Artikel: Overwatch - Neue Kurzgeschichte „Bastet“ outet Soldier 76 als schwul

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 8. Januar 2019.

  1. Terranigma

    Terranigma
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    Sieh es doch mal so: würden Personen wie du dich nicht über Banalitäten wie Homosexualität aufregen und darüber schreien, dann geht Blizzard sinistre PR-Strategie gar nicht auf. Wenn Blizzard einen Aufschrei provozieren will, wäre es doch in deinem Sinne das klügste eben nicht aufzuschreien, sondern naja ... es halt einfach zu ignorieren.
     
  2. SAVARD

    SAVARD
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    dann schaue dir blizzards aktienkurs an und man kann sehen, was ein shitstorm auslösen kann. sollte blizzard wirklich nur auf die kohle aus sein, wie zuletzt immer und deswegen die geschichten mit den homosexuellen einbauen um gesprächsstoff zu generieren, dann hätten sie einen crash erneut verdient ;)
     
  3. Senigata

    Senigata
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    Battle for Azeroth ist jetzt nicht gerade eine Geschichte über Toleranz :p
     
  4. Terranigma

    Terranigma
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    Ich meine, jetzt mal ernsthaft: du bist wohl ein erwachsener Mensch. Glaubst du als solcher wirklich - also ernsthaft - dass Blizzard einen Videospielcharakter in einem Comic diesen als homosexuell charakterisiert und dass dies einen "Crash" verhindert, weil ... ja, warum eigentlich? Was hat ein Aufschrei mit dem Aktienkurs von Blizzard zu tun? Kaufen mehr Menschen Blizzardaktien, wenn sie mit einem Charakter unglücklich sind oder steigen Blizzardaktien im Wert, weil Soldier 76 homosexuell ist? Oder werden nun mehr Menschen anfangen Overwatch zu spielen, wegen der homosexuellen ex-Romanze einer Spielfigur?

    Die Frage ist nicht böswillig gemeint, aber: ergibt das, was du da schreibst, in deinem Kopf wirklich irgendeinen Sinn?
     
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  5. SAVARD

    SAVARD
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    kannst du lesen? du sagst mir, man solle seine meinung nicht kundtun und blizzard somit den wind aus den segeln nehmen, da sage ich, das ist in meinen augen der falsche weg. ein positives beispiel ist das geschehene. wo habe ich geschrieben, dass man blizzards aktie crasht, weil soldier schwul ist? ich glaube, du hast meine intention nicht ganz verstanden. schade um deine verschwendeten zeilen.

    edit: ich schreibe sogar, sie HÄTTEN einen crash verdient, da das moralisch nicht ganz einwandfrei wäre, schwule und lesben zu nutzen um für marketing zu sorgen. dass das keinen crash auslösen wird, ist mir bewusst. meine aussage war: meinung kundtun.
     
  6. Fipse

    Fipse
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    Schau dir die Aktienkurse aller Techunternehmen an. Activision Blizzard sind nicht die einzigen. EA stürzt genauso ab.
     
  7. Terranigma

    Terranigma
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    Du hast geschrieben:

    Was hat die Sexualität einer Spielfigur, welche in einem Comic für Fans thematisiert wird, mit dem Umsatz von Overwatch bzw. Blizzard zu tun? Inwiefern solle die Sexualität von Soldier 76 in irgendeinem Zusammenhang mit den Einnahmen von Blizzard stehen? Du stellst hier eine Verbindung zwischen "Kohle" und "Geschichte mit den Homosexuellen" her - was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Ich verstehe nicht ganz, womit Blizzard hier genau Kohle verdienen soll.
     
  8. Senigata

    Senigata
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    Aktionären kann 76's sexualität egal sein, solange Blizzard Kohle macht. Die haben mit Diablo Immortal gewaltig ins Klo gegriffen und deswegen sind deren Aktien im Keller.
     
  9. SAVARD

    SAVARD
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    leute, mir ging es darum, dass die aussage war "ignoriert das thema, dann lässt blizzard es bleiben".

    und ich sagte lediglich, dass die community schon die kraft hat, blizzard da ein wenig zu lenken. SIEHE CRASH AKTIE DURCH DIABLO MOBILE.

    nichts weiter. ich gehe da nicht konform, dass man seine meinung aus taktikgründen zurückhält, damit konzern X etwas tun KÖNNTE.

    weiterhin sagte ich, dass wenn sie tatsächlich absichtlich homosexuelle ins rampenlicht stellen, da sie wissen, es wird heiß diskutiert und overwatch generiert wieder mehr klicks, dann HÄTTEN SIE EINEN WEITEREN CRASH VERDIENT. dieser wird nicht eintreten, das ist auch klar.

    hoffe das war verständlicher.
     
  10. nofxman

    nofxman
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    Bei solchen Posts würde es mich wundern wenn der Verfasser ... ach lassen wir das, sonst werd ich noch gebannt.
     
  11. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Hierdrauf will ich nochmal eingehen: Das "Schwulen-Gen" von dem du im Grunde sprichst, gibt es nicht - wurde wissenschaftlich jedenfalls nie nachgewiesen. Und auch der Rest von deinem Beitrag ist, salopp gesagt, ganz grober Unfug.

    Es gibt da draußen unzählige Frauen (und vermutlich auch Männer) die dir erzählen werden, dass die ersten Male Anal für sie nicht gut waren und sich schlecht angefühlt haben. Manche wollten es "lernen", andere haben sich für ihren Partner durchgebissen - irgendwann haben sie gefallen dran gefunden und sich dran gewöhnt. Gleiches gilt für andere Fetische.

    Gleiches gilt für Frauen die irgendwann Mal auf die Idee kommen es mal mit einer Frau auszuprobieren, aber keine Lesben werden sondern sich als "Bi" bezeichnen. Auch bei denen ist es nicht so, dass das etwa angeboren ist oder auf Anhieb gefällt. Viele Menschen probieren sexuelle Sachen erst im Laufe ihres Lebens aus, dazu gehört auch gleichgeschlechtlicher Sex und andere Sachen. Manchen gefällt es nicht, andere brauchen eine Weile, und anderen gefällt es von anfang an sehr. Aber jeder Mensch ist dazu in der Lage, potentiell Reize für neue sexuelle Praktiken und Kombinationen zu entwickeln, und gleichgeschlechtlicher Sex (egal ob zu zweit oder im Rahmen eines dreies, vierers oder gar einer Orgie) gehört definitiv dazu.

    Deshalb ja, auch Homosexualität ist als sexuelle Neigung zu betrachten ungeachtet dessen ob sich jemand dann zu 100% auf diese Seite schlägt und das Interesse am anderen Geschlecht verliert (so wie nicht wenige Masochisten/BDSM Fetischisten die Lust an herkömmlichen schmerzfreien oder BDSM-freien Sex verlieren, weil es sie schlicht nicht mehr reizt), oder ob derjenige einfach Bisexuell wird und es mit beiden Seiten genießen kann. Genauso wäre Heterosexueller Sex als Neigung zu betrachten, wenn jemand schon seit dem Teenageralter immer homosexuell war und dann irgendwann im Laufe seines Lebens doch Erfahrungen mit der anderen Seite sammelt und Gefallen daran findet.
     
  12. Bergentrückung

    Bergentrückung
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    Hast du da Statistiken zu? Interessiert mich auch aber man findet da nie was genaues zu.
     
  13. zaphitos

    zaphitos
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    oh nein, jetzt müssen alle die Rule34-Videos mit ihm ungeschrieben werden.

    Na ja, ich nenne sowas gerne den Neo-Rassismus und Neo-Sexismus. Ich bin aufgewachsen, mit der Überzeugung, dass die Rasse und sexuelle Orientierung keine große Rolle spielen. Nun werden diese Aspekte einer Persönlichkeit aber wieder ins Rampenlicht gezerrt und als zentralstes aller Merkmale dargestellt. Total gaga. Die Homosexuellen und Nicht-Weißen sind immer die Opfer, die Schutzbedürftigen, vor die sich irgendwelche White Knights stellen müssen. Die Quoten brauchen, Gleichstellungsbeauftragte und was weiß ich nicht alles.

    Mmn gehts bei diesem ganzen Bullshit nur um eines: die White Knights und SJWs wollen sich gegenseitig auf die Schulter klopfen. Sind schon echt total moralische und edgy Typen. Einfach nur abstoßend.
     
  14. mooze1337

    mooze1337
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    Du reduzierst das Schwulsein letzlich auf etwas rein Sexuelles. Das ist recht kurz gegriffen, oder?
     
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  15. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Ich habe nur den Prozess der Entwicklung und die Fähigkeit der Adaption in den Vordergrund gestellt, da es darum ging ob Menschen von Natur aus per se so sind oder sich auch langsam an diese Sachen herantasten und den Gefallen dadran "erlernen" können. Natürlich gilt das gesagte auch für Gefühle und das drumherum. Aber letztenendes muss ein heterosexueller Mann oder eine heterosexuelle Frau (sofern nicht asexuell) auch sexuelle Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht sammeln um für sich herauszufinden, ob er/sie wirklich homosexuell ist, weil sich das möglicherweise allein aus anziehenden Gefühlen nicht klar ergibt, und weil dazu selbst dann eben i.d.R. noch mehr gehört als lediglich sehr gern mit einer Person Zeit zu verbringen oder sich nach ihr zu sehnen. Das mag am Anfang der Fall sein, aber um dann herauszufinden was Sache ist und ob man überhaupt in der Lage ist gleichgeschlechtliche Liebe vollumfänglich zu mögen, führt kein Weg an diesen Erfahrungen vorbei. Und da sind wir dann eben an dem Punkt wo jeder irgendwann steht, der eine (neue) sexuelle Neigung erkundet.

    Das gehört beides einfach zusammen, und letztenendes wird allein schon der Wunsch jemanden zu küssen oder innig zu umarmen auch von sexuellen Reizen gesteuert. Die Frau die vorher auf maskuline vollbärtige Typen mit breitem Körperbau stand wird dann mit einer zierlichen, schmalen Frau mit weicher glatter Haut jemanden völlig anderen vor sich haben, von der die selben Reize durch völlig andere Dinge ausgelöst werden müssen. Und das ist eben nicht mit einem Fingerschnipp gemacht. Jemand der da für sich etwas neues entdeckt muss erstmal lernen, was und warum er es anziehend und reizvoll findet, und ob er/sie das überhaupt tut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
  16. Kritiker2

    Kritiker2
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    Ich bin mir sicher, die Spielfigur wird hier nicht als schwul "geoutet", sondern ihr wird das angedichtet. Oder gab es schon seit Jahren Fanspekulationen darüber, die jetzt bestätigt wurden?


    Naja, es ist nicht das erste mal, dass ich sowas von Overwatch lese. Es fühlt sich für mich wie "wir sind so besonders"-PR an, um eine gewisse Käuferschicht zu locken. Und nicht als wichtiger Schritt zur Akzeptanz. Ist nicht eine andere Figur als Autistin "geoutet" worden? In einem echten Rollenspiel gern, wenn es in die Geschichte, Dialoge und evtl. Romanze eingewoben ist. Aber nicht so!
     
  17. Kagarn gesperrter Benutzer

    Kagarn
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    Lol es ist halt aufgezwungen, akzeptier die Fakten. Es ist Marketing, mehr nicht. Solche Themen sind gerade in, Last of Us hats vorgemacht unx jeder zieht mit, LoL wo ein Charakter groß als erster homosexueller Champ angekündigt wurde... Dabei erzeugt man das was homosexuelle eigentlich vermeiden wollen. Sie werden als etwas spezielles dargestellt von solchen Agendas. Obwohl sie jahrelang dafür kämpfen als normal und fester Bestandteil der Gesellschaft zu gelten.

    Genau deswegen kotzen mich solche Agendas an, sie sind heuchlerisch und wollen Dinge wie non-Heterosexualität vermarkten und damit provozieren.
    Es spuckt in die Gesichter derjenigen die dafür gekämpft haben mit ihren sexuellen Vorlieben in der Gesellschaft akzeptiert zu werden.
     
  18. Mary Marx Trainee Community Redaktion Mitarbeiter

    Mary Marx
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    Liebes @Wolfsgesicht ,
    eine gegenteilige Meinung zu haben ist kein Problem. Allerdings Homosexualität als anormal zu bezeichnen und mit Sex-Fetischen gleichzusetzen überschreitet die Grenze einer gegenteiligen Meinung weit. Auch deine abfällige Wortwahl gießt dort lediglich Öl ins Feuer. Deswegen haben wir uns entschieden, dich zu verwarnen und den betreffenden Beitrag auszublenden. Wir dulden keine Homophobie oder sonstige abfällige Bemerkungen.
     
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  19. Ser Atlas Zyon

    Ser Atlas Zyon
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    • Verwarnung + Threadsperre für Vorwurf der Käuflichkeit.
    Was ist den bitte mit dir falsch? Ich seh hier eigentlich kein kleingeistiges Kommentar vor mir - ich habe kein Problem damit und es ist mir gleichgültig - jeder home, hetero, männlein oder weiblein, weiß, schwarz oder grün ist doch alles das selbe. Wieso wird noch ein Wind darüber gemacht - das verstehe ich nicht. GS macht doch selbst ein großes ding draus. (bzw wird von blizzard bezahlt).

    Das du dann mit deiner hellen Rüstung daherkommst und diesen Stumpfsinn von dir gibst - tja, wenn es dir was gibt.
     
  20. SpeedKill08 DEMODIVIERT in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    @Heiko Klinge hat die ganz klar kommuniziert, dass Bezahl-Vorwürfe an die Redaktion in diesem Forum nicht geduldet werde. Deine Ausdrucksweise lässt übrigens auch zu wünschen übrig. @DarkFantasy[me] hatte gewarnt. Daher V+1 + 7 Tage Threadsperre für dich.
     
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  21. Tsuran

    Tsuran
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    Wie bei vielem von Blizzard momentan verstehe ich nicht so recht was sie eigentlich wollen oder erwarten. Sie erweitern die Geschichte ihres selbst geschaffenen Universums weiter, aber zu welchem Zweck? Jetzt mal vom "Outing" abgesehen. Wofür wird denn überhaupt dieser Inhalt produziert? Ich könnte es ja verstehen wenn sie mit diesen Geschichten etwas substantielles anfangen, aber zu Overwatch kommt halt spielrelevanter Inhalt für den eine interessante Geschichte nützlich wäre: NICHTS. Insoweit wäre der Lebenslauf diverser Charaktere durchaus wichtig, aber mir fehlt schlichtweg der Grund warum im aktuellen Zustand des Spiels/Franchise diese Dinge beachtenswert sein sollen.

    Unter diesem Aspekt bitte ich also auch den nächsten Absatz und meine Kritik zu verstehen:

    Davon ausgehend, dass Overwatch weiter keine wirklichen spielerisch relevanten Storyinhalte verpasst bekommt, frage ich mich wie bei vielen Spielen warum gerade die Sexualität oder andere Aspekte des Avatars für mich als Spieler wichtig sein sollen. Es ist mir für dieses Spiel vollkommen egal ob der Charakter in seiner Freizeit Briefmarken sammelt, gerne Spazieren geht oder wie er seine Sexualität auslebt. Es gibt Spiele da kann es einem Charakter sehr viel mehr Persönlichkeit geben, wenn man auch persönliches mit einfließen lässt. Was der Protagonist in Doom in seiner Freizeit und seinem Privatleben macht ist mir dagegen vollkommen egal. Und so sehe ich persönlich Overwatch auch. Die Ansätze für interessante Geschichten sind da, werden aber auf einer dem Spiel losgelösten Ebene erzählt. Deswegen wirkt für mich das Ganze auch irgendwie aufgesetzt.

    Vielleicht arbeiten sie ja doch an etwas und in wenigen Monaten muss ich meine Meinung revidieren, aber so wie das aktuell abläuft habe ich da relativ wenig Hoffnung.
     
  22. Fiesfee

    Fiesfee
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    Overwatch hat wohl eine recht aktive Community rund um das Spiel herum (Fanart etc.). An diese richten sich wohl derartige Geschichten.

    Ich persönlich sehe darin keinen Mehrwert, weil ich die gesamten Inhalte gerne im Spiel erleben möchte. Dennoch gibt es immer wieder Marken, die über das Medium Videospiel hinausgehen. Es scheint also genug Interessenten dafür zu geben.
     
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  23. Tsuran

    Tsuran
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    Ja, aber für WAS? Das ist es was ich mich frage. Die Lore um der Lore willen? Es ist mir ja vollkommen klar, dass es Marketingkram gibt den man verkaufen kann. Also die ganzen Figuren und Kleidung usw. Aber all das ist Kram der vollkommen losgelöst von der Geschichte verkauft werden kann. Gibt es wirklich jemanden (vielleicht hier?) der Overwatch deswegen soll toll findet weil die Geschichte drum rum so interessant ist obwohl sie für das Spiel irrelevant ist? Ich kann mir das nicht vorstellen.
     
  24. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Was genau meinst du? Fragst du dich, warum Blizzard das macht, oder fragst du dich, warum die Leute sowas wollen könnten?
     
  25. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Bitte keine Tatsachenverdrehung, schon gar nicht von einem Moderator. Ein Moderator sollte das Geschehen immer korrekt im Blick haben.
    Zur Klarstellung:

    1. Ich habe Homosexualität nicht in der abfälligen Form wie du es beschreibst als nicht normal (meine Formulierung war außergewöhnlich) beschrieben, sondern im Hinblick dadrauf, was Normalität tatsächlich im wissenschaftlichen Sprachgebrauch bedeutet. https://de.wikipedia.org/wiki/Normalität Dass ihr den Gamestar-News Artikel von vorneherein gesperrt und die Diskussion aufgrund der Thematik in das Forum befördert habt, bestätigt diese Definition:

    2. Ich habe sehr sachlich und fair erläutert, warum man meiner Meinung nach Homosexualität bzw. der damit verbundene Sex und Körperlichkeiten als sexuelle Neigung betrachtet werden kann. Weder sind sexuelle Neigungen etwas schlimmes oder eine Beleidigung, noch ist es zielführend so zu tun als würde ich für die ganze Welt sprechen. Ich spreche nur für mich, und wenn das meine Meinung ist, möchte ich sie auch frei äußern dürfen solange ich damit niemandem Schaden zufüge.

    3. Die Vergleiche zu eher unüblichen Fetischen habe ich gewählt um über das sich herantasten zu sprechen, an eine Sache die für die meisten Menschen eher undenkbar ist, es ist klar, dass kein Mensch einen monatelangen Prozess durchmachen muss um beispielweise Gefallen an etwas gewöhnlichem zu finden. Darin lag aber nicht die Absicht, Homosexualität dadurch negativ darzustellen. Wenn das so rüberkam tut es mir leid. Aber vergiss nicht, dass das was ich als Vergleich aufgezählt habe für die Menschen die es ausleben genau so normal ist, wie andere Dinge für uns.

    4. Auch wenn mir nun zum zweiten Mal Homophobie unterstellt wird, wird es dadurch nicht realer. Wenn ich homophob wäre, hätte ich wohl kaum gesagt dass Menschen ihre Homosexualität gerne ausleben sollen, und dies auch gerne tun dürfen sollen, ohne dass irgendwer ihnen das Recht dadrauf nimmt. Desweiteren hätte ich auch nicht in einem Beispiel erwähnt, dass mir die Geschichte der beiden Homosexuellen in dem Film Cloud Atlas gefallen hat und ich traurig war, dass die beiden nicht zusammen sein konnten. Man kann nicht gleichzeitig Homophob sein und solche Statements von sich geben.

    Homophobie (von griech. ὁμός homós „gleich“; φόβος phóbos „Angst, Phobie“) bezeichnet eine gegen Lesben und Schwule gerichtete soziale Aversion (Abneigung) oder Feindseligkeit.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Homophobie


    Also liebe Redaktion, es ist nicht alles schwarz und weiss. Ich weiß, es ist einfach Leute direkt in Schubladen zu packen. So spart man sich Zeit. Aber gerade wenn es um die Moderation eines Forums geht würde ich mir in Zukunft etwas mehr Aufmerksamkeit wünschen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
  26. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Das ist eine ziemlich kranke und beleidigende Unterstellung von dir, werde deinen Beitrag gleich mal melden. Dass du Pädophilie derart verhamlosen kannst, Pfui. Aber fällt einem wohl leicht wenn man mit seinem zweiten Fake-Account bisschen trollen kann, du bist ja im Thread schon vorher bereits mit solchen Statements aufgefallen.

    Natursekt zu trinken oder andere Dinge damit anzustellen ist für Menschen die diese Neigung haben völlig in Ordnung und einvernehmlich, beide Seiten finden Gefallen dadran und schaden niemandem damit. Du tust so als würdest du offen und tolerant sein und dass jeder seine Vorlieben ausleben soll, stellst dich aber hier hin und verurteilst dann solche Menschen und setzt es auch noch damit gleich, Kinder zum Sex zu zwingen. Einfach nur abartig sich so eine falsche Toleranz auf die Fahne zu schreiben aber dann doch gegenüber Neigungen die du nicht nachvollziehen kannst so herzuziehen.
     
  27. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Du hast gerade Natursektliebhaber mit Pädophilen gleichgesetzt, ich glaube schlimmer und intoleranter kann man nicht auf andere Vorlieben reagieren, da hilft dann auch nicht mehr dass du (wie auch immer du das bei so einer Einstellung geschafft hast) Homosexualität akzeptieren kannst.

    BTW, da du deinen Beitrag editiert hast:

     
  28. Kagarn gesperrter Benutzer

    Kagarn
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    Nein du verstehst es nicht, solange es für die Geschichte und den Charakter wirklich aussagekräftig und auch beeinflussend ist. Wie zum Beispiel in Last of Us oder einem RPG, dann kann das durchaus Sinn machen so etwas einzubauen. Dann hat daa ganze Gewicht und ist auch interessant für den Spieler.
    Aber ein LoL Champion oder ein Overwatch Charakter, die spielt man nicht weil man ihre Geschichte toll findet. Sondern weil deren Fähigkeiten und Skills, Moveset usw. Ausschlaggebend dafür sind dass man sie in den Runden spielt, da man mit ihnen am besten zum Beispiel im Ranking aufsteigt.

    Ihre Hintergrund Geschichten sind nettes beiwerk, aber mehr nicht. Es ist nichts zum Spiel beitragend. Es wird nur gemacht um Publicity zu machen um zu prahlen "Schaut her auch wir haben jetzt einen homosexuellen Helden"

    Und doch, wie du siehst es wird ein großes Ding draus gemacht. Du schreibst gerade im Thread zur eigenen News des Themas dazu, falls es dir nicht aufgefallen ist xD

    Sogar Gamestar macht eine große Ankündigung daraus, und sämtliche andere Gaming Magazine.
     
  29. Mary Marx Trainee Community Redaktion Mitarbeiter

    Mary Marx
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    Liebes @Wolfsgesicht ,

    diese Entscheidung war keinesfalls unüberlegt und kam von Seiten der Moderation und Redaktion. An unserer Verwarnung wird sich nichts ändern.

    Eigentlich untermauert dein Zitat zur soziologischen Normalität genau das, was ich gesagt habe: Homosexualität muss in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr erklärt werden und es gibt darüber nichts zu entscheiden. Menschen lieben Menschen. Da ist das Geschlecht zweitrangig. Ebenso ist der Sex dabei zweitrangig. Das ganze nur auf Sex zu reduzieren und mit einem Fetisch zu vergleichen ist unangemessen und verletzend. Zudem tragen Worte wie "reinlümmeln" und "gegenseitig in den Mund pissen", wie sie in deinem ausgeblendeten Beitrag stehen, nicht gerade zu einer sachlichen Erläuterung bei. Homosexualität ist nicht wie ein Fetisch "für die meisten Menschen undenkbar". Es ist Teil ihres Lebens. Ein Teil, den sie sich nicht ausgesucht haben und ein Teil, für den sie noch immer zu unrecht diskriminiert werden.
    Selbst wenn du selbst nicht (bewusst) homophob bist, kannst du immer noch homophobe Kommentare verfassen. Daher würde ich dir sehr ans Herz legen, dir darüber Gedanken zu machen, anstatt einen Beißreflex zu entwickeln.

    Ich hoffe, unsere Entscheidung ist dadurch klarer geworden. Ich werde nicht weiter mit dir darüber diskutieren.
     
  30. Fiesfee

    Fiesfee
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    Das könnte man jetzt auch so deuten, dass grundsätzlich alle Charaktere heterosexuell sein sollen und nur dann, wenn es einem Narrativ dient, davon abweichen dürften.

    Gerade wenn es im Spiel keine Auswirkungen hat, könnte es doch irrelevanter nicht sein.
    Ich werde den Eindruck nicht los, dass die ganzen Beschwerden über die Irrelevanz dieser sexuellen Ausrichtungen sich schon aus einer Homophobie schüren. Oder warum regen sich sonst Leute lautstark über etwas auf, dass ihnen beim Spielen gar nicht auffällt?
    Diese Info könnte man doch auch einfach mit einem schulterzuckenden "Aha." zu Kenntnis nehmen und weiterzocken.
     
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  31. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Das ist deine Vorstellung und das ist auch vollkommen in Ordnung, dennoch schreiben wir gerade in einem Forumsartikel für eine gesperrte Gamestar News, weil euch vollkommen bewusst ist, dass es eben doch "erklärt" (= Darüber diskutiert) werden wird, weil es eben nicht so selbstverständlich im Konsens ist. Du darfst Homosexualität gern als normal ansehen, dennoch ist Normalität (auch) eine soziologische Definition die eben nicht von einem Individuum ausgeht, sondern von der Gesellschaft und ihrer umfänglichen Einstellung, und in diesem Sinne habe ich den Begriff verwendet. Nicht um wie ein 12 Jähriger zu sagen "hihi guck mal Homosexuelle sind abnormal".

    Das mag so wirken, aber letztenendes liegt das ja nur an der persönlichen Abneigung zu dem Thema. Hätten hier zwei User über heterosexuellen Sex geschrieben und das Wort "ficken" verwendet, wäre niemand auf die Idee gekommen zu sagen, dass sie mit ihrer Formulierung heterosexuelle Menschen in den Schmutz ziehen. (Übrigens auch ein weiteres Beispiel für das Empfinden von Normalität)
    "In den Mund pissen" war zwar eine raue Formulierung, ist aber im Vergleich nicht abfälliger als "ficken". Vielleicht empfindest du das so, weil du Natursekt nichts abgewinnen kannst, aber hier spricht dann doch eigentlich eher deine persönliche Abneigung, dass du es als negativ behaftet empfindest. Wenn es dir aber nur um die Verauung der Sprache in dem Thread geht, hast du damit natürlich vollkommen Recht.

    Ich sprach über heterosexuelle Menschen die keine Ambitionen haben homosexuelle Erfahrungen zu sammeln, das ist immer noch die überwiegende Mehrheit der weltweiten Bevölkerung.

    Ich denke das liegt hier eher an dem jeweils lesenden Inviduum. Ich will dir nichts unterstellen, aber wenn jemand beispielweise Homosexualität als normal betrachtet aber sich gegenseitig in den Mund zu pinkeln als abnormal, dann findet er den Vergleich auch unangemessen. Toleranz funktioniert aber in beide Richtungen, man kann nicht einerseits, fordern dass Homosexualität als normal betrachtet wird, aber die Vorlieben anderer Menschen herabsetzen wie man gerade möchte - ich meine, kann man natürlich, aber das ist dann keine wirkliche Toleranz, wenn man die negative Abneigung die man gegenüber Homosexualität verurteilt selber gegenüber anderen an den Tag legt. Würde man die Einbindung von Natursekt in das Sexleben vollkommen respektieren und akzeptieren, würde man darin keinen verletzenden Vergleich sehen.

    Deshalb sollten sich die betroffenen meiner Meinung nach Gedanken darüber machen, ob das wirklich von mir ausgeht, oder ob der Leser nicht derjenige ist, der hier eines von beiden negativ behaftet und somit den Vergleich beleidigend empfindet. Denn wenn ich beides gleichermaßen respektiere und akzeptiere und sage die Menschen sollen tun was sie glücklich macht, dann kann ich bei dem Vergleich nicht sehen, wie das eine das andere herabsetzen würde.

    Ich habe mir da vorher Gedanken drüber gemacht, und bin wie gesagt zu dem Schluss gekommen, dass das Problem eher beim jeweiligen Leser liegt der sich intolerant gegenüber anderen Neigungen gibt. Was ein wenig satirisch erscheint, wenn die gleichen Teilnehmer sich Toleranz für Homosexualität wünschen, aber diese Fähigkeit bei ihnen selbst in anderen Bereichen nicht sonderlich ausgeprägt ist. Also möchte ich das gern zurückgeben: Es wäre schön sich Gedanken darüber zu machen, vielleicht ertappt man sich selbst ja doch dabei, dass man seine Einstellungen noch nicht gut durchdacht hat.

    Ich werde mir aber in Zukunft Mühe geben meine Beiträge klarer zu formulieren um Missverständnisse zu vermeiden.
     
  32. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Eben nicht, da liegt doch der Hase im Furrypfeffer begraben. Du hast Positivbeispiele angeführt, in welchen eine homosexuelle Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht, als Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte dient. Da kannst du deinen Cloud Atlas reinbringen und dir auf deine gefühlte Toleranz einen abmischen, aber es ist doch offensichtlich, wo diese Toleranz endet. Deine Abneigung gegen Geschichten, in denen Homosexualität nur als weitere (und damit völlig normale) Charaktereigenschaft verwendet wird, bleibt erzähltheoretisch vollkommen unerklärt:

    Nö.

    Exakt die gleiche Argumentation habe ich in der Tat bereits als gültig für die größte marginalisierte Randgruppe überhaupt an den Kopf geworfen bekommen: Wenn ich eine weibliche Figur entwickele, müsse "das auch seinen Grund haben". Wenn ich ein Ghostbusters nur mit Frauen mache, soll das "gut begründet" sein.

    Aber in einer Welt der menschlichen Gleichwertigkeit – und die wirst du doch wohl nicht anzweifeln, oder? – "begründet" sich ein Film/Spiel mit ausschließlich weiblichen Protagonistinnen ebenso gut wie ein Film/Spiel mit ausschließlich männlichen Protagonisten: Gar nicht. Es gibt keinen Grund, und es gibt schon gar keinen "guten Grund", weder für das eine, noch für das andere. Ist einfach nicht.

    Wenn ich einen männlichen Charakter schreibe, der völlig außerhalb der Haupthandlung eine klare Vorliebe für weibliche Partner zeigt, oder sogar, huch, mit einer Frau zusammenlebt, ohne dass die Geschichte um diese Beziehung kreist, dann denkst du dir ja auch nicht: "Scheiße, ist das eine schlechte Geschichte". Und das ist mit der Homosexualität nicht anders. Dann lebt er halt mit einem Mann zusammen, ohne dass die Nachbarn ihn anspucken und die Mitbewerber des Surfwettbewerbs, den er in Kalifornien gewinnt, ihm Schimpfnamen geben. Dann ist das einfach ein Film um einen großartigen Surfer, der zufällig schwul ist.

    Diese Erzählungen machen dir Angst, weil sie Homosexualität als völlige Normalität darstellen, was selbstverständlich auf Dauer unsere Wahrnehmung der Homosexualität verändert. Erzählungen wie Cloud Atlas machen dir keine Angst: da ist die Homosexualität ja nicht nur außergewöhnlich, sondern dazu noch hunderte Jahre von unserer Zeit entfernt.

    Wenn ich mich nicht täusche, kriegen wir 2019 ein Elton-John-Biopic. So ein Charakter muss natürlich auch deiner Maßgabe nach um seine Homosexualität kreisen, und nicht etwa, huch, um seine Musik. Siehst du, wo das Problem dabei liegt? Siehst du, wie du Gefahr läufst, den Charakter durch seine Eigenschaft der Homosexualität zu definieren – statt von seinem Talent und seinen Leistungen zu erzählen?

    Xenophobie. Und die hast du nicht in den Mund gelegt bekommen. Die hast du demonstriert, und zwar recht eindrücklich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
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  33. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Eben nicht. Es macht einen Unterschied, ob eine Figur weiblich oder schwarz ist, oder ob sie tiefreligiös oder homosexuell ist. Ich habe bereits zuvor erklärt warum: Mit schwarzer Hautfarbe kommt erstmal per se gar nichts daher, das erzählt 0 über den Menschen. Tiefglaubender Christ oder Jude zu sein, oder Homosexuell zu sein schon. Wenn du hier den Vergleich zu schwarzen Menschen ziehst ist das rassistisch. Und ein guter Drehbuchautor weiß, warum er seinen Figuren bestimmte Einstellungen, Ansichten oder ein sexuelles Verhalten mit auf den Weg gibt, und tut auch etwas damit. Das unterscheidet gutes von schlechtem Writing.
     
  34. Fipse

    Fipse
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    Homosexualität ist aber Normal. Sowohl beim Menschen als auch beim Tierreich. Du willst diese Normalität einfach nicht anerkennen.
     
  35. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Du scheinst den Begriff wirklich nicht zu verstehen. Es geht nicht um eine "Zustimmungsrate". Es geht darum ob Erklärungs- und Diskussionsbedarf besteht, oder ob etwas stillschweigend für die Mehrheit funktioniert wie es funktioniert und überhaupt keinerlei Worte bedarf.

    (Der Folgende vergleich setzt Homosexualität nicht mit dem Nationalsozialismus gleich, nur als präventiver Disclaimer, es geht hier lediglich darum Normalität und Toleranz gegenüberzustellen)

    Wir haben auch heute noch die NPD welche der NSDAP entsprungen ist als legitime Partei die sich jedes Mal zur Wahl stellen darf. Daraus könnte man auch eine 100%ige Zustimmungsrate des Volkes ableiten. Gehst du aber raus und sprichst mit den Menschen, wirst du feststellen dass es zum Thema Nationalsozialismus ziemlich viel Erklärungs- und Diskussionsbedarf gibt und es da unterschiedlichste Meinungen und Lager gibt, auch wenn wir in der Allgemeinheit akzeptieren, dass diese Parteien existieren und teilnehmen dürfen, weil wir dadurch die Demokratie und Auslebung der individuellen Lebensweisen bewahren.

    Akzeptanz und Respekt haben also nicht gleichzeitig automatisch mit Normalität zu tun. Wenn du mich fragst dürfen homosexuelle ohne wenn und aber Heiraten, zusammen sein und tun was auch immer sie glücklich macht. Dennoch wäre Homosexualität für mich selber undenkbar, aber ich möchte dass andere Wünsche erlaubt sind, genau so wie ich möchte, dass meine eigenen Wünsche von anderen respektiert werden, wenn sie Mal bei vielen Menschen auf Unverständnis stoßen sollten. Soll heißen: Was ich mir für mich wünsche, das gönne ich auch anderen. Das steht aber in keinem Widerspruch dazu, wie "denkbar" etwas für mich ist.
     
  36. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Tatsächlich gibt es keine erbärmlichen Autoren als jene, für die der weiße heterosexuelle Mann eine Art kulturelle Normfigur darstellt, welcher sie ein Panoptikum unterschiedlichster Eigenschaften geben können, und die dann jedesmal, wenn sie eine Frau, einen Afroamerikaner, einen Juden schreiben, sich denken: Was unterscheidet diese Figuren von meiner männlich-weiß-heterosexuellen Gussform?

    Denn das einzige, was dabei rauskommt, sind peinliche abgegrabbelte Stereotypen. Die gegebenenfalls auch noch misogyn, rassistisch oder eben homophob sind.

    Klar kannst du einen afroamerikanischen Charakter als traditionsbewusste Figur zeichnen, der unbedingt Cornrows und/oder Afro tragen muss, aber er und seine Familie leben nun mal seit Jahrhunderten in derselben Kultur wie die restlichen US-Bürger, und das stellt eben keine Norm dar. Klar kannst du religiöse Praxis für jeden Juden und Moslem zur wichtigsten Sache des Lebens erklären, aber Tatsache ist, Vielen ist das ungefähr so wichtig wie dem Durchschnittschristen. Klar kannst du eine konventionell schöne, sanftmütige Frau in einer Opferrolle schreiben, gar kein Ding, aber wenn das alle Frauen sind, die du schreibst, solltest du schlicht nicht als Autor tätig sein.

    Und, ja, wenn du anfängst, einen homosexuellen Charakter zur schreiben, und jedesmal zuerst die Frage stellst: "Was bedeutet das für seinen Charakter?" bzw. sogar "Warum ist er so?", dann wirst du immer in albernen Stereotypen verhaftet bleiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
  37. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Nein, die Wahlergebnisse sind gleichzusetzen damit wieviele Menschen sich der Sache anschließen. Sprich, wieviele Parteiwähler es gibt und wieviele Homosexuelle/Homoehen . Alles andere ist lediglich die Akzeptanz dass es zur Wahl stehen "darf" (Die Partei, die Homoehe, gleichgeschlechtliche Beziehungen). Wieviele dann davon Gebrauch machen ist eine andere Frage, und in diesem Fall ist der Prozentsatz auf beiden Seiten sehr, sehr gering und eine Minderheit im Volk.
     
  38. Fiesfee

    Fiesfee
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    Filmszene:
    Hauptfigur ist in nem Bürokomplex. Ein Kollege marschiert im Hintergrund vorbei.
    Hauptfigur fragt: "Hey, ist deine Frau wieder fit? War ja ein fieser Sturz"
    Kollege: "Ja, deutlich besser. Gips ist noch dran aber alles auf dem Weg der Besserung."
    Kollege verabschiedet sich und verschwindet aus dem Bild.
    (Dieser Kollege spielt im Film keine bedeutende Rolle und kommt weder vor noch nach dieser Szene vor.)

    Willst du ernsthaft sagen, dass man hier dessen Frau nur durch einen Mann ersetzen dürfe, wenn dahinter ein ausgeklügelter Plan des Autors steckt? Ernsthaft?
     
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  39. Wolfsgesicht

    Wolfsgesicht
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    Wenn du einen Moslem im Film darstellst kannst du ihn aber nicht ohne weiteres Schweinefleisch essen lassen. Wenn er es nicht tut, dann zeichnet das den stärkeren Glauben der Figur. Wenn er es trotzdem tut, dann zeichnet der Autor die Figur eher rebellisch oder als jemanden, der es mit Regeln nicht so genau nimmt. In jedem Fall hat es aber Auswirkungen dadrauf wie die Figur auf den Betrachter wirkt. Er zeichnet mit letzterem Fall Kontrast, und das tut er bestenfalls bewusst. Weil man mit vorherrschenden Eigenschaften eben etwas tut, das ist die Filmkunst, die eben dem Theather entsprungen ist. Warum würdest du sonst betonen, dass die Figur Moslem ist? Dass sie Moslem ist wäre dann Teil der Figurentwicklung, und die muss eben im idealfall gut durchkonzeptioniert und nicht willkürlich sein. Wenn der Autor nichts damit anstellt, dass die Figur so einen Glauben hat, dann braucht er ihr den auch gar nicht erst mit auf den Weg zu geben - dann soll er die Ressourcen für eine andere Eigenschaft nutzen die er herausarbeitet oder die zur Darstellung der Figur beitragen. Ansonsten schreibt man auf dem Niveau eines 15 Jährigen, der seinen Figuren einfach willkürlich irgendwelche Eigenschaften verpasst ohne sich Gedanken darüber zu machen warum er das tut. Drehbücher und Figurenentwicklung sind eben eine Kunst, und das kann nicht jeder.

    In der Serie "Beat" gab es einen transexuellen/Drag Türsteher. Der Typ war ziemlich cool. Die Geschichte hat überhaupt nichts mit ihm angestellt, ist nicht näher auf seinen Background eingegangen. Aber er hat seinen Teil zum Setting beigetragen, weil die Serie in Berliner Technoclubs spielt wo alle auf Drogen sind und sich sehr lieb haben, und seine Präsenz hat somit dramaturgisch die Offenheit und Aufgeschlossenheit der Szene untermalt. Letztenendes hat es wirklich nicht wenig zu dieser Stimmung beigetragen, weil es clever implementiert war. Soldier 76 ist aber keine Nebenfigur, sondern eine Hauptfigur, und dieser Aspekt trägt eben absolut nichts zum Spiel bei, schon garnicht wenn man bedenkt dass das Spiel sich um Krieg und Kampf dreht.

    Hätte uns Blizzard dazu ein neues PvE Event gegeben wo es darum geht, dass Soldier 76 seinen Partner retten muss oder so, und wo auch storytechnisch mehr auf ihre Beziehung eingegangen wäre, dann wäre es mit Sicherheit interessanter gewesen.


    Natürlich. Sofern der Film nicht in einem Utopia in 2140 spielt in der die gesamte Gesellschaft homosexuell ist (wodurch es ja auch wieder thematisiert werden würde), spielt er in unserer Zeit, und in unserer Zeit bringt Homosexualität u.a. Diskriminierung und Konflikte mit sich. Im Arbeitsumfeld, in der Öffentlichkeit bis hin zur eigenen Familie. Einem Film zwei homosexuelle Protagonisten zu geben und dann so zu tun als würde die gesamte Welt damit im Einklang leben, würde ein extrem schwaches, unauthentisches Werk geben. Und es macht auch keiner Filme um zu zeigen wie schön und toll die Welt ist wo du dir 2 Stunden lang anguckst wie es allen nur gut geht und alle sich langweilen. Filme behandeln immer Konflikte, Prozesse, Hürden die überwunden werden müssen. Und wenn man dann zwei homosexuelle Männer in die Hauptrollen setzt, dann ist ganz stark davon auszugehen, dass der Film auch damit arbeitet. Alles andere wäre wie gesagt unauthentisch und schwaches Writing.
     
  40. Fiesfee

    Fiesfee
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    Lies dir das Beispiel noch mal durch. Es geht nicht um den Protagonisten, sondern eine Mini-Nebenrolle und dessen Partner. Und laut deinen Aussagen darf diese Minirolle ja nur dann homosexuell sein, wenn "mehr" dahintersteckt.
     
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