Origins - Das Dark Souls von Assassin's Creed?

Von Reddok · 15. November 2017 · Aktualisiert am 27. November 2017 ·
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    Auf Wunsch eines einzelnen Herren (Oh das wollte ich schon immer sagen/schreiben! Das gleiche gilt für den Titel.), befasse ich mich diesmal mit Assassin's Creed: Origins, oder wie ich es nenne: Small Gift Boat. Zur Zeit habe ich es ca 40 Stunden auf schwer gespielt und damit die Hauptstory sowie rund 70-80% des Spiels abgeschlossen. Eigentlich wollte ich mir mehr Zeit lassen und alle Quests in der richtigen Reihenfolge absolvieren, aber die Prüfung des Anubis ist mir dazwischengegrätscht. Diese ist (ähnlich wie die zeitlich begrenzten Hitman-Ziele) nur eine Weile verfügbar. Ich habe sie inzwischen abgeschlossen, sowie die Hauptstory, Eliminierungen sämtlicher Phylakitei und außerdem habe ich alle geheimen Nachrichten gefunden. Ich möchte Definitiv noch die restlichen Nebenquests abschließen, die vier Kriegselefanten töten und die Arenen von Krokodilopolis und Kyrene meistern. Was relativ ungewöhnlich ist, meist möchte ich nur die Hauptstory abschließen. Diese fängt recht schwach an (und bleibt es auch, wenn man es mit Story-Schwergewichten vergleicht), aber insgesamt fand ich sie recht gelungen. Selbst die moderne Geschichte, aber dazu komme ich später. Am Anfang gibt es viele Zeitsprünge (soweit ich mich erinnere, in 3 verschiedene Zeiten), was dem Ganzen nicht sonderlich gut tut. Das Ereignis am Anfang (... der eigentlichen Geschichte, was aber erst etwas später erzählt wird), ist zwar etwas übertrieben - aber finde ich dennoch glaubwürdiger als jede Uncharted-Actioneinlage. (Natürlich zähle ich die ganzen Edensplitter-Dinge nicht dazu.) Was ich aber an der Story am collsten (Mischung aus Cool und Toll) fand, waren kleine Dinge am Ende, zum Beispiel wie das Zeichen der Assassinen entstanden ist (symbolisch gesehen), die Anfänge des Social-Stealth, oder Kleopatra, die in einem Teppich gewickelt wird.


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    Gamepaly

    Bayek ist schnell wie der Wind. Ich wünschte das Drachenblut wäre so agil. Sämtliche Arten der Fortbewegung fühlen sich gut und angenehm schnell an. Man kann, wie in MGSV, im sprinten sein Pferd rufen und im Laufen aufsitzen. Sieht allerdings nicht so gut aus wie in MGSV. Streitwagen habe ich nie wirklich benutzt (es sei denn es war notwendig) und war erstmal verwirrt, weil er sich im Rennen ganz anders steuert. Ansonsten hätte ich mir gewünscht, auf den breiten Straßen Alexandrias mit Höchstgeschwindigkeit reiten zu können.



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    Nach der Story und der Fortbewegung jetzt zum Hauptteil des Spiels, das Kampfsystem (ACHTUNG. Lang und ausführlich): Es ist nicht perfekt - aber trotzdem würde ich es vor Zelda: BOTW einorden, schon weil weder Waffen noch Schilde kaputt gehen. Weniger intuitiv, aber angenehmer, wenn man erstmal den Dreh raus hat. Probleme mit Hitboxen habe ich nicht festgestellt. Es scheint manchmal zu hängen, aber vielleicht sind die Tasten meines Gamepads langsam ausgeleiert. Das Ausweichen ist wie in The Surge: Anstelle von Frames, in denen man nicht getroffen werden kann, muss man auf den Abstand und die Richtung achten. Wenn ein Schlag von rechts kommt. sollte man nicht nach rechts ausweichen.

    Viele von meinen anfänglichen Problemen mit dem Kampfsystem stammen von Dark Souls, wo es besser ist, den Schild nur kurz oben zu lassen, um Ausdauer regenerieren zu können. In Origins sollte man jedoch zu Beginn jedes Kampfes direkt [LB] (XBox Gamepad) drücken und den Schildmodus erst wieder verlassen, wenn der Kampf vorbei ist. Dies führt nicht nur dazu, dass schwache Angriffe immer geblockt werden, man kann Bayek auch einfacher kontrollieren. Da wir schon beim Schild sind: Parade und Schildsturm sind Fähigkeiten, die man für offene Kämpfe immer dabei haben sollte. Mit etwas Geschick lassen sich mit Paraden unblockbare Angriffe abwehren und machen den Gegner extrem verwundbar. Der Trick ist, die Taste für die Parade nicht zu drücken, sobald der Gegner ausholt, sondern wenn er zuschlägt - je kleiner das Zeitfenster ist, desto einfacher geht es (für mich). Bei langsamen Waffen bzw. Schlägen sollte man bis kurz vor dem Aufprall warten. Gegen Keulen sowie die einzigartige Kettenwaffe sollte man Paraden lieber sein lassen. Bei der Kettenwaffe bin ich mir absolut sicher, denn wie soll man eine Kette parieren? Bei Keulen bezweifle ich, dass es möglich ist - kann sein, dass ich es einfach noch nicht auf die Reihe gekriegt habe - im Zweifel lieber Ausweichen oder einen Schritt nach hinten oder zur Seite machen. Der Schildsturm ist gut gegen Gegner mit hoher Verteidigung. Man opfert etwas Adrenalin, um den Widersacher von den Füßen zu werfen.


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    Aber wie heißt es noch gleich? Angriff ist die beste Verteidigung! Mit [RB] führt Bayek einen leichten Angriff aus, den man je nach Waffengattung ziemlich häufig mit einander Verknüpfen kann. Was ich aber erst gegen Ende des Spiels herausgefunden habe: Wenn man [RB] gedrückt hält, macht Bayek einen Spezialangriff der sich je nach Waffe unterscheidet. Mit dem Schwert führt man eine schnelle Kombo aus, mit den Kurzschwertern keinen kurzen Angriff gefolgt von einem Sprung nach hinten. Schwere Angriffe startet man mit [RT]. Diese macht man am besten nach einer erfolgreichen Parade, wenn der Gegner am Boden liegt, oder wenn man vorher einen leichten Angriff getroffen hat, und der Gegner noch im Stunlock ist. Diesen Angriff kann man auch Aufladen, um die Deckung des Gegners zu durchbrechen, dabei gilt: Je schwerer die Waffe, um so länger dauert das Aufladen.


    Während des Kämpfens lädt sich das Adrenalin auf - ist es voll kann man entweder einen Höchstleistungsangriff starten (in dem man [RB]+[RT] drückt, was ich ziemlich umständlich finde) oder in den Berserkermodus gehen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dies kommt auf die Waffengattung an. Sichelschwerter und Stöcke(Zepter) gehen in den Berserkermodus (Adrenalin ist gelb anstatt blau). In diesem Modus greift man schnell und ohne Pause an - man sollte jedoch beachten, dass leichte Angriffe immer noch geblockt werden können. Der normale Höchstleistungsangriff, ist eine einzelne, starke Attacke, welche mit Perks noch verbessert werden kann. Folgeangriffe: Besonders gut mit den Kurzschwertern, welche mit diesem Perk ihr ganzes Potenzial ausschöpfen (Ich habe den Schaden aber nicht nachgemessen!). Waffenwurf: Nach einem tödlichen Höchstleistungsangriff nimmt Bayek die Waffe des Gegners und schleudert diese. Gut, um Gruppen schneller auszudünnen. Allerdings ist die Animation viel zu langsam - was im normalen Spiel "nur" die Atmo zerstört, bei der Prüfung des Anubis bekommt man allerdings Schaden von den getöteten Gegnern, selbst wenn man noch in der Animation ist.
    Aber viel wichtiger als all diese Funktionen: Man sollte es vermeiden, sich von Feinden umzingeln zu lassen - es sei denn man möchte eine giftige Rauchwolke loswerden - aber im Normalfall sollte man darauf achten, keinen Feind im Rücken zu haben.

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    Der Fotomodus ist mächtig, und wie in XCOM2: WotC hätte ich nie gedacht, dass ich ihn brauche. Momentan werden jedoch bestimmte Sachen noch nicht ausgeblendet, wie die Umrandung der Wache nach dem Markieren.

    Das Kämpfen zu Ross mag ich allerdings eher weniger. Ich habe mich mitlerweile etwas damit angefreundet; aber obwohl es eigentlich ganz gut funktioniert, versuche ich Kämpfe gegen große Gruppen zu vermeiden. Am besten funktionieren diese mit Fernkampfwaffen. Es gibt 4 Typen: Leichter Bogen (SMG), Jagdbogen (Allrounder), Kriegsbogen (Shotgun), Raubtierbogen (Sniper). Jeder einzelne fühlt sich auf seine Weise gut an. Erstere benutzt man am besten im Nahkampf und wenn es hektisch wird. Der Perk für leichte Bögen erhöht die Pfeilanzahl, die man verschießen kann, bevor man "nachladen" muss, der für Kriegsbögen verringert die Streuung, wenn man den Schuss auflädt.


    Die anderen zwei Arten würde ich (wenns geht) nur zum Schleichen einsetzen. "No one will notice, if there is nobody to notice...", oder so. Der Rauptierbogen oneshotted viele Gegner, hat aber das Problem, dass er selbst mit dem besten Köcher nur Platz für 9 Pfeile hat. Deshalb sollte man sich die Pfeile für extreme Distanzen oder starke Gegner aufheben. Wenn man den Perk für den Raubtierbogen erlernt, kann man die Pfeile im Flug steuern - hab ich nicht gemacht, weil ich kein casul bin und das schon etwas an der Immersion nagt. Der letzte im Bunde ist, wie gesagt, ein Alleskönner und in jeder Situation einsetzbar - ich benutze ihn aber meistens nur zum Schleichen. Durch seinen Perk kann man mit Hilfe von aufgeladenen Schüssen Schilder durchbrechen. Würde ich nur nehmen, wenn man möglichst gar nicht im Nahkampf kämpfen möchte.


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    Last but not least: Schleichen - bzw. FarCry. Ich glaube noch nie hatte man in einem AC so viel Freiheit wie jetzt - auch wenn Social-Stealth wegfällt. Geh ich übers Dach rein und räume so viele Wachen wie möglich mit Bögen weg? Warte ich bis die Sonne untergeht, einige Wachen schlafen, krieche unter den Zeltwänden durch (Ja das geht an einigen Stellen - wenn nichts davor steht.) und erledige die Schlafmützen? Nutze ich einen alten Brunnen, um in die Festung einzudringen? Lasse ich wilde Tiere Frei, damit sie eine Ablenkung schaffen? Locke ich einzelne Wachen weg, indem ich Leichen an bestimmten Orten liegenlasse, die dann von den armen Säcken weggeschafft werden müssen? Oder stürme ich in das lager hinein und brenne alles nieder? Nehm ich eine Balliste und baller alles weg, bis mir die Munition ausgeht? Es gibt allerdings eine Beschränkung. In wenigen, großen Festungen gibt es Hühnen, ausgerüstet mit einer Zweihandwaffe - nicht zu verwechseln mit den großen Keulengegnern mit und ohne Schild. Diese sind - im Gegensatz zu allen anderen Gegnern - extrem gut gegen hinterhältige Angriffe geschützt. Selbst mit einer voll hochgerüsteten, versteckten Klinge, verlieren die nicht mal 30% ihres Lebens. Sie können "nur" im Kampf oder mit einer Balliste einigermaßen schnell besiegt werden. Na ja, theorethischerweise, könnte man immer wieder fliehen und so lange aus dem Hinterhalt angreifen, bis sie tot umfallen; Ich bezweifle jedoch, dass jemand genug Geduld dafür hat. Selbst die Phylakes (Polizei, Kopfgeldjäger, Worldbosse) nehmen (je nach Klingenupgrades) 35-55% Schaden, was einem im Kampf einen ganz guten Boost verschafft.


    Die KI ... könnte besser sein. Aber ist das nicht immer so? Wenn sie super intelligent wäre, hätte man vermutlich keine Chance. Ich mag wie sie auf Beschuss reagieren. Oder wie sie Leichen aufräumen und an bestimmten Stellen stapeln. Was ich mir jedoch wünschen würde - zumindest auf Schwer: Wachen sollten sofort Alarm schlagen, wenn sie eine Leiche finden oder sie mitbekommen, dass sie beschossen werden. Zugegeben, sie kriegen sofort mit, aus welchem Winkel und Richtung der Pfeil kam, aber wenn ich wüsste, dass mich jemand beschießt würde ich doch Alarm auslösen! Okay, wenn man in der Position bleibt, ist es nur eine Frage von Sekunden, bis man entdeckt wird. Aber zumindest wenn Leichen gefunden werden, sollte man doch alle seine (übrigen) Kameraden in Alarmbereitschaft versetzen! Sie schreien zwar Alarm und versuchen nahe Kollegen zu warnen, aber kommen nicht auf die Idee, ein Leuchtfeuer anzuzünden.


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    Kriegselefanten sind echte Herausforderungen - anders als in Dark Souls sollte man nicht immer nah herangehen. Allerdings ist der Kopf schwer gepanzert, man müsste schon auf die Augen zielen - leichter gesagt, als getan.

    Welt, Atmosphäre, Quests. Bugs?

    Das alte Ägypten ist wunderschön, farbenfroh und dank Römer und Griechen abwechslungsreicher als gedacht. Hier kann man sich dank des Fotomodus als Fotograf versuchen, um beeindruckende Landschaften einzufangen.
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    Oder die Bevölkerung, die ihren Beschäftigungen nachgeht.
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    Schaffe ich es noch tiefer zu sinken? Bestimmt! Es heißt doch schlimmer geht immer, oder nicht? Aber da ich von Anfang an nichts zu verlieren hatte: Ubisoft hat sich offenbar die Mühe gemacht, verschiedene Größen und Formen zu modellieren/texturieren...
    Spaß beiseite. Es gibt noch viele andere Details, die einem nicht sofort ins Auge fallen. Zum Beispiel kann man brennende Pfeile genau so löschen, wie man sie angezündet hat. Nur halt mit Wasser. Wo wir schon beim Feuerlöschen sind: Zivilisten versuchen, Brände zu löschen, indem sie Sand darauf werfen. Keine dieser Details hätten im Spiel sein müssen. Ich hätte das vermutlich nie mitbekommen. Etwas offensichtlicher, aber bei weitem nicht selbstverständlich (*HUST* Shadow of War): Monturen sind in Cutscenes nicht nur zu sehen, sie ändern auch die Stimme.

    Ägypten ist riesig. Und hat ziemlich viel Atmosphäre, zum Beispiel wenn ein Schwarm Vögel losfliegt, oder ein Krokodil ein Beutetier erlegt. Die Bevölkerung scheint weniger statisch als früher zu sein; je nach Uhrzeit beschäftigen sich unterschiedliche Bevölkerungsschichten auf ihre Weise. Nun, ob das wirklich Simuliert ist? Habe manchmal meine Zweifel, aber dafür müsste man einen Tag lang einen NPC-Stalken. Also falls es nicht so ist: Egal! Tell me lies, tell me sweet little lies... Könnte auch sein, dass die 0815-Bevölkerung jedes mal beim Laden neu ausgewürfelt wird. Was Questgeber und Ziele angeht, scheint es aber durchaus zu stimmen: Questgeber sind nicht nur an verschiedenen Orten, man kann sie sogar in der Welt wiedertreffen und sich mit ihnen unterhalten. So habe ich einen befreiten Gladiator wiedergetroffen, der sich eine füllige Frau suchen wollte - aber anscheinend einen Mann gefunden hat? Na ja vielleicht ein kleiner Bug, oder der Mann stand nur zufällig da. Manche Attentats-Ziele sind auch je nach Tageszeit an unterschiedlichen Orten. Wie eine Griechin, die sich Tagsüber auf ihrer Plantage herumtreibt und sich Nachts in ihre Villa zurückzieht.


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    Was mich aber stört, sind, sich wiederholende Rufe aus der Bevölkerung. Dies fällt heftig in einem Gebiet mit griechischer Bevölkerung auf, wo sie aller zwei Minuten etwas rufen, was verdächtig nach Idiot klingt.
    Was Quests angeht, habe ich zwar kaum welche gefunden, die mir so richtig im Gedächtnis geblieben sind (Außer eine, indem ein Großgrundbesitzer verfaultes Essen an die Armen spendet, und eine, in der man ein Krokodil befreit und eskortiert.), aber die sind trotzdem besser und abwechslungsreicher als in Dragon Age: Inquisition oder früheren AC-Teilen... Obwohl man meistens das gleiche macht. Alleine der Spruch "Denkt doch mal an die Kinder!" in einer Quest mit der sog. Maus macht das wieder wett. Was das "Böhnchen" und vermeintliche Übersetzungsfehler angeht, bezweifle ich, dass es wirklich Fehler sind. Ich meine auf Deutsch klingt es halt ziemlich blöd und die Sprecher klingen recht steif in der Szene, was es nicht besser macht, aber mit etwas Fantasie kommt man darauf, dass ein Baby gemeint ist. Böhnchen = klein, rund und wächst / Baby = klein, rund und wächst.


    Bugtechnisch habe ich wohl relativ viel Glück gehabt. Bis auf ein paar Raubkatzen, die im Boden verschwinden, ein Auffahrunfall im Hintergrund einer Cutscene, einen kreiselnden NPC, und einen Priester, der seine Handschellen verloren hat deswegen nicht gerettet werden kann. Aber zur not kann man die Quest ab dem letzten Checkpoint neuladen, was das Problem gelöst hat. Habe ich aber nie wieder gebraucht und Schiffe sind bei mir auch nicht wie Raketen rumgeflogen.

    Crafting, Lootboxen, Ausrüstung, Geld, Perks.

    Langweiliges Thema, ich mach es kurz. Um die beste Ausrüstung zu bekommen, muss man grinden. Jedoch sollte man dabei einige Dinge beachten:

    • die versteckte Klinge zu upgraden ist relativ optional, hatte das Gefühl, Upgrades sind nur für die richtig starken Gegner von Nöten, sozusagen um möglichst viel Schaden rauszukitzeln
    • nicht Stundenlang Tiere jagen, lieber mit Senu gekennzeichnete Tiere erlegen
    • Nester suchen: der "Anführer" gibt nicht nur doppelt so viele Ressourcen; meistens sind auch viele Tiere Dabei, die nicht nur eine Einheit Leder/Fell geben
    • entgegen der Meinung von Gamestar kann man schon viele Waffen auseinanderbauen, hauptsächlich Bögen für Holz, den Rest für Bronze, manchmal Eisen (kommt vermutlich auf die Seltenheit an)
    • wenn man nicht nach jedem Level-Up seine legendären Waffen hochpusht, hat man genug Geld, man kann sogar ganze 10 Level warten, vielleicht auch mehr
    • in Endgame-Gebieten geben Tiere und Karavanen mehr Ressourcen
    • seltene Gegenstände: selbst ohne Hekatruhen kann man noch auf Schatzsuche gehen, soweit ich weiß ist die Chance auf gute Gegenstände ziemlich hoch (man findet mindestens epische Waffen)
    • tägliche Quests können Hekatruhen ersetzen und sind meist direkt in der Nähe, wenn man seine Chancen auf gute Sachen erhöhen möchte
    • Phylakes geben IMMER eine legendäre Waffe
    • ich habe Anfangs jedes Gebiet aufgeräumt, wo mich die Mainquest hingeführt hat, dadurch war ich von 20-30 Überlevelt; es bringt also nicht wirklich was in Perks zu investieren, die Bonuserfahrung bringen

    Und das wars. Abschließend möchte ich noch dazu sagen, dass ich gern noch ein paar interessantere Perks gesehen hätte. Das Crafting/Grinden ist zwar relativ... ausgeprägt, man kann aber vor allem auf den leichteren Schwierigkeitsgraden die letzten Stufen ignorieren.


    Nichts ist real. Alles ist erlaubt.



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    Wegen diesem Racker bin ich durch das Spiel gehetzt.


    Im GS-Test, hieß es, der Gegenwartsteil war entäuschend, bzw. hatte wenig Inhalt; Ubisoft wisse nicht, wohin sie wollen. Dieser Meinung bin ich nicht. Erstens war der Gegenwartsteil schon immer recht sparsam (außer im Film), zweitens ist ein Teil von der Gegenwart in der Vergangenheit, die Grenzen verschwimmen. Klingt komisch, ist aber so - mehr dazu gleich. Drittens wird die Gegenwart immer nur kleine Schritte machen, da AC bestimmt noch ein paar Jährchen gehen soll. Layla scheint außerdem auch in Zukunft eine (größere) Rolle zu spielen. Hoffentlich - nicht weil sie so ein toller Charakter wäre (was überbewertet wird).

    Ich bin kein AC-Lore Experte, da ich seit 3 keinen Hauptteil mehr gespielt habe, aber ich gebe mein bestes. Leichte Spoiler für Leute vorraus, die Geheimnisse (Ist nicht wirklich geheim, aber ich weiß nicht wie ich es sonst nennen soll.) lieber selber entdecken. Noch ein Bild dazuwischen als Puffer.

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    Neben den ägyptischen Gräbern, gibt es noch ältere Anlagen. Im Sand versunken, meist weit weg von der Hauptstory. Gebaut von der ersten Zivilisation, und das nach dem Fast-Weltuntergang 2012. Diese beinhalten Nachrichten, an Layla gerichtet, auch nach 2012 aufgenommen. Diese Nachrichten handeln von Realität, Warnehmung und Zeit. Habe nicht schlecht gestaunt, als mich plötzlich eine körperlose Stimme fragt, ob die Maschine, auf der ich spiele, real ist. Ja, der Animus ist gemeint, aber ich vermute es war mit Absicht doppeldeutig formuliert, da erstens das Wort spielen verwendet wird und zweitens Maschine sehr allgemein ist und auch auf die jetzige und die leicht verbesserte Konsolengeneration + PC anspielen könnte. Erinnerst du dich noch an die seltsamen Jahreszahlen, in denen die Nachrichten aufgenommen wurden? Natürlich - wir sind ja immer noch im selben Absatz. Nun, die gottgleichen Wesen versuchen Layla ein größeres Verständnis von Zeit beizubringen. Zeit ist keineswegs wie ein Fluss, der sanft und sicher in eine Richtung fließt. Ihr Animus sei ein guter Anfang. Er erlaubt zu sehen, aber nicht zu ändern.

    Um diese Nachrichten zu hören, muss Bayek Kristalle sammeln, die Überall in alten Gräbern rumliegen. Je 5 werden für die ersten benötigt, die letzte braucht 50. Man sollte auch alle Steinkreise lösen. Die Finale Nachricht lautet: Wach auf! Nichts ist Real. Alles ist erlaubt. Warum ich glaube, dass diese Nachrichten an Layla gerichtet sind, und nicht an uns - trotz doppeldeutiger Zeilen? Nun, ich wage zu bezweifeln, dass Ubisoft ihren Spielern in ihrem eigenen Produkt dazu raten würden, aufzuwachen (Also im Prinzip mit dem Spielen aufzuhören!). Da es um Layla geht, und ihre bisherige Motivation nur Erfolg war, vermute ich folgendes: Das sie etwas von größerer Wichtigkeit tun soll, was Auswirkungen auf die "echte" Welt haben wird. Oder die echte Welt ist auch eine Simulation und die Vergangenheit ist eine Simulation in einer Simulation. Ist Assassin's Creed also eine Simulation eines Simulator? Mein Kopf dreht sich...

    Da Bayek die Botschaft auch hört (aber vermutlich anders versteht) wird daraus der berühmte Leitspruch der Assassinen: Nichts ist wahr. Alles ist erlaubt. Layla gehört also auch zu den Anfängen der Bruderschaft. Nur schade, dass Bayek es nicht kommentiert, ähnlich wie Ezio - okay er hatte einen direkten Gesprächspartner, der mitten im Gespräch mit jemandem aus der Zukunft gesprochen hat.




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    Aber wenigstens bekommt man als Belohnung eine schicke Destiny-Rüstung.

    Puh, ich glaube dies ist bisher mein längster Text. Ich glaube so viel an einem Stück habe ich nichtmal in der Schule geschrieben.

    Ist das Spiel also für dich? Ich muss dazu sagen, dass mir relativ egal ist, ob Quests/Story gut oder schlecht geschrieben sind, wenn ich genug Spaß mit dem Gameplay habe. Ich habe immerhin ca. 800 Stunden Spielzeit in allen Dark Souls, und diese ist auch nicht gerade bekannt für sein packendes Storytelling, oder abwechslungsreiches Gameplay. 40 Stunden Assassin's Creed sind da gar nichts dagegen. Wenn du AC noch nie mochtest, wird Origins vermutlich auch nichts daran ändern.

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