Was lest ihr momentan?

Dieses Thema im Forum "Medienforum" wurde erstellt von Spartan117, 23. Februar 2016.

  1. DustinSchmock

    DustinSchmock
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    Fand das Buch auch grandios! Der Film war eher so 08/15.
     
  2. Guy Incognito

    Guy Incognito
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    Kusamakura ist durch. Sehr, sehr schöne Reflexion über Kunst, das Ringen zwischen Tradition und Moderne, Ost und West, Leben und Tod (und die Hässlichkeit Englands :ugly:).
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Oktober 2021
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  3. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Endlich Moon Palace von Auster durch. Etwa die Hälfte gefiel mir richtig gut, das war annähernd New-York-Trilogie Niveau, er versteht einfach es perfekt, ganz langsam die Spirale des Wahnsinns zu drehen, der so alltäglich und harmlos und unauffällig ins Leben kriecht und sich fast unbemerkt mehr und mehr ausbreitet. Dann kamen aber wieder Passagen, die - zumal im unmittelbaren Vergleich - so abfallen, das es schon fast zur Qual wird (gelangweiltes Lesen ist für mich Qual). Schwierig. Vielleicht verkläre ich aber (vor allem) City of Glass& Ghosts mittlerweile auch einfach ein Stück weit, ist sehr lang her, dass ich die gelesen hab'..
     
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  4. IvanErtlov

    IvanErtlov
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    Meine ASA-Kollegin Laura Jean McKay (die ich hoffentlich morgen bei der Covid-freundlich online abgehaltenen Generalversammlung treffe) hat den Arthur C. Clarke Award gewonnen. Und zwar für ...

    [​IMG]

    Also habe ich mir das Werk zu Gemüte geführt und muss sagen - großartige Ideen, diese gut umgesetzt, aber die Erzählung als solche verläuft ein wenig schleppend.
    Um was geht es? Um eine Pandemie! Ok, das ist noch nicht originell - aber dass eine der Nebenwirkungen ist, dass man bei einer Infektion Tiere verstehen kann, schon umso mehr. Wobei es nicht wirklich ein 100%iges sprachliches verstehen ist, eher eine verbal erweiterte Empathie. In dieser schrägen Ausgangssituation macht sich eine Park Rangerin, die schon zuvor auf eben andere Weise mit den Wildtieren kommunizierte (oder es versuchte) auf die Suche nach ihrer verschwundenen Enkeltochter. Zusammen mit einem Dingo. Das klingt humoristisch, nach Roadmovie mit skurillen Begegnungen am Wegesrand. Vielleicht hätte es als solches auch noch einen Tick besser funktioniert, aber McKay hat sich für einen dystopischen Einschlag entschieden. Wenn Menschen im Endstadium der Krankheit (die keineswegs ein Todesurteil ist) auch Insekten verstehen können und angesichts Millionen von Stimmen gleichzeitig im Kopf wahnsinnig werden, dann wirkt alles viel beklemmender, als es sein müsste. Aber auch irgendwie glaubwürdiger.
    Keine leichte Lektüre, keine tiefgehend-predigende Message, aber durchaus eine Empfehlung. Vier von fünf sprechenden Dingos.
     
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  5. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Klingt, als hätte sie sich bei der Idee ganz ordentlich bzw. recht ungeniert bei Patterson/ Ledwidges "Zoo" bedient. : /
     
  6. IvanErtlov

    IvanErtlov
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    Eigentlich gar nicht. Die Tiere ändern ihr Verhalten ja nicht - nur die Wahrnehmung der Menschen ändert sich, was eine neue Interaktion ermöglicht. Es gibt auch keine Konflikte, Angriffe oder Krieg Mensch gegen Tier.
     
  7. Guy Incognito

    Guy Incognito
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    Gewagte Farbwahl... So ein Cover würden meine Augen im Buchladen gezielt überspringen. :ugly: Aber deine 4/5 Dingos-Bewertung hilft.
     
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  8. HypNo5

    HypNo5
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    Dann hast du noch nicht meine schöne Ausgabe von Mishima gesehen. :Poeh:

    [​IMG]
     
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  9. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    omg
     
  10. Guy Incognito

    Guy Incognito
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    :schwitz::schwitz::schwitz:

    ***

    Bei Ivans Cover-Post musste ich aber gleich an sowas denken:

    [​IMG]

    (Witches Get Stitches: A Steamy, Friends-to-lovers Werewolf Romance :topmodel::topmodel::topmodel:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Oktober 2021
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  11. Sevotharte Sevotörtchen

    Sevotharte
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    Hab pünktlich zur spooky season mit The Fisherman von John Langan angefangen. :)
     
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  12. Guy Incognito

    Guy Incognito
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    Und ich mit Something Wicked This Way Comes. :ugly: Geht eigentlich noch mehr Halloween/October-Feeling als bei diesem Buch? Kann ich mir irgendwie schwer vorstellen. [​IMG]

    Edit:

    Ich habe übrigens schon im ersten Kapitel mehrere Aha-Momente bezüglich verschiedener Stephen King Bücher gehabt. Da scheint es wohl unzählige Verweise auf Bradbury zu geben.

    Beispiele:

    "The seller of lightning rods arrived just ahead of the storm."
    -- Ray Bradbury, Something Wicked This Way Comes

    "The seller of lightning rods arrived at Cathy's Roadhouse in Somersworth [...]"
    -- Stephen King, The Dead Zone


    "We learn that one year Halloween came early – on October 24th, three hours after midnight."
    -- Ray Bradbury, Something Wicked This Way Comes

    "Chapter 24: Halloween Comes Early"
    -- Stephen King, Under the Dome
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2021
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  13. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Darkling Child von Brooks. Mhmjoo. Lese Shannara eigentlich immer noch gern als lightweight zwischendurch, aber in den Defenders of Shannara hat Brooks sich doch ziemlich deutlich vom üblichen Schema abgewandt und das passt mir nicht so recht. Zuviele Druiden, zu wenig Kontinuität der main storyline, kein wirklich herausstechender Charakter, der Stil und die sonst übliche Liebe zum Detail, immer kombiniert mit 'ner guten Prise trockenen Humors fehlt hier einfach. Liest sich wie ein Auftragswerk, bei dem von Brooks nur der Name übernommen wurde. : / Genesis hatte ich ausgelassen, weil ich kein Fan des Voidzyklus' bin, Legends, Dark Legacy und Paladins waren aber wieder ganz im alten Stil, so dass ich nicht einmal sagen kann, nach knapp 40 Jahren hätte ihn einfach die Lust an der Reihe endgültig verlassen.. Nichtsdestotrotz werd' ich auch Sorcerer's Daughter noch lesen und darauf hoffen, dass er im Fall of.. (Black Elfstone ist auch schon gekauft) noch ein letztes Mal zu alter Form aufläuft. :yes:

    Außerdem WAS-IST-WAS Bd.15 von '72 bei meinen Eltern gefunden und gelesen. RAW RAW DINOSAUR!
     
  14. HypNo5

    HypNo5
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    [​IMG]
    Dito. KACHING KACHING SAMURAI! :rotfl:
     
  15. CombustibleCartridge gesperrter Benutzer

    CombustibleCartridge
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    Ich habe vor ein paar Jahren alle meine "Was ist Was?"-Bücher verkauft (ich brauchte das Geld... :-(), nur das da, das ist eines von zwei Büchern, die ich behalten habe! :-D
     
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  16. Gustav Gammelzahn

    Gustav Gammelzahn
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  17. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

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  18. IvanErtlov

    IvanErtlov
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    Wie ich letzte Nacht erfahren habe, bin ich beim diesjährigen "Publikumspreis für Eskapismus, Nerdkultur & Phantastik" aka dem "Goldenen Stephan" gleich zweimal (eigentlich sogar dreimal) nominiert:
    "Elfenbein & Sternenkinder" in der Kategorie "Bester Roman"
    "Stargazer - Das letzte Artefakt" in derselben
    Und in der Kategorie "Beste Anthologie" gibt es mit "Necrosteam" einen Sammelband, in dem auch eine Geschichte von mir steckt.
    Wer will, kann mich bis 21. 10. 2021 mit einer entsprechenden Stimme hier unterstützen.
     
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  19. Helli LI-LA-LAUNELÖWE Moderator

    Helli
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    Ich habe heute Harlem Shuffle von Colson Whitehead beendet.

    [​IMG]

    Harlem, 60er Jahre: die Geschichte eines einfachen Mannes, der so ehrlich wie möglich versucht aufzusteigen. Der neue Roman des zweifachen Pulitzerpreisträgers und Bestsellerautors Colson Whitehead

    Eigentlich würde Ray Carney am liebsten ohne Betrügereien auskommen, doch die Einkünfte aus seinem Laden reichen nicht aus für den Standard, den die Schwiegereltern erwarten. Cousin Freddy bringt gelegentlich eine Goldkette vorbei, die Ray bei einem Juwelier versetzt. Doch was tun mit dem Raubgut aus dem Coup im legendären „Hotel Theresa“ im Herzen Harlems, nachdem Freddy sich verdünnisiert hat? Als Polizei und Gangster Ray in seinem Laden aufsuchen, steht sein waghalsiges Doppelleben auf der Kippe. Der mitreißende Roman des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Colson Whitehead ist Familiensaga, Soziographie und Ganovenstück, vor allem aber eine Liebeserklärung an New Yorks berühmtestes Viertel.

    Sehr gut da sehr flüssig zu lesendes Buch. Es war stets spannend zu sehen wie sich Raymond Carney über die Jahre in seinem Viertel schlägt.
    Immer wieder interessante Zeitsprünge innerhalb der Kapitel, von einem Absatz auf den nächsten in die Zukunft mit sofortigem Rückblick auf die Szenen, die man gerade übersprungen hat.

    Ich habe mich mit dem Buch sehr wohl gefühlt!

    [​IMG]

    Lieblingsstellen:
    „Es gab nicht viele Weiße, die ihn Mister nannten. Jedenfalls nicht downtown. Als Carney das erste Mal geschäftlich in die Row gekommen war, hatten die weißen Angestellten so getan, als sähen sie ihn nicht, und Hobbybastler bedient, die nach ihm gekommen waren. In einem Laden nach dem anderen hatte er sich geräuspert, hatte durch Gesten auf sich aufmerksam gemacht und war ein schwarzer Geist geblieben, hatte die üblichen Demütigungen einstecken müssen, bis er die schwarze Eisentreppe zu Aronowitz & Söhne hinaufgestiegen war und der Besitzer gefragt hatte: »Kann ich Ihnen helfen, Sir?« Kann ich Ihnen helfen, wie in Kann ich Ihnen helfen?. Im Gegensatz zu Was hast du hier zu suchen?.“

    „Der Pick-up seines Vaters erwies sich als nützlich. Bis zum Sonnenaufgang hatte er die Leiche gemäß lokalem Brauch im Mount Morris Park abgekippt. So wie die Zeitungen über den Park schrieben, hatte er gedacht, er müsste sich vielleicht anstellen. Es war einfacher, als er geglaubt hätte, eine Leiche loszuwerden, jedenfalls erzählte er das Freddie, als sein Cousin von seinem Urlaub im Village zurückkehrte. Carney wurde beinahe von zwei Männern ertappt, die unter einer Birke kopulierten, von einer abgetakelten Hure, die im Morgengrauen nach Freiern Ausschau hielt, und einem Mann mit einem Priesterkragen, der den Mond verfluchte und sich überhaupt nicht wie ein Mann Gottes anhörte. Außerdem war er das Geld für den Morroccan-Luxury-Läufer los, in den er den Ganoven einrollte, aber trotzdem: einfacher.“

    „Die Kellnerin hatte einen in der Krone, torkelte und nuschelte. Wenn sie nicht über seine freundlichen Bitten stöhnte, streifte sie Zigarettenasche in einen Blechaschenbecher auf dem Tresen ab und wedelte die Fliegen weg. Zu dieser Zeit herrschte reger Stubenfliegenverkehr, aber Carney bezweifelte, dass er die Miete abdeckte.“

    „Als man ihm am Samstagabend die Schaufensterscheibe einschlug, ersetzte Mr. Diaz sie am nächsten Tag. Er ersetzte sie, als man sie ihm am nächsten Abend einschlug. Dass der Laden ausgeräumt war und es nichts mehr zu stehlen gab bis auf die leere, kaputte Registrierkasse, tat nichts zur Sache. Man schlug ihm das Schaufenster erneut ein. Er ersetzte es. Man schlug es viermal ein, und viermal ersetzte er es. Zeugte das von Hoffnung oder von Wahnsinn? Er war ein Mann, der nach einer unmöglichen Lösung haschte. Wie lange versucht man, etwas zu bewahren, das längst verloren ist?“
     
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  20. Zac Fox

    Zac Fox
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    Alte Was-ist-was-Ausgaben sind teilweise etwas bizarr. In meiner Ausgabe von "Planeten und Raumfahrt" aus den späten 80ern prangt auf einer Seite eine Zeichnung mit einer wirklich riesigen, Babylon 5-artigen Raumstation. Die ernst gemeinte Bildunterschrift:
    "diese 5 km lange Weltraumstation plant die US-Weltraumbehörde NASA für etwa 1995, in der 10.000 Menschen arbeiten und wohnen werden."
    Da war ich schon als kleiner Pimpf, der gerade lesen konnte, skeptisch: "Die NASA will innerhalb von so kurzer Zeit bis 1995 so etwas hinbekommen? Neee..."
    In einer noch älteren Ausgabe von Planeten und Raumfahrt in unserer örtlichen Bibliothek stand dann "die NASA plant die erste bemannte Marslandung für etwa 1980".
    Ich konnte irgendwie nicht glauben, dass die NASA heimlich vor meiner Geburt auf dem Mars war. :parzival:

    Von Raketen mit Ionenantrieb, die die NASA plante und die 150.000 km/h schnell sein sollten,
    ganz zu schweigen. Aber die schön stilisierten NASA-Zeichnungen dazu waren irgendwie stylish und hatten etwas von Perry Rhodan. Für mich als Raumfahrtfreak war das ein gefundenes Fressen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2021
  21. Lurtz lost

    Lurtz
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    :ugly:

    Ich erinnere mich bis heute über die Was ist Was Ausgabe in der örtlichen Dorfbibliothek über Energiegewinnung, in der mega futuristische Gezeitenkraftwerke abgebildet waren :D Gut, die gibt es immerhin prinzipiell wirklich...
     
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  22. IvanErtlov

    IvanErtlov
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    Ich hatte einen 500 Seiten Schmöker über Raumfahrt aus dem Jahr 1969, Schwerpunkt war natürlich die Mondlandung. Am Ende des Schinkens war ein langes Interview mit Wernher von Braun, wo ihn der Autor enthusiastisch fragte, ob man bis 1980 Menschen auf den Mars bringen könne. Braun hat abgewunken und gemeint "Nein, das wäre zu optimistisch. Eher 1985, vielleicht auch erst 1990".
     
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  23. Zac Fox

    Zac Fox
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    Ich habe gerade noch einmal in meiner Was ist Was-Ausgabe von "Polargebiete" geblättert (die alten Schätzchen habe ich verwahrt):

    Auf der letzten Seite ("Wie soll die Stadt am Nordpol aussehen?") prangt ein Bild einer großen Stadt mit Hochhäusern in der Arktis unter einer riesigen, durchsichtigen Kuppel mit Bienenwaben (wie bei Elex).
    Die Bildunterschrift: "Eine künstliche Sonne unter der Kuppel soll die polare Stadt der Zukunft mit Licht und Wärme versorgen und für den Menschen zuträglich klimatisieren. Die Zelthaut, die die Stadt vor der klirrenden Kälte der Arktis abschirmt, soll durch ein Seilnetz verstärkt und durch Überdruck unter der Hülle gehalten werden. Techniker aus verschiedenen Ländern haben einen Plan entwickelt, nach dem unter einer Großklimahülle von mehrereren Kilometern Länge eine ausgedehnte Stadt mit Wohn- und Wirtschaftsvierteln entstehen könnte."

    Das fand ich als Kind wirklich faszinierend. :KO:
    Dies hätte ein gutes Setting für einen SF-Roman oder ein Bioshock-Spiel abgegeben.
     
  24. Fang Ewiger Zweiter

    Fang
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    Matthew Corbet und die Hexe von Fount Royal von Robert McCammon ausgelesen.

    1699 in Carolina, Amerika. In der kleinen Stadt Fount Royal geschieht ein Mord. Die Einwohner machen die ohnehin für eine Hexe gehaltene Rachel Howarth verantwortlich. Ein Friedensrichter wird gerufen um ihr den Prozess zu machen. Dessen Gerichtsdiener Matthew Corbett hat allerdings einige Zweifel an der Schuld der Angeklagten.

    Die Bücher haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil sagt mir zu, und der Autor bringt die Kolonialzeit gut rüber. Die Charaktere sind toll. Viele mit dunklen Geheimnissen. Matthew selbst ist ziemlich clever aber eben auch nicht perfekt. Die Story selbst hat mir ebenfalls gefallen, in typischer Krimimanier kommt immer mehr ans Licht. Was mich etwas gestört hat, ist dass an einer Stelle die Grenze zur Mystery schon überschritten wird. Ich habe sehr gegrübelt wie ein bestimmter Fakt wohl erklärt wird und die Lösung ist quasi übernatürlich.
    Aber was solls, insgesamt war es schon ein spannendes Lesevergnügen. Die düstere Atmosphäre passt irgendwie zur aktuellen Jahreszeit. Folgebände sind bestellt.
     
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  25. Razmael

    Razmael
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    Bei der Gelegenheit bitte auch eine Stimme für "Fast menschlich" in Erwägung ziehen, darin bin ich vertreten. :)
     
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  26. Sogeking

    Sogeking
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    Habe gerade "The Law of Innocence" von Michael Connelly beendet.
    Hat mir insgesamt recht gut gefallen nur......hmm.......bin ich jetzt blind oder gibt hier es keine Spoilerfunktion mehr? Okay, dann führe ich es nicht weiter aus was mir nicht ganz so gefallen hat.

    Insgesamt so etwa 6-7/10 Punkte.

    Da ich generell Gerichts-Szenen immer sehr spannend finde, also so was wenn beispielsweise die Verteidigung durch geschickte Verhörtechnik Widersprüche aufdeckt, psychologische Aspekte, etc.: gibt es da besonders empfehlenswerte Bücher die in so eine Richtung gehen?
     
  27. Gustav Gammelzahn

    Gustav Gammelzahn
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    [​IMG]

    Marsianer fand ich klasse (Buch wie Film). Hier bin bislang noch nicht so richtig drin.
     
  28. IvanErtlov

    IvanErtlov
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    wissen, dass dies eine meiner Anthologie Empfehlungen war. Ich gönne ihr ganz herzlich den zweiten Platz hinter Necrosteam :D
     
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  29. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Deception von Kellerman. Bisschen trashiges detective fast-food mit psych aspect, zum entspannten Runterlesen zwischendurch immer mal okay, aber nothing to write home about. Ich bleib' generell häufiger auf Reihen hängen, die ich eigentlich gar nicht _so_ toll, aber den einen oder anderen Char ganz erträglich bis sympathisch finde, auch wenn die Schreibe oft mit den Jahren deutlich abbaut. Ich glaub, so richtig "ganz gut" von Kellerman fand ich eigentlich nur When The Bough Breaks, und das ist von 1985.. :ugly:
     
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  30. Razmael

    Razmael
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    Dem Post habe ich schon ein Herzchen spendiert. :bussi:
     
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  31. Rawoe

    Rawoe
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    Kann ich so bestätigen, die Charakterentwicklung ist auch nicht zu verachten, Sand Dan Glockta, wohl einer der komplexesten Charaktere, auch so Protagonisten wie Bremer dan Gorst oder die Nordmänner Espe oder der blutige Neuner. Ich fand die Reihe cool. Hab bisher aber nur die First Law mit den Kriegs- Feuer- und Königsklingen, sowie die Standaloneromane Rache- Helden- und Blutsklingen durch. Schatten-, Zauber-, Friedens-, Zauber- und Silberklingen stehen dann demnächst mal an. Ich bin da quer eingestiegen, vom Freund habe ich Blutklingen bekommen. Das hat den Einstieg nicht leichter gemacht. Und dann natürlich von vorne angefangen. Wenn ich, auf demnächst absehbare Zeit, mit der Scheibenwelt durch bin, werde ich mir mal den Rest zu Gemüte führen. Abercrombie kann ich also empfehlen.
     
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  32. Lilias unfuckable

    Lilias
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    Auf etwas unfreiwillige Anregung @IvanErtlov s hin "Zoo" von Patterson/ Ledwidge. Kannte bis dahin nur die Serie und war echt positiv überrascht, liest sich sehr flüssig runter und war teils sogar ein bisschen spannend - das Gefühl hab' ich bei Büchern eher selten. Keine Ahnung, wie ein Trillionenseller des Genres bislang völlig an mir vorbei gehen konnte (der noch dazu Amazons Marktmacht brechen will und u.a. mit Clinton zum Schreiben up-buddied :ugly:), aber in "seinem" ausufernden Werk werd' ich mich definitiv noch 'n bisschen umschauen.
     
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  33. Razmael

    Razmael
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    Ich habe vor Ewigkeiten die ersten 3 Bücher gelesen und war restlos geplättet – kannte diese Machart als Teenager auch einfach noch nicht. Danach habe ich dann "Racheklingen" gelesen, was mir leider überhaupt nicht gefallen hat. Das Buch sagt (sofern mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt) am Anfang: "Die Leute da hole ich mir", und das ist dann auch die grobe Outline. Dazwischen fand ich einfach nicht dieses Leben, das Glokta und der Neuner für mich in die Trilogie gebracht haben.

    Danach habe ich es nicht mehr verfolgt und frage mich jetzt, ob mir da etwas entgeht.
     
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  34. Rawoe

    Rawoe
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    Die Standaloneromane haben auch für mich nicht die Spannung aufgebaut, wie die First Law Trilogie, Klar, bekannte Plätze, bekannte Figuren, aber auch relativ vorhersehbar, Blutklingen war da nicht anders.
     
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  35. Arno Nym

    Arno Nym
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    Mein RIG:
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    Habe ich
    Motherboard:
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    Gehäuse:
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    Maus und Tastatur:
    Wie sonst?
    Monitor:
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    Nachdem ich Dune, das erste Buch, durch habe, warte ich mit den anderen beiden Teilen noch etwas.
    Habe nun "Der Wal und das Ende der Welt" angefangen
     
  36. hunter7j

    hunter7j
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    Star Wars: Die Hohe Republik

    Ja das war wohl nix. Die Figuren sind ganz nett, der Handlung fehlt es aber komplett an Spannung oder Dynamik. Sowas wie Überraschungen gibt es auch nicht. Wo ich bei den Warhammer Romanen die richtig kreativen Schauplätze gelobt habe, fehlt es hier auch komplett an etwas interesantem. Wir haben eine ganze Galaxie zu unserer Verfügung, also nehmen wir eine Raumstation und einen Waldplaneten.

    Da merkt man schon wie extrem gut die Warhammer Romane teilweise so sind, verglichen mit anderen Linzensromanen.

    Sturmlicht-Chroniken, Band 6


    Nachdem Band 5 die für den Autor typische qualitativ zwar sehr hochwertig geschriebene, aber ereignislose Fillerhälfte war. Geht es jetzt wieder spürbar mit der Haupthandlung voran. Figuren bewegen sich vom Fleck und SChauplätze wechseln endlich mal wieder :yes: Ist einfach schön wenn da einbisschen Tempo reinkommt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2021
  37. Guy Incognito

    Guy Incognito
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    Bei getrennten Sanderson-Romanen würde ich die Krise bekommen, da die ja recht ... hecklastig sind. Da hat man ja immer einen Band build up ohne payoff. :no:
     
  38. hunter7j

    hunter7j
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    Ja ist immer so bei der Reihe :ugly: Aber die müssen halt auch getrennt werden. Sind pro Roman 1100 Seiten.
     
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  39. HypNo5

    HypNo5
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    Ist das nicht überall so? Bei Eriksson ist am Anfang auch immer Aufbau, also dann im ersten deutschen Buch, und in der zweiten Hälfte fliegen die Fetzen.
     
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  40. Guy Incognito

    Guy Incognito
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    :ugly::ugly: die spinnen, die Deutschen.

    Ich würde vorsichtig behaupten, dass die Stormlight Bücher noch hecklastiger sind.
     
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