Was habt ihr euch heute angeschaut? - Teil VII

Dieses Thema im Forum "Medienforum" wurde erstellt von Timber.wulf, 26. Januar 2017.

  1. felico schrecklich unkreativ

    felico
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    Kings of Hollywood / The Comeback Trail

    Der alternde und wenig erfolgreiche Hollywood-Produzent Max Barber (Robert De Niro) will endlich die ganz große Kohle machen, indem er ein unmögliches Filmprojekt über einen alten Kredithai finanziert (Morgan Freeman) und seinen nicht weniger alten, aber hoch versicherten Star (Tommy Lee Jones) während der Dreharbeiten um die Ecke bringt. Natürlich ohne, dass sein treudoofer Co-Produzent und Neffe (Zach Braff) davon Wind bekommt. So weit, so solide für eine launige Komödie und bei dem Cast kann ja nichts schiefgehen, oder?

    Nun ja. Ein Problem ist, dass der Film fast 45 Minuten braucht, bis er mal so einigermaßen in Fahrt kommt. Bis dahin gibt es ein paar Schmunzler, viele zusammenhangslose Name-Drops von alten Hollywoodfilmen und so einige sehr schwache Momente (die Szene im Altersheim... brrrrr). Ein weiteres Problem ist, dass der Film auch anschließend sehr platt, harmlos und irgendwie steif bleibt. Als direkter Vergleich wäre hier z.B. Going In Style erwähnt, den ich recht gut fand und der in allen Belangen subtiler und sympathischer rüber kommt.
    Und so läuft Kings of Hollywood halt so durch, ohne große Höhepunkte oder bleibende Eindrücke. Leider nur Durchschnitt.

    5/10


    Frau im Dunkeln / The Lost Daugther

    Eine britische Professorin für italienische Literatur macht einen Arbeitsurlaub auf einer griechischen Insel und genießt die Ruhe und den Strand. Die Urlaubsstimmung ist allerdings dahin, als sie am Strand eine junge Mutter mit ihrer Tochter beobachtet, was einige unschöne Erinnerungen ihrer eigenen Vergangenheit wieder an die Oberfläche spült. Was nun folgt ist eine tiefgehende, nuancierte Charakterstudie einer komplexen Person, die innerlich zwischen Familie, Arbeit und Leidenschaft zerrissen ist und Mutterschaft aus einem selten repräsentierten Winkel betrachtet.

    Puh, der Film war Arbeit. Aber wer wenn nicht Olivia Colman könnte einen so komplexen und anspruchsvollen Stoff im Alleingang tragen und dafür sorgen, dass man von Anfang bis Ende (wie auch die Kamera) ganz nah bei der Hauptfigur bleibt? Ungeachtet ihrer Unzulänglichkeiten und strittigen Entscheidungen, von denen ich nebenbei bemerkt so einige voll nachvollziehen kann.

    Ein vom Thema sehr anspruchsvoller Film, insbesondere für Eltern vermutlich noch deutlich mehr als für mich, der Dank der permanent angespannten und fast bedrohlichen Atmosphäre bis zum Ende fesselt.

    7,5/10
     
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  2. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    So gesehen ja, ich habe jetzt an Hauptrolle gedacht.
     
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  3. av4ter

    av4ter
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    Ghostbuster: Afterlife - toller Film :yes:
     
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  4. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    Den fand ich, in Bezug auf die Originalfilme, echt schön.
    Dieses verkorkste Ding mit den Damen der Schöpfung habe ich mir nie angetan.
     
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  5. Raincoat

    Raincoat
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    Man kann schon argumentieren, dass er in Snatch die Hauptrolle spielt. Wobei es natürlich eher ein Ensemble-Film ist.
     
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  6. av4ter

    av4ter
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    es gibt nur 3 Ghostbusterfilme....es wurden nie mehr gedreht :ugly:

    Bin ich voll bei dir! Mir ist übrigens völlig klar dass der Film den ersten Teil fast identisch nachspielt, besonders im letzten Drittel. Aber er ist einfach so sympathisch gemacht, hat gute Schauspieler und lässt mein Fanherz aufgehen! Darüber hinaus respektiert er auch die Originalteile und setzt sie logisch fort. Falls es zu einer Fortsetzung kommt, darf die aber gerne mutiger und eigenständiger sein :ugly:
     
  7. Avalanche

    Avalanche
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    Everest (Bergsteiger-Drama)

    Über die Jahre bin ich sehr empfindlich geworden, wenn die Hauptcharaktere in Filmen ihre eigene Familie so total ignorieren. Meint in dem Fall, dass Jason Clarkes Hauptcharakter nicht eine Sekunde zögert seinen Zeitplan und sein Wissen über den Haufen zu werfen, trotz aller Gefahren die dies mit sich bringt. Gut, basiert hier auf wahren Ereignissen, aber war dennoch schwer auszuhalten. Generell hätte ich mir mehr Gespräche über die Kommerzialisierung des Bergsteigens gewünscht, denn angesprochen wird es - nur eben nicht ausführlich. Gerade der Punkt, selbst halbwegs fitte Menschen nach oben zu schleppen nur weil sie Geld haben, hätte mehr Beachtung verdient. Jaja, ist ein Actionfilm, soll keine Doku werden, aber ein bisschen mehr Einblick in die verschiedenen Gedankenwelten wäre toll gewesen. Ansonsten natürlich großartige Aufnahmen - sehr viel wohl auch echt (sah zumindest so aus) und starkes Dokument darüber, wie verletzlich unsere Körper eigentlich sind - und wie stark manchmal der Kopf sein kann.

    6/10


    Eurovision Songcontest: The Story of Fire Sage (Komödie über den Eurovision Songcontest (Surprise!))

    Während der ersten halben Stunde dachte ich noch: Oh Shit, es ist wirklich ein echter Will Ferrell Film! Das bedeutet meist wenig gute Gags inmitten eines Meeres aus Body-Comedy (Will Ferell nackt oder in engen Anzügen) und Stumpfheit. Gott sei Dank gibt es aber noch Rachel McAdams, die Sigrid angenehm aufgedreht und sympathisch zu gleich spielt. Danach wird es aber besser und zeigt vor allem gut, was der Eurovision Songcontest eigentlich sein könnten: Menschen aus vers. Ländern, die alle eine Leidenschaft für Musik teilen. Der Song-Along war großartig, selbst wenn man nicht alle Gesichter zuordnen konnte, und wird dadurch gestützt, dass der Russe und die Griechin hier nicht automatisch die Bösen sind, sondern sogar helfen und im Hintergrund schlicht ihre eigenen Probleme haben. Das ganze Drama um den Vater hätte es nicht gebraucht - auch wenn ich zugeben muss, dass Pierce Brosnan für sein Alter extrem gut aussieht. Kein Wunder, dass angeblich die Hälfte aller Kinder aus dem Dorf von ihm stammt. Gags über Island und Tourismus laufen sich zum Glück nicht tot, sondern werden gut über den Film verteilt. Außerdem gibt es dadurch eine der besten Szenen des Filmes am Brunnen mit den amerikanischen Touristen. :D

    Und auch wenn man das Ende erahnen kann, hat es mich echt aus den Socken gehauen. Denn das gesungene Lied ist so schön mit seinen englischen und isländischen Passagen und verstärkt genau das, was schon die ganze Zeit über transportiert wurde: Wie großartig solch ein Wettbewerb für das sich-repräsentiert-fühlen von Minderheiten und kleinen Ländern sein kann. Wenn Sigrid ins Isländische wechselt und sich ihre Landsleute so wunderbar freuen darüber, freut man sich doch direkt mit. Es ist kein Wunder, dass unter dem YouTube-Video vom Lied ein Großteil der Kommentare aus "I'm so proud to be Icelandic... even if I'm from Macedonia!" besteht. Das ist Teil Gag, Teil aber auch empathisches Mitfreuen und Miterleben des Film-Finales. Man sollte beim echten Wettbewerb einfach die Wertungen rausnehmen, dann hat man dieses nervige Zuschachern von Stimmen aufgrund von nachbarschaftlicher Nähe oder ähnlichem nicht mehr.

    Aber ich schweife ab: Große Überraschung der Film!

    8/10
     
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  8. areaS-4 Schnuffi

    areaS-4
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    Freue mich schon auf den 10. Februar, dann kommt er als UHD ins Regal. :raucher:
     
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  9. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    Der Song Contest Film 8/10, aber Licorice Pizza nur 6,5?! :huh:

    [​IMG]
     
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  10. Avalanche

    Avalanche
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    Seufz. Es hat dich niemand gezwungen meine Wertungen zu vergleichen, ebenso wie verschiedene Genre. Bin gerne für Diskussionen offen, aber so grundlagenlose Kommentare sind hier regelmäßig zu lesen und nerven. Besonders mit dem Meme im Gepäck. Ja, man hat es als elitärer Kulturexperte schwer auf diesem Planeten.
     
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  11. hellermarie hält sich von diesen Kindern fern

    hellermarie
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    Hast du dir auch die Box gegönnt? :D
     
  12. Oli_Anderson

    Oli_Anderson
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    Everest ist sehr gut. Die erwähnten Kritikpunkte kann man für sich persönlich so sehen...dem Film selber kann man sie aber nicht vorwerfen da er auf wahren Begebenheiten beruht.
    Solche Filme gibt es viel zu selten.
     
  13. General Kenobi I have the high ground

    General Kenobi
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    In letzer Zeit einige netflix-Doku-Miniseries zur Gemüte geführt.

    Night Stalker
    Vielleicht das grösste Verbrechermonster in den letzten 50 Jahren. Äusserst abscheuliche Taten, aber gut inszenierte Doku. Keine Empfehlung für die Mittagpause. Der Typ sieht wirklich wie die Reinkarnation des Teufels aus.. so richtig boshaft.

    Crime Scene: The Times Square Killer
    Auch hier ist ein Killer der härteren Gangart vertreten. Sehr interessant ist die damalige Zeitepoche in New York City rund um den Time Square. Inmitten des abartigsten Rotlichtviertels aller Zeiten macht ein Serienkiller Jagd auf Prostituierte. Viel Gewalt, Porno und Sex. Ebenfalls empfehlenswert. Also die Serie, nicht die Verbrechen.

    Verschwunden: Tatort Cecil Hotel
    Ein mysteriöses Verschwinden beschäftigte das LAPD sowie das Internet. Das Originalvideo des-"diejenichen, die die Serie kennen, wissen, was gemeint ist" ist gruselig und hatte eine verstörende Wirkung auf mich. Störend empfand ich die unausgewogene Sprechzeit für die "Youtubeexperten", die m.E. viel zu lang bemessen ist. Lieber hätte ich da weitere Ermittler und Wissenschaftler zum Fall gehört. Auch die Auflösung überzeugt mich nicht richtig - werde da wohl noch weitere Materialien hierfür konsultieren.
     
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  14. beagletank

    beagletank
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    Für mich war er leider über weite Strecken doch ein typischer Will Ferrell-Film. Konnte mich daher nicht wirklich abholen. Aber bei sämtlichen Songs und Auftritten habe ich zum Teil Tränen gelacht. Das hätte 1:1 im echten ESC laufen können.
    :ugly::hoch:
     
  15. Sogeking

    Sogeking
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    "Clickbait" auf Netflix - 6/10

    Oach ja. Wenn ich eine Serie beende dann muss sie mich immerhin genügend interessiert haben, und das trifft hier auch zu.
    Allerdings mag ich auch Krimis und Storys bei denen man nicht weiß wer der Täter war grundsätzlich gern, somit habe ich da auch keine ganz überzogenen Ansprüche.

    Insgesamt war mir die Serie ein bisschen zu lang (2 Folgen weniger/komprimierter wäre besser gewesen), die Story ein bisschen zu weit hergeholt mit zu vielen Zufällen und Sackgassen und schauspielerisch war es jetzt durchgehend nicht gerade überragend. Und zudem mal wieder, wie immer wenn man es spannend machen möchte als Drehbuchautor, erschreckend schlechte Polizeiarbeit.
     
  16. areaS-4 Schnuffi

    areaS-4
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    Meinst du die hier?

    Nee leider nicht. Es sei denn sie steht dann nächsten Donnerstag im lokalen MM für einen nicht ganz so hohen Preis.
     
  17. hellermarie hält sich von diesen Kindern fern

    hellermarie
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    Jap. Hab sie mir vorbestellt, fand 80€ auch vertretbar. Hab sie jetzt schon bei Zavvi für mehr als das doppelte gesehen.
     
  18. KellogsFrosties

    KellogsFrosties
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    Gute TrueCrime-Dokus. Gerade das mit den Cecil Hotel war unheimlich spannend :yes:
    Ich würde aber das mit der bipolaren Störung nicht unterschätzen. Falls dich aber solche Fälle interessieren, kann ich dir aber noch den Fall "Jack Wheeler" empfehlen.
    CreepyPastaPunch hat dazu ein gutes Video gemacht https://www.youtube.com/watch?v=WbMblrmzgww. Geht los ab 1:50

    Unabhängig davon aber ebenfalls sehr gut sind z.b. auch die Dokus "Sons of Sam" oder die rund um Ted Bundy.
     
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  19. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    Wer in einem Forum seine Meinung kundtut muss eben auch damit rechnen, dass die kommentiert wird. Ja, du hast die Filme nicht verglichen, ich bin nur auf Grund der zeitlichen Nähe der beiden Rezensionen darüber gestolpert.

    Geschmäcker sind natürlich verschieden, deine Meinung sei dir unbenommen, aber ich darf halt auch sagen, dass ich das null nachvollziehen kann. Fire Saga hat ein paar nette Gags, ist aber ansonsten ein Film der Kategorie heute geschaut, morgen vergessen. Licorice Pizza ist da IMHO in einer ganz anderen Liga. Und nein, man muss kein elitärer Kulturexperte sein, um an Licorice Pizza Spaß zu haben.
     
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  20. General Kenobi I have the high ground

    General Kenobi
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    Habe leider Erfahrung mit Personen, die an bipolaren Störungen und Schizophrenie leiden. Deshalb schliesse ich die offizielle Theorie nicht aus. Trotzdem könnte es gut sein, dass eine Drittperson als "Anstifter" fungierte. Aber hey, ich war nicht an den Ermittlungen beteiligt und möchte auch nicht in die Fussstapfen der Youtuber treten. ;)
    Danke für den Link, den schaue ich mir gerne an. Der Fall Jack Wheeler ist auch irgendwo auf Netflix als alleinige Episode auffindbar. Habe die Dokureihe dazu vergessen.

    Sons of Sam war ebenfalls sehr, sehr gut. Nicht nur die Morde, sondern das dunkle Mysterium und Hintergründe rundherum sind äusserst faszinierend. Ted Bundy hatte ich auch mal gesehen. Ebenfalls interessant.
     
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  21. KellogsFrosties

    KellogsFrosties
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    Die Doku die du meinst, heisst "Unsolved Mysteries", quasi das Gegenstück zu "Aktenzeichen XY ungelöst" aber fand ich megaspannend. Es soll auch eine weitere Staffel kommen.
    Bei "Sons of Sam" lief es mich am Schluss nochmal eiskalt den Rücken runter, denn zuminderst mit einer Theorie hatte der Journalist im nachhinein doch noch recht.

    Finde die ganzen TrueCrime-Dokus allg. recht gut gemacht und interessant. Persönlich würde ich mir ja noch wünschen, dass noch eine Doku über Charles Manson kommt oder John Wayne Gacy.
     
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  22. General Kenobi I have the high ground

    General Kenobi
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    Sons of Sam enthielt gruselige Elemente. Diese Verbindung zum Mystischen sehe ich besonders gerne. So interessant TrueCrime-Dokus auch sind, kann ich mir selten mehr als 2-3 Folgen am Stück geben.
     
  23. Avalanche

    Avalanche
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    Auch das leider ein Totschlagargument. Mich stört weder das Kritisieren noch Diskutieren über Filme und Filmmeinungen, aber in diesem Fall gibt dein Beitrag einfach nichts her außer milde provokant zu sein. Da steckt ja keinerlei Frage oder dergleichen drin. Ich kann die Irritation sogar verstehen, aber letzen Endes kommt es auch immer drauf an auf welchem Fuß man erwischt wird und mit welchen Erwartungen man schaut. Von "Licorice Pizza" habe ich schlicht mehr erwartet, den Eurovision-Film nur aus Neugier angeschaut weil eine Freundin großer Fan davon ist.
     
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  24. Oli_Anderson

    Oli_Anderson
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    Prison Break The Final Break

    Scheinbar gab es bei der Serie auch einiges an Kontroverse. Anders ist es nicht zu erklären dass hier eine Doppelfolge in filmform nach gereicht wird der die Handlung runder abschließen soll....bzw und das ist recht verwirrend....der Film spielt vor den letzten 5 Minuten der Serie.
    Schafft es im Grunde auch...und spielt im Grunde den einzigen Storystrang den man rund um ein Prison noch erzählen konnte....den Frauenknast....noch aus.
    Man merkt allerdings,dass hier das Serienkonzept nicht wirklich in einen Film passt. Dazu hat man viel zu viel Story....viele Charaktere....und eben die kurze Laufzeit von einer Doppelfolge die einfach zu wenig sind. Merkt man natürlich noch krasser wenn man den Inhalt von S4 bedenkt.

    Trotzdem netter Abschluss der aber hinter den Staffeln 4,3 und 1 bleibt.
    So heuer gibts dann noch den Abschluss der Serie mit der Final Staffel.
     
  25. r2d22019

    r2d22019
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    Don't look up

    Der ist mir zu realitätsnah an unser momentanen Gesellschaft und Regierungen usw. überall. Konnte deshalb nicht wirklich lachen. Immerhin ist der Film bis auf die 2 unnötige After Credits Szene sehr konsequent. Alles andere als Ende hätte mich enttäuscht.
     
  26. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    Time to Hunt

    Koreanischer Thriller / Action / Heist Movie Mix in einem abgefuckten Setting in nicht allzu ferner Zukunft. Aus dem ansich coolen Setting macht der Film aber nicht wirklich was, es dient mehr als Aufhänger für coole Bilder. Die sind dann aber auch so richtig cool und erinnern bisweilen an Blade Runner 2049, allerdings dreckiger und weniger futuristisch. Die Story ist ebenso eher Mittel zum Zweck und nichts besonderes, es gibt auch keine großartigen Wendungen oder Charakterentwicklung. Spannung ist gegeben, die gut dosierte Action ist kompetent inszeniert und die Schauspieler machen einen guten Job. EIn kleiner Downer ist dann das Ende, dass viel zu deutlich ausfomuliert auf ein Sequel schielt. Ein offeneres Ende wäre hier meiner Meinung nach passender gewesen.

    Gute Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

    6.5/10
     
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  27. HypNo5

    HypNo5
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    Also Blade Runner :ugly:
     
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  28. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    Nicht ganz. Man sieht öfter mal die Sonne. :ugly:
     
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  29. hohesZeh

    hohesZeh
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    Spiderman No Way Home

    Mich hat es über der gesamten Länge gewurmt, dass der Kobold körperlich so mächtig war. Der Typ ist nur wahnsinnig mit einem technischen Anzug. Das regt mich soooo auf rrrrr

    war okay
     
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  30. Cas27

    Cas27
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    All of us are Dead (Netflix)

    Hat mir insgesamt gut gefallen, besonders die Darstellung der Zombies die hier größtenteils ohne CGI auskommen und dabei doch ziemlich viel Körpereinsatz zeigen. Wenn CGI im Spiel ist, sieht man das allerdings überdeutlich. Schwächen gibts bei Dialogen, besonders wenn gerade Sterbende noch eine Moralpredigt halten müssen. Manchmal machen Sätze bzw. Reaktionen auch wenig Sinn, könnte allerdings der Übersetzung geschuldet sein. Gibt auch etliche ziemlich goofige Szenen, einige gewollt, einige eher ungewollt. Der Kern der Serie, der Überlebenskampf einer Gruppe von Schülern, hat mich aber durchgehend unterhalten, die wachsen einem doch ans Herz und haben auch keine so große Plot Armor, dass die Spannung flöten geht. Die Nebenplots sind eher die Schwäche, da sie gefühlt teilweise ins Nichts verlaufen und fast nur die Runtime von immerhin 12 Episoden zwischen 50-70 Minuten strecken. Immerhin haben sie ab und an überraschend direkten Einfluß auf das Schicksal der Schülergruppe. Logiklöcher bzw. der Bruch mit den selbst auferlegten Regeln (Zombieverhalten z.B.) gibts leider auch ein paar, aber gut, man sollte halt keinen perfekt durchgeplanten Plot erwarten.

    Wer Zombie Plots mag macht hier nicht viel falsch, wer damit nichts anfangen kann verpasst aber auch nichts was man gesehen haben müsste.

    7,5/10
     
  31. r2d22019

    r2d22019
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    inside job

    Alex Hirsch hat mit produziert. Merkt man sofort in manchen Folgen. Also mir macht die Serie Spaß.
     
  32. spike2109

    spike2109
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    Mein RIG:
    CPU:
    Intel Core i5 8600K 6x 3.60GHz
    Grafikkarte:
    MSI GeForce RTX 2060 Ventus XS 6G
    Motherboard:
    MSI Z370-A PRO Intel Z370
    RAM:
    16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2400 DIMM CL16
    Laufwerke:
    Samsung 850 EVO SSD 500GB
    Samsung 870 QVO SSD 1TB
    Soundkarte:
    Asus Xonar DGX 5.1
    Gehäuse:
    Coolermaster STORM SCOUT
    Maus und Tastatur:
    Logitech G400 Maus
    Logitech G510 Gaming Tastatur
    Betriebssystem:
    Windows 10 Pro
    Monitor:
    LG 24GN53A-B + Samsung Syncmaster T220
    Guck nochmal den ersten Spidey, Norman nimmt einen Leistungsverstärker, er ist auch körperlich sehr viel mächtiger.
     
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  33. Zig-Maen Bat-Buchstabennudelsuppe

    Zig-Maen
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    100% reiner Baumwolle
    Licorice pizza

    Grandios. 2,5 Stunden schwelgen, schmachten, lachen und auf DIE Situation warten. Großartig gespielt (Philipp Seymour Hoffmans Sohn ist einfach unendlich goldig und die Haim Dame ist eh sau cool) war das fast schon wieder ein Tarantino Film. PTA gehört einfach zu meinen Lieblingsregisseuren. So viele skurrile Szenen, die den Charakteren nur noch mehr Kontur verleihen. Famos.

    9/10
     
  34. Des Pudels Kern FOR THE EMPEROR

    Des Pudels Kern
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    The High Note
    Ab der zweiten Hälfte besser, die erste ist wirklich eher langweilig. Und auch am Ende ist nicht ganz klar, was der Film eigentlich sein will. Vielleicht Devil wears Prada für Arme (Dakota Johnson ist halt nicht Anne Hathaway und Meryl Streep ist sowieso unersetzlich), dafür mit Musik? Romance? Lustig? Für jeden dieser Aspekte gibt es Filme, die das einfach besser gemacht haben. Film über Wannabe-Musikproduzentin, der auch auch wirklich lustig ist? Pitch Perfect und gut ist. Die Twists am Ende sind auch eher weiter weg von "glaubwürdig". 4/10.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2022
  35. Elbow of Melninec

    Elbow of Melninec
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    Are You Lonesome Tonight

    Interessantes, wenn auch etwas unrundes Debüt des chinesischen Regiseurs Shipei Wen. Im Kern ein Drama um Schuld, Sühne und Vergebung, wechselt der Film zwischenzeitlich das Genre und mutiert zum durchaus spannenden Thriller.

    Der Aufbau ist dabei nicht chronologisch und nach und nach werden dem Zuschauer verschiedene Perspektiven des zentralen Geschehens gezeigt, wodurch sich langsam aber sicher ein anderes Bild ergibt, als urprünglich angenommen. Das ist nicht mehr neu und innovativ, funktioniert aber gut und hält die Spannung aufrecht.

    Der mir bis dato unbekannte Eddie Peng brilliert in der Hauptrolle als von Schuldgefühlen zerfressener Mann, der bei einem Unfall einen Mann tötet, die Leiche verschwinden lässt und später Kontakt zu dessen Witwe sucht. Nicht alle Handlungen der Hauptfigur sind dabei logisch nachvollziehbar, was hier aber passt und IMHO keine Schwäche des Drehbuchs ist. Gezeigt wird ein Mensch in einer emotionalen Ausnahmesituation und das kommt gut rüber. Wer handelt dann schon immer rational?

    Peng sieht dabei in vielen Einstellungen aus wie ein junger Chang Chen und ich bin fast sicher, dass ist kein Zufall. Shipei Wen scheint ein großer Fan von Wong Kar-Wai, die Bildsprache von Are You Lonesome Tonight orientiert sich sehr stark an ihm, viele Sets und Einstellungen könnten fast Kopien aus Wong Kar-Wais Filmen sein. Unnötig zu erwähnen, dass zu keiner Zeit die Qualität der Vorbilder erreicht wird.

    Ein Wort noch zu Zensur und Politik: Auf der einen Seite wird China nicht idealisiert, dem Zuschauer wird kein sozialistisches Paradies präsentiert. Auch die Polizei ist hier eher behäbig-tapsig als knallhart und kompetent. Auf der anderen Seite gibt es ganz am Ende eine Texteinblendung die so klingt, als käme die direkt vom Zensor. Kann mir gut vorstellen, dass der Regisseur diese Kröte schlucken musste, um den Film durchzubekommen. Man sieht hier leider gut, warum China im Bereich Film nicht (mehr) mit Korea oder Japan mithalten kann.

    Schönes Debüt und Shipei Wen hat sicher Potential, wenn er sich von seinem großen Vorbild emanzipiert. Von Eddie Peng in Zukunft auch gerne mehr.

    7/10
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2022
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  36. Knarfe1000 Homecomputer Veteran

    Knarfe1000
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    Dann hat der Film ja alles richtig gemacht. Das Lachen soll einem ja auch im Halse stecken bleiben.

    Der Film ist für mich auch keine Komödie sondern eine sehr schwarze Satire.
     
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  37. HawkS73

    HawkS73
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    Nun auch die After Credits Szenen sind konsequent:


    Der Elon Musk / Steve Jobs Verschnitt verlässt sich zu sehr auf seine Technologie, die ihn aber fortwährend im Stich lässt.

    Sieht man schon bei der neuen Handy Präsentation wo eine App den Gemütszustand des Nutzers erkennen will und bei Problemen einen Psychiater kontaktiert. Die App schien aber schon versagt zu haben zu erkennen wie unglücklich eines der Mädchen der Präsentation war.


    Der Plan den Meteor zu zersplittern und seine Teile mit den Tollen Roboterdrohnen landen zu lassen fliegt ihm buchstäblich um die Ohren. Er hatte nicht mal berechnen lassen ab wie vielen versagten Drohnen das Ganze nicht mehr funktionieren würde und entsprechenden Redundanz vorgehalten.


    Bei der Ankunft auf der neuen Welt ist er sich so sicher alles im Griff zu haben – dass sie nackt aus den Kapseln treten und er meint alles mit seinem Do-That PDA lösen zu können. Ich mein – wie blöd kann man seine auf eine neue Welt im Adam / Eva Kostüm zu treten? Das Schiff sollte wild rumfliegen bis es einen Klasse M Planeten findet und dann die Landung einleiten. Dann treten die möglichen letzten Überlebenden der Menschheit OHNE Schutzanzüge und OHNE jegliche Waffen - da man ja NULL wissen kann was an Gefahren einen erwarten – aus dem Schiff? Das nur weil Elon sich zu sicher war, mit seiner Technologie alles lösen zu können.


    Die zweite After Credits Szene zeigt was man schon vom RIP Dinosaurier Meteor weiß – nicht alles Leben wird sterben. Und Leben wird einen Weg finden das es weiter geht. Statt eines Raumschiffs hätte der Elon Verschnitt den „Deep Impact“ Weg gehen und tief in den Bergen Schutzbunker bauen lassen sollen…

    Hier steckt auch etwas Ironie mit drinn, denn es überlet einer der unsymphatischsten Charaktere des ganzen Films und nicht etwa Katniss Eberdeen und Paul Atreidis. Was einem "während die Besten sterben, überleben die Egoisten" entspricht. Womit der Film mit dieser Szenen seinen letzten i-Punkt auf sein bitter böse schwarze Irionie setzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2022
  38. Captain Tightpants "Gefällt mir"-Bot

    Captain Tightpants
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    Waren nicht die Leistungsverstärker sogar der Grund warum er wahnsinnig wurde?
     
  39. spike2109

    spike2109
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    LG 24GN53A-B + Samsung Syncmaster T220
    Ja, eine Nebenwirkung.
     
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  40. Harry an der Leine

    Harry an der Leine
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    The Revenant (Amazon Prime)

    Schnell nochmal gestreamt, bevor er in ein paar Stunden von Amazon Prime verschwindet. Großartiger Film auf jeden Fall, wenn auch im Detail nicht immer ganz überzeugend. Zum Beispiel geht mir die Wandlung von so gut wie tot zu (wieder einigermaßen) lebendig zu schnell. Den biographischen Indianer-Hintergrund empfinde ich als aufgesetzt, auch wenn er mitsamt der Inszenierung dem Film etwas Mystisches verleiht.

    7.5/10
     
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