Frage in welche Himmelsrichtung der Zar in Zukunft seinen Blick richten wird, etwa gegen Osten oder doch gegen Litauen, dem alten Feind?

    Reaktion Aragon
    Und wieder einmal sorgt die herausragende Arbeit der aragonischen Diplomaten für gute Stimmung und heimliches Gelächter am Hofe.
    Tatsächlich war entgegen der öffentlichen Erinnerung das Königreich Aragon schon viele lange Jahre treuer Verbündeter der Franzosen. In diesem großen Krieg hatten sie allerdings in Wahrheit eine schlaue Taktik angewandt und ergriffen öffentlich Partei für die Franzosen und standen theoretisch im offenen Krieg mit dem großen Bündnis. Doch hinter der Fassade gestatteten sie ihrem Nachbarn und vormaligen Verbündeten Castille freien Durchgang durch ihre Ländereien und hielten sich aus dem Krieg vollkommen heraus, sodass nicht ein aragonischer Soldat ums Leben kam. Bis auf einen verwirrten Vasallen Castilles, der nichts von dieser heimlichen Übereinkunft mitbekommen hatte, blieb also Aragon von jederlei Übergriffen verschont.
    Die Franzosen waren tatsächlich so beschäftigt, dass sie nichts davon bemerkten.
    Am Ende hielt Aragon als letzter Verbündeter Frankreich noch vermeintlich die Treue und sonnt sich nun in der Hochachtung des französischen Königs, der über den Krieg hinaus weiterhin ein Verbündeter ist und sogar die Eroberungspläne einiger aragonischer Ländereien verworfen zu haben scheint.
    So gelang es schließlich Aragon in den Wirren des Krieges von allen Seiten gemocht zu werden, obwohl sie nicht einen Mann zur Hilfe schickten. Kann es besser laufen?

    Daher soll nun der Chefdiplomat mit reichen Gebieten in der Neuen Welt belohnt und in den Stand eines Ritter erhoben werden, da das nur der gerechte Lohn dafür ist, wenn die Geschichte das schreibt, was man hören will. Manch einer glaubt allerdings, dass es mehr an den Geschichtsschreibern in Schweden lag. Der Informationsweg in den Norden scheint ein wenig holprig zu sein und so wird das, was war, durch goldene Zungen schnell zu etwas ganz anderem.

    Runde 6: 1552-1580

    Europa 1580
    In der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches wird das Jahr 1580 besonders herausstechen. Das erste Mal in seiner Geschichte wurde ein Ausländer Kaiser und damit oberster christlicher Herrscher. Martí II von Aragon wurde von den erlauchten Kurfürsten zum neuen Kaiser gewählt. Der neue Kaiser tritt dabei ein schwieriges Erbe an, denn durch das Reich geht ein tiefer Riss. Protestantische und katholische Fürsten stehen sich in zwei feindlichen Lagern, der Katholischen Liga und der Protestantischen Union, gegenüber und viele benachbarte Länder sehen nun ihre Chance gekommen unter dem religiösen Denkmantel ihre Interessen im Reich durchzusetzen. Ein Konflikt scheint unvermeidlich und es ist offen, welche Partei als Sieger hervorgehen wird. Eines steht jedoch fest: Für den Katholizismus wäre eine weitere Niederlage eine Katastrophe, denn noch immer breiten sich der Protestantismus und Calvinismus ungehemmt aus. So bekennen sich beispielsweise in den Stammlanden des neuen Kaisers aus Aragon immer mehr Menschen zum Calvinismus. Kann Martí II dem Druck der Straße standhalten oder steht an der Spitze des Heiligen Römischen Reichs womöglich bald ein Calvinist?

    Aragon und Kastillien
    Aber Ketzerei ist für Kaiser Martí im Jahre 1580 nur ein nachgeordnetes Problem, denn die iberischen Staaten Aragon und Kastillien befinden sich gemeinsam in einem
    Thronfolgekrieg mit Aragons ehemaligen Verbündeten Frankreich. Es geht um die Ansprüche auf Österreich. Nach dem Tod des letzten Kaisers fiel der Titel des Erzherzogs von Österreichs an den kastillischen König, der nun in einer Personalunion Herzog von Österreich ist. Frankreich kann dies aus strategischen Gründen nicht hinnehmen und erklärte Kastillien den Krieg, um einer drohenden Einkreisung durch die beiden iberischen Mächten zu entgehen. Wer auch immer sich in diesem Krieg durchsetzen wird, mit der Kontrolle Österreichs wird er erheblichen Einfluss in der Reichspolitik gewinnen.

    Dass es überhaupt zu einer Entfremdung und sogar zum Krieg zwischen Aragon und Frankreich kam ist eine der überraschenden Wendungen der letzten 25 Jahre, obgleich schwedische Historiker bereits vor 25 Jahren Anzeichen für einen Bruch erkannten und die Passivität Aragons im Bündnis mit Frankreich schon als verdeckte Kriegserklärung werteten. Dennoch kam der offizielle Bruch erst in Folge der Niederlage Frankreichs gegen die Niederlande und Lothringen, als das Bündnis auf Druck der Niederlande gelöst werden musste. Hintergrund des niederländischen Wunsches ist der noch immer ungelöste Konflikt um die Goldküste. Wiederholte niederländische Kaufangebote, eine kurze Besetzung der Provinz, kleinere Seeschlachten und zuletzt gezielte niederländische Provokationen konnten Aragon nicht dazu bringen die Goldküste aufzugeben. Die Niederlande könnte nun während des Krieges gegen Frankreich wieder ihre Chance sehen...

    Im Gegensatz zu Aragon ist Frankreich für Kastillien ein alter Gegner. In den letzten 25 Jahren führte das Land bereits Krieg gegen Frankreich, allerdings damals an der Seite der Niederländer und Lothringens. Die halten sich im aktuellen Konflikt aus güten Gründen zurück und so muss sich zeigen wie stark Kastilliens Militär wirklich ist. Zweifel sind angebracht. Zwar hat Kastillien die Reconquista mit der Eroberung Granadasvollendet und im Gegensatz zu Aragon seinen Kolonialbesitz wieder um etliche Landstriche erweitern können, dennoch wurde das Land auch durch einen Bauernkrieg und den Zusammenbruch seiner afrikanischen Vasallen empfindlich geschwächt, ebenso gingen die Besitzungen in der Normandie verloren. Der Krieg wird zeigen, ob Kastillien seine Macht konsolidieren kann oder weitere Schwächungen hinnehmen muss.

    Niederlande und Lothringen
    Lothringens Zukunft steht dagegen auf einem festen Fundament, die Größe des Herzogtums hat sich seit 1552 verdoppelt. Und das trotz widriger Umstände: Denn zusammen mit den Niederlanden musste es sich zum wiederholten Male gegen das Expansionsstreben Frankreichs zur Wehr setzen und wieder wurde Frankreich durch diese beiden Mächte vernichtend geschlagen. Anders aber als im letzten Krieg gegen Frankreich, zahlten sich die Mühen Lothringens auch in Form der ehemals französischen Provinzen Franche Comte, Bourgogne und Charleroi aus, womit Lothringen jetzt gut und gerne als Mittelmacht angesehen werden kann.

    Die Niederländer hielten sich gleichfalls an den französischen Provinzen Calais und Rethel schadlos und rundeten damit die Grenze zu Frankreich, in Voraussicht möglicher zukünftiger französischer Attacken, ab. Aber auch in anderer Hinsicht unterstrichen die Niederländer ihre führende Rolle in Europa. Sie vernichteten gemeinsam mit Schweden als Verbündete des neu gegründeten Preußens die hanseatische Flotte und schalteten auf diesen Wege einen alten Rivalen aus. Der Handelsplatz Lübeck wird in Zukunft nur noch einzig und allein von den Niederlanden dominiert. In Afrika konnten die niederländischen Kaufleute ihre Präsenz sehr zum Ärger von Aragon und vor dem Hintergrund des ungelösten Goldküste-Konflikts weiter ausbauen und weitere Einnahmequellen für die Republik erschließen und wie man hört soll demnächst eine Umrundung der Südspitze des afrikanischen Kontinents erfolgen.

    Preußen (ehemals Brandenburg), Schweden und Russland
    Warum ein Kurfürst unter einem Kaiser sein, wenn ich ein König in
    Preußen sein kann, dachte sich der junge Kurfürst von Brandenburg, nachdem er den durch die protestantische Aufstände erschütterte Deutsche Orden annektierte. Somit ist nun Brandenburg nur noch der Name einer Provinz im neuen Königreich Preußen. Ein Königreich mit einem König, der anders als sein Großvater seine Soldaten nicht mehr für schwedische oder niederländische, sondern nur noch für preußische Interessen kämpfen und sterben läßt. Zu spüren bekamen dies Preußens Nachbarn Böhmen und Polen, die trotz Verbündeter wie Litauen und der Hanse Provinzen an das mächtige Königreich abtreten mussten. Hier zahlten sich für Preußen die in der Vergangenheit geleistete Hilfe aus. Die Niederlande, Schweden und Russland erwiesen sich als treue Verbündete und unterstützten die Kriege Preußens, nicht aber ohne die Länge der preußischen Feldzüge zu kritisieren.

    Gleichwohl hat aber besonders Russland von den preußischen Kriegen profitiert, denn die Macht des alten Rivalen Litauen wurde gebrochen. Dementsprechend konnte Russland Revanche nehmen und im Gegenzug viele litauische Provinzen unterwerfen und sich weiter nach Westen ausbreiten, wozu auch der Erwerb zweier ehemals polnischer Provinzen in Mitteleuropa gehört, die nun eine Exklave an der Grenze zu Österreich bilden. Der Wille zur Expansion wurde aber auch an der Südgrenze Russlands offensichtlich, wo die kaukasischen Besitzungen des Fürstentums Krim erobert wurden. Möglich wurden diese militärischen Erfolge vor allem durch den großen technologischen Modernisierungschub während des letzten Vierteljahrhunderts im russischen Reich. Aus der einstmals rückständigen russischen Armee ist nun eine Armee geworden, die den Armeen seiner westlichen Nachbarn fast ebenbürtig und den Armeen der Nachbarvölker im Osten und Süden haushoch überlegen ist. Dennoch ist der Staat immernoch anfällig für separatistische Aufstände. So war es bei der letzten Aufstandswelle nur der schwedischen Armee zu verdanken, dass nicht große Teile der frisch eroberten Gebiete im Süden Russlands wieder von Moskau abfielen.

    Trotz des Engagements Schwedens in den Kriegen Preußens und der Hanse hat sich das Staatsgebiet Schwedens seit 1552 nicht vergrößert und auch das eigentlich schon dem Untergang geweihte norwegische Königtum ist bisher nicht das Ziel eines schwedischen Angriffs gewesen und besteht noch bis heute. Ausschlaggebend dafür sind zum einen vor allem innenpolitische Gründe. Immerwieder musste sich der schwedische Staat gegenüber finnischen, dänischen und norwegischen Aufständen durchsetzen und seine Macht im Inneren festigen. Gleichzeitig erwachte auch durch den Gewinn der norwegischen Nordseeküsten das Interesse des schwedischen Königs am Nordseehandel und damit an der Marine. Die Handelsmarine wurde deswegen modernisiert und vergrößert und auch Kriegsschiffe nennt Schweden jetzt sein Eigen. Bisher kann die schwedische Marinepolitik als Erfolg gewertet werden. So hat die schwedische Marine im Kampf gegen die Hanse ihren Wert unter Beweis gestellt und kann nun als stärkste im Ostseeraum angesehen werden. Ob dies aber im Hinblick auf den rasanten Aufschwung Russlands und Preußens so bleibt scheint fraglich

    Runde 7: 1580-1602

    Das neue Jahrhundert hat begonnen und noch immer ist im Norden Europas die Erinnerung an das große Kräftemessen in den 1580er Jahren frisch. Seit Rom und Kathargos Zeiten hat Europa nicht mehr einen solchen Waffengang erlebt. Das Ereingis war so einschneidend, dass Zeitgenossen die Geschichte in eine Zeit vor und eine Zeit nach dem Reichskrieg gegen die Niederlande einteilen, der bei den Niederländern schlicht als "Der Übefall" bezeichnet wird, während er in Schweden auch als Kaufmannskrieg und in Aragon als Goldküstenkrieg bekannt ist. Dieser Grund und die Tatsache, dass beinahe alle Großmächte in diesem Konflikt involviert waren, berechtigt von der üblichen Chronologie abzuweichen und in das Zentrum das bedeutendste Ereignis der letzen zwanzig Jahre, ja vielleicht auch des letzten Jahrhunderts zu stellen.

    Die Vorgeschichte
    Wie die Bezeichnungen des Kriegs verraten, hatte der Krieg mehrere Ursachen. Die unbestrittene Hauptursache liegt jedoch in den kolonialen Ambitionen Aragons und der Niederlande in Afrika. Beide Nationen begannen ab Mitte des 16. Jahrhunderts ihre kolonialen Besitzungen auszubauen und beiden Nationen brauchten dazu geeignete Stützpunkte für weitere Entdeckungen. Ein solch idealer Stützpunkt war nunmal die Goldküste und beide Nationen erhoben Ansprüche auf das Gebiet und es folgte unter dem Namen Goldküstenkrise ein Dauerkonflikt zwischen Aragon und den Niederlanden. Zunächst noch friedlich versuchten die Niederlande Aragon zur Aufgabe der Provinz zu bewegen, aber je weiter der Konflikt fortschritt, desto rabiater wurden die Methoden und so folgten Provokationen, eine kurzzeitige Besetzung und letztlich auch die offene Drohung mit der niederländischen Handelsflotte. Aber Aragon blieb hart.

    Diese immer schrilleren Töne der niederländischen Republik sollten Eindruck machen und machten auch Eindruck, allerdings nicht nur in Aragon, sondern auch im eigentlich weit entfernten Schweden. Der schwedische König schätzte zwar die Hilfsbereitschaft seiner protestantischen Glaubensbrüder in den Niederlanden, aber nicht ihre Staatsform und erst recht nicht ihre Handelsmacht. Zu Beginn der 1580er Jahre wurde der schwedische Königshof regelrecht mit den Klagen schwedischer Kaufleute überschwemmt. Worte wie "Heuschrecken" und "Landplagen" waren im Vergleich zu manch anderen Beschimpfungen der Niederländer noch freundlich. Dennoch Unrecht hatten des Königs Händler nicht. Schweden war auf die Einnahmen Lübecks angewiesen und die Niederländer waren dort starke Konkurrenz.

    Mit der Konkurrenz hätte der König leben können, aber die sich in diesen Jahren zuspitzende Goldküstenkrise ließ vor ihm ein Schreckensszenario erscheinen: Bei einem möglichen Konflikt, vielleicht um Lübeck hätte man den Niederlanden nichts entgegenzusetzen. Die Niederländer könnte Schweden durch eine simple Blockade in die Knie zwingen, ohne dass eine Feldschlacht hätte geschlagen werden müssen. Keine andere europäische Macht war alleine den Niederländern gewachsen. Und war vielleicht die würdelose Behandlung Aragons nur ein Anfang? Die Macht der Republikaner war bereits zu stark und musste gebrochen werden!

    Die Suche nach einem geeigneten Bündnispartner für dieses Vorhaben gestaltete sich recht einfach: Es konnte nur das bedrängte Aragon sein. Eine Allianz, wie sie noch zehn Jahre zuvor undenkbar erschien, handelte es sich doch beim König vom Aragon um einen der entschiedensten Gegner der Reformation, der in schaurigen Inquisitionsprozessen Jagd nach Protestanten machen ließ. Es brachte ihm den Beinamen "Protestantenschlächter" ein. Aber Not kennt kein Gebot und außerdem, so der schwedische König, im Kampf gegen eine vom Pöbel regierte Republik, sollten Herrscher von Gottes Gnaden ihre Glaubensdifferenzen ruhen lassen.

    Und so mag zwar die Kriegserklärung von Aragon ausgegangen sein, aber die Saat des Krieges wurde am Stockholmer Hof gepflanzt.

    Die Planung
    Die mit Noten ausgetauschten geheimen Kriegsplanungen beider Mächte sahen vor
    1. Aufrüstung der schwedischen und aragonischen Flotte, um im Seekrieg den Niederlanden zumindest quantitativ ebenbürtig zu sein
    2. Die gemeinsame Vernichtung eines Teils der Handelsflotte im Kattegat und anschließend in der Nordsee
    3. Errichtung einer Seeblockade
    4. Eroberung der Niederlande und seiner Verbündeten mit Hilfe weiterer Bündnispartner wie Frankreich

    Die Erhebung des Königs von Aragon zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs stimmte beide Herrscher erwartungsfroh. Die Behauptung, bei der Wahl sei schwedisches Gold an die Reichsstände geflossen, ist allerdings trotzdem ins Reich der Legenden zu verweisen. Dagegen hat sich aus dieser Zeit noch ein originaler Schriftwechsel der beiden Könige erhalten.


    An diesem Punkt der Planungen zeigte sich bereits der große strategische Fehler der beiden Staaten, der letztlich auch zur Niederlage führte: Der Landkrieg wurde nur halbherzig vorbereitet, denn man rechnete dank der Armeen Frankreichs und Österreichs mit einem schnellen Sieg. Der Risikofaktor Preußen war zwar beiden Herrschern bewußt, aber dennoch wurden letztlich keine ernsthaften Schritte unternommen, um die Preußen ins Bündnis zu holen oder sie zur Neutralität zu verpflichten. Gerade aber die Preußen entschieden wie vorhergesagt den Krieg.


    Der Kriegsverlauf
    "Wir sahen schwedische und aragonische Kriegsschiffe, sie schienen den gleichen Kurs wie wir zu nehmen. Wir wunderten uns Kriegsschiffe aus Aragon im Kattegat anzutreffen. Da wussten wir aber nicht, dass sich um den Beginn des Überfalls handelte und wir eigentlich die Opfer sein sollten" Soweit ein niederländischer Handelskapitän über den Beginn des Krieges. Das was hier als wundersame Begebenheit erzählt wurde, war für die Kriegsrat Aragons und Schwedens eine Katastrophe. Nach der Übergabe der Kriegsnote an den Statthalter der Niederlande, sollten sofort die niederländischen Handelskonvois in der Ostsee zerstört werden ohne dass dieser seine Kaufleute warnen und seine Flotte zusammenziehen konnte. Da aber der Angriffsbefehl die beiden Kriegsflotten vermutlich durch dänische Sabotage, zu spät erreichten, konnten die niederländischen Handelskonvois entkommen.

    Die eigentlich entscheidende Seeschlacht fand dagegen unerwartet im Ärmelkanal statt, als die niederländische Flotte die kleinere Flotte der Franzosen, die auf Seiten Schwedens und Aragons in den Kampf eingetretetn waren, vernichten wollte. Nach und nach trafen allerdings zur Unterstützung der Franzosen die Schiffe Schwedens und Aragons ein und hätten wohl auch das Blatt zu ihren Gunsten gewendet, wenn nicht der kluge niederländische Admiral die Schlacht unter geringen Verlusten abgebrochen hätte und seine Flotte in die Häfen zurückbeordert hätte, wo sie für den Rest des Krieges bleiben sollte. Es folgte die geplante Seeblockade der Niederlande, die den Konflikt auf See vorerst zu Gunsten Aragons und Schwedens beendete.

    Am Hofe in Stockholm aber auch in Aragon machte sich deswegen auch bereits Siegeszuversicht breit. Wie lange mochte eine vom Handel abgeschnittene Handelsrepublik wohl durchhalten? Wie die Geschichte zeigen sollte, länger als gedacht. Denn man unterschätzte zum einen die riesigen finanziellen Reserven der niederländischen Staatskasse und den Durchaltewillen der Niederländer und aber auch die durch schlechte Organisation ungünstige Entwicklung des Landkriegs. Zwar hatten Schweden und Aragon neben Frankreich noch Österreich und auch Portugal zu ihrer Koalition einladen können, aber die französische Armee wurde miserabel geführt, Portugal hielt sich den Kämpfen wegen innerer Unruhen fern, die Österreicher verhielten sich zu passiv und die schwedische Armee kam zu den entscheidenden Schlachten zu spät oder wie böse (dänische) Zungen behaupten, gar nicht.

    Diesen schlecht geführten Armeen standen auf niederländischer Seite noch die Truppen aus Lothringen und vor allem die preußische Armee entgegen. Die durch vergangene Kriege gestählten preußischen Truppen und ihre hochprofessionellen Anführer kämpften siegreich in allen wichtigen Schlachten etwa gegen die Franzosen in den Niederlanden oder gegen die in die Mark Brandenburg eingefallenen Schweden und zuletzt gegen die auf Seiten Aragons in den Krieg eingetretenen Russen. Sie gaben ihren Verbündeten halt und waren somit ein wichtiger Faktor des Sieges.

    Nach etlichen Schlachten und Niederlagen rangen sich nach Jahren des Kriegs und der Niederlage vor Augen die beiden Aggressoren dazu durch bei den Niederlanden um einen Waffenstillstand zu bitten. Die Angst vor möglichen feindlichen Besetzungen und Verwüstungen der schwedischen und aragoner Besitzungen überwog gegenüber der Kriegsbegeisterung. Hinzu kam ein weiteres Argument des argonischen Generalfeldmarschalls mit dem schließlich auch die Herrscher überzeugt wurden: Noch hatte man intakte Armeen und konnte dementsprechend noch aus einer relativ starken Position heraus verhandeln.

    Der Frieden und die Folgen
    Die Friedensverhandlungen kamen wenn man von Russland absieht, sehr schnell zum Abschluss und die Forderungen der Sieger waren moderat. Aragon musste auf die Goldküste verzichten. Frankreich musste die Gebietsgewinne Lothringens aus den vergangen Kriegen anerkennen. Schweden verzichtete auf seine Ambitionen bzgl. Lübeck und Pommern. Die geschickten russischen Diplomaten vollbrachten dagegen in zähen Verhandlungen das Kunststück als Kriegsverlierer Gebietsgewinne machen zu können, denn das unter einer Personalunion mit Preußen stehende Litauen wurde in diesem Zuge in eine preußische und russische Interessensphäre aufgeteilt. Dementsprechend gut gelaunt sprach der Zar bei Friedensschluss von der schönsten Niederlage aller Zeiten. Verständlicherweise war die Stimmung in Schweden und Aragon ganz anders. Aber auch dort gab es einen Lichtblick: Kerngebiete mussten nicht abgegeben werden.

    Der langfristige diplomatische Schaden dürfte aber vor allem für Schweden bedeutsam werden, denn es verspielte seine Reputation unter den protestantischen Glaubensbrüdern. Das Wort "Verräter" macht die Runde. Ebenso sind die ehemals sehr guten Beziehungen zu Preußen in Mitleidenschaft geraten. Zwar reichte Preußen den Schweden in Form eines Bündnisses wieder die Hand, dennoch bleiben Vorbehalte. Dagegen scheinen die Beziehungen zu den Niederlandern bis auf weiteres vergiftet. Besonders übel nehmen die stolzen Niederländer den Schweden die während des Kriegs gedruckten antiniederländischen Flugblätter, indem von der Wiedererrichtung einer burgundischen Monarchie die Rede war. Und auch die antirepublikanischen Ausfälle des schwedischen Königs sind noch lange nicht vergessen. Aragon musste zwar auf die Goldküste verzichten, doch das ist für das Kolonialreich verkraftbar. Vielmehr nagt am Stolz dieses Königreichs die in diesem Krieg gewonnene Erkenntnis, nicht genug Landeskinder für einen Landkrieg gegen eine Großmacht mobilisieren zu können. Wie dieses existenzielle Problem gelöst werden kann, ist zur Zeit noch offen.

    Die Niederlande mussten zwar während des Krieges erhebliche finanzielle Verluste erleiden, aber behielten und festigten ihre Vormachtstellung in Europa. Ähnliches läßt sich auch von Lothringen sagen. Frankreich musste als Kriegsverlierer auf die Ansprüche gegenüber Lothringen verzichten und somit steht einer weiteren Expansion Lothringens nichts mehr im Wege. Ebenso hat Preußen trotz der Zugeständnisse an Russland durch den Krieg nun vollkommen freie Hand in Norddeutschland und auch im gesamten Reich wird die Stimme Preußens nun noch stärkeres Gewicht haben, denn der König von Preußen wurde während des Krieges zum Kaiser gewählt. Es ist davon auszugehen, dass die preußische Reichspolitik in der Zukunft zu einer stärkeren Zentralisierung und Straffung des Reiches führt.

    Weitere Ereignisse
    Überraschenderweise wurde der religiöse Konflikt im Reich friedlich beigelegt: Auch Protestanten können Kaiser werden. Die Kompromissbereitschaft der beiden Lager wurde vor allem aus zwei Gründen gefördert. Zum einen auf Grund der äußerst Schwachen Position des Katholizismus in Europa und auf der anderen Seite durch die Gewissheit der Protestanten, dass es auf Grund der Stimmverhältnisse innerhalb des Kurfürstenkollegs niemals wieder einen katholischen Kaiser geben wird. Preußen scheint nun als protestantische Macht die Nachfolge der katholischen Habsburger anzutreten. Aber nicht nur im Reich, im Europa insgesamt scheint das Schicksal des Katholizismus besiegelt. Es wird schon gespottet, dass der jetztige Papst als letzer Katholik sterben könnte. Denn in Frankreich und aber auch in Österreich, den Trutzburgen des Katholizismus, konnte sich in den letzten zwanzig Jahren der Protestantismus bzw. Calvinismus etablieren. Die europäischen Herrscher scheinen sich dabei in ihr Schicksal zu fügen. Lediglich der König von Aragon versucht immernoch verzweifelt mit Hilfe der Inquisition die Calvinisten in seinen Land aufzuhalten. Ressourcen, die nach Meinung seiner Kritiker lieber in das Landheer gesteckt worden wären.

    Ebenso wie Portugal wurde auch Kastillien von inneren Aufständen erschüttert ist fast daran zerbrochen. Alle afrikanischen Besitzungen gingen in Aufständen verloren und haben sich für unabhängig erklärt und auch in den Kastilliens Kernlanden mehrten sich die Unruhen. Verzweifelt und erfolglos bat der kastillische König wiederholt um Unterstützung bei seinen Nachbarländern. Ist dies der endgültige Absturz Kastilliens? Am Bosporus dagegen scheint das Osmanische Reich sich soweit konsolidiert zu haben, dass es unter seinem neuen Sultan zu neuen Eroberungen fähig ist. Nach dem Sieg über die Mamelucken richten sich nun die osmanischen Begehrlichkeiten gen Norden in Richtung Schwarzen Meer und Krim, wo man mit großen Misstrauen die jüngsten russischen Eroberungen beobachtet. Droht hier ein neuer Konfliktherd am Rande Europas? Oder sind etwa weitere Eroberungen auf dem Balkan geplant? Europa horcht auf!

    Reaktion am Hof von Aragon
    Allerdings sorgte die Neuigkeit, dass die Goldküste an die Niederländer abgetreten wurde, für verwirrtes Kopfschütteln in Aragon. Tatsächlich einigte man sich aufgrund bürokratischer Probleme bei den Friedensverhandlungen darauf, einen Weißen Frieden einzugehen, da eine Übergabe der Goldküste den laufenden Krieg unnötigerweise noch um mehrere Monate, wenn nicht Jahre in die Länge gezogen hätte.
    So ist dies eine der wenigen guten Nachrichten, die dem König von Aragon überbracht werden konnte, da die schwedischen Chronisten ansonsten nicht weit von der Wahrheit entfernt liegen.
    Etwas irritiert von den erneut zweifelhaft informierten schwedischen Schreiberlingen, rollten kurz nach Eintreffen der Berichte auch schon die ersten Köpfe am Hofe (mindestens im übertragenen Sinne), da höchst vertrauliche und geheime Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt waren. Sollte sich der schwedische Staat als jene Sicherheitslücke herausstellen, hat man aber immer noch mehr als genügend Calvinisten und Protestanten im Lande, an denen man seinen Unmut darüber zum Ausdruck bringen kann.
    Etwaige zu Unrecht bestrafte aragonische Diplomaten werden in diesem Fall entschädigt. Im Zweifelsfall zumindest ihre Angehörigen.


    Anbei einige Aufzeichnungen aus den Geschichts-und Notizbücher des Niederländischen Staatsrates:

    Kaum war die Tinte des Londoner Friedensvertrages trocken, da rückten schon wieder die nächsten Konflikte der Republik in den Vordergrund. Angst machte sich in der Bevölkerung breit. Diesen Krieg hatte man gewonnen (dank eine Kriegsbegeisterten Bevölkerung die freiwillig in die Armee eintrat und private Kredite an den Staat vergab, anders als bei den Monarchisten in Aragon) doch wann würde der nächste kommen? Trotz allen Friedensversprechen waren viele Konflikte noch ungeklärt. Frankreich erhob weiter Anspruch auf einige niederländische Provinzen, Österreich kämpfte weiterhin für den Katholizismus, Schweden würde sich nun erst recht eingezwenkt und bedroht fühlen und die Situation der Goldküste war weiterhin ungeklärt. Zwar hatten sich die Republik und Aragon unverbindlich auf einen Handel geneigt, dieser basierte allerdings nur auf mündlichen Zusagen. Was wären die schon Wert wenn die Friedensverträge in 10 Jahren ablaufen?
    Die Stimmung im eigenen Land war auch nicht besser. Händler wie auch Landbesitzer hatten auf große Kriegsgewinne gehofft. Der adeligen Generalität passte es auch nicht dass es die Preußen waren die die großen Schlachten befehligten.

    Der Stadthalter musste schnell handeln. Im Lichte der Seeniederlagen wurden alle Elemente der Kriegsflotte sofort nach Amsterdam beordert. 1/3 der Flotte befand sich zum Zeitpunkt des Krieges an der Ostküste von Afrika. Ein schwerer strategischer Fehler der es der Koalition erlaubte rasch die Seehoheit zu erlangen. Der Bau neuer, moderner Kriegsschiffe wurde in Auftrag gegeben mit dem Ziel die Kriegsflotte auf 40 schwere Schiffe zu vergrößern.
    Auch die Handelsflotte wurde rasch repariert und die Verluste ersetzt. Um die Handelshäuser Milde zu stimmen trieb man die Expansion in der neuen Welt voran. Auch niederländische Händler sollten an den gewinnträchtigen Handel von Zucker und Baumwolle beteiligt werden. Eine starke Handelsflotte und Kolonisten wurden gen Karibik und Nordamerika entsandt. Nicht nur würde dies die Zolleinnahmen erhöhen, es würde gleichzeitig die Einnahmen von Aragon erheblich reduzieren.

    Die Abgeordneten der niederländischen Provinzen einigten sich auch auf eine neue Außenpolitik. Um den Handeln nicht zu gefährden sollten weitere große Kriege verhindert werden. Der milde Frieden mit Aragon würde hoffentlich in einer friedlichen Übergabe der Goldküste enden.
    Priorität hatte jedoch die 3er Allianz zwischen Niederlande, Lothringen und Preußen. Lothringen wurde die Unterstützung bei einer weiteren Expansion in Frankreich zugesagt, Preußen ein Expeditionsheer von 50.000 Mann im Falle eines weiteren Krieges mit dem erstarkenden Russland. Unterstützt wurde dieses Bündnis noch durch eine frische Allianz mit Großbritannien.
    Auch der Groll gegen Schweden sollte schnell verfolgen sein, brauchte man die protestantischen Brüder doch im Kampf gegen den Papst. Auch sollten sie um jeden Preis von einer erneuten Allianz mit Aragon abgehalten werden.

    In einer privaten Handschrift vermerkte der Stadthalter auch dass Schweden unerlässlich ist um Preußens Expansion in Grenzen zu halten.

    Vielleicht würden Verhandlungen über schwedische Kolonien in Nordamerika den Handelskonflikt bei Lübeck beenden?

    Aus der Feder des Sultans der Ottomanen
    Die russische Expansionen an unserer Ostgrenze bereiten uns zunehmende Sorgen, insbesondere da Russland ein große Zahl hochmoderner Waffen besitzt und uns bei ähnlicher Truppenstärke wohl deutlich überlegen ist. Wir vermuten, dass unsere Reiche im Osten ähnliche Interessen verfolgen und möchten folglich das schwedische Interesse an einer defensiven Allianz ausloten. Im Kriegsfall sollten unsere Truppen Russland zumindest mehrere Monate standhalten und Russland so zu einer Aufteilung seiner Kräfte zwingen können. Mit Preußen haben wir bereits ebenfalls Kontakt aufgenommen. Im Fall andere schwerer Konflikte könnten wir bei Bedarf auch mit unserer ruhmreiche Flotte im Mittelmeer als Ordnungsmacht auftreten. Bedeutende Interessenkonflikte sollten zwischen unseren Reichen auf längere Sicht nicht auftreten.

    Runde 8: 1602-1627

    Er ließ sich auf seinen Thron fallen, verbarg seinen Kopf in seine Hände und stieß einen tiefen Seufzer aus und schwieg für eine unerträglich lange Zeit. Es gab kaum noch Hoffnung. Er gab dem Boten das Zeichen sich zu entfernen und zerknüllte die Depesche. "Österreich ist vom wahren Glauben abgefallen", lautete die Botschaft. Am Sterbebett seines geliebten Vaters, der seinen Beinamen "Protestantenschlächter" als Auszeichnung empfand, versprach er den unermüdlichen Kämpfer des Katholizismus seinen Kampf fortzusetzen. Er würde es versuchen, aber im Gegensatz zu seinem Vater, der noch auf einen katholischen Sieg hoffen konnte, gab es für ihn keine Hoffnung. Die Häresie im eigenen Land war nicht mit einer Armee von Inquisitoren Herr zu werden und auch bald würde Frankreich abfallen und der Katholizismus auf die europäischen Randbereiche zurückgedrängt werden. Selbst der Papst in Rom war in Gefahr durch das Expansionsstreben der protestantischen Toskana. Er hätte dem protestantischen Spuk ja am liebsten den Gar ausgemacht, aber wie zu seines Vaters Zeiten verfügten Aragons Könige zwar über ein Weltreich aber nicht über ausreichend Männer für einen längeren Krieg. Und die Lösung dieses Problems stand noch aus, obgleich es unzählige Berater beschäftigte.

    Diesen Gedanken nachhängend fand sich der König bald wieder im großen königlichen Kartenraum wieder. Sein Blick wanderte über die Karte und stockte beim Schriftzug "Lothringen". Herzog von Lothringen müsste man sein. Zu seinen Kinderzeiten noch ein kleines Ländchen war es nun mit der Eroberung ehemaliger schweizer Provinzen dabei Aragon in der Landesgröße zu überholen. Genug Gelegenheiten gab es dazu: das einstmals stolze Frankreich war nur noch ein Schatten seiner selbst und auch in Richtung des Reichsgebiets standen dem Herzog alle Wege offen. Es war wohl nur noch eine Frage der Zeit bis auch der lothringische Herzog dem Beispiel des ehemaligen brandenburgischen Kurfürsten folgen und sich ebenfalls zum König des lothringischen Reichs krönen würde.

    Der König von Preußen und ketzerischer Kaiser des Heiligen Römischen Reichs hätte wohl auf Grund der gegenseitigen guten Beziehungen gegen eine Standeserhöhung nichts einzuwenden. Gerade aber die Preußen konnten die Retter der Frankreichs und seines katholischen Königtums sein. Denn auch der preußische Kaiser strebt nach Höheren. Wie man hört wetterte er in Berlin schon über diese "verdammte deutsche Kleinstaaterei und Reinrederei der Kürfürsten". Ihm strebte ein Kaiserreich nach dem Vorbild Roms oder Russlands vor und um es zu erreichen bemüht er sowohl die Diplomatie als auch sein Militär, wie es das Handelskönigreich der Hanse schmerzvoll erfahren hat. Wie die Niederlande und Lothringen als Mitglieder des Reiches reagieren würden, wusste der König von Aragon zwar auch nicht, aber allein die Möglichkeit eines innerprotestantischen Konflikts klang verheißungsvoll.

    Aber nicht nur der Ketzerkaiser wandelte auf den Spuren Roms. Die Republik Toskana träumte einen ähnlichen Traum, nämlich den einer italienischen Republik und des Königs Finger zeigte dabei auf das letzte Hindernis der Ketzer: Rom und der Papst. Nach dem Abfall Österreichs lag es nun schutzlos da und ein trauriges Ende war abzusehen. Der Papst im Exil, ein Glück, dass das sein Vater nicht mehr erleben musste. Aber als letzter Beschützer des Katholizismus war Aragon machtlos. Wie sehr bewunderte er den russischen Zaren. Er konnte handeln und die orthodoxen Christen schützen und er tat es auch wie seine Feldzüge im Balkan zeigten, wo er versuchte der osmanischen Landgier zuvorzukommen. Er erinnterte sich dabei an ein Treffen mit dem Zaren, wo dieser über die äußerst schwierigen und langwierigen Verhandlung mit den Osmanen bei der Teilung Moldaus berichtete. Eine wahre Flut von Depeschen und Missverständnissen. Dagegen sah die protestantische Bilanz gegen die Osmanen ernüchternd aus: Aus Unfähigkeit oder Desinteresse war Venedig nun ein Emirat. Mit geballten Fäusten stellte der König fest: In einem katholischen Europa wäre solch eine Schande nicht passiert!

    Er hörte zwar schon seinen Minister rufen, aber dennoch verweilte er noch vor der Karte, denn tröstlicherweise konnte er feststellen, dass dank der Bemühungen Aragons und seiner Brudernationen Kastillien und Portugals die Völker der Neuen Welt durch fleißige Missionare zu braven Katholiken erzogen wurden. Und überhaupt: Im Kolonisieren konnten ihnen die Protestanten wie etwa Schweden und die Niederlande mit ihren winzigen Kolonien in Nordamerika nichts vormachen. Und speziell was die Niederlande anging konnte er mit Stolz feststellen, dass es Aragons Flotte immernoch mit den Niederlanden aufnehmen konnte und als der König schließlich dem Drängen seines Ministers nachgab fiel sein letzter Blick auf die Goldküste, die immernoch mit der roten Farbe Aragons gefärbt war und die ernste Miene des Königs verwandelte sich in ein Lächeln.


    Runde 9: 1627-1638

    Wir schreiben das Jahr 1638. In Rom läuten die Glocken. Der erste Sieg des Katholizismus seit beinahe hundert Jahren. Die Bretagne ist in den Schoß der heiligen römischen Kirche zurückgekehrt. Ein letztes Aufbäumen oder die Konsolidierung des Katholizismus im Südeuropa? Wenn es nach den Willen Aragons, den jetztigen Herrschern der Bretagne, geht, dann ist das der Anfang des Endes der Reformation in Südeuropa. Nie mehr werden bretonische Missionare die Bevölkerung Aragons gegen König und den Papst aufhetzen und Unruhe schüren.

    Doch die Annektion der Bretagne war für Aragon nur ein erster Schritt, das nächste Ziel ist der einstmals treue Bündnispartner - das untergehende Frankreich. Der laufende Krieg gegen Frankreich, ist allerdings aus der Sicht Aragons kein Krieg, sondern eine Maßnahme zum Schutz der französischen Katholiken vor den Expansionsbestrebungen und Missionaren der protestantischen Mächte Niederlande und Lothringens. Verbündet ist Aragon wieder einmal ausgerechnet mit dem protestantischen Schweden, dass sich auf diese Weise die französischen Kolonien in Kanada sichern möchte, nachdem es offiziell nach dem letzten Krieg sämtlichen weiteren europäischen Ambitionen abgeschworen hatte.

    Welche politischen und territorialen Entscheidungen Schweden und Aragon bei ihren Friedensverhandlungen treffen mögen, Streit scheint vorprogammiert, denn Frankreich war auf den Papier schon zwischen den Niederlanden und Lothringen aufgeteilt: die Niederlande sollten Nordfrankreich einschließlich Paris samt Kolonien erhalten, während Lothringen Südfrankreich als seinen zukünftigen Machtbereich ansah. Frankreich könnte zum Schlachtfeld werden, vielleicht auch schon in dem sich anbahnenden aragonisch-niederländischen Handelskonflikt in Indien.

    Ein weiterer untergehender Staat ist das altehrwürdige Portugal, die Nation, die überhaupt erst die Kunde von einer neuen Welt mit nach Europa brachte. Jahrhundertelang lebten die drei iberischen Völker friedlich beisammen, dennoch wurden die portugiesischen Kolonien besonders von Kastillien als Bedrohung empfunden. Ein guter Vorwand, um als Kompensation für die verlorenen Gebiete in Afrika, auch das portugiesische Mutterland zu besetzen. Wie erfolgreich Kastillien dabei sein wird, steht allerdings noch in den Sternen. Drohen wie in Afrika Aufstände?

    Aber auch die Rebellionen in der Toskana bieten genug Lehrmaterial. Die Toskana darf sich nämlich einstweilen von ihrem politischen Ziel einer geeinten Republik Italien verabschieden. Anscheinend können viele Italiener einer italienischen Republik unter Toskanas Führung nichts abgewinnen. Ganze Regionen befinden sich im Aufstand, besonders in der schwer zugänglichen Bergregionen der Apeninnen. Bisher konnte ein kompletter Zusammenbruch nur durch das eingreifen der Niederlande und Lothringens verhindert werden. Aber eine dauerhafte Lösung scheint die militärische Option nicht zu sein. Welche Zugeständnisse macht die Toskana?

    Erfolgreicher als die Toskana hat es Russland in den vergangenen Jahren geschafft, sein großes Reich weiter zu vergrößern. Die ehemalige Exklave Galizien ist nun mit Russland über eine Landbrücke verbunden, das Königreich Kroatien wurde annektiert und auch in Kriegen gegen Österreich konnten die Russen sich durchsetzen. Wann ist Russland gesättigt? Ist eine der Fragen in Europa unserer Zeit: Spötter behaupten erst beim Anblick des Atlantiks. Wird die Expansion möglicherweise gestoppt? Dabei könnte Preußen, dass in den vergangenen Jahren sich der Reste des Königreichs Polen bemächtigte, eine Rolle spielen. Laut unbestätigten Gerüchten soll es sogar schon zu Scharmützeln gekommen sein. Können die gut ausgebildeten Preußen der großen Landmacht Rußland etwas entgegensetzen?

    Wie werden sich dabei die Osmanen verhalten? Bisher sind sie einer Konfrontation mit Russland aus dem Weg gegangen und haben sich mit der Einnahme Ägyptens und Expansionen in Afrika bemüht. Aber es wäre falsch, dem Sultan den Appetit am Balkan oder am Kaukasus abzusprechen. Bei einem Krieg gegen Preußen würde sich eine einmalige Gelegenheit bieten, das starke Russland in einen Zweifrontenkrieg zu verwickeln. Nutzt der Sultan seine Chance?


    Runde 10 und 11: 1638 - 1662

    Als aufgebrachte aragonische Kolonisten der Goldküste den niederländischen Gouverneur von Wydah aus den Fenster stürzten, konnten sie nicht ahnen, dass sie damit den Grundstein für einen fünfzehn Jahre währenden großen Konflikt in Europa legten. Fünfzehnjahre Blutvergießen um welche Ziele zu erreichen? Diese Frage konnte am Ende des Konflikts, im Jahre 1653 niemand mehr richtig beantworten, aber wie bereits im letzten großen Krieg, blieb die Goldküste am Ende doch wieder bei Aragon und Preußen musste wieder Zugeständnisse an Russland machen, das sich damit wieder zu den Gewinnern des Kriegs zählen kann.

    Aragon kann für sich dabei den traurigen Rekord in Anspruch nehmen, seit beinahe 30 Jahren ununterbrochen in Kriege verwickelt zu sein, ebenso wie Schweden, dass allerdings eine kurze Friedensperiode hatte. Dieses kleine Intermezzo begann für Schweden nachdem es seinen Teil im Bündnis mit Aragon erfüllt hatte und mit Provinzen und Kolonien belohnt wurde. Kurze Zeit später folgte allerdings die Kriegserklärung der Niederlande an Aragon, das immer noch in den Konflikt mit Frankreich gebunden war. Offiziell ging es um das Massaker an der Goldküste, doch in Wahrheit um viel mehr, nämlich den Einfluss in Frankreich und Indien. Mit an der Seite der Niederländer kämpften ihre treuen Bündnispartner Lothringen und Preußen und auch die sich von den Aufständen erholte Toskana.

    Der Krieg begann zunächst als reiner Seekrieg, an Land gab es dagegen nur wenige Scharmützel und die Kriegsbeteiligung der Landmächte bestand nur auf dem Papier. Der schwedische König wäre am liebsten sofort Aragon zu Hilfe geeilt, aber der schwedische Adel, womöglich durch niederländisches Gold korrumpiert, rebellierte gegen großangelegte maritime Aktionen. Trotz allem wollte Schwedens König ein Zeichen setzen und ließ stattdessen mit Bewilligung der Stände seine Landstreitmacht zum Krieg gegen die Hanse antreten. Die alte Abmachung mit Preußen wurde damit aufgekündigt.

    Als Kaiser schien dem Preußenherrscher zunächst das Schicksal der Hanse nicht sonderlich zu interessieren. Lediglich die Reichstruppen aus Frankfurt und Sachsen griffen aktiv in den Konflikt um Holstein ein und erzielten auch einige Anfangserfolge. Zeitgleich entschloss sich auch die Niederlande ihren Kaufmannskollegen der Hanse mit ihrer Flotte zu unterstützen machten dabei Jagd auf die Transportflotte, sowie die überalterten Galeeren Schwedens. Möglich wurde dies durch die Vernichtung der Flotte Aragons im fernen Indien, wodurch ein Teil der niederländischen Flotte nach hause beordert werden konnte.

    Auf See war somit der niederländisch-aragonische Handelskrieg entschieden und auch an Land drohte nun auch Aragon Gefahr. Allerdings wurde diese Gefahr durch das berühmt berüchtigte diplomatische Geschick Aragons gebannt. In Windes Eile reisten die Diplomaten durch Europa und konnten eine Koalition aus Russland, dem Litauen versprochen wurde, Schweden, Kastillien und für alle überraschend, der Toskana schmieden. Der unerwartet Seitenwechsel der Toskana, der besonders von den Niederlanden als Verrat angesehen wurde, wurde von Aragon mit dem Abtreten von Sizilien erkauft. Damit waren erstmals seit 60 Jahren wieder alle großen europäischen Mächte wieder gegeneinander im Krieg.

    Schweden zog beim Kriegseintritt Russlands sofort alle Truppen aus Holstein ab und überließ seine dänischen Besitzungen den feindlichen Reichsarmeen, um zusammen mit Russland und der Toskana einen entscheidenden Schlag zu versetzen, während gleichzeitig im Westen die iberischen Armeen sich der Alpenregionen Lothringens bemächtigten. Zur allgemeinen Überraschung konnten die schwedischen und russischen Truppen die preußische Armee schlagen und dabei das niederländische Hilfskontingent vernichten. Dennoch brachte dieser Sieg nicht die Entscheidung, denn die Vernichtung der preußischen Armee gelang dagegen nicht. Was folgte waren weitere blutige ergebnislose Schlachten in Ost und West und eine weitere Eskalation des Krieges. Ohne das eine Seite einen nennenswerten Vorteil erlangen konnte, verselbständigte sich der Krieg. Unklar ist das Verhalten des Osmanischen Reichs zu dieser Zeit. So befahl wohl der Sultan den Angriff auf die Toskana. Aber der Befehl erreichte wohl niemals seine Truppen.

    Es ist nur der Weitsicht des kastillischen Königs zu verdanken, dass diesem Wahnsinn Einhalt geboten wurde. Immer und immerwieder versuchte er durch seine Diplomaten eine friedliche Lösung des Konflikts herbeizuführen und musste dabei besonders harte Schmähungen aus Schweden ertragen. Dennoch hielt er hartnäckig an seinem Ziel fest und konnte zunächst unverbindliche Verhandlungen erreichen, die dann in Friedensverhandlungen mündeten. Bei den Verhandlungen zeigte sich dann abermals wie sehr verselbständigt dieser Krieg sich bereits hatte. Klare Kriegsziele konnte keine Nation benennen und dementsprechend dauerte es, bis die Verhandlungen mit den bereits erwähnten Ergebnis beendet wurden und der Krieg für die meisten Nationen endete.

    Für die meisten deshalb, weil Schweden, die Niederlande und Lothringen noch immer im Hansekrieg involviert sind und bei diesem Konflikt nach wie vor kein Ende abzusehen ist. Zurückzuführen ist dies auf zwei Vorfälle am Ende der Friedensverhandlungen: Die Nachricht vom Friedensschluss erreichte die Armee Preußens zu spät und so griff sie die im Rückzug befindlichen schwedischen Truppen an und vernichtete sie. Etwas ähnliches ereignete sich kurze Zeit später noch im Skagerak, als niederländische Schiffe, schwedische Handelsschiffe versenkten. Offiziell wurden beide Ereignisse von Preußen und den Niederlanden als Missverständnisse ausgegeben, doch der König von Schweden sieht darin nichts anderes als plumbe feige Überfälle. Obwohl militärisch sinnlos ist Schweden fest entschlossen diesen Krieg zumindest gegen die Niederlande und Lothringen weiterzuführen, denn, so ließ der schwedische König verlautbaren, vor einem ehrlosen Pöbelstaat wie den Niederlanden würde er nicht um Frieden bitten - das sei eine Frage des Stolzes. So mag den der große Krieg beendet sein, aber die Waffen schweigen noch lange nicht, denn Lothringen und die Niederlande sind so wie man hört wieder in Frankreich eingefallen. Wann wird sich der Pulverdampf in Europa wieder lichten?

    Der Bericht endet hier mit Runde 10. Runde 11 war nur 9 Jahre lang, sodass wir hier keinen eigenen Bericht verfasst haben.
    Im Großen und Ganzen wurde in der Zeit der noch (unnötigerweise) andauernde Krieg zwischen Schweden vs. Lothringen/Niederlande/Preußen mit Reparationen für Schweden beendet.
    Aus Preußen wurde Deutschland und aus der Toskana ging ein geeintes Italien hervor.


    Runde 12: 1662 - 1679

    Hier mal ein paar Infos zum Stand:
    Statistiken

    Bilder:
    Die Welt 1679


    Europa
    Man beachte England.

    Vorweg zur Entwicklung der Runde, sei gesagt, dass sich für Deutschland im Grunde nichts getan hat. AI gesteuert, blieb Deutschland (bis auf einen kleinen Zwischenfall.. )ruhig und kümmerte sich um intere Angelegenheiten. Etwas konvertiert usw.


    Das vor noch nicht ganz so langer Zeit gegründete Italien dagegen fühlte sich berufen, sein Brüder in Venedig endlich ins Reich zu holen.
    Nach zähen Verhandlungen mit dem osmanischen Oberherren, war dieser bereit Venedig in die Unabhängigkeit zu entlassen. Knapp 40 Tausend Patrioten standen bereit um Venedig sodann in italienische Nation heimzuholen.
    Eine Einmischung von Seiten Österreich führte dabei zu dem Gewinn von Kärnten für Italien.

    Das etwas eingeklemmte Italien sich aber keineswegs saturiert sah und die venezianische Episode lediglich kleinere Kräfte in Anspruch nah, wurde gleichzeitig ein Bestrafungskrieg gegen das nordafrikanische Reich Tlemcen begonnen.
    Diese haben mit ihrem unverantwortlichem Handeln am Safi Handelsplatz einen Handelskonflikt provoziert!
    Wenn böse Zungen behaupten, dass die italienischen Händler nur in Safi waren um eben diesen Konflikt zu provozieren, dann sind dass nur böswillige Gerüchte....

    Aufgrund einiger Geheimabsprachen und einem neu geschlossenen Bündnis mit Schweden, wurde ein Flottenbauprogramm begonnen und zügig während der laufenden Kriege umgesetzt.

    Da sich wegen der örtlichen Begebenheiten der afrikanische Krieg länger als erhofft, hinzog wurde "nebenher" noch Frankreich angegriffen um die dortigen ausstehenden Ansprüche mit Nachdruck vortragen zu können.
    Die Reste der einst glorreichen französischen Streitkräfte wurden schnell vernichtet. Dabei wurde erstaunt festgestellt, dass plötzlich aragonesische Horden die Grenze zu Frankreich überschritten.
    Dort herrschte wohl scheinbar die Angst, dass italienische Eroberungen den Plänen des Monarchen in Valencia zuwider laufen könnten.
    Allerdings war und ist die italienische Ambition in Frankreich lediglich auf die französischen Besitzungen am Mittelmeer und des Genua Handelszentrums gerichtet.

    Nachdem das Mittelmeer endgültig von jeglicher französischer Präsenz befreit wurde und auch endlich der afrikanische Krieg mit dem Gewinn eines Streifens an der Küste zu Ende ging, konnte endlich die Hauptunternehmung in Angriff genommen werden.

    Zwanzig Kriegsschiffe liefen von Rom ausgehend in Richtung Skagerrak, um sich mit der dortigen schwedischen Flotte zu vereinigen.
    Nach der Ankunft der Schiffe erfolgte die Kriegserklärung durch Schweden an die Häretiker in Großbritannien.
    Neben Italien und Schweden wurde auch noch Lothringen als Bündnispartner in den Krieg geholt.

    Auch dieser Krieg, verlief praktisch wie er vorher genau geplant wurde.
    Gleich kurz nach dem Beginn, konnte eine britische Flotte vor Küste gestellt werden, die versuchte Truppen aus den Kolonien heim zu holen. Schiffe und zehntausend Truppen gingen für Großbritannien verloren.
    Weitere vierzehntausend Truppen konnten durch die Blockade der irischen See auf Irland eingeschlossen werden.
    Während sich Schweden erstmal um den britischen Bündnispartner Hanse kümmerte, landeten 30 tausend italienische Truppen auf der Insel und vernichtete alle dort noch befindlichen Truppen in England, Wales und Cornwall. Nachdem nun auch die lothringischen Streitkräfte landeten, begannen sich die Truppen aufzuteilen und vom Süden her die gesamte britische Insel zu belagern.
    Neu aufgestellte Armeen der Briten wurden von italienischen und lothringischen Kräften gemeinsam zerschlagen. Letztlich auch die Truppen auf Irland und auch dort erfolgte die totale Besetzung.
    Irland schied so auch aus dem Krieg aus, wobei der weise schwedische König darauf bestand, dass Besitzungen an Italien und Lothringen abgetreten wurden.

    Nachdem die Hanse besiegt und gegen Geldzahlungen aus dem Krieg gedrängt wurde, waren zwischenzeitlich auch schwedische Truppen auf der britischen Insel gelandet.
    Nach Absprache mit seinen Bündnispartnern zog sich Italien gegen die Übereignung von Wales aus dem Krieg zurück.

    Neben dieser Kriege kam es aufgrund von Absprachen auch zu Umschichtungen der italienischen Handelsbestrebungen. Auch um den Sultan in Konstantinopel von den friedlichen Absichten Italiens zu überzeugen wurden dortige Schiffe abgezogen.

    Gleichzeitig wurde mit Sorge in Rom zur Kenntnis genommen, dass es zu einem Bündnis zwischen muslimischen Osmanischem Reich und dem Verteidiger des katholischen Glaubens Aragon kam.
    Eventuell wird es hier nötig sein in Zukunft mehr Diplomaten auszusenden um die beiden Reiche von den guten Absichten Italiens zu überzeugen.

    Negativ aufgefallen ist auch die ständigen Einmischungen der Niederländer in interne Angelegenheiten.
    Von Irland, über Mitteleuropa und Afrika bis ins ferne Asien kann man keinen Aufständischen erschlagen, ohne niederländische Dukaten in seinen Taschen zu finden.


    Gespannte Sorge bereitet auch die europäische Gesamtsituation.
    Nachdem von Frankreich und Österreich nur noch winzige Reste vorhanden sind, hat keine der Großmächte auf dem europäischen Festland Ausbreitungsmöglichkeiten. Insbesondere richten sich dabei die Blicke auf Deutschland und wie es wohl mit dieser Situation umzugehen gedenkt.
    Italienische Diplomaten möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die reichen niederländischen Provinzen am Atlantik um diese Zeit des Jahres äußerst schön sind und sicher einen Besuch lohnen.


    Runde 13: 1679 - 1702
    (aufgrund von Zeitmangel, entfallen momentan die AARs zum Teil. Beim nächsten Mal vielleicht wieder :))

    Schweden ist katholisch!
    Und Aragon hat die Führung bei den Einnahmen übernommen.

    Ansonsten gab es generell nicht viele Veränderungen. England wurde weiter zerteilt und nun ist neben Italien, Schweden und Lothringen noch die Niederlande und Deutschland nach England gekommen.

    Das Spiel neigt sich dem Ende zu und ein letzter großer Krieg bahnt sich an.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. April 2015
  2. Elysia

    Elysia
    Registriert seit:
    24. Mai 2013
    Beiträge:
    1.170
    Wir sollten vielleicht nicht nur Frankreich sondern auch England, Kastilien oder Österreich verbieten. Außer vielleicht noch für Anfänger, gibt es zu diesen Nationen ja immer Alternativen.

    Meine Länderwahl:

    1. Dänemark

    2. Moskau

    3. Mailand

    4. Portugal

    5. Brandenburg
     
  3. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Ich hab zumindest bis Anfang Februar nur Freitag-Sonntag Zeit.
    Mir wäre bspw. Samstag 20:00 - 22:00 Uhr am liebsten. Zwei Stunden wären m.M.n. angemessen, um ein wenig voranzukommen, aber jedem die Möglichkeit zu geben, das einzuschieben.

    Nationen:

    1. Aragon
    2. Venedig
    3. Burgund
    4. Die Pfalz
    5. Byzanz

    Ich wär an TS interessiert. Lucky Nations...hm weiß ich noch nicht.

    Ich würde die ganz großen Nationen wie Frankreich, England, Castille nicht grundsätzlich ausschließen. Für Anfänger wären sie ok oder wenn in dem Gebiet genügend andere Spieler sitzen um das auszugleichen. Also bspw. wenn jemand Aragron und jemand Portugal wählt, dann kann auch jemand Castille nehmen.

    Edit: Ahja, ich hab Art of War zwar noch nicht gespielt, denke aber, dass wir das Addon durchaus einfach mitnehmen können. Eventuell machen wir in der ersten Sitzung einfach aus, dass es keine PvP-Kämpfe geben darf, damit sich jeder einfinden kann.

    :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  4. Fipse

    Fipse
    Registriert seit:
    17. Mai 2007
    Beiträge:
    32.289
    1. Brandenburg

    2. Schweden

    3. Schottland

    4. Hanse

    5. Irgend ein land was Persien gründen kann :ugly:
     
  5. Ihr solltet vielleicht immer etwas länger als zwei Stunden spielen. Bis ihr alle im Spiel seid, dauert es ja eventuell noch einige Zeit.

    Ich wünsche viel Spaß. :winke:
     
  6. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Danke und ja das wär sicherlich sinnvoll, dass man sagt, jeder sollte 15-30min eher da sein. :)
    Hast du keine Lust mitzumachen endmaster?
     
  7. Elysia

    Elysia
    Registriert seit:
    24. Mai 2013
    Beiträge:
    1.170
    Samstag 20:00 - 22:00 Uhr (vielleicht noch früher 19.00 Uhr?, da es recht lange dauern kann bis alle zusammenkommen) klingt gut. Unter der Woche ist immer schlecht, weil man dann am nächsten Tag fertig ist...

    Lucky Nations lieber ausschalten.
     
  8. Nordeiche

    Nordeiche
    Registriert seit:
    14. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.162
    Ort:
    Hamburg
    Moinsen,

    meine Favs:

    1. Brandenburg

    2. Hanse

    3. Pfalz

    4. Bremen oder Braunschweig

    5. Brittany
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  9. JuliusCaesar

    JuliusCaesar
    Registriert seit:
    2. November 2014
    Beiträge:
    37
    Ich sehe keinen Sinn darin Nationen zu verbieten, weil es dann schwierig ist die Linie zu ziehen (also was zu groß ist und was nicht).
    Weil Castille zu verbieten und dann Moskau zu nehmen ist jetzt eigentlich -um ehrlich zu sein- bisschen widersprüchlich ;)

    Lediglich Frankreich sollte wirklich frei bleiben haha :)

    1. Österreich
    2. Schweden
    3. Byzanz
    4. Venedig
    5. Polen
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  10. Ne, ich mag es nicht so, Termine zum Zocken zu haben. Aber ich werde hier ein wenig mitlesen. Ich mag diese Gruppendynamik.
    Vielleicht schreibt ja jemand auch einen AAR?
     
  11. electric Ein M-A-S-S-I-V

    electric
    Registriert seit:
    25. Februar 2006
    Beiträge:
    34.090
    Ort:
    Mystery Babylon
    Den Versuch gab es schonmal für Teil 3 und ich denke, jeder kann sich denken, was daraus geworden ist. :ugly:
     
  12. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Gute Idee. Ich weiß nur nicht, ob ich dazu Zeit finde. Hat jemand Lust dazu?

    Es gibt aber mittlerweile einen richtigen Observermodus. Du könntest, wenn du grad mal Lust hast, vorbeischaun und selbst einen schreiben oder streamen (wobei das Streamen natürlich niemanden interessieren würde^^). :D


    Was meinst du electric? Das ganze MP-Game an sich oder das AAR?
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  13. Basil F. Hotelbesitzer

    Basil F.
    Registriert seit:
    9. August 2004
    Beiträge:
    3.574
    Ort:
    Torquay
    Samstags könnte bei mir klappen, würde aber auch eher 19-21Uhr als Termin sagen mit einer Vorlaufzeit von ca. 20-30 Minuten. Wäre auch dafür Lucky Nations auszustellen. Wie siehts mit der Neuen Welt aus? Standard oder zufällig generiert?

    Brandenburg scheint der Favorit zu sein, hätte ich mir denken können, mist. :ugly: Hier meine Liste

    1. Schweden
    2. Böhmen
    3. Deutscher Orden
    4. Ungarn
    5. Nowgorod

    Ich hoffe mal ihr seid alle jetzt nicht so die absoluten EUIV-Götter. Allzustark blamieren wollte ich mich jetzt nicht :ugly:

    Edit: Ich für meinen Teil würde es auch begrüßen, wenn Act of War dabei wäre., so stark wird das spiel dadurch nicht unbedingt verändert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  14. JuliusCaesar

    JuliusCaesar
    Registriert seit:
    2. November 2014
    Beiträge:
    37
    Die Uhrzeit würde, denke ich, ganz gut klappen ja.
    Neue Welt zufällig zu machen fände ich einfach geiler, ist gerade bei MP sonst halt oft so, dass sonst gewisse Provinzen wie Ivory Coast, Cape, Rio usw einfach sofort weg sind
     
  15. Elysia

    Elysia
    Registriert seit:
    24. Mai 2013
    Beiträge:
    1.170
    Multiplayer mit zufällig generierter Neuer Welt funktioniert leider nicht, weil die Ladezeiten dann sehr lange dauern.
     
  16. Nobody606 Ist ein Niemand

    Nobody606
    Registriert seit:
    27. April 2011
    Beiträge:
    47.458
    Uhrzeit ist mir recht wumpe. Hauptsache Samstags. :yes:

    Lucky Nations würde ich aus stellen, denn ich hasse es so abgrundtief im Ironman. Da brauche ich es nicht auch noch im MP. :ugly:

    Zur neuen Welt hat Elysia schon alles gesagt. Das ist wirklich absurd viel Zeit, die da draufgehen würde.

    Nationen verbieten... Da ist die Grenze wirklich schwer zu ziehen. Im Grunde ist Frankreich auf 1 und England danach auf 2, seit Antwerpen entschärft worden ist. Danach kommt Österreich auf 3. Das sind eigentlich die "Big Ones", wenn man vom aktuellen Stand ausgeht. Wobei Frankreich halt nochmal einen Zacken "bigger" ist. Entweder, wir verbieten dann nur Frankreich und Ottomanen (Frankreich des Ostens) oder auch die 2. Riege (England, Österreich, Burgund etc.). Dementsprechend müsste man aus strategischer Sicht aber auch Moskau und Polen verbieten, da dies die stärksten Fraktionen im Osten sind.

    Am sinnvollsten wäre es , eine Grenze bei der Basetax zu ziehen, da sich der Rest aus eben dieser errechnet, wenn man es schon möchte. Bis dahin halte ich mich mit Nationen zurück. Notfalls gehe ich ganz weit von euch weg! :D
     
  17. JuliusCaesar

    JuliusCaesar
    Registriert seit:
    2. November 2014
    Beiträge:
    37
    Ok schade, ich habs zwar mal gespielt, halt nur zu zweit ;)

    Nochmal zu den Nationen: Ich denke, dass alles bis auf Frankreich in Ordnung geht, sonst verzettelt sich das schnell, und man hat 6 Leute allein für Nationen im HLR, was jetzt eher langweilig und kompliziert werden würde mMn.

    Edit, @Nobody: Ja genau das meinte ich, denn wenn man England verbietet, sollte man auf jeden Fall neben Osmanen, Österreich, und Castile auch Polen(aufgrund der Pu mit Litauen), Moskau, Burgund verbieten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  18. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Ich hab eh die alte Welt recht gern ;)

    Ich wär dafür, dass jeder sich selbst ein bisschen einschätzen sollte und daraufhin die Nationen wählt. Wer halt wenig Erfahrung hat kann auch mal Frankreich nehmen. Dann müssen eben die anderen Spieler zusehen, dass sie Bündnisse schmieden.
    Außerdem geht es ja nicht direkt darum zu gewinnen. Dafür ist EU einfach das falsche Spiel. Es sollte nur nicht ein EU4-Gott mit Frankreich alles plattwalzen. ;)
     
  19. JuliusCaesar

    JuliusCaesar
    Registriert seit:
    2. November 2014
    Beiträge:
    37
    Stimmt genau :) Außerdem ist selbst Frankreich schwer zu spielen, wenn zb England, Burgund und Castile von Spielern gesteuert werden.
     
  20. Elysia

    Elysia
    Registriert seit:
    24. Mai 2013
    Beiträge:
    1.170
    Spielen wir auf normal oder schwer? (Ki)
     
  21. Sun Liao

    Sun Liao
    Registriert seit:
    30. November 2005
    Beiträge:
    3.069
    Leidet die Performance stark im Multiplayer? Sitze hier nur auf DSL 2k und nem Q6600, und die Sache mit den ewigen Ladezeiten bei ner zufälligen neuen Welt hört sich beispielsweise nicht so sauber programmiert an..., kann da wer was zu sagen?
     
  22. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Ich spiel eigentlich nur im Ironman-Modus und da ist es auf Normal. Hätt ich jetzt mal so gelassen, ich weiß aber nicht wie sichs auswirkt mit schwer. Meistens ist es aber halt leider nur ein Raufsetzen der Werte (ist bei EU4 nciht so, wie man weiter unten lesen kann :)) für die KI, was schnell frustrierend werden kann, insbesondere als kleinere Nation.

    Was meint ihr? Jemand Erfahrung mit "Schwer"?
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  23. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Also die großen und gut organisierten Games im offiziellen Forum spielen mit ca 30-32 Mann. So schlimm kanns also nicht sein, denk ich mir :)
     
  24. JuliusCaesar

    JuliusCaesar
    Registriert seit:
    2. November 2014
    Beiträge:
    37
    Ja, spiele eig meistens auf Schwer, ob Ironman oder mit Mods, und es ist halt nunja - schwerer :p
    Die KI schließt sich auf jeden Fall viel schneller in Bündnissen gegen einen zusammen, außerdem nützen sie Fehler oder eigene Revolten mit erfolgenden Angriffen viel besser aus, sind auch taktisch besser und lassen sich nicht stumpfsinnig überrumpeln, aber ich glaub, dass ist ja nur bei "leicht" der Fall, oder?
     
  25. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Vielleicht irre ich mich, aber der Schwierigkeitsgrad im Ironman ist locked. Sonst wär's ja auch sinnlos mit den Achievements, wenn jeder seine eigene einstellen könnte.
    Von daher geh ich halt immer vom Ironman als dem gewollten Schwierigkeitsgrad aus.


    Edit: Hab schnell nachgeschaut:
    Normal: KI spielt mit voller Stärke und macht keinen Unterschied zwischen Mensch oder KI
    Schwer: Spielt mit voller Stärke, aber verhält sich Spielern gegenüber aggressiver.

    Dann bin ich trotzdem fast für normal, weil sonst eben kleine Nationen es vermutlich ein bisschen schwer haben werden. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2015
  26. Nordeiche

    Nordeiche
    Registriert seit:
    14. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.162
    Ort:
    Hamburg
    Samstag und Sonntag sind gut.

    Ja, ich denke auf normal ist doch ein guter Start? Spiele ebenfalls nur Ironman. :fs:
     
  27. Elysia

    Elysia
    Registriert seit:
    24. Mai 2013
    Beiträge:
    1.170
    Man muss nur darauf aufpassen das alle halbwegs synchron sind. Wenn einer ein paar Monate hinterherhinkt, ist das suboptimal...

    Das die Ki cheatet stimmt einfach nicht, wie die Entwickler schon mehrmals sagten. Auf schwer ist die Ki halt wirklich intelligenter was Truppenbewegungen und Diplomatie angeht. Anstrengend ist nur, dass die Ki alles weiß und das kann manchmal schon sehr knifflig sein...:fs:
    .
     
  28. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Hast Recht ja. Habs oben in meinem letzten Post noch editiert, was den Unterscheid zwischen Normal und Schwer angeht. :)
     
  29. Laut dem Tooltip des Spiels, spielt die KI ab "normal" mit voller Spielstärke und behandelt alle gleich. Bei "schwer" verhält sie sich gegenüber dem Spieler aggressiver, als gegenüber den anderen KI-Nationen.
     
  30. JuliusCaesar

    JuliusCaesar
    Registriert seit:
    2. November 2014
    Beiträge:
    37
    Meiner Erfahrung nach ist es auf normal schon lustiger, aber demnach auch-gerade mit größeren Ländern- recht einfach, während es auf Schwer eindeutig realistischer ist ;)
     
  31. Elysia

    Elysia
    Registriert seit:
    24. Mai 2013
    Beiträge:
    1.170
    Ja, aggressiver trifft es gut. Die Ki hält dann mehr gegen den Spieler zusammen...Auf normal ist es halt leichter für alle, was Spielern in Asien z.b schon zugutekommt, aber dafür für andere zu leicht wird. Mir ist das lax.
     
  32. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Ok dann nochmal einige vorläufige Regeln und Optionen zusammengefasst (jederzeit noch änderbar):

    - KI normal
    - Historische Neue Welt
    - Einschließlich Addon Art of War
    - Frankreich wird nicht gewählt. Alles andere geht; je nach Skill des Spielers
    - Zeit: Samstag (Start vermutlich 10.01.15) 19:00 bis 21:30 (da ist der Vorlauf, bis alle da sind, dann mit dabei. Alle einverstanden?)
    - Lucky Nations aus
    - TS falls jemand einen Server stellen kann

    - Erste Stunde ohne PvP zum einarbeiten für alle die Art of War noch nicht gespielt haben?


    => Rest siehe Einleitungspost.


    Ich würde sagen die Einteilung der Nationen machen wir dann erst Donnerstag oder Freitag (wenn wir denn schon diesen Samstag anfangen), vielleicht meldet sich ja noch der ein oder andere. :)
     
  33. Comerz

    Comerz
    Registriert seit:
    30. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.765
    spiele jeden sontag in einer runde (8 leute) ein paar stunden. machen das jetzt schon knapp 3 monate und sind erst am anfang der zweiten runde. würde hier auch noch echt gern mitmachen aber weiß nicht ob ich das zeitlich schaffe.
    ich droppe mal ein paar erfahrungen.

    - sobald ein mac spieler dabei ist gibt es regelmäßig desync, wir haben nicht herausgefunden warum, aber er musste unsere runde verlassen.
    - wir haben keine ländersperre festgelegt, jeder soll spielen was er will. EUIV ist nunmal nicht fair.
    - keine zufällig-neue welt.
    - an bündnisse sollte sich gehalten werden
     
  34. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903

    Die Mehrheit will kein Frankreich, dann lassen wir das eben raus. Außerdem hat bisher niemand Frankreich spielen wollen. Ist wohl zu langweilig ;)

    Du kannst es ja auf jeden Fall mal versuchen. Wenn du doch keine Zeit hast, wird deine Nation eben wieder durch die KI übernommen. Wäre auf jeden Fall schön, wenn du's versuchst. :)
     
  35. Fipse

    Fipse
    Registriert seit:
    17. Mai 2007
    Beiträge:
    32.289
    Ich hoffe mal es wählt niemand Pommern oder Deutschen Orden...mein Brandenburg wird sehr aggressiv sein :madcat:
     
  36. electric Ein M-A-S-S-I-V

    electric
    Registriert seit:
    25. Februar 2006
    Beiträge:
    34.090
    Ort:
    Mystery Babylon
    Also sollte es was werden, würde ich je nach Datum und Zeit auch zur Verfügung stehen. Mit welchen Add-ons wollt ihr spielen? Ich besitzen nur ein einziges.
     
  37. Nimlod

    Nimlod
    Registriert seit:
    11. Juni 2012
    Beiträge:
    1.903
    Steht alles etwas weiter oben. Jemand meinte, dass alle die Addons benutzen können, die der Host hat. :)


    Edit: und sucht euch noch ein paar Nationen aus, wenn ihr mitmachen wollt
     
  38. Fipse

    Fipse
    Registriert seit:
    17. Mai 2007
    Beiträge:
    32.289
    Also wenn dann nur mit allen Addons. Ohne macht das Spiel wirklich keinen Sinn :ugly:
     
  39. Nordeiche

    Nordeiche
    Registriert seit:
    14. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.162
    Ort:
    Hamburg
    Falls Polen dich lässt. :D
     
  40. Basil F. Hotelbesitzer

    Basil F.
    Registriert seit:
    9. August 2004
    Beiträge:
    3.574
    Ort:
    Torquay
    Oder Schweden :madcat:
     
Top