Brexit 23.6.16

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von garglkark, 19. Juni 2016.

  1. garglkark ♥ ♥

    garglkark
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    gibts noch keinen thread zu diesem thema?

    am donnerstag stimmen die Briten über den verbleib in/austritt aus der EU ab.

    bis vor ein paar tagen lagen die austrittsbefürworter in den umfragen vorne.
    nach dem mord an Jo Cox (:() scheint bei einigen ein umdenken stattgefunden zu haben.

    was denkt ihr? wie werden die Briten abstimmen?

    wird es einen börsencrash geben? jemand schon seine aktien verkauft oder sogar gezielt welche gekauft?
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2016
  2. Blup

    Blup
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    Nöööö.

    Ich hoffe doch, dass sie für einen Verbleib stimmen. Was wir denken ist ansonsten unerheblich, sogar die Meinungsforscher sind sich nicht sicher.

    Da verbrennt man sich nur die Finger. Viele Großbanken warnen ja schon, dass es am Donnerstag große Schwankungen und Liquiditätsengpässe am Devisenmarkt geben kann.
     
  3. DerTommy86

    DerTommy86
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    Wäre natürlich schon sehr seltsam, wenn der Mord an einer Politikerin für ein Umdenken beim Stimmvolk sorgt. An der Sache selbst - dem Für und Wider der EU - ändert das ja nichts...

    Gesendet von meinem S7
     
  4. Legion(CD) Memory Alpha

    Legion(CD)
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    Ich bin dafür das Schottland bleibt!


    :wahn:
     
  5. Schiffchen gesperrter Benutzer

    Schiffchen
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    Die Achse Berlin - Edinburgh muss gestärkt werden, die Tommys können gerne abhauen
     
  6. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Falls GB austritt kaufe ich danach Aktien nach. Verkaufen tu ich aus Prinzip nicht.

    Ich denke aber die Pro-EUler setzen sich durch. Für uns alle wäre es besser.
     
  7. El3ss4R

    El3ss4R
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    wäre auch schwer für den verbleib, allein weil ich gerne mal bei amazon uk bestelle und je nach Handelsabkommen o.ä. wär das dann vrmtl. ne Ecke teurer/unpraktischer sonst.

    Rest ist mir recht egal, solang GB für EU Bürger Visafrei bleibt und ich meine Schwester problemlos besuchen kann...
     
  8. Ludwig

    Ludwig
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    Da hier niemand über eine funktionieren Kristallkugel verfügt, gibt es hier auch nichts zu diskutieren.

    Man kann doch einfach mal die Füsse stillhalten und abwarten. :fs:
     
  9. Elzy angehender Misanthrop

    Elzy
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  10. Scipio Neoliberal

    Scipio
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    Pro EU wird ausgehen. Knapp, aber damit kann man rechnen.
     
  11. Blup

    Blup
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    Deutsche? Britische? Oder Amerikanische?
     
  12. Klatsch

    Klatsch
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    Auch wenn es knapp ausgehen wird, so schätze ich die Chancen für einen Austritt auf nahezu Null.

    Sie profitieren einfach zu stark von der EU, als dass sie sich einen Austritt leisten können.
     
  13. Jan Shepard

    Jan Shepard
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    Laut YouGov hat die Angst-Kampagne den Stimmungsumschwung bewirkt. Cameron hat damit gedroht die Renten zu kürzen nach einem Brexit.

    Donald Tusk warnt gar vor einem Ende der westlichen Zivilisation:

    http://www.bbc.com/news/uk-politics-eu-referendum-36515680

    Für Deutschland wäre es natürlich am Besten, wenn Großbritannien Teil der EU bleibt, damit die Exporte auf die Insel zollfrei bleiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2016
  14. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Das Thema Brexit ist ein Musterbeispiel für die Problematik von Volksabstimmungen. Rational betrachtet gibt es keine sinnvollen Gründe für einen Austritt, alle vermeintlichen Argumente dafür lassen sich mit geringem Informationsaufwand vom Tisch wischen. Stattdessen gibt es ein knappes Rennen, angefeuert von einer hetzerischen Presse, die den tumben Nationalismus der einfach gestrickten Bevölkerungsteile bedient.

    Großbritannien hat mit einem Brexit nichts zu gewinnen, und für den Brexit wird es eine saftige Rechnung in vielfacher Form geben - die natürlich vor allem von den simplen Gemütern bezahlt werden wird, die jetzt von Daily Mail und Co. aufgewiegelt werden. Der Nationalismus im vereinigten Königreich funktioniert schon lange damit, dass Probleme der EU angekreidet werden. Was aber die Leute in der Vergangenheit schon nicht begriffen haben und auch jetzt nicht begreifen, ist die schlichte Tatsache, dass nach einem Brexit der Sündenbock verschwindet, die Probleme aber bleiben und neue dazukommen. Man muss sich nur mal anschauen, was Großbritannien in Sachen Umweltschutz vor dem EU-Beitritt in den Siebzigern "geleistet" hat - und was für Pläne insbesondere die Tories in dieser Hinsicht haben.

    Es gibt auch mehr als genug gute Gründe dafür, dass die EU-Politik insgesamt eher zurückhaltend auf den drohenden Brexit reagiert. Auch in Brüssel kann man rechnen. Großbritannien kann nicht ohne die EU, aber die EU kann im Zweifelsfall ohne Großbritannien, und das in Wirklichkeit auch ohne die großen Schmerzen, die hierzulande die Medien (z.B. der Spiegel) so gerne prognostizieren. Am Brexit wird sich in Europa viel verdienen lassen.

    Ärgerlich wäre ein Brexit für die Schotten. Solange Großbritannien in der EU ist, ist der schottische Ausstieg eine Drohung, die England in Schach halten kann. Ist Großbritannien erst einmal ausgetreten, brauchen auch die Schotten selbst bei einer Abspaltung nicht auf eine Aufnahme hoffen - die EU wird sicher nicht ohne weiteres noch ein Armenhaus mit durchgehendem Bedarf an Geld und Zuschüssen aufnehmen, solange man nicht muss. Allein kann Schottland aber nicht überleben.

    Und bevor irgendwer auf Norwegen oder die Schweiz zu sprechen kommt: Norwegen darf für seine Sonderrolle in Europa ähnlich viel bezahlen wie es für eine Vollmitgliedschaft zahlen müsste, kann aber in Brüssel nicht mitbestimmen. Die Schweiz hat mit der EU dutzende, wenn nicht hunderte bilaterale Handelsabkommen abgeschlossen, die aber in der Summe der Schweiz weniger Vorteile bringen als das, was Großbritannien seinerzeit durch Thatcher erhandelt hat.

    Wenn sie es so dringend wollen, lasst sie ziehen. In so einem Fall, wo Nationalismus so richtig teuer und schmerzhaft wird, ist es doch das beste, die Nationalisten zahlen und leiden zu lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2016
  15. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Die detuschen Unternehmen sind durch Aufkäufe ohnehin so tief in der britischen Wirtschaft verstrickt, dass sich Zölle und Steuern letztlich wenig wesentlicher auswirken als andersherum. Das gilt insbesondere für die Autoindustrie. Da kann man sogar eine "Buy British" - Kampagne fahren und den Leute Minis und Rover schmackhaft machen :ugly:
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2016
  16. garglkark ♥ ♥

    garglkark
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    denke ich auch, aber viele brexit-befürworter sehen das eher umgekehrt.

    ich denke auch, dass ganz banale dinge wie das abschneiden bei der fußball-EM schon die meinung einiger wähler beeinflussen könnten.

    die wirtschaftlichen folgen wären nicht nur für großbritannien sondern auch für viele andere EU-länder katastrophal. viele betriebe, die nach großbritannien liefern oder von dort importieren, müssten sich auf ganz neue vorschriften einstellen. das würde natürlich nicht von heute auf morgen kommen. der brexit selber würde jahre dauern.
     
  17. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Den einen oder anderen mag das hart treffen, aber wirklich katastrophal ist das nur für Betriebe, die sich ganz auf Großbritannien als Markt orientiert haben - wie viele Betriebe haben das schon?
     
  18. Jan Shepard

    Jan Shepard
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    Ja, das wäre schön mitanzusehen wie sich die Nationalisten den Unmut der Briten zuziehen, wenn sich Großbritannien nach dem Brexit doch nicht in eine zweite Schweiz verwandelt. ;)

    Leider wird die Debatte nach Donnerstag nicht aufhören, das haben die Brexit-Befürworter schon verkündet. Es war auch eine dumme Idee von Cameron das Volk darüber abstimmen zu lassen nur um die konservativen Kräfte in seiner Partei zu besänftigen.

    Das Ende der EU wäre wohl ein Austritt Frankreichs, aber einen Austritt von Großbritannien wird man verkraften können.
     
  19. electric Ein M-A-S-S-I-V

    electric
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    "Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit dem durchschnittlichen Wähler." - Winston Churchill


    Stand bei HOI IV und ich musste erstmal googlen, ob der das wirklich gesagt hat. :ugly:
     
  20. Klatsch

    Klatsch
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    GB steht wirtschaftlich so schlecht dar, da unter Thatcher die Industrie massiv vernachlässigt und runtergefahren wurde, nach dem Motto:"Lasst die Idioten mal diese niederträchtige Arbeit machen, die Zukunft liegt im Bankenwesen und den Aktien."

    Ok war etwas arg zugespitzt, aber im Endeffekt wird dieser Austieg gar nichts bewirken, außer die Situation zu verschlimmern.
     
  21. Goalus

    Goalus
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    Werde ich genauso machen.
    Habe allerdings alle Aktien aus dem Finanzsektor beim letzten lokalen Hoch vorsorglich verkauft.
     
  22. Zele

    Zele
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    Die Umfragen, die derzeit einen Vorsprung für die Befürworter des EU-Verleibes sehen, sind bereits VOR dem Mord an Cox durchgeführt worden.

    Wenn es btw. rein nach den Stimmungen der Bevölkerung ginge, wären die BRD, Frankreich, Schweden, Spanien (alle über 44% Ablehnung, Frankreich aktuell 61%!!) )und natürlich Griechenland kurz vor dem Euxit. Bis auf die beiden letzteren btw. alles Nettozahler. Auch Italien hat fast 40% Ablehunungsquote. Zu den Niederlanden, die im Vergleich zum eigenen Haushalt ja der größte Nettozahler sind (nicht in Summe) finde ich leider keine Zahlen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2016
  23. Güldenstern

    Güldenstern
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    Ich würde mir wünschen, dass sie austreten, aber das wird im Endeffekt wohl nichts.
     
  24. danmage Mastermind

    danmage
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    Die Brexitbefürworter würden nach dem Austritt gewaltig auf das neoloberale Gaspedal drücken:

    "Deregulierung: Die Briten könnten ihre eigenen Gesetze machen und besser an britische Bedürfnisse anpassen. Open Europe schlägt vor, eine Reihe von Vorschriften abzuschaffen, darunter bestimmte Energiesparziele, Arbeitnehmerrechte, Eigenkapitalvorschriften für Versicherungen, Transparenzrichtlinien für Fonds-Manager und - im "optimistischen Szenario" - auch Klimaschutzziele. Dadurch könnten die negativen Effekte des Brexit ausgeglichen werden und das Land ökonomisch sogar profitieren." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/brexit-das-riskiert-grossbritannien-mit-einem-eu-ausstieg-a-1096885.html

    Riesenboni für die (Finanz-)Wirtschaft und langfristige Nachteile für den Arbeiter und die Angestellten. Ohne Rücksicht auf Verluste.
     
  25. Chicken Katsu gesperrter Benutzer

    Chicken Katsu
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    Wenn man das Ziel hat, die EU insgesamt zu schwächen bzw. auf einen Zerfall hinarbeitet, gibt es sehr wohl sinnvolle Gründe für einen Brexit.
     
  26. garglkark ♥ ♥

    garglkark
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    ja, so eine quelle habe ich mittlerweile auch gelesen.

    ich denke, das sind hauptsächlich nationalisten, die die wahrheit nicht akzeptieren wollen. die EU ist gut für europa, nicht nur wirtschaftlich.
     
  27. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Nur deutsche Aktien. Mir die Quellensteuer zurück zu holen ist mir zu anstrengend.:ugly:
     
  28. Lurtz lost

    Lurtz
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    Und TTIP ist das beste Argument gegen unsere "repräsentativen" Demokratien und eine fast außerhalb jeder Kontrolle arbeitende Politikerkaste.

    Manuel Arriaga beschreibt in seinem Buch "Rebooting Democracy" ganz gut, warum das Schreckgespenst vom dummen, rumpöbelnden durchschnittlichen Wähler, der deshalb nicht fähig ist, an politischen Entscheidungen mitzuwirken, unbegründet oder zumindest erheblich aus dem Zusamenhang gerissen ist und warum gerade ein wenige Minuten dauerndes Gespräch ohne jede Vorbereitung dazu führt, dass dieses Bild noch verstärkt wird.

    Bürgerversammlungen, die wie Berufspolitiker von Experten gebrieft wurden und in wochenlanger Aufarbeitung zu Entscheidungen kommen sollen, sind wieder ein ganz anderes Thema und werden bspw. in Strafprozessen als Geschworene ja auch bereits seit langer Zeit eingesetzt.

    Volksentscheide allein sind dagegen tatsächlich nicht die beste Idee.
     
  29. K@mpfkoloss

    K@mpfkoloss
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    Es wird keinen Brexit geben - das ist so klar wie Kloßbrühe.

    Alleine zu glauben, es könnte einen Brexit geben, zeugt von einer riesengroßen Naivität.

    Denn das neoliberal-raubtierkapitalistische System angelsächsischer Ausprägung wird da davor sein.

    Ein Brexit würde ja heissen, dass das neoliberal-raubtierkapitalistische System angelsächsischer Ausprägung zulassen würde, dass der Ast abgesägt wird, auf dem es sitzt - Angelsachsen.

    Ein Brexit wäre aber gut, so wie es gut wäre, wenn die EU-Mitglieder nach und nach austreten würden, damit sich die vom neoliberal-raubtierkapitalistischen System erdachte und dieses System atmende EU in Luft auflöst - auf die sanfte Tour.

    Denn die EU des neoliberal-raubtierkapitalistischen Systems ist eine ganz schlimme Fehlkonstruktion von einem Staatenbund, wie dem Otto-Normal-Menschen erstmals gewahr wurde durch die Euro- und Staatsschuldenkrise, die 2008 losging und die sich bis heute durchzieht und von der kein Ende absehbar ist. Dann ging es weiter mit der TTIP-, TISA- und CETA-Krise, die zeigt, dass das das neoliberal-raubtierkapitalistische System am liebsten einfach die letzten Reste Demokratie und Rechtsstaat in den EU-Mitgliedsländern abschaffen würde, damit die Reichen und Unternehmen noch leichter Gewinne machen und immer reicher werden können, während die Armen immer ärmer werden (Plutokratie). Im Zuge dieser Krise wurde auch deutlich, was die EU sonst so für abartige "Freihandelsabkommen" schließt, besonders mit afrikanischen Staaten, um deren Meer leerfischen zu können und um in sie bspw. Schlachtabfälle exportieren zu können, was den dortigen Fleisch-Markt abtötet und für Not und Elend in den Staaten sorgt - unter erpresserischer Androhung davon, dass - wenn die Staaten diesem Abkommen nicht zustimmen würden - die EU ihre Entwicklungshilfe einstellen würde. Das ist ekelhaft und ein Grund für die sofortige Abschaffung der EU.
    Drittens wurde es gewahr durch die Flüchtlingskrise, die deutlich machte, dass die EU-Außengrenzen überhaupt nicht sicher geschützt sind, so dass viele Menschen herkommen konnten, unter größter Lebensgefahr, und dies auch weiter versuchen, und um dem Herr zu werden schließt die EU abartige Abkommen mit solchen Despoten wie Erdogan, über die "Handelsware" "Mensch", die eigentlich nicht disponibel sein sollte- auch dies ein Grund für die sofortiger Abschaffung der EU.

    Zusammenfassend: einen Brexit wird es nicht geben.
     
  30. Zele

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    Das nur auf reinen Nationalismus zu schieben halte ich für zu einfach.

    Letzteres stimmt aber - bei allen Unzulänglichkeiten welche die EU nun mal auch hat.
     
  31. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Zusammengefasst: Du zweifelst also daran, dass der anstehende Volksentscheid den Grundsätzen einer demokratischen Abstimmung stand hält bzw. behauptest, das Ergebnis sei auf jeden Fall manipuliert. Und damit auch alle Meinungsumfragen aller Institute.

    Soweit korrekt? Denn wenn nicht, dann entscheiden die Briten und nicht das "neoliberal-raubtierkapitalistische System" oder sonst wer.
     
  32. Scipio Neoliberal

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    Komm, willst du ernsthaft diskutieren, wenn er dauernd von "neoliberal-raubtierkapitalistischem System" spricht?:ugly:
     
  33. legal 》der die Waage hält《 Moderator

    legal
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    Ok, blöde Idee.:D
     
  34. Blup

    Blup
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    angelsächsischer Ausprägung :teach:
     
  35. Ludwig

    Ludwig
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  36. Sweet17 gesperrter Benutzer

    Sweet17
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    Großartiger Beitrag, danke. :yes:

    Die Brexit-Befürworter geben auf schwierige Fragen sehr einfache Antworten. Das ist nationalistischer Populismus in seiner Reinform.

    Natürlich hat die EU in den letzten Jahren keine Glanzleistungen vollbracht und sie wird sich wandeln müssen, sodass sie ihre Aufgaben, für die sie in erster Linie errichtet wurde, besser wahrnehmen kann.

    Aber die Angstmache, die Brexit-Befürworter auffahren, ohne nämlich gleichzeitig die positiven Faktoren, die eine EU bringt, zu benennen, hat nichts Ehrliches an sich.
     
  37. DonSwingKing Herr Vorragend

    DonSwingKing
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    Ich frage mich auch, ob nicht gerade eine rationale Auseinandersetzung mit dem Thema hilfreicher für die Sache gewesen wäre. Normalerweise können Rechte nicht rational auftreten, weil sie selbst wissen, dass wenn sie es auf rational versuchen, dass sie widerlegt würden und ihre Argumente nicht überzeugen, aber gerade beim Thema EU gibt es m.E. zahlreiche gewichtige Argumente, die einen Austritt stützen würden.
     
  38. Muffin-Man Lord Of Skill

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    Die Briten werden für Verbleib stimmen, fertig
     
  39. Sweet17 gesperrter Benutzer

    Sweet17
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    Es gibt gewichtige Argumente für Bleiben und für Gehen. Aber wenn man geht, kann man nichts mehr verbessern und eines ist ganz klar: Die Globalisierung geht weiter, ob Großbritannien nun in der EU ist oder nicht. Und es wird nicht leichter.

    Die EU muss sich auch verbessern, es ist ja nicht so, als ob alles perfekt wäre. Die Griechenlandkrise läuft immer noch, die Südstaaten sind finanziell immer noch im Hintern, der Euro alleine ist ohne finanzpolitische Abstimmungen nicht gut genug, die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass es keine EU-Außengrenze gibt, etc. pp.
    Und wenn's heißt, die EU würde kommandiert von Deutschland, hat auch das seine Richtigkeit. Das alles darf man ruhig kritisch ansprechen und ändern. Aber dafür muss man Teil der EU sein und dafür muss man einsehen, dass wir nicht mehr im 20 Jhd. leben, sondern in einer Welt, die zusammenwächst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2016
  40. ...oder man macht es wie viele Staaten und lässt es bleiben Teil der EU zu sein. Wo ist die Kritik an der Schweiz nicht beigetreten zu sein? Norwegen?

    Es ist in der Verantwortung der einzelnen Länder ihre Zukunft zu gestalten. Das können sie in der EU und außerhalb der EU. Als ob man Mitglied der EU sein müsste um zu kritisieren. Das muss man nur, wenn man aktiv mitgestalten will. Wer das nicht will, muss halt selbst sehen wie er über die Runden kommt.

    Ich seh ernsthaft das Problem nicht. Für mich ist die EU zu 90% immer noch eine reine Wirtschaftsunion. Und selbst das ist mit der massiven Erweiterung ziemlich am bröckeln. Hätte man sich mal auf die stabilen EU-Kernländer konzentriert anstatt derartig unterschiedliche Länder unter einen Hut zu bringen, hätte das Ergebnis auch anders ausgehen.

    Aber das ist halt die EU. Flickenteppich, der irgendwie selbst net weiß wohin es mal gehen soll.
     
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