Artikel: 20 Jahre Gefängnis für Swatting mit Todesfolge

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 2. April 2019.

  1. Ixalmaris

    Ixalmaris
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    Wie kommt man auf 51 Anklagepunkte?
     
  2. Painnochio

    Painnochio
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    Also laut dem was der Polizist ausgesagt hat und dem was man im Video sieht musste der befürchten das der mann eine Waffe zieht. Ich habe mir über den Tathergang sehr wohl eine Meinung gebildet, wie Du siehst.
    Nun kann man sagen: Klar! Hätte der Polizist nicht schiessen müssen. Wenn man da vor Ort steht, reagiert man aber vielleicht anders. Ich habe Verständnis für den Schuss. Besonders wegen der Zustände in den USA (Waffen im Privatbesitz).
    Also meine Meinung: Doch! Er hat sich verteidigt und meinte dies tun zu müssen. Er dachte ja einen Mörder vor sich zu haben, der wahrscheinlich bewaffnet ist. Ich glaube kaum, das der Polizist zum Spaß abgedrückt hat - und wenn Du auch der Meinung bist, das er das nicht zum Spaß getan hat, so trifft ihn folglich keine Schuld.
    Auch war das kein ausgebildetes SWAT Team was vor Ort war, sondern normale - schlecht ausgebildete (für solche Fälle) - Polizei
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. April 2019
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  3. happyPig

    happyPig
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    Befürchten das der Mann eine Waffe zieht? Das allein reicht schon?
    Der Polizist hat verdammt nochmal sicher zu sein, bevor er von seiner Waffe (mit Vergrößerungsvisier!) Gebrauch macht und er hat die Pflicht die Gefahrensituation möglichst nicht letal zu lösen.
    Niemand wirft ihm vor "aus Spaß" abgedrückt zu haben. Aber zweifellos voreilig und das bestens dokumentiert. Nur wie so oft kommen Polizisten dabei straffrei weg. Das ist leider nichts neues in der USA.
     
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  4. bluttrinker13

    bluttrinker13
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    Das mit dem Kein-SWAT team wusste ich nicht, erklärt aber zusätzlich die unprofessionelle Handlungsweise. Mein Punkt ist hier nicht Schuldzuweisung, die Schuld wird der Beamte sicherlich, wenn er kein kompletter Psychopath ist, von alleine erleben. Mein Punkt ist, dass hier nichts gemacht wird, keine Suspendierung als Signal, keine Änderung der Ausbildungsrichtlinien oder mal ein Eingeständnis das die Beamten in solchen Situationen offenbar überfordert und gemeingefährlich sind. Meinetwegen kannst du Verständnis mit dem Schützen haben, auf empathischer oder moralischer Ebene. Ich wiederum habe die eher mit dem Opfer und seinen Angehörigen deren Leben dadurch auch dahin ist.

    Ändert meines Erachtens nichts daran das hier ganz gewaltig was im Argen liegt und nicht nur mit zweierlei Maß gemessen wird, sondern wiederholt das Signal gesendet wird: euch passiert nichts. Ein Gedanke, der nicht unbedingt dazu angehalten ist, dass man eventuell mal 2x nachdenkt BEVOR man schießt. Beamte tragen Verantwortung, nicht nur für ihr Leben sondern das aller anderen, das wird zumindest laut meinen Berichten aus erster Hand hier in D doppelt und dreifach eingebleut.

    Und lustig dass hier viele damit argumentieren, dass das ja normal sei, weil alle haben ja Waffen und sind gefährlich und so, was die meisten Amerikaner immer noch ganz anders sehen. Die hängen nämlich dem Irrglauben an, Waffen seien normal und gut und man müsse nur vernünftig mit denen umgehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. April 2019
  5. Agent.Smith

    Agent.Smith
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    Das klingt so als seien Polizisten ein willenloses Werkzeug, ohne eigene Gedanken und ohne Befähigung, den Wahrheitsgehalt einer Meldung zu hinterfragen, bevor sie den Abzug ihrer Waffe ziehen.

    Nicht falsch verstehen: die Strafe für den Swatter halte ich für gerechtfertigt.

    Aber gleichzeitig muss hier auch die Polizeiführung Konsequenzen ziehen. Ein solch voreiliges tödliches Verhalten kann nur aus eklatanten Mängeln in der Ausbildung resultieren. Besonders was minimal notwendige Gewalt und Deeskalation angeht. Für so ein Führungsversagen muss mindestens der zuständige Vorgesetzte seinen Hut nehmen.
     
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  6. Bratt Coxx

    Bratt Coxx
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    Und trotzdem ist es noch zu wenig. Nicht nur das das durch dieses affige Getue sinnlos Aufmerksamkeit generiert wird, sich in einem solchen Fall der Swatter auch noch erhofft im eigenen sozialen Umfeld an Prestige zu gewinnen, es wurden auch noch unnötig polizeiliche Ressourcen verschnwedet die vielleicht an anderer Stelle ernsthaft hätten gebraucht werden können weil jemand tatsächlich in Gefahr war und dann ist auch noch jemand völlig unbeteiligtes daran zu Schaden bzw. in diesem Fall sogar zu Tode gekommen.
    Wie viel kann mit und in einem eigentlich falsch laufen um dann auch noch nach 20 Jahren als das was allgemein als "resozialisiert" beschrieben wird wieder auf die Gemeinschaft losgelassen zu werden!?
     
  7. Spectre_II

    Spectre_II
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    Mängel bzw. eine andere Ausrichtung der Polizeiarbeit mag es in den USA zweifellos geben, aber ich denke das der Polizist jetzt erstmal wohl eher damit klarkommen muss das er jemanden erschossen hat weil jemand anderes einen "Spaß" gemacht hat. Für Opfer und Angehörige gilt im grunde das gleiche. ;)
     
  8. M4rtin

    M4rtin
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    In den USA gibt es "consecutive sentences", was die Anklage Punkt für Punkt voraussetzt, dies wiederum fürt zu Urteilen á la fünf mal lebenslänglich plus 30 Jahre.
    Wenn du in den USA mit einer Waffe eine Bank überfällst, Geiseln nimmst und drei der Geiseln mit einer Waffe tötest, wirst du wegen Raubes, Geiselnahme, Waffenbesitzes, Mordes, Mordes, Mordes angeklagt und wegen was weiß ich, was es dort an Strafvorschriften gibt. In Deutschland wäre es ein Mord. Die übrigen Straftaten werden durch Tateinheit konsumiert.
     
  9. Painnochio

    Painnochio
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    Ja, befürchten das einer eine Waffe zieht und auf Dich schiesst reicht in den USA schon. Es sterben da auch genung Polizisten. Klar ist das alles ein Riesenproblem. Aber ich bleibe dabei - in der Situation hat der Cop keine Strafe verdient und ich kann auch verstehen, wenn man so handelt im Affekt.
     
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  10. Painnochio

    Painnochio
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    Warum willst du den suspendieren? Er hat doch nicht gegen die Gesetze in den USA verstoßen. Der potentielle Täter hat zum Gürtel gegriffen und der Polizist hat sich verteidigt in der Annahme das ein Mörder vor ihm steht.
    In dem Augenblick kann das passieren und die Cops in den USA sind halt so trainiert. Klar ist das alles ein Riesenproblem. Klar ist das System da mist - vor allem im Bezug auf Waffenfreigabe.
    Aber auf empathischer Ebene wie Du schreibst kann ich verstehen warum jemand in dem Moment so handelt. Auf rechtlicher Ebene kann man dem Cop nichts.
     
  11. Yeager

    Yeager
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    Ich weiß nicht, werde ich einfach alt, sodass ich anfange alles rückblickend rosarot zu färben oder habe ich Recht damit, wenn ich sage, dass wir früher nie auf den Gedanken gekommen wären uns solch einen "Scherz" zu erlauben? Was zudem scheinbar noch so häufig passiert, dass es sogar einen Begriff dafür gibt. Was zur Hölle ist eigentlich passiert? Sind die Leute echt komplett verblödet oder wie oder was? Ich meine, jetzt ernsthaft, so doof kann man doch gar nicht sein. Selbst hier in DE nicht, aber erst Recht nicht in einem Staat wie den USA, wo ich doch weiß, dass jeder Volldepp bewaffnet ist und die Polizei sich manchmal nicht wesentlich unterscheidet von denen, die sie jagt. Was die Strafe angeht: Völlig egal, sie könnten ihm auch 1000 Jahre aufbrummen. Als ob das irgendeinen abschreckenden Effekt zur Folge hätte. Hat die Todesstrafe dort auch nicht. Ernsthaft, was zur Hölle ist passiert? Wie kommt man auf sowas? Ich verstehe es einfach nicht.
     
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  12. Painnochio

    Painnochio
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    Was anderes:
    1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8 + 9 = 45 != 42
    Der Supercomputer konnte noch nicht mal richtig rechnen -.-

    Später in den Büchern kommt raus, dass genau das eben so ist. Die Fragen ja nach dem Sinn des Lebens, des Universums und des ganzen Rests. Aber es ergibt keinen Sinn. Das wird zumindest in den Büchern so klar. :)
    Sorry an alle anderen für den Offtopic.
     
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  13. Yeager

    Yeager
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    Kann sein. Kann aber auch sein, dass sich da jemand einfach verrechnet hat, dann irgendwas Großes gegen was anderes Großes knallte und den Rest kennen wir ja.

    Tja, ich weiß es nicht.
     
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  14. Z0dd0247 gesperrter Benutzer

    Z0dd0247
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    Ich hab sehr häufig mit Polizisten zu tun. Einer meiner besten Kumpels ist Polizist, aber hier in Deutschland sind die Gegebenheiten ganz andere. In den USA hast du als Polizist andauernd die Gefahr erschossen zu werden, dort ist auch die Angst/Respekt auf einen Polizisten zu schießen viel geringer. Da wird auch mal bei einer normalen Verkerhskontrolle plötzlich ausm Fenster geschossen, wenn der Typ auf der Fahndungsliste ist.

    Außerdem kenne ich auch das Video von dem Vorfall. Der Mann hat leider extrem schlecht in der Situation reagiert. Er war sehr aufgebracht, und verwirrt, was ich natürlich verstehen kann. Das Swatteam hatte ihm die Chance gegeben sich hinzulegen und zu ergeben, stattdessen hat er die doofe Angewohnheit gehabt nach seinem Gürtel oder ähnliches zu greifen, wahrscheinlich einfach nicht nachgedacht in dem Moment. Der Fehler war Fatal, er wurde dann erschossen.

    In der Situation darf man sich keine Fehler erlauben, genau das machen was die Polizei dir sagt.
    Ich hab mich etwas mit der Polizei in den USa auseinandergesetzt. Dort ist der Selbstschutz hoch angesetzt in der Ausbildung, eben weil so viele Cops erschossen werden!!
    Ich hab mir nen Haufen dieser Bodycam Videos angeschaut und in den meisten fällen so 95% war die Aktion der Polizei auch gerechtfertigt.
    Es ist halt auch einfach traurig wie viele der erschossenen Kirminellen einfach keinen Respekt mehr haben vor den Cops, so oft wie da die Waffe gezogen wird, die Warnungen der Polizisten ignoriert werden. Das ist schon extrem Traurig. Viele der Gangster Typen aus den Ghettos wachsen aber eben auch so auf. Das kann so jemand wie du halt leider nicht wissen, du kennst nur unsere relativ sicheren Bundesländer und Städte. Dass hier überhaupt mal Polizisten schießen müssen ist schon eine Seltenheit. Eben weil die Ausgangssituation eine ganz andere ist, und man eben noch Respekt hat vor der Polizei. Außerdem besitzen hier die wenigsten eine Waffe! .
     
  15. Z0dd0247 gesperrter Benutzer

    Z0dd0247
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    Ist dir eigentlich bewusst was du da schreibst? NAtürlich hat der Vollidiot verdient was er bekommen hat. Den Polizist trifft da keine wirkliche Schuld. Es wurde mit der Info das Swat Team gerufen dass bereits eine PErson getötet wurde und zwei Geiseln gehalten werden. Das Problem sind hier vor allem die Geiseln, in einem Geiselszenario hat das Überleben der Geiseln höchste Priorität!
    Der Mann hat leider nicht sofort reagiert auf die Befehle des Beamten und eine sehr unglückliche Handbewegung gemacht.






    Der Swatter der angerufen hat, hat das bewusst extrem drastisch geschildert, so dass das Swat Team in höchster Alarm Bereitschaft war.
     
  16. Z0dd0247 gesperrter Benutzer

    Z0dd0247
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    In dieser Situation darf du deine Hände nicht in Richtung Hüfte oder 'Hose nehmen!! Sondern musst sie sichtbar halten. Der polizist sagt ihm vorher noch er soll sich ergeben und ein anderer schreit dann Hands Hands! erst dann fällt der Schuss.
     
  17. Agent.Smith

    Agent.Smith
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    Ich denke es wäre mal hilfreich, die Perspektive des Opfers einzunehmen. Lass dir einfach mal folgende Punkte durch den Kopf gehen.

    1: Du warst noch nie in einer Situation, in der du verhaftet wurdest. Du hast null Erfahrung damit, wie soetwas abläuft. Null.
    2: Du hast dir nichts zu Schulden kommen lassen und überhaupt keinen Grund zu glauben, dass du verhaftet werden könntest.
    3: Du genießt deinen Tag, denkst an nichts böses, auf ein mal leuchtet dir jemand mit der Taschenlampe direkt in die Augen. Du siehst überhaupt nichts mehr. Lautes Gebrüll "Hände hoch, Auf den Boden" etc.

    Jetzt sage mir: welcher Zivilist ist hier nicht komplett verwirrt und überfordert? Welcher Zivilist handelt hier vollständig rational? Versteht sofort, dass das die Polizei ist? Obwohl er die ja gar nicht sehen kann wegen Taschenlampe im Gesicht? Denkt nicht, dass sich da jemand einen schlechten Scherz erlaubt? Rechnet damit, dass Waffen auf einen gerichtet sind und dass man erschossen wird, wenn man versehentlich falsch zuckt?

    In dieser Situation sind die Polizisten die einzigen, die die Kontrolle haben. Sie wissen was hier vor sich geht. Sie haben diese Situationen trainiert. Sie können sehen und sind nicht durch Taschenlampen geblendet.

    Ist es da wirklich zu viel verlangt, dass die Polizisten mit Bedacht und minimal notwendiger Gewalt vorgehen?.....

    Ja, Polizist sein ist gefährlich. In den USA noch viel mehr als in anderen westlichen Ländern. Aber das kann keine Ausrede sein, Leute zu erschießen die völlig überrumpelt und überfordert sind und in ihrer Verwirrung falsch zucken.
     
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  18. Yeager

    Yeager
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    Wenn der Hintergrund kein so ernster wäre, hätte ich jetzt schallend gelacht. Mir schon klar, wie du es meintest - aber LIES den Satz mal und frage dich, ob es wirklich so verwunderlich ist, dass ein erschossener (!) Krimineller einfach keinen Respekt mehr hat.

    Pseudo-Scherz beiseite:
    In meinem Fall sind es sogar 3 Polizisten, die meinen Freundes- und Bekanntenkreis zieren, zwei Männer, eine Frau (zudem auch noch Ex von mir). Die sehen das alles ganz anders als du oder dein Polizisten-Kollege.

    Die Hintergründe, die du nanntest, sind alle verständlich.
    Aber dann schau doch mal selbst:

    Was war das für eine Entfernung? Das waren doch locker 30 Meter. Derjenige bekommt eine Verwarnung, eine zweite wird kurz gehört, wird aber vom Schuss schon unterbrochen - aus einem Gewehr. Selbst wenn er also zur Waffe gegriffen hätte, wäre das eine Pistole gewesen, er hätte sie greifen und zielen müssen - und dann noch viel Glück haben müssen auf die Entfernung irgendwas zu treffen. Ganz anders die Polizei, die sich bereit gestellt hatte, ihn im Visier hatte und die passenden Waffen dafür hatte. Wir reden hier nicht über einen großen Zeitraum, vielleicht ein bis drei Sekunden. Aber es wären genau die ein bis drei Sekunden, die über alles entschieden hätten. Das war ganz einfach eine Panikreaktion der Polizisten - und damit untersuchungswürdig. Auch durch den Umstand, dass das genaue Kommando auf die Entfernung evtl. nicht gehört / verstanden wurde. Nicht umsonst hört man deutlich, dass der Polizist so ruft, als wäre er an einem Canyon. Es war ihm also bewusst, dass er evtl. nicht (richtig) verstanden werden kann.

    Natürlich war es eine falsche Reaktion des Mannes. Natürlich hätte man eigentlich einfach nur stehen bleiben müssen, wenn man sieht, dass da Polizeiwagen mit Scheinwerfen das eigene Haus beleuchten. Es war also sehr wahrscheinlich auch eine unbedachte, also panikartige Reaktion des Mannes.

    Es ist aber der Job der Polizisten die Panik zu kalkulieren, nicht der von Bürgern. Deswegen vertraut man ihnen Waffen an, deswegen geniessen sie einen besonderen Status und Schutz, deswegen sind sie die Exekutive eines Staates - und nicht Klein-Jamie mit Schminkköfferchen oder Little Johnny, der Halbstarke. Gefahr und Gewöhnung hin oder her - aber das kann es nicht sein! Weil wenn du diesen Gedanken weiter denkst und das rechtfertigst - ganz egal wie die Zustände in den USA sind - dann wird es richtig brenzlig. Dann werden Kids sterben, die mit Spielzeugknarren rumlaufen - weil ein Cop Panik bekam, was schon geschah. Dann kann man demnächst mehr Angst vor Cops dort haben, als vor Gangstern und dann entsteht dadurch eine Abwärtsspirale - die du absurderweise anmahnst. Mit anderen Worten: Es wird schlimmer, nicht besser. Daher ist es eben NICHT okay, weder in der Situation, noch allgemein.
     
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  19. Sir Hurl Moderator

    Sir Hurl
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    Ich kann bestätigen, dass man die Ernsthaftigkeit der Situation nicht sofort begreift, wenn man von einer Waffe bedroht wird.
    Ich saß als Jugendlicher abends an einem kleinen Busbahnhof und wartete auf den nächsten Bus. Ein Auto mit vier jungen Männern vor recht nah und langsam an mir vorbei und einer hielt eine Pistole aus dem Fenster und richtete sie auf mich. Mir war in dem Moment absolut klar, dass eine Pistole auf mich gerichtet wurde... aber ich habe mich nicht bewegt. Ich weiß noch wie mir diverse Gedanken durch den Kopf schossen.. alle gleichzeitig: "Das ist eine Pistole.", "Hier in unserem kleinen Städchen läuft doch niemand mit einer Pistole rum.", "Was sind das für Idioten?", "Soll ich in Deckung gehen? Aber dann werden meine Klamotten nass (Es hatte geregnet).". Mein Unterbewusstsein hat also wie verrückt gearbeitet aber mein Körper hat nicht reagiert.
    Nachdem die Typen außer Sichtweite waren habe ich erst bemerkt, wie mein Herz schlug und dann konnte ich wieder einen klaren Gedanken fassen. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar wie gefährlich dieser Moment war.
    Heute bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um eine Schreckschusspistole handelte und die Halbstarken es unheimlich witzig fanden jemanden beim Vorbeifahren zu bedrohen.
    Ich kann also die Reaktion des Mannes verstehen. Aber auch die psychische Belastung der Polizei kann ich nachvollziehen. Man unterliegt vielen Regeln und man will nichts falsch machen. Gleichzeitig muss man aber mit dem Schlimmsten rechnen. Man versucht sich und seine Kollegen zu schützen.
    Wir stecken nicht in der Haut des Polizisten. Wir haben nicht seine Erfahrung und kennen nicht die Situationen, in denen er sich bisher befunden hat.
    Wurde er schon von einer Waffe bedroht? Musste er schon mal schießen? Wie oft hat er Tatorte besucht, die von Gewalt gezeichnet waren?
    Die Brutalität und der schnelle Gebrauch von Schusswaffen durch Zivilpersonen und Kriminelle ist nicht mit Deutschland zu vergleichen.
    Mein Vater besaß in Amerika mehrere Schusswaffen und hatte eine im Handschuhfach und auf seinem Boot. Für mich war dies immer eine absurde Situation... aber für meinen Vater war das normal. Wenn er von Washington nach Florida oder mit dem Boot durch die Karibik fuhr, waren Waffen für ihn die direkte Möglichkeit auf Gefahren zu reagieren. Und mit dieser Problematik müssen auch Polizisten kämpfen. Im Grunde kann ein harmlos aussehender Mann, eine Frau oder ein Jugendlicher zur tödlichen Gefahr werden.
    Man kann einfach nicht in die Köpfe der Menschen schauen. Daher wird es immer wieder zu solchen Situationen kommen und Unschuldige werden sterben. Und spätestens dann wird man sich wieder darüber unterhalten, wie so etwas passieren konnte.
     
  20. Makney

    Makney
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    Mann darf ja nicht vergessen der Polizist ist dahin gekommen mit der Info: Geiselnahme, 2 Menschen getötet plus Schuss Waffe. Das war ja keine normale Kontrolle oder so sondern ein Einsatz mit dem Ziel Geiseln zu Retten.

    Also mit dem Vorwissen der man hat eine Waffe, klar ist der Polizist sofort am denken der zieht seien Waffe. Ich kenne mich jetzt nicht so mit Waffen aus aber auf eine Entfernung von 20-30 Meter das schätze ich mal war ungefähr die Entfernung Polizist-Opfer(nach video), genau genug zu treffen um ihn nur Handlungs unfähig zu machen ist nicht grade leicht mit einer Glock 22.
     
  21. Yeager

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    Und irgendwann sollte das mal enden.
    Das kann es aber nicht, wenn sich nichts ändert.
    Ändern könnte es sich, wenn nicht mehr jeder eine Waffe dort hätte.

    Wenn ich mich an meine Bundeswehrzeit erinnere, dann waren Treffer mit der P1 für fast jeden wie ein Lotteriespiel - und das bei Entfernungen unter 25 Meter, darüber hinaus brauchte man es praktisch gar nicht erst probieren, weil die Kugel sonst wo hin ging, nur nicht ins Ziel. Dasselbe gilt für den potentiellen Aggressor aber dann auch. Mit einem Gewehr sieht das aber anders aus und die Polizisten hatten das.
     
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  22. Makney

    Makney
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    Okay da hab ich das im video Falsch gesehen, dachte die Schüsse wären erst bei Sekunde 44 Gefallen wo man nur den Polizisten mit der Hand Freu Waffe sieht.(konnte das video nur ohne ton anschauen)
     
  23. Yeager

    Yeager
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    Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, ob der Schuss, den man hört, von einer Pistole oder einem Gewehr stammt. Man sieht nur, dass derjenige, von dem wohl das Video stammt, ein Gewehr hat. Ich hörte da nur eine Warnung, eine zweite, die angedeutet aber unterbrochen war durch den Schuss. Auf die Entfernung gehe ich davon aus, dass mit einem Gewehr geschossen wurde, zumal man auch nur einen Schuss hört. Das ist etwas eigenartig, weil man in der Vergangenheit bei ähnlichen Vorfällen sah, dass nie nur ein Schuss abgegeben wurde aus Handfeuerwaffen heraus, wohl um auf Nummer sicher zu gehen. Ein Schuss ist eher typisch für ein Gewehr und dann war es auch gezielt.
     
  24. VIIC

    VIIC
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    Ja das ist mir bewusst: Ein Polizist hat einen Menschen erschossen - Punkt. Das ist Fakt und daran gibt es nichts zur rütteln.

    DIE GRÜNDE aus denen er so gehandelt hat liegen bei ihm selbst, ungeachtet des Anrufers- immerhin hat der Swatter keinen Auftrakskiller im Darknet bestellt, sondern eben.....die Polizei gerufen.

    Ab dem Punkt an dem ich einen Scherznotruf tätige (Hey, mein Kumpel Z0dd247 baut bei sich im Keller Atombomben, können sie da mal schnell vorbei fahren?) habe ich keinerlei Einfluss auf das was danach passiert - ob die Polizei dich erschießt, bei dir klingelt und freundlich nachfragt oder sich eins ins Fäustchen lacht über meinen Anruf und mich dann der falschen Verdächtigung o.ä. beschuldigt.
    Um den Ernst einer Lage erkennen und bewerten zu können ist der Polizeiapparat da - dafür werden sie bezahlt und deshalb ist nicht jeder Mensch geeignet bei der Polizei zu arbeiten. Und das hat hier kläglich versagt, wofür der Täter (in diesem Fall der Polizist) hart bestraft gehört.
     
  25. Stein14

    Stein14
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    Immer wenn ich hier Forderungen lesen den Polizisten zu bestrafen teils um ein Zeichen zu setzten denke ich: Was, wenn dieses Zeichen dafür sorgt, das in Zukunft ein Polizist aufgrund der Angst falsch zu schießen abwartet und deswegen unschuldige (und er Selbst) sterben was sagt ihr dann.
     
  26. acer palmatum

    acer palmatum
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    Meddlfranken (tatsächlich)
    Tolle Denke.
    Hat was von "Polenböller anzünden und werfen - ob das Ding in eine Kindergartengruppe rollt, sich der Passant auf den sie zurollt in Deckung werfen kann oder es nur "BUM" macht und alle so "YAY! Feuerwerk!" rufen, darauf habe ich keinen Einfluss." :nixblick::ugly:
     
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  27. happyPig

    happyPig
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    Das von Z0dd0247 verlinkte Video oben zeigt es eindeutig. Der Schütze besitzt Gewehr und Visierung. Er sieht den Mann damit klar und deutlich. Er sieht seine Hände klar und deutlich und alleine die Bewegung der Hände zur Gürtelhöhe als Schießgrund zu nehmen, ist für mich voll und ganz inakzeptabel. Was mich noch mehr ankotzt, der Schuss war tödlich. Wird da überhaupt versucht den Verdächtigen außer Gefecht zu setzen?
     
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  28. Stein14

    Stein14
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    Ich habe es auch nochmal überprüft die eingesetzten Polizisten waren weder ein SWAT Team noch für Geiselnahme oder solche Situationen ausgebildet was meine Einschätzung das der Polizist richtig gehandelt hat aus seiner Sicht noch verstärkt. Etwas anderes wehre es, wenn dieser wie anfangs hier behauptet ein Ausgebildetes SWAT Mitglied gewesen wehre. So handelte es sich um einem Cop der für die vorliegende Situation nicht ausgebildet wurde was man ihm meiner Meinung nach nicht zum Vorwurf machen kann.

    Auch bin ich mir nicht sicher und darüber können wir alle nur Spekulieren worauf er gezielt hat.
     
  29. Makney

    Makney
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    ist schon älter aber ich glaube das dürfte da immer noch so gelebt werden.

    Zudem wird nicht wie in Deutschland nach einer Schussabgabe automatisch ein Strafverfahren eingeleitet, da reicht es wirklich wen der Polizist sagt "war Notwehr", wenn er danach gefragt wird warum er geschossen hat.
     
  30. Agent.Smith

    Agent.Smith
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    Ja sorry, aber das "Vorwissen" war halt die Behauptung des Swatters.
    Das Prinzip "glaub' nicht jeden Scheiß, den dir irgendjemand erzählt" gilt doppelt für Menschen mit dem Mandat, tödliche Gewalt anwenden zu dürfen. Ansonsten macht sich die Polizei zum Werkzeug ohne eigene Verantwortung.

    Das gilt in diesem Fall aber nicht zwingend für den Polizisten vor Ort, sondern für den Vorgesetzten, der entschieden hat der Meldung des Swatters einfach so zu glauben ohne zu hinterfragen. Denn der gibt letztendlich den Ton vor für den Ablauf des Einsatzes.
     
  31. CHIEF117_W33D

    CHIEF117_W33D
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    Einerseits finde Ich es gut das der Täter hart bestraft wird und die beiden anderen beteiligten sollten auch noch minimum 5 Jahre bekommen. Auf der anderen Seite ist mir aber nicht klar warum das Opfer direkt getötet wurde. Wenn man die News liest geht man automatisch aus es war ein SWAT-Team, also das Äquivalent zu SEK, MEK , sehr gut ausgebildete, mit Westen und Platten geschützte, schwer bewaffnete Kräfte in Polizeiuniform -> wie aber hier ein paar Leute angemerkt haben waren das wohl in Wahrheit nur normale Polizisten die davon ausgingen einen wahnsinnigen vor sich zu haben ... sollte man schon klar herausstellen, denn dann kann man den Polizisten keine großen Vorwürfe machen.
    Alles in Allem ist es schon ein Witz wie manche Leute so drauf sind heutzutage
     
  32. Makney

    Makney
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    Der Einsatz Leiter hat aber auch nur eine Dürftige Fakten Lage. Zudem dauert eine Ortung von einer Telefonnummer auch in den USA seine zeit. Wen die überhaupt die Befugnis dazu haben.

    Bedeutet der Anruf geht rein und die Polizisten werden erst mal los geschickt, weil die erste Annahme ist erst mal es ist echt. Erst danach kann man genauer recherchieren und das kann halt mal seine zeit brauchen. In der Zeit können die Beamten schon am Einsatz Ort sein wo der "täter" grade gestellt wird.
     
  33. Agent.Smith

    Agent.Smith
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    Ich will ja nicht absprechen, dass das alles Herausforderungen sind. Aber die Alternative kann doch nicht sein: "na dann schießen wir halt zuerst und stellen hinterher Fragen."

    Ganz besonders wenn die Annahme ist, dass der Täter Geiseln genommen hat. Deren Leben gefährdet man ja auch noch zusätzlich, wenn man sofort eskaliert. Was wenn es zwei Täter gibt? Was wenn der Täter 2 die Geiseln erschießt, als Reaktion auf den Tod von Täter 1?
     
  34. DaHool

    DaHool
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    Jap, man wird sich darüber "unterhalten" und danach wieder in den Alltag übergehen. Schön, dass wir drüber gesprochen haben ;-).
     
    Agent.Smith gefällt das.
  35. Tsabotavoc

    Tsabotavoc
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    Im Gegensatz zu den Meisten hier verstehe ich die Polizei dort. Wir reden von Mord und Geiselnahme (die erlogen waren) und da kannst du nicht stundenlang warten und klären ob da ein Volltrottel angerufen hat. Und dann muss einem klar sein das die USA ein Land ist in dem jeder Hinz und Kunz ein Sturmhewehr haben kann. Wie hätte das sonst enden sollen außer so? Und ich würde den Swatter, inklusive der Anstifter, lebenslang wegsperren.

    PS: Und wenn vor mir ein Rudel schwer bewaffneter Elitepolizisten steht und "Freeze!" schreit dann bin ich die glaubwürdigste Statuenimitation der Welt und greif nicht noch zum scheiß Gürtel! Sorry - das Opfer tut mir echt leid. Wirklich. Aber die Reaktion war auch nicht clever fürchte ich. Naja. Wenns mal scheisse läuft, läuft es wenigstens total beschissdn
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2019
  36. Stein14

    Stein14
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    Ich habe grade nochmal gelesen das der Swatter angab, dass das Haus voller Benzin sei und daher muss die Polizei gar nicht von einer Waffe ausgehen ein Feuerzeug würde vollkommen Reichen und dieses würde man wohl auf dieser Entfernung selbst mit Zielfernrohr nur schlecht bis gar nicht erkennen können und dies erhöht den Druck schneller zu schießen nochmal da hier das Opfer Nichtmal zielen und schießen muss, sondern nur den Deckel aufmachen muss, um eventuell das Haus samt Geiseln in Brand zu stecken. Womit ein Todesschuss wehre es echt gewesen (Wovon der Polizist vor Ort ausgehen muss) gerechtfertigt wehre.
     
  37. Z0dd0247 gesperrter Benutzer

    Z0dd0247
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    Das Problem hier ist, denke ich, die Geisel Info. Ohne diese hätten die Cops auch anders reagiert. Die Tatsache dass im Anruf gesagt wurde, er habe bereits jemanden getötet und zwei Geiseln hat die Cops besonders nervös gemacht.
    Natürlich hat derjenige der abgedrückt hat, falsch gehandelt! Hätte da eben noch zwei drei Sekunden warten müssen ein zwei weitere Warnungen abwarten.
    Es wurden aber bereits etliche Leute geswatted und wie du siehst haben die meisten das glücklicherweise überlebt und sind mit einem Riesenschreck davon gekommen.
    Das heißt also dass das ganze auch Situationsbedingt ist. Hätten die Cops nicht vor dem Haus gewartet und das Haus gestürmt hätten sie ein anderes Bild von der Situation gehabt und wahrscheinlich nicht abgedrückt.
    Ich glaub wie gesagt die GeiselInfo war der fatale Punkt hier, weswegen das Haus nicht gestürmt wurde und man eben auf die kleinste Bewegung geachtet hat. Damit der vermutliche Täter nicht zurück ins Haus stürmt und seine Geiseln killt.
     
  38. Z0dd0247 gesperrter Benutzer

    Z0dd0247
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    Du hast dir den Anruf nicht angehört :(

    Er bringt das erstens ziemlich gut rüber, zweitens sagt er dass er seinen Vater umgebracht hat und nun zwei Geiseln hält. Er sagt in dem Anruf explizit dass er selbst der Täter ist! Also erwartet hier die Polizei das schlimmste, eine psychisch labile Person die bereits seinen eigenen Vater in den Kopf geschossen hat und nun das Leben zwei weiterer Menschen bedroht.

    Das hat nichts mit Bomben Basteln zu tun, und wie gesagt er spielt selbst den Täter am Telefon!
    Die Wirkung ist eine ganz andere, als wenn du jetzt sagen würdest "Ja ich glaube der Peter hat jemanden erschossen hab da Schüsse gehört."
     
  39. Yeager

    Yeager
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    Vergiss nicht die andere Seite der Medaille. Ohne dich zu kennen bin ich mir ziemlich sicher, dass du das nicht geschrieben hättest, wenn das da deine Freundin gewesen wäre, statt des Mannes.

    Niemand sagt, es wäre leicht als Polizist, erst recht nicht in den USA.
    Aber wenn die Erst-Schießen-Dann-Fragen-Methode bestehen bleibt, dann sind noch ganz andere Dinge möglich. Dann ruft der nächste Swatter an und sagt, dass in der Nachbarschaft ein kleiner Junge Amok läuft. Wenn sich die Cops dann genauso verhielten, hätten sie einen kleinen Jungen erschossen, der mit einer Spielzeugknarre im Garten spielte und unter Garantie nicht das Richtige getan hätte, wenn er in Scheinwerfer starrte und irgendwo aus der Ferne Kommandos hörte.

    Das war keine unübersichtliche Situation in einer dunklen Ecke irgendwo in Harlem. Hier stand ein Mann mitten im Scheinwerferlicht in einer offenen Tür und wurde bei der ersten Bewegung sehr wahrscheinlich mit einem Gewehr erschossen - was für ein gezielten Gewehrschuss bei dieser Entfernung und aufgrund der Tatsache, dass er sich nicht weg bewegte schon fast eine Kunst gewesen wäre zu verfehlen. Hätte er gehustet, wäre er auch erschossen worden. Die Polizisten hatten ihn im Visier, während er wegen den Scheinwerfen vermutlich gar nichts sah. Aus Reflex heraus hätte er auch die Hand vor Augen halten können und wäre ebenfalls erschossen worden.

    Was wäre denn gewesen, wenn er nicht der Einzige wäre, wenn er einen Komplizen hätte? Der hätte vielleicht die Geiseln getötet. Was wäre, wenn die Geiseln gar nicht im Haus wären? Dann hätte man die einzige Auskunftsquelle eliminiert.

    Es gibt mehr als nur eine Perspektive.
     
  40. frankfeierabend444

    frankfeierabend444
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    Suchen Sie mal nach: Hans-Georg Neumann
    Das gibt es durchaus. Lebenslang heißt in Deutschland Lebenslang.
     
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