Team Fortress 2 vs. Overwatch

Von Sydox · 18. April 2016 · Aktualisiert am 25. April 2016 ·
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  1. Zwar ist der Release von Overwatch erst am 24. Mai, doch wer auch noch den Early Access der Open-Beta mitnehmen möchte, muss sich bereits bis zum 29.April für den Kauf entscheiden. Dank der Pressestelle von Blizzard wurde ich für die Closed-Beta von Overwatch freigeschaltet und habe mir ein erstes Bild machen können. Für alle, die also gerade vor der Frage "Könnte mir Overwatch Spaß machen?" stehen, möchte ich mit diesem Blog nun eine Entscheidungshilfe bieten.

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    1109 Spielstunden - laut Steam habe ich mittlerweile schon 46,2 Tage meines Lebens mit "Team Fortress 2" verbracht! Selbst mit dem Vorgänger "Team Fortress" habe ich mein damaliges 56K-Modem staubfrei gehalten. Klar also, dass ich auf Blizzards kommenden Team-Shooter "Overwatch" aufmerksam geworden bin. Denn: Die Ähnlichkeiten zwischen "Team Fortress 2" und "Overwatch" sind nicht von der Hand zu weisen. Gerade deshalb bietet sich hier ein Vergleich an. Besonders, da Team Fortress 2 etwas älter ist und den meisten Lesern gut bekannt sein sollte.

    Trotz Gemeinsamkeiten: Grundsätzlich unterscheiden sich beide Games in mehreren Punkten voneinander. Macht also passionierten Team Fortress 2 Spielern auch Overwatch automatisch Spaß? Nun, das wollen wir klären!

    Stilecht - nur ohne rote Farbe

    Der Grafikstil von Overwatch ähnelt dem von Team Fortress 2 sehr stark. Weniger realistisch - mehr bunt und comicartig. So hat man es allerdings auch in anderen aktuellen Blizzard-Titeln gesehen. In der Regel ist das keine schlechte Designentscheidung, da der Titel so wohl auch Jahre später wenig altbacken wirken könnte.


    Allerdings - ich habe keine Ahnung, wieso das bei mir der Fall ist - ist meine deutsche TF2-Version Uncut und beinhaltet somit eine Farbe, die man bei Overwatch eher selten findet: Die Farbe rot. Oder anders gesagt: Blut und Splatter. Während ich die Abstinenz dieser "Trefferfeedbacks" bei anderen Spielen vermissen würde, sehe ich das bei Overwatch ganz anders. Ich kann mir Blizzards Team-Shooter sogar überhaupt nicht mit Bluteffekten vorstellen! Das Setting und die Charaktere sind so verspielt, dass Blut hier eine deplazierte Designentscheidung gewesen wäre. Stattdessen wird bei einem Treffer der Lebensbalken des Feindes - inklusive akkustischer Begleitung - eingeblendet. Als Trefferfeedback reicht das völlig aus.

    Weniger Spieler, weniger Action?

    Auf einem TF2-Server tummeln sich weitaus mehr Spieler als in Overwatch: Zwischen 24 (Vanilla-Server) und 32 (Mod) Shooterfreunde werden hier aufeinander losgelassen. Gerade dadurch bleibt in den Gefechten wenig Zeit zum durchatmen für beide Teams: Die Action ist im stetigen Fluss.

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    So sehen Sieger aus: Die sechs Gewinner-Helden dürfen nach dem Match posieren.

    Blizzards Team-Shooter fährt dagegen mit einer deutlich gemütlicheren Spielerzahl auf: Nur 12 Helden - sprich 6 gegen 6 - liefern sich hier einen Schlagabtausch um die Missionsziele. Wer nun - wie ich vorher - denkt, dass die Matches dadurch weniger actionreich sind, hat weit gefehlt: Mit kompakten Maps, kurzen Respawnzeiten und diversen Fähigkeiten fühlen sich Overwatch-Sessions ebenso schnell, dynamisch und actionorientiert an, wie man es schon vom Valve-Shooter kennt. Die übersichtliche Teamgröße hat sogar positive Aspekte: Nun zählt die Leistung jedes Teammitglieds umso mehr! Es wird also deutlich wichtiger, aus welchen Helden die Truppe zusammengestellt wird. Dadurch gewinnt auch die taktische Vorgehensweise an Bedeutung, da man noch gezielter auf das Verhalten der Gegner eingehen muss. Gutes Teamplay wird somit stärker gefördert. Am Rande: Eine Runde dauert zwischen 5 und 15 Minuten. Was auf dem Papier kurz klingt, ist in der Praxis gar kein Problem. Das liegt auch an der Tatsache, dass 30 Sekunden nach Matchende die nächste Runde beginnt - mit allen Spielern, die in der Zwischenzeit nicht aussteigen.

    Routine auf Missionen

    Spätestens beim Titel meines Blogs wird klar, dass Blizzard das Rad nicht neu erfunden hat. Das zeigt sich ganz besonders bei den Missionszielen. Aktuell gibt es drei unterschiedliche Spielmodi, die auf 12 Maps verteilt sind: King of the Hill, Escort und Control Point. Im Modus "King of the Hill" kämpfen zwei Teams darum, wer einen Kontrollpunkt am längsten halten kann, In einer "Escort"-Mission versucht ein Team - gegen den Willen der Gegner - eine Fracht von A nach B zu transportieren und in "Control Point" geht's ums Einnehmen zweier Kontrollpunkte in einer gewissen Zeit, trotz "Behinderung" durch das andere Team. Moment.. Ihr kennt das schon aus TF2?Stimmt: Bisher bietet Overwatch keine neuen Spielmodi und bleibt bei dem, was auch schon bei der Konkurrenz in der Vergangenheit gut funktioniert hat. Auf der anderen Seite findet man dadurch ohne viele Fragezeichen schnell in den Spielfluss und hat einen leichten Einstieg.

    Haben Sie besondere Fähigkeiten?

    Altbekannte Modi, altbekannte Klassen/Rollen wie "Scout, Tank, Healer und Sniper". Einige Overwatch-Helden haben wirklich große Ähnlichkeiten zur Kämpfer-Riege von Valves Shooter. Medic-Spieler werden sich zum Beispiel ohne Einspielzeit direkt mit Mercy wohlfühlen. Okay.. So zusammengefasst könnte manch einer das Dasein von Overwatch auf einen simplen TF2-Klon reduzieren... Wären da nicht die Fähigkeiten. Denn: Jeder der (aktuell) 21 Helden besitzt mehrere Spezialfähigkeiten. In der Regel sind es zwei Skills plus ein ultimativer Skill, der sich über Zeit und durch das Austeilen von Schaden/Heilung auflädt. Genau mit dieser Spielmechanik hebt sich Overwatch von TF2 ab und gewinnt eine gehörige Portion Dynamik. So kann der Sniper "Widowmaker" zum Beispiel mit seinem "Spiderman"-Haken schnell an günstige Positionen gelangen oder der Tank "Reinhardt" eine Barriere erzeugen, die zuhauf gegnerische Angriffe schluckt. Weitaus mächtiger sind hier die ultimativen Fähigkeiten: Während offensivere Klassen wie der Demoman-Verwandte "Junkrat" mit einem spielergesteuerten, explodierenden Reifen das ganze Gegnerteam auf einen Schlag auslöschen kann, trumpfen Support-Helden mit kurzzeitig starken Schilden oder sogar einem Wiederbelebungs-Skill auf. Damit machen es die Ultimate-Skills möglich, das Blatt auch in letzter Sekunde entscheidend zu wenden - sofern man diese Fähigkeiten zum richtigen Zeitpunkt einsetzt. Mir gefallen die Skills als Spielelement sehr gut. Die Kriterien "Taktik" und "Dynamik" bekommen dadurch eine sehr interessante, weitere Ebene spendiert, was dem Spielspaß, dem Spielfluss und der Spannung sehr gut tut.

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    Junkrat kann mit seiner ultimativen Fähigkeiten gleich mehrere Helden umhauen.

    Wir sind ein Team!

    Es gibt eine Taste, die wohl jeder Freund von Online-Shootern kennt: TAB. Wo stehe ich auf dem Scoreboard? Ist der gegnerische Sniper gerade besser als ich? Wer hat noch nichts erreicht? All diese Fragen kann man durch diese Taste klären - wenn es nicht gerade Overwatch ist. Denn Blizzards Team-Shooter informiert während eines Matches lediglich über die eigene Statistik. Dabei werden unter dem Punkt "Eliminierungen" sowohl Kill-Assists als auch Todesstösse zusammengefasst. Durch Medaillen (Gold, Silber, Bronze) wird dargestellt, wo man im Vergleich zu seinen Mitstreitern steht. Wer also eine goldene Medaille neben "Eliminierungen" sieht, müsste somit gerade die meisten Kills(+Assists) im Team erreicht haben. Selbst in der im Anschluss an einer Session aufgeführten Gesamtübersicht werden durch "Karten" nur "herausragende" Leistungen von beiden Teamseiten hervorgehoben, die alle Spieler mit einem "Gefällt mir" nach Lust und Laune honorieren können. Auf einer zweiten Übersichtsseite werden dazu die eigenen Statistiken etwas ausführlicher dargestellt, darunter auch die ausgeführten Todesstösse. Freunde von Vergleichen und Statistiken müssen sich an dieses System wohl zuerst gewöhnen, doch es hat auch seine Vorteile: Man hat weniger die eigene Statistik im Blick, sondern konzentriert sich wirklich darauf, sinnvolle Aktionen für den Teamsieg durchzuführen. Wer sich dabei - seien es Kills, die Rettung eines Mitspielers oder eine gut gewählte Wiederbelebung - besonders gut anstellt, hat nach Matchende auch noch die Chance, zum "Highlight" des Spiels zu werden.

    Die coolste Sau

    Ähnlich wie in Team Fortress 2 ist die Spielgeschwindigkeit hoch. Nur lässt Overwatch herausragende Aktionen und Multi-Kills nicht untergehen. Auch wenn das System nach aktuellem Stand etwas Feintuning bedarf, wird ein Spieler - unabhängig welches Team gewonnen hat - mit einem Highlight hervorgehoben, in dem alle Teilnehmer eine besondere Aktion aus der Sicht des jeweiligen Helden noch mal ansehen dürfen. Natürlich untermalt mit heroischer Musik. Ein sehr interessantes Feature, bei dem man sich gleichzeitig auch noch etwas vom "Auserwählten" abgucken kann. Sollte man selber zu einem Highlight werden, ist das im Grunde eine Art "Schulterklopfen" vom Spiel selbst. Fühlt sich gut an!

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    Für jeden Helden können verschiedene Highlight-Animationen freigeschaltet werden.

    Freunde finden

    Feierabend - Team Fortress 2 starten und auf den Stamm-Server gehen! Dort, wo man einen Großteil der Spieler kennt. Man grüßt, man wird begrüßt, man chattet und lacht. In Overwatch sieht das leider anders aus. Anstelle eines Server-Browsers finden sich die Optionen "Schnelles Spiel, KI-Training, Liga, Benutzerdefiniert und "Brawl der Woche"". Die Zuweisung erfolgt via Matchmaking, wodurch der geneigte Gamer ständig mit anderen Spielern zusammengewürfelt wird. Eine gezielte Serverauswahl gibt es also nicht. Dadurch werden Matchkollegen eher flüchtige Bekannte, mit denen man zwischen zwei Spielen höchstens wenige Zeilen schreibt. Es gibt keinen festen "Treffpunkt" oder Clanserver. Wer also in Kontakt bleiben möchte, kann dies nur über die Freundschaftsliste tun. Zumindest bei mir ist hier die Hemmschwelle bei "flüchtigen Bekannten" größer. Ein Matchmaking-System macht es aus meiner Sicht also deutlich schwerer, mit der Community (oder einem Teil der Community) zusammenzuwachsen.

    Noch ein Level, dann ist Ende!

    Ein neuer Gegenstand! Habe ich den schon? Ja! - dann wird’s eingeschmolzen und zum Bau des neuen Bogens genutzt! .. So in etwa könnte man das Crafting-System in Team Fortress 2 beschreiben. In unregelmäßigen Abständen spendiert Valve hier nämlich Gegenstände, die man zum Bau von optischen oder durchschlagskräftigen Objekten nutzen kann - quasi als Motivation am Rande. Blizzard hat für Overwatch zwar kein Craftingsystem entwickelt, leer gehen die Spieler trotzdem nicht aus. Mit jedem Match gewinnt man Erfahrungspunkte und steigt Level auf. Obendrauf gibt es bei jedem Aufstieg eine "Lootbox" die vier zufällige Goodies ausspuckt. Emotes, Sprays, Profilbilder, Skins, Sprüche, Siegerposen oder Highlight-Animationen: Die digitale Kiste weiß zu überraschen. Typisch für Blizzard sind die Inhalte in Seltenheitskategorien aufgeteilt und mit den Farben Weiss (normal), Blau (selten), Lila (episch) und Orange (legendär) gekennzeichnet. Die Drops sind dabei unabhängig vom Spielerlevel, sodass auch der Aufstieg auf "Level 2" schon mit einem legendären Item honoriert werden kann. Den dazugehörigen Fortschrittsbalken bekommt man am Ende einer Runde regelmäßig zu sehen. Kurz vor einem neuen Level ist es also durchaus verlockend, direkt ins nächste Match einzusteigen - die Lootbox wartet! Sollte man einen der beinhalteten Gegenstände schon besitzen, zahlt Overwatch stattdessen eine kleine Summe In-Game Währung aus, mit der auch Anschaffungen unabhängig dieser Wundertüte möglich sind. Aktuell gibt es keine Echtgeld-Transaktionen - auch Ungeduldige müssen sich somit ihren Lieblings-Skin mühsam erspielen.

    Hey System! Läuft bei dir?

    Zum Abschluss ist es natürlich noch gut zu wissen, wie das Spiel technisch läuft. Das schöne am Medium Computer: Es gibt so viele unzählige Konfigurationen! Unabhängig von den Systemanforderungen hier als Hilfestellung meine Selbstbau-PC Konfiguration, die dank der noch nicht getauschten Grafikkarte etwas "wild" ist, sowie meine Grafikeinstellungen in Overwatch.
    System: i5-4670k (3,4 Ghz), 8GB RAM, SSD, Nvidia GTX 460 (OC), 120hz TFT 1680x1050.
    Einstellungen: Alle Regler auf "Hoch", Schatten auf "Mittel", Ambient Occlusion an, Reflektionen an.
    Ergebnis: Auch wenn meine Grafikkarte nun endlich am Limit ist, läuft das Spiel mit 30-40 Frames. Ich habe die Option "Limitierung auf 30 Frames" aktiviert und somit eine spielbar stabile Framerate ohne Drops. UPDATE 21.04.: Seit dem letzten Patch ist nicht nur meine GPU Temperatur während des Spiels gesunken, sondern die Framerate nach oben gegangen: Nun sind es 45-55 Frames bei gleichen Grafikeinstellungen.

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    Bisher sind die Framerates stabil - außer bei der Anzeige von Highlights (30->27 fps).

    Meine Meinung

    Overwatch war für mich als TF2-Spieler interessant, seit es im Blizzard-Launcher aufgetaucht ist. Aber ich war skeptisch, als die ersten Infos kamen.. Das hat sich kräftig geändert. Nun habe ich schon knapp 50 Stunden in der Beta verbracht und für mich steht fest: Das Spiel wird ein Pflichtkauf! Overwatch hat schon jetzt das große Potenzial, Team Fortress 2 als meinen "Lieblings-Zwischendurch-Shooter" abzulösen. Blizzards Shooter fühlt sich wie Team Fortress 2.8 an, ohne allerdings als Klon abgestempelt zu werden. Durch die vielen sehr unterschiedlichen, durchdachten Helden und die verspielten Details hebt sich der Titel ab, wie Heroes of the Storm von Dota2. Die Fähigkeiten sind dabei erfrischende Faktoren, die Matches weniger berechenbar machen und sich sehr gut in die Shooter-Mechanik einfügen. Das Design rundet die gute Spielmechanik ab: Jeder Held hat seinen eigenen Charme und Charakter, wodurch die Spielwelt auch mit einem gewissen Sog trumpfen kann sowie Wiedererkennungswert erhält. In der Zukunft sollen weitere Helden und Maps von Blizzard folgen, was nicht nur gut, sondern auch zwingend notwendig ist! Die bisherigen 12 Maps kenne ich jetzt schon zu gut und noch ist nicht absehbar, ob in der finalen Version Community-Content implementierbar ist.. Ach ja: Bei einigen Helden gibt es noch leichte Balance-Probleme, genau deshalb steht aber auch "Closed Beta" auf dem Client.

    Wer also mit Team Fortress 2 Spaß haben kann, wird sich auch gut mit Overwatch anfreunden können. Der WoW-, Diablo- und Starcraftentwickler hat sich in den Sektor "Online-Shooter" vorgewagt - und in meinen Augen ist dieser Vorstoß gelungen und macht wirklich Spaß. Das Spiel wirkt wie aus einem Guss. Bleibt nur zu hoffen, dass die Community auch nach Release so freundlich bleibt wie in der Closed-Beta.. (Wunschdenken, ihr kennt das..)

    Ihr habt Fragen zu Overwatch? Ab damit in die Comments! (Einige Dinge habe ich nur oberflächlich behandelt bzw. Wissen vorausgesetzt. Den Test sollen doch bitte die Kollegen von der GameStar zum Release schreiben :-) )

Kommentare

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  1. Sydox
    Da ich gerade noch mal reinschaue...

    An die (aktuell) 92 Leute, die diesen "User-Artikel" geteilt haben:
    Ihr seid verrückt!

    Das hier ist für Euch: <3
  2. Waaagh83
    Was man mit HotS auch nicht vor hatte oO Das Spiel ist komplett anders aufgebaut oO
  3. Sydox
    Bisher gingen leider andere Einkäufe vor, deshalb gammelt noch ne GTX 460 bei mir im Gehäuse. Aktuell warte ich vor einem Kauf ab, was Nvidia dieses Jahr präsentiert..
    Mit 30 Fps ist es durchaus spielbar - mit den aktuell 45-55 Fps bin ich zwar glücklicher, doch besonders im Duell mit guten Snipern merke ich kaum einen Unterschied, wenn es um schnelle Reaktionen geht. So lange ich nicht vorhabe, nach 10 Jahren meinen ESL Account zu reaktivieren, sehe ich da nix schlimmes dran, wenn man mal keine 60 Fps erreicht.


    Battleborn habe ich ehrlich gesagt nur sehr kurz angespielt - absichtlich ohne Vorwissen. Ich habe es intuitiv NICHT geschafft, das Spiel zu begreifen bzw. "was ich da überhaupt gerade mache". Ich finde Battleborn irgendwie gar nicht mit Overwatch vergleichbar. Die Gemeinsamkeit beschränkt sich eher auf den Punkt "Helden mit Fähigkeiten".
    Zwar sind die Battleborn-Recken zum Teil sehr kurios und lustig, doch mir fehlt die Lebendigkeit. Während Overwatch sich lebendig anfühlt, hat sich Battleborn für mich wie ein Stück "Plastik" gespielt. Die Welt und das Setting haben mich einfach nicht aufgesogen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sich Battleborn nicht auf ewig halten wird und eher ein Nischendasein bekommt. Für "mehr" müsste das Spiel mehr "Seele" haben bzw. diesen "Wie aus einem Guss" Eindruck vermitteln können. Aber wie gesagt: Battleborn habe ich leider nur kurz in den Händen gehabt. Deshalb ist dieser Ersteindruck nur ein Gefühl und vielleicht nicht fundiert genug für ein Statement! Oder können das Leute bestätigen, die Battleborn deutlich intensiver ausprobiert haben?

    Dein derzeitiges Level wird dir und auch anderen Spielern angezeigt. Die aktuelle Obergrenze kenne ich nicht. Aber du startest mit einem Portrait in Bronze, das "Drumherum" wie bei Diablo 3 (Paragon-Level) alle paar Level komplexer wird. Wenn man Level 100 erreicht, wird die Stufe auf 1 zurückgesetzt und man bekommt einen Stern unter dem Portrait. Obergrenze? Keine Ahnung! Habe allerdings schon Leute mit zwei Sternen (Level 300+) gesehen. Mit 60 Stunden Spielzeit habe ich es knapp auf Level 65 geschafft.
    Wie das Matchmaking genau funktioniert habe ich nicht recherchiert. Kann mir aber vorstellen, dass deine Statistiken und Level da mit hineinspielen.
    Aufsteigen kann man im Matchmaking so richt wohl nur im Ranked, da es hier verschiedene Einstufungen gibt (und dementsprechend wohl unterschiedliche Matchmaking-Faktoren).
    Das "Spiel deines Lebens" kannst du tatsächlich nicht an der Statistik festmachen. Eher am Empfinden. Wenn du allerdings kurz vor Matchende fast das ganze Gegnerteam erledigst und ihr entgegen aller Erwartungen doch noch gewinnt, warst du unabhängig von der Statistik definitiv der Matchmaker :-)
    Hier und da sieht man natürlich die Kills diverser Mitstreiter und Gegner. Genauer gesagt bei denen, die am Matchende eine "Karte" kriegen. Bei dieser besonderen Würdigung steht dann da zum Beispiel: "Killstreak 18 / Eleminierungen: 23".
    Auch heute - kurz bevor die Beta Server abgeschaltet wurden - haben mehrere Spieler noch mal deutlich gesagt, dass Kills nicht unbedingt bedeuten, dass du dem Team automatisch zum Sieg verholfen hast. Deshalb finde ich es tatsächlich gut, dass die Statistiken eher zur Selbstreflektion sind. Kein Futter für Flamer, maximale Konzentration auf den eigenen Beitrag für die Missionsziele!
  4. ProP
    Overwatch hat immerhin:
    - 2 Charaktere die Wände hochklettern
    -- 1 davon mit Doppelsprung
    - 1 mit Grappling Hook
    - 1 der an Wänden entlang laufen und davon abspringen kann
    - 1 der rennen kann
    - 1 der fliegen kann
    - 1 mit sticky-jumping
    - 1 mit raketenrucksack
    - 2 die in der Luft gleiten können

    Ich weiß nicht wie's dir da geht aber mir reicht das an Bewegungsmöglichkeiten.
      2 Person(en) gefällt das.
  5. Brigand
    Guter Artikel!
    Obwohl ich jetzt schon einiges drüber gelesen und Videos gesehen habe, gab es hier noch einiges an Details, die ich noch nicht kannte.

    Vielen Dank dafür!

    Hab TF2 nie gespielt, aktuell heißt der Vergleich bei mir daher eher overwatch <vs.> Battleborn.
  6. Faker
    An TF2 kommt nichts ran. Basta.
      1 Person gefällt das.
  7. bwort007
    Fand den Artikel auch gut. Ich hole es mir auf jeden Fall.
      1 Person gefällt das.
  8. feivel92
    Team Fortress 2 ist seit knapp 10 Jahren mein Lieblingsshooter und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es nun durch Overwatch abgelöst wird.

    Es gibt aber dennoch eine Hand voll Dinge, die ich in Overwatch vermissen werde. Nebst dem tollen Artdesign von TF2 fallen mir hier vorallem Dinge ein wie die Mischung aus Rocket- und Strafe-Jumping oder der Doppelsprung des Scouts.

    Demnächst wird ja auch das TF2 Matchmaking System erscheinen und wer weiß - vielleicht kann sich TF2 neben Overwatch ja ganz gut halten.
  9. Sir80
    Hey ProP,

    vielen Dank für deine Antwort!
    Beantwortet exakt meine Frage - Ranked sollte mir dann genug Motivation bieten, wenn man vom Alter eh schon dichter an der 40 als an der 30 ist und man auf Gegner trifft, die gerade Führerschein machen... ;)

    Sich als Shooter-Greis immer wieder beweisen!
  10. ProP
    Es gibt dafür einen extra Ranked-Modus (etwas was Valve jetzt erst in Tf2 implemenetieren will) mit Seasons, die dann irgendwas von 1-2 Monaten dauern sollen.
    Gibt da Fünf unterschiedliche Ränge mit jeweils 5 Unterrängen. Der höchste Rang hat statt Unterteilungen 'nur' eine Bestenliste. Beim niedrigsten Rang kann man nur aufsteigen. Punkte gibt's für Siege und Siegesserien.

    Wenn du nicht Ranked spielst, hast du nur die Statistiken um zu sehen wie gut du bist.

    Sonst bekommst du immer exp für Siege und Medaillen am Ende eines Matches, die dir ja jedes Lvl eine Lootbox bringen und - im Gegensatz zu tf2 - kann man so alle kosmetischen Sachen kostenlos bekommen.
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