Sammelthread: Bedeuten zusätzliche weibliche Spielfiguren zu viel Aufwand?

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 8. Januar 2020.

  1. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Haaaalt, hier habe ich sogar noch einen Einwand (auch wenn Laub davon wohl nicht glücklich wird). Offenbar wird in dem alternative-Realitäten-Szenario Ratchet teilweise durch eine andere, weibliche Protagonistin ersetzt. Die auf Twitter und youtube schon einen ganz schönen Wirbel verursacht hat. ;)

     
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  2. VaniKa

    VaniKa
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    Wobei das alles noch sehr spekulativ scheint. Und ob man diese Figur dann auch spielen kann, ist aktuell völlig unklar. Kann mir aber auch da die Reaktion mancher Leute denken, die das vor allem als Befriedigung einer Agenda und damit als Angriff auf ihr gewohntes Franchise sähen. Abgesehen davon nehme ich an, dass diese Figur eine sehr untergeordnete Rolle als Protagonistin spielen würde, sonst hätte sie im Trailer mehr Zeit bekommen und wäre auch aus Spielerperspektive gezeigt worden.
     
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  3. Dawizard

    Dawizard
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    Nein. Außer in den Strohmännern irgendwelcher "Männerrechtler"

    Gratuliere, du hast etwas wichtiges verstanden: Restriktive Genderklischees schaden auch Männern. Feminismus bekämft genau diese Genderklischees.


    Die Menschen die auf offener Straße angehalten werden sind oft da zuhause. Die blonden Touris die ungehindert vorbeilaufen nicht.
    In allen Ländern wo Statistiken über solche "Zufallskontrollen" geführt werden (in Deutschland sträuben sich Innenpolitiker und Polizeigewerkschaften dagegen, warum nur? :hmm:) haben äußerlich identifizierbare Minderheiten einen massiven Überhang, warum ist das wohl so?

    Dafür musst du es erstmal ins Auto schaffen. Ich kenne mehrere Geschichten von Bekannten die ein paar Schritte vor dem Laden bedroht wurden weil sie eine Waffe trugen. Keine Kurzwaffe, nichts was man registrieren müsste, Langwaffen die jeder Mensch legal auf offener Straße tragen darf. Möchtest du raten was alle diese Bekannten gemeinsam haben?

    Aber OK, du hast es ins Auto geschafft, die Polizei hält dich an und du machst alles genau so wie es dir deine Eltern von Kindesbeinen an beigebracht haben. Der Polizist erschießt dich. Und den eifrigen Verteidigern des Rechts auf Waffenbesitz ist es scheißegal.
     
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  4. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Ach verflucht. Hat schon wieder jemand die heilige Dreifaltigkeit der MRA-Argumentation ausformuliert?! Ich dachte, das hätte ich vor ein paar Tagen final abgestellt. :achja:


    Okay. Dann hier zur Entschädigung ein nur Stunden alter Trailer, der GameStar noch nicht in ihre Next Games gerutscht ist. ;)

     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2020
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  5. VaniKa

    VaniKa
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    Wow! Da ist ja mal wirklich alles drin. Sogar schwanger ist man. Gleich mal auf die Wunschliste gesetzt. Cooler Tipp!
     
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  6. Macro82

    Macro82
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    na ja die USA hat da auch ein gewaltiges Problem mit den Waffengesetzen. allen voran die NRA Waffenlobby die überhaupt mal verhindert, dass eine ordentliche Kontrolle ,Registrierung usw geschaffen werden.im Vergleich zu hier ist das relativ lasch

    Die blockieren regelrecht die Behörden und gesetzesentwürfe

    und dann wäre noch die Mentalität etlicher ammis .aka nimm einem ammi die Waffe weg und es gibt einen Aufstand .Bill of rights usw

    alles in allem zeigt alleine die Statistik das es viel weniger Schusswaffen tote usw gibt in Ländern die eben strengere Waffengesetze als die usa haben

    es würde damit schon viel weniger tote im Zusammentreffen mit der Polizei usw geben.

    das ist nebenbei auch ein Grund warum meist da vermehrt das SWAT vorher ausrückt als eine normale streife usw.Der täter könnte ja von Haus aus schwer bewaffnet sein ....
    und dass dürfte dann klar sein das die Polizei mal vorher tödliche Gewalt anwendet und rabiater wird , um sich zu schützen :nixblick::uff:
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2020
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  7. VaniKa

    VaniKa
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    @LP_Art: Ich finde halt wichtig, dass man nicht nur feststellt, dass es vielleicht "überwiegend Schwarze" seien, die mit irgendeinem Verhalten auffielen, sondern sich in dem Zuge vor allem auch mit der Frage beschäftigt: Warum sind es z.B. Schwarze? Ich denke, wir sind alle d'accord, dass das nicht an irgendwelchen Hautfarben oder Genen liegt, warum etwas vermehrt bei einer bestimmten Personengruppe vorkommt. Wenn man also als Antwort auf "Polizeigewalt gegen Schwarze" lediglich feststellt, dass ja auch mehr Schwarze entsprechende Straftaten begingen, dann geht das nicht weit genug. Denn die Frage, die viel wichtiger ist, lautet: Warum betrifft das mehr Schwarze? Was führt dazu? Und dann landen wir doch wieder beim Thema Rassismus. Ein rassistisches von Weißen dominiertes System drängt die schwarze Bevölkerung eben in diesen Teufelskreis hinein bzw. lässt sie daraus nur schwer entkommen (Marginalisierung). Und dann muss sich der Weiße doch wieder die Frage stellen, was er falsch gemacht hat und was er ändern muss. Ich sehe es salopp gesagt so: Vor mehreren Jahrhunderten wurden Millionen schwarze Menschen aus Afrika in die USA deportiert und versklavt. Wirklich aufgearbeitet hat man das bis heute nicht. Die schwarze Bevölkerung leidet bis heute unter den Folgen. An dieser Situation sind allein die Weißen schuldig, die die schwarzen Urahnen der heuten Afroamerikaner verschleppt haben und jede Generation nach ihnen, die ihnen weiterhin mit Vorurteilen und Ressentiments begegnet und dabei nicht das Problem bei sich selbst sieht.
     
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  8. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Ähm, könnt ihr euch vielleicht im Toleranz oder im #BlackLiveMatters Thread darüber unterhalten? Das Braucht nun wirklich nicht 3 Threads zu dem Thema, zumal das es hier ja eigentlich um was vollkommen anderes geht.
     
  9. VaniKa

    VaniKa
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    @Bethoniel: Stimmt. Ich hatte ja zuvor so ein paar Fragen in den Raum gestellt...
     
  10. Jicksman

    Jicksman
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    Ich versuch mich mal dran, auch wenn ich manche Fragen nicht so recht ordnen kann.

    Fakt ist, das nunmal eher nach der Masse gegangen wird (damit verdient man nunmal am meisten Geld) und trifft ja an sich jeden Bereich wie Lebensmittel etc.

    Nur frag ich mich warum das im Gaming so groß gemacht wird.

    Ich mein, muss den wirklich jedes Spiel auf Mann UND Frau abgerichtet sein? Kann man nicht einfach akzeptieren das Spiele wie EfT auf Männer zugeschnitten sind?

    Ich mein, es regt sich auch keiner drüber auf das ein Witcher ein Mittelaltersetting hat und SciFi Fans da eben nicht die Zielgruppe sind.
     
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  11. VaniKa

    VaniKa
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    Darum geht es ja gar nicht. Mir geht es um ein ausgewogenes Verhältnis bei ähnlichen Spielen. Also z.B. bei PvP-Shootern oder Action-Adventures. Es kann durchaus auf der Einzelfallebene Spiele mit einem festen Geschlecht geben, aber eben nicht bei Multiplayer-Titeln, sondern eher bei Singleplayer-Story-Spielen.

    Nein, kann ich nicht. Das hat mehrere Gründe. EfT ist zu einzigartig. Es definiert quasi im Alleingang einen Markt. Es gibt keine Alternativen. Zudem macht bei so einem Multiplayer-Shooter eine Beschränkung auf ein Geschlecht abseits von monetären Gründen des Entwicklerstudios keinen Sinn. Ich weiß zudem auch nicht, was an dem Spielkonzept auf Männer zugeschnitten sein soll, außer dass sie es offenbar der äußeren Form nach so wirken lassen, indem sie keine weiblichen Spielfiguren anbieten.

    Ich bezweifle aber, dass man bei EfT sagen kann, dass es ein Spiel extra für Männer ist. Klar, am Ende ist es das de facto, einfach weil man auch keinen Aufwand investiert hat, das zu ändern. Aber es gibt keinen "Geschmack", den man damit irgendwie bedienen würde, außer vielleicht eine Vorliebe für Spiele, in denen es keine Frauen gibt? Fände ich persönlich dann auf jeden Fall kritikwürdiger als die Frage, ob Fantasy/Mittelalter oder Sci-Fi. Man muss immer den Kontext betrachten. Als ob es nicht schon genug Ungleichheit gäbe, als dass man dann noch sagen sollte "machen wir mal ein Spiel, das wirklich nur für Männer ist". Das kann sich in meinen Augen heute keiner mehr leisten, wenn er nicht als Arsch dastehen will. Umgekehrt wäre das hingegen, eben aufgrund der Situation drumherum, durchaus möglich, und könnte dann als das komplette Gegenteil gefeiert werden, auch wenn es im Kern das Gleiche machte. Es passiert eben alles nicht im luftleeren Raum. Ein EfT existiert nicht im luftleeren Raum, sondern in einer Welt, in der es auch noch immer stark um Geschlechterfragen geht.
     
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  12. Macro82

    Macro82
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    Na ja es gibt da eben auch spiele die wo du so gut wie nie sehen wirst, dass die eben je eine (oder fast keine ) Frau die spielen wird oder sich dafür je richtig interessieren wird :rolleyes:

    Stichwort Simulatoren usw.:nixblick:

    Nichts für ungut aber das ist dann halt auch n bisschen grenzwertig da dann laut aufzuschreien :fs:.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2020
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  13. VaniKa

    VaniKa
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    Will das gar nicht zerpflücken. Dass am Ende des Tages eine Straftat immer noch eine Straftat ist, steht außer Frage. Wer jemanden ermordet, gehört dafür auch bestraft. Das Strafmaß hängt dann aber auch oft von weiteren Umständen ab. Ich schätze aber, dass tatsächlich systemischer Rassismus schwarzen Straftätern bisher wenig geholfen hat, ihr Strafmaß abzumildern. Eher im Gegenteil, eben weil er ja selbst dort wirkt. Umso mehr ein Grund, darüber zu sprechen und die systemischen Faktoren zur Ursachenbekämpfung zu betrachten.

    Aber gut, ich will jetzt auch nicht mehr viel dazu schreiben, weil es wirklich besser im BLM-Thread aufgehoben wäre.
     
  14. Jicksman

    Jicksman
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    Na da muss ich dir aber ehrlich sagen, hast du eben Pech gehabt, wenn dir die fehlende Geschlechterwahl nicht passt.

    Du kannst nicht erwarten dass, nur weil es DIR nicht passt die anderen sich zu richten haben. Ich mein du bringst hier Spiele dessen Reihe teilweise 20 Jahre alt ist...(Hitman)

    Aber ich hab ja auch nicht gesagt das EfT ein reines Männerspiel ist, sondern in Shooter ja nunmal eher die Männer Hauptzielgruppe sind.

    Und ich sag mal, was die Leutchen da für Hintergedanken haben kann auch keiner sagen.
    Jeder kann sagen es ist zuviel Arbeit weibl. Figuren zu bringen, nur damit er kein Arsch ist.

    Trotzdem find ich, soll halt jeder so Entscheiden wie er will, den es geht nunmal leider immer ums Geld...

    Und es gibt eben noch genug andere Baustellen. Frag mal die Gamer was sie lieber haben, ein Bugfreies Spiel oder weibl. Charaktere?

    Ich würde sagen das alle (na...ausser du womöglich) lieber ein Bugfreies Spiel hat.

    Keiner hat Bock zu sterben weil er irgendwo festhing, nur weil die Entwickler sich mal grad um die "weibl. Spielerschaft" kümmern muss. Und wenn mich recht entsinne, ist EfT so eins was noch mit Bugs zu kämpfen hat.
     
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  15. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Sorry, aber das ist mal mit verlaub eine vollkommen dämliche Frage. Was willst du hiervon lieber: Eine Speicherfunktion oder ein bugfreies Spiel? Einen Multiplayer oder ein bugfreies Spiel? 4k Texturen oder ein bugfreies Spiel?

    Du gehörst scheinbar auch zu den Leuten die denken, dass man immer nur ein Problem zur Zeit lösen kann/soll. Aber surprise, wenn man möchte kann man mehrere Probleme/Themen gleichzeitig bearbeiten.
     
  16. Jicksman

    Jicksman
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    Ja stimmt, gibt immer solches und solches, will mich da auch nicht sonderlich drauf aufhängen :p
     
  17. Jicksman

    Jicksman
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    Ja das weis ich, aber das muss ja nicht immer so laufen. Gibt doch genug wo Baustellen ohne Ende sind aber nix richtig fertig wird D:
     
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  18. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Natürlich sind Ressourcen begrenzt. Wie groß wäre wohl der Aufschrei, wenn ein Entwickler das Ingame-Optionsmenü weglässt mit den worten: "Ihr könnt die Einstellungen in einer Ini Datei ändern. Wollt ihr lieber Ingame Optionen, oder bugfixing?"

    Würde dann ja niemand auf die Idee kommen und sagen: "Ja, bugfixing ist wichtiger, scheiß auf das Menü." Es ist alles eine Frage dessen, was man als normal annimmt und was nicht. Wenn nun viele Spieler weibliche Charaktere erwarten, dann können die Entwickler halt nicht mehr sagen "Weibliche Chars oder Bugfixing", weil es eben beides erwartet wird.
     
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  19. VaniKa

    VaniKa
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    Das ist halt genau das Problem, das ich damit habe. Weibliches Geschlecht als "Stretchgoal" oder "spezifische Funktion" und dass das dann auch noch vehement verteidigt wird, dass das alles schon so seine Richtigkeit hätte. Die Botschaft lautet immer am Ende: "Nicht wichtig genug." Und das soll dann bei Kritik mit allen möglichen Rechtfertigungen irgendwie legitimiert werden, die man nur irgendwie aus dem Hut gezaubert bekommt. Bugfixes sind wichtiger. Ist halt ein Männerspiel, muss es auch geben dürfen. Zu viel Aufwand. Zu teuer. Zu unwichtig. Zu wenig Nachfrage. Es scheint wirklich sehr viele Gründe zu geben, die gegen Frauen in Videospielen sprechen. Da wundert mich, dass sie überhaupt existieren.
     
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  20. SchnabeltierX

    SchnabeltierX
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    Warum hat eigentlich,noch keine Entwicklerin ein Spiel mit einer weiblichen Hauptfigur gemacht,ich denke es lohnt sich für sie nicht.
    Außerdem habe ich das Gefühl,das die Gamestar Redaktion nicht wirklich Interesse hat, ob männlich oder weibliche Figuren gespielt werden,da sich die ja bisher auch nicht gemeldet hat.

    Mir ist es egal welches Geschlecht,die Hauptfigur hat,mir ist das drumherum wichtig. aber ich bin ja auch ich.
     
  21. VaniKa

    VaniKa
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    Hey, willkommen zurück. Das ging ja schnell. ;) Es gibt schon einige Spiele, allerdings logischerweise kleine Indie-Eine-Frau-Projekte, wenn man dabei von einer Entwicklerin spricht. Sonst wäre es ja ein Team. Oder man müsste von Produzentin sprechen. Insofern finde ich eigenartig, dass du, ohne es offenbar zu wissen, einfach feststellst, dass es "keine Entwicklerin" gäbe.
     
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  22. SchnabeltierX

    SchnabeltierX
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    ja,die letzten Kommentare fand ich interessant,deswegen melde ich mich wieder. Ich denke, wenn es weibliche Entwickler gibt,die Spiele mit weiblichen Hauptfiguren entwickeln,dann müsste das ja irgendwie bekannter werden,mir fällt aber gerade ein das ich nur wenige bzw. eine Handvoll Studios kenne von dehnen ich weiß, wer der Chef ist. CD Projekt Red, hat eine Frau im Aufsichtsrat sitzen.
     
  23. VaniKa

    VaniKa
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    Ich sehe das Problem schon allein bei so einer Frage. "Frauen oder eigentliches Spiel?" Dass das überhaupt derart unterschieden wird, ist doch das eigentliche Problem. Die Überzeugung, dass eine Frau in irgendeiner Form weniger wichtig wäre. Natürlich stimmen bei so einer Umfrage alle gegen die Frau, die selbst keine spielen würden, wenn sie im Gegenzug etwas erhalten, von dem sie profitieren. Dieses Aufwiegen gegeneinander und somit das Hintenanstellen von Frauen ist das, was ich anprangere.
     
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  24. VaniKa

    VaniKa
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    Also besteht ja schon eine Nachfrage nach einem bestimmten Geschlecht, und zwar auf beiden Seiten. Die 24 % bei der Umfrage sind auch kein unerheblicher Anteil. Das ist knapp ein Viertel, dem das sogar wichtiger war als das Gegenangebot. Beim männlichen Geschlecht muss man dazu noch festhalten, dass dort halt meist der Wunsch danach stets implizit erfüllt wurde. Es gab schlichtweg keine Situation, die es hergegeben hätte, das jemals explizit gefordert haben zu müssen, weil man es anders als im umgekehrten Fall nie mit einer ungerechten Situation zu tun hatte, sondern höchstens rein auf der Einzelfallebene argumentieren und so nicht wirklich einen Hebel ansetzen konnte.

    Man muss sich dabei auch klar machen, dass bei so einer Umfrage, und so eine Abwägung wird ja stets als Argument angeführt, die Argumente immer auf der Seite der Leute sind, die lieber was am sonstigen Spiel gemacht haben wollen. Denn den Leuten, die sich mit dem männlichen Geschlecht wohlfühlen, haben bei der Abstimmung nur etwas zu verlieren, aber nichts zu gewinnen. Und die anderen, die sich lieber eine weibliche Figur wünschen, tun das erst, wenn das für sie diesen Nachteil, dass weniger Arbeit ins sonstige Spiel fließt, mindestens aufwiegt. Es ist also eine unfaire Wahl, die immer diejenigen benachteiligt, die sich eine weibliche Protagonistin wünschen. Das ist auch ein Grund, weshalb ich es nicht gut finde, wenn man das derart gegeneinander aufwiegt.

    Für die Firma von Subnautica ist das durchaus löblich, dass sie beim neuen Spiel nun eine weibliche Protagonistin haben. Das ist das, was ich mir wünsche. Wobei ich mich hier schon frage, warum man bei beiden Spielen unbedingt einen fixen Protagonisten haben muss, sodass man entweder die eine Seite oder die andere nicht optimal berücksichtigt. Bei manchen Spielen finde ich es einfach unnötig, nämlich, wenn der Protagonist derart im Hintergrund bleibt und nicht mal wirklich sichtbar ist.

    Verstehe das auch bei Everspace 2 nicht, wieso sie da unbedingt die Story eines Adam Roslin erzählen müssen, anstatt die Spieler einfach nur ihre Space-Combat-Sandbox spielen zu lassen. Es kommt doch eh zu 90 % aufs Gameplay an. Gameplay, das mir damit nun madig gemacht wird. Na ja, mal hoffen, dass Squadrons was taugt und man auch in der Kampagne die Wahl des Geschlechts hat. Ich sehe es aber schon wieder kommen, dass wie in so vielen Spielen (z.B. Titanfall 2) die Kampagne sich wieder nur um einen Kerl dreht.
     
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  25. Dawizard

    Dawizard
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    Nö: https://www.volksverpetzer.de/analyse/racial-profiling-polizeikontrolle/

    Jeder Mensch leidet (statistisch) am stärksten an Gewalt innerhalb des eigenen sozialen Umfelds, weil die meisten Gewaltdelikte im unmittelbaren sozialen Umfeld passieren. Wenn dieses Umfeld extrem stark segregiert ist passieren logischerweise auch die meisten Gewalttaten innerhalb einer Ethnie.

    Und nein, Redlining und White Flight haben sich Minderheiten nicht ausgesucht.

    Du beschwerst dich seit mehreren Seiten darüber, dass Männer es viel schwerer hätten als behauptet wird. Und jetzt kommst du mit dem klassischen Gerede von "Model Minorities" an. Ernsthaft? :ugly:
     
  26. Dawizard

    Dawizard
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    (anderes Thema, anderer Post)
    Früher sind die Spiele auch ohne Optionsmenü ausgekommen. Ein echter Spieler weiß wie man eine .ini oder .cfg bearbeitet, das sind nur Forderungen von Leuten die keine Ahnung von Spielen haben. Anstatt Zeit mit Klickbuntikram zu verschwenden sollten die Enwickler lieber das Gameplay verbessern und mehr Charactermodelle einbauen :teach:
     
  27. Jicksman

    Jicksman
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    Es sind aber nicht alle in dieser Zeit aufgewachsen. Willst du da alle als "nicht echte Spieler" bezeichnen nur weil sie das nicht können?

    Ich zb. könnt es ohne Tutorial auch nicht, einfach weil ich in dieser Zeit nicht aufgewachsen bin.

    Da find ich das grad zeimlich gemein.
     
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  28. Macro82

    Macro82
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    von welcher zeit sprichst du da genau bitte?

    Und ich kenne und spiele Spiele seit dem Brotkasten AKA C64 und atari 2600 und co.

    Wobei das beim letzterem eher der fall ist,nur da gibts keine cfg Dateien :topmodel:
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2020
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  29. VaniKa

    VaniKa
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    Sollte das mit dem UI nicht nur als Vergleich dienen? Jetzt diskutieren alle darüber, ob man wirklich ein UI braucht oder nicht. Was soll das am Ende aussagen? Einfluss auf das eigentliche Thema hat es jedenfalls nicht, egal auf was man sich da nun einigt.

    PS: "Jausenbrot" hat mich dazu veranlasst, auf meine Tastatur zu schauen, ob die Tasten P und J benachbart sind, um zu ermitteln, ob es ein Tippfehler sein könnte. Dann bei Google eingegeben und herausgefunden, dass es österreichisch ist und auch Pausenbrot bedeutet. Wozu denn das J? Oder machen Österreicher auch eine Jause statt einer Pause? Okay, ich kann bei Bedarf wieder googeln. Will das gar nicht vertiefen, da es auch Offtopic ist. ;)
     
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  30. VaniKa

    VaniKa
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    Hmm, also all diese neuen Shooter, die sich "Hardcore" nennen, haben nur männliche Spielfiguren. Nun sind es schon Drei an der Zahl: EfT, GTFO und Deadside. Also bei diesem neuen "Hardcore-Shooter"-Genre fällt die Bilanz richtig beschissen aus. Ich hoffe, dass die das mal sehen und es allein deswegen schon anders machen wollen. Ansonsten kann ich nur festhalten: Neues Trend-Genre "Männerspiel", in Zeiten, in denen man annehmen würde, dass Diversity zunehmen sollte und im Bewusstsein der Studios fest verankert wäre. Man könnte es schon fast als Backlash-Genre sehen.
     
  31. SchnabeltierX

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    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2020
  32. SchnabeltierX

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    wieso findest du das Spiel den nicht unterschiedlich genug?
     
  33. SchnabeltierX

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    ja dann, habe ich dich wirklich Falsch verstanden.
     
  34. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Wenn man bedenkt, das lediglich ca. 25% aller Spieler von Survival-Roguelikes weiblich sind, und bei FPS sogar nur 7%, dann ist es nicht verwunderlich, dass man bei Spielen die diese beiden Genres zusammen führen eher versucht soviele männliche Spieler wie nur möglich zu bekommen, anstatt den Versuch zu unternehmen auch Frauen zu gewinnen. Das eine ist Geld das man, je nach bekanntheitsgrad, relativ sicher wieder rein bekommt, das andere ist eine zusätzliche Investition, die alles andere als ungefährlich ist.
     
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  35. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Das ist leider wieder so ein bisschen ...

    Aber wie im Thread mit dem obigen Zitat bereits erwähnt, sehe ich anhand präferierter Genres durchaus eine weibliche Tendenz zu erzählerisch(er) angelegten Spielen wie dem RPG, dem Action-Adventure, dem Story-Adventure etc. pp.

    Wobei, einen größeren DOOM-Fan als eine Freundin von mir wirst du nicht finden, also habe ich doch wieder das Gegenbeispiel direkt vor der Nase.

    Das Marketing trifft Entscheidungen aus Gründen, die du und ich nicht wirklich durchblicken. Und wenn sie ehrlich sind, sie selbst tun es auch nicht. Was das Marketing allerdings inzwischen weiß, ist, dass sie einen AAA-Kracher nur sehr schwierig und nur mit einem extrem bekannten Markennamen hinbekommen, wenn sie nicht auch das weibliche Zielpublikum ansprechen. Bei Nischengenres, und dazu zählt ja inzwischen (leider!) durchaus auch der FPS, ist das etwas anders.

    Das bedeutet ja alles nicht, dass das männliche Publikum irrelevant geworden ist, selbstverständlich nicht. Stell dir vor, was für Proteststürme du bekämst, würde sich ein Entwickler mit dem Statement "wir hatten für männliche Spielfiguren kein Budget mehr, deshalb sind alles Frauen" hinstellen.

    Eine billige Ausrede wäre auch das.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2020
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  36. VaniKa

    VaniKa
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    Ich frage mich, ob das wirklich so ist. In dem Frauen-Discord, in dem ich unterwegs bin, haben wir aktuell 90 Mitgliederinnen. Es gibt selbst wählbare Rollen für die am meisten gespielten Spiele.

    Hier die Verteilung aktuell:
    Overwatch: 34 (38 %)
    CS:GO: 28 (31 %)
    GTA V: 26 (29 %)
    League of Legends: 24 (27 %)
    Dead By Daylight: 21 (23 %)
    Apex Legends: 20 (22 %)
    Fortnite: 17 (19 %)
    Rainbow Six Siege: 17 (19 %)
    PUBG: 14 (16 %)
    Destiny 2: 13 (14 %)
    Paladins: 10 (11 %)

    Ich habe jetzt nur Spiele genannt, die mindestens 10 Frauen als Rolle gewählt haben. Dabei muss noch berücksichtigt werden, dass nicht jeder sich die entsprechenden Rollen auch zuweist. Es sind also potenziell noch mehr, die die genannten Titel spielen. Der Server ist ein allgemeiner Gaming-Server für Frauen ohne einen bestimmten Genre-Fokus. Dort wird alles gespielt von Sims, über Animal Crossing bis eben zu den genannten Titeln. Der PC herrscht vor, aber es sind auch Konsolen-Spielerinnen dabei. Das sind jetzt mal ganz reale Praxisdaten, die über Einzelfall-Anekdoten schon deutlich hinaus gehen. Overwatch mag noch "bunt" und "frauenfreundlich" sein. Aber was ist mit CS:GO?
     
  37. Bethoniel Scheintot

    Bethoniel
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    Das Marketing trifft gar keine Entscheidungen, die stellen höchstens Marktanalysen bereit, anhand derer Entscheidungen von anderen getroffen werden, und zwar vom Controlling. Die sehen das etwas Geld kostet, und die wollen wissen ob das wieder eingespielt wird, und zwar am besten mit ordentlich Rendite. Wenn die Marktanalyse zeigt, das gerade mal 1/4 der Spieler des Genres weiblich sind, dann werden die wohl nur ungern Gelder freigeben um das Spiel für diese interessanter zu machen, einfach weil man unter Umständen gerade mal mit ach und krach das investierte Geld wieder zurückbekommt. Und je weniger weibliche Spieler es in dem Genre gibt, desto geringer ist der Anreiz das notwendige Geld rauszurücken, ganz besonders wenn man nicht einfach mal eben einen hohen 6 bis 7 stelligen Betrag investieren kann. Das muss dir nicht Gefallen, aber so funktioniert es eben, und das muss es auch, denn sonst würden die Arbeitslosenzahlen deutlich anders aussehen, und ich meine nicht besser.
    Ausnahmen gibt es nur, wenn das Marketing sich sicher ist, über die passende Marketing Strategie ein entsprechendes Käufer potential schaffen zu können, aber das wird man nur machen, wenn es auf das Geld nicht ankommt, sprich das Produkt nicht unbedingt ein Erfolg werden muss, und die Verluste bei einem Misserfolg verkraftbar sind. Das wird man aber kaum, auf Spiele bezogen, bei einem Genre machen, dessen Spielerschaft sowieso ins Bodenlose zu sinken droht. Dazu ist der Entwicklungsprozess häufig einfach zu teuer, und der Konkurrenzdruck zu hoch.

    Ich rede von Genre, und du von bestimmten Spielen. Das ist absolut nicht vergleichbar. Davon abgesehen von einem Discord bei dem nur Frauen sind, kann kaum auf den Anteil von Frauen in einem Genre oder einen Spiel geschlossen werden, dazu musst du schon einen Blick auf die gesamte spielerschaft des Spiels oder Genre werfen, oder zumindest auf eine Repräsentative Maße.
     
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  38. Jicksman

    Jicksman
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    Man darf auch nicht vergessen das es noch nicht SO lange her ist, das Gaming als Nerd Hobby verschrien war. Und jeder kennt das Klischee eines Nerds.

    Wenn ich da an Spiele wie Bazooka Sue, Alone in the dark oder eben auch das gute alte TR denke, find ich es zumindest positiv anzumerken das die Frauen mittlerweile realitätsnahe Körperformen haben und einem keine Wespentaile mit 2 Verkehrshüttchen entgegenspringt.

    Ausnahnen gibts natürlich immer :p

    Keiner weis wie die Sache in 10 od 20 Jahren aussieht. Für unmöglich halt ich es jedenfalls nicht. Manche Dinge entwickeln sich schneller, andere langsamer.
     
  39. Grebcol

    Grebcol
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    Da musste ich tatsächlich auch gerade schmunzeln.
     
  40. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Da schlitterst du von einem eben gerade nicht so schlagenden "Frauen spielen das eh nicht"-Argument unversehens in den "Wir leben nun mal im Kapitalismus, da kriegt nicht jeder ein Stück Kuchen"-Matsch, der wiederum auf Axiomen fußt, die m. E. nicht haltbar sind. Die Frage im Threadtitel wurde ja nirgendwo schlüssig beantwortet, ich bin nicht bereit, da ein "ja" als Default-Antwort zur Diskussionsbasis zu machen. Insofern:
    1. Dass es so maßlos teuer sein soll, z. B. weibliche Spielfiguren zu entwerfen, ist m. E. meistens unwahr. Wir sehen gerade an den Indies heute, dass es eben nicht so fürchterlich teuer sein kann.
    2. Spiele für Frauen interessanter zu machen, bedeutet nicht mal zwangsweise, weibliche Spielfiguren einzubauen.
    3. Spiele für Frauen interessanter zu machen, bedeutet nicht zwangsweise, sie für Männer weniger interessant zu machen.
    4. Ganz persönlich hoffe ich, dass die Reduktion eingefahrener Charakter-Stereotypen und die unendliche Diversifikation von Charakterkonzepten ebenso nicht zwangsweise bedeutet, dass das Erzählmedium für Männer weniger interessant wird.
    5. In keiner Weise hilfreich ist es jedoch, sogar der Spielerschaft selbst überholte Geschlechterstereotypen anzudichten, um die Perspektive auf die Industrie nihilistischer und fatalistischer zu gestalten.
    Die Erweiterung (nicht: Änderung) der Zielgruppe ist für das Design eines Spiels also kein russisches Roulette. Sie brauchen dazu keine Millionen – also keine Zahlenmenschen, kein Controlling – sondern einen Menschen mit Empathie, der nicht so blöd ist, Männer als hirnlose sex- und gewaltgeile Neanderthaler hinzustellen, und Frauen nicht als heilige Statuetten mit Schleife und Makeup. Weder im Spiel noch in der Zielgruppe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2020
    casadechrisso, VaniKa und Crimok gefällt das.
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