Überraschend schneller Verlauf des Klimawandels beunruhigt die Wissenschaft

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Kafkaesk, 27. Juli 2016.

  1. Shavo Odadjian Gonorrhea Gorgonzola

    Shavo Odadjian
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    Ähm... französischer Industriestrom ist bspw. wesentlich teurer (~30%), der Preis für Privatkunden ist auch dort von 2008 bis jetzt um ~50% gestiegen.

    Und bevor jetzt die in Deutschland üblichen Subventionen für Großverbrauchrr angeführt werden... besser so, als sowas zum Schutz der Industrie, oder?
     
  2. RedRanger ●-Stein-der-Schande

    RedRanger
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    Viel trauriger ist die Vorstellung, dass durch die Ausdehnung natürlich alles weiter auseinander driftet. Irgendeine Spezies, die in ferner, ferner Zukunft lebt, "sieht" nicht mal mehr andere Galaxien, sogar die Hintergrundstrahlung ist nicht mehr detektierbar. Die werden nie wissen, wie das Universum anfing und das es mehr gibt als ihre Galaxie. Der Rest des Alls wird einfach schwarz sein.

     
  3. legal der die Waage hält

    legal
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  4. blurps

    blurps
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    "Wir" haben uns nicht dafür entschieden. Frau M. hat nach ihrem unseligen Ausstieg aus dem durchgeplanten Ausstieg den chaotischen Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg übers Knie gebrochen, weil sie nach Fukushima den Verlust von Wählerstimmen fürchtete, und die ganze Sache dann schleifen lassen. Genau wie bei den Flüchtlingen, um die sich dann auch in erster Linie die Länder und Kommunen kümmern durften.

    Solange die Frau an der Macht ist, wird sich auch weiterhin nichts an der fehlgesteuerten Finanzierung, den auf ganzer Linie verfehlten Klimazielen, oder dem Schneckentempo des Netzausbaus ändern. Bringt halt keine Wählerstimmen...
     
  5. legal der die Waage hält

    legal
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  6. webskipper

    webskipper
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    Ist ja nix im Vergleich zu Tschernobyl oder Fukushima.
     
  7. legal der die Waage hält

    legal
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    Ist auch nichts zu den Mondkraterlandschaften des Tagebaus.

    Jedes Energieform hat ihren Preis. Diese Anlage produziert aber nur sehr wenig Energie. Und dann so ein GAU. Das muss verhindert werden.
     
  8. Jdizzle

    Jdizzle
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    Joa da wird dir niemand widersprechen
     
  9. Oi!Olli Vollzeitskinhead

    Oi!Olli
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    Schon mal Uranbergwerke gesehen?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Uranbergbau#Risiken
     
  10. legal der die Waage hält

    legal
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  11. Allquantor

    Allquantor
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  12. unreal ..hat nun HSDPA :ugly:

    unreal
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    Das ist doch landschaftlich das geringste Übel.
     
  13. legal der die Waage hält

    legal
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    Wenn es sich auf Haussächer beschränkt ja. In Spanien sind das schon einige Flächen. Und je nach Sonnenstand fallen dort dutzendfach Vögel als Grillhähnchen vom Himmel. :D

    Aber sicher ist Solarenergie eine der Schonendsten Energiearten.
     
  14. Olec

    Olec
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    Wenn die Windgeschwindigkeiten zu hoch werden - meist irgendwas um 25 m/s - schalten sich die WEAs ab. Es kann also durchaus vorkommen, dass bei sehr starkem Wind plötzlich weniger Windstrom im Netz ist. Weiterhin werden die Anlagen abgeregelt sofern, die Netzbetreiber nicht hinterherregeln können.
    Am Donnerstag waren aber dennoch Minimum 23 GW und Maximum 34 GW Windstrom im Netz.


    Ich bezweifel, dass auch nur ein "gegrillter Vogel" durch PV-Anlagen vom Himmel fällt. Höchstens bei konzentrierender Solarthermie (CSP) und da auch eher im speziellen bei den Solarturmkraftwerken.
    In Spanien stört es auch nicht wirklich, wenn dort Wüste oder quasi-aride Gegenden mit Solarzeug zugepflastert werden. Und in D macht man das meistens auf Konversionsflächen, wenn es denn unbedingt großflächig passieren soll.

    Äußerst subjektiv, ich mag bspw. sich ruhig drehende WEAs in Landschaften. Bei PV sehe ich gar kein Problem - vom Weiten sieht man es entweder gar nicht oder es sieht aus wie ein See.
     
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  15. Klatsch

    Klatsch
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  16. legal der die Waage hält

    legal
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  17. Klatsch

    Klatsch
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    Noch surrealer wird das ganze das dann, dass Deutschland bei der E-Mobilität soweit hinten steht. Könnte evtl am Strompreis liegen, aber wer weiß.....
     
  18. blurps

    blurps
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    Daran sind natürlich ganz allein die Grünen schuld :teach:

    Die haben schließlich als Regierungspartei mit Kanzler Trittin in den letzten zwölf Jahren die EEG-Umlage zu einer Art Haushaltsabgabe umgebaut, so dass heute v.a. Kleinunternehmen und Privathaushalte ohne Grundbesitz die Last der Energiewende tragen, während sich viele energieintensive Industrieunternehmen an Billigstpreisen erfreuen dürfen und Immobilienbesitzer mit etwas Investitionskapital sogar kräftig daran verdienen konnten.

    Wurden bei der Wahl ja auch folgerichtig dafür abgestraft :yes: Gut gemacht, liebe Wähler...
     
  19. Klatsch

    Klatsch
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    Was passieren würde, wenn die Grünen ganz allein regieren dürften, mag man sich aber besser nicht vorstellen. :ugly:

    BTW: Bin ich gegen AKW's.
     
  20. Lurtz lost

    Lurtz
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  21. Bremer Roland

    Bremer Roland
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    Du musst doch nur die Kommentare lesen. Die Grünen sind schuld und wenn Merkel nicht die Flüchtlinge reingelassen hätte würde die CDU weiter von Sieg zu Sieg schreiten.
     
  22. legal der die Waage hält

    legal
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    Die Ausnahmen machen ein paar Cent (glaube 3?) aus, es wäre auch so sehr teuer.

    Aber ja, dass ganze System gehört reformiert.
     
  23. Klatsch

    Klatsch
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    Was haben irgendwelche Kommentare von den typischen Deppen damit zu tun?

    Fakt ist doch, dass Merkel dieses Projekt unüberlegt runtergebrochen hat nach Fukushima aus der Angst heraus Wählerstimmen zu verlieren. Jetzt einige Jahre später zeigt sich eben, dass wie von einigen Schwarzsehern prophezeit, das Ganze eben nicht so einfach umsetzbar ist sondern Stück für Stück geschehen muss. Kosten trägt nun größtenteils der Steuerzahler, wie halt eigentlich immer wenn die Politik irgendwas anstellt.

    Und nochmals. AKW's stilllegen halte ich für richtig. Es geht hier nur um das Wie. Man hätte vorübergehend Kohle- und Gaskraftwerke ausbauen können, um von dort aus Stück für Stück, in regenerative Energien zu investieren.

    Und was das Flüchtlingsthema jetzt hier im verloren hat weiß ich auch nicht.
     
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  24. Bremer Roland

    Bremer Roland
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    Es geht darum das den Wähler die Energiewende scheißegal ist und Merkel nur wegen der Flüchtlingskrise abstraft wird dabei gebe es viele Gründen CDU nicht mehr zu wählen.
     
  25. legal der die Waage hält

    legal
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    Kohle bläst zu stark CO2 raus.
    Gas war auch, aber viel weniger. Allerdings hätten neue Gaskraftwerke auch massiv Geld gekostet.

    Ich wäre dafür gewesen, die KKW so lange laufen zu lassen, bis die nötige Speicherkapazität für die Grundlast aufgebaut wäre.
    Dass Risiko der Kernkraft hätten wir zu Gunsten eines geringeren CO2-Ausstoßes tragen sollen.
    Wenn man das nicht wollte, wäre Gas immer noch besser gewesen als Kohle. Die KKW hätte man da stilllegen und behalten können, um im Zweifel nicht von Russland abhängig zu sein.
     
  26. Klatsch

    Klatsch
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    Über so etwas kann man ja gerne diskutieren, wenn ich eben auch gegen AKW's bin. Wenn ein Volksentscheid beispielsweise etwas anderes ergeben hätte, müsste ich mich dem wohl oder übel beugen.

    Ich würde den kurzfristigen höhern CO2 Ausstoß in Kauf nehmen, um die Grundlast zu sichern, und von dort aus Stückweise zurückzugehen. Dann wären wir für 10-15Jahre eben nicht der "Musterschüler", wobei Deutschland alleine das Klima in der Zeit und dem Ausstoß eh nicht groß beeinflussen könnte. Dafür würde alles eben wesentlich geordneter ablaufen und nicht planlos investiert werden.
     
  27. legal der die Waage hält

    legal
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    So oder eben so. Wichtig wäre gewesen drüber zu reden und Alternativen zu diskutieren, statt es durch zu merkeln.
     
  28. RedRanger ●-Stein-der-Schande

    RedRanger
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    Na ja, an einer hässlichen Landschaft ist noch niemand gestorben, an toxischer und oder verstrahlter Umgebung schon.
     
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  29. kylroy Merc

    kylroy
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  30. Lurtz lost

    Lurtz
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    Ich glaube wir werden noch Dinge auf dieser Erde erleben, gegen die jede Naturkatastrophe aus Menschengedenken wie Kindergeburtstag aussieht. Aber kann man nichts machen, Klimawandel ist halt alternativlos.
     
  31. RedRanger ●-Stein-der-Schande

    RedRanger
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    https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosphärischer_Fluss

    Nicht wirklich, die gehören wohl einfach zum Energie- und Feuchtigkeitstausch unserer Atmosphäre. Wurden in den 70ern entdect und dann Ende des letzten Jahrtausend wurden auch kleinere und schwächere Ströme entdeckt.

    Wahrscheinlich wird das durch die Erwärmung "nur" extremer.
     
  32. kylroy Merc

    kylroy
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    Ich bezog mich schon auf das Ausmaß. Regenbänder kennt man ja.
     
  33. RedRanger ●-Stein-der-Schande

    RedRanger
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    Im Wikipedia-Artikel steht halt, dass die 400-600km breit sind und mehrere Tausend Kilometer lang.
     
  34. kylroy Merc

    kylroy
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    Naja, die Regenbänder welche ich bisher kannte gingen gerade mal so gut quer über Deutschland. Bisher nannte man sie, glaube ich, auch noch nie The Big Dark. :)
     
  35. Lurtz lost

    Lurtz
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    Die Tage einen interessanten, aber auch beunruhigenden Gedanken gelesen:
    Finde ich eine recht nachvollziehbare Erklärung dafür, wieso die Menschheit so passiv ihrem Untergang entgegentaumelt, obwohl sie so viel dagegen tun könnte.
     
  36. Firderis

    Firderis
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    Ist doch bereits so. Ich kenne viele Leute, die einfach sagen, "uns wird falls es gefährlich wird schon eine Lösung einfallen. Ist doch bisher schon immer so gewesen, oder nicht?"
     
  37. Terranigma

    Terranigma
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    Überzeugt mich nicht unbedingt, insb. weil die Kategorie Menschheit derart abstrakt ist. Ich kann mir Menschen vorstellen - okay. Ich kann mir auch vorstellen, dass es einmal Zeiten ohne den Menschen gab - okay. Aber was genau heißt es, dass die Menschheit ihrem Untergang entgegentaumelt? Es ist so ... unkonkret. Das löst keinerlei Bild in meinem Kopf aus. Ich und Du tauchen in der Menschen nicht auf. Auch du sagst ja: "die Menschheit taumelt ihrem Untergang entgegen" anstatt zu sagen "Wir taumeln unseren Untergang entgegen", d.h. sprachlich separierst du dich von der Menschheit. Es ist halt sehr abstrakt.

    Belegte mal ein interessantes Seminar, in dem wir auf das Thema kamen. Grob gesagt ging es um Stadtentwicklung aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive. Das ergibt auf dem ersten, zweiten - und zugegeben auch dritten - Blick wenig Sinn. Was sollen Literaturwissenschaftler über Stadtentwicklung, Ökologie, Nachhaltigkeitskonzepte, u.Ä. sagen können? Der Grundgedanke war: bei allen polit. Entscheidungen geht es darum, den Menschen eine Geschichte zu erzählen, eben sie von einer polit. Idee und einer Vision zu überzeugen. Die Frage war, warum manche Themen so viel Coverage und Publicity abbekommen, andere - teilweise weitaus gewichtigere - wiederum nicht. Als eine These stand im Raum, dass es die Narrativität bzw. Erzählbarkeit der Themen ausschlaggebend ist. Ist auch meine aktuelle Pet Theory.


    Als Beispiele sei z.B. der Klimawandel und das Ozonloch genannt. Beide Themen stehen in einem Zusammenhang, allerdings zog der Diskurs über das Ozonloch eine viel höhere Coverage nach sich und es erreichte die Menschen besser. Ich würde sagen, das liegt u.a. an folgenden Punkten: der Name ist bereits catchy, er setzt mich eine konkrete Idee in den Kopf, eben dass es da "ein Loch im Himmel gibt". Selbst bei völliger Ahnungslosigkeit vom Thema ist jedem klar, dass es nicht gut ist, wenn es Löcher in Dingen gibt, die keine Löcher haben sollten - eben weil dann Gedönse eindringen kann, das eigentlich draußen bleibe sollte. Aus einer erzählerischen Perspektive lässt sich dieses Problem insofern wunderbar einfach, anschaulich, nahbar und und greifbar erzählen.

    Klimawandel nicht. Einerseits, weil das Klima bereits abstrakt ist. Wetter ist beobachtbar, Klima nicht - Klima ist sozusagen Wetter im statistischen Durchschnitt. Ebenso ist nicht sofort ersichtlich, warum es schlimm sei, wenn das Klima um 2°C steigt. Einerseits weil nicht unmittelbar verständlich ist, warum eine Erwärmung überhaupt ein Problem sein sollte, und zweitens weil die Zahl 2 Grad in keinsterweise nach einer Gefahr klingt. Wir reden nicht von 20°C oder 200°C, sondern von 2°C. Dazu kommt, dass der Klimawandel sich teilweise nicht mit der eigenen Beobachtungen des Wetters in der jüngeren Vergangenheit deckt, d.h. der Klimawandel ist für viele von uns weder unmittelbar spürbar, nahbar und existiert auch als solcher als abstrakte Gefahr, anders als das Ozonloch, das man sich bildlich vorstellen kann.


    Als Analogie kann man auch Geschichte nehmen. Ich persönlich kann mir 1 Menschen, 10 Menschen oder auch 50 Menschen vorstellen. Alle größeren Zahlenordnungen werden bereits schwer, d.h. wie genau unterscheidet sich eine Gruppe von 150 Menschen und 200 Menschen? Was bedeutet es eigentlich, wenn in einem Krieg 10.000 Menschen sterben? Ich habe noch nie 10.000 Menschen auf einem Fleck gesehen - ich kann die Zahl lesen und intellektuell verstehen, dass das viel ist. Aber es löst in meinem Kopf keinerlei Bild aus. Umgekehrt kann ich mir aber einen Toten viel besser vorstellen. Eben weshalb wird Geschichte häufig auch über die Schicksale von Einzelpersonen personalisiert, weil ein Opfer bildlich vorstellebar ist, Zehntausend Opfer hingegen nicht, weil dies fernab unserer Erfahrungswelt liegt.

    Das Problem mit dem Klimawandel sehe ich eher darin begründet, dass er kaum vorstellebar und erzählbar ist. Man hat es in der Vergangenheit ja versucht, z.B. indem man den Klimawandel häufig anhand der schmelzenden Polkappen thematisierte und als Bild den Eisbären auf einer winzigen Eisscholle auswählte. Aber das alleine trägt nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2018
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  38. Shintaro - Steilenmein

    Shintaro - Steilenmein
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    Das klingt sehr nachvollziehbar.
     
  39. Lurtz lost

    Lurtz
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    Das war hier aber eine bewusste Wortwahl, ich hatte bereits Wir da stehen. Aber es passt eben besser zu der Behauptung, dass die Sache praktisch eine fest verankerte Eigenschaft unserer Spezies ist.

    Auf der Ebene von Individuen macht die Erzählbarkeit ja durchaus Sinn. Dennoch gibt es so einige Themen, wo die Menschheit als Gesamtes trotz schlechter Erzählbarkeit aktiv ist. Nur beim Klima sind wir absolut nicht in der Lage, das Hochwasser in unserem Wohnzimmer mit dem Auto vor unserer Tür in Verbindung zu bringen. Bzw sind wir es doch, sonst gäbe es nicht die klassischen Ausflüchte wie "was bringt es schon wenn ich als einer von 80 Millionen Deutsche weniger Auto fahre, während 1 Milliarde Chinesen gerade erst damit anfangen", die vermutlich jeder von uns schonmal benutzt hat.
    Oder die Feinstaubtoten mit verstopften Innenstädten. Oder ein kaputt gespartes Krankenhaus mit MRSA-Infektionen?
    Fehlt da wirklich nur die Erzählbarkeit, die für diese unglaubliche Passivität verantwortlich ist? Ich meine Nein, da rationalisiert man sehr gezielt und effektiv das eigene Wissen um die Verantwortung vom Individuum weg und macht Kategorien wie "die Politik" oder "die Menschheit" verantwortlich, weil es einen selbst aus der Pflicht nimmt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2018
  40. Terranigma

    Terranigma
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    Was so zum Beispiel?
     
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