Deutschland - Politik- und Wahlsammelthread (Nächste Wahl: Landtage BW/RP u. Kom. HE)

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von SpeedKill08, 2. Mai 2019.

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Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, welche Partei würdest du wählen?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 19. November 2020
  1. CDU/CSU

    1 Stimme(n)
    1,9%
  2. SPD

    1 Stimme(n)
    1,9%
  3. Die Grünen

    9 Stimme(n)
    17,3%
  4. FDP

    10 Stimme(n)
    19,2%
  5. Die Linke

    11 Stimme(n)
    21,2%
  6. AfD

    4 Stimme(n)
    7,7%
  7. Die Partei

    11 Stimme(n)
    21,2%
  8. eine andere Partei

    4 Stimme(n)
    7,7%
  9. ich bin Nichtwähler

    1 Stimme(n)
    1,9%
  1. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Würde ich schon sagen. Mach mal einen Test :D
     
  2. Son_of_the_Suns

    Son_of_the_Suns
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    Islamistischer Antisemitismus muss ernst genommen werden, aber ich bin ganz froh, dass sich die deutschen Juden nicht vor den Karren der Rechten spannen lassen.
     
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  3. SpeedKill08 Potentiell DEMODIVIERTER SPREADER in BERLIN Moderator

    SpeedKill08
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    Ich fühle mich irgendwie keinem Lager zugehörig. Es gibt ja auch keine Partei, die mir zusagt.
     
  4. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Warum sollten sie auch. Von Rechts kommt genügend Antisemitismus um abgeschreckt zu sein.
     
  5. JFK

    JFK
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    Wurden sie aber trotzdem. Guck's dir in den sozialen Netzwerken an: am Tag, an dem Auschwitz gedacht werden sollte, wurden Juden von Merz und Amthor als Steilvorlage für Kritik am Migrationsjahr 2015 instrumentalisiert. Das hat bestens geklappt. Keine Sau redet mehr über den Holocaust, aber alle über Migration. Volltreffer.

    Ich wäre sowohl als Jude als auch als Mensch mit Migrationshintergrund sehr irritiert über das, was da aus Deutschlands größter Partei kommt.
     
  6. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Merz hat allerdings auch geschrieben, dass Antisemitismus vorwiegen von Rechts kommt. Das nur ergänzend. Wenn ich hier zu viele CDUler verteidige, laufe ich am Ende noch schwarz an :ugly:
     
  7. Dawizard

    Dawizard
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    Tipp: Wenn du die Schiene "niemand kann wissen was er gemeint hat" fahren willst und behauptest, dass du nur neutral alle Möglichkeiten betrachtest, schreib nicht direkt danach sowas:

    Das wirkt sonst arg wie selektives Dummstellen...



    Hervorragende Idee. :yes:

    Wir sollten dringend mal darüber diskutieren, dass fast 20 Prozent aller FDP-Anhänger antisemitische Ansichten haben *. Und darüber, dass die Personalie Achenbach bis heute nicht aufgearbeitet wurde.

    Das wird nämlich grade von liberaler Seite oft ausgeblendet und darauf hinzuweisen ist kein "FDP-Bashing". Wann wäre denn ein guter Zeitpunkt an Antisemitismus zu erinnern, wenn nicht gestern?

    *: Hinweis für alle neutral und in alle Richtungen offen denkenden, ihr müsst mehr als die Überschrift lesen
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Januar 2020
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  8. JFK

    JFK
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    Das musst du gar nicht. Merz macht ja nur das, was du letztens als erstrebenswert für die deutsche Politik bezeichnet hast: Lücken nach rechts zu schließen und Hände zu reichen. So reicht man eben Hände.
     
  9. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Etwas zu wissen und meine Meinung zur Wirkung seines Satzes zu sagen, sind zwei paar Stiefel. :nixblick:

    Was ich definitiv weiß ist, dass du etwas das Amthor sagt oder schreibt, niemals wohlwollend sondern immer maximal negativ auslegen würdest. Ich halte mich da also für in der Tat immerhin neutraler.

    Auch ein Tipp für dich: Wenn du Antisemtismus in der FDP belegen willst, verlinke keinen Artikel zur AfD.
     
  10. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Nur hat Merz in der CDU nichts zu sagen.
     
  11. Dawizard

    Dawizard
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    Runterscrollen bis zur ersten Grafik ist zu viel verlangt? OK, ich werde den Beitrag korrigieren
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Januar 2020
  12. itistoolate

    itistoolate
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    Man sollte auch daran erinnern das die fdp gegen die entnazifizierung war.
    [​IMG]
     
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  13. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    19% der FDP-Anhänger sagen also, dass "die Juden zu viel Einfluss auf der Welt" haben.

    Zum Vergleich:

    Union: 19%
    SPD: 16%
    Grüne: 17%
    Linke: 20%
    AfD: 55%

    die FDP scheint mir hier kein Ausreißer zu sein. 20% sind jedoch - genau wie 16% - zu viel und man muss sich fragen, woher das kommt. Das ist aber offenbar ein gesamtgesellschaftliches Problem. Außer in der AfD, wo es einen eindeutigen Ausschlag gibt.
     
  14. JFK

    JFK
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    Er hat sich nicht als Privatperson geäußert. Sofern sich die Partei nicht von seinen Aussagen distanziert – so wie es zum Beispiel die Linke gerade bei diesem dämlichen Vergleich sehr schnell und eindeutig gemacht hat – sieht man in Haltung und Vorgehensweise ganz offensichtlich kein Problem.

    Wie gesagt: so reicht man Hände.
     
  15. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    War sie wohl. Die Entnazifizierung fand aber auch größtenteils auf dem Papier statt und es gab einige wenige Prestige-Fälle. Nazis waren damals in der Politik und der Verwaltung stets involviert. Es ging halt nicht anders.
     
  16. itistoolate

    itistoolate
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    Weil er nicht die Eier hat sich nochmal mit Merkel zu messen. In der Sekunde in der Merkel die Politik verlässt, steht er da. Jede Wette.
     
  17. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Worauf ich hinaus will ist die Frage, ob Menschen die sich durch seinen Tweet angesprochen fühlen, das auf die Union übertragen und es sie in ihrer Wahlentscheidung mit beeinflusst.
     
  18. Dawizard

    Dawizard
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    Und jetzt gerade diskutieren wir über die FDP, genau wie Amthor über Muslime diskutieren wollte. Warum versuchst du diese wichtige und vollkommen unvoreingenommene Debatte sofort mit "ja aber die anderen" beiseite zu schieben?
     
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  19. itistoolate

    itistoolate
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    Was keine Erklärung der Position ist.
     
  20. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Tue ich nicht. Ich warte gespannt auf deinen Input :nixblick: Dass wir nach einigen Beiträgen über die FDP reden, egal welches Thema mit mir vorher diskutiert wurde, bin ich gewohnt. Da mache ich bald ne Challenge draus.
     
  21. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Ich weiß nicht was damals der Gedanke dahinter war. So tief stecke ich in der Parteiengeschichte nicht drin. Ist für mich auch wenig relevant. Nach dem Krieg gab es halt noch viele Nazis, eben auch in der FDP. Die dürften inzwischen alle tot sein.
     
  22. itistoolate

    itistoolate
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  23. JFK

    JFK
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    Das wird sich zeigen. Der Zuspruch von rechts-außen in den sozialen Netzwerken - sowohl Facebook als auch Twitter bis hin zu den Kommentarspalten - ist jedenfalls riesig, und die Verschiebung des gesamten Diskurses (weg vom Holocaust, hin zu Migration) wird von der Union unwidersprochen hingenommen. Insofern: alles richtig gemacht.
     
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  24. JFK

    JFK
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    Gute Analyse von Natascha Strobl. Spitzenpolitiker sind Kommunikationsprofis, da ist kein Wort unbedacht gewählt - gerade dann nicht, wenn es nicht im Interview herausblubbert, sondern sorgsam formuliert auf Twitter landet.

    https://twitter.com/Natascha_Strobl/status/1221888550775459845

    Schauen wir uns den Tweet von Merz einmal an. Was mir als Erstes ins Auge springt ist, dass Auschwitz den „muslimischen Antisemitismus“ rahmt, schon optisch. Hashtag Auschwitz muslimischer Antisemitismus Hashtag We remember. Das ist perfide. Das ist wortwörtlich Framing.

    Er leitet uns also gedanklich zu Auschwitz und wir haben sofort die Bilder im Kopf. Die Rampe, die Gaskammer, die Gleise, all die menschlich kaum zu erfassende Grausamkeit. Dann wirft er Muslime in die Debatte. Und dann leitet er uns wieder zu Auschwitz. Was macht das?

    Es verknüpft Auschwitz mit Muslimen. Und damit lenkt es von den Schuldigen weg. Es suggeriert, dass ein „neues Auschwitz“ oder „etwas wie Auschwitz“ von „Muslimen“ ausgehen würde u das eine reale Möglichkeit u Gefahr ist. „Muslime“ stehen in der Tradition der Täter von Auschwitz

    Da steht auch einfach „muslimisch“, nichtmal „politischer Islam“ oder irgendein anderer Code, sondern es wirft die Tradition von Auschwitz einfach allen Muslimen vor. Einzig die Zäsur 2015/16 darf nicht fehlen. Am Tag des Gedenkens der Befreiung von Auschwitz.

    Er erwähnt „rechts“ auch. Es gibt eine rhetorische Regel in der politischen Kommunikation, die besagt, dass alles vor dem „aber“ hinfällig ist. „Das tut mir sehr leid, aber ich war sehr aufgebracht“ heißt, dass es einem nicht leid tut. Und genauso lese ich auch das „rechts“

    „Nationalsozialismus“ oder „Deutschland“ kommen nicht einmal vor. Die historischen Täter bleiben ungenannt. Von ihrer (ungebrochenen wie gebrochenen) Tradition im Hier und Jetzt wird schlicht abgelenkt. Sie wird neu zugeteilt auf eine marginalisierte gesellschaftliche Gruppe.

    Eine Gruppe, die ohnehin quasi niemand mag und die unter rhetorischem Dauerbeschuss ist. Mit diesem rhetorischen Kniff sind sie keine Opfer, sondern werden zu Tätern. Wer mag sich schon für die einsetzen, die gerne ein neues Auschwitz hätten?

    Gleichzeitig nimmt es die, die wirklich ein neues Auschwitz wollen und ihre geistigen wie politischen Vorarbeiter_innen völlig aus d Diskussion. Als gäbe es keine Gefahr von der extremen Rechten. Als hätte diese keine Vernichtungs- u Reinheitsfantasien. Als würde die nicht morden

    Als wäre Halle nie passiert.

    Ich bin wirklich erschrocken über die sprachliche Erosion. Ob wirklich aus Überzeugung oder aus Kalkül, weil sich politisches Kleingeld damit schlagen lässt tut nichts zur Sache. Es ist unwürdig. Es lenkt ab und weg von den Tätern und ihren politischen Nachkommen.
     
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  25. Manu_der_Weise

    Manu_der_Weise
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    Der Deutschlandfunk hatte das im Podcast aber auch zentral als Thema - diskutiert mit zwei Juden. Stehen die auch im Verdacht am rechten Rand zu fischen? Manche Vorwürfe sind einfach unnötig.
     
  26. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Ich sehe halt die Tendenz den Holocaust als abgeschlossenes Kapitel betrachten zu wollen, das nichts und mit nichts heute etwas zu tun hat. Wie im Glaskasten betrachtet man ihn ab und an, aber man verknüpft nichts im aktuellen Geschehen damit. Dabei würde "aus der Geschichte lernen" ja grade bedeuten, diese Verknüpfung zu ziehen. Und die kann man eben zur heutigen neuen Rechten inkl. AfD ziehen, zum "Alltagsantisemitismus" in der Bevölkerung und in den übrigen Parteien, aber eben auch zum muslimisch geprägtem Antisemitismus.

    Ob man das dann in eine Reihe stellen muss oder auch einen Aspekt isoliert ansprechen darf. Ob das am Holocaust-Gedenktag sein muss. Ob man vorsichtiger formulieren muss: Darüber kann man von mir aus geteilter Meinung sein.
     
  27. Dawizard

    Dawizard
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    Die Taktik von Strauß, sich auf Blut und Boden und Antikommunismus zu konzentrieren während Wehrsportgruppen munter Party machen, hat dazu geführt dass es beim ersten Anzeichen von Nachsicht gegenüber dem Feind (die Kredite an die DDR) ein Schisma gab. Kleiner Einschub, bei diesem Schisma sind bei weitem nicht alle Anhänger dieser Ideologien ausgetreten, Waigel wollte 89 erstmal die polnische Westgrenze diskutieren und Kohl hat sogar mit einer militärischen Annektion gedroht, bis ihn die Westalliierten zurückgepfiffen haben.

    Einschub Ende, die Reaktion auf dieses Schisma war genau jenes Aufschaukeln das ich beschrieben habe: Die Union hat immer radikalere Positionen übernommen, die Rechtsextremen fühlten sich damit bestätigt und haben sich wiederum weiter radikalisiert und immer offener agiert, bis schließlich deutschlandweit Häuser brannten. Selbst da hat die Union nicht mal kurz pausiert und überlegt, ob sie wirklich in diese Richtung weitergehen wollten, sondern hat die Anliegen der besorgten Mörder ernstgenommen und das Grundrecht auf Asyl faktisch abgeschafft.

    Dass die Repulibkaner zu einer Kleinpartei zerbröselt sind lag nicht an dieser Poltik, ganz im Gegenteil. Die Republikaner wurden durch die für radikale Parteien typischen internen Konflikte zerrissen und dann von der Geschichte überrollt, als Kohl zum Messias des nationalistischen Taumels wurde.

    ...und dann sind da noch die längerfristen Folgen für die Politik in Deutschland. Die endemischen und fest etablierten rechtsextremen Strukturen in Ostdeutschland sind ein Erbe dieser Politik. Fast alle Personen, die in der AfD als noch rechtsextremer als der Durchschnitt herausstehen, gehören zu der Generation die sich damals radikalisiert hat.

    Egal ob man Menschlichkeit, Machtkalkül oder andere Kriterien anlegt, die Politik hat nicht funktioniert. Es war ein Desaster, dessen Konsequenzen noch heute nachwirken.
     
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  28. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Das wäre mir neu. Auf was genau beziehst du dich?

    Die REP hat doch bis auf wenige Ausnahmen nie Land gesehen. Am ehesten noch in BW. Da sind sie zweimal in den Landtag eingezogen. Aber sonst?

    Die Union hat halt schon immer Stimmen am rechten Rand gebunden gehabt. Jetzt kriegt man sie natürlich nicht so leicht zurück, wie man sie verloren hat. Falls man das in Gänze überhaupt möchte. Aber die Alternative ist halt die Alternative, denn die Wähler verschwinden ja nicht.
     
  29. Dawizard

    Dawizard
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    Ich habe dir meinen Input gegeben: Antisemitische Vorurteile sind in der FDP genau so verbreitet wie bei der Linken (OK, ein Prozentpunkt Unterschied), ohne dass es vergleichbare Diskussionen wie zwischen Anti-Imps und Anti-Ds geben würde. Die FDP hat wie die Grünen Verbrechern politischen Einfluss gegeben, mit dem sie Straffreiheit für ihre Verbrechen fordern konnten, ohne dass es eine Aufarbeitung wie bei den Grünen gab.

    Aber bitte, wenn du unbedingt noch einen Diskussionsanstoß brauchst: Warum ist das so?


    Natürlich. Wer sich dagegen wehrt, vom Gedenken an die deutschen Taten und die fortwährende Bedrohung durch die geistigen Erben der Täter mit "ja aber die Ausländer!!" abzulenken, will damit eigentlich den Holocaust als abgeschlossenes Kapitel betrachten. Immer wenn man denkt es ginge nicht mehr lächerlicher...
     
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  30. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Bei der Linken gibt es offenbar mehr Prominenz die sich dazu äußert. Als bei der FDP Möllemann ein Thema war, war es dort ja auch prominenter im Bewusstsein.
     
  31. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Das war kein Vorwurf an irgendjemanden hier. Es ist aber was anderes den Holocaust für sich zu betrachten, oder ihn in einen Gesamtzusammenhang auch mit heute zu stellen.
     
  32. JFK

    JFK
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    Es ist schon kurios, mit welcher sprachlichen Gewichtung Merz das in seinem Tweet tut. Aber sicher alles Zufall - "Zwinkersmiley", wie Martin Sonnenborn schreiben würde.
     
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  33. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Man sollte aufpassen, das nicht zu sehr zu vermischen. Der Holocaust ist ein singuläres Ereignis, das auch so behandelt werden muss.

    Das mit "Alltagsantisemitismus" zu vermengen, der teilweise vllt noch nicht einmal auf Rassismus basiert, sondern auch auf anderen Faktoren basiert, ist gefährlich. Es verharmlost die Ereignisse und entlastet auch in gewisser Weise ("andere machen das ja auch oder sind viel schlimmer") - selbst wenn es eigentlich "gut gemeint" ist. Va. der Antiseminitismus von Ausländern muss gesondert betrachtet werden.

    Das kann und sollte man alles diskutieren, aber bitte nicht am Holocaust-Gedenktag. An diesem geht es um die deutsche und jüdische Geschichte.
     
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  34. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Über Merz Beitrag habe ich mich noch nicht im Detail gebeugt. Die Verknüpfung der beiden Hashtags könnte aber kritisch sein.

    Und doch war der Holocaust ja nicht plötzlich da, sondern speiste sich aus dem vorhandenen Antisemitismus in der Bevölkerung. Und singulär ist er nur solange, wie er nicht nochmal passiert. Ich verstehe schon, dass man es mit der Kontextualisierung auch übertreiben kann und das Thema so verwässert wird. Bei Merz ist das - nach dem was ich da schon gesehen habe - sicher näher da dran als bei Amthor.
    Das wäre das andere Extrem zum von mir erwähnten "Glaskasten".

    Die israelische Luftwaffe fliegt nicht umsonst an Gedenktagen auch o
    über ehemalige KZs. Die Botschaft ist eben: Mit uns die wieder. Das ist ein praktisches und wehrhaftes Gedenken, das mit auch gut gefällt, weil es weit vom "Glaskasten" entfernt ist und die heutige Relevanz zeigt.
     
  35. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Es ist nicht nur eine Übertreibung oder Verwässerung, es geht sogar Richtung Verharmlosung.

    Der deutsche Antisemitismus, der zum Holocaust geführt hat, ist eben nicht dem Antisemitismus vieler Muslime vergleichbar. Er ist auch nicht mit dem Antisemitismus einiger Linker und Linksextremer vergleichbar. z.B. muss man da auch zwischen Abneigung gegenüber dem Staate Israel und dem generellen Hass auf Juden unterscheiden. Das wird alles viel zu oft durcheinandergeworfen.

    Bei Merz und Amthor habe ich das Gefühl, dass sie mit ihren Äußerungen "entlasten" wollen. Das geht schon stark Richtung AfD: Endlich Schluss mit dem Schuldkult und mal die anderen in den Fokus rücken.

    Dabei muss ein sinnvoller Umgang mit dem Holocaust keine Schuldgefühle auslösen. Wir haben daran keine Schuld. Wir haben nur die Verantwortung, ihn sinnvoll zu verarbeiten und es uns eben nicht zu leicht zu machen.
     
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  36. Dawizard

    Dawizard
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    Gut, du weisst wahrscheinlich erstens nicht was Kohl mit seinem klassischen Shakedown ("Wenn Sie unsere Forderungen nicht erfüllen gibt es keinen Grenzvertrag, dann könnten in Zukunft schlimme Unfälle passieren...") gemeint hat, und zweitens weisst du ganz sicher, dass alle ngativen Interpretationen falsch sind :ugly:

    Ja, sobald es ums ums Geld ging. Seine politischen Äußerungen wurden weggelächelt und Antisemitismusvorwürfe empört zurückgewiesen, aber als Strafzahlungen wegen der Finanzierung seines Flugblatts im Raum standen wurde die Partei auf einmal wach.

    Willst du diese Selbstkarrikatur der FDP wirklich als positives Beispiel anführen? :ugly:
     
  37. Lord Reginald

    Lord Reginald
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    Ohje, wie konnte sie da nur reingeraten? ...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Verena_Hartmann

    --

    Bin ja kein großer Twitter-Fan, aber den relativ neuen Account mag ich. Faszinierend, wie viele einzelne Tweets/Antworten des Accounts für ernst halten, weil die Schnappatmung einsetzt und man nichtmal den Namen komplett liest. :ugly:
    https://twitter.com/CDU_MdB
     
  38. Zele

    Zele
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  39. Zele

    Zele
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    Das erzähl mal Nahles, Gabriel, Esken und Chebli :wahn:
     
  40. legal KEY RACE ALERT! Moderator

    legal
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    Hm. Ich weiß nicht ob es da eine sinnvolle Unterscheidung geben kann. Im Ausmaß ja: ob ich denke, dass Juden zu viel Macht hätten, oder ihnen das Menschsein anspreche, ist ein anderes Ausmaß. Aber ist es quasi eine komplett andere "Art" von Antisemitismus?
     
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