Artikel: Kingdom Come: Deliverance nominiert für Computerspielpreis - Warum es erneut Kritik gibt

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von SandroOdak, 8. März 2019.

  1. Darksleep

    Darksleep
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    Sehe ich absolut genauso.
    Bordelle und ähnlich verruchte Dinge finde ich in einem RPG eigentlich schon deshalb gut weil es mich meinen Charakter auch in solchen Situationen spielen lässt. Je nachdem wen ich gerade spiele verhalte ich mich anders. Bei Pillars zum Beispiel hat mein arroganter Magier nur die Dienste der exquisitesten Damen in Anspruch genommen, mein sarkastisches Medium war für jeden zu haben während mein Eothas Priester sich von solchen Sachen ferngehalten hat. Es ist nicht viel aber ich finde das bringt wieder eine kleinen Schritt mehr Tiefgang.
     
  2. hunter7j

    hunter7j
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    Jop besonders bei RPGs ist es einfach wichtig.
     
  3. Darksleep

    Darksleep
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    So imaginär ist das nicht aber die Videos beziehen sich auf einen sehr kleinen extremen teil der eben in Richtung fremdschämen geht.
    Solche Videos gibt es auch in die andere Richtung in denen sich über die extrem Konservativen lustig gemacht wird.

    Für mich sind SJWs in der Regel sehr ideologische und weltfremde Leute, eben genau diejenigen die sich aufregen wenn nicht jede Minderheit in Spielen oder Filmen repräsentiert werden. Wie gesagt ist das nur ein kleiner extremer Teil aber durch das Internet verschaffen sie sich leichter Gehör.
     
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  4. Endriago

    Endriago
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    Es gibt schon klare Charakteristiken. Natürlich ist es sehr verschwommen.
    Aber ganz ehrlich, dass ist mit Begriffen wie "Nazi", "Faschist", "Rassist" etc. genauso. Da hilfst die historische bzw. sachliche Grundlage auch nichts mehr, wenn jeder die Wörter benutzt wie es ihm passt.
     
  5. Soisus

    Soisus
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    Das einzige Opfer bist du das Zensur gutheisst.
     
  6. Endriago

    Endriago
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    Psst! Weg mit dem Thema. Sonst hakelt's gleich wieder Thread-Sperren
     
  7. jan_r

    jan_r
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    Äh, ja klar, ein Social Media "In-Word" von Zweitausendhassenichgesehen ist das *genauso* wie Begriffe die wie lange bereits definiert sind? Mindestens knapp hundert Jahre? Ich glaube nein, das ist nicht genauso :-)
    Mal ganz abgesehen davon, selbst wenn: es würde sich nichts ändern hinsichtlich des SJW Begriffs. Das ist so eine "Oh, guck mal da ein Schmetterling" Argumentation ;-)
     
  8. Endriago

    Endriago
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    Ahja, ein Wort hat mehr Wert, weil es länger da ist. Auch wenn es nicht richtig benutzt wird.
    Meine Frage was ich stattdessen sagen soll ist immer noch nicht beantwortet. Vielleicht ja sowas wie Barbaren, macht keinen Sinn, aber das Wort gibt's schon recht lang.

    (Und schau dir mal die Klickzahlen von solchen SJW-Cringe-Compilations an (mit Ü95% positiver Wertung). Da kann sicher nicht von 2000 die Rede sein. Der Begriff ist etabliert)
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. März 2019
  9. Bot=of=Nod

    Bot=of=Nod
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    Es ist rassistisch, aber nicht weil keine dunkelhäutigen Menschen darin vorkommen? Na, vielleicht hätte man das den netten Kollegen von Kotaku, Polygon und dem restlichen progressiven Hassmob auf Twitter sagen sollen. Sogar der SZ Reporter, der diese ganze Diskussion wieder ins Rollen gebracht hat, beharrte ja als Begründung darauf, warum Kingdom Come Deliverance eher auf dem Scheiterhaufen, als bei einer Award Show landen sollte, dass es der Mangel an dunkelheutigen Einwohnern in dem Spiel ist, der ihn so wütend aufstoßen ließ. Dagegen klingen deine Griffe nach Strohhalmen als Begründung doch tatsächlich weitaus besser.

    Aha. Also sind wir wieder beim Punkt "Ich mag den einen Typen nicht wegen GamerGate, also kann er, das ganze Studio und sein Spiel sowieso deswegen meinetwegen zur Hölle fahren" angekommen. Irgendwie bildet sich da langsam ein Muster ab.
    Dass ein Großteil der Presse sein Spiel in Amerika nicht testen wollte, weil sie wie auch du selbst Vavra persönlich nicht leiden konnten und sich bereits in der "Das Spiel ist rassistisch, weil nicht genug POC" Narrative festgefahren haben, stimmt ja soweit. Einer der Outlets hat ja sogar noch extra damit geprotzt, was für gute Menschen sie sind, weil sie dem Spiel und damit Vavra keine Plattform bieten wollen. Dass das Spiel abseits von der amerikanischen Presse gut aufgenommen wurde und ja jetzt auch zumindest im Gespräch für einen Preis ist, lässt ja auch darauf schließen, dass sich die Presse in dem Fall wohl Gegen die Seite der Konsumenten gestellt hat. Wo war da also die Lüge?

    Und bei all den Hobby-Historikern, die für ihre Überzeugungen zu irgendwelchen grenzwertigen Blogposts verlinkten und Sesselfurzern wie "A Man in Black", dessen historisches Wissen auf mal schnell überflogenen Wikipedia Einträgen basierte, ist die Überraschung eher größer, dass Vavra sich im Laufe der Entwicklung überhaupt erst noch so lange um eine Diskussion bemüht hat, als dass er dann irgendwann keinen Bock mehr hatte und statt dessen in die Offensive ging.
    Mit dem Entwickler Diskussionen über sein Werk zu führen, würde in dem Kontext auch voraussetzen, dass besagte Historiker auch mit der Absicht, diese Diskussion zivilisiert und mit dem eigentlichen Ziel, eventuelle Missverständnisse aufzuklären, zu führen, auf ihn zukommen. Etwas, was bei den "Historikern", wie du sie bezeichnest ohnehin nie der Fall war. Und auf einer Seite wie Twitter, wo Jeder einem mit Ad Hominem Attacken und sinnlosem Mist dazwischen schreien kann, in jedem Kontext praktisch unmöglich ist.

    Soso, Vorwürfe der Korruption in der Spiele-industrie? Das ist schon ein starkes Stück. Hoffe ja, du findest ne Gruppe, die sich eingehend mit sowas beschäftigt und gerne gegen sowas protestiert. Wir können es ja "#SpielGate" nennen, wie wär's? :groundi:
     
  10. jan_r

    jan_r
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    Keine Ahnung. Mein spontaner Vorschlag wäre vielleicht "Opfer". Das hat ja mittlerweile eine genauso sinnfreie Bedeutung :-P
    Naja, scheiß der Hund drauf. Ich glaube, wir sind ein bisschen vom Thema abgekommen. Und bevor man uns auch noch "wegzensiert", verweise ich einfach nochmal grob auf das von mir oben gesagte als Gedankenanstoß und nochmal als Fazit:
    SJW ist ein konstruierter "In- / Outgroup" Begriff, der lediglich ein imaginäres "Feindbild" skizziert für eine lose Gruppe an weißen Mittelschicht-Kindern, die ein Identitätsproblem haben und sich ulkigerweise Minderheiten gegenüber benachteiligt fühlen. Das Konstrukt eines gefühlt "übermächtigen" Feindes in Form der SJW, der angeblich ganz viele "Fäden in der Hand hält" und ihre "Spielzeuge" wie Videospiele und Filme mit von ihnen nicht erwünschten Inhalten füllt lässt sie die eigenen Hilflosigkeit besser ertragen. Dieses gemeinsame Feindbild schweißt zusammen und nimmt einem den Druck selbst Verantwortung für sein Handeln übernehmen zu müssen. Denn Schuld am eigenen Leid hat immer "der Andere", der SJW.

    Gut's Nächtle! :-)
     
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  11. Olec

    Olec
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    Wolltest du jetzt beleidigen oder witzig sein? Und letzteres habe ich nicht getan.
     
  12. Pat Bateman American Psycho Moderator

    Pat Bateman
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    Gründer des ALIAS - Fan-Clubs || Tom Clancy und Gl
    Auch für dich gibt es eine Threadsperre; diese Diskussion hat hier nichts zu suchen.

    @Rest: bleibt on-topic ansonsten verteile ich weiter Threadsperren.
     
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  13. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Das faschistische Feindbild ist verkehrt, das hinter dem Begriff steckt. Da könntest du mich auch fragen, wie du die Leute nennen sollst, die gemeinhin als "Untermenschen bezeichnet werden". "SJW" ist weniger Nazi-Begriff als vielmehr Nazi-Konzept. Ob das morgen anders heißt oder nicht, ist mir völlig egal.

    "Kultureller Marxismus" respektive "cultural marxism" ist ein Begriff, der ebenfalls aus der extremrechten angloamerikanischen Ecke stammt. Er bezeichnet jede Staatsform außerhalb eines plutokratischen Kapitalismus.

    Sicher, das war zu Demonstrationszwecken nur leider notwendig. Es war allerdings argumentativ auch keine Meisterleistung, mir Prüderie zu unterstellen und mir im gleichen Atemzug mit einer Spieleserie vor der Nase herumzuwedeln, die für ein nahezu unüberbietbar prüdes Publikum maßgeschneidert wurde (und dessen ursprünglicher Schöpfer den derzeitigen Machern vorwirft, sie hätten einen "Lolita-Komplex", aber das nur am Rande).

    Um weniger zu verallgemeinern: Gegen Nacktheit habe ich herzlich wenig, gegen Erotik habe ich herzlich wenig. Gegen frauenfeindliche Stereotypen habe ich eine ganze Menge. Und das ist eben in Zeiten sex-positiven Feminismus nicht ansatzweise dasselbe. Es kommt nur eben in Kingdom Come ganz absichtlich zusammen.

    Okay, diesmal hast du die Rechtschreibungsoberhand, ich hätte beinhart einen Louis draus gemacht. Und der kann ja gerne sein ewiggleiches erotisches Bild bis in alle Ewigkeiten malen (die Idee, er würde jemals ein zweites malen, habe ich vor über einem Jahrzehnt bereits aufgegeben). Bei ihm gibt es allerdings auch kaum narrativen und keinen spielmechanischen Kontext, insofern...

    Aber, halt, falls dich das Thema in der Tat interessiert, hier ein Schmankerl von einer Art Director zum Thema erotische Kunst in der Fantasy:
    http://www.muddycolors.com/2015/03/the-no-stilettos-rule/
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2019
  14. Endriago

    Endriago
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    Ja, es soll keinen Begriff geben und man soll nicht über sie reden bzw. sie kritisieren, denn das wäre nazihaft. Dachte ich mir.
     
  15. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    "Sie", die organisierten Kommunisten, die nicht so helle sind und zu Themen lauthals schreien, die sie überhaupt nicht verstehen und gar nicht interessieren? "Sie", die mächtigen und reichen Menschen, die Hollywood und die Spiele-Industrie unterwandert haben und dir mit ihren Ideen der Vielfalt die Medien genommen haben, die rechtmäßig dir allein gehören? "Sie", die immer für lauter Randgruppen kämpfen, die das überhaupt nicht wollen? "Sie", die keinerlei Verständnis für die Kunst, etwa die Spielekunst, haben und deshalb selbst stets nur eine entar... pervertierte Form des Mediums zustandebringen? "Sie", die ein Interesse an Spielen stets nur simulieren, aber niemals auch welche spielen? "Sie", die niemals auch an die Ideale und die Moral glauben, für die sie öffentlich aus reiner Profitgier einstehen - also bis ins Mark unehrlich sind? "Sie", die mit ihren überzogenen Formen der Kritik Lawinen der Zensur heraufbeschwören bzw. implizit fordern?

    Fiktive Feindfigur bleibt fiktive Feindfigur, völlig egal, was du für einen Namen draufschreibst...
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2019
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    Captain Tightpants
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    Sie, die sie in Bielefeld wohnen?


    :wahn:
     
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  17. Endriago

    Endriago
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    Naja, ist nicht alles handfest, aber das mit der Zensur stimmt zumindest. Da sind genau die Leute gemeint, die immer fordern, dass "Hatespeech" gesetzlich verboten wird. Und wenn du nicht siehst, dass es die gibt dann schaust du entweder nicht richtig hin, oder du willst sie nicht sehen.

    Aber lassen wir den Blödsinn jetzt und kommen zurück zu Kingdom Come
     
  18. CHIEF117_W33D

    CHIEF117_W33D
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    Core i5 7600K @4,7 GHz
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    Samsung 970 Evo NVMe SSD 500 GB (System und Spiele)
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    Gigabyte onboard / Headset Logitech G533 wireless gaming headset 7.1
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    Ich Habe den Begriff SJW gewählt, weil der in aller Munde ist. Ich wusste tatsächlich bis vor ein paar Monaten nicht was damit überhaupt gemeint ist. Für mich is sowas halt linkes Gewäsch (darf Ich das so sagen hier? ist halt die Wahrheit), einer Ablehnungs- und Jammerkultur heutzutage. Das sage Ich als jemand der politisch sehr zentral steht, denn es gibt an beiden Rändern nichts gutes, garnichts. Und Sie teilen defintiv eine deutlich linksgerichtete Politische Einstellung, das ist vollkommen in Ordnung, kein Problem ist ja ne Demokratie. Aber sich als allwissender Oberlehrer hinzustellen ... naja Ich weiß nicht. Dieses ewige Wettern und Nazivorwürfe gegen alles und jeden ist nicht gerade objektiv. Fakt ist, das Spiel enthält keine Farbigen weil es die zu dieser Zeit an diesem Ort nicht gab und der Umgang mit Frauen ist so, weil es damals so war das Spiel verharmlost das sogar noch sehr deutlich. Was dieser Chefentwickler für ne Meinung hat ist doch irrelevant. Das Spiel ist jedenfalls sehr gut gemacht und das sollte Wertschätzung erfahren. Außerdem hat diese Diskussion über irgendwelche Marxisten oder Rechte überhaupt nix mit dem Topic zu tun.
     
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  19. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Ich finde die Definition aus Wikipedia trifft es ganz gut:
    Es gibt ernsthaft Leute die behaupten, wer diesen Begriff benutzt, sei automatisch rechtsextrem/ein Nazi/wasauchimmer, aber ihr müsst euch hier nichts einreden lassen. Letztenendes ist es aber kein nettes Wort welches wohl gegen die Netiquette verstößt, wenn man sie gegen andere User richten sollte (vermute ich jedenfalls).
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2019
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  20. Yeager

    Yeager
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    Berlin
    ... und ein sehr schwachsinninges noch dazu.

    Ein "Krieger" für soziale Gerechtigkeit ist eine Person, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

    Also nicht für die Gerechtigkeit zu Gunsten von Veganern, Tierliebhabern, Schwarzen, Juden, Menschen mit Handicap, Kindern, Frauen, Schwulen usw. ONLY - sondern jemanden, der nicht unterscheidet, der sich für jede Art von sozialer Gerechtigkeit einsetzt, und zwar immer dann, wenn Ungerechtigkeit zugegen ist - ganz gleich von wem an wem verursacht.

    Der möglicherweise auch schon einem Weissen, der von Schwarzen bedrängt wurde, half. Und einen Tag später genau umgekehrt, einem Schwarzen half, der von Weissen bepöbelt wurde. Der möglicherweise auch jemanden in einem anderen Land mitteilte, dass Deutsche keine Nazis von der Stange wären. Und einen Tag später sich mit einem deutschen Nazi zofft. Der möglicherweise auch für einen Mann eine Lanze brach, der das Opfer von femininem Sexismus wurde, was es auch gibt, ob man's glaubt oder nicht. Und einen Tag später sich mit einem anderen Mann zofft, der ein vorsintflutliches Geschlechterrollenbild hat und meint, Frauen gehören in die Küche.

    Also jemanden, der einem im Fall der Fälle sogar selbst zu Hilfe kommen könnte - und das wahrscheinlich auch tun würde.

    Und wenn man so jemanden diffamiert, dann demonstriert man, wofür der Begriff "Dummheit" steht.
    Man schießt breit grinsend ein Eigentor, ist stolz darauf und meint, es dem "Richtigen" gezeigt zu haben. Man ist schlichtweg zu blöd dafür um zu erkennen, dass es nix anderes als ein Eigentor war, spätestens auf lange Sicht.

    Jeder, der den Begriff "SJW" abfällig nutzt - und schon dieser Begriff selbst stellt mit dem "Krieger"-Anteil eine Verhöhnung und damit eine Abfälligkeit dar - demonstriert also letztlich nichts anderes, als seinen ganz persönlichen und sehr weit fortgeschrittenen Stand an Dummheit.

    Er sagt damit etwas aus, das ihm nicht bewusst wird: Dass er ein Problem hat mit Leuten, die anderen Leuten helfen, evtl. eines Tages sogar ihm selbst. Er schreit förmlich in die Welt hinaus, dass er ein wirklich dummer Mensch ist - und es wäre sogar lustig, wenn es nicht so traurig wäre, weil es davon gar nicht mal so wenige gibt, was auch erklärt, warum die Welt so ist, wie sie ist - so aber nicht sein müsste.

    Was das Spiel angeht, so bleibt die Angelegenheit problematisch, da die offen zur Schau gestellte Einstellung des Machers immer ein Problem darstellt, genauso, wie es z.B. durchaus ein Problem sein kann Filme mit Tom Cruise zu sehen, weil man damit indirekt zwangsläufig Scientology unterstützt, ob man will oder nicht. Historisch betrachtet gab es Muslime und Menschen mit dunkler Hautfarbe auch in Europa des Mittelalters, jedoch vermutlich eher weniger auf dem Dorfe, eher in Städten und Ballungszentren. Es geht aber eben nicht nur um diese Details, so wie es auch bei Mission Impossible nicht um Details geht, sondern um Cruise selbst.

    So oder so bleibt es also problematisch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2019
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  21. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Einmal zurück auf Version 0.0 der Diskussion, herzlichen Glückwunsch. Das ist doch ein rechter Argumentationsreflex, buchstäblich eine Übersprungshandlung. Ist doch albern.

    Hier die Risszeichnung des rhetorischen Perpetuummobiles:

    (1) Kingdom Come wird hochgelobt (aus welchem Grund auch immer)

    (2) Mannigfaltige Kritik wird geäußert, wobei wir unterscheiden zwischen

    2.1 Kritik an Daniel Vavra/ ad hominem
    (die hier nicht notwendig logischer Fehlschluss ist, weil/siehe 2.2)
    • Tragen diverser rechter T-Shirts (Burzum, MRA-Memes) u.A. auf gaming-Expos (über Tage das gleiche Shirt)
    • Ausdrückliche und kontinuierliche Unterstützung des gamergate-Mobs
    • Behauptung, die Presse ignoriere sein Spiel wegen seiner gamergate-Unterstützung
    • Verteidigung mit Scheinargumenten gegen fiktionalisierte Vorwürfe/Strohmänner ("wollen Schwarze", "Opa hat unter den Nazis gelitten")
    • ständige rechte Pöbeleien über Social Media, für die jeder andere Entwickler den Hut hätte nehmen müssen
    2.2 Aufzeigen, wie Vavras erkennbare Ideologie sich in Kingdom Come widerspiegelt
    • Historisch fragwürdige Szenen, die fälschlicherweise mit historischer Glaubwürdigkeit gerechtfertigt werden
    • frauenfeindliche Gamer-Memes
    • frauenfeindliche Achievements
    • Emotional gedachte Story wird durch extreme Frauenfeindlichkeit grotesk (keine Träne für die tote Mutter, die auf dem toten Vater rumliegt)
    • Spielmechanische Notwendigkeit des Rumhurens (-> kostenfreie Heilung)
    • Die beiden homosexuellen Charaktere sind extrem negativ dargestellt
    • Alberner Eintrag zur "idealen Frau" im Mittelalter, festgeschrieben auf den zerbrechlichen, kreidebleichen, minderjährigen Typ, der dem Hochadel gefiel (-> lächerliche Recherche)
    • Isolationistisch-nationalistisch-geschichtsrevisionistische Darstellung des historischen Kontexts dank völliger Ausblendung anderer Perspektiven (-> Politisierung durch tendenziös-selektive Ausschnitte)
    2.3 Aufzeigen, warum Kingdom Come darüber hinaus nicht in den Spiele-Olymp gehört
    • Völlig unfertiger Release im Betastadium, teils schwere Bugs bis heute
    • ein "realistisches" Kampfsystem, welches genau deswegen einen extrem hohen Glücksfaktor hat und sich für Spiele überhaupt nicht eignet
    • Extreme Enttäuschung unter den Kickstarter-Unterstützern, weil ihre Rewards schlicht nie produziert wurden
    2.4 Kritik am 180° Umschwung der Presse, sobald Koch Media das Marketing übernahm
    • plötzlich war da nichts mehr, ist nicht so schlimm, warum regt ihr euch denn so auf, hat doch gesagt, er wäre kein Nazi
    • Uiii, kuck mal, im Dunkeln sieht man nichts
    • Uiii, kuck mal, mit Helm sieht man auch nichts
    • Uiii, kuck mal, dieser Wald sieht voll realistisch aus (wenn man davon ausgehen würde, dass im Mittelalter extensiv Forstwirtschaft betrieben wurde)
    • nach über einem Jahr noch preisverdächtig
    • Fürsprache für Preis verschämt hinter Paywall

    (3) Es folgt Ignoranz oder pauschaler Widerspruch gegen die Kritik:
    • Die Kritik wird pauschal als Werk einer reaktionären Feindfigur/Buhmanns abgetan (einer reaktionären Feindfigur, mit der auch Vavra selbst hausieren geht)
    • Differenzierte Kritik wird falsch als reine Kritik an der historischen Glaubwürdigkeit zusammengefasst (die ja in der Tat nicht existiert und von einigen richtig(er) als "es gibt halt keine Elfen und Drachen" eingeordnet wurde)
    • Die Kritik wird pauschal als Kritik am Warhorse-CEO abgetan, wobei ich das oft implizite "und wenn er rechtsradikal ist, na und?"-Schulterzucken schon arg abstoßend finde

    (4) zurück zu 1.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2019
  22. hunter7j

    hunter7j
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    Die Frage ist wie kann man so überzeugt und engstirnig eine Meinung vertreten wie du? Es gibt Leute die es gut finden das er rechts ist. Es gibt Leute denen es absolut egal ist und die eifnach nur das Spiel spielen wollen. Mit welchem recht nimmst du dir heraus, das deine Meinung über der von anderen steht?

    Akzeptier einfach andere Meinungen. Für mich ist das Spiel eines der besten Rollenspiele der letzten Jahre und ein einmaliges Videospielprojekt, dass es so kein zweites mal gibt, mit einigen wirklich unvergesslichen Quests.

    Meiner Meinung nach ist die politische Einstellung eines Künstlers absolut egal dafür, ob man seine Werke mögen sollte oder nicht. Er kann von mir aus ein Massemörder sein, wenn er Dinge macht, die mich unterhalten, werde ich trotzdem daran spass haben.


    Ein gutes Beispiel ist das Lovecraft. Der Kerl ist ein absoluter Rassist, trotzdem sind seine Werke absolut prägend für die Popkultur und unfassbar stimmungsvoll geschrieben, obwohl ins einen Werken sein rassismus wirklich extrem deutlich wird.

    Ein Spiel muss Spass machen, egal ob es dabei irgendeine politische Aussage trifft oder nicht und KIngdome Come macht Spass und damit ist es ein gutes Spiel.

    Außerdem vergisst du das es keine 100% realistische Darstellung gibt, auch wenn der Entwickler das behauptet, was mir persönlich ja absolut egal ist. Das Spiel bildet das Mittealter so dar wie es im Kopf der Entwickler eben ausgesehen hat und deswegen ist es ihnen auch absolut frei zu entscheiden, ob sie in ihrer Welt dunkelhäutige Menschen haben wollen oder wie sie Frauen in ihrer Welt darstellen.


    Es ist eine Welt von Künstlern erstellt und sie können sie so gestalten wie sie wollen ohne auf die Meinung von irgend jemandem achten zu müssen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. März 2019
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  23. Kagarn gesperrter Benutzer

    Kagarn
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    Als Rom und Griechenland kannst du keine weiblichen Generäle anheuern. Sondern nur männliche. Barbaren, Ägypten etc die können weibliche anheuern.
     
  24. Kagarn gesperrter Benutzer

    Kagarn
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    Hast du das Spiel überhaupt gespielt oder einfach nur die Zeilen von irgendwelchen empören Victims und Linken angeschrieben. Mindestens die Hälfte die du schreibst ist nämlich echt Bullshit!
    Alleine die Tatsache dass Henry um beide seine Eltern trauert scheinst du zu ignorieren. Passt nicht in dein Feindbild lieber was erfinden.
     
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  25. Kagarn gesperrter Benutzer

    Kagarn
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    264

    Doom Patrol hat sich darüber letztens lustig gemacht, "Why the chosen one has to be a boy, way too much misogony and sexism."
     
  26. Waldkauz

    Waldkauz
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    Jaein, kommt auf die Zeit und die zu vergleichende Kultur an. Am Anfang des Mittelalters war Europa auf alle Fälle rückständiger als die arabische, indische oder chinesische Kultur. Gegen Ende des Mittelalters stimmt das nicht mehr unbedingt. Bezüglich des Kontinents Afrika ergibt sich auch ein sehr gemischtes Bild. Nordafrika war fortschrittlicher, allerdings durch die Antike stark arabisch, römisch bzw. griechisch beeinflußt. Subsahara gab es auch afrikanische Königreiche wie das Malireich, das Reich der Songhai, das Reich von Kanem-Bornu, oder das Aksumitische Reich. Jedoch bleibt da etliches im Dunkeln hinsichtlich Zentral- und Südafrikas. Auch Europa hat sich nicht gleimäßig entwikelt. Grundsätzlich kann man sagen, das es ein Gefälle an Wissen von Süd nach Nord und von West nach Ost in Europa gab. Im 15. Jahrhundert kann man Europa im Durchschnitt nicht mehr als rückständig bezeichnen (Siehe Buchdruck, Kathedralenbau, Stahlverarbeitung).
     
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  27. Waldkauz

    Waldkauz
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    Dazwischen gehört noch das besagte Leute auf Schwarze gab es in Osteuropa bestanden, dann auch in Nordeuropa und dann auch in West- und Südeuropa. Diese Aktivisten haben aus einer Mücke (kleines ländliches Gebiet in Böhmen) einen Elefanten gemacht (Europa) und es damit untermauert, das böhmische Mönche den Heiligen Maurizius und die Königin von Saba mit dunkler Hautfarbe darstellten.
     
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